Posts mit dem Label Städtereise werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Städtereise werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 9. September 2025

Fahrt nach Plzeň (Pilsen), Abendspaziergang

Mein beruflicher Termin dauerte länger als geplant, so dass wir erst spät los kamen. Von Nordbayern nach Plzeň (Pilsen) ist es nicht weit. Es bietet sich die A6 an, man braucht eine Vignette. 

Die Fahrt durch strömenden Regen war sehr unangenehm und ich war froh, als wir endlich in Pilsen angekommen sind. Zum Glück hatte ich beim Buchen des Hotels einen Parkplatz im Innenhof des Hotels mitgebucht, so dass uns eine längere Sucherei erspart blieb. 

Fahrt nach Pilsen

Das Hotel Central liegt mitten in der Stadt, am großen Stadtplatz Náměstí Republiky (Platz der Republik). Von außen ist es keine Augenweide, allerdings hat man von innen und von der Bar oben eine geniale Aussicht. Wenn es nicht regnet, kann man raus auf eine Terrasse. 

Um 21:30 Uhr hatte ich mein frisch gezapftes Pilsner Urquell in der Hand. Und ein Stück Torte, da die Bar geniale französisch inspirierte Törtchen anbietet, und wir zumindest eins probiert haben. 

20250909 Pilsen Blick von der Hotelbar auf den Stadtplatz
Links sieht man meine Hand mit einem Pilsner Urquell und einem Blick auf die Pestsäule, das alte Rathaus und die Kathedrale der Stadt. Rechts ist die andere Seite des Platzes mit seinen Häusern; im Hintergrund ist die erleuchtet Bahnhofshalle zu erahnen. 

Sonntag, 18. Mai 2025

Stippvisite Sokolov (Falkenau an der Eger)

Auf der Rückreise von einem Wochenende in Karlsbad haben wir einen kurzen Stopp in Sokolov gemacht. Die Stadt hat mich positiv überrascht, daher hier ein paar Impressionen. 

Sokolov liegt an der Autobahn zwischen Karlovy Vary (Karlsbad) und Cheb (Eger) im äußersten Westen Tschechiens. Von Nordbayern fährt man (derzeit ohne Autobahngebühr zahlen zu müssen) über Cheb hin und nimmt eine der beiden Ausfahrten. Auch von Sachsen aus ist es gut erreichbar, je nachdem woher man kommt über Klingenthal oder Annaberg-Buchholz. 

Auf Deutsch heißt die Stadt Falkenau an der Eger, sie befindet sich im Falkenauer Becken südlich des Erzgebirges und nördlich des Kaiserwaldes. Hier gibt es große Braunkohlevorkommen, die im Tagebau abgebaut werden. Dafür wurden Teile der Landschaft und auch einige Dörfer umgepflügt. Selbst von der Autobahn aus sieht man das sehr gut. Die Fahrt ins Stadtzentrum ist gesäumt von sozialistischem Baustil, erst im Zentrum wird es hübscher. 

Sokolov - Alter Platz (Staré námesti)


Durch die Lage an der Eger hat die Stadt eine längere Geschichte, und war wohl schon im Mittelalter durch eine Burg gesichert. Auf dem Burgarreal steht heute das Schloss. In der Nähe des Schlosses kann man parken; es liegt in einem kleinen Park im Stadtzentrum und ist gut ausgeschildert. Am Wochenende ist das Parken frei. 

Das Foto oben zeigt den Marktplatz mit einer kleinen Kirche im Hintergrund (die geöffnet war) und einigen Brunnen. Hier gibt es auch Restaurants und Cafés, die teils geöffnet hatten. Hier sind wir als erstes hin, um uns zu orientieren. Es gibt auch Informationsschilder, die allerdings nur auf Tschechisch sind. 

Dienstag, 18. April 2023

Langes Wochenende in Albanien: Tirana und Durrës

Albanien - das ist eines der unbekanntesten Länder Europas! Ich stand 1987 kurz davor, wenige Kilometer entfernt von der Grenze am Ohrid-See. Damals war das Land eines der verschlossendsten der Welt, ähnlich vielleicht wie Nordkorea heutzutage. Ich ahnte, dass sich dahinter mediterrane Strände, zerklüftete Berglandschaften, verfallene Burgen und interessante Städte verbergen mussten - aber ich durfte nicht rein. Seit dem Ende einer besonders brutalen Form des Kommunismus 1991 hat Albanien zaghaft seine Pforten geöffnet und zählt immer noch als Geheimtipp.

Ich wollte eigentlich schon länger hin und mir einen ersten Eindruck verschaffen, und jetzt hat es relativ kurzfristig geklappt. Wizzair bietet seit kurzem wieder Direktflüge ab dem mir nächstgelegenen Flughafen Nürnberg an. Auch von anderen Städte gibt es vergleichbare Flugangebote. Damit ist man für überschaubares Geld in weniger als zwei Stunden in Tirana, der albanischen Hauptstadt.

Tirana - Skanderbeg-Platz

Dieses Foto vom zentralen Skanderbeg-Platz in Tirana zeigt relativ gut, was mir wichtig war: Ein wenig Reinschnuppern in das für mich bisher unbekannte Land und beobachten, was die Menschen dort am Wochenende so machen, ein wenig Sightseeing, das lokale Essen probieren und spüren, wie das Land sich entwickelt. 

Hier meine einzelnen Reisetage im Überblick: 

  • 14.04.2023 Abends Flug nach Tirana
  • 15.04.2023 Stadtbesichtigung Tirana
  • 16.04.2023 Fahrt nach Durrës, Besichtigung
  • 17.04.2023 Vormittags Durrës, nachmittags Rückflug

Ich hatte bei der Vorbereitung länger überlegt, wie ich die kurze Zeit am sinnvollsten nutzen kann.

Freitag, 20. Januar 2023

Stippvisite London: Cutty Sark und IFS Cloud Cable Car

Vor über fünf Jahren habe ich über eine andere Stippvisite nach London berichtet, damals über Besuche in der Tate Modern und dem Dockland Museum. Seitdem war ich ein paar Mal beruflich hier, hatte aber nie genug Zeit, um mir etwas anzuschauen. Dieses Mal war es anders und ich habe mir nach einer Konferenz vor dem Rückflug zwei Sehenswürdigkeiten herausgepickt, die ich noch nicht kannte: 

Die berühmte Cutty Sark und die Seilbahn über die Themse unweit der O2 Arena.

