Samstag, 2. Juli 2022

Impressionen Q2 2022

Hier wieder ein Rückblick auf das letzte Quartal. Ich poste in dieser Impressionen genannten Reihe pro Monat einige Fotos, die ich unterwegs geschossen und teils zeitnah auf Instagram gepostet habe. Die Lust an Instagram ist mir schon länger vergangen, da sich die Plattform von schnellen Schnappschüssen immer mehr zu einer Art zweitem Tiktok wandeln möchte; sog. Reels werden gepusht, meine Fotos werden kaum mehr angezeigt. Aber ein paar Fotos pro Monat als kurzen Reiserückblick suche ich trotzdem gerne zusammen. 

Anfang April war ich zuhause; vom Urlaub hatte ich mir eine Bronchitis mitgebracht, die erst auskuriert werden musste. Am 1. April lag ein wenig Schnee. Das zweite Foto ist der Blick aus meinem Fenster: Ein typischer Sonnenuntergang mit der Hälfte der Windräder, die in Bayern letztes Jahr gebaut wurden: 4 Stück stehen bei uns um die Ecke, nur 8 wurden gebaut. Erneuerbare Energien sind ein Thema des Jahres 2022. Die beiden anderen Fotos zeigen Vogtendorf bei Kronach (dieses hübsche ehemalige Rathaus wurde 1763 errichtet) und das ehemalige Landesgartenschaugelände in Kronach. Wenn man durch den Fernseher schaut, sieht man in der Ferne die Festung.  

Collage Instagram-Fotos April 2022

Der erste Spaziergang nach der krankheitsbedingten Pause führe mich ins malerische Fischbachtal. Dort kenne ich drei Singletrails entlang der Fränkischen Linie - geologisch hochinteressant, teils felsig und mit super Aussichten. Nach coronabedingert Pause leuchtete Kronach wieder! Dieses Jahr verwandelte sich das Landesgartenschaugelände allabendlich in ein Lichtspektakel. Ich war am Eröffnungstag dort und habe auf Instagram eine Reihe Fotos und Stories geteilt. Die letzten beiden Fotos zeigen Český Krumlov, das ich Ende des Monats über Nacht besucht habe. Die auch Krumau an der Moldau genannte Stadt liegt in Südböhmen, die Altstadt ist UNESCO-Welterbe. Am Abend war ich fast alleine unterwegs und konnte die schönen Aus- und Einblicke genießen. 

In diesem Jahr wurden auch die beruflichen Reisen wieder mehr und es ging erstmals wieder ins Ausland. Von London habe ich wenig mehr als das abendliche Foto unten gesehen, aber es war schön, Kolleg:innen aus anderen Ländern wieder zu treffen und ich habe es geschafft, dass meine vielen Corona-Tests immer schön negativ blieben, auch wenn ich einer der wenigen mit Maske war. Das dritte Foto oben zeigt mein Hotelfrühstück. Als ich zurückkam, war richtig Frühling; es blühte schön, u.a. auch die Apfelbäume. In Seibelsdorf im Landkreis Kronach liegt dieses ehemalige Rittergut. Das schlossähnliche Gebäude von 1829 war ein stattlicher Gutshof mit Ländereien, heute steht es leer.

Sonntag, 24. April 2022

Europäische Kurorte - Spa als Geburtsort der modernen Kurbäder

Die letzten Jahre habe ich angefangen, mich für Kurorte zu interessieren. Eigentlich kannte ich die schon früher, aber dass sie oft eine total beeindruckende Architektur und interessante Geschichte aufweisen, wurde mir ehrlich gesagt erst spät klar. Ab und zu mache ich Fotos davon und schreibe ein wenig, so dass es hier auf dem Reiseblog seit einigen Jahren auch eine Kategorie Kurbad gibt. 

Als Marina, die das Blog MS|WellTravel betreibt, bei Reisebloggern anfragte, wer etwas zu europäischen Kurbädern schreiben möche, habe ich mich gemeldet. Marina ist studierte Gesundheitstouristikerin und bloggt leidenschaftlich über ihre Passion. Es gibt Berichte mit dem Schwerpunkt Aktiv-, Erholungs- und Gesundheitsreisen. Damit möchte sie ihre Leser:innen motivieren, gesund zu reisen.

