Sonntag, 17. Februar 2019

El Djem, Tunesien

Das Amphitheater im tunesischen El Djem ist mit einem Fassungsvermögen von 35.000 Zuschauern ist nach dem Kolosseum von Rom und dem Amphitheater von Capua das drittgrößte Amphitheater des ehemaligen Römischen Reiches. Es wurde 238 nicht von den Römern sondern von den durch Olivenöl reich gewordenen Einwohnern El Djems gebaut. El Djem (auch El Jem, arabisch الجم al-Dschamm) ist das antike Thysdrus, nach Karthago war das die zweitgrößte Stadt des römischen Imperiums in Afrika. Das Amphitheater ist relativ gut erhalten und wurde bereits 1979 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Heute wird es für Konzerte und Festspiele genutzt, außerdem besuchen Touristen den Ort und das Amphitheater.

El Djem, Tunesien


Ich war 1989 und 2013 hier und fand es nie überfüllt; es liegt doch etwas abseits der Badeziele des Landes. Dieses Foto stammt vom März 2013.

Wenn man darin herumschlendert, kann man die Kämpfe der Gladiatoren mit Löwen und Tigern sowie die rasanten Wagenrennen erahnen. Die Stimmung in dem Bauwerk ist beeindruckend. Wer alte Steine mag, der kann sich einige Zeit hier aufhalten und die Ruinen auf sich wirken lassen.

Sonntag, 10. Februar 2019

Sacré-Cœur, Paris

Die Basilika Sacré-Cœur de Montmartre ist eines der Wahrzeichen von Paris und jedes Mal, wenn ich in der Stadt bin, freue ich mich wenn ich die Gelegenheit bekomme, dort herumzuschlendern. Das Viertel an und auf dem Butte Montmartre liegt im Norden der Stadt und ist bekannt durch die Künstler des 19. Jahrhunderts. Auch heute noch findet man hier Maler, die sich auf Touristen eingestellt haben und z.B. Portraits machen.

Von weitem sichtbar thront die Basilika Sacré-Cœur über Paris. Der neoromantisch-neobyzantinische Bau entstand nach dem Krieg von 1870/71 und dem Aufstand der Commune 1873. Ein goldenes Mosaik verherrlicht das namengebende Herz Jesu, dem die Wallfahrtskirche geweiht ist.

Sacré-Cœur, Paris

An kalten Wintertagen wie hier 2008 hat man manchmal Glück und ist einer der wenigen Besucher dort. Im Sommer finde ich es inzwischen zu voll. Das Weiß des Gebäudes passt wunderbar zu dem strahlend blauen Himmel. Und der Ausblick von der vorgelagerten Terrasse ist spektakulär.

Ein paar Impressionen zu einem winterlichen Wochenende in Paris auf dem Blog findet sich hier.

Sonntag, 3. Februar 2019

Mündung des Nordseekanals ins Meer

Ich find es ja immer klasse, wenn ich vom Flugzeug aus Landschaften oder Orte erkenne, die ich von unten auch schon gesehen habe. In diesem Fall ist es genau andersherum: Das Foto habe ich am 1. Februar 2012 auf einem Flug von Amsterdam nach Göteborg aufgenommen, und gute anderthalb Jahre später bin ich mit dem Schiff unten durch den Kanal und die Schleuse ins Meer gefahren.

Es handelt sich hierbei um die Mündung des Nordseekanals in die Nordsee. Der Kanal liegt in den Niederlanden und verbindet den Hafen von Amtserdam mit der Nordsee. Der Kanal ist 21 Kilometer lang und führt weiter östlich noch bis ins IJsselmeer.

Mündung des Nordseekanals ins Meer - Noorderbuitenkanaal

Er entstand im 19. Jahrhundert, die Erweiterung durch zwei lange Stege ins Meer kam in den 1960ern dazu, um den Zugang zum Kanal zu schützen. An der Mündung des Kanals entstand die Stadt IJmuiden, außerdem ist hier die letzte Schleuse des Kanals vor der Nordsee zu sehen. Durch die Schleuse bin ich 2013 mit dem Schiff gefahren, das war beeindruckend. An den Schleusenkammern wird der Amsterdamer Pegel gemessen.

