Mittwoch, 31. Dezember 2025

Impressionen Q4 2025

Im 4. Quartal war ich wieder fitter und etwas mehr unterwegs. Die erste Oktoberwoche habe ich beruflich in der Schweiz verbracht. Diesmal hatte ich etwas Zeit für St. Gallen. Die vom irischen Mönch St. Gallus um 612 gegründete Stiftsbibliothek St. Gallen gehört zu den bedeutendsten historischen Bibliotheken der Welt und ist UNESCO-Welterbe. Auch schön das zweite Foto von rechts oben: Die Drei Weieren oberhalb der Stadt, im 17. Jahrhundert künstlich angelegte Seen mit Blick auf den Bodensee und ideal für einen gemütlichen Lauf am frühen Morgen. Auf dem Rückweg habe ich einen kleinen Umweg über das Elsass gemacht und einen Ort besucht, an dem ich als Kind oft war: Ribeauvillé mit seinen Burgen und Weinbergen ist im Herbst besonders schön; hier sieht man zwei der Burgruinen. Die Fotos werden größer, wenn man drauf klickt. 

Collage Fotos Oktober 2025

Mitte Oktober ging's kurz beruflich nach Jena, das herbstlich verfärbt auch was her macht. Auf dem Rückweg habe ich für einen Abendspaziergang in Arnstadt Halt gemacht, das als Bachstadt neben einer Bach-Kirche auch ein Bach-Denkmal hat, zweites Foto von links. Der Hainberg oberhalb von Stadtsteinach bietet tolle Ausblicke, unten auf dem dritten Foto bei einer Wanderung. Das letzte Foto ganz rechts unten stammt von einem entspannten Lauf in Oberfranken zur Mündung der Rodach in den Main.   

Montag, 10. November 2025

Wochenende in Nordthüringen: Sondershausen, Barbarossahöhle, Kyffhäuser, Panorama Museum

Anlass für die Kurztour war der Kristalllauf in Sondershausen, zu dem ich mich angemeldet hatte. Leider wurde dieser kurzfristig wegen technischer Probleme abgesagt und es war zu spät, das Hotel zu stornieren. Also haben wir dies zum Anlass genommen, einige der Sehenswürdigkeiten der Region zu erkunden. 

Sondershausen liegt an der A 38, gut 20 km südlich von Nordhausen, das den meisten als sechstgrößte Stadt Thüringens und durch den Schnaps bekannter ist. Nordhausen liegt am Südrand des Harz und hat eine reiche Geschichte. Früher freie Reichstadt, jetzt als Hochschulstandort sowie als nordthüringisches Kultur- und Industriezentrum bekannt. Durch Luftangriffe wurde die Altstadt 1945 größtenteils zerstört. Unser Hotel war dort. Wir waren am Samstagabend auch in der Stadt, allerdings war es da bereits dunkel.

20251109 Region Kyffhäuser im Herbst - Panoramamuseum

Eines der kleinsten Mittelgebirge Deutschlands, der Kyffhäuser, liegt südlich des Harzes und bietet eine abwechslungsreiche Landschaft. Besonders im Herbst fand ich die verfärbten Laub- und Mischwälder beeindruckend. Der Naturpark umfasst 30.500 ha und beherbergt eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten, die teils nur hier zu finden sind. Neben dem Bergwerk sind das Kyffhäuser-Denkmal und die Barbarossahöhle beliebte Sehenswürdigkeiten für alle, die sich für Geschichte und Geologie interessieren. Man kann hier auch sehr gut wandern oder mit dem Fahrrad Touren unternehmen. Die Wege sind sehr gut ausgeschildert. 

Sonntag, 9. November 2025

Burgruine Kyffhäuser mit Denkmal und Panorama Museum Bad Frankenhausen

Nach dem Auschecken aus dem Hotel und dem Frühstück sind wir über Land zum Kyffhäuser gefahren. Das Wetter war novembertypisch neblig bei ca. 8°C. Die Straßen des Mittelgebirges sind teils kurvig; in den Sommermonaten sind wohl viele Motorräder unterwegs. 

Die Sehenswürdigkeiten sind durch braune Hinweisschilder gut zu finden, auch die Parkplätze unterhalb der Burg sind gut beschildert.  

Kyffhäuser: Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal mit Barbarossa

Hoch auf dem Kyffhäuser steht eines der bedeutendsten Denkmäler Deutschlands: Das Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal wurde zur Erinnerung an die Reichseinigung im Jahr 1871 und zum Ehren des damaligen Kaisers erbaut. Wenn kein Nebel ist, ist es von weitem zu sehen, auch von der Autobahn aus. Im Burgmuseum und im Denkmalturm gibt es Ausstellungen, die über die Geschichte des Denkmals, über die Barbarossa-Sage und über die Reichsburg Kyffhausen berichten. 