Klipper Cutty Sark in Greenwich

Die Cutty Sark war der berühmteste der vielen Teeklipper, die im 19. Jh. zwischen England und China die Weltmeere befuhren. 1869 in Schottland vom Stapel gelaufen, galt sie als das schönste und mit 17,5 Knoten Höchstgeschwindigkeit auch als das schnellste Schiff ihrer Zeit: 1871 brauchte sie von Shanghai nach London 107 Tage, und 1889 überholte sie sogar das neue Dampfschiff Britannia auf der Fahrt nach Sydney.

Cutty Sark in London

Der Name Cutty Sark stammt aus einem Gedicht von Robert Burns und bezieht sich auf ein kurzes Hemd bzw. Unterhemd, das einer Hexe namens Nannie gehörte, die als Galionsfigur abgebildet ist. 

Bis 1877 wurde das Schiff für den Teetransport eingesetzt, bis die Dampfschiffe über den neu eröffneten Sueskanal deutlich schneller waren. Der Kanal ist zum Segeln schlecht geeignet, die Winde im Roten Meer und im Mittelmeer sind nicht ideal und die Dampfschiffe brauchten nur 60 Tage.

Cutty Sark - Eingangsbereich und Ticketpreise

Als Erinnerung: Die Fotos werden größer, wenn man drauf klickt! Gerade bei den Collagen ist das sinnvoll, da man die Details besser sieht.

Die Cutty Sark segelte danach vor allem nach Australien auf der langen Strecke um das Kap der Guten Hoffnung herum. Sie transportierte zu jener Zeit hauptsächlich Wolle. Sie fuhr auch nie leer; von Haushaltswaren oder Bier und Spirituosen wurde vieles befördert, aber auch Ausrüstung für Bergbau kamen von England nach Australien, oder zuvor auf der Strecke nach Fernost Kohle für Dampfschiffe. 

Die Original-Teekisten aus China fand ich sehr beeindruckend. Der künstliche Boden, auf dem man läuft, ist damit verkleidet. Teils sind sie sehr künstlerisch gemacht, teils zeigen sie einfach nur das chinesische Zeichen für Tee: 茶.

Cutty Sark - Museum im Laderaum mit Teekisten



Es gibt auch ein kleines Filmtheater mit Sitzen, die etwas in die Höhe gehen, so dass man den Film gut sehen kann. Als wir dort waren, war es nicht so voll; wir mussten für diese Installationen oder Videos, die ununterbrochen laufen, nicht anstehen.

Samstag, 19. November 2022

Stippvisite Bratislava

Ich war beruflich in Wien und hatte die Chance, zwei Urlaubstage dranzuhängen, bevor ich wieder zurück in mein Home Office fuhr. Erst überlegte ich, bei dem neblig-kühlen Wetter in eins der Kurbäder südlich von Wien zu fahren, für Wellness und zum Entspannen. Aber dann war mir doch nach etwas Neuem. :-)

Wissenswertes über Bratislava 

Eine Stunde von Wien entfernt liegt eine europäische Hauptstadt, die neben den berühmteren und entsprechend überlaufenen Destinationen Wien, Prag und Budapest etwas untergeht: Bratislava ist noch ein Geheimtipp! Mit 425.000 Einwohnern liegt die Stadt im Südwesten der Slowakei direkt an der Donau, genau wie Wien und Budapest. Ihr Stadtgebiet grenzt auch an Österreich und Ungarn; sie ist damit die einzige Hauptstadt der Welt, die an mehr als einen Nachbarstaat grenzt. Außerdem gibt's eine weitere Besonderheit: Abgesehen von Rom und Vatikan haben Wien und Bratislava mit 55 km Luftlinie den geringsten Abstand zwischen zwei europäischen Hauptstädten. 

Burg Bratislava


Früher kannte man Bratislava auch unter dem Namen Pressburg. Die Stadt hat seit der Steinzeit eine reiche Geschichte, über die man sich auf der hier abgebildeten Burg informieren kann. Bratislava war z.B. mehrere Jahrhunderte die Hauptstadt Ungarns, als der Rest des Landes zum Osmanischen Reich gehörte. Von 1563 bis 1830 wurden hier die Könige aus dem Hause Habsburg gekrönt - und auch Königinnen wie die bekannte Maria Theresia. Heute ist Bratislava bekannt als Hauptstadt der Slowakischen Republik, die am 1. Januar 1993 gegründet wurde.

Mir hat Bratislava gut gefallen; ich habe mich oft einfach treiben lassen, Menschen beobachtet, ein paar Sehenswürdigkeiten angeschaut und mit dem Smartphone einige Fotos geschossen. Ein paar davon dürfen jetzt die Berichte auf dem Reiseblog illustrieren.   

Mein Besuch in Bratislava

Mittwoch, 16. November 2022

Ankunft und Abendspaziergang durch die Altstadt von Bratislava

Die Anfahrt nach Bratislawa hat mich bereits fasziniert. Ich kam von Süden und hatte einiges an Stauumfahrung im Großraum Wien hinter mir. Irgendwann sah ich eine große weiße Burg in der Ferne und dachte mir schon, dass das Wahrzeichen der Stadt sein müsste. 

Most SNP und UFO über der Donau

Als ich dann über die Donau fuhr, erschien plötzlich ein UFO vor mir! Wenn man etwas übermüdet ankommt und der Blick nach oben gezogen wird und man ein beleuchtetes turmartiges Ufo-Gebäude auf dem Pylon der Brücke sieht, denkt und fühlt man einfach nur: Wow!

Bratislava - Most SNP mit UFO

Dieses Foto habe ich später von der anderen Seite geschossen; beim Autofahren konnte ich nur mit den Augen staunen. Most SNP heißt die Brücke offiziell; sie ist die imposanteste von insgesamt fünf Donaubrücken in der Stadt. Brücke des Slowakischen Nationalaufstandes ist der offizielle Name; sie wurde 1967 bis 1972 erbaut; der Aufstand war 1944. Das Ufo ist nicht neu; bereits 1974 wurde auf dem Pylon der Brücke ein Restaurant eröffnet. Oberhalb des Restaurants gibt es noch einen Aussichtspunkt; man kann über einen der Pfeiler im Aufzug hochfahren und die Aussicht von 95 Metern Höhe genießen. Da das Wetter grau und neblig war, bin ich nicht hoch. Iich habe gehört, dass der Sonnenuntergang sich dort besonders schön erleben lässt.- Als Idee fürs nächste Mal.

