Mittwoch, 30. März 2022

Dubai: Expo 2020 und ein paar Tage Wärme

Connecting Minds, Creating the Future – so lautete das Motto der Expo 2020 in Dubai. Eigentlich war der  Beginn der Weltausstellung für 2020 geplant, aber durch die Corona-Pandemie wurde sie verschoben und fand vom 1. Oktober 2021 bis zum 31. März 2022 statt. Den Namen behielt sie. 

Spannend fand ich, wie das Thema Zukunft in den aufstrebenden Emiraten gesehen wird; ich war schon 10 Jahre lang nicht mehr da und in der Zeit hat sich einiges getan. Mit Dubai als Austragungsort war außerdem erstmals ein arabisches Land Austragungsstätte einer großen Weltausstellung. Wir hatten die Expo 2000 in Hannover und die Expo 2015 in Mailand besucht; das Gelände der Expo 2010 in Shanghai hatte ich später besichtigt. Ich finde diese Weltausstellungen interessant; der Eiffelturm stammt ja auch daher, und seitdem gibt es immer wieder interessante Architektur oder Pavillons, die sich lohnen.

Expo Dubai - Blick auf Water Features, Al Wasl von der African Dining Hall aus

Durch die Pandemie und die hohen Inzidenzen in den Vereinigten Arabischen Emiraten hatte ich eigentlich nicht mehr damit gerechnet, diese Expo besuchen zu können. Aber kurz vor Ende hatte Dubai plötzlich eine Inzidenz von 22 und wir über 2000, so dass ein Besuch wieder in Frage kam. Etwas problematisch war, dass ich zeitgleich zumindest stunden- oder tageweise arbeiten musste und dass so kurz vor Ostern und Ramadan und gegen Ende der Zeit natürlich die Preise für Flug und Hotel hoch schossen. 

Organisation der Reise nach Dubai und Buchung 

Erster Schritt war also, einen Flug zu finden, der vom Abflughafen aus machbar und von den Flugzeiten her okay war. Die preisgünstigeren Flüge über Paris, Amsterdam, Zürich oder Istanbul fielen aus, da ich möglichst direkt fliegen wollte. Im Endeffekt habe ich mich für einen Direktflug mit Emirates ab München entschieden, hin über Nacht und zurück bequem am Nachmittag, so dass man abends noch nach Hause kam. Wenn man vormittags in einem Urlaubsort ankommt, muss man daran denken, dass man im Normalfall noch nicht ins Hotelzimmer darf; also so packen, dass man für die ersten paar Stunden ohne großes Wühlen im Koffer klar kommt.

Dubai Marina Beach mit Blick auf Bluewaters Island links und The Palm rechts

Lange hatte ich überlegt, in welcher Ecke Dubais ich wohnen wollte. Das Expogelände ist etwas außerhalb der Stadt, logisch, aber gut mit der Metro erreichbar. Zudem gab es sog. Expo Riders, Shuttlebusse. Auch hier war wieder Google Maps mein Freund; ich habe mir angeschaut, wie lange man unterwegs ist. Im Nachhinein habe ich von Bekannten gehört, die eine günstige Reise gebucht hatten, aber erst immer ein Taxi bestellen mussten, um zur Metro zu gelangen und die pro Strecke anderthalb Stunden unterwegs waren. Mir war klar, dass ich das nicht wollte. Eine andere Option war, zwei Hotels zu wählen (es gibt sogar ein Hotel auf dem Expogelände, dessen Preis allerdings kurz vor unserem Abflug explodiert ist; das hätte ich frühzeitig buchen müssen) und zwischendurch umzuziehen; aber ich wollte möglichst wenig Stress und nicht jeden Tag Expo.

Samstag, 1. Januar 2022

Fotoparade 2021 – Jahresrückblick mit vielen Fotos meiner Reisen und Ausflüge 2021

Auch dieses Jahr gibt's wieder eine Fotoparade; wie immer organisiert von Michael von Erkunde die Welt. Es ist schon die elfte Runde. Ich mag die Idee, sich am Jahreswechsel hinzusetzen, die Erlebnisse und Erfahrungen des alten Jahres Revue passieren zu lassen und dabei durch Fotos zu wühlen. Hierbei kommen eine Menge Erinnerungen hoch – und mir fiel auf, dass ich in diesem zweiten Coronajahr doch wieder deutlich mehr unterwegs war und sogar auch wieder ein paar Mal spontan ins Ausland gereist bin! 

