Mittwoch, 30. März 2022

Dubai: Expo 2020 und ein paar Tage Wärme

Connecting Minds, Creating the Future – so lautete das Motto der Expo 2020 in Dubai. Eigentlich war der  Beginn der Weltausstellung für 2020 geplant, aber durch die Corona-Pandemie wurde sie verschoben und fand vom 1. Oktober 2021 bis zum 31. März 2022 statt. Den Namen behielt sie. 

Spannend fand ich, wie das Thema Zukunft in den aufstrebenden Emiraten gesehen wird; ich war schon 10 Jahre lang nicht mehr da und in der Zeit hat sich einiges getan. Mit Dubai als Austragungsort war außerdem erstmals ein arabisches Land Austragungsstätte einer großen Weltausstellung. Wir hatten die Expo 2000 in Hannover und die Expo 2015 in Mailand besucht; das Gelände der Expo 2010 in Shanghai hatte ich später besichtigt. Ich finde diese Weltausstellungen interessant; der Eiffelturm stammt ja auch daher, und seitdem gibt es immer wieder interessante Architektur oder Pavillons, die sich lohnen.

Expo Dubai - Blick auf Water Features, Al Wasl von der African Dining Hall aus

Durch die Pandemie und die hohen Inzidenzen in den Vereinigten Arabischen Emiraten hatte ich eigentlich nicht mehr damit gerechnet, diese Expo besuchen zu können. Aber kurz vor Ende hatte Dubai plötzlich eine Inzidenz von 22 und wir über 2000, so dass ein Besuch wieder in Frage kam. Etwas problematisch war, dass ich zeitgleich zumindest stunden- oder tageweise arbeiten musste und dass so kurz vor Ostern und Ramadan und gegen Ende der Zeit natürlich die Preise für Flug und Hotel hoch schossen. 

Organisation der Reise nach Dubai und Buchung 

Erster Schritt war also, einen Flug zu finden, der vom Abflughafen aus machbar und von den Flugzeiten her okay war. Die preisgünstigeren Flüge über Paris, Amsterdam, Zürich oder Istanbul fielen aus, da ich möglichst direkt fliegen wollte. Im Endeffekt habe ich mich für einen Direktflug mit Emirates ab München entschieden, hin über Nacht und zurück bequem am Nachmittag, so dass man abends noch nach Hause kam. Wenn man vormittags in einem Urlaubsort ankommt, muss man daran denken, dass man im Normalfall noch nicht ins Hotelzimmer darf; also so packen, dass man für die ersten paar Stunden ohne großes Wühlen im Koffer klar kommt.

Dubai Marina Beach mit Blick auf Bluewaters Island links und The Palm rechts

Lange hatte ich überlegt, in welcher Ecke Dubais ich wohnen wollte. Das Expogelände ist etwas außerhalb der Stadt, logisch, aber gut mit der Metro erreichbar. Zudem gab es sog. Expo Riders, Shuttlebusse. Auch hier war wieder Google Maps mein Freund; ich habe mir angeschaut, wie lange man unterwegs ist. Im Nachhinein habe ich von Bekannten gehört, die eine günstige Reise gebucht hatten, aber erst immer ein Taxi bestellen mussten, um zur Metro zu gelangen und die pro Strecke anderthalb Stunden unterwegs waren. Mir war klar, dass ich das nicht wollte. Eine andere Option war, zwei Hotels zu wählen (es gibt sogar ein Hotel auf dem Expogelände, dessen Preis allerdings kurz vor unserem Abflug explodiert ist; das hätte ich frühzeitig buchen müssen) und zwischendurch umzuziehen; aber ich wollte möglichst wenig Stress und nicht jeden Tag Expo.

Samstag, 1. Januar 2022

Fotoparade 2021 – Jahresrückblick mit vielen Fotos meiner Reisen und Ausflüge 2021

Auch dieses Jahr gibt's wieder eine Fotoparade; wie immer organisiert von Michael von Erkunde die Welt. Es ist schon die elfte Runde. Ich mag die Idee, sich am Jahreswechsel hinzusetzen, die Erlebnisse und Erfahrungen des alten Jahres Revue passieren zu lassen und dabei durch Fotos zu wühlen. Hierbei kommen eine Menge Erinnerungen hoch – und mir fiel auf, dass ich in diesem zweiten Coronajahr doch wieder deutlich mehr unterwegs war und sogar auch wieder ein paar Mal spontan ins Ausland gereist bin! 

