Sonntag, 15. Dezember 2019

Borobudur: Buddhistische Tempelanlage im Dschungel Javas

Dass ich alte Steine mag, ist ja kein Geheimnis; es gibt sogar eine eigene Kategorie dafür hier auf dem Blog. Verstreut auf dieser Welt gibt es größere und kleinere Sehenswürdigkeiten, die Jahrhunderte alt sind und oft etwas Magisches ausstrahlen.

Ein Ort, der mich mit seiner Stimmung und der handwerklichen Kunst verzaubert hat, ist Borobudur, das nahe Yogyakarta auf der indonesischen Insel Java liegt. Meinen Reisebericht zu Borobudur habe ich kürzlich überarbeitet und mit ein paar weiteren Fotos, die noch auf der Festplatte schlummerten, ergänzt.

Borobudur - Buddhastatuen mit traumhaft schöner Landschaft im Hintergrund

Faszinierend sind neben den vielen Buddhastatuen auch die unzähligen Reliefs, die Szenen des täglichen Lebens und das Leben Buddhas zeigen. Beeindruckt hat mich außerdem die Landschaft; mitten im Grün des Dschungels wirken die alten Steine umso magischer.

Sonntag, 8. Dezember 2019

Trakai: See und Wasserburg, Litauen

Mein heutiges Foto der Woche stammt von der selben Städtereise wie das von letztem Sonntag. Nur knapp 30 km von der litauischen Hauptstadt Vilnius enfernt und eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten des Landes, liegt die Wasserburg Trakai mitten im See nahe der kleinen Ortschaft.

Auch wenn es im Winter kalt ist, macht das mit der richtigen Kleidung nichts und man findet Ruhe. Sehr gut gefallen hat mir ein Spaziergang entland des Sees. Im Sommer ist hier sicherlich mehr los, entlang der Anlegestellen und mit den Booten.

Blick von Trakai auf den See und die Wasserburg, Litauen

Hier liegen zwei Ruderboote ganz idyllisch am Rand des Sees. Das strahlt eine Ruhe aus, die ich sehr genossen habe. Im Sommer kann man entlang des Sees auch Boote mieten oder mit einem größeren Ausflugsboot fahren.

Aber im Winter hat es einen ganz besonderen Charme. Mehr über meinen Advents-Kurztip nach Litauen vor 2 Jahren findet sich hier.

Sonntag, 1. Dezember 2019

Weihnachtsmarkt in Vilnius, Litauen

Ich dachte immer, dass ich kein großer Freund von Weihnachtsmärkten und vorweihnachtlicher Stimmung in Städten bin. Das kommt sicherlich daher, dass ich viele Jahre in Nürnberg gelebt habe und die Innenstadt zur Zeit des Nürnberger Christkindlesmarkt überfüllt ist. Zu viel süßer Glühwein tut sein übriges, manchmal ist die Stimmung eher betrunken als idyllisch.

Umso schöner finde ich es daher, einen für mich unbekannten Weihnachtsmarkt zu besuchen. Städte haben dann eine ganz andere Stimmung als im Sommer. Gut gefallen hat mir z.B. ein Adventswochenende in Wien, aber auch Litauen ist bekannt für seine Weihnachtsmärkte und für die ganz besondere Atmosphäre. Daher gibt es heute am Ersten Advent ein Foto aus Vilnius.

Weihnachtsmarkt in Vilnius, Litauen

Dies hier ist ein Foto des Domplatzes vor der St. Stanislaus Kathedrale mit ihrem bekannten Glockenturm. Der über 25 Meter hohe künstliche Weihnachtsbaum ist in Wirklichkeit ziemlich lila; das verschluckt die Kamera auf die Entfernung.

Man kann auch hier Glühwein oder Kräutertee sowie Snacks kaufen oder sich mit Weihnachtsgeschenken eindecken: An den vielen Ständen werden auch Kunsthandwerk und Souvenirs angeboten. Ein paar mehr Fotos sowie Tipps zu einem Adventswochenende in Litauen finden sich hier.

Sonntag, 24. November 2019

Fjorde von Musandam, Oman

Musandam liegt als Exklave ganz im Norden Omans an der Straße von Hormus. Exklave bedeutet, dass das Land durch einen Korridor, der zu den Vereinigten Arabischen Emiraten gehört, vom restlichen Oman abgetrennt ist.

Musandam ist bekannt für seine hohen Kalksteinfelsen, die über 2.000 Meter hohe Berge aufragen und die zum Teil steil zum Wasser abfallen. Die dabei entstehenden fjordähnlichen Buchten haben der Region den Beinamen "Norwegen Arabiens" eingebracht, wobei ich solche Vergleiche nicht mag und die Fjorde auch optisch total anders aussehen.

Fjorde von Musandam, Oman

Schön ist eine Bootsfahrt mit dem typischen Segelboot der Region, einem Dhau. Außerdem ist das Wasser warm genug, man kann schwimmen oder schnorcheln.

Man kann die Fjorde bei einer Rundreise durch den Oman besuchen, außerdem sind sie ein beliebter Stopp bei einer Kreuzfahrt durch den Orient. So habe ich sie kennen gelernt. Die Lage zwischen dem Golf von Oman und dem Persoisch-Arabischen Golf ist strategisch von hoher Bedeutung, es gibt Militärstützpunkte. Als unser Schiff sich mitten in der Nacht der Straße von Hormus näherte, kreisten Hubschrauber über uns und das Schiff wurde von oben stark angeleuchtet. Das war schon speziell. 

