Montag, 27. Oktober 2014

Wellness-Wochenende in Oberstaufen

Ich und Wellness... Hm, ein interessantes Thema. Eigentlich bin ich die perfekte Zielgruppe, im entsprechenden Alter, seit Jahren Stress in diversen Jobs und im Leben, oft einfach müde und meist zu umtriebig oder faul, mir wirklich mal Zeit für mich zu nehmen, um z.B. mit einem guten Buch in der Badewanne zu entspannen und abzuschalten.

Klar habe ich schon die eine oder andere Wellness-Anwendung genossen, meist in Hotels, in denen ich geschäftlich oder privat ein paar Tage verbracht habe. Das war eigentlich immer schön, egal ob Massagen, Kosmetikbehandlungen oder Ayurveda-Anwendungen. Aber Einladungen von Freundinnen zu einem gemeinsamen Mädels-Wellness-Wochenende habe ich bisher immer abgelehnt, meist mit einer fadenscheinigen Begründung. Ein Wochenende nur faulenzen und sich verwöhnen lassen? Ich? ;-)

Lindner Parkhotel & Spa OberstaufenUm Vorurteile über Bord zu werfen und für mich und meine Leser zu testen, was man wirklich unter Wellness-Wochenende versteht, habe ich dankend angenommen, als die PR-Abteilung der deutschen Hotelkette Lindner Hotels & Resorts angefragt hat, ob ich zum Thema "Natürliche Düfte für Allgäuer Wellness und Gesundheit" ins Lindner Parkhotel & Spa nach Oberstaufen kommen möchte.

Ich habe während des ganzen Wochenendes auf diversen Social Media Kanälen (hier, hier, hier) Fotos und kurze Statements mit der Welt geteilt, u.a. ein Vorher- und ein Nachher-Foto, eher scherzhaft gemeint, aber da ich zu dem Zeitpunkt gesundheitlich etwas angeschlagen war, hatte das auch einen etwas tieferen Sinn.

Hier mein Bericht, wie üblich hier nach Tagen aufbereitet:
Fazit: Mir hat das Wochenende richtig gut getan! Die Lage und das Hotel sind traumhaft, Wellness sowohl in Anwendungen als auch was Herzlichkeit, Ruhe, Entspannung, gute Luft, schöne Gegend angeht, ein Volltreffer.

Danke an Lindner Hotels und das ganze Team für die Einladung, herzliche Gastfreundschaft und das wunderbare Wochenende. Bei Euch fühlt man sich wunderbar aufgehoben; das ist Entspannung und Urlaub!

Eine Menge weiterer Impressionen finden sich unter #lindnerhotels #pr_oberstaufen #allgäu_wellness und #kräuterküche auf verschiedenen Social Media Kanälen. Katja vom WellSpa-Portal hat sie in diesem Beitrag gut zusammengefasst. Empfehlenswert auch das Video von Mi Hae von Drei-Blick und ihr Bericht auf B53. Schöne Fotos hat auch das Lindner Parkhotel & Spa als Facebook-Album hier hochgeladen. Die nächsten Wochen und Monate erscheinen sicherlich noch weitere Berichte online und in diversen Zeitschriften.

Sonntag, 26. Oktober 2014

Kräuterküche und Rückfahrt

Die Nacht war wieder kurz... Gegen 9:00 Uhr trafen wir uns zum Frühstück, zumindest die meisten. Einige der Journalisten und Blogger mussten schon früh abreisen. Ich nahm mir die Zeit für ein gemütliches Frühstück, das wieder ausgezeichnet schmeckte.

Lindner Parkhotel & Spa - Frühstück

Danach war Zeit für eigene Recherchen, wie es sich nannte. Der Regen hatte aufgehört, dafür schien die Sonne, nur von ein paar Wolken unterbrochen. Ich bin kurz raus in den Kurpark und habe - wie man sehen kann, nicht als einzige! - noch ein paar Fotos geschossen. Die Terrasse war zu dieser Tages- und Jahreszeit natürlich leer, ich kann mir aber gut vorstellen, dass man an warmen Tagen sehr geschützt draußen sitzen kann. Die Aussicht ist ja auch fantastisch.

Lindner Parkhotel & Spa Oberstaufen

Leider reichte die Zeit nicht mehr, in dem schönen Außenpool zu schwimmen.

Lindner Parkhotel & Spa Oberstaufen - Außenpool

Dafür war genügend Zeit, mit dem Smartphone noch ein paar Fotos zu schießen und auf meinen diversen Social Media Kanälen mit der Welt zu teilen, bevor ich zurück in mein Zimmer bin, um meinen kleinen Koffer zu packen.

Gegen 11:30 Uhr ging's nämlich weiter mit dem Programm. "Duftender Kräutergenuss für zu Hause", wir stellten zusammen mit dem langjährigen Küchenchef und Kräuterkoch Jürgen Wagenblast Pesto her.

Alles war vorbereitet, nicht in der Hauptküche (da wurde ja das Mittagessen zubereitet) sondern in einer kleineren, die für einen anderen Bereich des Hauses gedacht ist. Aus frischen Bergwiesenkräutern und verschiedenen Allgäuer Käsesorten sowie getrockneten Tomaten, getrockneten Kräutern, Zitrusschalen und weiteren Zutaten entstanden drei leckere Pestosorten.

Kräuterküche / Foto: Lindner PresseabteilungWagenblast kocht natürlich andere Mengen als unser Zweipersonen-Haushalt, deshalb meinte er auch gleich, die Rezepte seien nicht 1:1 zu übernehmen, sondern man solle ruhig so variieren und improvisieren wie man mag. Er hat auch länger abgeschmeckt, bis er mit dem Ergebnis zufrieden war.

Wie man sieht, habe ich interessiert zugeschaut. Die Kräuterküche war ein Argument für mich, diese Pressereise mitzumachen, schließlich handelt mein zweiter Blog vom Essen; auf Barbaras Spielwiese gibt's auch öfter selbstgemachtes Pesto.