Schon immer habe ich eine Masse halbfertige Reise-Ideen im Hinterkopf. Außerdem packe ich gerne Möglichkeiten beim Schopf und verreise spontan. Das war dieses Jahr gut so: Es lohnt sich in diesen unplanbaren Zeiten, flexibel zu sein und immer dann wegzufahren, wenn die Inzidenzen zuhause und in der Zielregion sowie die Reisebeschränkungen es zulassen. Das Jahr 2021 hat uns zum Glück Impfungen gebracht, und seitdem fühle ich mich etwas sicherer. Mir wäre es unwohl dabei, in anderen Ländern von den Bürgern evtl. selbst benötigte Krankenhausbetten zu belegen, also war ich eher in der Nähe, organisiert mit einer Travel Bubble und sonst viel mit dem Auto und relativ kurz unterwegs.

Als Illustration zu meinem Jahr 2021 die beliebtesten neun Fotos meines Instagram-Kanals sowie ein Screenshot von Google Maps mit Punkten, wo ich mich dieses Jahr so rumgetrieben habe, wenn mein Smartphone mitgetrackt hat. ;-)

Meine #Bestnine2021 auf Instagram und die Google-Zeitachse


Bei den roten Punkten sind ein paar berufliche Touren dabei (Deutschland, Schweiz, Österreich – alles andere wurde abgesagt und lief virtuell), eine Pressereise innerhalb Deutschlands, eine Kreuzfahrt (die Punkte rechts unten in Griechenland) und ein paar Reisen mit dem Auto nach Polen und Tschechien sowie nach Österreich und am Jahresende noch ein Citytrip mit dem Flieger nach Norditalien. Vier Hauptstädte habe ich besucht: Athen, Berlin, Prag und Wien – in dieser Reihenfolge. Daneben haben wir viele Tagesausflüge unternommen, meist Sightseeing und Wandern bzw. die Natur erkunden. Davon sind interessanterweise die meisten dieser Fotocollage oben; vor allem Schnee scheint auf Instagram beliebt zu sein. ;-)

Auch dieses Jahr habe ich es nicht geschafft, die Beiträge zu meinen Ausflügen und Reisen zeitnah auf den Blog zu verfrachten; vieles hängt als Entwurf fest und wartet darauf, dass ich mehr Zeit und Lust habe, hier produktiv zu arbeiten. Nicht nur die Pandemie kostet Kraft, und manchmal faulenze ich lieber und genieße die Zeit draußen oder auf einem Kurztrip als auf dem Blog ausführlich über meine Ausflüge und Reisen zu berichten. Über Instagram habe ich wieder einiges zwischendurch gepostet, so dass man oft mitkriegt, wo ich gerade bin oder wo ich die letzten Tage war.

Neun Fotos möchte Michael diesmal nicht, sondern sechs. Oder 12 oder 13 oder doch mehr, wie man möchte. Die Aufgabe der Blogparade lautet, Fotos passend zu Kategorien zu finden. Die Kategorien sind für mich, der ja gerne Genuss, Kultur, Architektur und Bewegung an frischer Luft mag, eher weiter weg von dem, was ich üblicherweise poste und daher eine besondere Herausforderung. Man kann die vorgegebenen Kategorien auch abändern (das wäre ja langweilig!), andere wählen oder sogar weitere Kategorien dazu packen. Und natürlich das schönste Foto. – Na, da schauen wir mal, was ich alles auf der Festplatte finde. :-)

1. Licht und Schatten

Die Welt spielt gerne mit Licht und Schatten – und zum Fotografieren ist das immer eine Herausforderung. Hier sind drei Figuren im Vordergrund, gegen das Licht, und im Hintergrund liegt Wrocław (Breslau).

