Dienstag, 18. Juli 2017

Lieblingsfotos 1. Halbjahr 2017

Ende letzten Jahres habe ich schon mal mitgemacht, bei Michaels halbjährlich stattfindender Fotoparade, damals mit den besten Fotos des 2. Halbjahrs 2016. Irre, wie die Zeit vergeht, schon ist 2017 zur Hälfte vorbei und Michael fragt wieder nach unseren Fotos.

Diesmal sind 6 Adjektive vorgegeben, als Kategorien: ungewöhnlich, entspannt, fern, beleuchtet, alt und schlicht und simpel: schönstes Foto. Da ich dieses Jahr noch nicht viel unterwegs war und daher auch relativ wenig gebloggt habe, war meine Auswahl an Fotos nicht allzu groß. Trotzdem ist es nicht einfach, passende Fotos zu den einzelnen Themen finden.

1. ungewöhnlich


Manchmal denke ich ja, ich bin abgebrüht und habe schon alles gesehen auf dieser Welt... ;-) Zum Glück holt mich dann die Realität ein und erinnert mich daran, dass es immer wieder Neues zu entdecken gibt. Am ungewöhnlichsten fand ich die typischen Restaurants, die zig Kilometer entlang des Ourika-Flusses in Marokko aufgereiht sind, teils mitten im strömenden Fluss, meist am Rand, aber so, dass das kühle Wasser eine sanfte Erfrischung bietet.

Restaurants entlang des Flusses - Ourika, Marokko

Da stehen einfach bunte Sofalandschaften in freier Natur!!! Daran konnte ich ich echt nicht sattsehen. Im Laufe des Tages haben sie sich gut gefüllt, hunderte Menschen saßen dort, haben ihren Sonntag genossen und gut gegessen. Über den Tagesausflug ab Marrakesch habe ich hier berichtet.

2 entspannt


Super entspannt habe ich mich mit diesem Ausblick auf die Berge von Kitzbühel. Darüber und was mir dort noch auffiel, habe ich hier berichtet.

Hotel Schloss Lebenberg - Panoramapool

Der Swimmingpool im Dachgeschoss des Hotels Schloss Lebenberg ist 46 Meter lang und mit 2.600 Hektolitern belebtem Granderwasser gefüllt. Bei dieser Aussicht kann man nur entspannen. Daneben liegt eine traumhafte Sauna mit Außenbereich, auch ein Traum.

3. fern


Samstag, 15. Juli 2017

Reiseziele fürs Wochenende

Cindy vom Reiseblog Eintausendmeilen hat eine Umfrage gestartet und Reiseblogger nach ihren besten Reisezielen für ein Wochenende gefragt.

Oft tut es gut, einfach mal raus aus dem Alltag zu kommen, etwas anderes zu sehen und zu erleben. Ich mache das auch sehr gerne und kann mich dabei super entspannen. Also war klar, dass ich dabei bin und bei Cindy eines meiner Lieblings-Reiseziele für ein Wochenende teile.

Wochenendziel am Meer

Die Auswahl fiel mir schwer, und ich habe mich für ein Ziel entschieden, das ich ganz gut kenne und wo ich unbedingt mal wieder (und sei's nur für ein Wochenende!) hin möchte.

Nachtrag Sommer 2018: Eintausendmeilen ist seit kurzem leider (wie so viele Blogs...) offline, ich habe die Links oben also entfernt. Hier mein ursprünglicher Gastbeitrag dort:

Die besten Reiseziele für ein Wochenende: Stockholm 


Meine Idee für ein entspanntes Wochenende mit Sightseeing, Shopping, Nachtleben, Natur und gutem Essen ist die schwedische Hauptstadt Stockholm. Jeder spricht Englisch, manche Deutsch, man kommt gut zurecht. Bei der Reiseplanung sollte man nicht nur nach Flügen (möglichst nach Arlanda, das ist näher dran) sondern auch gleich nach Unterkünften suchen, teils sind die nämlich sehr teuer. Vom Flughafen kommt man entweder mit dem Schnellzug Arlanda Express oder mit einem Flughafenbus bequem in die Innenstadt. Das öffentliche Nahverkehrsnetz ist gut; es gibt ein 72-Stunden-Ticket, das auch einige Bootfahrten einschließt.

Stockholm - Blick auf Gamla Stan und das Schloss von Skeppsholmen aus

Sehenswert in Stockholm ist auf jeden Fall die schöne Altstadt Gamla Stan, in der neben dem Schloss auch wunderschöne kleine Gassen und alte Häuser sowie eine bekannte Kirche befinden. Wenn man südlich weiter geht, kommt man nach Södermalm, dort ist vor allem abends viel geboten.

