Montag, 12. Dezember 2005

Impressionen Hongkong

Anfang Dezember 2005 war ich beruflich für ein paar Tage in Hongkong, Guangdong und Macao.

Flug mit Cathay Pacific ab Frankfurt. Vom Flughafen Hongkong kann man mit der Bahn bequem ins Zentrum fahren. Auch direkte Busse gibt es, diese sind billiger und man sieht mehr. Am sehr schönen und übersichtlichen Flughafen kann man sich bei der Anreise direkt mit Stadtplänen und Bargeld (Geldautomaten) ausrüsten.

Vom Wetter her ist Hongkong im Dezember eher kühl, knapp 20 Grad, je nachdem. Klimaanlagen funktionieren als Heizung nicht so besonders, so dass ich immer etwas warmes zum Anziehen mitnehme. Natürlich kann man dort auch gut und preisgünstig Winterpullis usw. kaufen. Hongkong ist immer noch ein Shopping-Paradies. :-)

Mitten in Kowloon findet sich der Kowloon-Park, hier ein Foto davon:

Kowloon-Park, Hongkong

Zum Entspannen ist auch ein Ausflug nach Stanley schön.

Es gibt dort nette Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten. Daneben findet man dort einen schönen Ausblick aufs Meer und etwas Ruhe.








Interessant finde ich immer den Weihnachts-Overkill: Es gibt ein Hongkong "WinterFest", die Wolkenkratzer sind bunt geschmückt, die Shopping Malls weihnachtlich dekoriert - und draußen hat es 20 Grad plus.

Hier ein Blick von Kowloon hinüber nach Hongkong Island am Abend.


Sonntag, 11. Dezember 2005

Tagesausflug nach Macau

Von Honkong aus lässt sich problemlos ein Tagesausflug (oder Halbtagesausflug) nach Macau (澳門 mit Langzeichen, auf hochchinesisch Àomén, oder auf englisch Macao) unternehmen.

Mein letzter Besuch dort ist 15 Jahre her, damals bekam ich noch einen portugiesischen Einreisestempel in meinen Pass. Inzwischen gehört Macao als Sonderverwaltungszone zu China. Macau liegt nur gut 50 km entfernt von Hongkong im Westen, am Perlflussdelta. Da Macau bis 1999 eine portugiesische Kolonie war (bei der Rückgabe an China bekamen übrigens alle Einwohner einen portugiesischen Pass), findet man noch einige Sehenswürdigkeiten aus der Kolonialzeit.



Neben Tourismus ist Macau schon seit Jahrzehnten vor allem für legales Glücksspiel bekannt; hier wird mehr Geld umgesetzt als in Las Vegas. Macau ist relativ hoch entwickelt. Es gibt einige Speedboats und auch Fährverbindungen zwischen Hong Kong Island, Kowloon und dem Hongkonger Flughafen nach Macau. Man sitzt während der ca. einstündigen Fahrt in einem klimatisierten Saal mit bequemen Sitzen.

Macau Tower


Zur ersten Orientierung in der Stadt empfehle ich einen Besuch des Fernsehturms Macau Tower. Ich habe mich mit dem Taxi hinbringen lassen. Man kann in Macau übrigens problemlos mit dem Hongkong Dollar bezahlen.



Sonntag, 30. Oktober 2005

Wochenende in Qingdao

Da mein beruflicher Termin in Shanghai vom Ende her etwas offen war und es am Freitag zudem keine günstigen Rückflüge gab, buchte ich meinen Rückflug nach Deutschland erst auf Montag. So hatte ich das Wochenende frei und beschloss, statt weitere Tage Smog in Shanghai auszuhalten lieber nach einer Alternative zu suchen.

Zum Glück hatte ein Bekannter eine gute Idee: Ab Shanghai gibt es viele Direktflüge (Hin- und Rückflug zusammen ca. 80,- Euro) nach Qingdao, so dass man am Samstag früh hin und am Montag früh zurück kann, um auf der grünen Insel (das wäre die wörtliche Übersetzung von 青島) bei frischer Meeresluft das Wochenende zu verbringen und ein wenig einzutauchen in diese interessante Stadt, die hierzulande als ehemalige deutsche Kolonie bekannt ist.