Pesto selber zu machen ist kein Hexenwerk! Wichtig sind frische Kräuter und guter Käse. Der Käse wird erst ganz am Schluss untergehoben, damit man ihn nicht zu fein mixt sondern noch kleine Stückchen zu schmecken sind. Das ist von der Konsistenz her besser.



Besonders gut geschmeckt hat mir die feurige Variante, die Alpenglühen genannt wird und gut als Sauce zu Nudeln und Ravioli passt.

Hier das Rezept (das war netterweise in den Presseunterlagen, danke, da wurde mitgedacht!):
Zutaten für 10 Portionen/ 0,25 Liter ca.:

  • 1 Bund Rucola
  • 1 Bund Zitronenthymian
  • 80 g getrocknete Tomaten
  • 3 EL Cashewkerne
  • 2 EL geschälte Mandeln
  • 100 ml Olivenöl
  • 1 Chilischote ohne Kerne
  • Abrieb einer Orange
  • 50 g geriebener frischer Ingwer
  • 80 g geriebener Allgäuer Bergkäse

Zubereitung:

Alle Zutaten bis auf den Käse zusammen mit einem Stabmixer oder einer Küchenmaschine pürieren und zum Schluss den fein geriebenen Käse unterheben.

Das Pesto ist im Kühlschrank etwa acht Wochen haltbar.

Lindner Parkhotel & Spa - SchrothstüberlServiert wurde im urigen Schrothstüberl, das wir auf diese Weise auch noch kennen lernten.

Lindner Parkhotel & Spa - Allgäuer Pesto
Hier die drei Pestosorten: Herbstliches Hütten-Pesto mit Beifuß, Schafgarbe, Walnüssen und Rapsöl, Alpen-Pesto mit Brunnenkresse, Basilkumöl, Oliven, Parmesan, das gut zu Fisch passen soll, und das schärfere Pesto. Dazu gab's leckeres Brot.

Nach diesem interessanten Kräuter-Kochworkshop ging's mit der Bahn zurück nach Hause.

Die Rückfahrt war etwas nervig, weil ein Teil der Strecke gesperrt war und die Schaffnerin meinte, ich solle mir ein Bahnticket für eine andere Strecke kaufen, weil ich mit dem Schienenersatzverkehr nie meinen Anschlusszug in München erreichen würde.

Aber ich war zum Glück nach dem Wochenende doch so entspannt, dass ich es darauf ankommen ließ, und mit ein wenig Rennen in München habe ich es doch geschafft, die ursprünglich geplanten Anschlüsse und meinen vorreservierten Sitzplatz zu kriegen.

Letzter Blick vom Zug aus aufs Allgäu


Mit Allgäuer Kräutern und schönen Erinnerungen im Gepäck kam ich gut und trotz der nervigen Bahnfahrt entspannt zuhause an.


Dies ist Teil meines Wellness-Wochenendes im Lindner Parkhotel & Spa Oberstaufen. Eine Zusammenfassung und Details dazu finden sich hier.

Samstag, 25. Oktober 2014

Allgäu, Düfte, Wellness

Sieht das nicht entspannend aus?!

Bei mir kommt gleich Urlaubs-Feeling auf, wenn ich so eine schöne Filztasche sehe wie hier im Lindner Hotel in Oberstaufen, die im Hotelzimmer bereit steht und Lust auf Wellness-Anwendungen macht!

Bevor es damit los ging, standen aber natürlich noch andere Themen auf dem Programm. Als allererstes natürlich ein schönes Frühstück.

Es gibt ein umfangreiches Frühstücksbuffet mit großer Auswahl. Ich brauchte erst eine Weile, bis ich mich zurecht gefunden hatte. Besonders gut gefallen hat mir, dass es Bioprodukte gab und auch regionale Schmankerln, z.B. eine Auswahl an Allgäuer Käse.


Mit etwas Verspätung ging's dann mit dem Minibus und dem Hoteldirektor als Chauffeur ins 40 km entfernte Oy-Mittelberg. Wunderschön flankiert vom Alpenpanorama mit dem ersten Schnee war sowohl die Fahrt als auch die Ankunft eine Klasse für sich. Im Hintergrund sah man sogar die Zugspitze (allerdings kam die auf meinen Fotos nicht gut raus).

Ich war sehr gespannt auf Primavera, weil ich deren Produkte seit Jahren nutze. Die ätherischen Öle sind naturrein, was mir sehr wichtig ist. Von chemischen Düften bekomme ich Kopfschmerzen.

Von Primavera mag ich persönlich besonders die Airsprays, mit denen man Räume, Wäsche oder sich selbst mit einem leichten Duft benebeln kann. In meiner Handtasche und zuhause nutze ich oft das BioAirspray Gute Laune, das mit dem fruchtig-exotische Duft aus Orange, Limette und Zitrone seit Jahren bei mir die Stimmung hebt, wenn es nötig ist. In meinem Büro sprühe ich ab und zu eines, das vitalisierend, klärend und erfrischend wirken soll. Und wenn mein Geist abends immer noch zu aktiv ist, sprühe ich etwas Lavendel ins Schlafzimmer und komme damit zur Ruhe. Neben Aromatherapie-Produkten stellt die Firma Naturkosmetik her und betreibt eine Akademie.

Primavera-Zentrale in Oy-Mittelberg

Das neue Firmengebäude wurde zum 25-jährigen Firmenjubiläum 2011 eingeweiht. Für mich besonders interessant: Es wurde nach Fengshui Richtlinien erbaut, wie Firmengründer und Fengshui- Experte Kurt L. Nüblin sagt, ein „Haus ohne Ecken und Kanten“.

