Sonntag, 23. Dezember 2012

Anreise, Flug nach Bangkok

Die Anreise und die Fernflüge gehören ja immer zu den Teilen einer Reise, die man versucht, irgendwie und so schnell wie möglich hinter sich zu bringen. Bei uns ging's diesmal mit Thai Airways per Direktflug von Frankfurt nach Bangkok.

Kleiner Snack und Campari auf dem Hinflug
Kurz vor Weihnachten wurde es in Deutschland, wie so oft, wieder warm, so dass wir schnee- und eisfrei mit dem Auto nach Frankfurt zum Flughafen kamen. Es regnete allerdings sehr stark, so dass es entsprechende Unfälle auf der Autobahn gab. Man sollte vor einem Flug also immer genug Zeit einplanen, damit es nicht zu hektisch wird!

Eine knappe Woche vor der Reise hatte ich über holidayextras einen Platz in einer Tiefgarage in Flughafennähe gebucht, das kostete 99 EUR für die drei Wochen, einschl. Shuttle-Service. Man kommt damit bequem mitsamt Koffern direkt zum Terminal - also ohne das ewige Laufen und Kofferschieben, wenn man am Flughafen direkt parkt. Da hatten mich letztes Jahr ja außerdem die Rangiererei und der Zeitverlust geärgert. Es funktionierte einwandfrei und gerade im Winter und bei der langen Zeit finde ich es gut, das Auto überdacht einstellen zu können.

Schlange am Frankfurter FlughafenIm Flughafen haben wir relativ schnell gesehen, wo wir einchecken mussten – die Thai A380 fasst über 500 Passagiere, war so kurz vor Weihnachten natürlich ausgebucht und die Schlange war von weitem zu erkennen.

Seat Map Thai A380 am Frankfurter FlughafenFür mich war es der erste Flug mit einer A380 und wir hatten einen Fenster- und einen Mittelplatz in der Economy. Wer sich frühzeitig darum kümmert, schafft es vielleicht, in die obere Ebene zu kommen, da sind am Rand nur 2 Plätze nebeneinander, d.h. man hat als Paar einen Fenster- und einen Gangplatz nebeneinander.

Bestuhlt ist für 435 Economy, 60 Business (Royal Silk) und 12 First Class (Royal First) Passagiere. Die untere Ebene bietet ausschließlich Economy, oben ist vorne First, mittig Business und hinten nochmal ein Abteil Economy Class.

Beladen wird über 3 Gangways, trotzdem dauert dies bei der Masse Mensch natürlich sehr lange.

Thai A380 in FRA

Es waren sehr viele Leute an Bord, die auf eine Kreuzfahrt mit der AIDA wollten, da war also entsprechendes Publikum, das oft auch nur deutsch konnte, und nicht die übliche Mischung an Reisenden.

Thai A380 innen Economy
Die Maschine war nagelneu, erst seit einer Woche im Einsatz. Entsprechend war alles sauber, neu und funktionierte tadellos.

Angenehm ist das Bordprogramm des neuen Flugzeugs: Die Touchscreens sind groß und die Auswahl an Filmen, TV- und Informationsprogramm sowie Spielen vielfältig. So geht die Zeit für die meisten relativ gut herum.










Auf einem der Bordprogramme kann man sehen, was die Kamera aufnimmt, die am Flugzeug außen angebracht ist. Gerade bei Start und Landung war dieses Programm sehr beliebt. So können auch die Reisenden, die in der Mitte sitzen, sehen, wie die Maschine abhebt.

Thai A380 Start in FRA
Ich fand die Tragflächen interessant, viel größer als bei anderen Maschinen. Und sehr interessant, wie sie sich bewegen. Wir saßen direkt mit Ausblick darauf, das war spannend anzuschauen.

Die A380 empfanden wir als zudem als leiser als andere Flugzeuge.

Das Essen war okay, allerdings ist es bei dieser Bestuhlung für Mittelplätze sehr schwierig, das Essen auch in den Mund zu kriegen; es ist einfach sehr eng und man muss die Arme und Ellbogen anlegen. Den Sitzabstand nach vorne fand ich okay; ich bin aber auch relativ klein.