Ich bin also weitergefahren, in eine enge Hotelgarage (hat zum Glück geklappt), habe eingecheckt, kurz was getrunken und bin wie geplant zu Fuß los.

Abendspaziergang durch die Altstadt von Bratislava

Die beleuchtete Stadt mit einigen Passanten und Besuchern, aber nicht überlaufen, hat mir gut gefallen. Daher ein paar Fotos von meinem Stadtspaziergang.

Bratislava - Opernhaus des Slowakischen Nationaltheaters


Imposant ist das Opernhaus. Es ist das alte Gebäude des Slowakischen Nationaltheaters und wurde 1886 im Stil der Neorenaissance von Wiener Architekten gebaut. In die Fassade sind Büsten berühmter Komponisten integriert; man kann das ein wenig erkennen, ovalen beleuchtet. 

Mittwoch, 30. März 2022

Dubai: Expo 2020 (2022) und ein paar Tage Wärme

Connecting Minds, Creating the Future – so lautete das Motto der Expo 2020 in Dubai. Eigentlich war der  Beginn der Weltausstellung für 2020 geplant, aber durch die Corona-Pandemie wurde sie verschoben und fand vom 1. Oktober 2021 bis zum 31. März 2022 statt. Den Namen behielt sie. 

Spannend fand ich, wie das Thema Zukunft in den aufstrebenden Emiraten gesehen wird. Ich war schon 10 Jahre lang nicht mehr da und in der Zeit hat sich einiges getan! Mit Dubai als Austragungsort war außerdem erstmals ein arabisches Land Austragungsstätte einer großen Weltausstellung. Wir hatten die Expo 2000 in Hannover und die Expo 2015 in Mailand besucht; das Gelände der Expo 2010 in Shanghai hatte ich später besichtigt. Ich finde diese Weltausstellungen interessant; der Eiffelturm stammt ja auch daher, und seitdem gibt es immer wieder interessante Architektur oder Pavillons, die sich lohnen.

Expo Dubai - Blick auf Water Features, Al Wasl von der African Dining Hall aus

Durch die Pandemie und die hohen Inzidenzen in den Vereinigten Arabischen Emiraten hatte ich eigentlich nicht mehr damit gerechnet, diese Expo besuchen zu können. Aber kurz vor Ende hatte Dubai plötzlich eine Inzidenz von 22 und wir über 2000, so dass ein Besuch wieder in Frage kam. Etwas problematisch war, dass ich zeitgleich zumindest stunden- oder tageweise arbeiten musste und dass so kurz vor Ostern und Ramadan und gegen Ende der Zeit natürlich die Preise für Flug und Hotel hoch schossen. 

Organisation der Reise nach Dubai und Buchung 

Erster Schritt war also, einen Flug zu finden, der vom Abflughafen aus machbar und von den Flugzeiten her okay war. Die preisgünstigeren Flüge über Paris, Amsterdam, Zürich oder Istanbul fielen aus, da ich möglichst direkt fliegen wollte. Im Endeffekt habe ich mich für einen Direktflug mit Emirates ab München entschieden, hin über Nacht und zurück bequem am Nachmittag, so dass man abends noch nach Hause kam. Wenn man vormittags in einem Urlaubsort ankommt, muss man daran denken, dass man im Normalfall noch nicht ins Hotelzimmer darf; also so packen, dass man für die ersten paar Stunden ohne großes Wühlen im Koffer klar kommt.

Dubai Marina Beach mit Blick auf Bluewaters Island links und The Palm rechts

Lange hatte ich überlegt, in welcher Ecke Dubais ich wohnen wollte. Das Expogelände ist etwas außerhalb der Stadt, logisch, aber gut mit der Metro erreichbar. Zudem gab es sog. Expo Riders, Shuttlebusse. Auch hier war wieder Google Maps mein Freund; ich habe mir angeschaut, wie lange man unterwegs ist. Im Nachhinein habe ich von Bekannten gehört, die eine günstige Reise gebucht hatten, aber erst immer ein Taxi bestellen mussten, um zur Metro zu gelangen und die pro Strecke anderthalb Stunden unterwegs waren. Mir war klar, dass ich das nicht wollte. Eine andere Option war, zwei Hotels zu wählen (es gibt sogar ein Hotel auf dem Expogelände, dessen Preis allerdings kurz vor unserem Abflug explodiert ist; das hätte ich frühzeitig buchen müssen) und zwischendurch umzuziehen; aber ich wollte möglichst wenig Stress und nicht jeden Tag Expo.

Sonntag, 20. März 2022

Dubai: Ankunft und erste Erkundungen - Dubai Marina und JBR Beach

Ein paar Stunden Schlafen wäre schön gewesen, aber bei so kurzen Flügen ist das kaum machbar. Um 6.40 Uhr lokale Zeit sollten wir in Dubai landen, und wir waren ein wenig zu früh. Über dem Emirat ging schon die Sonne auf, so dass wir ein paar schöne Ausblicke aus dem Fenster genießen konnten. Mit etwas Phantasie konnte man den Burj Khalifa erkennen. 

Ansonsten finde ich es immer gut, wenn ich etwas übermüdet lande – ich begebe mich in Rudelmodus, stehe brave Schlange für die Einreise und warte geduldig auf meinen Koffer.

Dubai - Ankunft am Flughafen DXB

Man kann in Dubai gut bzw. unkompliziert mit der Metro oder dem Taxi zum Hotel fahren, aber wir hatten keine Eile (Einchecken im Hotel ab 14 Uhr möglich), so dass wir den mit gebuchten Transferbus nutzten. 