Sonntag, 27. Januar 2019

Avenue of Stars, Hongkong

Nach dem Foto der HSBC Zentrale letzte Woche gibt's heute ein Foto der gegenüberliegenden Seite mit Hong Kong Island im Hintergrund. Ich stehe an der Hafenpromenade des Victoria Harbour im Stadtteil Tsim Sha Tsui auf der Halbinsel Kowloon. Bzw. ich stand da, und zwar vor ziemlich genau 13 Jahren, im Januar 2006.

Bruce Lee Statue in Hongkong - Avenue of Stars

Abgebildet ist Bruce Lee in einer typischen Pose. Er ist einer der für Europäer bekannteren Schauspieler an der Avenue of Stars (香港星光大道 xiānggǎng xīngguāng dàdào).

Nach dem Vorbild des Hollywood Walk of Fame in Los Angeles findet man am Boden eine Reihe von goldenen Sternen mit Namensplaketten und persönlichen Handabdrücken berühmter Filmstars und in der Höhe mit diesem schönen Ausblick auf die Hafenstadt sind die Statuen besonders bekannter Schauspieler, die mit Hongkong verbunden sind.

Freitag, 25. Januar 2019

Lieblingsfotos 2. Halbjahr 2018

Der Januar neigt sich dem Ende, also höchste Zeit für die halbjährlich stattfindenden Fotoparade #FopaNet von Michael. Letzten Sommer hatte ich es nicht geschafft, was nicht weiter schlimm war, da ich im ersten Halbjahr kaum weg war. Das zweite Halbjahr 2018 war reisetechnisch wieder etwas besser, auch meist spontan, und ich habe mehr fotografiert.

Vom 2. Halbjahr 2016, vom 1. Halbjahr 2017 und vom 2. Halbjahr 2017 hatte ich bereits Fotos gezeigt, jetzt geht es um das 2. Halbjahr 2018. Auch dieses Mal gibt es 6 Kategorien, die die Fotos nach Möglichkeit erfüllen sollten: Abstrakt, Aussicht, Krasse Sache, Landschaft, Rot, Tierisch und zusätzlich das schönste Foto als 7. Kategorie.

1. Abstrakt: Barcelona


Los geht's mit dem Thema Abstrakt. Da fiel mir spontan das Museu Can Framis in Barcelona ein. Wir sind eher spontan hingekommen, als wir uns den Stadtteil Poblenou angeschaut haben.

Kunst vor dem Museu Can Framis, Barcelona

Im alten Industrieviertel Poblenou im Osten Barcelonas wird seit einigen Jahren nämlich so kräftig umstrukturiert, dass sich ein Besuch lohnt. Fabrikgebäude und Industrieareale werden zu Büros, Kneipen und öffentlichen Räumen. Eines der Fabrikensembles wurde zu einem Museum für moderne Kunst, dessen Besuch lohnt. In entkernten Hallen ist Platz für die Ausstellung. Auch das Gebäude ist stimmig. Vor dem Museum auf der Straße fielen mir diese an Buddhafiguren erinnernde Kunstwerke auf.

2. Aussicht: Kreta, Red Beach


Wenn man bei strahlendem Sonnenschein und großer Hitze einen Berg hinaufgeht, möchte man auf der anderen Seite belohnt werden. Im Süden Kretas nahe der Hippiestadt Mátala gibt es den sog. Red Beach, der aufgrund der Farbe seines Sandes so genannt wird.

Red Beach nahe Mátala, Kreta

Sonntag, 20. Januar 2019

Hongkong: Atrium im HSBC Hochhaus

1985 wurde die neue Zentrale der Hongkong and Shanghai Banking Corporation eröffnet, und zwar in Hongkong, das damals noch britisch war. 1841 wurde die damals noch kleine Hafenstadt im Zuge des Ersten Opiumkriegs britische Kolonie. Weitere Gebiete wurden durch sog. Ungleiche Verträge für 99 Jahre gepachtet, so ging Hongkong 1997 an China zurück. Die Bank wurde 1865 gegründet, um den britischen Handel im Fernen Osten zu finanzieren. Heute ist der Sitz der HSBC in London.