Spa, Belgien - Pouhon Pierre le Grand
Ich hatte einiges im Angebot, bin dann aber doch bei dem Kurbad geblieben, das als Geburtsort der europäischen Wellness- und Kurbad-Bewegung gilt: Spa in Belgien. Wie das angefangen hat, was daraus wurde, und welche Kurbäder in Europa sonst noch spannend und besuchenswert sind, das findet Ihr alles bei Marina in ihrem Artikel Heilbad in Europa – 12 Reisetipps zu Heilquellen und Thermen. Viel Spaß beim Lesen und Reisen!

Mittwoch, 30. März 2022

Dubai: Expo 2020 (2022) und ein paar Tage Wärme

Connecting Minds, Creating the Future – so lautete das Motto der Expo 2020 in Dubai. Eigentlich war der  Beginn der Weltausstellung für 2020 geplant, aber durch die Corona-Pandemie wurde sie verschoben und fand vom 1. Oktober 2021 bis zum 31. März 2022 statt. Den Namen behielt sie. 

Spannend fand ich, wie das Thema Zukunft in den aufstrebenden Emiraten gesehen wird. Ich war schon 10 Jahre lang nicht mehr da und in der Zeit hat sich einiges getan! Mit Dubai als Austragungsort war außerdem erstmals ein arabisches Land Austragungsstätte einer großen Weltausstellung. Wir hatten die Expo 2000 in Hannover und die Expo 2015 in Mailand besucht; das Gelände der Expo 2010 in Shanghai hatte ich später besichtigt. Ich finde diese Weltausstellungen interessant; der Eiffelturm stammt ja auch daher, und seitdem gibt es immer wieder interessante Architektur oder Pavillons, die sich lohnen.

Expo Dubai - Blick auf Water Features, Al Wasl von der African Dining Hall aus

Durch die Pandemie und die hohen Inzidenzen in den Vereinigten Arabischen Emiraten hatte ich eigentlich nicht mehr damit gerechnet, diese Expo besuchen zu können. Aber kurz vor Ende hatte Dubai plötzlich eine Inzidenz von 22 und wir über 2000, so dass ein Besuch wieder in Frage kam. Etwas problematisch war, dass ich zeitgleich zumindest stunden- oder tageweise arbeiten musste und dass so kurz vor Ostern und Ramadan und gegen Ende der Zeit natürlich die Preise für Flug und Hotel hoch schossen. 

Organisation der Reise nach Dubai und Buchung 

Erster Schritt war also, einen Flug zu finden, der vom Abflughafen aus machbar und von den Flugzeiten her okay war. Die preisgünstigeren Flüge über Paris, Amsterdam, Zürich oder Istanbul fielen aus, da ich möglichst direkt fliegen wollte. Im Endeffekt habe ich mich für einen Direktflug mit Emirates ab München entschieden, hin über Nacht und zurück bequem am Nachmittag, so dass man abends noch nach Hause kam. Wenn man vormittags in einem Urlaubsort ankommt, muss man daran denken, dass man im Normalfall noch nicht ins Hotelzimmer darf; also so packen, dass man für die ersten paar Stunden ohne großes Wühlen im Koffer klar kommt.

Dubai Marina Beach mit Blick auf Bluewaters Island links und The Palm rechts

Lange hatte ich überlegt, in welcher Ecke Dubais ich wohnen wollte. Das Expogelände ist etwas außerhalb der Stadt, logisch, aber gut mit der Metro erreichbar. Zudem gab es sog. Expo Riders, Shuttlebusse. Auch hier war wieder Google Maps mein Freund; ich habe mir angeschaut, wie lange man unterwegs ist. Im Nachhinein habe ich von Bekannten gehört, die eine günstige Reise gebucht hatten, aber erst immer ein Taxi bestellen mussten, um zur Metro zu gelangen und die pro Strecke anderthalb Stunden unterwegs waren. Mir war klar, dass ich das nicht wollte. Eine andere Option war, zwei Hotels zu wählen (es gibt sogar ein Hotel auf dem Expogelände, dessen Preis allerdings kurz vor unserem Abflug explodiert ist; das hätte ich frühzeitig buchen müssen) und zwischendurch umzuziehen; aber ich wollte möglichst wenig Stress und nicht jeden Tag Expo.

Montag, 21. März 2022

Dubai Expo Tag 1

Die Expo öffnet erst um 10 Uhr morgens, ich musste mich also nicht sputen. Außerdem hatten wir einige Tage Expo eingeplant (oder halbe Tage, je nachdem), so dass wir uns nicht stressen wollten. So sind wir erst frühstücken, haben dann das Frühstück wieder entsorgt (irgendwas vom Frühstücksbuffet war wohl nicht ganz sauber...), uns etwas ausgeruht und sind dann los in Richtung Bushaltestelle Jumeirah Beach Residence Station 2, wo unser Shuttlebus losfahren sollte. 