Wusstet Ihr, dass es etwa 400.000 Gerüche auf der Welt gibt und der Mensch etwas 10.000 unterscheiden kann? Dass Duft-Erlebnisse in Erinnerung bleiben, dürfte ja bekannt sein. Manche Wirksamkeiten von Düften wurden umfassend untersucht, so weiß man z.B., dass Orange und Lavendel beruhend und Stress mindernd wirken, oder Rosmarin selbst bei Menschen ohne Geruchssinn anregend wirkt. Das alles und noch viel mehr erfuhren wir an diesem Tag, und "Jeder Tag wird glücklicher mit Wohlgeruch".

Nach einer Begrüßung mit Erfrischung und einem kurzweiligen weil hochinteressanten Vortrag bekamen wir durch ihn eine Führung durch das ganze Gebäude.

Primavera - Führung mit Nübling, daneben Hoteldirektor Müller
Das Gebäude ist das größte Produktions- und Verwaltungsgebäude Deutschlands, das ganz nach Fengshui Prinzipien konzipiert wurde. Das Zentrum des Hauses bildet eine große Bergkristallsäule, die als Mittelachse dient und mit der Erde unter dem Fundament verbunden ist. Sie zieht sich durch das ganze Gebäude.

Es ist wie ein menschlicher Organismus aufgebaut. Die Bergkristallsäule als Herz, als Lunge dient das Foyer, in dem sich die Energie sammeln und das offene runde Treppenhaus im Gebäude verteilen soll, eine Mauer an der Rückseite des Gebäudes stellt das Rückgrat dar und das Dach ist logischerweise der Kopf. Ziel ist die Harmonisierung des Menschen mit seinem Lebensraum. Es gibt auch Kurse zu Fengshui im Gebäude.

Bergkristallsäule bei Primavera
In der Bergkristallsäule befinden sich neben 400 kg echtem Bergkristall auch einige Halb-Edelsteinen und passend kleine Glasfläschchen mit ausgesuchten ätherischen Ölen.

Das Ziel beim Bau war auch eine ausgeglichene Ökobilanz. Dies wurde u.a. durch eine spezielle patentierte Bienenwabenkonstruktion der Betondecken erreicht, die große Spannweiten ermöglicht und mit 20% weniger Stahl und Beton benötigt als eine massive Flachdecke. Isolierung, dreifachverglaste Fenster, eine im Lüftungssystem integrierte Wäremrückgewinnungsanlage und Luftwärmetauscher tun ihr übriges. Gut gefallen hat mir das ausgeklügelte Licht-Lenksystem, das Tageslicht so in die Räume schleust, dass tagsüber so gut wie kein künstliches Licht zugeschaltet werden muss. Schön auch das begrünte Dach. Und natürlich die traumhafte Aussicht!

Primavera - Fengshui-Garten und Aussicht
Unten sind Werksverkauf, Vortragsräume und Kantine, oben weitere Vortragsräume, offene Büroräume mit flexiblen Sitzecken zum Austausch und Balkontüren auf die Terrasse mit atemberaubenden Ausblick auf die Alpenregion. Auch der Garten ist nach Fengshui Gesichtspunkten gestaltet. Sehr beeindruckend alles, ich habe mich darin sehr wohl gefühlt.

Neben Produkten für Endverbraucher wie Du und ich gibt es auch Systeme für professionelle Raumbeduftung wie das Lindner in Oberstaufen sie nutzt. Primavera Proair nennt sich das, auch mit 100% naturreinen Ölen. Nachweislich bessere, reinere Luft und antibakterielle Wirkung führt hoffentlich zu gesünderen Mitarbeitern, Kunden oder Gästen. Ziel dabei sind weniger Stress, aber auch ein Wiedererkennungseffekt, der sog. Coming-home-Effekt in Hotels als Abgrenzung zu Mitbewerbern beispielsweise. Dafür gibt es nach einer ausführlichen Beratung große Aromazerstäuber in einem Edelstahlgehäuse, die die Flüssigkeiten vollautomatisch vernebeln.

Was ich zuvor nicht wusste, war die antibakterielle Wirkung ätherischer Öle. Nach einer Studie wurden von ursprünglich 210 Bakterienarten in der Raumluft nach 30 Minuten Beduftung nur noch 4 gefunden; sämtliche Schimmel- und Staphylokokken-Kulturen waren vernichtet.

Das gibt es auch schon länger und ich muss bereits 1997 und im Folgejahr die Unterschiede festgestellt hatten, damals gab es nämlich Tests auf Messen, auf denen ich oft als Aussteller bin, nämlich der CeBIT und (die gab's damals noch) die Systems. Auf den Messen ist meist schlechte Luft, nach einer Woche war ich regelmäßig kaputt und gerne draußen, um Luft zu schnappen. Tests mit der natürlichen Beduftung führten zu einer spürbaren Raumluftverbesserung, was Umfragen beim Standpersonal bestätigten. Wer diesen seltsamen Tunnel am Frankfurter Flughafen kennt, dem ist vielleicht aufgefallen, dass man sich darin nicht mehr so eingeengt fühlt wie früher; die Lufthansa aromatisiert mit einem speziellen Duft von Primavera. Wer darauf achtet, merkt bei manchen Zahnärzten einen leichten Duft nach Orange und Lavendel, was das Angstgefühl reduzieren und die Stimmung verbessern soll. Mir gefällt so was, eine tolle Sache!

Für besondere Anwendungen werden eigens neue Duftmischungen komponiert und Duftkonzepte erarbeitet, so wie für das Lindner Parkhotel & Spa in Oberstaufen, in dem eine natürliche Aromatisierung des Eingangs- und Lobby-Bereichs stattfindet. Die Duftmischung namens Glück mit Orange und Mandarine schafft Wohlfühl-Ambiente und vermittelt den Gästen Alpenwellness pur von Anfang an, ist aber so subtil, dass man sie nur merkt, wenn man explizit daran schnuppert.

Der Werksverkauf von Primavera in Oy-Mittelberg lohnt definitiv einen Besuch. Ich habe dort einige Weihnachtsgeschenke und Mitbringsel besorgt, auch einen Duft-Adventskalender, der mir sehr gut gefiel. Die Auswahl ist groß, das Ambiente angenehm.