Schon immer habe ich eine Masse halbfertige Reise-Ideen im Hinterkopf. Außerdem packe ich gerne Möglichkeiten beim Schopf und verreise spontan. Das war dieses Jahr gut so: Es lohnt sich in diesen unplanbaren Zeiten, flexibel zu sein und immer dann wegzufahren, wenn die Inzidenzen zuhause und in der Zielregion sowie die Reisebeschränkungen es zulassen. Das Jahr 2021 hat uns zum Glück Impfungen gebracht, und seitdem fühle ich mich etwas sicherer. Mir wäre es unwohl dabei, in anderen Ländern von den Bürgern evtl. selbst benötigte Krankenhausbetten zu belegen, also war ich eher in der Nähe, organisiert mit einer Travel Bubble und sonst viel mit dem Auto und relativ kurz unterwegs.

Als Illustration zu meinem Jahr 2021 die beliebtesten neun Fotos meines Instagram-Kanals sowie ein Screenshot von Google Maps mit Punkten, wo ich mich dieses Jahr so rumgetrieben habe, wenn mein Smartphone mitgetrackt hat. ;-)

Meine #Bestnine2021 auf Instagram und die Google-Zeitachse


Bei den roten Punkten sind ein paar berufliche Touren dabei (Deutschland, Schweiz, Österreich – alles andere wurde abgesagt und lief virtuell), eine Pressereise innerhalb Deutschlands, eine Kreuzfahrt (die Punkte rechts unten in Griechenland) und ein paar Reisen mit dem Auto nach Polen und Tschechien sowie nach Österreich und am Jahresende noch ein Citytrip mit dem Flieger nach Norditalien. Vier Hauptstädte habe ich besucht: Athen, Berlin, Prag und Wien – in dieser Reihenfolge. Daneben haben wir viele Tagesausflüge unternommen, meist Sightseeing und Wandern bzw. die Natur erkunden. Davon sind interessanterweise die meisten dieser Fotocollage oben; vor allem Schnee scheint auf Instagram beliebt zu sein. ;-)

Auch dieses Jahr habe ich es nicht geschafft, die Beiträge zu meinen Ausflügen und Reisen zeitnah auf den Blog zu verfrachten; vieles hängt als Entwurf fest und wartet darauf, dass ich mehr Zeit und Lust habe, hier produktiv zu arbeiten. Nicht nur die Pandemie kostet Kraft, und manchmal faulenze ich lieber und genieße die Zeit draußen oder auf einem Kurztrip als auf dem Blog ausführlich über meine Ausflüge und Reisen zu berichten. Über Instagram habe ich wieder einiges zwischendurch gepostet, so dass man oft mitkriegt, wo ich gerade bin oder wo ich die letzten Tage war.

Neun Fotos möchte Michael diesmal nicht, sondern sechs. Oder 12 oder 13 oder doch mehr, wie man möchte. Die Aufgabe der Blogparade lautet, Fotos passend zu Kategorien zu finden. Die Kategorien sind für mich, der ja gerne Genuss, Kultur, Architektur und Bewegung an frischer Luft mag, eher weiter weg von dem, was ich üblicherweise poste und daher eine besondere Herausforderung. Man kann die vorgegebenen Kategorien auch abändern (das wäre ja langweilig!), andere wählen oder sogar weitere Kategorien dazu packen. Und natürlich das schönste Foto. – Na, da schauen wir mal, was ich alles auf der Festplatte finde. :-)

1. Licht und Schatten

Die Welt spielt gerne mit Licht und Schatten – und zum Fotografieren ist das immer eine Herausforderung. Hier sind drei Figuren im Vordergrund, gegen das Licht, und im Hintergrund liegt Wrocław (Breslau).

Büßerinnenbrücke in Wrocław (Breslau) - Tekla und Martynka

Dahin bin ich im Juli gefahren, als meine Zweitimpfung gerade 15 Tage her war, ich also ohne Tests nach Polen und Tschechien reisen durfte. Die sog. Büßerinnenbrücke verbindet die beiden Turmspitzen der Magdalenenkirche und ist ein beliebter Aussichtspunkt, um einen ersten Eindruck der Stadt zu bekommen. Die kleine Hexe Martynka rechts im Bild kriegt etwas von der Sonne ab, während das Gesicht der eitlen Tekla, die zur Strafe für ihre Faulheit die Brücke kehren muss, im Schatten liegt. Ihr Gesicht ist auf dem Foto daher kaum zu erkennen.