Die Rolltreppen meines Fotos der Woche stehen im Atrium des Hochhauses namens Hongkong and Shanghai Bank Headquarters. Es wurde von Norman Foster entworfen, dem bekannten britischen Architekten. Das Gebäude ist 180 Meter hoch und hat 52 Stockwerke, davon 4 unterirdisch. Es war viele Jahre der teuerste Wolkenkratzer der Welt.

Hongkong - HSBC Geäude Atrium - Rolltreppe in Form einer 8 - Hongkong and Shanghai Bank Headquarters - Escalators

Mit ein Grund für die hohen Kosten waren Umbauten, um mehr vom in Hongkong beliebten Feng Shui (風水, das heißt einfach Wind und Wasser, Kurzzeichen 风水) darin zu haben. Sonst hätte das Unglück gebracht. So wurden z.B. die von Foster gebauten Rolltreppen im Atrium wieder abgerissen und neu gebaut, wie man hier sehen kann in Form der chinesischen Glückszahl 8. Die 8 (八 bā) bringt Glück und Reichtum, was für eine Bank natürlich ideal ist. Außerdem stehen sie durch eine Drehung so, dass Geister, die eventuell vom Victoria Harbour hereinfliegen wollen, abgelenkt werden.

Das Gebäude steht seit 1986 und war damals wegweisend. 1990 habe ich es das erste Mal besucht, dieses Foto stammt von 2006. Auf meiner Facebook-Seite habe ich noch ein paar weitere Fotos vom Gebäude und von Hongkong 2006; auch ein Foto von mir ist dabei.

Sonntag, 13. Januar 2019

Charleston, USA

Heute gibt's ein Foto, das Ende 2006 analog mit einer Pentax-Spiegelreflex fotografiert und eingescannt wurde. Damals hatten wir sowohl die Spiegelreflex als auch eine Digitalkamera im USA-Urlaub dabei.

Charleston liegt in South Carolina in den USA am Meer und ist eine der bekanntesten Städte der Südstaaten. Die Lage auf einer durch zwei Flüsse, die in den Atlantik münden, entstandenen Halbinsel war ideal für die Anlage eines Hafens. Benannt wurde das damalige Charles Town 1670 nach dem englischen König Charles II.. Hafen und Stadt waren Drehscheibe des Sklavenhandels und haben sich entsprechend gut entwickelt.

Charleston, USA - Broad St mit typischen Häusern und der St. Michael Church im Hintergrund - Dezember 2006

Inzwischen ist der Tourismus eine der Haupteinnahmequellen Charlestons. Der historische Distrikt mit den typischen Villen der Kolonialzeit, die von Säulenveranden umgeben sind, und mit den typischen Kirchtürmen wie die hier im Hintergrund fotografierte St. Michael's Episcopal Church an der Broad Street im Zentrum Charlestons sind Hauptsehenswürdigkeiten.

Die Kirche wurde 1761 gebaut, blieb in den Kriegen und beim großen Feuer oder Erdbeben und Hurricans unversehrt und ist die älteste Kirche der Stadt. Die Glocken wurden aus England herangeschafft. Wie man sieht, sind auch die Häuser englisch inspiriert, sie sollen englischen Landhäusern ähneln, allerdings mit Innenhöfen, Veranden und Gärten der Südstaaten. Untypisch für die USA kann man in Charleston super zu Fuß unterwegs sein, außerdem gibt es Kutschfahrten oder Ausflugsboote. Die Perle des Südens erhielt 1931 als erste Stadt der USA eine Verordnung zum Denkmalschutz; vieles wurde die letzten Jahrzehnte renoviert. Einige der Häuser im Historic District sind übrigens sehr schmal; die Haussteuer wurde früher nach der Breite an der Straße berechnet.