Transfer vom Flughafen zum Hotel - kleine Stadtrundfahrt 

Für mich war das ganz interessant, da ich schon 10 Jahre nicht mehr in Dubai war und sich seitdem doch einiges entwickelt hat. Hier sind ein paar Impressionen vom Transfer. Links in der Collage der Bus, dann ein altbekanntes Fotomotiv: Das Clubhaus des Dubai Creek Golf Club erinnert an ein weißes Segel; es war seit dem Bau 1993 lange Zeit ein bekanntes Wahrzeichen Dubais. In der Mitte zwei neue Sehenswürdigkeiten: Der Dubai Frame ist 150 m hoch und hat ein Sky-Deck, so dass man nicht nur in die Ferne sondern auch nach unten schauen kann. Imposant ist das Museum of the Future, das kürzlich eröffnet wurde und das ich nur zur Hälfte einfangen konnte. Es ist ein asymmetrischer Ring mit arabischer Kalligrafie und wurde erst im Februar eröffnet. Tickets bekommt man online und sollte sie rechtzeitig kaufen; als ich vom Hotelzimmer in Dubai aus buchen wollte, war alles ausgebucht. So habe ich schon einen Grund, bald wieder zu kommen. ;-)

Dubai - Transfer vom Flughafen ins Hotel - Impressionen auf der Fahrt
Die beiden rechten Fotos der Collage zeigen das St. Regis Dubai am Eingang zur Palm Jumeirah, das vor allem für die Aussichtsplattform The View bekannt ist. Dort tummeln sich angeblich massig Instagrammer und andere Influencer, da man einen schönen Blick auf die Palme hat. Bei unserem Aufenthalt war es meist diesig, so dass ich gar nicht in Versuchung kam. Ganz rechts ein Blick auf die Monorail, mit der man auf die Palme fahren kann. 

Unser Hotelzimmer war wie erwartet morgens (es war dann gegen 9:30 Uhr, als wir dort ankamen, also  drei Stunden nach der Landung) noch nicht so weit. Ab 14 Uhr konnten wir einchecken. Wir haben unsere Koffer abgestellt, uns kurz frisch gemacht, Sonnencreme ins Gesicht geschmiert und sind dann zu Fuß los, um uns mit der näheren Nachbarschaft vertraut zu machen.

Dubai Marina und JBR Beach

Direkt um die Ecke liegt die Marina. Mir hat die Marina immer schon gefallen und inzwischen ist viel weniger Baustelle als früher. Es wird weiterhin gebaut, ein paar Baustellen oder auch aufgegebene Bauprojekte sieht man, aber vieles ist fertig. Für Fußgänger und Radler wurden über 7 km Wege dem Wasser entlang angelegt, so dass man hier schön bummeln kann.

Dubai Marina
An mehreren Stellen sieht man Boote, vor allem Motorboote aller möglicher Größen. Daneben gibt es ein Shopping Center namens Dubai Marina Mall, und natürlich eine Menge Restaurants, Bars oder kleine Buden, an denen man z.B. Eis oder etwas zu trinken bekommt. 

Sonntag, 5. Dezember 2021

City-Trip Bologna: Langes Winterwochenende mit Sightseeing

Ein paar Tage Abstand von daheim und eine Stadt besuchen, die ich noch nicht kenne - ich mag solche kurzen Städtereisen! Bologna wird seit kurzem von Nürnberg aus direkt angeflogen und ich habe einen günstigen Flug mit Ryanair gekauft. Dummerweise, ohne vorher nach Hotelpreisen zu schauen: Zeitgleich fand eine Konferenz statt, so dass es nicht einfach war, ein bezahlbares Hotel im Stadtzentrum zu bekommen. 

Nach etwas Suchen und Überlegen habe ich mich für teuer und zentral entschieden und dafür anderswo gespart: Wir sind nur mit Handgepäck geflogen. Erst hatte ich gedacht, dass das im Winter schwierig wird, aber es ging. Wir haben auf dem Flug einfach schon viel angezogen. ;-)

Bologona - Aussicht vom Turm Asinelli

Nach Bologna wollte ich schon ewig. Bisher hatte es sich irgendwie noch nie ergeben und ich bin nur vorbei gefahren. Man kann sicherlich länger dort verweilen oder auch die nahegelegenen Städte besuchen, aber für einen ersten Eindruck war unsere Kurzreise ideal. Ein wenig Kunst und Kultur, Schlemmen und fröhliches Leben genießen.

Bologna hat viele Namen: Die Rote, die Gelehrte, die Fette. Die Hauptstadt der Emilia-Romagna ist wegen der roten Ziegel und der politischen Richtung als rote Stadt bekannt: La rossa. Jeder, der im Geschichtsunterricht aufgepasst hat, weiß, dass die älteste Universität Europas in Bologna ist. Ich kenne sogar jemanden, der dort studiert hat. La dotta, die Gelehrte. 

Und was mich auch begeistert hat: La grassa, die Fette. Früher meinte man damit die üppigen Felder und reichen Ernten der Region. Heute ist Bologna das kulinarische Zentrum Italiens. Hier findet man eine große Auswahl bester italienischer Produkte und kann wahrscheinlich Wochen damit verbringen, sich durch zu schlemmen. Vor der Reise bekam ich mehr Tipps von meinen Foodbloggerfreunden als ich abarbeiten konnte. Mit Handgepäck muss man vor Ort genießen; mit dem Auto kann man sich den Kofferraum füllen.

Bologna - La Grassa

Uns hat die Stadt super gefallen! Sie ist extrem vielfältig, hat eine tolle Altstadt mit Arkadengängen, Kirchen, Palästen und diesen beeindruckenden Türmen. Die Landschaft darum herum ist angenehm hügelig; einen kleinen Einblick konnten wir durch die Tour am Samstag erleben. Die Stadt lebt, es gibt durch die Universität viele junge Menschen verschiedener Nationen. Die Möglichkeiten, was kulinarisches angeht, sind extrem vielfältig. Es war nasskalt und ich habe teils gefroren; das nächste Mal würde ich die Stadt doch lieber besuchen, wenn es wärmer ist. Die Vorweihnachtszeit mit den Lichtern hatte aber auch ihren Charme.

Hier unsere Reisetage im Überblick. Wir waren von Donnerstag bis Sonntagfrüh dort.

Freitag, 3. Dezember 2021

Stadtbesichtigung Bologna: Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten an einem Tag

Die mittelalterliche Altstadt von Bologna mit ihren backsteinroten Ziegeln wurde im Krieg nicht zerstört und zählt zu den schönsten in ganz Europa. Die letzten Jahrzehnte wurde saniert, auch jetzt sieht man noch Bauarbeiten. In so einer großen Stadt wird man wahrscheinlich nie fertig. Ziegel auf Ziegel gemauert, in vielerlei Rot-, Ocker-, Orange-, Rostrot- und Gelbtönen strahlen die jahrhundertealten Palazzi, Kirchen und Wohnhäuser entlang der Plätze und Gassen der Stadt. Selbst einige dieser typischen Geschlechtertürme Norditaliens haben die Zeit überdauert und ragen über das rote Dächermeer. 