2. Tierisch

Tiere fotografiere ich eher selten. Manchmal sind sie einfach zu schnell, und oft schaue ich sie einfach an, ohne dran zu denken, dass ich fotografieren könnte. Libellen habe ich welche fotografiert; die sieht man ja auch weniger als früher und ich freue mich jedesmal an der Eleganz und den Farben, wenn ich eine sehe. Leider wurden die mit meinem Smartphone nicht ganz scharf. Dieser Schmetterling jedoch saß ganz brav an dieser Wilden Karde, als ich wandernd bzw. erkundend dran vorbei schlenderte und ließ sich willig auf Speicherkarte bannen.

Schmetterling und Wilde Karde - Stein-Erlebnispfad in den Haßbergen

So einen Schmetterling hatte ich zuvor noch nie gesehen, also habe ich ihn fotografiert, um später zu recherchieren, wie er heißt. Russischer Bär oder Spanische Flagge, es gibt wohl mehrere Namen für dieses beeindruckende Insekt. Wir haben uns den Stein-Erlebnispfad in den Haßbergen angeschaut. Auf einer einfachen Rundtour, die auch für Kinder geeignet ist, erfährt man viel über Steinbrüche sowie Tiere und Pflanzen, die sich dort angesiedelt haben. Zwischendurch hat man super Ausblicke bis nach Thüringen. Auch zu empfehlen ist der Biergarten der Diakonie, ein paar Meter vom Parkplatz entfernt. 

Größer geht's auch, klar! Näher auch. Das hier sind meine Lieblingskühe, nicht weit von einer Stelle, an der ich oft vorbeiradle. Schon im Vorjahr hatte ich zwei Kühe beobachtet, die diese auffällige Musterung aufwiesen. Dieses Jahr gab's plötzlich vier von der Sorte, zwei davon kleine Kälbchen!

Frankenwald - zwei Kühe auf der Weide bei Seibelsdorf

Im Frankenwald gibt es zum Glück Landwirte, die ihre Tiere artgerecht halten. Ziegen an Hanglagen, Schweine draußen mit Möglichkeit zum Aufwärmen im Winter, Enten an kleinen Tümpeln, oder Kühe auf großen Weiden. Auf der Weide hier sind auch noch braun-weiß gescheckte Kühe, die ich nicht auseinander halten kann. Aber diese hier sind besonders. Ich bin mir nicht sicher, es können Galloway-Rinder sein. 

Ein drittes tierisches Foto habe ich noch – auch eins meiner Lieblingstiere. Esel finde ich so toll, da sie (wie Katzen, auch Lieblingstiere) ihren eigenen Kopf haben und mir daher etwas ähneln. ;-)

Stur oder störrisch sagt man gerne, aber eigentlich bedeutet das nur, dass man sie nicht so einfach zähmen kann wie andere Spezies. Auf Nordzypern habe ich mal eine ganze Menge frei lebende Esel gesehen, und in Griechenland gibt's viele Esel. Als Kind hatte ich ein Fotobuch, das ein kleines Mädchen mit einem Esel auf einer griechischen Insel begleitete. Vielleicht hat das ja geprägt.

Esel bei Lindos, Rhodos

Aufgenommen habe ich das Foto auf Rhodos Ende Mai. Von dem Ausflug dort gibt's weiter unten noch ein anderes Foto. Das Licht an dem Tag war offensichtlich klasse zum Fotografieren.

3. Gewässer 

Das Wort Gewässer ist ja weit gefasst. Ich hatte kurz überlegt, ob ich das Meer zeigen soll, bin dann aber doch bei einem belebten Fluss hängen geblieben.

Montag, 23. August 2021

Faszinierende Flüsse & Flusslandschaften in Deutschland: Der Main

Mögt Ihr Flüsse?! - Ich habe mich früher wenig dafür interessiert und kann mich erst seit einigen Jahren dafür begeistern. Spannend finde ich nämlich, wie Flüsse früher - als es noch keine Autobahnen gab - Menschen verbunden haben. An Flüssen entstanden Städte. Ware und Menschen wurden auf Flüssen transportiert und heute gibt es Flusskreuzfahrten auf diesen klassischen Routen.