Qingdao (bzw. Tsingtau)


Von 1898 bis 1914 war Qingdao (mit der alten Wade-Giles-Umschrift Tsingtao) eine Kolonie des Deutschen Reichs; daher ist der eingedeutschte Name Tsingtau bekannt. Obwohl die Millonenstadt in der Provinz Shandong auf den ersten Blick wie eine typische moderne chinesische Großstadt wirkt, erkennt man an einigen Gebäuden noch den deutschen Einfluss. In der Mitte des folgenden Fotos sieht man die 1910 gebaute evangelische Kirche.

Qingdao, China

Die jüngere Generation kennt die Stadt eher vom bekannten Tsingtao Bier, dessen Wurzeln auch auf jene Zeit zurück gehen, da gab's früher mal eine Germania-Brauerei, so hießen zu jener Zeit viele Brauereien.

Diese Germania-Brauerei wurde 1916 an eine japanische Brauerei verkauft, übereignet oder was auch immer. Während meines Studiums habe ich gehört, dass die bayerischen Braumeister während des Ersten Weltkriegs als Kriegsgefangene nach Japan kamen und den Japanern beigebracht haben, wir man Bier braut. Eine belastbare Quelle dazu fehlt mir außer meiner Erinnerung (Lehrstuhl für Sinologie und Japanologie Erlangen) allerdings. Wie auch immer, das lokale Bier gibt es natürlich auch in Qingdao zu trinken. :-)

Impressionen aus Qingdao


Sonntag, 16. Oktober 2005

Impressionen aus Wuhan

Zentral und verkehrsgünstig gelegen, zählt Wuhan (武漢市) eher zu den Städten Chinas, die man besucht, weil man zufällig durch kommt oder es auf dem Weg liegt - entweder von Norden nach Süden mit der Bahn oder von Westen nach Osten, wenn man auf dem Changjiang (长江 Langer Fluss, auch Yangzi, Yangtse oder Jangtsekiang) mit dem Schiff unterwegs ist.

Wuhan, die Hauptstadt von Hubei 


Wuhan ist die Hauptstadt der Provinz Hubei (was nördlich des Sees bedeutet; südlich liegt die Provinz Hunan), sie befindet sich an der Mündung des Hanshui in den Yangzi. Die Region ist durch Wasser gepragt, es gibt sehr viele kleine Seen. Das Stadtgebiet besteht aus Wuchang, Hankou und Hanyang; die drei Städte wurden 1953 zusammen geschlossen - seitdem heißt es Wuhan.



Aufgrund der idealen Lage ist klar, dass die Stadt eine lange Geschichte hat. In Funden hat man festgestellt, dass vor 3.000 Jahren hier bereits Menschen lebten, während der Han-Dynastie war der Hafen bereits bedeutend und die Pagode des gelben Kranichs geht zurück auf das Jahr 223 n. Chr. und die Zeit der streitenden Reiche. Die Stadt hat sich aufgrund ihrer Lage weiter entwickelt und hatte bis Mitte der 1930er Jahre Konzessionsgebiete, was man an einigen Kolonialgebäuden noch erkennen kann.

1911 begann mit dem Wuchang-Aufstand die Chinesische Revolution und der Niedergang der kaiserlichen Zentralregierung in Peking. Wichtig war in den Jahren danach, wer Zugriff auf die Bahnlinie hatte; die Zeiten waren unstet. 1937 wurde Hankou Chiang Kai-Sheks Regierungssitz und faktische Hauptstadt Chinas. 1938 fand eine mehrmonatige Schlacht um Wuhan statt, bis die Japaner sie eroberten.



Samstag, 8. Oktober 2005

1 Woche Bali

Eine erholsame Woche auf Bali vom 01.10. bis 08.10.2005. Ich hatte zwischen geschäftlichen Terminen eine Woche Leerlauf, in der ich in der Region Zeit verbringen wollte, um mir den Fernflug und die Zeitverschiebung zu ersparen.