Eigentlich wollten wir erst auf einen der Türme, um uns von oben zu orientieren, aber es regnete. Also genossen wir erst ein längers Frühstück im Hotel, bevor wir los sind. Der Frühstücksraum war schon eine Augenweide. Eigentlich ist es ein Sternerestaurant in einem alten Jugendstil-Theater, das renoviert wurde.

Bologna - Frühstücksraum bzw. Restaurant im Hotel I Portici

Erst sind wir trotz Regen zu einem großen Platz namens Piazza VIII Agosto, auf dem einer dieser typischen Wochenmärkte stattfand. Wegen des Regens war wenig los. Unter dem Platz ist eine Tiefgarage, die gut besucht war. Im Schutz der Laubengänge sind wir danach ins Stadtzentrum, auf ähnlichem Weg wie am Vortag abends. 

Einen kleinen Abstecher haben wir gemacht, da wir nachts noch eine malerische kleine Wasserstraße gesehen hatten. Tagsüber war diese gut besucht und nicht mehr ganz so hübsch. Vor dem Fenster standen die Touristen Schlange, um ein Foto zu machen. 

Bologna - Canale di Reno


Es war relativ wenig Wasser im Canale di Reno. Interessant: Zwei Flüsse durchziehen die Stadt, der Reno und die Savena. Seit dem Mittelalter oder ab dem 16. Jahrhundert (oder noch früher? - da habe ich unterschiedliche Aussagen gefunden) wurden unterirdische Höhlen und Kanäle zur Wasseraufbereitung und Umleitung des Wassers angelegt. Normalerweise gibt es Führungen zu den unterirdischen Zisternen, Wasserwegen und hydraulischen Systemen, mit denen z.B. Wasserspiele zu Zeiten der Renaissance realisiert wurden. Außerdem wurde mit Wasserkraft Maschinen angetrieben, für Mühlen, usw. Die Führungen finden zurzeit nicht statt, wegen der Corona-Maßnahmen. 

Bologna - Palazzo del Podestà


Oberirdisches Wasser sieht man an anderen Stellen: In der Stadt gibt es schöne Brunnen, z.B. den Neptunbrunnen Giambolognas auf der zentralen Piazza Nettuno. Ein Foto davon gibt's im Artikel von gestern. Hier ein Foto des Palazzo del Podestà an der Piazza Maggiore. Das imposante Gebäude wurde 1201 errichtet und 1484 im Renaissancestil umgebaut. Unter den Bogengängen sind Läden und eine einladende Bar.

Donnerstag, 2. Dezember 2021

Flug nach Bologna mit Ryanair und erste Erkundungen

Der Weg zum Flughafen war nicht schön; Schneematsch auf der Autobahn. Zum Glück ging der Flug erst um 13:30 Uhr, so dass wir Tageslicht hatten und nicht allzu früh los mussten. Wir hatten viel Puffer, kamen relativ gut durch und hatten am Flughafen Zeit. Der Flughafen war relativ ausgestorben, es herrscht Maskenpflicht und es gibt deutlich weniger Flüge als früher.

Der Flug war okay. Zwischen den Wolken sah man sogar die schneebedeckten Gipfel der Alpen. 

Flugh nach Bologna mit Ryanair.jpg
Wir sind pünktlich nach einer guten Stunde Flugzeit gelandet und fuhren mit dem Bus von einer Außenposition zum Flughafen. Es regnete.

Flughafen Bologna
Im Flughafen ging es relativ schnell. Da wir kein Aufgabegepäck hatten, schnappten wir uns unsere Rucksäcke und gingen in Richtung Ausgang bzw. zum Bahnhof, an dem der Marconi Express abfährt. 

Der Marconi Express - vom Flughafen Bologna in die Stadt 

Der Marconi Express ist ein sog. Peoplemover. Er fährt seit 2020 zwischen dem Flughafen und dem Hauptbahnhof von Bologna mit einer Zwischenstation. Da außer unserem Flug zeitgleich weitere Flüge ankamen, war es relativ voll. Der Bahnhof ist aber gut organisiert. Man kann mit Kreditkarte ein Ticket ziehen. Der Bahnsteig ist mit Glas von der Schiene getrennt, d.h. an den Stellen, an denen der Zug Türen hat, gehen die Glastüren auf.

Donnerstag, 10. Oktober 2019

Europäische Städte von oben: Sibiu

Wenn ich eine neue für mich unbekannte Stadt entdecke, gehe ich gerne als erstes in die Höhe!

Aussichtspunkte für den perfekten Überblick und für den perfekten Ausblick sind nicht nur bei mir beliebt, daher hat Katja auf ihrem Blog Well Spa Portal bei Reisebloggern geheime Tipps für die besten Aussichtspunkte Großstädte gesammelt.

Blick von oben: Sibiu und die Transsylvanischen Alpen

Klar, dass dabei eine Menge zusammenkam - neben deutschen Großstädten waren auch europäische Geheimtipps gewünscht. Also habe ich länger überlegt und kam dann auf das rumänische Sibiu, über das ich im Blog hier geschrieben habe.

Was mein Geheimtipp für Sibiu ist, findet Ihr in der Zusammenfassung. Und, wer Anregungen möchte, weitere geheime und weniger geheime Tipps und ein paar Ideen für Städtereisen, der wird bei der Zusammenstellung Über den Dächern der Stadt von Katja ganz sicher fündig!

Dienstag, 2. Juli 2019

Langes Wochenende in Bulgarien: Sofia und Plovdiv

Mir war mal wieder nach einem langen Wochenende und einer Kurzreise in eine Region, die ich noch nicht kenne. Für mich ist das die beste Art der Entspannung - ich mache mir dabei keinen Stress, sondern genieße eine Stadt oder eine Region in dem Tempo, nach dem mir gerade ist. Meist bereite ich mich gar nicht besonders vor sondern lasse mich treiben und entscheide spontan, was ich mir anschaue.

