Sonntag, 14. Juli 2019

Myrtle Beach, South Carolina, USA

In den USA gibt es ja eine Menge an touristischer Infrastruktur. Interessant finde ich z.B. Myrtle Beach, das an der Atlantikküste South Carolinas liegt. Die Stadt zieht sich am Sandstrand entlang, im Zentrum des sog. Grand Strand, der 60 Meilen lang sein soll. Die teureren Hotels mit Meerblick sind direkt am Strand, weiter hinten wird es kleiner, einfacher, teils auch billiger.

Neben Hotels und Shopping Centern mitsamt Entertainment Industrie wie Vergnügungsparks ist Myrtle Beach vor allem für seine Golfplätze bekannt.

Myrtle Beach, South Carolina

Das Foto stammt vom Dezember 2006 und wurde damals mit einer analogen Spiegelreflex aufgenommen. Ein paar der Golfplätze habe ich damals bespielt und war wirklich begeistert davon. Selbst Golf-Anfänger, wie ich es bin, kommen gut zurecht, alles ist sehr professionell aufgezogen. Und in Myrtle Beach kann man sich in vielen Outlets gleich recht günstig mit Schuhen, Schlägern oder Golf-Bags ausstatten.

Sonntag, 7. Juli 2019

Alcazaba in Málaga, Spanien

Mein heutiges Foto der Woche stammt aus Málaga, der zweitgrößte Stadt Andalusiens ganz im Süden Spaniens. Málaga und die Costa del Sol sind auch wegen des angenehmen Klimas ein beliebtes Urlaubsziel; es gibt viele Direktflüge aus Deutschland zum Flughafen Málaga.

Die meisten Urlauber fahren vom Flughafen direkt in ihre Urlaubsorte und schauen sich zum Besichtigen eher Granada oder Ronda an und lassen Málaga links liegen. Schade drum, die Stadt hat nämlich einiges zu bieten!

Alcazaba in Málaga, Spanien

Bei einer Geschichte, die 2.700 Jahre zurück geht, ist das natürlich klar. Nach den Phöniziern, die die Stadt damals gründeten, gehörte Málaga zu Karthago und nach dem Zweiten Punischen Krieg zu Rom. Während der Völkerwandungerungszeit kamen die Vandalen, Alanen, Westgoten und Oströmer, 711 erobterten die Mauren die Stadt, die dann einige Jahrhunderte lang Mālaqa hieß. Aus dieser Zeit stammt auch die Festungsanlage Alcazaba oberhalb der Stadt.

Man kann sie heute besichtigen. Die Mauern und Bollwerke der mittelalterlichen Festungsanlage sind teils rekonstruiert, teils original erhalten. Schön sind auch einige Details der Bauten im Maurischen Stil und Innenhöfe mit Gärten. Der Ausblick auf die Stadt und aufs Meer sind auch lohnenswert. Ein paar weitere Fotos aus Málaga finden sich in meinem Beitrag von 2007.

Samstag, 6. Juli 2019

Impressionen Q2 2019

Hier der Rückblick auf das zweite Quartal 2019 mit ein paar Highlights, die ich auf Instagram gepostet habe. Im April wurde mir wieder einmal bewusst, wie schön Bayern ist. Das Foto oben links zeigt den Ammersee bei Schondorf. In der Mitte ein Foto aus Freising, das etwas nördlich von München liegt und vor allem für die älteste Brauerei der Welt Weihenstephan bekannt ist. Rechts oben ein Foto vom Walberla, dem Zeugenberg Ehrenbürg nahe Forchheim. Das Walberla ist eines der Wahrzeichen der Fränkischen Schweiz.

Collage Instagram-Fotos April 2019

Unten links der Ammersee drei Wochen später und etwas weiter südlich. Ich bin morgens entlang des Sees gejoggt, dabei entstand eine kleine Bilderreihe. Nach dem Chiemsee und dem Starnberger See ist der Ammersee übrigens der drittgrößte See in Bayern, im Hintergrund sieht man die Alpen. Die beiden Fotos unten in der Mitte und rechts zeigen das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth. Dieses besterhaltene Beispiel eines freistehenden barocken Hoftheaters ist UNESCO-Welterbe und ich durfte es auf Einladung der Bayerischen Schlösserverwaltung im Rahmen eines Instawalk vom Keller bis zum Dachstuhl erkunden.