Anfahrt zur Expo Dubai

Ein- bis zweimal pro Stunde fährt der sog. Expo Rider kostenlos zur Expo. Es ist ein normaler Linienbus, der zuvor schon ein oder zwei Stops hatte und von unserer Station aus ohne Pause durchfuhr.

Dubai Expo Rider

Ich mag solche Busse, da man etwas erhöht sitzt und mehr von der Gegend mitbekommt als wenn man Metro fährt. Es gibt mehrere Buslinien und auch mehrere Parkplätze für die Busse nahe dem Expogelände, man kann damit sogar bis nach Abu Dhabi oder Sharjah fahren.

Dubai Expo Rider Haltestelle an der Expo.jpg


Vom Parkplatz waren es nur ein paar Meter bis zum Eingang, wo es nochmal einen Ticketschalter sowie Toiletten gab. Alles neu, alles professionell angelegt, sauber, ordentlich. Wenn man mit einem der Rider anreist, kommt man zu einem der kleineren Nebeneingänge. Der Haupteingang ist direkt an der Metrostation. So sind wir abends zurück und an einem anderen Tag auch mal angereist. Die Expo ist Endstation der roten Metrolinie.

Sonntag, 20. März 2022

Dubai: Ankunft und erste Erkundungen - Dubai Marina und JBR Beach

Ein paar Stunden Schlafen wäre schön gewesen, aber bei so kurzen Flügen ist das kaum machbar. Um 6.40 Uhr lokale Zeit sollten wir in Dubai landen, und wir waren ein wenig zu früh. Über dem Emirat ging schon die Sonne auf, so dass wir ein paar schöne Ausblicke aus dem Fenster genießen konnten. Mit etwas Phantasie konnte man den Burj Khalifa erkennen. 

Ansonsten finde ich es immer gut, wenn ich etwas übermüdet lande – ich begebe mich in Rudelmodus, stehe brave Schlange für die Einreise und warte geduldig auf meinen Koffer.

Dubai - Ankunft am Flughafen DXB

Man kann in Dubai gut bzw. unkompliziert mit der Metro oder dem Taxi zum Hotel fahren, aber wir hatten keine Eile (Einchecken im Hotel ab 14 Uhr möglich), so dass wir den mit gebuchten Transferbus nutzten. 

Transfer vom Flughafen zum Hotel - kleine Stadtrundfahrt 

Für mich war das ganz interessant, da ich schon 10 Jahre nicht mehr in Dubai war und sich seitdem doch einiges entwickelt hat. Hier sind ein paar Impressionen vom Transfer. Links in der Collage der Bus, dann ein altbekanntes Fotomotiv: Das Clubhaus des Dubai Creek Golf Club erinnert an ein weißes Segel; es war seit dem Bau 1993 lange Zeit ein bekanntes Wahrzeichen Dubais. In der Mitte zwei neue Sehenswürdigkeiten: Der Dubai Frame ist 150 m hoch und hat ein Sky-Deck, so dass man nicht nur in die Ferne sondern auch nach unten schauen kann. Imposant ist das Museum of the Future, das kürzlich eröffnet wurde und das ich nur zur Hälfte einfangen konnte. Es ist ein asymmetrischer Ring mit arabischer Kalligrafie und wurde erst im Februar eröffnet. Tickets bekommt man online und sollte sie rechtzeitig kaufen; als ich vom Hotelzimmer in Dubai aus buchen wollte, war alles ausgebucht. So habe ich schon einen Grund, bald wieder zu kommen. ;-)

Dubai - Transfer vom Flughafen ins Hotel - Impressionen auf der Fahrt
Die beiden rechten Fotos der Collage zeigen das St. Regis Dubai am Eingang zur Palm Jumeirah, das vor allem für die Aussichtsplattform The View bekannt ist. Dort tummeln sich angeblich massig Instagrammer und andere Influencer, da man einen schönen Blick auf die Palme hat. Bei unserem Aufenthalt war es meist diesig, so dass ich gar nicht in Versuchung kam. Ganz rechts ein Blick auf die Monorail, mit der man auf die Palme fahren kann. 