In der Economy Class werden keine Nacht-Utensilien bereitgestellt, so dass ich froh war, einen Beutel mit Zahnbürste, usw. eingepackt zu haben.

Thai A380 Route FRA - BKK

Der Flug von Frankfurt nach Bangkok dauerte ca. 10 Stunden, Zeitunterschied waren 6 Stunden. Da wir nach Osten flogen, wurde es relativ bald dunkel. Landung in Bangkok war am nächsten Morgen gegen 6 Uhr früh.

Dies ist Teil eines Reiseberichts über unsere 3-wöchige Reise nach Südostasien mit Flusskreuzfahrt auf dem Mekong. Details dazu sowie Links zu den anderen Tagen finden sich hier.

Samstag, 13. Oktober 2012

Shanghai an einem Tag - die Highlights

Ich war beruflich in Shanghai und hatte an einem Samstag Zeit für ein touristisches Programm mit Stadtbummel und den wichtigsten Highlights an einem Tag. Leider war der Himmel nicht ganz so strahlend blau wie unter der Woche, die wir arbeitend in einem fensterlosen Büro verbracht haben, aber sonst wär's auch zu perfekt gewesen. Angenehm warm war es trotzdem, perfektes Besichtigungswetter.

Shanghai - Blick auf Pudong vom Bund aus
Das Foto hier ist vom Bund aus nach Pudong rüber fotografiert - ein ziemlich bekanntes Motiv. Rechts sieht man den aktuellen Baufortschritt des Shanghai Tower, der das zweithöchste Gebäude der Erde werden soll.

Aber nun der Reihe nach. Wir sind los mit dem Taxi zum Shanghai World Financial Center, dem mit 492 Metern und 101 Etagen derzeit vierthöchsten Gebäude der Welt. Auf dem Foto erkennt man es relativ weit rechts an der Flaschenöffnerform. Es hat die mit 474 m höchste Aussichtsplattform der Welt und natürlich wollte ich da hoch.

Der Spaß kostet 150 Yuan (derzeit ca. 18 EUR) und lohnt sich wirklich. Wie am Burj Khalifa, wo ich letzten Dezember immerhin auf 452 m war, gibt es zu Beginn einleitende Multimedia-Informationen über den Bau, daneben welche über die Entwicklung von Wolkenkratzern an sich, von Pudong, usw. und dann eine schnelle aber angenehme Fahrt mit dem Aufzug hoch zum Observatory.

Shanghai - Pudong, Blick auf Jinmao Tower und Huangpu
Man kommt in der 94. Etage an und fährt dann mit einer Rolltreppe auf die 97. (quasi unten an der Flaschenöffner-Öffnung), danach kann man mit einem Aufzug weiter hoch auf den 100. Stock, das ist die obere Kante der Flaschenöffner-Lücke). Von dort hat man wirklich einen atemberaubenden Rundblick und Ausblick.

Direkt daneben befindet sich der Jinmao Tower, hier links unten zu sehen, der mir persönlich sehr gut gefällt. Er hat etwas von einer chinesischen Pagode, soll ebenso an chinesischen Bambus erinnern und beherbergt u.a. eine futuristische Bar namens Cloud 9, in der ich früher gerne war.

Weiter hinten auf dem Foto sieht man den bekannten Oriental Pearl Tower, das moderne Wahrzeichen Shanghais (es ist ein Fernsehturm) und dahinter den Huangpu, der durch Shanghai fließt. Auf dem Foto sieht man links sogar die Mündung des Wusong Flusses (auch Suzhou Creek genannt) in den Huangpu, das nördliche Ende vom Bund.

Shanghai - Aussichtsplattform des World Financial Center
So sieht es innen in der 100. Etage aus - lauter staunende Menschen. :-)

Es gibt teilweise auch Glasboden, durch den man schräg nach unten schauen kann. Man kann ihn auch betreten, was für viele ungewohnt ist.

