Dienstag, 22. Dezember 2015

Rundfahrt Madeira Richtung Nordwesten: Encumeada Pass, Vulkangrotten in São Vicente, Porto Moniz, Paúl da Serra

Heute ging es mir ein wenig besser, so dass wir beim Frühstück beschlossen haben, an der Rezeption einmal nach einem Mietwagen zu fragen. Alles kein Problem, die Dame führte ein Telefonat und in 30 Minuten könnten wir unser Auto abholen, Führerschein mitbringen, fertig.

Hier ein Foto eines der ersten Aussichtspunkte auf der Strecke:

Aussichtspunkt auf Madeira

Auto mieten auf Madeira 


Aber von Anfang an: Der Mietwagen sollte 50,- Euro pro Tag kosten, ein zweiter Fahrer 10,- Euro mehr, aber da ich eh nicht ganz so fit war, ließen wir es bei einem Fahrer, meinem Mann. Ich hatte nicht gefragt, was für ein Auto es war, wir ließen uns überraschen. Es war dann ein Renault Clio, der bei Steigungen ganz schön zu kämpfen hatte. Wir haben viele Autos der Marke gesehen, gerade bei Mietwagenfirmen scheinen sie auf der Insel sehr verbreitet zu sein.

Das Auto hatte einige Kratzer, ich habe sie sicherheitshalber fotografiert, aber die nette Dame, die uns das Auto überreichte, meinte, sie kenne sie alle und das sei kein Problem. War es auch nicht. Das tickt also ähnlich locker wie in USA, nicht wie in Deutschland, wo man jeden einzelnen Kratzer auf Skizzen einzeichnen und dokumentieren muss...

Mietwägen auf Madeira
Der Tank war zu einem Viertel voll und sollte auch so wieder abgegeben werden. Wir haben als erstes an der Tankstelle oben an der Straße für 30,- Euro getankt, das Benzin war ca. 15 Cent pro Liter teurer als in Deutschland. Das reichte uns für die zwei Tage (wir hatten erst einen Tag geplant, dann aber verlängert).

Schnellstraße auf MadeiraAls erstes sind wir, ähnlich wie im Reiseführer beschrieben, auf der Schnellstraße in Richtung Ribeira Brava und von dort auf einer kleineren, aber ebenfalls gut ausgebauten Straße in Richtung São Vicente, wobei wir dem Abzweig zum Encumeada-Pass gefolgt sind. Auf dem Weg gibt es zahlreiche Aussichtspunkte, die teils mit Ruhebänken versehen sind. Die Ausblicke sind grandios!

Encumeada Pass und Levada-Wanderung


In der Nähe des Passes sind wir ausgestiegen und haben uns umgeschaut. Der weitere Straßenverlauf (ich denke, der richtige Pass käme erst noch) in Richtung Paúl da Serra ist seit letzten Sommer gesperrt.

Encumeada-Pass auf MadeiraNahe der Straßenkreuzung gibt es einen Parkplatz sowie einen Souvenirshop mit Café und ein paar Treppen bergab, die wir abgestiegen sind. Dort stießen wir auf einen der vielen Wanderwege, die an Levadas entlang gehen. Gut ausgeschildert weiß ich jetzt, dass es Weg PR 17 ist, insg. 14 km lang, wir sind quasi am Ende der Route eingestiegen.

Levadawanderung auf Madeira; Levada

Levadas sind künstliche Wasserläufe, mit denen Wasser aus den niederschlagsreicheren Gebieten im Norden und im bergigen Zentrum Madeiras zu den landwirtschaftlichen Anbaugebieten im Süden geleitet wird. Sie wurden ursprünglich von Sklaven angelegt, aber dann in der Mitte des 20. Jahrhundert deutlich erweitert. Ich hatte vor unserer Abreise einen Bericht auf ARTE darüber gesehen und war schwer beeindruckt. Es ist enorm, mit welchem Aufwand und welcher Arbeitskraft diese kleinen Kanäle angelegt wurden. Sie werden weiter gepflegt, wir sahen heute einen Trupp Männer, die damit beschäftigt waren, Laub aus den Gräben zu fischen und den Weg mit frischer Erde aufzufüllen und zu begradigen.