Stockholm ist am Wasser gebaut, Bootsfahrten sind daher fast ein Muss. Auf den Inseln Skeppsholmen und Djurgården gibt es viel zu sehen. Von ersterem kann man tolle Fotos vom Schloss machen. Auf Djurgården mag ich das Vasamuseum und das Freilichtmuseum Skansen am liebsten. Wer abends aufs Wasser möchte, geht nach Nybrokajen, dort fahren Boote in den malerischen Schärengarten, super auch mit Garnelen-Essen, sehr entspannend.

Mehr zu lesen über ein Wochenende in Stockholm steht hier auf dem Blog.

Montag, 10. Juli 2017

Reise nach Moldawien und Transnistrien

Mich interessieren Länder, in denen ich noch nicht war und von denen ich noch nicht viel gehört habe. Die Republik Moldau ist so eins, gar nicht weit entfernt und noch in Europa, aber irgendwie war noch fast keiner dort, den ich kenne. Das hat mich schon länger gereizt und so bin ich hingeflogen, um mir einen ersten Eindruck zu verschaffen.

Chișinău - Kathedrale der Geburt des Herrn (Catedrala Nașterea Domnului)

Viele haben mich gefragt, wo Moldawien überhaupt liegt. Fast keiner weiß, wie die Hauptstadt heißt. Und, Moldawien - heißt es überhaupt so? Ich habe auch lange überlegt, was ich hier schreibe: Offiziell Republica Moldova, man sagt einfach Moldova (mit einer Betonung auf dem zweiten O, das finde ich eigentlich am hübschesten), umgangssprachlich hört man meist Moldawien, was vom russischen олдавия Moldawija kommt. Auch die deutschsprachigen Länder sind sich nicht einig, in der Schweiz heißt es Moldova, in Deutschland und Österreich sagt man umgangssprachlich Moldawien und offiziell Republik Moldau, was nichts mit dem gleichnamigen Fluss zu tun hat. - Es ist also kompliziert!

Wissenswertes zu Moldawien und Transnistrien


Klar ist, es handelt sich um einen Binnenstaat in Südosteuropa, der seit 1991 selbständig ist. Zuvor gehörte das Land als Moldauische Sowjetrepublik zur UdSSR. Er grenzt im Westen an Rumänien und wird sonst vollständig von der Ukraine umschlossen, was (wie ich finde) vor allem im Süden ein wenig schade ist, es gibt nämlich keinen direkten Zugang zum Schwarzen Meer, obwohl dieses teils nur 2 km entfernt ist.

Eine weitere Besonderheit: Im Osten des Landes gibt es einen de facto unabhängigen Staat namens Transnistrien, der sich im Zuge des Zerfalls der Sowjetunion vom Rest Moldawiens abspaltete und stark an die frühere UdSSR erinnert, wie hier auf dem Foto mit einer Lenin-Statue. Transnistrien (jenseits des Flusses Dnister gelegen) steht unter russischen Einfluss, russische Streitkräfte sind dort stationiert. Der Transnistrien-Konflikt ist kein offener Krieg, aber erinnert ein wenig an die Situation auf der Krim, nur gibt es ihn schon seit 1991. Er hat sich beruhigt und wird als eingefrorener Konflikt bezeichnet. - Konflikt! 150 km östlich der EU! Vor unserer Haustüre! Ein Nicht-Staat! In Europa!

Lenin-Statue in Tiraspol, Transnistrien

Bei so vielen Ausrufezeichen ist klar, dass ich mir das anschauen wollte. Aus Gründen wieder als Kurzreise, in der ich zumindest die Hauptstadt Chișinău, ein wenig vom Land sowie eines der Weingüter und natürlich Transnistrien sehen wollte.

Moldawien gehört nicht zur EU, es gibt allerdings ein wirtschaftliches und politisches Assoziierungsabkommen. Der ungelöste Transnistrien-Konflikt verhindert einen Beitritt. Sehr viele der rumänischsprachigen Einwohner Moldawiens haben nebenbei noch einen rumänischen Pass, so dass sie innerhalb der EU reisen können. Die offizielle Amtssprache ist Rumänisch, daneben wird regional auch Russisch, Gagausisch und Ukrainisch gesprochen. Seit dem Ende der Sowjetunion wird wieder mit lateinischen Buchstaben geschrieben; in Transnistrien kyrillisch. Die Hauptstadt heißt Chișinău; auf deutsch sagt man manchmal auch Kischinau und so ungefähr spricht sie sich auch aus.