Sonntag, 30. Juni 2019

Am Kushiro-Fluss in Japan

Das heutige Foto ist eine Szene aus Kushiro. Kushiro ist der Name einer japanischen Stadt und auch der Name eines Flusses, der in der Stadt ins Meer mündet.

Ich bin u.a. hier am Fluss entlang gelaufen, habe das Fischerboot beobachtet und die Stadt und den Fluss auf mich wirken lassen. Links im Foto erkennt man die Promenade, die am Fluss entlang führt, und deren Lichter ich nicht so hätte abschneiden sollen. Ziemlich weit rechts hinten im Foto sieht man einen buddhistischen Tempel, der auf einem Hügel steht.

Am Kushiro-Fluss in Japan

Wir hatten kurz überlegt, ob wir eine der Brücken über den Fluss nehmen und ihn besichtigen sollen, aber von der Ferne sah er nicht so beeindruckend aus. Ich fand es spannender, die Boote, Autos, Menschen entlang der Fluss-Promenade zu beobachten.

Über meine Erkundigungen in der nordjapanischen Stadt Kushiro habe ich hier ausführlich geschrieben.

Sonntag, 23. Juni 2019

Ringling Museum of Art, Sarasota

Ich finde es ja immer interessant, wenn man nicht auf den ersten Blick sieht, wo ein Foto aufgenommen wurde. So ergeht es einem in manchen deutschen Neubaugebieten, aber auch in China, wenn man plötzlich in Neu-Holland oder Pseudo-Hallstadt steht oder wenn man europäische Stilrichtungen in den Emiraten sieht. Mein heutiges Foto der Woche zeigt einen typisch italienischen Palazzo - denkt man! ;-)

Ganzjährig mildes subtropisches Klima, kilometerlange Sandstrände und ein entspannter Lebensstil ist zwar typisch für Italien, aber das Foto hier stammt aus den USA: Sarasota liegt an Floridas Golfküste und ist neben der traumhaften Landschaft, die als Erholungsort dient, vor allem für die imposanten Anwesen des Zirkuskönigs John Ringling bekannt, die etwas nördlich der Stadt liegen.

Ringling Museum of Art, Sarasota, Florida, USA

Das Ringling Museum of Art wurde 1927 bis 1930 erbaut und wird der Stilrichtung Neorenaissance zugeordnet. Neben den sehr sehenswerten Innenräumen mit bedeutenden Kunstwerken lohnen auch die gepflegten Gartenanlagen, die wie hier auf die Gebäude zeigen, von denen man aber auch einen traumhaft schönen Blick aufs Meer hat.

Das Areal gilt als Vermächtnis des erfolgreichen Zirkusunternehmers John Ringling und seiner Frau Mable, deren Leidenschaft neben dem Zirkus auch dem Sammeln von Kunstwerken galt. Neben dem Ringling Museum of Art, das auf dem Foto zu sehen ist, gibt es eine Ausstellung über die große Zeit des Zirkus. Die Ringling Bros. World's Greatest Shows wurde 1884 von fünf Brüdern gegründet, deren Vater aus Deutschland eingewandert war. Jeden Tag gab es eine Show in einer anderen Stadt! Dafür hatte das Unternehmen zwei Sonderzüge und eine beeindruckende Logistik zu managen. Ich war im Frühjahr 2009 dort und wir haben einen ganzen Tag hier verbracht und gestaunt. Zirkusleben vor über 100 Jahren trifft Kunst.