Die Steigungen auf den sie flankierenden Wegen sind daher minimal. Neben Levada-Touren gibt es natürlich auch andere Wanderwege, teils im Gebirge. Man kann sich vorab und immer aktuell hier über die gut ausgeschilderten Touren informieren.

Wir sind einfach eine Zeitlang entlang der Levada marschiert und haben die bombastische Aussicht und das Wandern inmitten der Natur genossen. Ist das nicht ein Traum?


Zwischendrin habe ich mich daran erfreut, was im Dezember auf dieser Blumeninsel alles noch so blüht. Wahnsinn!


Irgendwann sind wir dann zurück zum Auto und weiter nach Norden gefahren.

Vulkangrotten in São Vicente


Bevor man nach São Vicente kommt, sind wir einem Abzweig gefolgt, der "Grutas", Grotten hieß. Grutas e Centro do Vulcanismo, vulkanische Grotten samt Zentrum bzw. Museum über Vulkane. Sehenswert.

Grutas e Centro do Vulcanismo; Vulkangrotten auf MadeiraDer Eintritt beträgt für Erwachsene 8,- Euro, darin ist eine Führung durch die Grotten und das Museum in Portugiesisch und Englisch dabei. Man sollte stabile Schuhe und möglichst einen Anorak o.ä. tragen, da es in den Vulkanröhren von der Decke tropft und die Wege teils nass sind.

Grotten in São VicenteDie Grotten sind keine Tropfsteinhöhlen o.ä., sondern Vulkanröhren, die ca. eine halbe Million Jahre alt sind. Madeira entstand ja durch Vulkanausbrüche und nachdem die Lava auf der Oberfläche bereits abkühlte, floss im Innern weiter heißes Magma ab, das dieses Röhrensystem bildete.

Grotten in São Vicente, MadeiraEigentlich wären die Röhren nicht ganz so hoch, dass man darin herumlaufen könnte, sie wurden also vergrößert und man wird eine halbe Stunde lang durch die teils schön ausgeleuchteten Grotten geführt. Das ist sehr beeindruckend. Man darf auch hinfassen, da es sich ja um Lava und nicht um langsam wachsende Stalaktiten handelt. Also auch für Kinder klasse.

Grotten in São Vicente, MadeiraDanach (zum Teil ist die Reihenfolge andersrum) kamen wir in das Museum und bekamen einen zehnminütigen wirklich interessanten Film gezeigt, der über die Entstehung von Madeira und Porto Santo (was deutlich älter als Madeira ist) sowie vulkanische Aktivitäten überhaupt und im Atlantik im besonderen informierte. Als nächstes kam man virtuell ins Innere des Vulkans, dafür gibt es eine Art Aufzug, es ruckelt, Filme fahren an der Wand ab, so dass man das Gefühl hat, ins Erdinnere zu fahren. Später gibt es noch einen kleinen 3-D-Film. Das Museum ist größer, man kann es nach der Führung besuchen. Da das Wetter so schön war und wir noch einiges weiteres von der Insel sehen wollten, haben wir das dann aufs nächste Mal verschoben.

Park nahe der Grotten, São VicenteDie ganze Anlage ist schön gemacht, mit vielen Pflanzen. Empfehlenswert!

Madeiras Nordküste 


Uns zog es weiter an die Nordküste. São Vicente haben wir links liegen gelassen und uns in Richtung Westen der Küste entlang orientiert. Wir haben einige Male angehalten, u.a. im kleinen Örtchen Seixal.

Seixal, MadeiraDie Nordküste ist schroffer als wir es vom Süden her kannten, schnell schattig logischerweise, teils felsig, teils schwarze Steine als Art Strand am Wasser.