Seit Anfang an bezieht Primavera ätherische Öle von Bio-Anbaupartnern weltweit. Diese ökologischen Anbauprojekte sind das Herzstück der Arbeit, Primavera unterstützt diese Anbaupartner, die es in ihren Ländern als Bio-Pioniere oft schwer haben, gegen den Strom zu schwimmen mit langjährigen Verträgen, Erntevorfinanzierungen, garantierten Abnahmemengen und fairen Preisen.

Dabei wird auf die Region geachtet, in der die Produkte die besten natürlichen Bedingungen haben; Lavendel und Rosmarin kommen z.B. seit 1987 aus der Provence, Lemongrass seit 1990 aus Bhutan. Je nach Produkt wird kaltgepresst (z.B. bei der Orange) oder der Duft durch Extraktion (bei Vanille) oder Destillation (bei Rosen) gewonnen. Mir ist diese Qualität schon lange Geld wert, für 1 Tropfen ätherisches Rosenöl braucht man 30 Blüten. Im Gegensatz dazu sind synthetische Wirkstoffe ohne aromakundliche Wirkung und wenn ich höre, dass in Backshops künstlicher Brotduft vernebelt wird, vergeht es mir...

Nach unserer Führung bekamen wir auch eine Tüte mit weiteren Informationen, einem Buch zu Aromatherapie und einige Produkte, die ich zum Teil auch gekauft hatte. So kann ich nun in Düften schwelgen! :-)

Dann ging's auch wieder zurück nach Oberstaufen, ins Lindner Parkhotel & Spa. Es war kurz Zeit, sich frisch zu machen und ich habe einen Rundgang durchs Hotel unternommen.

Im Schwimmbad- und Saunabereich war es relativ voll, da das Hotel ausgebucht war und es draußen regnete. Da zogen es die meisten Gäste vor, sich in den Innenbereichen zu entspannen.

Der Saunabereich im Innern und der Zugang dazu ist etwas duster und vom Gefühl her etwas älter. Man kann als Hotel natürlich nicht alles gleichzeitig renovieren, und der Anbau mit dem Pool sowie das schicke Bergwiesen Spa sind ja nagelneu; die Saunalandschaft bekommt wahrscheinlich in den nächsten Jahren auch ein Facelift. Mir war es dort außerdem etwas zu voll und hektisch, um entspannen zu können. Vielleicht lag es an dem Junggesellinen-Grüppchen, das sich viel zu erzählen hatte, vielleicht aber auch einfach daran, dass ich etwas müde war und wenig Zeit hatte. Wenn man sich mit einer Zeitschrift hin legt und zwischendurch mal schwimmt oder einen Saunagang macht, kann es anders sein.

Für mich war eine Anwendung vorgesehen, also bin ich mit der schönen Tasche ins Bergwiesen Spa. Dort fand ich es deutlich ruhiger und entspannender.


Im Herbst gibt es das sog. Alpine Heubad, mit regionalem Heu. Diese Behandlung war eigentlich für eine andere Teilnehmerin vorgesehen, aber da sie Heuschnupfen hat, haben wir getauscht. Das Heubad soll entschackend und stärkend wirken, was ja beides nicht schaden kann. Außerdem soll es gut gegen Wechseljahresbeschwerden sein. Hmm, ja... ;-)

Die Spa-Angestellte, die mich komplett in Heu eingewickelt hat, war so nett, ein Foto zu machen.

Lindner Parkhotel & Spa Bergwiesen Spa - alpines Heubad

Die Behandlung dauert ca. 30 Minuten und war sehr entspannend.

Ich hatte Zeit, meinen Gedanken nachzuhängen und den Tag bzw. das Wochenende Revue passieren zu lassen. Auf solchen Informationsreisen ist immer viel geboten, wenn man privat unterwegs wäre, hätte man doch mehr Zeit für alles. So war es schön, etwas Ruhe im Heubad zu finden.

Und wie man sieht, sah ich beim Selfie danach gleich richtig entspannt aus! ;-)






Einmal im Jahr organisieren die Azubis des Hotels einen Abend - und wir waren da. Motto dieses Jahr war Oktoberfest, so war alles sehr zünftig. Der Hoteldirektor übergab den Schlüssel an die Azubis, die ab sofort für das Hotel verantwortlich waren.

Auch das finde ich eine gute Idee, so lernen die jungen Menschen, Verantwortung zu übernehmen. Sie hatten an alles gedacht, es gab Begrüßungsgetränke, später natürlich Bier, typische bayerische Live-Musik und viel Spaß. Die Tische waren auch entsprechend eingedeckt.

Lindner Parkhotel & Spa - Oktoberfest

Unter dem Motto "O'zapft is im Parkhotel" gab's u.a. frische Blattsalate, Wurschtsalat, Obazda, Lampensuppe, Leberknödelsuppe, Kruschtebraten, Haxen, Saibling, Kässpatzä, Semmelknödel und Erdäpfelsalat.

Leckere gemischte Cremes, Apfelstrudel, Scheiterhaufe und Apfelkiachle rundeten das Menü, das als Buffet serviert wurde, ab.

Lindner Parkhotel & Spa - Oktoberfest












Irgendwie hatte ich wohl an so was gedacht und mein neues Dirndl eingepackt, was natürlich super dazu gepasst hat. Allerdings gibt's davon kein unverwackeltes Foto...

Ziemlich spät ging's dann satt gefuttert und angefüllt von vielen Informationen und der guten frischen kalten Allgäuer Luft ins Bett.

Dies ist Teil meines Wellness-Wochenendes im Lindner Parkhotel & Spa Oberstaufen. Eine Zusammenfassung und Details dazu finden sich hier.