Unser Hotelzimmer war wie erwartet morgens (es war dann gegen 9:30 Uhr, als wir dort ankamen, also  drei Stunden nach der Landung) noch nicht so weit. Ab 14 Uhr konnten wir einchecken. Wir haben unsere Koffer abgestellt, uns kurz frisch gemacht, Sonnencreme ins Gesicht geschmiert und sind dann zu Fuß los, um uns mit der näheren Nachbarschaft vertraut zu machen.

Dubai Marina und JBR Beach

Direkt um die Ecke liegt die Marina. Mir hat die Marina immer schon gefallen und inzwischen ist viel weniger Baustelle als früher. Es wird weiterhin gebaut, ein paar Baustellen oder auch aufgegebene Bauprojekte sieht man, aber vieles ist fertig. Für Fußgänger und Radler wurden über 7 km Wege dem Wasser entlang angelegt, so dass man hier schön bummeln kann.

Dubai Marina
An mehreren Stellen sieht man Boote, vor allem Motorboote aller möglicher Größen. Daneben gibt es ein Shopping Center namens Dubai Marina Mall, und natürlich eine Menge Restaurants, Bars oder kleine Buden, an denen man z.B. Eis oder etwas zu trinken bekommt. 

Samstag, 19. März 2022

Flug mit Emirates von München nach Dubai

Über die Website des Flughafens hatte ich zuvor einen terminalnahen Parkplatz in einem Parkhaus gebucht. Alternativ gibt es billigere Parkplätze mit Zubringer, entweder vom Flughafen oder von privaten Anbietern organisiert. Da unser Rückflug relativ spät war und ich am selben Abend noch heim wollte, habe ich mich für die schnellste aber auch teuerste Option entschieden. Tipp: Meist lohnt es sich, den Parkplatz frühzeitig zu buchen. Kurz vor knapp kann man Glück haben (hatte ich im Januar) oder es wird teuer.

Anreise zum Flughafen und Parken 

Wir hatten diesmal P20, der sich hier auf dem Foto vom Atrium des Münchner Flughafens aus hinten rechts erkennen lässt. Wer für den Flug noch Tests braucht, bekommt Schnell- oder PCR-Tests am Flughafen, das kostet natürlich eintsprechend Gebühr.

Flughafen München - Atrium zwischen Terminal 1 und 2 mit Parkhaus P20 im Hintergrund

Emirates fliegt ab Terminal 1, das ist halbwegs gut ausgeschildert. 

Mit Emirates nach Dubai

Die staatliche Fluggesellschaft des Emirates Dubai wurde 1985 gegründet und ist heute eine der größten und bedeutendsten Airlines. Sie gewinnt oft Preise von Vielfliegern usw. für ihren guten Service und die modernen Flugzeuge. Ihr Basis ist der Flughafen Dubai (DXB), sie fliegt mehrmals täglich nach Deutschland, Österreich und die Schweiz und hat ein international gut ausgebautes Netz. Für Flüge nach Ost-/Südostasien, Afrika oder in den pazifischen Raum nutzen viele Emirates oder einen anderen der arabischen Carrier, da man gute Umstiegsverbindungen hat. Man kann 48 Stunden vor dem Flug online einchecken und ggf. den Sitzplatz ändern. Im Terminal herrscht FFP2-Maskenpflicht, wie überall in Bayern in Innenräumen. Aber das ist genauso wie die Anforderungen für den Flug Schwankungen unterworfen, also bitte informiert Euch immer aktuell! 

Derzeit gibt es zwei tägliche Flüge nach Dubai, einer mit meinem liebsten Fluggerät, dem A380, einmal mit der Boeing 777-300ER, die wir für Hin- und Rückflug erwischt hatten. Emirates betreibt mit 153 Flugzeugen die weltweit größte Flotte von Boeing 777. Unsere Maschine hatte 3 Klassen; beim Einsteigen konnte man einen Blick in die Erste Klasse werfen und wurde durch die Business Class geleitet. Hier ein Blick von Reihe 35 nach vorne.

Emirates Boeing 777 Economy Class mit Sternenhimmel


Besonders gut hat mir gefallen, dass am blauen Himmel Sterne funkeln, wenn es dunkel ist. Ich bin Economy geflogen. Die knapp 6 Stunden kriegt man, finde ich, gut rum: Es gibt viele Filme, auch auf Deutsch, zwischendurch etwas zu essen und wer Glück hat, kann sogar ein wenig schlafen oder die Route beobachten.