Nordküste von Madeira
Das, was von Ferne aussieht wie feiner schwarzer Sand, entpuppt sich dann doch als ganz feine Steine.

Schwarzer Sandstrand auf Madeira, Nordküste
Man findet ständig traumhafte Ausblicke, aufs Meer, auf die Berge, wohin das Auge schaut.

Nordküste von Madeira

Vor einigen Jahren konnte man noch zwischen zwei Straßen wählen, es die alte Küstenstraße und die neue, die durch viele Tunnel fährt. Inzwischen ist die alte malerische Küstenstraße gesperrt, wohl wegen Steinschlag, d.h. man kommt schnell voran, sieht allerdings zwischendurch oft nur das Innere vieler Tunnel. Umso schöner ist es dann, wenn man wieder an die Küste kommt. Es gibt immer die Möglichkeit, auf einen der Parkplätze zu fahren oder in einen Ort, um sich umzuschauen.

Porto Moniz


Wir kamen dann in Porto Moniz an, dem nordwestlichsten Ort Madeiras. Porto Moniz war früher wohl ein verschlafener Fischerort, der häufig von Piraten heimgesucht wurde. So zogen die Bewohner höher in die Berge. wo es ein Ortszentrum gibt. Inzwischen wohnt man glaube ich auch am Meer einigermaßen sicher, auch Urlauber sind dort zu finden. Wir haben geparkt (am Straßenrand, es gab Parkautomaten, an denen man sich Tickets ziehen konnte) und sind losgeschlendert.

Porto Moniz, MadeiraBei der Herfahrt fiel uns bereits ein Hubschrauberlandeplatz auf, wahrscheinlich ist dies der schnellste Weg ins Krankenhaus, falls man da mal hin muss. Daneben ist ein kleiner Hafen mit Fischerbooten, da war Betrieb. Daneben gibt es eine kleine Festung, die heute das Aquário da Madeira beherbergt, in dem die Meereswelt um Madeira gezeigt wird, Pflanzen, Fische. Sicherlich sehenswert, auch für Kinder (wir sahen jedenfalls begeisterte Kinder rauskommen, sie erzählten was von Haien und Mantas in einem großen Aquarium).

Porto Moniz, MadeiraEin Leuchtturm ist zu sehen, ganz am Ende, und Felsen. Schön daneben sind in die Felsen eingebaute Schwimmbecken, in denen einige Menschen geschwommen sind. Das Meerwasser schwappt immer wieder in die Becken, so dass jederzeit frisches Wasser drin ist. Die Anlage sieht sehr schön aus und war nicht sonderlich voll.

Uns zog der Hunger ins Bistro, man konnte draußen sitzen und mein Magen war stabil für etwas Suppe und ein Brathähnchen mit Gemüse. Das Essen kam schnell und war wirklich gut.

Mittagessen in Porto Moniz, MadeiraDanach sind wir mit dem Auto weiter zu den Piscinas Naturais Porto Moniz, weiteren Meeres-Schwimmbecken, die allerdings geschlossen waren. Statt Auto zu fahren kann man auch alles ablaufen, es gibt eine Uferpromenade. In Porto Moniz gibt es auch touristische Infrastruktur, weitere Restaurants, Läden, usw. Es sieht alles sehr gemütlich und einladend ein.

Leider wurde es langsam spät und wir wollten noch bei Tageslicht auf die Anhöhe.

Blick auf Porto Moniz, Madeira

Paúl da Serra


Wir sind also weiter die kurvenreiche Straße (mit Haltebuchten, um zu fotografieren oder die Aussicht zu genießen) hinauf auf die Hochebene Richtung Paúl da Serra gefahren. Das ist ein 1.600 m hoch gelegenes Hochplateau, also ein Höhenunterschied von 1.600 m, das darf man nicht unterschätzen. Unterwegs waren viele Wohnhäuser, interessant auch, das normale Leben der Bewohner ein wenig mitzukriegen. Teils sehr schön angelegte und gepflegte Gärten. Irre, was hier alles wächst.