Meine Reiseblogger-Freundin Marion von Escape from Reality hat im Frühjahr nach Tipps rund um Rhein, Main, Mosel, Elbe & Co. gefragt. Daraus entstand der lange Artikel Alles im Fluss: Faszinierende Flüsse & Flusslandschaften in Deutschland. Ich hatte eine Zeitlang überlegt, worüber ich berichten möchte, und bin dann doch bei dem Fluss vor der Haustür gelandet, über den ich bereits ein wenig hier auf dem Blog habe. Von mir gibt's also etwas über die beiden Quellen des Mains und den Zusammenfluss bei Kulmbach.

Mainquelle - Quelle des Weißen Main

Im zweiten Corona-Jahr bieten sich kurze Ausflüge innerhalb Deutschlands an, und Flusslandschaften finde ich besonders faszinierend. Den Artikel kann ich daher jedem ans Herz legen.

Montag, 19. Juli 2021

Kleine Dreiländer-Rundtour nach Wrocław (Breslau) und zurück

Derzeit ist es ja nicht schlecht, wenn man flexibel ist: Die Corona-Situation ändert sich fast täglich und macht daher langfristige Planungen schwer. Die Einreisebedingungen in andere Länder und zurück nach Deutschland ändern sich genauso schnell. Da sind die guten alten Touren mit dem Auto praktisch. Heute sagt man Roadtrip, aber geändert hat sich nicht viel: Man überlegt sich grob eine Route und fährt los.

Während in den Niederlanden und einigen südlichen Reiseländern die Corona-Zahlen wieder steigen, sind sie in unseren östlichen Nachbarländern auf erfreulich niedrigem Niveau. Da ich vier freie Tage hatte, bin ich über die Oberlausitz nach Polen und Tschechien gefahren. Wer wie ich doppelt geimpft ist, darf derzeit ohne Test einreisen; für Tschechien füllt man ein Online-Formular aus.

Wrocław (Breslau) - Gemütlicher Spaziergang am Abend

Das Foto zeigt Wrocław (Breslau), das mir sehr gut gefallen hat. Bei 30°C und Sonne war es ein Traum, die Stadt zu erlaufen. Die Altstadt um den Ring (Stare Miasto) hat mich beeindruckt, aber ebenso das viele Wasser und die freundlichen Menschen.

Ich hatte meine Route grob mit Google Maps geplant (siehe unten) und mir auch bereits Hotels ausgesucht und ein paar Tage vor der Reise gebucht. Wichtig war mir eine gute Balance aus Sehenswürdigkeiten, Stadt und Natur - und es sollte nicht zu stressig sein. Hier meine Tour, beginnend ab Nordbayern:

  • Donnerstag 15.07.2021: Haus Schminke in Löbau, Spaziergang durch Görlitz
  • Freitag 16.07.2021: Stippvisite Legnica, Spaziergang durch Wrocław (Breslau)
  • Samstag 17.07.2021: Jahrhunderthalle und WuWA, Friedenskirche in Świdnica, Fahrt durchs Riesengebirge nach Turnov
  • Sonntag 18.07.2021: Burg Valdštejn im Böhmischen Paradies, Kutná Hora, Rückfahrt

Ich hatte Glück mit dem Wetter bzw. habe mir es so eingerichtet, dass es passte. Da es im Riesengebirge regnete, blieb ich länger in Wrocław und Świdnica und war nur kurz in Jelenia Góra. Erst wollte ich die Burg Valdštejn am Samstagnachmittag erwandern, wegen des Regens wurde es dann Sonntagvormittag. Da hatte ich strahlend blauen Himmel.

Wenn ich Zeit finde, suche ich ein paar Fotos raus und schreibe mehr über die einzelnen Stationen. Dann werde ich die Tage mit den Berichten verlinken. Auf Instagram hatte ich ein paar Fotos und Infos geteilt (hier klicken).

Kutná Hora - Dom der heiligen Barbara

Dieses Foto zeigt meine Kirche - ich heiße ja Barbara. ;-) Auf tschechisch Chrám svaté Barbory ist dieser faszinierend aussehende gotische Kirchenbau natürlich nicht mir, sondern der heiligen Barbara geweiht. Kutná Hora in Tschechien wurde durch Bergbau reich; die Altstadt ist Weltkulturerbe der UNESCO.

Tipps für Polen und Tschechien: 

Sonntag, 18. April 2021

Spaziergang durch das mittelalterliche Creußen

Creußen liegt südlich von Bayreuth am Rande der Fränkischen Schweiz und mit eigener Autobahnausfahrt nicht weit weg von der A9 direkt an der B2. Auch mit der Bahn ist das mittelalterliche Städtchen gut zu erreichen; die Züge zwischen Nürnberg und Bayreuth halten hier und Creußen ist gut angebunden. Der Rote Main fließt nicht weit von seiner Quelle in einer Schleife um die auf einem Sandsteinfelsen errichtete Altstadt.