Eckdaten: Meine Reise nach Moldawien und Transnistrien und weitere Ideen


Organisiert habe ich das selbst: Ich habe bei Lufthansa einen Direktflug ab München gebucht, zurück ging es (zusammen mit dem Hinflug über Lufthansa gebucht) mit Austrian über Wien, da das von den Flugzeiten für mich besser passte. Das Hotel habe ich über booking.com gebucht, und nach der Buchung auch gefragt, ob sie mir einen Transfer vom Flughafen und einen Tagesausflug organisieren können. Von einem guten Hotel erwarte ich das, und es hat auch hier super geklappt.

Ich fand meine Reise für den ersten Eindruck ideal, würde mir das nächste Mal aber ein wenig mehr Zeit nehmen, um mehr von dem kleinen sympathischen Land zu entdecken. Nichts aufgeregtes, nichts, was große Touristenmassen anzieht, aber entspannt: Die archäologisch schönste Sehenswürdigkeit Orheiul Vechi lohnt sicher eine längere Besichtigung; dort gibt es neben einer Festung mit Zitadelle, einem tatarische Badehaus und einem Felsenkloster auch ein Dorfmuseum, das mir empfohlen wurde. In Soroca kann man eine mittelalterliche Festung erkunden, in Comrat, der Hauptstadt der autonomen Region Gagausien, eine sehenswerte Kathedrale. Es gibt eine Reihe interessante Klöster zu besichtigen. Auch auf den Spuren jüdischer Geschichte kann man in Moldawien wandeln; allein in Chișinău gab es früher über 70 Synagogen; die Hauptstadt Bessarabiens wurde seit dem 16. Jahrhundert stark durch Juden geprägt. Wer etwas mehr Zeit hat und tiefer in die Geschichte eintauchen möchte, fliegt ins rumänische Iași und fährt von dort über Land weiter. Iași war früher die wichtigste Stadt des Fürstentums Moldau.

Meine Reise, die einzelnen Reise-Tage mit Links:

Tipps für eine Reise nach Moldawien:


Freitag, 7. Juli 2017

Anreise und Stadtbesichtigung Chișinău

Sehr früh ging es heute für mich los: Abflug in München um 08:45 Uhr hieß Boarding um 08:20 Uhr und das hieß sehr früh daheim losfahren! Mit etwas zeitlichem Puffer war ich zum Glück ohne Stau mehr als rechtzeitig, dafür entspannt in München. Ich hatte mir ein paar Tage zuvor das sog. Städtetrip-Special Parkangebot des Flughafens gebucht: Man kann damit zwischen Freitag und Montag terminalnah und günstig im Parkhaus P7 parken.

Flughafen München Terminal 2

Alles ist gut beschildert, ich bin gemütlich zum Terminal 2, in dem die Flüge mit Lufthansa abgewickelt werden. Nach dem Checkin gibt es in München genügend Shops oder Restaurants, um seine Zeit zu verbringen. Ich war allerdings sehr müde und habe mich mit meinem Reiseführer auf einen Sitzplatz in der Nähe meines Gates gesetzt und gewartet, bis ich einsteigen konnte.

Flughafen München Terminal 2 nach dem Checkin

Flug nach Chișinău


Der Flug LH1742 von München nach Chișinău wird durchgeführt von Lufthansa CityLine. Geflogen wird mit einem Embraer-Jet E95, einem zweistrahlige Kurzstreckenflugzeug, von denen die Lufthansa einige besitzt. Abflug in München war um 08:45 Uhr, Ankunft in Chișinău war für 11:50 Uhr geplant, die Flugzeit nach Chișinău beträgt ca. 2 Stunden. Nicht allzu viele Menschen wollten an diesem Tag nach Moldawien, die Maschine war nicht voll.

Flughafen München vor dem Start

Unterwegs gab es etwas zu trinken und einen kleinen Snack. Nach knapp zwei Stunden ist der Flug auch schon vorbei, es ist ja nicht weit. In Moldawien stellt man die Zeit eine Stunde vor (osteuropäische Zeitzone). Ich sitze sehr gerne am Fenster, weil ich mir gerne von oben einen ersten Eindruck eines Landes oder einer Region mache. Moldawien wirkte auf mich freundlich und angenehm, sanfte grüne Hügel, Dörfer und Städte, und massenweise Weinberge.

Anflug auf Chișinău, Moldawien

Der Flughafen Chișinău (IATA-Code: KIV) ist der internationale Verkehrsflughafen und Basis für Air Moldova. Er ist der größte und wichtigste Flughafen des Landes. Das Gebäude links auf dem folgenden Foto ist wohl das alte Flughafengebäude. Weiter rechts kann man das neuere erkennen.