Sonntag, 14. April 2019

Rheinische Missionskirche in Stellenbosch, Südafrika

Stellenbosch ist nach Kapstadt die zweitälteste von Europäern gegründete Siedlung im heutigen Südafrika. Urprünglich war sie als Versorgungsbasis der 50 km westlich gelegenen Tafelbucht und der Schiffe der Niederländisch-Ostindischen Kompanie gedacht. Schön ist, dass hier viele Gebäude aus der damaligen Zeit erhalten geblieben sind. Wer den sog. kapholländischen Stil mit seinen strahlend weißen Fassaden sehen und erleben möchte, kommt an Stellenbosch nicht vorbei.

Stellenbosch ist von Hügeln und Bergen umgeben und liegt inmitten von fruchtbaren Tälern. Die Gegend ist landwirtschaftlich geprägt und gehört zu den bedeutendsten Weinanbaugebieten Südafrikas. Ich war vor 15 Jahren für eine Nacht dort und habe mir damals in Ruhe die Stadt angeschaut; von dem Besuch stammt mein heutiges Foto der Woche. Gut erinnere ich mich auch an das gute Essen und die exzellenten Weine. 



Eins der Fotos, die ich damals mit der analogen Spiegeleflex gemacht habe, zeigt die Rhenish Mission Church. Diese historische Rheinische Missionskirche in Stellenbosch liegt am zentralen Platz des Ortes namens Die Braak. Um die parkähnliche Grünfläche gruppiert sich eine Reihe sehenswerter Gebäude. Die Rheinischen Missionsgesellschaft war im 19. Jahrhundert in der Kapkolonie aktiv und hat diese Kirche bereits 1823 gebaut. Irgendwo habe ich gelesen, dass auch Sklaven hin kamen und das Gebäude erweitert werden musste. Der hier abgebildete Bereich mit Blick zur Braak entstand 1840, wie auf dem Foto ersichtlich.

Ich war 2004 zusammen mit einer guten Freundin 10 Tage in Südafrika und habe ein paar Tage der Reise hier auf dem Blog dokumentiert. Irgendwann gingen mir dann Zeit und Lust aus; zu Stellenbosch gibt es bisher noch keinen Beitrag.

Sonntag, 7. April 2019

Blühender Park in Funchal

Das Frühjahr steht für Blüten - und der Jardim Municipal do Funchal auf Madeira ist so fröhlich bunt, dass man noch mehr Lust auf Frühling bekommt!

Der Park liegt im Zentrum der Stadt und ist nicht allzu groß. Es gibt große Bäume, aber auch Beete mit Blumen und viele Bänke, auf denen man in Ruhe sitzen kann, um die Farben, die Gerüche und auch die Vögel, die dort herum schwirren, zu beobachten.

Funchal - bunte Blütenpracht im Jardim Municipal do Funchal

Besonders schön finde ich die Insel des ewigen Frühlings im April: Links erkennt man einen blühenden Jacaranda-Baum, der diese typischen lilafarbenen Blüten hat.

Vor sechs Jahren waren wir das erste Mal auf Madeira, im Rahmen einer Kreuzfahrt mit der Celebrity Silhouette. Das war im April und damals habe ich dieses Foto aufgenommen, zusammen mit ein paar anderen von diesem schönen Park - eins davon ist im anderen Beitrag. Uns hat es so gut gefallen, dass wir später einen 10tägigen Urlaub dort verbracht haben. Über Madeira findet sich daher einiges auf dem Blog.

Montag, 1. April 2019

Impressionen Q1 2019

Im Januar habe ich wieder mehr Fotos über Instagram geteilt. Vor zwei Jahren habe ich damit angefangen, ein paar der Instagram-Fotos für den Blog zusammenzustellen (hier auf dem Blog ist es doch deutlich nachhaltiger!) und es ist interessant anzuschauen, wie sich die Quartale gleichen und unterscheiden. :-)

Den Neujahrstag habe ich dieses Mal in Regensburg verbracht; über Silvester in Regensburg habe ich sogar einen Beitrag für den Blog geschrieben. Das zweite Foto ist nahe Zeyern (nicht weit von Kronach) aufgenommen, eine kleine Kapelle bei Sonnenuntergang. Rechts oben der Dom St. Salvator zu Fulda ist das barocke Wahrzeichen der Stadt.

Collage Instagram-Fotos Januar 2019

Die Basilika Vierzehnheiligen ist nach Außenrenovierung wieder ohne Gerüst zu sehen und abends beleuchtet besonders schön. Das Foto in der Mitte ist der Blick auf das oberfränkische Marktzeuln, das vor allem wegen seiner schönen und denkmalgeschützten Fachwerkhäuser bekannt ist. Das Foto rechts zeigt den Stadtplatz von Kemnath mit etwas Schnee. Kemnath ist das Tor zur Oberpfalz.