Ganz schön hoch, diese Toilette!
Ach ja, die Toilette kann ich noch empfehlen. Mal abgesehen davon, dass die Klobrille beheizt ist, hat man doch selten so einen schönen Ausblick von ganz oben, oder?! ;-)

Daneben findet man natürlich noch Merchandising-Zeugs, man kann sich ein Zertifikat ausstellen lassen, etwas essen und trinken, usw. Abends ist das SWFC bis 23 Uhr (letzter Einlass 22 Uhr) geöffnet und eignet sich damit perfekt, um die dann so richtig bunt beleuchtete Stadt von oben zu genießen. Bitte beachten: Um 22 Uhr gehen in Shanghai die meisten Lichter aus, also besser rechtzeitig hin!

Wir sind wieder runter, ein paar Straßen weiter, kurz in ein nobles Shopping Center mit allen teuren Marken, die man sich so vorstellen kann, haben die Baustellen und Gebäude auf dem Weg bewundert und sind dann in Richtung Fluss. Dort musste ich mir natürlich meine geliebten roten kleinen säuerlichen Früchte, die mit rotem Zucker kandiert sind, kaufen.

Typisch chinesische Leckerei
Die gibt's fast überall in China und sie schmecken total lecker. Sie haben etwas apfelähnliches und große Kerne. Auf Chinesisch heißen sie shānzhā 山查, chinesischer Weißdorn oder so etwas ähnliches.

Von hier hat man einen schönen Blick auf die historischen Kolonialbauten an der berühmtesten Uferpromenade Chinas. Dieser Blick ist sehr zu empfehlen.

Shanghai - Blick auf den Bund von Pudong aus
Der Bund wurde vor 400 Jahren von den Niederländern als Schutzwall gegen die Fluten des Huangpu errichtet, als Kaimauer quasi.

Von Pudong kommt man am besten mit dem Schiff oder durch eine Unterführung auf die Puxi-Seite (dong heißt Osten, xi Westen und Pu ist die Abkürzung für den Flussnamen Huangpu). Man kann alternativ natürlich auch mit der Metro oder einem Taxi fahren, beides Umwege.

Shanghai Bund Sightseeing Tunnel Der sog. Bund Sightseeing Tunnel lohnt sich auch: Für 50 Yuan fährt man mit kleinen Wägelchen durch einen Tunnel und genießt Informationen über die Reise ins Erdinnere, psychedelische Musik und eine richtige Show mit Animation, Vorhängen, Farben, Lichtern.

Auf der Pudong-Seite muss man etwas suchen, bis man den versteckt gelegenen Eingang findet. Hier hilft ein Reiseführer mit chinesischen Schriftzeichen, auf die man zeigen kann.

Shanghai Bund Sightseeing Tunnel
Man kommt auf der anderen Seite direkt vor dem bekannten Peace Hotel hoch und kann von dort aus gemütlich am Bund entlang promenieren, mit dem bekannten Blick vom obersten Foto nach Pudong rüber.

Auf der Puxi-Seite finden sich die schönen und bekannten Kolonialgebäude und auf dem Bund selbst gibt es massenweise Touristen, vor allem chinesische, die auch Spaß daran haben, sich mal mit Langnasen zusammen fotografieren zu lassen. Mein Kollege mit Vollbart war ein beliebtes Fotomotiv. :-)

Shanghai - Der Bund
Je nach Temperatur und Wetter kann man hier sehr viel Zeit verbringen. Man kann auch kleine Snacks oder etwas zu trinken kaufen. Der Bund lohnt auch zum Sonnenuntergang. Wenn es dunkel ist, ist bis 22 Uhr alles beleuchtet, danach gehen die Lichter aus. Am südlichen Ende ist ein kleiner Hafen, an dem Ausflugsboote liegen. Eine Bootsfahrt ist auf jeden Fall zu empfehlen (haben wir uns für später aufgehoben).