Oben auf der Anhöhe ist schlagartig eine andere Stimmung; statt Meer und Küste und quirliges Leben ist man inmitten von Weiden, auf denen Kühe grasen. Büsche, kleine Wege, Zäune. Landwirtschaftlich genutzte Fläche.



Es kann auch passieren, dass ein paar Kühe die Fahrbahn versperren, man sollte also vorsichtig fahren. Wir mussten einmal auf die Gegenfahrbahn ausweichen, was kein Problem war, da niemand entgegen kam.



Wir sind weiter gefahren Richtung Rabaçal, das wir aber wegen des Nebels fast verpasst haben. Erst später habe ich im Reiseführer nachgelesen, dass es wohl dort war; Schilder hatten wir keine gesehen, nur einige Autos am Parkplatz.

Hochebene Paúl da Serra, MadeiraRabaçal ist erkennbar an einem großen Parkplatz (den wir gesehen haben, wir sind auch ausgestiegen) an der Straße. Von hier gehen einige der klassischen Levada-Wanderungen auf Madeira los, allerdings war es dafür schon zu spät und zu neblig.

Rabaçal ist aufgrund seiner unberührten Natur und den dort möglichen Wanderungen so beliebt, es ist ein Naturschutzgebiet. Der in Madeira fast einmalige Lorbeer-Urwald, der auch zum Weltnaturerbe der UNESCO gehört, ist von dort schön zu erlaufen.

Rabaçal - der Parkplatz, Ausgangspunkt für Wanderungen in die Lorbeerwälder Madeiras; UNESCO Weltnaturerbe


Es lohnt sich wohl, hier mindestens einen Tag zu verbringen (nächstes Mal...), man geht oder fährt mit einem Pendelbus in eine Schlucht, dort sind die Lorbeer-Bäume und der Urwald mit viel Wasser überall, alles trotzdem leicht zu erwandern ohne große Steigungen und gut beschildert.

Wie man sieht, war es auf der Hochebene klar, aber die Täler lagen im Nebel. Wir konnten außer dem Nebel nichts erkennen.





Bei dem Nebel kam ein Spaziergang also für uns nicht in Frage, wir sind daher auf der Hochebene geblieben und weiter gefahren, bis die Straße nicht mehr weiter ging. Sie ist gut vorgewarnt gesperrt, das hatten wir am Morgen ja schon einmal gesehen. Vor der Straßensperre sind Parkplätze und davor noch weitere Haltemöglichkeiten, außerdem war kaum etwas los, so dass wir ausgestiegen sind und in der Nähe von Windmühlen (für die Stromerzeugung, irgendwo muss ja der Strom auf Madeira her kommen und Wasserkraft reicht nicht aus) ein wenig durchs Gelände marschiert sind.

Blick aufs Zentralgebirge Madeiras

Absolut begeisternd fand ich den Blick aufs Zentralgebirge Madeiras, der jetzt kurz vor Sonnenuntergang (das Foto habe ich um 17:40 Uhr geschossen) und mit dem Nebel in den Tälern malerisch war. Ich konnte mich kaum sattsehen.

Hier noch rangezoomt mit Büschen vornedran, die waren auf der Ebene Paúl da Serra, auf der wir uns befanden. Zwischendrin wäre der Encumeada-Pass, der allerdings zurzeit nicht mit dem Auto befahrbar ist.

Blick aufs Zentralgebirge Madeiras und den Encumeada-Pass

Nachdem wir uns sattgesehen haben und anfingen zu frieren (es wird dann schnell kalt, also Jacken mitnehmen!), sind wir zurück bis zur nächsten Straßenkreuzung (wir hatten uns in einer Sackgasse befunden) und sind Richtung Süden Richtung Meer abgebogen. Auch hier war Nebel statt Meer zu sehen. Traumhaft.