Gesiedelt wird hier seit über 1000 Jahren, Stadtrechte bekam Creußen im Jahre 1358. Enthalten ist der mittelalterliche Kern, die Stadtbefestigung ist neu renoviert und beeindruckt durch Türme und Tore. Es gab hier früher eine Burg, die aber zerstört wurde. Die Stadt hat eine bewegte Geschichte, sie wurde mehrfach angegriffen und einiges wurde zerstört, u.a. litt sie unter dem Einfall der Hussiten, die Markgrafenkriege oder einen großen Stadtbrand. Heute leben knapp 5000 Einwohner hier.

Creußen - Stadttor

Man kann nahe der Stadtmauer auf einem beschilderten Parkplatz parken und von dort gemütlich in die Altstadt rein. Hier erkennt man, dass viele Häuser bereits sehr alt sind; auch die Gassen sind nicht für moderne Autos gemacht, alles ist etwas eng. Wenn man genauer schaut, findet man viele Details, alte hübsche Holztüren, bunt bemalt oder Figuren aus Cortenstahl wie die obere, die z.B. ein Handwerk darstellen.

Creußen - Habergasse

Erhalten hat sich das über 500 Jahre Alte Rathaus, das mir besonders gut gefallen hat. Es wurde um 1350 erbaut, mehrmals zerstört und sieht renoviert aus. Das Dach mit den Fledermausgauben finde ich schön. Innen befindet sich u.a. ein Trauraum und ein historischer Sitzungssaal; es wird also noch genutzt. So kurz nach Ostern erkennt man links im Foto auch noch Osterschmuck.

Creußen - Altes Rathaus

Donnerstag, 15. April 2021

Stippvisite nach Lindenhardt und zur Rotmainquelle

Auch dieses Jahr bin ich wenig unterwegs, und meist im näheren Umkreis. Die 15km-Regel, die wir Anfang des Jahres hatten, wurde zwar gekippt, aber da man eh nirgends übernachten kann, macht es wenig Sinn, weit weg zu fahren.

Als ich beruflich unterwegs war und wie üblich zu viel gesessen bin, habe ich die Gelegenheit genutzt, auf dem Heimweg ein wenig frische Luft zu schnappen und mich etwas zu bewegen. Zwischendurch fing es an zu schneien (Aprilwetter...), so dass meine Wanderung allerdings nicht allzu lange dauerte. ;-)

Pfarrkirche St. Michael, Lindenhardt mit Grünewald-Altar

Seit langem wollte ich mir schon die Kirche in Lindenhardt anschauen. Der Ort ist ein Stadtteil von Creußen und liegt südlich von Bayreuth. Die Kirche ist an der Autobahn A9 angeschrieben: Ein braunes Schild weist nahe der Ausfahrt Trockau auf den berühmten Grünewald-Altar hin.

Pfarrkirche St. Michael, Lindenhardt


Auch von außen ist die Kirche imposant. Sie zählt zu den Markgrafenkirchen, von denen es in Oberfranken eine ganze Menge gibt. Sie entstanden unter der Herrschaft der Markgrafen zu Brandenburg-Bayreuth-Kulmbach. Nach dem Dreißigjährigen Krieg waren viele Kirchen in schlechtem Zustand und wurden danach im Stil des Barock umgebaut oder neu errichtet. Es gibt ein Projekt im Kirchenkreis Bayreuth, in dem diese Kirchen beschrieben werden. Hier der Link zu den Markgrafenkirchen in Oberfranken.   

Die Kirche in Lindenhardt ist dort auch gut beschrieben (Link), so dass man sich vor dem Besuch bereits informieren kann. Auch die Website der Kirchengemeinde lohnt einen Besuch. Als ich gegen 19 Uhr dort war, war sie noch geöffnet und ich bin eingetreten.

Pfarrkirche St. Michael, Lindenhardt

An der Stelle der Kirche gab es bereits um 1130 eine Kirche, die vom Bamberger Bischof Otto dem Heiligen gestiftet wurde. Im Laufe der Zeit wurde sie immer wieder umgebaut, bis sie im Jahr 1684 mit fast dem ganzen Ort abbrannte. Danach wurde die Kirche wieder aufgebaut, wobei wohl Teile noch genutzt werden konnten, brannte 1855 teilweise wieder ab, wurde wieder umgestaltet und erweitert. 