Freitag, 24. Oktober 2014

Oberstaufen, Lindner-Hotel, Wildkräuter-Wanderung

Meine Anreise mit der Bahn führte mich relativ stressfrei durch die schönsten Gegenden Bayerns. Losgefahren bin ich in Oberfranken im Nebel, südlich von Nürnberg kam dann die Sonne raus.

Bahnhof Untersteinach b. Stadtsteinach, OberfrankenUngeplant musste der ganze Zug in Nürnberg aussteigen und in den Zug auf dem gegenüberliegenden Gleis wechseln, und umgekehrt. Da jener Zug aber von der Waggon-Nummerierung her entgegengesetzt stand, wurden alle Passagiere quasi einmal durchgewürfelt. Ein Passagier aus meinem neuen Zug hatte das nicht mitbekommen und wäre fast zurück nach München gefahren, obwohl er nach Berlin wollte. Selbstverloren ein Buch lesen oder Musik hören geht also auch beim Bahnfahren nicht; ein wenig aufpassen muss man.

Während der Fahrt habe ich mich nochmal eingelesen, ein wenig meine Social Media Kanäle gefüttert, ein paar Fotos hochgeladen und kommentiert. Und dann wieder entspannt. Schließlich war ein Wellness-Wochenende angesagt. Ich bin sonst viel auf deutschen Autobahnen unterwegs und fand es wieder einmal beeindruckend, wie anders es sich anfühlt, wenn man mit der Bahn reist. Selbst im ICE ist Zeit genug, im Altmühltal kleine an Felsen geschmiegte Dörfer und Burganlagen zu betrachten und einfach entspannt die herbstliche Landschaft zu genießen. Auf gleicher Höhe kenne ich sonst die gerade und relativ langweilige 6-spurige Autobahn.

Noch schöner wurde es, als wir ins Allgäu kamen.

Blick aus dem Fenster: Allgäu

Praktisch ist, dass das Lindner-Hotel einen Shuttle anbietet - man wird am Bahnhof Oberstaufen abgeholt, wenn man mag, obwohl es vom Bahnhof zum Hotel eigentlich nicht weit ist. Der nette Chauffeur hat gleich einige meiner Fragen beantwortet und mich sicher zum Hotel gefahren.

Lindner Parkhotel & Spa Oberstaufen


Das Hotel steht direkt am Kurpark und hat seit Jahrzehnten einen konstant guten Ruf. Mir war es schon länger vom Hörensagen bekannt. Es wurde regelmäßig renoviert und kombiniert modernes Design mit uriger Gemütlichkeit. Man merkt die Liebe zum Detail und die Liebe zum Allgäu überall.

Hier ein Blick auf mein Hotelzimmer. Es war im 4. und damit obersten Stockwerk und traumhaft schön!

Lindner Parkhotel Oberstaufen: Mein Hotelzimmer

Der Sessel am Fenster war auch superbequem. Da hätte ich ein paar Wochen ausspannen können!

Lindner Parkhotel Oberstaufen
Leider war wenig Zeit. Nach der Ankunft habe ich mich an den hübschen Sekretär gesetzt und die Pressemappe studiert, mich am Ausblick erfreut und etwas erfrischt. Das Badezimmer ist urig-rustikal aber dabei total modern und mit viel Holz. Absolut nach meinem Geschmack.

Für die Gäste des Hotels gibt es übrigens jeden Tag ein Programm mit Informationen zu Wetter, Ausflugstipps und Programm im Hotel. Das kenne ich sonst nur von Kreuzfahrtschiffen. Ich denke, wenn man hier länger Urlaub macht, ist das super: Man bekommt immer wieder neue Ideen und erfährt - wenn die Erholung schon zu gut läuft - auch das aktuelle Datum.

Dies hier war der Blick aus meinem Fenster. Das Wetter hatte also aufgeklart und es war der erste Schnee des Winters zu sehen!

Lindner Parkhotel Oberstaufen: Blick aus meinem Hotelzimmer

Begrüßt wurden wir vom Hoteldirektor persönlich. Eberhard Müller ist mit Leib und Seele Gastgeber, das merkt man. Er liebt die Region und das Hotel und hat eine sympathische Art und eine fast väterliche Liebe Gästen und Mitarbeitern gegenüber, die ansteckend wirkt.

Bei einem Begrüßungsdrink und einer kleinen Stärkung erfuhren wir u.a. erste Informationen zum neuen Duftkonzept des Hauses: Der Eingangsbereich des Hotels wird ganz leicht mit ätherischen Ölen aus Aromazerstäubern von Primavera versorgt. Dabei wird der Duft nur unterschwellig wahrgenommen und soll auf diese Weise die sowieso schon gute Energie des Hauses verstärken.

Die Düfte werden auch im Spa eingesetzt. Wir erfuhren zudem einiges über die Wellness-Anwendungen im neuen Bergwiesen-Spa, das Wellness-Rituale mit naturbelassenen Kräutern, Bergblumen und außergewöhnlichen Baderitualen anbietet.

Lindner Parkhotel Oberstaufen: Bergwiesen-Spa

Im Spa-Bereich werden die Schätze der Natur ganzheitlich eingesetzt. Das soll heißen, dass man lokale Produkte und Einflüsse sehen, schmecken, riechen und spüren kann.

So gibt es z.B. Anwendungen mit Allgäuer Kräuter & Bergblumen, die je nach Anwendung durchblutungsfördernd, Feuchtigkeit spendend, ausgleichend, anregend oder auch entgiftend wirken. Allgäuer Milch wird als Badezusatz eingesetzt, um die Haut geschmeidig zu machen. Zirbe habe ich an diesem Wochenende als neuen Duft bewusst wahrgenommen, er wirkt beruhigend, harmonisierend und wärmend. Allgäuer Heu soll entschlacken, entwässern und die Natur ganz nah bringen. Das sollte ich am folgenden Tag erfahren.

Zum Ausruhen und die Seele baumeln lassen gibt es auch genügend Platz.