Sonntag, 17. November 2019

Reisen im Laufe der Jahrzehnte

Sabine von Ferngeweht ist neugierig und will wissen, wie sich der Reisestil verschiedener Reiseblogger im Laufe der Zeit verändert hat. Anlass dafür war ihr 50. Geburtstag, bei dem sie sicherlich vieles reflektiert hat. Seit mehr als 30 Jahren ist Sabine reisend unterwegs und meint, dass sich von den ersten Reisen bis heute einiges verändert hat. - Das Thema der Blogparade lautet daher "Wie hat sich dein Reisestil im Laufe der Jahre verändert? Reist du immer noch genauso wie vor 15, 20 oder 30 Jahren? Oder sehen deine Urlaube heute ganz anders aus als früher?"

Meine Art des Reisens und des Urlaub-Machens hat sich in den letzten 50 Jahren verändert und ist in manchen Grundzügen doch gleich geblieben. Ja, so lange reise ich schon. :-)

Reisen als Kind 


Mit zwei haben meine Eltern mich mit nach Österreich an den Neusiedler See geschleppt, das war im Herbst 1969. Die Jahre danach ging's an den Gardasee und ins Tessin. Von Süddeutschland aus war das gut mit dem Auto zu erreichen. Am Gardasee waren wir mit dem Zelt, im Tessin wohnten wir in einer Ferienwohnung. Kürzlich habe ich mit meiner Mutter alte Alben angeschaut und beim Tagebuch einer Reise an den Lago Maggiore stand bei den meisten Tagen "Regen" mit dabei. Mit zwei kleinen Kindern war ein festes Haus sicherlich besser als ein Zelt.

Am Lago Maggiore 1972

Nach einem Urlaub im Allgäu fingen meine Eltern an, sich für den Norden zu interessieren und es folgten deutsche Nordseeküste, Dänemark und schließlich Schweden, Finnland und Norwegen, einmal sogar mit dem Wohnwagen bis ans Nordkap. Daneben gab's immer schon Kurzreisen oder lange Wochenenden, oft ins Elsass oder in andere Regionen Frankreichs und Deutschlands, oft auch zum wandern, was ich damals hasste. Heute mag ich es.

Früher dachte ich immer, dass ich auf diesen Reisen vor allem viele Sehenswürdigkeiten besucht habe - Schlösser, Burgen, Museen, große und weniger große Städte, Ruinen. Vom Sightseeing gibt es auch viele Fotos oder Eintrittskarten, die mit in den Alben kleben. Und viele Erinnerungen.

Riesenradfahrt im Prater, Wien

Diese Woche war ich beruflich in Wien und hatte zum Glück an einem der Abende etwas freie Zeit, so dass ich in die Innenstadt gefahren bin und einen ganz ganz langen Spaziergang gemacht habe. Auch wenn es derzeit kalt und abends dunkel ist, fasziniert diese schöne Stadt.

Als Foto der Woche gibt es daher kein aktuelles Nachtfoto sondern eins aus dem Archiv von unserem Adventswochenende in Wien vor 10 Jahren. Wenn die Sicht halbwegs okay ist, würde ich bei einem Wien-Besuch als erstes den Prater besuchen und mit dem berühmten Wiener Riesenrad fahren: Man bekommt dabei einen Überblick über die Stadt und kann sich danach besser orientieren.

Riesenradfahrt im Prater, Wien

Das Riesenrad im Prater ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Wiens. Es wurde 1897 zur Feier des 50. Thronjubiläums Kaiser Franz Josephs I. errichtet und war damals eines der größten Riesenräder der Welt. Inzwischen gibt es größere, aber der Charme des Wiener Riesenrads ist geblieben.

Wir haben damals auch eine Wien-Tour auf den Spuren des Dritten Manns gemacht. In diesem berühmten Film, den ich jedem ans Herz legen möchte, gibt es eine lange Szene, die im Riesenrad spielt.

Sonntag, 10. November 2019

Ausgrabungsstätte Nora, Sardinien

Nur wenige Kilometer von Cagliari entfernt liegen die Überreste von Nora, einer im 9. Jahrhundert v. Chr. von den Phöniziern gegründeten Stadt.

Die Lage war wahrscheinlich mit entscheidend für die Anlage dieser wohl ältesten Stadt Sardiniens. Nicht weit vom Meer entfernt, war es wohl ein guter Hafen. Nach den Römern kamen die Punier, die Karthager und die Römer, von denen die meisten Relikte erhalten sind. Man sieht u.a. die Reste eines Amphitheaters, eines Tempel und einer Therme. Mir haben die Mosaike und eine Säule gut gefallen.

Ausgrabungsstätte Nora, Sardinien

Bedeutendster Fund ist die Stele von Nora, die allerdings nicht im archäologischen Park sondern in einem Museum in Cagliari befindet. Sie ist wegen phönizischer Inschriften bekannt, die aber nicht wirklich entziffert wurden, da sie nur fragmentarisch enthalten sind. Fest steht, dass auf ihr das Wort Sardinien erwähnt wird; in einer frühen Form natürlich.

Nicht weit von der archäologischen Ausgrabungsstätte gibt es einen Strand, der zum Baden einlädt.