Es geht dann auf einer kurvenreichen Strecke durch Wälder zurück. Ab und zu hoppelten kleine Hasen oder Kaninchen über die Straße, also auch hier vorsichtig fahren. Ein erstes Restaurant war auf der Strecke, dort gab es gegrillte Spieße u.ä., allerdings hatten wir keinen Hunger.

Fahrt zur Südküste und Ponta do Sol


Wenn man weiter unten in Küstennähe ist und wieder auf größeren Straßen, wird es plötzlich wieder belebter: Häuser, viele Straßen, Autos, Menschen.

Wir sind einige Kilometer Richtung Funchal gefahren (alles gut ausgeschildert) und dann einem Auto gefolgt, das bergab fuhr, weil wir hofften, so in eines der kleinen Städtchen mit Hafen zu kommen. Sonst kann es auch mal passieren, dass man in sehr enge Straßen kommt, und Wenden und Bergauf-Fahren macht nach einem so anstrengenden Tag nicht mehr wirklich Spaß. Es hat geklappt, wir kamen in einen Ort, den wir nicht kannten und sind Richtung Wasser gefahren, haben geparkt und uns ein wenig umgesehen.



Irgendwann sahen wir ein Schild, wir befanden uns in Ponta do Sol. Der "Sonnenpunkt" ist ein hübsches ruhiges Dorf am Ende einer Schlucht und mit schönen Häusern sowie Bananenplantagen sowie der weihnachtlichen Beleuchtung wirklich malerisch. Es ist wohl einer der sonnigsten Punkte Madeiras und es gibt einige Hotels und auch Cafés und Restaurants; man konnte noch draußen sitzen. Unten am Wasser ist es dann doch deutlich wärmer als im Gebirge, logisch.

Von dort sind wir wieder zurück nach Funchal, voller neuer Eindrücke und schwer begeistert von dem, was wir an einem einzigen Tag alles gesehen hatten.

Fazit der Mietwagen-Tour auf Madeira


Genial! Die Insel ist so einfach zu befahren, die Landschaft, das Meer, die Orte, die Menschen - alles traumhaft schön und sehenswert. So schafft man es, mit überschaubaren Kosten und viel persönlicher Freiheit an einem einzigen Tag schon einen guten Einblick zu bekommen.

Daneben gibt es natürlich eine Menge organisierte Touren, ob mit Bus, Kleinbus oder Jeep, außerdem hat Madeira ein Busnetz. Wir verweilen lieber dort, wo es uns gerade gefällt und eine Tour mit dem Mietwagen ermöglicht diese Flexibilität, war also für uns dieses Mal die richtige Wahl.

Das hier war unsere heutige Tour, so ungefähr nachgefahren mit Google Maps.