Die weiteren Sehenswürdigkeiten sind gut ausgeschildert und wir hielten uns in Richtung des bekannten Yu-Gartens, eine Ecke Shanghais, die nicht nur für diesen Yùyuán 豫园, sondern auch für Teehäuser und wieder aufgebaute chinesische Gebäude der Ming- und Qing-Dynastie drum herum bekannt ist.

Shanghai - Schauen, Shoppen, China
Die nach alt getrimmten Gebäude sind eine Art Shopping Center, in dem man alles mögliche bekommt und z.B. Mitbringsel (Tee, Kalligrafie-Sets, Kunsthandwerk, Gemälde, Seidenschals, Kleidung, Süßigkeiten, usw.) kaufen kann. Außerdem gibt es dort Teehäuser, sehr viele Restaurants und Fast Food, westlich und chinesisch.

Auf einem Platz waren Stände aufgebaut, die verschiedene frisch zubereitete Imbisse aus verschiedenen Regionen Chinas feilboten. Da konnte ich natürlich nicht widerstehen und habe einiges gekauft und verspeist. Frisch zubereitet, ein Genuss!

Chinesische Leckereien
Teigtaschen, mit Gemüse gefüllte Pfannkuchen, fritierte Fladen, Suppen, usw. - chinesische Garküche vom feinsten. Man sieht auch auf den ersten Blick, dass die Brühe auf dem zweiten Foto recht gehaltvoll ist. ;-) Wenn Ihr die Fotos noch größer sehen wollt, drauf klicken!

Für den Yu-Garten war es schon zu spät, aber wir sind noch kurz in einen daneben liegenden Tempel, was ja auch immer interessant ist.

Shanghai - Tempel
Es ist ein daoistischer Tempel, und zwar der des Stadtgottes, der die Stadt und deren Bürger beschützen soll. Während der Kulturrevolution zerstört, jahrelang gemieden, ist er jetzt wieder ein Treffpunkt vieler Chinesen, die Räucherstäbchen anzünden und sich vor dem Gott des Reichtums oder des Wissens verbeugen und beten. Schaden kann's ja nicht und interessant zu beobachten finde ich das auch.

Danach freuten sich die Beine auf etwas Ruhe und wir waren froh, dass wir zufällig in einem der Teehäuser eine Dachterrasse mit sensationeller Aussicht fanden.

Eine chinesische Teezeremonie (30 Yuan) war genau das richtige zum Ausspannen und gegen den Durst.

Hier ist man auf Ausländer eingestellt: Eine junge Dame informierte auf Englisch über die verschiedenen chinesischen Teesorten, die sie frisch für uns aufgoß und die man natürlich auch alle probieren konnte. Interessant immer die Jasmintees mit Blüten, die sich farbenfroh öffnen (in den Weingläsern), Oolong-Tee aus Tonkännchen, schwarze und grüne Tees. Klasse. Wer mag, kann danach gleich Tee einkaufen.



Und: Ist dieser Ausblick von meinem Tisch aus nicht ein Traum???

Shanghai - Blick vom Teehaus auf die Wolkenkratzer
Nachtrag 2016 mit einer Warnung: Inzwischen kommt es wohl häufiger vor, dass Touristen mit solchen Teezeremonien geneppt werden und nachher viel mehr bezahlen müssen als sie vorher gedacht hatten. Bitte informiert Euch vorher genau, was es kosten soll und werdet auch mal laut, wenn es anders läuft als vereinbart. Vielleicht lasst Ihr Euch aktuell einen Tipp geben, wo man hin kann (mein Besuch ist ja schon etwas länger her.) Siehe auch unten in den Kommentaren.

Danach wurde es dunkel, wir sind noch in das französische Viertel, in dem man schön bummeln kann (Platanen säumen die Straßen, zwischen Neuem findet man interessante alte Häuser) und das vielfältigste Restaurants und Bars bietet. Davon habe ich keine Fotos. Mit dem Taxi ging's abends zurück.

Modernes Pudong, Kolonialgebäude und Bund, authentisches chinesisches Streetfood, Tempel, Altstadt mit Tee, französische Konzession: Shanghai an einem Tag. Das war so ziemlich die perfekte Tour.