20251109 Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal auf dem Kyffhäuser
Der Sage nach sitzt Kaiser Friedrich I., genannt Barbarossa, schlafend in einem unterirdischen Schloss im Kyffhäusergebirge an einem steinernen Tisch. Sein roter Bart wächst durch den Tisch oder um den Tisch herum. Alle hundert Jahre erwacht er und erkundigt sich beim Zwerg Alberich oder bei wem auch immer, ob noch Raben um den Berg fliegen. Dann schläft er weitere hundert Jahre, und so geht das schon länger. 

Samstag, 8. November 2025

Kyffhäuserregion: Erlebnisbergwerk, Barbarossahöhle, Stippvisite Sondershausen und Nordhausen

Nach etwas Ausschlafen ging's los in Richtung Sondershausen. Ich wollte zumindest das älteste und tiefste noch befahrbare Kalibergwerk der Welt von außen anschauen. 

Erlebnisbergwerk Glückauf Sondershausen

Hier findet einmal jährlich der sog. Kristalllauf statt. 680 Mieter unter Tage läuft man gute 10 km. Dafür hatte ich mich letztes Jahr bereits angemeldet, hing zu jener Zeit leider mit einer Corona-Infektion in Florida fest und freute mich nun darauf, dieses Jahr unter Tage bei 27°C zu schwitzen. 

Da der Brügmann-Schacht, den alle Teilnehmenden nutzen müssen, nicht befahrbar war, fiel das Event aus. Ein albernes Gesicht und meine Laufschuhe habe ich zumindest mal in die Nähe gebracht. 

Erlebnisbergwerk Sondershausen


Auch die üblichen Führungen finden zurzeit nicht statt, bis das Ersatzteil eingebaut ist. Aber auch von außen ist das Bergwerk beeindruckend. Hier wird immer noch Steinsalz gefördert.  

Wir sind von dort kurz nach Sondershausen und dann weiter (gut beschildert) zur Barbarossahöhle, um die 14 Uhr Führung zu erwischen. Es gibt übrigens ein Kombiticket, das die Höhle und die Museen auf dem Kyffhäuser einschl. Hochsteigen zum Denkmal kombiniert. 

Barbarossahöhle und Informationszentrums Geopark Kyffhäuser

Die Kyffhäuser-Region ist geprägt von Friedrich I. Barbarossa, dem bekannten mittelalterlichen Herrscher aus dem Adelsgeschlecht der Staufer. 

Er soll nicht ertrunken sein, sondern lebt noch immer und schläft hier irgendwo unterirdisch, lässt seinen Bart wachsen und wartet, bis er zurückkehren und sein Kaiserreich wieder einen kann. Die Barbarossahöhle hieß früher anders, wurde aber kurz nach ihrer Entdeckung 1865 nach Barbarossa benannt. Sie ist eine von zwei zugänglichen Anhydrithöhlen auf der Welt (die andere ist in der Region Perm im Westural). 

Barbarossahöhle


Parken kann man am Besucherparkplatz; hier ist ein Parkticket zu lösen, das für einen Tag gilt. Die Höhle ist nur mit einer Führung zu besichtigen, was sich wirklich lohnt. Wir hatten einen super Führer, der sehr kompetent und sympathisch informierte.   

Dienstag, 30. September 2025

Impressionen Q3 2025

Auch im dritten Quartal war ich wieder unterwegs, aber eher in der Nähe. Gehandicapt durch eine große Entzündung am Kiefer lief alles etwas langsamer als üblich. Zum Geburtstag habe ich mit meiner Mutter eine Ausfahrt in die Höhen des Frankenwaldes unternommen. Im nördlichen Landkreis Kronach liegt die Arnikastadt Teuschnitz. Nach einem Besuch im Café haben wir uns den Kräutergarten angeschaut, links oben in der Collage. Am 6. Juli feuerten wir die Sportler der Challenge Roth an - eine einmalige Stimmung; hier am Solarer Berg. Auch wenn ich seit einem Jahr wieder 10 km am Stück laufen kann - für 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen fehlt mir (noch?) die Kraft. Ein paar Tage später sind wir stattdessen passend zu meinem eingeschränkten Fitness-Zustand für eine Woche auf die Donau. Eine dieser Flusskreuzfahrten von Passau nach Budapest und zurück war entschleunigend und voller Sehenswürdigkeiten. Die Fotos zeigen eine Schleuse und Dürnstein in der Wachau vom Wasser aus gesehen; Foto rechts oben. 

Collage Fotos Juli 2025
In Wien war ich oft beruflich; diesmal reichte beim Ganztages-Stopp die Zeit u.a. für die Votivkirche, links unten. Ein Highlight der Reise war natürlich Budapest, das ich zum ersten Mal besucht habe. Das dritte Foto unten zeigt den Blick von der historisch bedeutsamen Burg Visegrád auf die Donau. Rechts ein Foto aus Bayreuth, stellvertretend für die vielen Besuche beim Zahnarzt in dieser Stadt.   