Rundtour in den Nordwesten von Madeira

Tipps zum Thema Mietwagen auf Madeira


  • Man kann natürlich auch schon ab Deutschland aus ein Auto mieten, entweder bei einem internationalen Vermieter, über eine Ferienmietwagenagentur (hier der Link zur entsprechenden Seite meines virtuellen Reisebüros) oder bei einer lokalen Agentur in Madeira, die man übers Internet recherchieren kann. 
  • Wer für die ganze Urlaubszeit einen Wagen nimmt, kommt evtl. billiger; wenn man viel fahren will, lohnt sich das. Man sollte dabei die Parkgebühren im Hotel mit berücksichtigen (im Pestana Casino Park kostete das Parken 3,- Euro pro Tag, es gibt massig Parkplätze, auch im Casino nebenan). Es bietet sich dann an, sich das Fahrzeug zum Flughafen kommen zu lassen, so spart man sich den Transfer zum Hotel. 
  • Die Autofahrer sind überhaupt nicht aggressiv, sondern sehr höflich, entspannt und zuvorkommend. Man hält an Zebrastreifen und fährt rücksichtsvoll. 
  • Die einzige Schwierigkeit sind die Steigungen. Die Insel besteht aus Bergen und Anfahren am Berg im 1. Gang sollte gut sitzen! 
  • Die Straßen sind gut ausgebaut und wirklich gut beschildert, so dass man kein Navigationsgerät braucht. Ich hatte meins aus Deutschland mitgebracht, das allerdings in Funchal gegen Einbahnstraßen gefahren wäre und auch sonst nicht alle Orte kannte oder Umwege fuhr. Das braucht es also wirklich nicht. Wenn man sich einmal verfahren sollte, erwischt man im Normalfall eine schöne Route und landet irgendwann dort, wo man hin wollte. Die Entfernungen sind nicht groß. 
  • Wir hatten keine Landkarte; die Karte im Reiseführer sowie die Straßenschilder reichten völlig aus. 
  • Warme Klamotten oder auch Regenjacken mitnehmen. Im Gebirge wird es kalt, abends ebenso. Und wer gerne badet, packt Handtücher und Badeklamotten mit ein, das hatten wir nicht erwartet und hatten nichts mit, dabei wäre ich in Porto Moniz gerne ins Wasser. (Möglichkeiten zum Nacktbaden haben wir keine gesehen.)
Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine 10-tägige Urlaubsreise nach Madeira. Details dazu sowie Links zu den anderen Tagen finden sich hier.

Kommentare:

  1. Liebe Barbara,
    wow da habt ihr ja eine schöne Strecke mit dem Mietwagen zurückgelegt. Ich kann mir inzwischen einen Urlaub ohne die Freiheit eines Mietwagens gar nicht mehr vorstellen. So kann man die tollsten Ecken entdecken und ist dabei nicht von einer Gruppe oder einem Reiseleiter abhängig. Schön gemütlich im eigenen Tempo an einem Ort genau so lange bleiben, wie wir es möchten - das ist für mich Urlaub!
    Madeira sieht sehr toll aus und irgendwann möchte ich auch nochmal auf die Blumeninsel.
    LG Annika

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Annika,
      danke für Deinen Kommentar! Ja, ein Mietwagen im Urlaub ist wirklich ein Stück Freiheit und macht einen so flexibel. Früher habe ich oft versucht, mit öffentlichen Verkehrsmitteln diverse Ecken anzufahren, aber das war oft nicht so möglich wie ich wollte. Madeira stand nie so wirklich auf meiner Liste, aber uns hat es dort supergut gefallen. Vielleicht ergibt es sich ja für Dich auch mal.
      LG Barbara

      Löschen
  2. Was gibt es schöneres, als individuell mit dem Mietwagen einen neuen Ort zu erkunden? Lieben Dank für diesen schönen Artikel - sollte ich Madeira in 2017 bereisen, werde ich auf jeden Fall deine vielseitige Route nachfahren. Die wunderschönen Fotos haben mich direkt in Reiselaune versetzt und dank deiner hilfreichen Tipps kann ja gar nichts mehr schief gehen :) Danke!

    LG Sabine

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Sabine,
      Wenn Du je kommendes Jahr nach Madeira kommst, dann mach' das mit dem Mietwagen. Es ist dort wirklich sehr entspannt zu fahren; ich habe noch selten so entspannte höfliche Autofahrer erlebt. Viel Spaß!
      LG Barbara

      Löschen
  3. Liebe Barbara,
    die Vulkanhöhle sieht auf den ersten Blick aus wie eine Tropfsteinhöhle. Das ist doch wirklich gigantisch, dass man solch eine Höhle betreten kann.
    Ich schließe mich Annika und Sabine an. Mit dem Auto genießt man die Freiheit, hier und dort Halt zu machen, auf eine unbekannte Straße einzubiegen und sich überraschen zu lassen, wo sie hinführt. Nur so lernt man die Gegend wirklich kennen. Ich liebe Roadtrips einfach.
    Vielen Dank für die hilreichen Tipps.