Lindner Parkhotel Oberstaufen: Bergwiesen-Spa

Schön fand ich auch das Kräuterbeet, dessen Kräuter auch im Bergwiesen-Spa eingesetzt werden.

Lindner Parkhotel Oberstaufen: Bergwiesen-Spa Kräuterbeet

Bei einer Führung durchs Haus wurde gezeigt, wie in letzter Zeit traditionelle Trachtenmaterialien wie Wollfilz und Leinen in den Zimmern mit Liebe zum Detail eingesetzt werden. Das hatte ich ja in meinem Zimmer schon bemerkt.

Wildkräuter-Wanderung 


Bevor es dämmerte und so lange das traumhafte Wetter noch anhielt, kam ein Highlight: Die Kräuterexpertin Ilse Schubert ging mit uns auf eine kleine Wanderung und zeigte uns, wo auch nach dem ersten Frost duftende Blumen und Kräuter wachsen.

Ich hatte ganz vergessen, wie schön das Allgäu ist! Hier sieht man die wunderbare Landschaft und in der Mitte den Hochgrat, auf den auch eine Seilbahn hoch führt.

Oberstaufen: Allgäu mit Hochgrat

Das Ganze mit wissbegierigen Journalistinnen, die teilweise wie ich auch von unterwegs Fotos auf Instagram, Twitter usw. laden sieht dann so aus:

Pressereise Oberstaufen

Und auf dem nächsten Foto die Kräuterexpertin Ilse Schubert.

Sie zeigte uns nicht nur einen traumhaften Wanderweg mit spektakulären Ausblicken, sondern fand sogar bei dem fast schon winterlichen Wetter genügend Kräuter, die sie uns erläuterte. Daneben informierte sie über die heimische Flora, wir durften auch einige Kräuter probieren. Manches wächst auch daheim bei mir auf der Wiese. Spannend!

Kräuterwanderung mit Ilse Schubert in Oberstaufen

Durch den Ort mit teilweise wunderschönen typischen Allgäuer Häusern und einer kleinen Führung ging es dann zurück ins Hotel. Um 18:30 Uhr war das Abendessen geplant.

Duftmenü im Lindner Parkhotel 


Für uns gab's mit einem Gruß vom Küchenchef ein Duftmenü mit ausgesuchten Weinen und netter Gesellschaft.

Lindner-Parkthotel Oberstaufen: Duftmenü

Hier eine Collage des Duftmenüs.

Lindner-Parkthotel Oberstaufen: Duftmenü

Mir hat es sehr gut geschmeckt und ich fand die Auswahl interessant. Nicht jeder mag geräucherten Tofu, der hier zu einem Schaum verarbeitet wurde. Das zeigt, wie innovativ hier gearbeitet wird. Den meisten hat's geschmeckt! Der Allgäuer Rehbock war eher traditionell, der Saibling sogar vom Küchenchef selbst geangelt. Klasse!

Nach diesem ereignisreichen Tag ging's in die Federn. Ich habe tief und fest geschlafen. :-)

Dies ist Teil meines Wellness-Wochenendes im Lindner Parkhotel & Spa Oberstaufen. Eine Zusammenfassung und Details dazu finden sich hier.

Donnerstag, 4. September 2014

2 Wochen Japan: Kreuzfahrt und Citytrip Tokio

Sehr spontan ging es diesmal bei mir zu: Am Montag habe ich den Flug gebucht, am Donnerstag ging's los. Zwei Wochen Japan zum Kennenlernen.

Für mich eine Premiere, wir wollten zwar schon 2011 nach Japan, damals kam uns aber das Tōhoku-Erdbeben und die folgende Nuklearkatastrophe von Fukushima dazwischen.

Tokio - Park am Kaiserpalast

Jetzt hat es sich also kurzfristig ergeben und war ideal, um den Kopf nach ein paar privaten und nicht so erfreulichen Turbulenzen wieder frei zu kriegen.

Wir haben eine 9tägige Kreuzfahrt mit der Diamond Princess rund um Hokkaido (mit einem Abstecher auf die russische Insel Sachalin) unternommen, gefolgt von 3 Nächten in Tokio. Insgesamt sind 2 Wochen für Japan natürlich zu knapp, aber um einen ersten Einblick zu bekommen, fanden wir es genial!

Unsere Route:

So nach und nach möchte ich einzelne Fotos und Infos dazu veröffentlichen und hier verlinken. Mal sehen, ob und wie ich es schaffe... Schaut also am besten immer mal rein oder abonniert die neuen Einträge über die Funktion im Blog rechts oben.

Japan mit dem Schiff:


Wir sind mit Princess Cruises gefahren, auch dies war eine Premiere. Die Reederei gehört zu Carnival und ist bekannt für interessante Routen rund um den Globus. Japan mit dem Schiff zu erkunden, ist natürlich perfekt. Der Inselstaat mit seinen vielen Hafenstädten lädt dazu ein, man sieht vieles, es ist unkompliziert, man hat Vollpension an Bord, die Kosten sind kalkulierbar und wirklich günstig.

Die ideale Art, das Land und auch die Leute kennen zu lernen!!!

Diamond Princess vor Sachalin

Die Diamond Princess ist sogar quasi ein japanisches Schiff: Sie wurde in Nagasaki gebaut und befährt seit 2004 für Princess Cruises internationale Gewässer. Diesen Sommer war sie erstmals ab Japan im Einsatz und wird voraussichtlich die nächsten Jahre im Sommerhalbjahr auch dort auf verschiedenen Routen unterwegs sein.

Ungefähr die Hälfte der Passagiere waren Japaner, die wir angenehm als perfekte Mitreisende empfanden: Sehr leise und höflich, es gab tagsüber freie Plätze am Pool, weil sie nicht so gerne braun werden wie unsereins, wohlerzogene Kinder, nicht so laut, usw. Daneben waren viele Australier an Bord, auch Taiwanesen und natürlich auch ein paar deutschsprachige Gäste.