Das Innere eines italienischen Barocktheaters wurde hierher gebracht und wieder aufgebaut. Repliken von berühmten Statuen wie Michelangelos David oder auch die Kapitolinische Wölfin mit Romolus und Remus findet man im Innenhof und den Museumsbauten. Die Originale sind auch nicht ohne: Ein Werk von Lucas Cranach dem Älteren ist mir aufgefallen, auch ein Rubens ist zu finden. Der Anbau zeigt zeitgenössische Kunst in Wechselausstellungen.

Sonntag, 16. Juni 2019

Chiang-Kai-shek-Gedächtnispark, Taiwan

Die Chiang-Kai-shek-Gedächtnishalle liegt mitten in Taipei und gehört zu den typischen Sehenswürdigkeiten, die man hier besichtigt. Errichtet wurde sie in Gedenken an Chiang Kai-shek, den langjährigen Präsidenten und obersten Militärsbefehlshaber Taiwans. Das Monument ist von einem Park umgeben, überall wiederholt sich das Weiß der Gebäude und das Blau der Dächer.

Ich kam mit meiner taiwanesischen Freundin zusammen mit dem Taxi hier an, bevor wir durch den Park weiter sind und uns die Gedächtnishalle samt Museum angeschaut haben. Der Park war wunderschön, überall blühte es und der Spaziergang war ideal nach unserem üppigen Mittagessen.

Eingang zum Park nahe der Chiang-Kai-shek-Gedächtnishalle, Taipei

An diesem Foto finde ich so interessant, dass das Blau und Weiß der Kopfbedeckung des Mädchens mit dem Perlenohrgehänge von Jan Vermeer die Farben der typisch chinesischen Gebäude aufnimmt. Das war sicher Zufall, zu dem Termin fand eine Ausstellung mit dem Bild als Highlight statt.

Normalerweise hängt das Gemälde im Mauritshuis in Den Haag, das von 2012 bis Mitte 2014 renoviert wurde. In dieser Zeit gingen einige der Bilder auf Weltreise. Ich war im März 2014 in Taiwan, die Ausstellung, die hier auf den Plakaten beworben wurde, war vom 18. Januar bis 4. Mai 2014 in Taipei und macht das Foto so speziell.

Sonntag, 9. Juni 2019

Ockerfelsen von Roussillon

Als eines der schönsten Dörfer Frankreichs ausgezeichnet, ist Roussillon definitiv einen Besuch wert. Es liegt im Luberon, ungefähr zwischen Gordes und Apt. Der Luberon ist bekannt für seine schöne Landschaft: Als Naturpark geschützt, findet man hier duftende Lavendelfelder, Weinberge, Olivenhaine, malerische Bergdörfer und schöne Wanderwege. Roussillon ist ein nettes Dörfchen, in dem sich Künstler angesiedelt haben und das im Sommer voll mit Touristen werden kann. Besonders gut gefallen haben mir die Ockerfelsen, durch die man stundenlang spazieren kann.

Die ockerhaltige farbige Erde wird als Rohstoff bei der Herstellung von natürlichen Farben verwendet. Es ist belegt, dass hier bereits zur Römerzeit ein Dorf war und dass damals bereits Ocker abgebaut wurde. Die Ockersteinbrüche wurden jahrhundertelang genutzt; in der Antike und im Mittelalter waren die Ockertöne nicht nur in der Kunst sehr beliebt. Heute wird Ocker künstlich aus Eisenoxidfarben hergestell. Seit 1930 wird in Roussillon kein Ocker mehr abgebaut, es gibt aber einen Ockerlehrpfad und eine Farbenfabrik, die man besichtigen kann. Ich mochte das Wandern und Klettern innerhalb der Felsformationen!

Roussillon (Provence)

Das Dia stammt aus den 1990er Jahren (ca. 1993 oder 1994, schätze ich) und ist eingescannt.

Die Provence im Süden Frankreichs hat viele schöne Ecken, der Luberon und die Ockerfelsen von Roussillon sind eine davon. Wenn man von hier weiter nach Gordes fährt, gelangt man nach fünf weiteren Minuten zum Zisterzienserkloster Notre-Dame de Sénanque, dessen romanischer Baustil besonders gut zur Geltung kommt, wenn der davor angebaute Lavendel blüht.