Wegen der chinesischen Feiertagswoche (Golden Week) war es nicht einfach, Flüge und Hotel zu bekommen; die ganze Region ist zur Zeit des chinesischen Nationalfeiertags voller reisender Chinesen, die frühzeitiger als ich gebucht haben.

Reisfelder auf Bali

Über ein kleines Reisebüro in Hongkong (online war nichts mehr zu finden) gelang es uns, bei Cathay Pacific Holidays das sog. Deluxe Bali Package zu buchen. Es beinhaltete den Flug Hongkong-Denpasar-Hongkong in der Business Class sowie das Hotel in Bali und den Transfer.

Hier die Links zu den einzelnen Berichten:
(hier fehlt noch einiges)

Sonntag, 2. Oktober 2005

Ausspannen im Hotel Laguna, Nusa Dua

Heute war Ausspannen im Hotel und ein Rundgang in der Gegend dran.

Ich mag Spaziergänge, um das Umfeld zu erkunden und die Atmosphäre in Ruhe auf mich einwirken zu lassen.



Nach anstrengenden Wochen mit viel Arbeit tut es gut, mit einem Buch am Strand oder Pool zu liegen und zu entspannen.

Nett fand ich die kleinen Hörnchen, die gerne zu Besuch kamen.

In Marschierentfernung findet man einige Läden und auch einfache, angenehme Restaurants, in denen man gut essen kann.

Eine neue Shopping Mall wurde gerade gebaut und dürfte inzwischen lange fertig sein.

Der Überblick über meine Reise nach Bali findet sich hier.

Samstag, 1. Oktober 2005

Flug nach Bali und Fahrt zum Hotel in Nusa Dua

Heute ging der Flug von Hongkong nach Bali. Täglich finden mehrere Direktflüge statt. Mein Hotel war in Kowloon und ich bin diesmal mit dem Bus zum Flughafen. Ich mag das, weil man etwas erhöht sitzt und entsprechend viel sieht.

Kowloon, Hongkong

Hier ein Foto von der Fahrt zum neuen Flughafen Hongkongs. Ich finde, dort gibt es eine interessante Infrastruktur, alles ist modern, groß, spannend.

Fahrt zum Flughafen Hongkong

Der Flughafen war sehr voll, da wegen der chinesischen Golden Week viele Geschäftsleute in ihre Heimat und viele Chinesen in den Urlaub fliegen.

Flughafen Hongkong

Flug mit Cathay Pacific 


Der Flug mit Cathay Pacific war wie erwartet sehr angenehm. Da wir relativ kurzfristig buchen mussten, gab es nur noch Flüge in der Business Class. Das gefällt mir in der Boeing 747 besonders, weil man dann oben sitzen darf. :-)

Sonntag, 8. Mai 2005

1 Woche Nordindien und Abu Dhabi

Die erste organisierte Rundreise meines Lebens... Im Newsletter von Gebeco fand sich ein interessantes Angebot: "8-Tage-Erlebnisreise nach Nordindien" für 777,- €. - Perfekt, um einen ersten Eindruck dieses faszinierenden Landes zu gewinnen, dachte ich mir und habe mich im Freundeskreis umgehört, wer Lust hat mitzukommen.





Ich habe die Reise mit drei Freundinnen gemeinsam gebucht und wir sind zusammen gereist. Insgesamt bestand die Reisegruppe aus 12 Personen.

Die Etappen der Indien-Rundreise


Durch den Aufbau dieses Blogs (aktuelle Einträge vorne) kommt die Reise jetzt in umgekehrter Reihenfolge. Über die folgenden Links gelangt man direkt zu den einzelnen Reisetagen.