Im Februar habe ich Zeit offline verbracht, was zwischendurch auch gut tut. Daher gibt's nur eine Collage mit drei Bildern:

Sonntag, 31. März 2019

Tagesausflug nach Ayutthaya und der Buddhakopf in den Wurzeln

Die Ruinen von Ayutthaya gehören seit 1991 zum UNESCO-Welterbe und zählen zu den wichtigsten kulturellen bzw. historischen Sehenswürdigkeiten Thailands.

Die Stadt Ayutthaya wurde 1351 von König U Thong gegründet, sie war die Hauptstadt des siamesischen Königreiches Ayutthaya, bis sie im 18. Jahrhundert zerstört wurde. In ihrer Glanzzeit war Ayutthaya eine Millionenmetropole mit 375 Klöstern und Tempeln, 100 Stadttoren und fast 30 Festungen. 33 Könige residierten über 400 Jahre lang hier, Ayutthaya war politischer und kultureller Mittelpunkt eines Großreichs, das als Erbe von Angkor fast das ganze südostasiatische Festland umfasste. 1957 begann man mit der Restaurierung, 1976 wurde das Gebiet zum Geschichtspark (Ayutthaya Historical Park). Die bedeutendsten Baudenkmäler stehen im historischen Zentrum der Stadt, die man besichtigen kann.

Eines der beliebtesten Fotomotive von Ayutthaya ist dieser Buddhakopf in den Baumwurzeln. Er gehört zum Wat Mahathat, dem rituellen Zentrum der Stadt und besteht aus Sandstein. Der Rest des Buddhas ist verschwunden und die Wurzeln einer Pappel-Feige (Ficus religiosa, Bodhi-Baum) haben den Kopf im Laufe der Jahre so malerisch umschlungen.

Ich vor dem Buddha in den Baumwurzeln, Wat Mahathat, Ayutthaya - März 2006

Das Foto stammt vom März 2006, ein Kollege hat mich fotografiert.

Da Ayutthaya nur ca. 70 km nördlich von Bangkok liegt, kann man Ayutthaya gut als Tagesausflug von Bangkok aus besichtigen. Bei meiner Rucksackreise nach Thailand 2002 hatte ich es nicht geschafft, mir die Stadt anzuschauen, so habe ich 2006 die Gelegenheit genutzt, als ich beruflich in Bangkok war. Man kann in den Tempelanlagen und im Geschichtspark stundenlang herum laufen. Wer mag, kann Elefanten reiten; es gibt Fische in den Flüssen zu bewundern und man findet auch etwas zu essen, mit Blick aufs Wasser.

Samstag, 30. März 2019

Faszination Asien

Ich mag am Bloggen ja so gerne, dass man dabei andere Menschen mit ähnlichen Interessen trifft, die man im normalen Leben nie kennen lernen würde. Michelle zum Beispiel wohnt so weit von mir entfernt, dass wir uns wahrscheinlich nie begegnet wären. Aber ich kenne ihr Reiseblog und lese da sehr gerne, was sie alles erlebt. Michelle hat ein paar Monate in Singapur gelebt und dort studiert. In der Zeit hat sie auch Ausflüge unternommen, z.B. nach Jakarta und war genauso begeistert vom Monas wie ich. - Also gibt's da trotz des Altersunterschieds ein paar Gemeinsamkeiten.

Gerade hat sie eine Blogparade laufen zum Thema Faszination Asien. Der Kontinent mit vielen Facetten und einer komplett anderen Kultur fasziniert - und Michelle will wissen, was wir mit Asien verbinden. Sie z.B. mag asiatische Musik und Animes; dazu fehlt mir irgendwie der Zugang. Ich mag Asien vor allem als interessante Reise-Destination und ich mag die authentische Küche vor Ort.



Das erste Mal nach Asien bin ich sogar mit dem Auto gefahren! Nach dem Abitur ging's mit einem selbst umgebauten VW-Bus in die Türkei, vor allem in den asiatischen Teil. 1987 war das Reisen noch etwas anders als heute. Anfang 1990 kam ich dann nach so richtig nach Asien, zum Auslandsstudium nach China. Auch wenn ich zuvor schon viel über an Kultur und Sprache gelernt hatte, war das ein kleiner Kulturschock. Ich habe mich durchgeboxt und viel gesehen, viel erlebt und viel gerlernt. Zurückgefahren bin ich damals übrigens mit der Transsibirischen Eisenbahn, was super war: So kam ich im Frühjahr 1991 langsam und mit vielen Eindrücken ganz langsam von Asien in ein sich gerade extrem veränderndes Europa zurück. Inzwischen habe ich ein paar weitere asiatische Länder bereist; oben in der Karte in Blautönen dargestellt. Auf der Karte sieht man aber auch, dass Asien riesig ist und ich viele Länder noch nicht kenne - meine "weißen Flecken" sind hier grau hinterlegt.