Auch der August war von meiner Kiefergeschichte und -OP geprägt und ich war nur in der Heimat unterwegs (und im Bett...). Das erste Foto habe ich in Nagel im Fichtelgebirge aufgenommen; der Ort ist bekannt als Kräuterdorf. Rechts daneben Nürnberg: Opernhaus und zugehörige U-Bahnstation in der Dämmerung. Das dritte Foto zeigt Kronach mit der Haßlach, das vierte Kulmbach mit dem Mühlbach bzw. Weißen Main.  

Samstag, 13. September 2025

Kurzreise nach Tschechien: Plzeň (Pilsen) und Brno (Brünn)

Nach einer größeren Kiefergeschichte war ich nicht allzu fit, so dass ein größerer Urlaub ausfiel. Da Tschechien nicht weit ist und ich zudem (nach jahrelangem Probieren) endlich Tickets für die Villa Tugendhat ergattert hatte und diese nicht verfallen lassen wollte, sind wir für 3 Nächte ins Nachbarland gefahren. 

Der Termin zur Besichtigung der Villa Tugendhat war um 14 Uhr; man soll etwas früher dort sein. Das war mir von Zuhause aus zu weit und unsicher. Daher haben wir auf dem Weg übernachtet. Von Nordbayern fährt man an Prag vorbei; das wäre auch eine Option gewesen. Entschieden habe ich mich aber für Pilsen, das auf tschechisch Plzeň heißt. Die Stadt wollte ich schon ewig einmal besuchen und war froh, dass es sich so ergab. Da man in Tschechien nach einem Bier nicht mehr autofahren darf, macht es eh Sinn, dort zu übernachten, wenn man das Pilsner Urquell am Brauort probieren möchte. Ich habe wenige Tage vor der Tour ein Hotel im Stadtzentrum gefunden und gebucht. Für eine Besichtigung der Brauerei reichte der Besuch diesmal nicht, aber für zwei Spaziergänge; einmal abends und am nächten Morgen. 

Kurzreise Pilsen und Brünn - Collage

Zwischen den beiden Städten ist man drei bis vier Stunden unterwegs, je nach Verkehr. Die Autobahn ist vor allem um Prag herum und auf dem Weg nach Brünn relativ voll; es gibt auch viele Baustellen. 

Für Brünn oder auf tschechisch Brno habe ich länger gesucht und mich schließlich für eine Unterkunft ohne Rezeption im Loft-Stil entschieden, die zentral war. Die Innenstadt ist nicht mit dem Auto befahrbar; am besten parkt man irgendwo (das konnten wir bei der Unterkunft) und erkundet die Stadt zu Fuß. 

Wir hatten uns offen gehalten, ob wir länger bleiben und den Süden des Landes erkunden. Da es mir aber nicht besonders gut ging und außerdem das Wetter eher kühl und regnerisch war, sind wir nach den drei Nächten wieder heimgefahren und haben uns die weiteren Sehenswürdigkeiten für eine andere Reise aufgehoben.   

Hier die einzelnen Tage unserer Tour, beginnend ab Nordbayern:

Allgemeine Tipps zu Tschechien habe ich hier aufgeschrieben. Als Reiseführer hatte ich die aktuelle Ausgabe des Tschechien Reiseführers des Michael Müller Verlags dabei und war damit sehr zufrieden. Ich habe diesmal eine Monats-Vignette für die Autobahnen gekauft. Das läuft alles bequem online; die Vignette ist digital. 

Dienstag, 9. September 2025

Fahrt nach Plzeň (Pilsen), Abendspaziergang

Mein beruflicher Termin dauerte länger als geplant, so dass wir erst spät los kamen. Von Nordbayern nach Plzeň (Pilsen) ist es nicht weit. Es bietet sich die A6 an, man braucht eine Vignette. 

Die Fahrt durch strömenden Regen war sehr unangenehm und ich war froh, als wir endlich in Pilsen angekommen sind. Zum Glück hatte ich beim Buchen des Hotels einen Parkplatz im Innenhof des Hotels mitgebucht, so dass uns eine längere Sucherei erspart blieb. 

Fahrt nach Pilsen

Das Hotel Central liegt mitten in der Stadt, am großen Stadtplatz Náměstí Republiky (Platz der Republik). Von außen ist es keine Augenweide, allerdings hat man von innen und von der Bar oben eine geniale Aussicht. Wenn es nicht regnet, kann man raus auf eine Terrasse. 

Um 21:30 Uhr hatte ich mein frisch gezapftes Pilsner Urquell in der Hand. Und ein Stück Torte, da die Bar geniale französisch inspirierte Törtchen anbietet, und wir zumindest eins probiert haben. 

20250909 Pilsen Blick von der Hotelbar auf den Stadtplatz
Links sieht man meine Hand mit einem Pilsner Urquell und einem Blick auf die Pestsäule, das alte Rathaus und die Kathedrale der Stadt. Rechts ist die andere Seite des Platzes mit seinen Häusern; im Hintergrund ist die erleuchtet Bahnhofshalle zu erahnen.