Es gibt natürlich auch noch vieles anderes zu sehen, aber mehr bringt man an einem Tag kaum unter.

Weitere Tipps für Shanghai und Tagesausflüge von Shanghai aus habe ich hier zusammengestellt.

Samstag, 18. August 2012

Plauen im Vogtland

Plauen liegt im Südwesten Sachsens an der A72 und ist über drei Autobahnausfahrten gut erreichbar. Wenn man von Norden aus Leipzig kommt, fährt man die A9 und ab Ausfahrt Schleiz über Land.

Ich hatte nach einem geschäftlichen Termin noch die Zeit, kurz durch die Innenstadt zu bummeln. Das Wetter war so super, dass ich mit meinem Smartphone ein paar Fotos geschossen habe, die zwar nicht so toll sind, aber trotzdem einen ersten Eindruck vermitteln.

Plauen AltmarktHier ein Foto des Altmarkts. Der Rathausturm im Hintergrund fällt durch das blaue Ziffernblatt auf. Das Haus links ist das alte Rathaus, darin befindet sich das Plauener Spitzenmuseum.

Plauen hat knapp 70.000 Einwohner und ist damit die fünftgrößte Stadt Sachsens. Die Hauptstadt des Vogtlandes ist als Stadt der Spitze bekannt und gelangte durch die aufstrebende Textilindustrie vor über 100 Jahren zu Reichtum.

Das merkt man an vielen Stellen, trotz großer Kriegsschäden finden sich viele beeindruckende Gebäude. Hier im Hintergrund ein Blick auf das ehemalige Kaufhaus Tietz (Hermann Tietz - setzt mal die Anfangsbuchstaben zusammen...;-)), das derzeit zum Landratsamt umgebaut wird.



Mit der Straßenbahn legt man auch größere Strecken bequem zurück.



Es gibt auch einen Sonderwagen für Feierlichkeiten, die sog. Bier-Elektrische, die hier auf dem Foto ist. Im Hintergrund eine Shopping Mall, mitten in der Stadt.

Am 7. Oktober 1989 versammelten sich in Plauen erstmals tausende Menschen und forderten Reformen in der DDR, nachdem Tage zuvor Züge mit Botschaftsflüchtlingen aus Prag durch Plauen Richtung Hof fuhren.

Die Demonstration verlief zum Glück friedlich und wurde wöchentlich bis zu den ersten freien Wahlen im März 1990 wiederholt. Viele Plauener sind stolz darauf, diese wichtige Rolle in der Wendezeit gespielt zu haben.


Am Ampelmännchen merkt man auch, dass man sich im Osten der Republik befindet.

Inzwischen wurde viel renoviert und die verschiedensten Sehenswürdigkeiten sowie ein Bummel durch die Stadt lohnen.





Zur Erfrischung zwischendurch kann ich Pieschel's Eisdiele empfehlen, seit 1938 eine Institution. Das Eis schmeckt wirklich hervorragend.

Eis von Pieschel's

Über das Vogtlandmuseum gelangt man auch ins Erich-Ohser-Haus und die Galerie e.o.plauen.

e.o.plauens Vater und Sohn Hier kann man u.a. die Vater und Sohn Geschichten anschauen und mehr über den bekannten Cartoonisten erfahren.

Vater und Sohn waren trotz des heißen Wetters in warme Strickkleidung eingepackt. ;-)














In der Nähe lädt dann der Biergarten von Plauens ältester Gastwirtschaft ein.

Biergarten MatschDas Matsch existiert seit 1503, ist stolz darauf, dass Goethe hier nicht einkehrte und bietet Gasthaus, Pension, Café und Biergarten.

Auch das Malzhaus, ein wenig weiter, lädt in einen Biergarten mit schöner Aussicht und zudem zu Konzerten und Veranstaltungen.

Für kulturell interessierte bietet das Vogtlandtheater regelmäßig Oper, Konzert und Ballett bis hin zu Operette, Musical und Schauspiel.