Gut gefallen hat mir diese Info aus dem Reiseprospekt:

"Dem Taj Mahal ganz nah. Delhi, pulsierende Metropole zwischen Mittelalter und Moderne, Jaipur, Hauptstadt des Fürstenstaates Rajasthan mit dem „Palast der Winde“ und schließlich Agra, Heimat des unvergesslichen „Taj Mahal“ – gewinnen Sie einen Einblick in die Vielfalt und Faszination Indiens auf dieser Reise durch das Goldene Dreieck Indiens."

Das war mein Ziel, ich wollte einen ersten Eindruck, einen Einblick in dieses komplexe große Land und seine Kultur gewinnen.

Infos und Tipps für die Indien-Rundreise:


  • Als Einstieg für den ersten Eindruck zu dem Preis fand ich die Reise sehr gut geeignet.
  • Insgesamt habe ich für die Reise ziemlich genau 1.000 € ausgegeben, inkl. Essen, Getränken, Trinkgeldern, Souvenirs und Filmentwicklung.
  • Nachteil waren einige Butterfahrt-ähnliche Verkaufsshows.
  • Die meisten (ich nicht...) hatten irgendwann mal Durchfall, 2 Teilnehmer Lebensmittelvergiftung nach europäischem Essen im Hotel. Ich hatte mir etwas Indisches bestellt und das gut vertragen. Also bitte lokale Gerichte essen, gerne auch scharf.
  • Geld haben wir in Hotels gewechselt. Geldautomaten lagen nirgends auf der Strecke.
  • In Indien gingen unsere deutschen Handys überall.
Unsere Haupt-Impressionen aus Indien sind neben ständigem Trinkgeld-Geben: Pinkelnde Männer (am Straßenrand und überall) und Kuhfladenbauwerke... ;-)

Samstag, 7. Mai 2005

Abu Dhabi, Rückflug

Vormittags sind wir an den Beach Club, zum Sonnenbaden und Schwimmen im Persischen Golf. Das Wasser und der Strand waren sehr angenehm und warm.

Es tat gut, nach so viel Sightseeing und Dreck die letzten Tage etwas zu relaxen und eine so aufgeräumte und entspannte Stadt ohne Bettler und Trinkgeldjäger zu erleben. Ein schöner Abschluss der Reise also.

Dann ging es mit dem Flugzeug zurück nach München.

Dies ist Teil eines Berichts über eine organisierte Reise nach Indien mit Zwischenstopp in Abu Dhabi - mehr dazu hier.

Freitag, 6. Mai 2005

Delhi, Flug nach Abu Dhabi















Es ging um 9:00 Uhr los, angesagt war die Besichtigung von Delhi. Erst die Freitags-Moschee Jami Masjid, danach die imposante Gandhi-Gedenkstätte (s.o.), dann ein Fotostopp am Indian Gate (s.u.) und das Parlament.

So konnte man noch einmal einen Eindruck der Stadt erhaschen, in der Altes und Neues auf so interessante Weise aufeinander treffen.

Fahrt zum Flughafen. Um 13 Uhr kamen wir dort an, eingecheckt, Passkontrolle und durch in den Abflugbereich. Dort gibt es sehr wenige Möglichkeiten, noch sein getauschtes Geld loszuwerden. Einen sehr guten indischen Rum habe ich gekauft.

Ich hatte aus Versehen mein Taschenmesser im Handgepäck, das wurde mir nicht abgenommen, sondern ging netterweise als normales Gepäck mit - wir brauchten es abends im Hotel, um die Schnüre, die sie an unsere Koffer gemacht hatten, durchzuschneiden. ;-)

Flug nach Abu Dhabi. Dort haben wir 2 Stunden verloren, weil Etihad und Gebeco wohl Kommunikationsprobleme hatten und keiner da war, der uns ins Hotel brachte.

Abu Dhabi war im Vergleich zu Indien natürlich ein großer Kontrast, wir haben es abends noch etwas erkundet, sind mit dem Taxi bis zur Marina Mall, eine große Mall am Meer, in der man alles findet, was der moderne Mensch so gewohnt ist: Ikea, Starbucks und Carrefour...