Samstag, 1. Januar 2022

Fotoparade 2021 – Jahresrückblick mit vielen Fotos meiner Reisen und Ausflüge 2021

Auch dieses Jahr gibt's wieder eine Fotoparade; wie immer organisiert von Michael von Erkunde die Welt. Es ist schon die elfte Runde. Ich mag die Idee, sich am Jahreswechsel hinzusetzen, die Erlebnisse und Erfahrungen des alten Jahres Revue passieren zu lassen und dabei durch Fotos zu wühlen. Hierbei kommen eine Menge Erinnerungen hoch – und mir fiel auf, dass ich in diesem zweiten Coronajahr doch wieder deutlich mehr unterwegs war und sogar auch wieder ein paar Mal spontan ins Ausland gereist bin! 

Schon immer habe ich eine Masse halbfertige Reise-Ideen im Hinterkopf. Außerdem packe ich gerne Möglichkeiten beim Schopf und verreise spontan. Das war dieses Jahr gut so: Es lohnt sich in diesen unplanbaren Zeiten, flexibel zu sein und immer dann wegzufahren, wenn die Inzidenzen zuhause und in der Zielregion sowie die Reisebeschränkungen es zulassen. Das Jahr 2021 hat uns zum Glück Impfungen gebracht, und seitdem fühle ich mich etwas sicherer. Mir wäre es unwohl dabei, in anderen Ländern von den Bürgern evtl. selbst benötigte Krankenhausbetten zu belegen, also war ich eher in der Nähe, organisiert mit einer Travel Bubble und sonst viel mit dem Auto und relativ kurz unterwegs.

Als Illustration zu meinem Jahr 2021 die beliebtesten neun Fotos meines Instagram-Kanals sowie ein Screenshot von Google Maps mit Punkten, wo ich mich dieses Jahr so rumgetrieben habe, wenn mein Smartphone mitgetrackt hat. ;-)

Meine #Bestnine2021 auf Instagram und die Google-Zeitachse


Bei den roten Punkten sind ein paar berufliche Touren dabei (Deutschland, Schweiz, Österreich – alles andere wurde abgesagt und lief virtuell), eine Pressereise innerhalb Deutschlands, eine Kreuzfahrt (die Punkte rechts unten in Griechenland) und ein paar Reisen mit dem Auto nach Polen und Tschechien sowie nach Österreich und am Jahresende noch ein Citytrip mit dem Flieger nach Norditalien. Vier Hauptstädte habe ich besucht: Athen, Berlin, Prag und Wien – in dieser Reihenfolge. Daneben haben wir viele Tagesausflüge unternommen, meist Sightseeing und Wandern bzw. die Natur erkunden. Davon sind interessanterweise die meisten dieser Fotocollage oben; vor allem Schnee scheint auf Instagram beliebt zu sein. ;-)

Auch dieses Jahr habe ich es nicht geschafft, die Beiträge zu meinen Ausflügen und Reisen zeitnah auf den Blog zu verfrachten; vieles hängt als Entwurf fest und wartet darauf, dass ich mehr Zeit und Lust habe, hier produktiv zu arbeiten. Nicht nur die Pandemie kostet Kraft, und manchmal faulenze ich lieber und genieße die Zeit draußen oder auf einem Kurztrip als auf dem Blog ausführlich über meine Ausflüge und Reisen zu berichten. Über Instagram habe ich wieder einiges zwischendurch gepostet, so dass man oft mitkriegt, wo ich gerade bin oder wo ich die letzten Tage war.

Neun Fotos möchte Michael diesmal nicht, sondern sechs. Oder 12 oder 13 oder doch mehr, wie man möchte. Die Aufgabe der Blogparade lautet, Fotos passend zu Kategorien zu finden. Die Kategorien sind für mich, der ja gerne Genuss, Kultur, Architektur und Bewegung an frischer Luft mag, eher weiter weg von dem, was ich üblicherweise poste und daher eine besondere Herausforderung. Man kann die vorgegebenen Kategorien auch abändern (das wäre ja langweilig!), andere wählen oder sogar weitere Kategorien dazu packen. Und natürlich das schönste Foto. – Na, da schauen wir mal, was ich alles auf der Festplatte finde. :-)

1. Licht und Schatten

Die Welt spielt gerne mit Licht und Schatten – und zum Fotografieren ist das immer eine Herausforderung. Hier sind drei Figuren im Vordergrund, gegen das Licht, und im Hintergrund liegt Wrocław (Breslau).