Ich bin öfter in Plauen und kann die Stadt nur empfehlen. Viel zu sehen, gemütlich, interessant, nette offene Menschen, gute Einkaufsmöglichkeiten, Theater, Museen, viele Kneipen und Restaurants.

Die Lebensqualität ist hoch, es gibt nahe der Stadt Stauseen mit Möglichkeit zum Baden, das Vogtland bietet schöne Wandergebiete, außerdem ist das Leben in Plauen und der Region äußerst erschwinglich. Immobilien in Plauen gelten noch als Geheimtipp mit viel Potential. So finden sich in Plauen immer mehr Rentner, die ihren Lebensabend in schöner Umgebung in komfortablen und bezahlbaren Wohnungen verbringen. Daneben ist die Stadt für Auszubildende (viele Schulen), Familien und eigentlich alle lebenswert.

Und für einen Kurzurlaub eignet sich das Vogtland mit Plauen sowieso. Neben Hotels und Ferienwohnungen gibt es auch eine Jugendherberge mitten im Stadtzentrum.

Zum Weiterlesen:

Dienstag, 7. August 2012

Langes Wochenende auf Usedom

Ich hatte beruflich in Berlin und im Norden Polens zu tun und beschlossen, dass es sich nicht lohnt, zwischendrin heim zu fahren. So habe ich das Wochenende und das halbwegs sommerliche Wetter genutzt, einen Abstecher an die Ostsee zu machen.

Naheliegend war dafür natürlich die Insel Usedom, eine der sonnenreichsten Regionen Deutschlands. Usedom liegt in der Pommerschen Bucht an der südlichen Ostsee. Sie ist durch den Peenestrom und das Stettiner Haff vom Festland getrennt, die Swine/Świna trennt sie von der Nachbarinsel Wollin in Polen.

Hotel auf Usedom 


Erst dachte ich an ein Hotel oder eine Pension auf der westlichen Seite in einem der schönen Seebäder Mecklenburg-Vorpommerns. Als ich die hohen Preise sah, kam ich schnell auf die gute Idee, auch im polnischen östlichen Teil Usedoms zu suchen. Die Hafenstadt Świnoujście (Swinemünde) ist sehenswert und das Hampton by Hilton nahe der Grenze ideal gelegen, also habe ich dort gebucht.



Ich hatte sowohl meinen Mann als auch unsere Fahrräder eingepackt, was ideal war. Das Auto parkten wir in der Nähe des Hotels, vor Ort bewegten wir uns vor allem mit den Rädern fort. Das Hotel vermietet übrigens auch Fahrräder, man braucht also keine mitzuschleppen.



Das Hotel ist nicht weit von der schönen Ostseeküste gelegen, nur 1,5 km von der deutschen Grenze entfernt. Zum Zentrum von Swinemünde gelangt man nach wenigen Minuten Fußweg oder auch bequem mit dem Fahrrad. Einkaufsmöglichkeiten sind ebenfalls in der Nähe. In ca. 15-20 Gehminuten erreicht man den Strand und die Promenade. Der Busbahnhof zur Usedomer Bäderbahn befindet sich unmittelbar beim Hotel.



Uns hat das Hotel sehr gefallen, es ist modern eingerichtet, das Personal war freundlich, das inkludierte Frühstück vielseitig und gut. Nur der Internet-Accesss war zum Arbeiten etwas zu langsam. Das Publikum war gemischt, Familien auf Urlaub, Geschäftsreisende, verschiedene Nationen.



Das Hotel war für uns sehr angenehm, man merkte aber an ein paar Kleinigkeiten, dass es noch neu war und die Mitarbeiter noch nicht 100%ig eingearbeitet waren. Dazu kamen kleine Pannen, was Infrastruktur anging: Bei Gewitter fielen Fernsehbild und WLAN kurzzeitig aus, was verständlich ist. An einem Abend hakte das Wasser und spuckte braune Brühe, so dass ich das Duschen verschieben musste. Alles kein Beinbruch. Ich würde das nächste Mal wieder hin.

