Sonntag, 30. Oktober 2005

Wochenende in Qingdao

Da mein beruflicher Termin in Shanghai vom Ende her etwas offen war und es am Freitag zudem keine günstigen Rückflüge gab, buchte ich meinen Rückflug nach Deutschland erst auf Montag. So hatte ich das Wochenende frei und beschloss, statt weitere Tage Smog in Shanghai auszuhalten lieber nach einer Alternative zu suchen.

Zum Glück hatte ein Bekannter eine gute Idee: Ab Shanghai gibt es viele Direktflüge (Hin- und Rückflug zusammen ca. 80,- Euro) nach Qingdao, so dass man am Samstag früh hin und am Montag früh zurück kann, um auf der grünen Insel (das wäre die wörtliche Übersetzung von 青島) bei frischer Meeresluft das Wochenende zu verbringen und ein wenig einzutauchen in diese interessante Stadt, die hierzulande als ehemalige deutsche Kolonie bekannt ist.

Qingdao (bzw. Tsingtau)


Von 1898 bis 1914 war Qingdao (mit der alten Wade-Giles-Umschrift Tsingtao) eine Kolonie des Deutschen Reichs; daher ist der eingedeutschte Name Tsingtau bekannt. Obwohl die Millonenstadt in der Provinz Shandong auf den ersten Blick wie eine typische moderne chinesische Großstadt wirkt, erkennt man an einigen Gebäuden noch den deutschen Einfluss. In der Mitte des folgenden Fotos sieht man die 1910 gebaute evangelische Kirche.

Qingdao, China

Die jüngere Generation kennt die Stadt eher vom bekannten Tsingtao Bier, dessen Wurzeln auch auf jene Zeit zurück gehen, da gab's früher mal eine Germania-Brauerei, so hießen zu jener Zeit viele Brauereien.

Diese Germania-Brauerei wurde 1916 an eine japanische Brauerei verkauft, übereignet oder was auch immer. Während meines Studiums habe ich gehört, dass die bayerischen Braumeister während des Ersten Weltkriegs als Kriegsgefangene nach Japan kamen und den Japanern beigebracht haben, wir man Bier braut. Eine belastbare Quelle dazu fehlt mir außer meiner Erinnerung (Lehrstuhl für Sinologie und Japanologie Erlangen) allerdings. Wie auch immer, das lokale Bier gibt es natürlich auch in Qingdao zu trinken. :-)

Impressionen aus Qingdao


Sonntag, 16. Oktober 2005

Impressionen aus Wuhan

Zentral und verkehrsgünstig gelegen, zählt Wuhan (武漢市) eher zu den Städten Chinas, die man besucht, weil man zufällig durch kommt oder es auf dem Weg liegt - entweder von Norden nach Süden mit der Bahn oder von Westen nach Osten, wenn man auf dem Changjiang (长江 Langer Fluss, auch Yangzi, Yangtse oder Jangtsekiang) mit dem Schiff unterwegs ist.

Wuhan, die Hauptstadt von Hubei 


Wuhan ist die Hauptstadt der Provinz Hubei (was nördlich des Sees bedeutet; südlich liegt die Provinz Hunan), sie befindet sich an der Mündung des Hanshui in den Yangzi. Die Region ist durch Wasser gepragt, es gibt sehr viele kleine Seen. Das Stadtgebiet besteht aus Wuchang, Hankou und Hanyang; die drei Städte wurden 1953 zusammen geschlossen - seitdem heißt es Wuhan.



Aufgrund der idealen Lage ist klar, dass die Stadt eine lange Geschichte hat. In Funden hat man festgestellt, dass vor 3.000 Jahren hier bereits Menschen lebten, während der Han-Dynastie war der Hafen bereits bedeutend und die Pagode des gelben Kranichs geht zurück auf das Jahr 223 n. Chr. und die Zeit der streitenden Reiche. Die Stadt hat sich aufgrund ihrer Lage weiter entwickelt und hatte bis Mitte der 1930er Jahre Konzessionsgebiete, was man an einigen Kolonialgebäuden noch erkennen kann.

1911 begann mit dem Wuchang-Aufstand die Chinesische Revolution und der Niedergang der kaiserlichen Zentralregierung in Peking. Wichtig war in den Jahren danach, wer Zugriff auf die Bahnlinie hatte; die Zeiten waren unstet. 1937 wurde Hankou Chiang Kai-Sheks Regierungssitz und faktische Hauptstadt Chinas. 1938 fand eine mehrmonatige Schlacht um Wuhan statt, bis die Japaner sie eroberten.



Samstag, 8. Oktober 2005

1 Woche Bali

Eine erholsame Woche auf Bali vom 01.10. bis 08.10.2005. Ich hatte zwischen geschäftlichen Terminen eine Woche Leerlauf, in der ich in der Region Zeit verbringen wollte, um mir den Fernflug und die Zeitverschiebung zu ersparen.

Wegen der chinesischen Feiertagswoche (Golden Week) war es nicht einfach, Flüge und Hotel zu bekommen; die ganze Region ist zur Zeit des chinesischen Nationalfeiertags voller reisender Chinesen, die frühzeitiger als ich gebucht haben.

Reisfelder auf Bali

Über ein kleines Reisebüro in Hongkong (online war nichts mehr zu finden) gelang es uns, bei Cathay Pacific Holidays das sog. Deluxe Bali Package zu buchen. Es beinhaltete den Flug Hongkong-Denpasar-Hongkong in der Business Class sowie das Hotel in Bali und den Transfer.

Hier die Links zu den einzelnen Berichten:
(hier fehlt noch einiges)

Sonntag, 2. Oktober 2005

Ausspannen im Hotel Laguna, Nusa Dua

Heute war Ausspannen im Hotel und ein Rundgang in der Gegend dran.

Ich mag Spaziergänge, um das Umfeld zu erkunden und die Atmosphäre in Ruhe auf mich einwirken zu lassen.



Nach anstrengenden Wochen mit viel Arbeit tut es gut, mit einem Buch am Strand oder Pool zu liegen und zu entspannen.

Nett fand ich die kleinen Hörnchen, die gerne zu Besuch kamen.

In Marschierentfernung findet man einige Läden und auch einfache, angenehme Restaurants, in denen man gut essen kann.

Eine neue Shopping Mall wurde gerade gebaut und dürfte inzwischen lange fertig sein.

Der Überblick über meine Reise nach Bali findet sich hier.

Samstag, 1. Oktober 2005

Flug nach Bali und Fahrt zum Hotel in Nusa Dua

Heute ging der Flug von Hongkong nach Bali. Täglich finden mehrere Direktflüge statt. Mein Hotel war in Kowloon und ich bin diesmal mit dem Bus zum Flughafen. Ich mag das, weil man etwas erhöht sitzt und entsprechend viel sieht.

Kowloon, Hongkong

Hier ein Foto von der Fahrt zum neuen Flughafen Hongkongs. Ich finde, dort gibt es eine interessante Infrastruktur, alles ist modern, groß, spannend.

Fahrt zum Flughafen Hongkong

Der Flughafen war sehr voll, da wegen der chinesischen Golden Week viele Geschäftsleute in ihre Heimat und viele Chinesen in den Urlaub fliegen.

Flughafen Hongkong

Flug mit Cathay Pacific 


Der Flug mit Cathay Pacific war wie erwartet sehr angenehm. Da wir relativ kurzfristig buchen mussten, gab es nur noch Flüge in der Business Class. Das gefällt mir in der Boeing 747 besonders, weil man dann oben sitzen darf. :-)