Neben der Mall liegt das Emirate Palace, das gerade neu fertig geworden war und das von außen auch sehr beeindruckend aussieht. Es liegt direkt am Strand. Im Marina Club daneben nahmen wir 2 allein reisenden Frauen kurz vor Mitternacht ein Bananen-Shake und einen Marina Cocktail (mit Früchten und Eis, ohne Alkohol, da islamischer Staat) zu uns.

Uns fiel auf, dass die Leute alle sehr nett, gastfreundlich und hilfsbereit waren. Unsere Frage an den Hoteldirektor, bevor wir loszogen, ob es denn sicher sei, rief Staunen hervor... Wir fühlten uns auch sehr sicher und es war angenehm, seine Ruhe zu haben.

Dies ist Teil eines Berichts über eine organisierte Reise nach Indien mit Zwischenstopp in Abu Dhabi - mehr dazu hier.

Donnerstag, 5. Mai 2005

Taj Mahal Agra, Sikandra, Delhi

Agra - beim Klang dieses Ortsnamens denkt man unweigerlich an an Indiens berühmtestes Bauwerk: Das Taj Mahal zieht jährlich Millionen Besucher an und war auch ein Höhepunkt unserer Reise.

Um 8 Uhr ging es los mit dem Bus in Richtung Taj Mahal. An einem Parkplatz unweit der Anlage muss man umsteigen in elektrisch betriebene Busse, Grund sei Umweltschutz in der Nähe der Sehenswürdigkeit.

Beeindruckend ist der Augenblick, wenn man von der Gartenanlage durch ein rotes Torgebäude tritt und unvermittelt das Taj Mahal sieht - so wie man es von den Fotos kennt.







Ein paar Sätze aus meinem Reiseführer:
Die bis ins kleinste Detail beachtete Symmetrie der Formen - sowohl des Mausoleums wie auch der Gesamtanlage - rundet sich beim Betrachter zu einem Eindruck perfekter Harmonie.

Mit dem Bau dieses prachtvollen Grabes wollte der Kaiser Shah Jahan seiner Lieblingsfrau Mumtaz Mahal, die 38jährig bei der Geburt ihres 14. Kindes starb, ein Denkmal setzen.
Wir konnten das Taj Mahal sehr lange besichtigen und überall herummarschieren und schauen.

Das Bauwerk ist vollständig mit weißem Marmor aus Rajasthan verkleidet. Gut gefallen haben mir auch die feinsten Einlegearbeiten aus Halbedelsteinen. Sehr beeindruckend.
















Interessant fand ich, dass viele Inder sich mit uns gemeinsam fotografieren lassen wollten. :-)








Am Anfang war es noch relativ leer, später kamen immer mehr Besucher. Es ist also sinnvoll, am frühen Morgen hierher zu kommen.















Weiter ging es Richtung Delhi auf einer Art Autobahn. Fotostopp in Sikandra.

In Delhi haben wir den Qutub-Minar besichtigt, den ich auch sehr beeindruckend fand.






















Dies ist Teil eines Berichts über eine organisierte Reise nach Indien mit Zwischenstopp in Abu Dhabi - mehr dazu hier.

Mittwoch, 4. Mai 2005

Fatehpur Sikri und Rotes Fort Agra

Los ging es um 7:00 Uhr, davor kurzes Frühstück. Busfahrt diesmal nicht über die Autobahn, sondern über eine Hoppelpiste, was für die kranken Teilnehmer kein Spaß war.



Wir fuhren durch kleine Dörfer, Landschaft, viel zu sehen. Am Straßenrand gab es massenhaft Steinmetz-Werkstätten, die aus Sandstein wirklich beeindruckende Werke schaffen und verkaufen. Auch Ziegeleien sieht man viele.

Besichtigung von Fatehpur Sikri:

Die verlassene Kaiserstadt, früher von Dschungel umgeben, Unesco-Weltkulturerbe.

Ich war begeistert!

Wir hatten zum Glück sehr viel Zeit, alleine durchzuschlendern und uns alles anzuschauen. Die Ruhe und Ausstrahlung der Gebäude war beeindruckend.