Da Wizzair ab Nürnberg, meinem nächstgelegenen Flughafen, Direktflüge nach Sofia anbietet und ich zudem von Skipper Marcus den Tipp bekommen habe, dass die Stadt super sei, habe ich ein langes Wochenende in Bulgarien gebucht. Der Flug geht Freitagabends um 21.35 Uhr ab Nürnberg los, man landet um 00:40 Uhr in Sofia. Zurück geht es am Montagabend um 19:40 Uhr, so dass man um 20:50 Uhr wieder in Nürnberg ist.

Sofia - Alexander-Newski-Kathedrale

Ich habe mir also in der Nähe des Flughafens Sofia ein Hotel gesucht, das mich dort abgeholt hat und wollte mir am ersten Tag Sofia anschauen. Der Flughafen ist nur 12 km von Sofia entfernt. Da ich unbedingt Plovdiv, eine der beiden Kulturhauptstädte Europas dieses Jahr, sehen wollte, habe ich von zuhause aus ein Busticket dorthin gebucht. Man kann auch mit der Bahn fahren (oder ein Auto mieten), aber der Bus schien mir nach einiger Recherche am unkompliziertesten. Hin und zurück habe ich 10,- Euro bezahlt, für einfach 150 km und gut 2 Stunden Fahrt, mit festreserviertem Sitzplatz in einem klimatisierten Bus. Der Bus ging um 16:30 bzw. 16:00 Uhr, so dass ich zuvor die jeweilige Stadt anschauen konnte und mich dann im Bus erholen konnte. So der Plan, der auch super funktioniert hat.

Meine Reisedaten:
  • Freitag, 28.06.2019 Hinflug nach Sofia
  • Samstag, 29.06.2019 Stadtbesichtigung Sofia und Busfahrt nach Plovdiv, Abend in Plovdiv
  • Sonntag, 30.06.2019 Stadtbesichtigung Plovdiv und Busfahrt nach Sofia, Abend in Sofia
  • Montag, 01.07.2019 Sofia und Rückflug

Wenn ich es zeitlich schaffe, schreibe ich mehr zu den einzelnen Tagen. Sobald die Reiseberichte fertig sind verlinke ich sie hier.

Wissenswertes zu Bulgarien für Reisende


Die Republik Bulgarien hat 7 Mio. Einwohner und ist seit 2007 in der EU. Bulgarien liegt im Osten der Balkanhalbinsel und grenzt im Norden an Rumänien, im Osten ans Schwarze Meer, im Süden an die Türkei und Griechenland und im Westen an Nordmazedonien und Serbien. Hauptstadt und Regierungssitz ist Sofia mit 1,2 Mio. Einwohnern.

Das Land wird durch Tiefebenen geprägt, die durch die Flüsse Donau und Mariza samt Nebenflüssen gebildet werden. Daneben gibt es zwei große Gebirgsketten, das Balkangebirge (mit dem höchsten Berg des Landes namens Botew, 2.376 m hoch) und die Rhodopen, von denen ich zuvor ehrlich gesagt noch nie gehört hatte. Man kann dort wohl schön wandern.

Plovdiv - Archäologisches Museum

Das Land hat eine reiche Geschichte, von der ich einen Teil auf der Reise mitbekommen habe. Das Land ist seit der Jungsteinzeit besiedelt, der Goldschatz der sog. Varna-Kultur zählt zu den ältesten der Welt. Die indogermanischen Thraker herrschten während der Bronzezeit und gründeten um 450 v. Chr. ein eigenes Reich, das sich bis zur Donau erstreckte. Thrakien gehörte dann zu Griechenland und kam später zu Rom.

Sonntag, 26. Mai 2019

Der Bund in Shanghai

Diesen Blick vom Bund aus auf die Skyline von Pudong kennt jeder. Inzwischen ist auch der Shanghai Tower fertig, der hier rechts noch als Baustelle in den Himmel ragt.

Ein Besuch hier ist nicht nur für ausländische Touristen und Geschäftsleute Pflicht, sondern auch für chinesische Touristen. Die Fotos, auf denen keine Menschen zu sehen sind, werden also direkt am Ufer oder früh morgens geschossen und zeigen eine Idylle, die nicht der Realität entspricht. In Wirklichkeit ist es am Bund immer voll und laut.

Shanghai - Blick vom Bund aus auf die Skyline von Pudong

Ich war das erste Mal 1990 hier, 2000 das nächste Mal und seitdem immer mal wieder. Vor der Expo 2010 wurde die international "The Bund"genannte Uferpromenade (das U wird im Englischen ähnlich wie ein A gesprochen, chinesisch Wàitān 外灘) neu gestaltet und verlängert. Der Bund liegt am westlichen Ufer des Huangpu-Flusses gegenüber von Pudong (was "östlich des Huangpu bedeutet) in Puxi (und das bedeutet logischerweise "westlich des Huangpu"). Ursprünglich wurde er von den Niederländern, die seit 1601 mit China Handel trieben, als Schutzwall gegen die Fluten des Flusses errichtet. Die Bezeichnung Bund bedeutet Kaimauer und ist etymologisch interessant: Englisch, persisch, indisch, malayisch/indonesisch - überall wird der Wortstamm benutzt, auch die diversen Städte mit Vornamen Bandar (im Iran) oder Banda (in Indonesien) gehen darauf zurück.

Von hier kann man die für das heutige Shanghai so außergewöhnliche Mischung von Alt und Neu am besten beobachten. Auf der Puxi-Seite am Bund findet man architektonische Juwelen der Kolonialzeit, aus der Zeit, als Shanghai schon einmal weltweit bekannt war, nämlich den 1920er- und 30er-Jahren. Auf der anderen Seite sind die futuristischen Wolkenkratzer des Stadtteils Pudong beeindruckend: Links gut zu erkennen der Oriental Pearl TV Tower. Nachts finde ich diesen Ausblick noch schöner. Davon und von der Puxi-Seite gibt's hier im Blog verteilt auch ein paar Fotos.

Sonntag, 10. Februar 2019

Sacré-Cœur, Paris

Die Basilika Sacré-Cœur de Montmartre ist eines der Wahrzeichen von Paris und jedes Mal, wenn ich in der Stadt bin, freue ich mich wenn ich die Gelegenheit bekomme, dort herumzuschlendern. Das Viertel an und auf dem Butte Montmartre liegt im Norden der Stadt und ist bekannt durch die Künstler des 19. Jahrhunderts. Auch heute noch findet man hier Maler, die sich auf Touristen eingestellt haben und z.B. Portraits machen.