Büßerinnenbrücke in Wrocław (Breslau) - Tekla und Martynka

Dahin bin ich im Juli gefahren, als meine Zweitimpfung gerade 15 Tage her war, ich also ohne Tests nach Polen und Tschechien reisen durfte. Die sog. Büßerinnenbrücke verbindet die beiden Turmspitzen der Magdalenenkirche und ist ein beliebter Aussichtspunkt, um einen ersten Eindruck der Stadt zu bekommen. Die kleine Hexe Martynka rechts im Bild kriegt etwas von der Sonne ab, während das Gesicht der eitlen Tekla, die zur Strafe für ihre Faulheit die Brücke kehren muss, im Schatten liegt. Ihr Gesicht ist auf dem Foto daher kaum zu erkennen.

2. Tierisch

Tiere fotografiere ich eher selten. Manchmal sind sie einfach zu schnell, und oft schaue ich sie einfach an, ohne dran zu denken, dass ich fotografieren könnte. Libellen habe ich welche fotografiert; die sieht man ja auch weniger als früher und ich freue mich jedesmal an der Eleganz und den Farben, wenn ich eine sehe. Leider wurden die mit meinem Smartphone nicht ganz scharf. Dieser Schmetterling jedoch saß ganz brav an dieser Wilden Karde, als ich wandernd bzw. erkundend dran vorbei schlenderte und ließ sich willig auf Speicherkarte bannen.

Schmetterling und Wilde Karde - Stein-Erlebnispfad in den Haßbergen

So einen Schmetterling hatte ich zuvor noch nie gesehen, also habe ich ihn fotografiert, um später zu recherchieren, wie er heißt. Russischer Bär oder Spanische Flagge, es gibt wohl mehrere Namen für dieses beeindruckende Insekt. Wir haben uns den Stein-Erlebnispfad in den Haßbergen angeschaut. Auf einer einfachen Rundtour, die auch für Kinder geeignet ist, erfährt man viel über Steinbrüche sowie Tiere und Pflanzen, die sich dort angesiedelt haben. Zwischendurch hat man super Ausblicke bis nach Thüringen. Auch zu empfehlen ist der Biergarten der Diakonie, ein paar Meter vom Parkplatz entfernt. 

Größer geht's auch, klar! Näher auch. Das hier sind meine Lieblingskühe, nicht weit von einer Stelle, an der ich oft vorbeiradle. Schon im Vorjahr hatte ich zwei Kühe beobachtet, die diese auffällige Musterung aufwiesen. Dieses Jahr gab's plötzlich vier von der Sorte, zwei davon kleine Kälbchen!

Frankenwald - zwei Kühe auf der Weide bei Seibelsdorf

Im Frankenwald gibt es zum Glück Landwirte, die ihre Tiere artgerecht halten. Ziegen an Hanglagen, Schweine draußen mit Möglichkeit zum Aufwärmen im Winter, Enten an kleinen Tümpeln, oder Kühe auf großen Weiden. Auf der Weide hier sind auch noch braun-weiß gescheckte Kühe, die ich nicht auseinander halten kann. Aber diese hier sind besonders. Ich bin mir nicht sicher, es können Galloway-Rinder sein. 

Ein drittes tierisches Foto habe ich noch – auch eins meiner Lieblingstiere. Esel finde ich so toll, da sie (wie Katzen, auch Lieblingstiere) ihren eigenen Kopf haben und mir daher etwas ähneln. ;-)

Stur oder störrisch sagt man gerne, aber eigentlich bedeutet das nur, dass man sie nicht so einfach zähmen kann wie andere Spezies. Auf Nordzypern habe ich mal eine ganze Menge frei lebende Esel gesehen, und in Griechenland gibt's viele Esel. Als Kind hatte ich ein Fotobuch, das ein kleines Mädchen mit einem Esel auf einer griechischen Insel begleitete. Vielleicht hat das ja geprägt.

Esel bei Lindos, Rhodos

Aufgenommen habe ich das Foto auf Rhodos Ende Mai. Von dem Ausflug dort gibt's weiter unten noch ein anderes Foto. Das Licht an dem Tag war offensichtlich klasse zum Fotografieren.

3. Gewässer 

Das Wort Gewässer ist ja weit gefasst. Ich hatte kurz überlegt, ob ich das Meer zeigen soll, bin dann aber doch bei einem belebten Fluss hängen geblieben.