Büßerinnenbrücke in Wrocław (Breslau) - Tekla und Martynka

Dahin bin ich im Juli gefahren, als meine Zweitimpfung gerade 15 Tage her war, ich also ohne Tests nach Polen und Tschechien reisen durfte. Die sog. Büßerinnenbrücke verbindet die beiden Turmspitzen der Magdalenenkirche und ist ein beliebter Aussichtspunkt, um einen ersten Eindruck der Stadt zu bekommen. Die kleine Hexe Martynka rechts im Bild kriegt etwas von der Sonne ab, während das Gesicht der eitlen Tekla, die zur Strafe für ihre Faulheit die Brücke kehren muss, im Schatten liegt. Ihr Gesicht ist auf dem Foto daher kaum zu erkennen.

2. Tierisch

Tiere fotografiere ich eher selten. Manchmal sind sie einfach zu schnell, und oft schaue ich sie einfach an, ohne dran zu denken, dass ich fotografieren könnte. Libellen habe ich welche fotografiert; die sieht man ja auch weniger als früher und ich freue mich jedesmal an der Eleganz und den Farben, wenn ich eine sehe. Leider wurden die mit meinem Smartphone nicht ganz scharf. Dieser Schmetterling jedoch saß ganz brav an dieser Wilden Karde, als ich wandernd bzw. erkundend dran vorbei schlenderte und ließ sich willig auf Speicherkarte bannen.

Schmetterling und Wilde Karde - Stein-Erlebnispfad in den Haßbergen

So einen Schmetterling hatte ich zuvor noch nie gesehen, also habe ich ihn fotografiert, um später zu recherchieren, wie er heißt. Russischer Bär oder Spanische Flagge, es gibt wohl mehrere Namen für dieses beeindruckende Insekt. Wir haben uns den Stein-Erlebnispfad in den Haßbergen angeschaut. Auf einer einfachen Rundtour, die auch für Kinder geeignet ist, erfährt man viel über Steinbrüche sowie Tiere und Pflanzen, die sich dort angesiedelt haben. Zwischendurch hat man super Ausblicke bis nach Thüringen. Auch zu empfehlen ist der Biergarten der Diakonie, ein paar Meter vom Parkplatz entfernt. 

Größer geht's auch, klar! Näher auch. Das hier sind meine Lieblingskühe, nicht weit von einer Stelle, an der ich oft vorbeiradle. Schon im Vorjahr hatte ich zwei Kühe beobachtet, die diese auffällige Musterung aufwiesen. Dieses Jahr gab's plötzlich vier von der Sorte, zwei davon kleine Kälbchen!

Frankenwald - zwei Kühe auf der Weide bei Seibelsdorf

Im Frankenwald gibt es zum Glück Landwirte, die ihre Tiere artgerecht halten. Ziegen an Hanglagen, Schweine draußen mit Möglichkeit zum Aufwärmen im Winter, Enten an kleinen Tümpeln, oder Kühe auf großen Weiden. Auf der Weide hier sind auch noch braun-weiß gescheckte Kühe, die ich nicht auseinander halten kann. Aber diese hier sind besonders. Ich bin mir nicht sicher, es können Galloway-Rinder sein. 

Ein drittes tierisches Foto habe ich noch – auch eins meiner Lieblingstiere. Esel finde ich so toll, da sie (wie Katzen, auch Lieblingstiere) ihren eigenen Kopf haben und mir daher etwas ähneln. ;-)

Stur oder störrisch sagt man gerne, aber eigentlich bedeutet das nur, dass man sie nicht so einfach zähmen kann wie andere Spezies. Auf Nordzypern habe ich mal eine ganze Menge frei lebende Esel gesehen, und in Griechenland gibt's viele Esel. Als Kind hatte ich ein Fotobuch, das ein kleines Mädchen mit einem Esel auf einer griechischen Insel begleitete. Vielleicht hat das ja geprägt.

Esel bei Lindos, Rhodos

Aufgenommen habe ich das Foto auf Rhodos Ende Mai. Von dem Ausflug dort gibt's weiter unten noch ein anderes Foto. Das Licht an dem Tag war offensichtlich klasse zum Fotografieren.

3. Gewässer 

Das Wort Gewässer ist ja weit gefasst. Ich hatte kurz überlegt, ob ich das Meer zeigen soll, bin dann aber doch bei einem belebten Fluss hängen geblieben.