Von weitem sichtbar thront die Basilika Sacré-Cœur über Paris. Der neoromantisch-neobyzantinische Bau entstand nach dem Krieg von 1870/71 und dem Aufstand der Commune 1873. Ein goldenes Mosaik verherrlicht das namengebende Herz Jesu, dem die Wallfahrtskirche geweiht ist.

Sacré-Cœur, Paris

An kalten Wintertagen wie hier 2008 hat man manchmal Glück und ist einer der wenigen Besucher dort. Im Sommer finde ich es inzwischen zu voll. Das Weiß des Gebäudes passt wunderbar zu dem strahlend blauen Himmel. Und der Ausblick von der vorgelagerten Terrasse ist spektakulär.

Ein paar Impressionen zu einem winterlichen Wochenende in Paris auf dem Blog findet sich hier.

Montag, 31. Dezember 2018

Silvester in Regensburg


Dieses Jahr war ich über Weihnachten und Neujahr zu Hause und nicht auf Reisen. Ein paar Tage vor Silvester sprach der Gärtner der Spielwiese an, dass wir ja mal wieder nach Regensburg könnten. Ich war schon ein paar Mal dort und bekam sogar einmal eine gute Stadtführung, was ich sehr empfehlen kann. Ein paar sommerliche Impressionen aus Regensburg habe ich auf dem Blog schon mal gezeigt.

So kam ich auf die Idee, die Stadt an Silvester zu besuchen. Es war nicht mehr ganz einfach, ein zentral gelegenes Hotel zu finden, aber ich bekam dann doch noch ein schönes Zimmer im Hotel Elements direkt am Dom. Mir ist es bei Städtereisen wichtig, im Stadtzentrum zu wohnen. Gerade an Silvester trinkt man ja auch mal was, da ist es super, wenn man zu Fuß zurück ins Hotel kommt. Parkplätze gab es direkt daneben.



Wir kamen am 31. Dezember nachmittags in der viertgrößte Stadt Bayerns an und blieben bis 1. Januar nachmittags. In den 24 Stunden war genügend Zeit, durch die schöne Altstadt von Regensburg zu bummeln und das Leben zu genießen.

Bummel durch die Altstadt von Regensburg


Seit dem 2006 gehört die weitgehend erhaltene Regensburger Altstadt samt Stadtamhof mit ihren historischen Ensembles und Baudenkmälern zum UNESCO-Welterbe. Eine starke Zunahme an Touristen gibt es bereits seit Ende des 20. Jahrhunderts, außerdem bevölkern viele Studenten die Stadt - Regensburg ist also vielseitig und es tut sich was.

Samstag, 21. Juli 2018

Barcelona: Poblenou und Nachmittag auf dem Schiff

Die Zeit in Barcelona war sehr knapp und der Ausflug, den ich eigentlich hätte buchen wollen, wurde nicht mehr angeboten, also sind wir auf eigene Faust los. Angelegt hat unser Schiff um 8 Uhr, abgelegt um 14 Uhr, so dass man um 13:30 Uhr wieder an Bord sein musste, damit das Schiff früh los kommt, um am nächsten Morgen rechtzeitig in Savona zu sein. Es war also nicht viel Zeit.

Außer uns war nur noch die Celebrity Constellation im Hafen von Barcelona; es war also überschaubar. Es gibt einen Shuttle in die Stadt, hin und zurück für 7 Euro pro Person, der letzte Shuttle fährt um 13 Uhr. Man bekommt die Tickets dafür am Automaten.

Anfahrt nach Barcelona mit dem Schiff

Da wir die Altstadt schon kannten (siehe Bericht hier) und für den Park Güell keine Tickets vorbestellt hatten (der scheint sehr überlaufen zu sein, was man so hört, s.u.), beschlossen wir spontan, uns zum Torre Agbar fahren zu lassen und das Stadtviertel Poblenou zu besuchen. Nach so viel Kultur und historischen Städten die letzten Tage war uns nach etwas Modernem! 

Wir haben uns spontan dafür entschieden, mit dem Taxi zu fahren. Vom Schiff bis zum Torre Agbar zahlten wir 16,40 Euro und zurück nur 12,45 Euro (beide Male haben wir den Betrag aufgerundet, es läuft alles solide mit Taxameter und freundlichen Taxifahrern). Das letzte Mal waren wir mit der U-Bahn unterwegs gewesen, aber mit dem Taxi sieht man schon beim Fahren etwas von der Stadt. Für zwei Personen ist es nicht viel teurer als der Shuttle, welcher nur bis zur Kolumbussäule fährt.

Torre Glòries und das Viertel Poblenou


Dieser offiziell Torre Glòries genannte Turm ist 142 Meter hoch und wurde 2005 fertig gestellt. Er erinnert an die Gherkin in London, finde ich.

Torre Agbar, Barcelona, vom Taxi aus

Gebaut von der Grupo Agbar, den Wasserwerken von Barcelona (Aguas de Barcelona "Ag-Bar") und daher oft Torre Agbar genannt, symbolisiert die Fassade Wasser durch die schillernde und farbenfrohe Fassade. Die unmittelbare Umgebung des Gebäudes wurde so angelegt, dass der Betrachter den Eindruck hat, der Turm stehe inmitten einer Wasserfläche.

Jakarandablüte am Torre Glòries, Barcelona

Gut gefallen hat mir auch ein blühender Jacaranda-Baum direkt daneben.

Donnerstag, 17. Mai 2018

Stippvisite Fürth und ein neues Hotel in der Innenstadt

Mit etwa 130.000 Einwohnern ist Fürth die zweitgrößte Stadt Frankens und die sechstgrößte Stadt in Bayern. Sie liegt direkt neben Nürnberg und nicht weit von Erlangen, ist aber ganz anders. Die sog. Kleeblattstadt (im Wappen ist ein Kleeblatt; warum weiß man nicht genau) finde ich entspannender als die Nachbarstädte. 