Radeln und Baden auf Usedom 


Usedom eignet sich super zum Fahrradfahren! Ein gut ausgebautes Radwegenetz, eine 12 km lange Strandpromenade, Ebene und leichte Hügel fordern nicht allzu viel an Kondition. Kleinigkeiten zu essen oder etwas zu trinken gibt es überall. Impressionen von den Radwegen und der Strandpromenade finden sich hier beim Samstag.





Tipps für einen Urlaub an der Ostsee


"Ostsee muss man mögen" - diesen Satz hört man immer wieder. Sonnensicher ist hier nichts, es ist nicht so warm wie am Mittelmeer, es regnet öfter. Eine Geschmackssache. Hier ein paar Tipps, damit Ihr nicht alle Erfahrungen selber machen müsst. Und für mich, als Merker fürs nächste Mal. :-)
  • Unterkunft zur Hauptsaison rechtzeitig buchen 
  • Regencape mitnehmen
  • Mückenspray und Salbe für juckende Mückenstiche
  • Sonnencreme und Badezeugs
  • Strandkorb (nur in Deutschland) mieten oder Strandmuschel mitnehmen oder dort kaufen, gegen den Wind
  • Fischrötchen essen!
  • Für Usedom: Polnische Zloty organisieren (Geldautomat)
  • Sportgeräte

Ideen für ein langes Wochenende 


Hier die einzelnen Tage des Wochenendes mit weiteren Fotos und Informationen darüber, was man auf Usedom alles unternehmen kann.


Mir hat es gefallen, die Insel Usedom hat viele Facetten, von klassischer Bäderkultur über polnisch geprägtes Leben, Natur, Sandstrand, Meer und Möglichkeit zum Radeln.

Montag, 6. August 2012

Hafenrundfahrt ab Świnoujście

Zwischen meinen geschäftlichen Terminen war noch Zeit für eine kleine Bootsfahrt.

Ab dem Stadthafen geht die Hafenrundfahrt auf der M/S Chateaubriand ab 14:30 Uhr zu vielen am Wasser gelegenen Sehenswürdigkeiten los. 24 km in 2 Stunden Fahrzeit mit  mit deutschsprachiger Reiseleitung.



Die Fahrt war schön entspannend und interessant. Außerdem war das Wetter wieder besser, ab und zu kam sogar die Sonne heraus, so dass danach ein kleiner Stadtbummel drin war.



Empfehlenswert sind die vielen Cafés, in denen man neben gutem Kaffee auch aus einer große Auswahl an Kuchen und Torten wählen kann.


Abends bin ich dann wieder nach Ahlbeck. Hier ein Blick von der Seebrücke Ahlbeck in Richtung Sonnenuntergang.



Das hier ist ein Foto der Vorspeise meines Menüs im Restaurant Kaiserblick in Ahlbeck.



Dies ist Teil meines Reiseberichts über ein langes Wochenende auf Usedom. Details dazu und weitere Tipps finden sich hier.

Sonntag, 5. August 2012

Świnoujście (Swinemünde)

Swinemünde, auf polnisch Świnoujście, ist mit etwa 40000 Einwohnern die größte Stadt der Insel Usedom, wobei einige Teile der Stadt sogar auf der Nachbarinsel Wollin liegen. Bekannt ist Świnoujście für den herrlichen breiten Sandstrand.





Baustelle - Hier kommt noch was...


Dies ist Teil meines Reiseberichts über ein langes Wochenende auf Usedom. Details dazu und weitere Tipps finden sich hier.

Samstag, 4. August 2012

Radtour auf Usedeom

Nach einem ersten Kaffee auf dem Hotelzimmer (ich liebe es, wenn es Wasserkocher auf dem Zimmer gibt!) sind wir ins Erdgeschoss und haben dort in Ruhe gefrühstückt.