Diamond Princess

Für deutschsprachige Reisende ist eine deutsche Reisebegleiterin an Bord, die eine tägliche Sprechstunde hat und auch einen deutschen Tagesplan mit den wichtigsten Informationen und einigen Tipps verfasst.

Ich persönlich würde mich ohne Englischkenntnisse nicht ohne Herzklopfen auf das Schiff trauen, aber, wie mir versichert wurde, geht es mit ihrer Unterstützung auch ohne! Ich finde jedoch, man sollte wenigstens ein paar Grußformeln, sorry oder danke auf Englisch sagen können, um sich mit den Mitreisenden ein wenig austauschen zu können, finde ich. Viele der japanischen Reisenden können auch nur einige Worte Englisch, da hilft ein Lächeln weiter. Für die Japaner wurde bei dieser Reise auch sehr viel übersetzt, neben dem englischen Cruise Director gab es eine sympathische Japanerin, die ihn übersetzte und eigenes Programm durchführte. Es gibt englische und japanische Ausflüge, keine deutschsprachigen. Wir nahmen an einigen englischsprachigen teil.

Städtereise Tokio:



Tokyo Skytree
Nach der Kreuzfahrt sind wir nach Tokio gefahren und haben drei Nächte dort im Hotel übernachtet und uns die Stadt angeschaut.

Übernachtet haben wir im Intercontinental Tokyo Bay, das gut an das öffentliche Nahverkehrsnetz angeschlossen ist. Das war mir wichtig, das ich das Hotel von Yokohama aus kommend mit den großen Koffern gut erreichen wollte, ohne auf eine längere Taxifahrt angewiesen zu sein.

Das Hotel habe ich mit dem Smartphone von unterwegs gebucht, als wir in einem der Häfen waren. Das hat problemlos funktioniert.

Wir haben drei Nächte hier verbracht und waren sehr zufrieden, sowohl mit dem Zimmer als auch mit dem Service und der Freundlichkeit der Angestellten. Unser Zimmer war sehr gut ausgestattet und gepflegt. Es war im 13. Stock und hatte zwei Fenster: Wir hatten einen wunderbaren Ausblick auf die Tokyo Bay und vom anderen Fenster (und damit sogar vom Bett aus) auf den dem Eiffelturm nachempfundenen Tokyo Tower.

Zwei Bahnhöfe sind in der Nähe: Die Hamamatsucho Station ist in Gehfentfernung (mit direkter Verbindung nach Yokohama) und die Takeshiba Station der Tokyo Waterfront New Transit Yurikamome ist fast direkt vor der Haustüre. Im Komplex, in dem sich das Hotel befindet, ist auch ein Family Mart, ein weiteres Café und ein Bootsanleger. Wir sind zu Fuß zum Tsukiji-Fischmarkt und nach Ginza marschiert, was zwar dauert, aber machbar ist. Das Frühstück fand ich etwas teuer, so dass wir es nicht genutzt haben. Davon abgesehen kann ich das Hotel sehr empfehlen und würde nächstes Mal auch wieder dort übernachten.

Intercontinental Tokyo BayMir hat Tokio super gefallen, eine gute Kombination aus Neu und Alt und Wolkenkratzern und Shopping und Menschen und Essen und allem. Ich fand die Stadt, obwohl sie so viele Einwohner hat, nicht so hektisch wie andere dieser Megacities. Wir haben uns eher treiben lassen und so trotzdem eine Menge gesehen.

Mehr Informationen und Fotos folgen auf den entsprechenden Seiten, falls ich dazu komme... ;-)

Bereits während der Reise hatte ich von Japan und Russland aus auf meine diversen Social Media Kanäle gepostet und Fotos hochgeladen.

Reiseführer:


Wir hatten drei Reiseführer mit. Einen älteren Lonely Planet, den ich für die damals geplante Reise 2011 gekauft hatte, den aktuellen Tokio-Stadtführer von Marco Polo, der mir aber nicht so gefiel, und absolut zu empfehlen: Labyrinth Tokio von Axel Schwab mit vielen Tourvorschlägen und praktischen Informationen.

Reiseführer Japan

Sehr empfehlen kann ich auch den Fettnäpfchenführer Japan, den ich leider erst nach unserer Reise gelesen habe. Da wurde mir einiges klarer. ;-)

Tipps:

  • Ich fand Japan, zumindest, was wir gesehen haben, sehr organisiert, strukturiert und wirklich einfach zu bereisen! Überall findet man Menschen, die einem helfen, wenn man fragend schaut, oft auf Englisch und immer herzlich. 
  • Japan war viel billiger als ich erwartet hatte! Klar ist ein frisch gezapftes Bier teurer als hier, aber Essen gehen oder auch Snacks, die man zwischendurch kauft, waren günstiger als hierzulande. 
  • Adapter nicht vergessen! Japan hat 110V, auch die Stecker sind dieselben wie in den USA mit zwei flachen Kontakten. Auch auf der Kabine der Diamond Princess gibt es nur im Badezimmer eine für deutsche Stecker passende Steckdose, ansonsten braucht man Adapter. 
  • Ab und zu war ich mit dem Smartphone online, das kostete in Japan und Russland 2,99 EUR pro Tag, was ich okay finde. Vereinzelt gibt es auch freies WLAN. 
  • xxx
Ich werde hier nach und nach ergänzen, wenn mir etwas einfällt.

Mittwoch, 3. September 2014

Tokio: Kaiserpalast und Rückflug

Heute am letzten Tag wollten wir uns noch den Kaiserpalast anschauen, bzw. das Areal um den Palast.

Zuvor jedoch haben wir grob unsere Koffer gepackt und in der Rezeption gefragt, wann wir auschecken können. Ein Late Check-out war zum Glück möglich, so dass der Tag entspannter ablief. Ich mag es, wenn man vor dem Langstreckenflug noch einmal duschen und sich in frische Klamotten werfen kann. Zudem konnte ich für 15:50 Uhr einen Airport Limousine Bus Shuttle vom Hotel zum Flughafen buchen, auch in der Rezeption. Mit den großen Koffern ist das doch bequemer.