Außerhalb gibt es ein Siegestor und eine Moschee, diese sind voller Händler und bettelnder Kinder, was nach der Ruhe innerhalb und den den interessanten Gebäuden wieder anstrengend war. Es war auch sehr heiß.

Weiterfahrt nach Agra, ins Hotel gegen 15 Uhr. Bis 16:30 Uhr Freizeit, dabei haben wir erst schnell das Hotelzimmer gewechselt, das erste roch sehr modrig. Ich war kurz im Pool zum Schwimmen.

Besichtigung des Roten Forts von Agra, das ich auch sehr eindrucksvoll fand. Wir hatten genügend Zeit, um alleine herumzuspazieren.















An manchen Stellen kann man über den Fluss Yamuna einen Blick auf das Taj Mahal erhaschen, es war aber eher dunstig. Das Foto hier entstand im Roten Fort, im Hintergrund das Taj Mahal, im Vordergrund rechts ein paar schöne Details.







Dies ist Teil eines Berichts über eine organisierte Reise nach Indien mit Zwischenstopp in Abu Dhabi - mehr dazu hier.

Dienstag, 3. Mai 2005

Jaipur, Amber

Um 8 Uhr war Treff an der Rezeption, zuvor haben wir gefrühstückt, es war sehr voll, sehr viele chinesische Touristen. Interessant fand ich, dass zum Zubereiten von Pfannkuchen oder Eierspeisen in Indien zwei Personen benötigt werden: Einer schlägt die Eier auf, der andere macht den Rest – es gibt Menschen ohne Ende und ohne solche Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen wären wohl noch mehr arbeitslos...

Los ging’s, mit dem Bus nach Jaipur rein. Die auch "rosarote Stadt" genannte Stadt ist wirklich vor allem eins: Rosa!


Hawa Mahal (Palast der Winde), Jaipur
Als erstes sind wir zum Hawa Mahal („Palast der Winde“), der nur eine Fassade ist, aber trotzdem beeindruckend aussieht. Gegenüber durften wir aufs Dach, von dort hatte man einen schönen Ausblick darauf.

Das weltbekannte Gebäude diente dazu, den Haremsdamen den Ausblick auf die Straße zu ermöglichen, ohne selbst gesehen zu werden. Die Fenster und Balkone sind mit rosa Sandstein kunstvoll gestaltet und vergittert, aber so geschickt, dass trotz der Hitze ein wenig Luft zirkulieren kann. Von dieser Eigenschaft kommt der Name Palast der Winde (hawa heißt Wind, mahal bedeutet Palast). Der Hawa Mahal gehört zum riesigen Stadtpalasts der Maharajas von Jaipur.

Danach ging es weiter mit dem Bus nach Amber. Das Fort von Amber ist eine Festung mit Palast, deutlich erkennbar die für Nordindien typische Mischung von hinduistischen und moslemischen Einflüssen.

Fort von Amber nahe Jaipur, Indien
Vor dem Ziel hatten wir einen Fotostopp an einem See mit badenden bemalten Elefanten und einem wunderschönem Blick auf Amber, das malerisch auf einem Hügel liegt. Neben der Festung gibt es einen Festungswall, der mich an die chinesische Mauer erinnerte, weil er auch auf Bergkämmen entlang läuft.

Wer mag, kann für 10 € auf einem Elefanten zur Festung hoch. Wir wollten etwas Bewegung und sind gelaufen. So hatten wir auch Zeit, in einem kleinen Park die frechen Streifenhörnchen zu beobachten. Überall wimmelt es von Händlern, die einem alles mögliche andrehen wollen, feilschen ist angesagt, wenn man etwas möchte. So sollte ein Sonnenhut erst 10 US$ kosten, danach gab es ihn für 100 Rupien, ca. ein Fünftel.


Fort von Amber nahe Jaipur, Indien
Man hat einen schönen Ausblick auf die umgebende Landschaft.

Im Palast sind die Räume leer, Seidenteppiche und Möbel im Harem muss man sich dazu denken. Im Innern finden sich immer wieder beeindruckende Spiegelsäle mit Mosaikspiegelchen, detailreiche Steinarbeiten und viel Marmor. Eine wirklich beeindruckende Architektur.