Asien ist vielseitig und jede Region hat andere Sehenswürdigkeiten, Kulturen, Landschaften, Fauna und natürlich anderes Essen.

Die Asiatische Küche


Das klingt genauso blöd wie "die europäische Küche", und sogar noch heftiger, da Asien ja deutlich größer als Europa ist und die Küche noch vielfältiger. Mongolischer Feuertopf mit Lammfleisch, indonesischer Fisch mit Gemüse und Obst, von dem ich keine Ahnung habe, wie es heißt, indisches Dal, japanisches Sushi, georgisches Chatschapuri, nepalesische Momos, thailändisches Streetfood, kantonesische Dim Sum, arabische Mezze - wenn ich anfange, kann ich stundenlang (wirklich!) davon erzählen und gerate ins Schwärmen.



Ich liebe es, in asiatischen Ländern über Märkte zu schlendern, die Lebensmittel zu bestaunen und Menschen zu beobachten. Wenn es daneben Garküchen gibt oder ein einfaches Restaurant, dann ist das meins. Mir ist die einfache Küche, wie sie in den Ländern von normalen Menschen konsumiert wird, am liebsten. Die Geschmäcker sind authentisch, und wenn viele Einheimische dort essen, ist das meist ein gutes Zeichen.

Sonntag, 24. März 2019

Macau und die Ruine der Pauluskirche, China

Heute habe ich wieder ein altes Foto, das ich 2005 mit meiner damaligen Digitalkamera gemacht habe. Die Auflösung mit den damaligen Kameras war noch nicht die beste und die Fotos haben höchstens noch dokumentarischen Wert.

Für mich war es schön, die Ruine der Pauluskirche einmal ohne Gerüst zu sehen. Ich war 1990 schon einmal dort, damals war sie eingerüstet. Allerdings waren damals wenige Touristen dort und ich bin gespannt, wenn ich meinen alten Dias aussortiere, ob ich ein Foto davon finde und wie viele Menschen davor sind. Das Wahrzeichen Macaus wurde 2005 als Teil des historischen Zentrums der Stadt in das UNESCO Welterbe mit aufgenommen.

Macau im Dezember 2005

Man erkennt diese bekannte Ruine hier unten etwas links der Mitte im Bild. Ich habe es von der Fortaleza do Monte aus aufgenommen. Wenn man direkt davor steht, wirkt es ganz anders (davon gibt's Fotos hier!) und in früheren Jahrhunderten war diese Kirche, die auf einem Hügel steht, sicherlich exponiert und auffällig. Hier auf dem Foto erkennt man viele Wohnhäuser und Wolkenkratzer, die heutzutage eher das Stadtbild von Macau prägen. Die übrig gebliebene Fassade der Kirche geht daneben fast unter.

Mir gefällt die Stadt am Meer sehr gut. Sie vereint modernes China mit portugiesischem kolonialen Flair. Ein paar weitere Fotos von Macau habe ich bereits 2005 in einem Beitrag auf den Blog gestellt.

Sonntag, 17. März 2019

Lin An Tai in Taipei, Taiwan

Heute habe ich ein Foto, das erst 5 Jahre alt ist. Im März 2014 war ich das erste Mal auf der Insel Taiwan. Ich bin damals nach einem beruflichen Einsatz, den ich in Shanghai hatte, hingeflogen und habe auch ein wenig über meine Reise nach Taipei geschrieben.

Mir hat die Stadt gut gefallen und besonders schön fand ich, dass man in Taipei nicht nur Hektik und Großstadt, sondern auch Ruhe finden kann. Erholsam fand ich das Lin An Tai Historical House and Museum, von dem diesmal das Foto der Woche stammt.

Lin An Tai Historical House and Museum, Taipei, Taiwan

Im Jahr 1754 kam Lin Chin-Ming aus der Provinz Fujian nach Taiwan. Er und seine Söhne waren erfolgreiche Geschäftsleute und kamen zu Reichtum, so dass sie dieses Ensemble von Häusern gebaut haben. Es ist in Richtung Südwesten gebaut und soll über gutes Fengshui verfügen. Die typisch südchinesische Anlage, bestehend aus Häusern, Gebäuden, Wegen, Gärten und einem See ist inzwischen eins der ältesten Gebäude-Ensembles Taiwans.

Als ich dort war, war auch eine Klasse Grundschüler dort, die ähnlich interessiert waren wie ich.