Wir sind mit der Bahn bis zum Hauptbahnhof und haben uns dort den Marunouchi Central Exit gesucht, Richtung Imperial Palace ist auch auf Englisch angeschrieben. Schön ist ein Blick zurück auf das schöne Backsteingebäude, das den Amsterdamer Zentralbahnhof als Vorbild hatte.

Tokio - Blick auf den Hauptbahnhof Tokio von der Marunouchi-Seite

Heutzutage ist das Marunouchi-Viertel eine bekannte Business-Adresse, außerdem gibt es Geschäfte und gute Restaurants. Wir sind geradeaus in Richtung Kaiserpalast gelaufen, der überall gut ausgeschildert ist. Immer den Schildern Nijubashi folgen.

Der Kaiserpalast ist die Residenz des Tennō, des japanischen Kaisers, und liegt auf dem ehemaligen Gelände der Burg Edo. Nur am Kaisergeburtstag und Neujahr (2. Januar, warum auch immer) ist ein Teil des Palastes öffentlich zu besichtigen und die Kaiserfamilie zeigt sich. An anderen Tagen kann man als Besucher einen Blick auf Paläste werfen und (ebenfalls kostenlos) den östlichen Teil der Gartenanlagen besichtigen.

Tokio - Brücke zum Kaiserpalast

Das Areal ist groß und strahlt mitten in der Stadt Ruhe aus. Arbeiter waren beschäftigt, Algen vom Rand der Wassergräben zu entfernen, die vor den mächtigen Mauern das Areal vom Rest der Welt abschotten. Wir sind gemütlich geschlendert und haben alles auf uns wirken lassen.

Die Brücke Nijubashi selbst und der Blick auf den zurzeit eingerüsteten Kaiserpalast sind nicht wirklich spektakulär. Lustiger fand ich es, die verschiedenen anderen Touristen dabei zu beobachten, wie sie Gruppenfotos und Selfies machen.

Tokio - Brücke zum Kaiserpalast

Wir sind dann weiter auf den gut beschilderten Wegen in Richtung des Ote-mon-Eingangs. Von dort kommt man in den östlichen Teil der Gärten. Der Eintritt ist kostenlos, man bekommt allerdings ein kleines Täfelchen als Ticket, das man am Schluss wieder abgibt. So ist gewährleistet, dass bei Schließung des Parks (um 16:30 Uhr) wieder alle Besucher raus sind.

Tokio - östlicher Palastgarten

Direkt hinter dem Eingang findet sich rechts ein Museum mit wechselnden Ausstellungen, das wir auch kurz besucht haben. Ansonsten lohnt es sich, einiges an Zeit mitzubringen, um sowohl den Park als auch die Menschen, die ihn besuchen, auf sich wirken zu lassen.

Einige Menschen verbrachten ihre Mittagspause dort, was ich sehr interessant und schön fand.

Im Park finden sind viele Schilder und Beschriftungen, die Hintergrundinformationen liefern. So ist u.a. ein Wachhaus zu sehen, in dem zu Edo-Zeiten 100 Samurai in mehreren Schichten das Tor bewachten.

Hyakunin-bansho Guardhouse

Ebenfalls ist auf Schautafeln beschrieben, wie die großen Steinmauern entstanden sind und später rekonstruiert wurden.

Sehenswert sind die folgenden Honmaru- und Ninomaru-Gärten, in die man mehr oder weniger automatisch gelangt, wenn man weiter läuft. Bäume, Blumen, usw. - es gibt viel zu sehen.

Etwas erhöht ist auch einen Aussichtspunkt mit schönem Rundblick. Wie überall in Tokio sieht man eine Menge Hochhäuser. Wir haben allerdings im ganzen Park keine Stelle gesehen, von der man den Palast hätte erspähen können.

Tokio - Ninomaru GartenSchön fand ich einen Garten, in dem 31 verschiedene Bäume als Symbol der verschiedenen Präfekturen Japans gepflanzt sind.

Auch kleine Seen und Bonsais sind zu sehen.


Auch im Herbst blüht noch was. :-)


Wir sind von dort zurück zum Hauptbahnhof und haben uns dort etwas zu Mittagessen gesucht. Das Angebot ist riesig! Der Bahnhof ist komplett unterkellert und voller Restaurants und Geschäfte mit großer Auswahl. Wir haben uns für Udon-Nudeln und Bier entschieden. Das Essen wird frisch zubereitet und hat wirklich gut geschmeckt.

Udon im Bahnhof

Von dort sind wir langsam zurück in Richtung Hotel, haben gepackt, ausgecheckt und sind mit dem Shuttle wie geplant zum Flughafen. Dort waren wir wie erwartet recht früh und hatten noch viel Zeit, um uns umzusehen.

Das Guthaben auf unseren Suica- bzw. Pasmo Karten (fürs öffentliche Nahverkehrssystem) konnten wir sogar noch aufbrauchen, indem wir ein paar Kleinigkeiten in den Shops am Flughafen damit bezahlt haben. Es gibt japanische Süßigkeiten, Matcha-Tee und Snacks, die sich als Mitbringsel eignen.

Wer mag, kann sogar noch eine japanische Toilettenschüssel kaufen; das gab's in einem der Läden hinterm Gate, kurz vor dem Abflug.



Den Flughafen hätte ich mir irgendwie größer und voller vorgestellt. Unser Flugzeug war eines der letzten und die Hallen waren fast ausgestorben.

Der Rückflug nach Nürnberg mit Umsteigen in Istanbul lief dann wie geplant ziemlich ereignislos, was ja nicht schlecht ist.

Turkish Airlines - Speisekarte Economy Class

Dies ist Teil eines Reiseberichts über unsere 2-wöchige Reise nach Japan. Details dazu sowie Links zu den anderen Tagen finden sich hier.

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