Stadtbummel durch Fürth - die wichtigsten Infos und Sehenswürdigkeiten

Das Wahrzeichen Fürths ist der Rathausturm, der einen gefühlt nach Italien versetzt: Er wurde 1840-1850 nach Plänen der Gebrüder Bürklein im klassizistischen Stil erbaut. Man sieht in hier im Hintergrund auf der linken oberen Hälfte des Fotos. Der Turm hat den Palazzo Vecchio in Florenz zum Vorbild und bringt südliches Flair nach Mittelfranken. - Selbst wenn das Wetter so kühl ist wie dieses Jahr im Mai. :-)

Fürth mit Rathausturm im Hintergrund


Der Name Fürth leitet sich von der fränkischen Aussprache von Furth ab, da erste Siedlungen an einer Furt durch die Rednitz entstanden. Das heutige Fürth liegt östlich und südlich von Rednitz und Pegnitz. Diese beiden fränkischen Flüsse fließen nordwestlich der Altstadt zur Regnitz zusammen; der Fluss heißt ab da Regnitz und fließt bei Bamberg in den Main. 

Fürth hat einen Hafen, aber üblicherweise kommt man mit dem Auto (Autobahn A3 und Frankenschnellweg A73) oder mit der Bahn an. 1835 fuhr die erste deutsche Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth, allerdings nicht dorthin, wo der Bahnhof heute zu finden ist. Fürther Freiheit heißt das ehemalige Bahnhofsgebiet, heute befindet sich dort ein großer Platz, auf dem Veranstaltungen und ein Markt stattfinden. 

Fürther Freiheit


Mit über 2.000 Baudenkmälern hat Fürth die höchste Denkmaldichte in ganz Bayern! Man findet hier viele erhaltende herrschaftliche Häuserzeilen aus Sandstein, da die Stadt im Krieg kaum zerstört wurde.

Fürth Straßenzug

In der ganzen Innenstadt, auch nicht weit vom Bahnhof (viele kommen hier an; auf dem folgenden Foto im Hintergrund) kann man eintauchen in ganze Straßenzüge voller Historismus- und Jugendstilgebäude aus der Gründerzeit.

Fürth Bahnhofsvorplatz mit Markt und Bahnhof im Hintergrund

Vor allem die vielen versteckten, oft aufwändig renovierten Hinterhöfe finde ich faszinierend. Wer tiefer in die Geschichte Fürths einsteigen möchte, bucht einen Stadtspaziergang zum Thema.

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Langes Wochenende in Vilnius

Dieses Jahr war ich eindeutig noch zu wenig unterwegs, also habe ich die Gelegenheit genutzt, einen neuen Direktflug ab Nürnberg auszutesten und mit einer kleinen Städtetour zu verbinden. :-)

Ich wollte schon lange die Baltischen Staaten bereisen, am liebsten im Sommer und mit dem Auto, was bisher aus verschiedenen Gründen noch nicht geklappt hat. Da traf es sich gut, dass der Flughafen Nürnberg seit ein paar Tagen einen Flug nach Vilnius, die Hauptstadt Litauens anbietet. Die Preise sind moderat und das erste Dezemberwochenende über den 1. Advent war für mich ideal, um einen ersten Einblick zu gewinnen und ein wenig von Litauen kennen zu lernen.

Vilnius - Weihnachtsmarkt an der Kathedrale

Ich war Samstagmittag in Vilnius und flog Dienstagvormittag wieder zurück, so dass netto gut zweieinhalb Tage fürs Herumstromern und Eindrücke sammeln blieb. Neben Vilnius habe ich einen Ausflug nach Trakai und Kaunas unternommen. Das lässt sich problemlos in der Zeit schaffen, wobei man natürlich viel mehr Zeit in den Städten und der Region verbringen kann, wenn man viele Museen oder Ausstellungen besucht.

Wasserburg von Trakai



Das Foto zeigt die Wasserburg von Trakai, die ich am Sonntag besucht habe. Ein Traum!

Mir ist es beim Reisen wichtig, keine Checkliste abzuarbeiten. Ich habe mich daher ohne viel Vorbereitung treiben lassen und fand im Endeffekt meine Tour für die Kürze der Zeit ideal. 

Meine Reisetage
  • Samstag 02.12.2017: Hinflug, Stadtbummel Vilnius
  • Sonntag 03.12.2017: Mit dem Auto nach Trakai und Kaunas
  • Montag 04.12.2017: Autofahrt durch Schnee, Stadtbummel Vilnius
  • Dienstag 05.12.2017: Rückflug 

 

Mein Fazit - Kurzreise nach Litauen

Ich fand den Winter-Trip nach Vilnius sehr entspannend: Keine Hektik! Wer mag, genießt die Weihnachtsstimmung mit Glühwein, außerdem gibt es viel zu sehen, auch zu besichtigen oder zu shoppen.

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Stippvisite London: Tate Modern, Themse, Docklands, Chinatown

Ich war in meinem Leben schon öfter in London und mag die Stadt zwischendurch sehr gerne. Durch die Themse, die mitten durch fließt, kann man sich gut orientieren und auch wenn ich ein paar Jahre nicht mehr dort war, komme ich irgendwie klar. Außerdem mag ich die öffentlichen Verkehrsmittel, mit der Tube (U-Bahn) kommt man schnell von A nach B und wenn man mehr Zeit hat und etwas von der Stadt sehen möchte, bieten sich Fahrten auf der Themse oder mit dem typischen Doppelstockbus an.

Das letzte Mal für länger war ich 2009 in London und habe damals auch sehr ausführlich hier auf dem Reiseblog berichtet. Diesmal war ich nur kurz für zwei Tage dort (Feiertag 03. bis 04.10.2017), eher spontan, aber mit vielen Eindrücken, von denen ich ein paar teilen möchte.

London 2017 - Barbara vor Buckingham Palace

Das Foto oben hat übrigens ein netter junger Israeli geschossen, der meinte, durch die ganzen Selfies redet man nicht mehr miteinander. Ich habe ihn dann auch mit seiner Kamera fotografiert und wir haben uns eine Weile unterhalten.

Meine Schwerpunkte diesmal waren (neben ein paar Sights, die man irgendwie immer sehen möchte wie dem Britischen Museum und einem Bummel durch Soho sowie einem obligatorischen Spaziergang Trafalgar Square, The Mall, St James's Park, Buckingham Palace, Houses of Parliaments, Themse entlang) die Tate Modern und das Museum in den Docklands. Darüber mehr.