Kunstvolles Inneres im Fort von Amber nahe Jaipur, Indien
Nach einer kurzen Mittagspause, in der die Gruppe in einem Hotel etwas zu essen bestellen konnte und wir außerhalb der Hotelmauern ein wenig vom "richtigen Indien" erfahren wollten, wurden wir zum City Palast von Jaipur gefahren. Dort bekamen dort wir eine Palastbesichtigung, erst außen, dann die Museen, immer in der Gruppe. In Teilen des Palasts wohnt übrigens noch die Familie des Maharajas. Die Führung war interessant. Das erste Museum hätte ich gerne länger besichtigt, aber das ist halt der Nachteil einer organisierten Reise.

City Palast von Jaipur
Bei diesen Sehenswürdigkeiten stehen überall historisch gekleidete Inder herum, die mit auf Fotos möchten und dafür Trinkgeld erwarten. Das ganze Land scheint von Trinkgeld zu leben.

Nach einem kurzen Besuch des Textilmuseums gab es ein weiteres Highlight: Das Planetarium Jantar Mantar im Süden des Palastkomplexes. Fotografieren kostet 50 R extra, Inder zahlen als Eintrittsgeld übrigens die Hälfte.

Planetarium Jantar Mantar in Jaipur, Indien
Man wird von Wissenschaftlern herumgeführt, natürlich hatte unser Reiseleiter auch hier wieder einen Bekannten, der sogar deutsch sprach und uns auch wirklich eine Menge interessantes zu berichten wusste. Diese Sternwarte aus der Zeit des Maharaja Jai Singh II., erbaut 1727 bis 1734 ist sehr gut erhalten. Sie besteht aus 16 (oder 18?) Instrumenten aus Stein- und Marmorbauten, mit denen man die Bewegung der Himmelskörper und die Uhrzeit messen kann. Man verwendet sie angeblich sogar heute noch, um Länge und Stärke des jährlichen Monsuns oder die Hitze des Sommers vorherzusagen. Das Planetarium fand ich sehr interessant. Herausragend auch die größte Sonnenuhr der Welt, die sogar eine Genauigkeit von 2 Sekunden anzeigt und die man auch beklettern kann – was wir taten.

Nächster Programmpunkt war ein individueller Spaziergang im Stadtzentrum, so konnte man etwas durch die Straßen in der Innenstadt mit ihren vielen kleinen Läden schlendern. Interessant, wieder ein Touch des normalen Lebens in Indien. Ich habe schwarzen Senf gekauft und viel geschaut. In einen Vishnu-Tempel sind wir kurz rein, aber wollten die singenden Gläubigen nicht stören bzw. irgendwie war es uns ein bisschen suspekt, man weiß selbst nicht genug über die Religion und man weiß auch nicht, was man mit den Leuten tun soll, die einem etwas erklären wollen, in diesem Land, in dem alle immer (wie viel?) Trinkgeld erwarten.

Jaipur, Indien
Ursprünglich wollten wir in der Stadt bleiben und uns weiter umschauen, aber wir waren doch platt und fuhren mit der Gruppe zurück ins Hotel und gönnten uns als erstes eine lange Dusche - das war irgendwie nötig...

Abends im Hotel Abendessen. Ich hatte Dal mit Reis und Lime Juice. Die zwei Reisenden, die europäisches Essen wählten (Gemüse mit Sauce Mornay) hatten die nächsten Tage mit einer Lebensmittelvergiftung zu kämpfen.

Danach haben wir uns noch etwas typisches für Jaipur gegönnt: Wir waren bei einem Wahrsager, einem Brahmanen, der einem nach einem Blick ins Gesicht und der Analyse von selbst geschriebenem Vornamen und Geburtsdatum aus der Hand liest. Dabei werden die Hände und Finger auch etwas geknetet und gedrückt, er liest also nicht nur die Handlinien aus. Interessant. Der Mann saß im Erdgeschoss unseres Hotels.