Als nächstes haben wir die Räder aus dem Auto geladen und sind in Richtung Wasser gefahren, um uns umzuschauen. Hier ein paar Impressionen der polnischen Seite:





Die längste Strandpromenade Europas verbindet Bansin, Heringsdorf, Ahlbeck und Swinemünde/Swinoujscie heißt. Sie lässt sich zum größten Teil auch mit dem Fahrrad abfahren.

Der Hauptradweg (alles ist gut beschildert) führt dann ein wenig landeinwärts durch Kiefernwälder in Richtung Westen.



Die grenzüberschreitende Promenade liegt an der ehemaligen Grenze zwischen den beiden Staaten und ist der längste Fußgänger-und Fahrradweg Europas an der Küste. Sie verbindet das deutsche Seebad Ahlbeck mit der polnischen Stadt Świnoujście (Swinemünde) und geht durch drei Kaiserbäder aus preußischer Zeit: Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck. Die Promenade erstreckt sich über eine Gesamtlänge von 12 km. Hier die Grenze.



Ein Stahlstreifen in der Mitte der Promenade markiert als Symbol der Einheit die ehemalige Grenze zwischen Deutschland und Polen. Ich finde es immer wieder faszinierend, dass wir heute ohne Grenzkontrollen so oft von einer Seite auf die andere können, wie wir wollen.



Entlang der Promenade gibt es einige Toiletten und Rastplätze. Ein Schwerpunkt wird dabei auf erneuerbare Energie gelegt, gefördert von der EU als sog. Europapromenade, eine Menge Solarkollektoren sind zu sehen. Die damit erzeugte Energie wird für die Beleuchtung der gesamten Promenade und der neu eingerichteten Rastplätze und Sanitäranlagen eingesetzt.

Hier die Ostseeküste an der deutschen Seite. Man erkennt das sofort an den typisch deutschen Strandkörben, die es nicht nur an der Nordsee, sondern auch an Stränden der Ostsee gibt. Es gibt übrigens auch extra Strände für Hunde oder natürlich auch FKK-Strände.



Die Strecke geht entlang der Küste und führt durch ein Seebad nach dem anderen, jeweils mit markanten Seebrücken, hier die Seebrücke Heringsdorf. Man sieht schon, dass es vom Wetter her etwas durchwachsen war.



Die Seebäder haben auch wunderschöne gepflegte Parks und natürlich diese traumhaften typischen Häuser, so wie hier.





Nach so viel Schauen war uns nach einem Imbiss. Fündig wurden wir direkt am Radweg am Café Eisdiele Wille an der Strandpromenade Heringsdorf, unter freiem Himmel.

Imbiss im Café Eisdiele Wille, Strandpromenade Heringsdorf

Danach ging es weiter, irgendwann war die Promenade zu Ende und wir sind durch Ferien- und Wohngebiete bergauf weiter westlich gefahren, kamen über eine Treppe und durch einen Wald in etwas mehr Natur.



Von dort sind wir auf einem abenteuerlichen Pfad (Fahrrad tragen war angesagt) wieder runter auf Meeresniveau, um auf dem dort sehr leeren Strand unsere Decke auszubreiten und uns ein wenig zu sonnen.



Leider fing es dann doch an zu regnen. Die Rückfahrt durch mehr oder weniger heftige Regenschauer war dann nicht so schön. Teils haben wir uns untergestellt, als es richtig prasselte. Aber irgendwie mussten wir ja wieder zurück.



Auf der polnischen Seite an der Promenade ist die Auswahl an Bars, Grills, Restaurants usw. riesengroß. Es gibt mehr Leben als im Westen, eine gewisse Jahrmarktatmosphäre, bei der auch Kinder ihren Spaß haben.



Ich mag ja diese polnischen Teigtaschen, Pierogi genannt. Links eine herzhafte Variante und rechts eine süße. Dazu gab's Bier vom Fass.



Abends hörte der Regen wieder auf. Der Blick auf die Ostsee ist traumhaft. Viele Menschen haben Himmelslaternen steigen lassen, die man schön beobachten konnte.



Dies ist Teil meines Reiseberichts über ein langes Wochenende auf Usedom. Details dazu und weitere Tipps finden sich hier

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