Mittwoch, 31. März 2021

Impressionen Q1 2021

Gerne mache ich auch dieses Jahr weiter mit meinen Impressionen von Ausflügen oder Reisen. Ich teile hier einige Fotos, die ich im ersten Vierteljahr geschossen und zum großen Teil auf meinem Instagram-Kanal veröffentlicht habe. Manchmal schreibe ich da einiges an Text und Erklärung dazu, und damit diese Informationen in jenem schnellen Medium nicht untergehen, suche ich einige Highlights heraus und veröffentliche sie als Impressionen hier auf meinem Reiseblog. Pandemiebedingt fallen Reisen zurzeit aus, aber auch in der Heimat und als Halbtagesausflug (wir durften in Deutschland zeitweise nur 15 km von zuhause weg) gibt es viel zu sehen und zu erleben.

Los geht's mit dem Januar 2021 und einer kurzen Autotour zur Tanzlinde in Peesten im südlichen Landkreis Kulmbach. Schon im15. Jahrhundert tanzte man hier, der Brauch ist also schon alt. Der heutige Baum, eine Sommerlinde, wurde 1951 gepflanzt. Darum herum gibt es ein großes Holzgestell, auf dem in Nicht-Corona-Sommern getanzt wird. Das zweite Foto zeigt den frisch renovierten Radspitzturm im Frankenwald. Am Feiertag Heilige Drei Könige war es relativ voll mit Spaziergängern und rodelnden Kindern auf dem daneben liegenden Hang, von dem sonst Gleitschirmflieger starten. Rechts zwei Fotos von einer Schneeschuhwanderung im Frankenwald. Man kann einfach querfeldein gehen, das mag ich!

Collage Instagram-Fotos Januar 2021


Links auch das Ende einer Schneeschuhtour im Frankenwald; es wird ja schon früh dunkel und dämmerte hier schon: In Grafengehaig steht eine der besterhaltenen und ältesten Wehrkirchen Deutschlands. Die Kirche finde ich beeindruckend, da möchte ich bei Tageslicht und wenn es wärmer ist nochmal hin. Daneben Fotos vom nördlichen Frankenwald; die Gegend um Geroldsgrün besticht durch traumhafte Winterlandschaften und schöne Wanderwege. Den Hashtag #winterwonderland konnte ich da gut verwenden. Teils waren wir auch ohne Schneeschuhe, aber mit Gamaschen unterwegs. Die brauchte man bei den Schneehöhen. 

Im Februar habe ich eine 10.000 Schritte Challenge gemacht: Jeden Tag wollte ich mindestens diese Zahl auf meiner Uhr haben. Da ab 21 Uhr Ausgangssperre war, war das gar nicht so einfach, und machmal habe ich es nur geschafft, wenn ich abends noch im Dorf herummarschiert bin. Lustigerweise habe ich da sogar manchmal jemanden getroffen. Selten war ich bei Tageslicht unterwegs, daher gibt's wenige Fotos. Links oben in einer Mittagspause Rugendorf mit dem Frankenwald im Hintergrund. In der Mitte Fotos von einer Schneeschuhwanderung am Döbraberg; am Wochenende war da relativ viel los. Das Foto rechts oben zeigt den Felsengarten Sanspareil, über den ich hier einmal geschrieben hatte. Sonntags war es relativ voll, so dass man teils vom Weg weg musste, um Abstand zu halten.

Collage Instagram-Fotos Februar 2021

Unten links ein Sonnenuntergangsfoto bei den Rugendorfer Windrädern. Der Schnee wurde weniger, das Glatteis auch, so dass ich meine 10.000 Schritte sicherer, aber durch Matsch gehen konnte. In der Mitte ein Foto vom Frankenwald: Wir waren bei Schauenstein unterwegs, parkten am Weberhaus in Neudorf und wanderten teils querfeldein. An manchen Stellen lag Schnee, aber man sah auch viel Grün. Rechts der ehemalige Bahnhof von Culmitz nahe Naila im Frankenwald. Wir sind den Weberhausweg DÖ 11 gelaufen, 6 km gut ausgeschildert und abwechslungsreich. An dieser Stelle fuhr früher eine Nebenstrecke, um eine Fabrik gut erreichen zu können. Heute ist hier ein Radweg; vielleicht fahre ich da im Sommer mal mit dem Fahrrad. - Meine Challenge habe ich übrigens geschafft. :-)