Donnerstag, 13. März 2014

Citytrip Taipei

Taiwan gehört zu den Ländern, über die man touristisch relativ wenig hört und liest. Es ist von Deutschland aus relativ weit und umständlich zu erreichen und (noch?) nicht so bekannt. Ich wollte eigentlich seit langem einmal hin und habe der Insel kürzlich einen ersten Besuch abgestattet.

Fürs erste war ich für 4 Tage in der Hauptstadt. Die Schreibweise Taipei ist inzwischen gebräuchlich und auch in der Stadt überall so zu sehen. Eigentlich 台北, in Pinyin Táiběi, in der Wade-Giles Umschrift T’ai-pei, auf Englisch Taipei und auf Deutsch oft auch noch Taipeh. Ich habe mich für Taipei entschieden. :-)

Taipei - Impressionen

Hier ein paar erste Impressionen aus Taipei: Links der Eingang zum Longshan Tempel, daneben der Taipei 101 vormittags in den Wolken, in der Mitte rechts das Palastmuseum (National Palace Museum) und rechts ich vor dem Chiang Kai-shek Memorial Gebäude.

Ich war beruflich in Shanghai und bin von dort hingeflogen. In anderthalb Stunden ist man dort, viele Airlines fliegen von beiden Shanghaier Flughäfen hin zu beiden Taipeier Flughäfen, man muss also schauen, was am besten passt. Ich bin von Pudong geflogen und in Taoyuan gelandet, das ist der internationale Flughafen, der etwas außerhalb der Stadt liegt. Da ich viel und schweres Gepäck hatte (ich hatte in Taipei auch geschäftlich zu tun), bin ich mit dem Taxi für umgerechnet knapp 30 EUR ins Stadtzentrum gefahren. Mein Hotel hatte ich übers Internet gebucht.

Mein Programm:



Draufklicken führt zu den entsprechenden Tagen - derzeit teilweise noch ohne Inhalt. Ich werde nachtragen, sobald ich mehr Zeit habe... :-)

Tipps:

  • Taipei ist wunderbar unkompliziert und total einfach zu bereisen! 
  • Zum Einlesen habe ich mir den Reiseführer CityTrip Taipeh vom Reise Know-How Verlag besorgt, mit dem ich ganz zufrieden war. Ein paar mehr chinesische Zeichen in den Adresszeilen (für die Taxifahrer) und eine Darstellung der Töne zum leichteren Aussprechen der chinesischen Wörter wären perfekt. 
  • Das Taipeh Tourismusbüro in Frankfurt unterhält eine lesenswerte Internetpräsenz mit vielen Informationen zu Land und Leuten sowie touristischen Highlights. 
  • Als Deutscher darf man ohne Visum 90 Tage ins Land, mit einem Pass, der noch mind. 6 Monate gültig ist (ohne Gewähr, checkt das bitte aktuell nochmal nach!). Im Flugzeug wird ein Einreisezettel verteilt, den man ausfüllt und bei der Passkontrolle vorlegt. 
  • Am Flughafen gibt es Geldwechsel und Geldautomaten. In der Stadt auch, man kann also überall Geld tauschen oder abheben, das war unkompliziert. Auch Kreditkarten werden gerne genommen. Mit dem Neuen Taiwan-Dollar fängt man außerhalb Taiwans wenig an; ich habe daher mein Restgeld bei der Abreise am Flughafen zurück getauscht. 
  • Das öffentliche Nahverkehrssystem ist super organisiert: Man kauft sich am besten eine sog. Easycard, mit der man bequem bezahlen kann, in Bus und MRT (U-Bahn, die teils überirdisch fährt). Das MRT-Netz wird kräftig ausgebaut, so kommt man z.B. inzwischen direkt ans Taipei 101, das im Reiseführer noch nicht angebunden ist. 
  • Internet ist in der Stadt fast überall verfügbar und an sehr vielen Stellen kostenlos. Man kann also mit dem Smartphone die Welt an seinen Erlebnissen teilhaben lassen oder auch mal kurz auf dem Stadtplan schauen, wo man hin möchte. Ich habe mich bei www.tpe-free.tw registriert, damit ist man in der Nähe von öffentlichen Gebäuden und Bahnhöfen online. Auch Supermärkte, Restaurants, Kneipen, Cafés, Hotels bieten kostenlose Zugänge an. 
  • Strom: 110 Volt mit unterschiedlichen Netzsteckern. Ich habe überall Steckdosen gefunden, die ich nutzen konnte. Nehmt einen Adapter mit. 
  • Sehr viele Menschen sprechen Englisch und freuen sich, wenn sie einem weiterhelfen können. Wer Chinesisch spricht (so wie ich) trifft viele Taiwanesen, die sich darüber freuen. Die Leute, die ich traf, sprachen verständliches Hochchinesisch (Mandarin), also kein Problem. Interessanterweise konnten die Taxifahrer, die ich traf, nur Chinesisch, d.h. die Adresse, zu der man hin möchte, besser auf Chinesisch geschrieben mitnehmen, und es klappt! :-)

Montag, 10. März 2014

Longshan Tempel, Palastmuseum, Shilin Nachtmarkt

Nach einem geschäftlichen Termin am Morgen habe ich mir mit einem Geschäftspartner zusammen den bekannten Longshan Tempel angeschaut.

Longshan Tempel, Taipei


Der Longshan Tempel (龍山寺 Lóngshānsī, übersetzt heißt das Drachenberg-Tempel) ist Taipeis ältester Tempel. Er wurde 1738 erbaut, und zwar von chinesichen Auswanderern, die sich hier ansiedelten. Der Tempel liegt im Stadtteil Wanhua und ist mit der U-Bahn einfach zu erreichen (Ausgang 4 der Station Longshan Temple). Der Tempel ist beliebt und sehr gut besucht, man ist dort also nicht allein.

Longshan Tempel, Taipei

Vor dem Eingangsbereich sind mir Papierfiguren aufgefallen, kunstvoll und bunt. Davor stauten sich Menschen.

Longshan Tempel, Taipei

Innen drin ist der Tempel auch interessant: Die symmetrische Anlage besteht aus drei Hallen, Vorhalle, Haupthalle, hintere Halle. Mehr als 150 Götterstatuen befinden sich in der Tempelanlage, man hat also eine große Auswahl, wen man verehren möchte.

Sonntag, 9. März 2014

Taipei 101, Zoo, Maokong

Der Taipei Financial Center, kurz Taipei 101 (台北101 Táiběi yīlíngyī oder auf Englisch Taibei one-o-one) ist natürlich eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt und fast von überall zu sehen, bei Tag und bei Nacht.

Mir gefällt, dass es daneben nich andere hohe Wolkenkratzer gibt, die den Blick versperren. So ist der Taipei 101 das einzige und herausragende Gebäude, das wie eine überdimensionierte Pagode wirkt - und das ist einfach beeindruckend. Hier aber ein Blick aus der Nähe, wenn man unten davor steht und hoch schaut.  

Taipei 101 von unten

Taipei 101


Hinkommen ist ganz einfach: Es gibt eine U-Bahnstation direkt am Taipei 101 (die heißt auch so: Taipei 101, Taipei World Trade Center). Alternativ kann man bis Xiangshan Station (象山), der Endstation der roten Linie, fahren und von dort zu Fuß hin marschieren, was von der Aussicht her klasse ist. Man ist dann nicht ganz geplättet wie wenn man direkt ankommt und nur senkrecht nach oben schauen kann, sondern sieht den Turm schon von etwas weiter weg.



Alles ist gut beschildert, an den U-Bahnstationen gibt es auch Informationszentren.