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Montag, 2. Mai 2005

Fahrt nach Jaipur

Heute war die Fahrt von Delhi nach Jaipur angesagt. Morgens um 9 Uhr ging es los, um 8:30 Uhr Koffer in den Flur stellen und frühstücken.

Das Frühstück war super, große Auswahl, viele frische Früchte. Das Hotel ist am Rand Delhis, so kommt man mit dem Auto bzw. Bus recht schnell aus der Stadt heraus. Am Stadtrand von Delhi gibt es viele neue Gebäude, Büros, usw., auch eine Art kleiner Bauboom, aber irgendwie ganz anders als in China.

Indische Autobahn


Die Straße nach Jaipur sei eine Autobahn, meint der Reiseleiter. Sie kostet auch Autobahngebühren, die man an diesem Häuschen bezahlt.



Indische Autobahnen sind etwas anders als die, die ich aus Deutschland gewohnt bin. Die Straße ist zwar auch zweispurig, aber mit sehr vielen Geisterfahrern und Kamelwagen... Viele Kühe und Hunde auf der Fahrbahn, daneben auch Ziegenherden. Schnell fahren kann man nicht. Aber es ist natürlich interessant, sich das alles anzuschauen.



Eindrücke von Jaipur 


In Jaipur sind wir kurz ins Hotel, dann wurden wir in eine Teppichfabrik gefahren. Dabei kamen wir uns dann doch vor wie bei einer Butterfahrt... Fotos davon erspare ich Euch.

Trotzdem haben wir auf dem Weg vom Bus aus einige interessante Eindrücke sammeln können.

Ich finde die Straßenszenen immer sehr interessant. Hier gibt es frisches Obst und Gemüse.





Abends in Jaipur sind wir mit der Gruppe in ein schönes Restaurant gegangen, wir konnten im Freien essen.



Ich hatte Klößchen aus Kichererbsenmehl mit scharfer Sauce, die nicht besonders scharf aber sehr lecker war. Zum Nachtisch konnte ich nicht widerstehen und habe mir Kulfi bestellt - perfekt für solch einen schönen wunderbar warmen Abend unter freiem Himmel.

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Sonntag, 1. Mai 2005

Flug nach Delhi, Hotel

Längerer Transfer-Aufenthalt im Flughafen von Abu Dhabi, sehr interessante Architektur und alles an Angeboten in den Läden, was ein Shopper-Herz höher schlagen lässt.


Weiterflug nach Delhi. Schwül-warmes Wetter. Die meisten Flieger kommen wohl nachts an, wir waren einer der einzigen. Der Flughafen hatte eine ganz andere Atmosphäre als Abu Dhabi...

Wir haben den Reiseleiter und den Rest der Truppe getroffen. Insgesamt 12 Reiseteilnehmer und ein weißer Reisebus mit Klimaanlage. Wir sicherten uns gleich die besten Plätze hinten im Bus. ;-)

Fahrt ins Hotel, das am Stadtrand liegt.

Wir wollten eigentlich irgendetwas unternehmen, da das Hotel aber sehr weit ab vom Schuss war, blieb es bei einem kurzen Spaziergang ums Hotel herum und Entspannung im Hotelgarten, es gibt u.a. einen Pool.

Leckeres Buffet im Hotel zum Abendessen, der Hotelchef zeigte uns persönlich, wie Tandoori-Hähnchen und typische Brotfladen in einem speziell gefertigten Ofen gemacht werden. Das war sehr interessant. Ich hatte auf der Reise noch häufiger den Eindruck, dass gutes Essen für die meisten Inder ein wichtiges Thema ist.

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Samstag, 30. April 2005

Flug von München nach Abu Dhabi

Treff in München am Flughafen. Flug mit Etihad Richtung Abu Dhabi. Die Airline hat einen guten Eindruck hinterlassen.

Dies ist Teil eines Berichts über eine organisierte Reise nach Indien mit Zwischenstopp in Abu Dhabi - mehr dazu hier.