    Schöne Grüße,
    Stefanie

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Stefanie,
      das fand ich auch so toll, dass man das Gefühl hat, in einer Tropfsteinhöhle zu sein, und wenn man genau schaut, ist es vulkanisch - mit dem Vorteil, dass man auch mal hinfassen darf, ohne was kaputt zu machen. Das ist auch für eine Reise mit Kindern super.
      Liebe Grüße
      Barbara

      Löschen
  4. Es zeigt sich immer wieder, dass Lesen bildet ;-) Ich weiß jetzt, was Levadas sind. Hoch interessant! Entweder habe ich die Kanäle nie gesehen oder hab nie darauf geachtet...
    Die Küste ist natürlich traumhaft und das mit den Tierchen, die die Fahrbahn versperren, kommt mir bekannt vor. In Irland sind es allerdings meist Schafe *hehe*
    Es war bestimmt eine tolle Reise!
    Viele Grüße
    Maria

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Maria,
      Levadas sind glaube ich total typisch für Madeira; ich weiß gar nicht, ob es sie woanders gibt. Das Wort finde ich irgendwie schwer, manchmal erzähle ich davon und es dauert, bis es mir wieder einfällt... ;-)
      Ja, das war eine tolle Reise, oder eher ein Urlaub, der war zum Entspannen und Erholen gedacht. :-)
      Viele Grüße
      Barbara

      Löschen
  5. Liebe Barbara,

    wow, was für atemberaubende Bilder. Die Tour ist wirklich grossartig und macht Lust auf mehr. Unglaublich wie abwechslungsreich die Landschaft Madeiras ist. Wirklich toll!
    Das war mir gar nicht so klar. Dein Beitrag hat auf jeden Fall eine Menge schöner Ecken der portugiesischen Insel gezeigt.

    Viele liebe Grüsse
    Kathi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Kathi,
      ich hatte mir vor der Reise eine neue Kamera gekauft und mich selbst gefreut, wie super die Fotos geworden sind. Bei meiner vorigen war das Objektiv so verkratzt, dass nur noch neblig aussehende Fotos entstanden sind und das fand ich so schade. Ich reise meine Urlaube gerne nochmal anhand der Fotos nach, das muss dann auch Spaß machen.
      Ich hatte auch das Vorurteil "Madeira ist nur was für Rentner" im Kopf, und ganz jung bin ich ja selbst nicht mehr, aber die Insel bietet wirklich viel. Für helle Sandstrände muss man allerdings nach Porto Santo nebenan.

      Liebe Grüße
      Barbara

      Löschen
  6. Liebe Barbara,

    aaah Madeira! Meine Mama möchte so gern mal dorthin und liegt mir ständig damit in den Ohren :-) Aber es sieht tatsächlich traumhaft aus, und ich liebe ja Inselrundfahrten mit dem Auto. Leider hab ich keinen Führerschein, daher bin ich da nicht ganz so unabhängig :-/
    Aber eine guter Grund, das endlich mal zu ändern!

    LG Karin

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Karin,
      Ein Führerschein ist schon praktisch, finde ich... Früher als wir in der Großstadt lebten und ich mehr in China unterwegs war (da darf man nicht selber fahren, außer man macht einen chinesischen Führerschein) brauchte ich das nicht, aber inzwischen mag ich es auch im Urlaub, ab und zu unabhängig herumfahren zu können. Wir haben auch Leute getroffen, die mit den öffentlichen Bussen unterwegs waren; außerdem gibt es alles, was man an touristischem Angebot erwarten kann, also Tagesausflüge, Jeeptouren usw., man kommt also auch so ganz gut herum, wenn man möchte.
      Was Madeira für junge Leute bietet, weiß ich jetzt nicht so genau; ich fürchte, eher weniger. Falls Du je hin fährst, berichte mal! :-)
      LG Barbara

