Mittwoch, 3. September 2014

Tokio: Kaiserpalast und Rückflug

Heute am letzten Tag wollten wir uns noch den Kaiserpalast anschauen, bzw. das Areal um den Palast.

Zuvor jedoch haben wir grob unsere Koffer gepackt und in der Rezeption gefragt, wann wir auschecken können. Ein Late Check-out war zum Glück möglich, so dass der Tag entspannter ablief. Ich mag es, wenn man vor dem Langstreckenflug noch einmal duschen und sich in frische Klamotten werfen kann. Zudem konnte ich für 15:50 Uhr einen Airport Limousine Bus Shuttle vom Hotel zum Flughafen buchen, auch in der Rezeption. Mit den großen Koffern ist das doch bequemer.

Wir sind mit der Bahn bis zum Hauptbahnhof und haben uns dort den Marunouchi Central Exit gesucht, Richtung Imperial Palace ist auch auf Englisch angeschrieben. Schön ist ein Blick zurück auf das schöne Backsteingebäude, das den Amsterdamer Zentralbahnhof als Vorbild hatte.

Tokio - Blick auf den Hauptbahnhof Tokio von der Marunouchi-Seite

Heutzutage ist das Marunouchi-Viertel eine bekannte Business-Adresse, außerdem gibt es Geschäfte und gute Restaurants. Wir sind geradeaus in Richtung Kaiserpalast gelaufen, der überall gut ausgeschildert ist. Immer den Schildern Nijubashi folgen.

Der Kaiserpalast ist die Residenz des Tennō, des japanischen Kaisers, und liegt auf dem ehemaligen Gelände der Burg Edo. Nur am Kaisergeburtstag und Neujahr (2. Januar, warum auch immer) ist ein Teil des Palastes öffentlich zu besichtigen und die Kaiserfamilie zeigt sich. An anderen Tagen kann man als Besucher einen Blick auf Paläste werfen und (ebenfalls kostenlos) den östlichen Teil der Gartenanlagen besichtigen.

Tokio - Brücke zum Kaiserpalast

Das Areal ist groß und strahlt mitten in der Stadt Ruhe aus. Arbeiter waren beschäftigt, Algen vom Rand der Wassergräben zu entfernen, die vor den mächtigen Mauern das Areal vom Rest der Welt abschotten. Wir sind gemütlich geschlendert und haben alles auf uns wirken lassen.

Die Brücke Nijubashi selbst und der Blick auf den zurzeit eingerüsteten Kaiserpalast sind nicht wirklich spektakulär. Lustiger fand ich es, die verschiedenen anderen Touristen dabei zu beobachten, wie sie Gruppenfotos und Selfies machen.

Tokio - Brücke zum Kaiserpalast

Wir sind dann weiter auf den gut beschilderten Wegen in Richtung des Ote-mon-Eingangs. Von dort kommt man in den östlichen Teil der Gärten. Der Eintritt ist kostenlos, man bekommt allerdings ein kleines Täfelchen als Ticket, das man am Schluss wieder abgibt. So ist gewährleistet, dass bei Schließung des Parks (um 16:30 Uhr) wieder alle Besucher raus sind.

Tokio - östlicher Palastgarten

Direkt hinter dem Eingang findet sich rechts ein Museum mit wechselnden Ausstellungen, das wir auch kurz besucht haben. Ansonsten lohnt es sich, einiges an Zeit mitzubringen, um sowohl den Park als auch die Menschen, die ihn besuchen, auf sich wirken zu lassen.

Einige Menschen verbrachten ihre Mittagspause dort, was ich sehr interessant und schön fand.

Im Park finden sind viele Schilder und Beschriftungen, die Hintergrundinformationen liefern. So ist u.a. ein Wachhaus zu sehen, in dem zu Edo-Zeiten 100 Samurai in mehreren Schichten das Tor bewachten.

Hyakunin-bansho Guardhouse

Ebenfalls ist auf Schautafeln beschrieben, wie die großen Steinmauern entstanden sind und später rekonstruiert wurden.

Sehenswert sind die folgenden Honmaru- und Ninomaru-Gärten, in die man mehr oder weniger automatisch gelangt, wenn man weiter läuft. Bäume, Blumen, usw. - es gibt viel zu sehen.

Etwas erhöht ist auch einen Aussichtspunkt mit schönem Rundblick. Wie überall in Tokio sieht man eine Menge Hochhäuser. Wir haben allerdings im ganzen Park keine Stelle gesehen, von der man den Palast hätte erspähen können.

Tokio - Ninomaru GartenSchön fand ich einen Garten, in dem 31 verschiedene Bäume als Symbol der verschiedenen Präfekturen Japans gepflanzt sind.

Auch kleine Seen und Bonsais sind zu sehen.


Auch im Herbst blüht noch was. :-)


Wir sind von dort zurück zum Hauptbahnhof und haben uns dort etwas zu Mittagessen gesucht. Das Angebot ist riesig! Der Bahnhof ist komplett unterkellert und voller Restaurants und Geschäfte mit großer Auswahl. Wir haben uns für Udon-Nudeln und Bier entschieden. Das Essen wird frisch zubereitet und hat wirklich gut geschmeckt.

Udon im Bahnhof

Von dort sind wir langsam zurück in Richtung Hotel, haben gepackt, ausgecheckt und sind mit dem Shuttle wie geplant zum Flughafen. Dort waren wir wie erwartet recht früh und hatten noch viel Zeit, um uns umzusehen.

Das Guthaben auf unseren Suica- bzw. Pasmo Karten (fürs öffentliche Nahverkehrssystem) konnten wir sogar noch aufbrauchen, indem wir ein paar Kleinigkeiten in den Shops am Flughafen damit bezahlt haben. Es gibt japanische Süßigkeiten, Matcha-Tee und Snacks, die sich als Mitbringsel eignen.

Wer mag, kann sogar noch eine japanische Toilettenschüssel kaufen; das gab's in einem der Läden hinterm Gate, kurz vor dem Abflug.



Den Flughafen hätte ich mir irgendwie größer und voller vorgestellt. Unser Flugzeug war eines der letzten und die Hallen waren fast ausgestorben.

Der Rückflug nach Nürnberg mit Umsteigen in Istanbul lief dann wie geplant ziemlich ereignislos, was ja nicht schlecht ist.

Turkish Airlines - Speisekarte Economy Class

Dies ist Teil eines Reiseberichts über unsere 2-wöchige Reise nach Japan. Details dazu sowie Links zu den anderen Tagen finden sich hier.

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