      Löschen
  7. Hallo Barbara,
    ein toller ausführlicher Bericht mit richtig vielen Infos! Und tolle Bilder hast du da ausgesucht... vor allem die Bilder vom Zentralgebirge und den Wolken sind ja der Hammer!!
    Ich finde auch, dass mit einem Auto einfach sehr frei und unabhängig ist, weshalb Roadtrips meine liebste Art zu reisen sind - abgesehen vom Wandern. Madeira kennen wir leider noch gar nicht, aber ich habe nun noch mehr Lust bekommen, dorthin zu fahren. Scheint eine sehr abwechslungsreiche Insel zu sein - kommt auf jeden Fall auch auf die immer länger werdende Liste!
    LG aus dem hohen Norden,
    Hartmut

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Hartmut,
      Roadtrips und Wandern - ich habe jetzt viele Jahre mit anderen Reisen hinter mir und komme langsam wieder auf diese intensive Art des Reisens zurück. Es gibt da noch ein paar Ziele, für die das Auto das einzig wahre ist. Mal sehen, was sich ergibt. Madeira ist wirklich schön und voller Natur. Ob das allerdings auch was für Kinder ist, kann ich nicht beurteilen.
      LG in meine dritte Heimat,
      Barbara

      Löschen
  8. Ein cooler Artikel, schöne Fotos, tolle Reise. Jetzt hab ich richtig Lust, da auch langzufahren. Eine wirklich faszinierend-schöne Ecke.

    AntwortenLöschen
  9. Hallo Barbara,

    deine Fotos von der Paúl de Serra mit dem Zentralgebirge und den Wolken sind phantastisch! Und auch die Vulkangrotten klingen sehr interessant. Als Geographin interessiere ich mich immer für die Geomorphologie einer Landschaft, aber in die Grotten selbst würde ich mich wohl gar nicht reintrauen. Das ist mir zu eng und zu dunkel ;-)
    Trotzdem, du hast mir große Lust gemacht, auch einmal nach Madeira zu reisen! Wäre ja eigenlich perfekt für eine kleine Dezember-Flucht :D

    Viele Grüße
    Christin

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Christin,

      ja, ich habe mir vor der Reise eine neue Kamera gekauft und die macht traumhafte Fotos, ich war selbst begeistert davon, wie gut sie die wirklich wunderschöne Landschaft eingefangen hat. Das in der Grotte war nicht sooo eng, das ging schon. Aber es gibt so viel anderes zu sehen, und das Museum dazu war auch gut gemacht, da musst Du also nicht durch! ;-)

      Ich fand Madeira im Dezember wirklich ideal. Es ist auch nicht so weit zum Fliegen und trotzdem angenehm warm. Vielleicht klappt es ja bei Dir?! :-)

      Viele Grüße, Barbara

      Löschen
  10. Liebe Barbara, was für ein toller Bericht. Ich hatte die Insel bisher gar nicht so auf dem Schirm, aber ich bin begeistert von der Landschaft und den super schönen Bildern. Vor allem die Bilder mit dem Zentralgebirge und den Wolken ist der Hammer. Toll!!!
    Ob die Insel auch was für Familien ist, weiß ich nicht, aber es wird ja auch irgendwann wieder eine Zeit kommen, in der die Kinder nicht mehr mit den Eltern verreisen und vielleicht ist dann der richtige Zeitpunkt für Madeira ;-)
    Viele liebe Grüße, Nathalie

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Nathalie, danke für Dein Lob, das freut mich! Ich bin auch ganz glücklich mit den Fotos, die sind echt gut geworden dank der neuen Kamera. Vom Klima ist Madeira natürlich für Kinder auch nicht schlecht, nie zu heiß, nicht zu kalt; wenn man ein schönes Hotel findet, könnte ich mir das durchaus vorstellen. Aber da bin ich echt nicht der rihtige Ansprechpartner. Die Insel läuft ja nicht weg; vielleicht wirklich, wenn Ihr in ein paar Jahren mal zu zweit verreisen wollt. :-)
      Liebe Grüße, Barbara

      Löschen

Ich freue mich über Kommentare und einen freundlichen Austausch.

LinkWithin

Blog Widget by LinkWithin