Sonntag, 17. März 2019

Lin An Tai in Taipei, Taiwan

Heute habe ich ein Foto, das erst 5 Jahre alt ist. Im März 2014 war ich das erste Mal auf der Insel Taiwan. Ich bin damals nach einem beruflichen Einsatz, den ich in Shanghai hatte, hingeflogen und habe auch ein wenig über meine Reise nach Taipei geschrieben.

Mir hat die Stadt gut gefallen und besonders schön fand ich, dass man in Taipei nicht nur Hektik und Großstadt, sondern auch Ruhe finden kann. Erholsam fand ich das Lin An Tai Historical House and Museum, von dem diesmal das Foto der Woche stammt.

Lin An Tai Historical House and Museum, Taipei, Taiwan

Im Jahr 1754 kam Lin Chin-Ming aus der Provinz Fujian nach Taiwan. Er und seine Söhne waren erfolgreiche Geschäftsleute und kamen zu Reichtum, so dass sie dieses Ensemble von Häusern gebaut haben. Es ist in Richtung Südwesten gebaut und soll über gutes Fengshui verfügen. Die typisch südchinesische Anlage, bestehend aus Häusern, Gebäuden, Wegen, Gärten und einem See ist inzwischen eins der ältesten Gebäude-Ensembles Taiwans.

Als ich dort war, war auch eine Klasse Grundschüler dort, die ähnlich interessiert waren wie ich.

Sonntag, 10. März 2019

Wanderung am Pico de Fogo

Heute habe ich mal wieder ein altes Foto herausgekramt, das 1999 aufgenommen wurde. Wir waren damals für zwei Wochen auf den Kapverdischen Inseln, auf der touristischen Insel Sal, und haben einige Ausflüge von dort unternommen, um das Land besser kennen zu lernen. Ein Tagesausflug führte mit einem kleinen Flugzeug auf die Insel Fogo. Auf Fogo spürt man am ehesten, dass die Inselgruppe der Kapverden vulkanischen Ursprungs ist; Fogo ist quasi ein einziger Vulkan! Wir flogen früh morgens los und konnten schon von der Ferne die Insel sehen. Von oben ist der Vulkan beeindruckend, Tuffkegel, erkaltete Lavaströme; alles wirkt unwirklich, unbewohnbar.

Der Pico do Fogo ist 2829 m hoch und nach dem Teide (auf Teneriffa) die zweithöchste Erhebung im Atlantik. Fogo bedeutet Feuer. Die Insel ist 475 qkm groß und entstand durch verschiedene Eruptionsphasen, gefolgt von Erosionsphasen. So entstanden Täler, die wieder mit Lava gefüllt wurden, der Pico (so heißt der Vulkankegel) baute sich als Vulkan auf der alten Caldeira auf, immer wieder kamen zu bereits vorhandenen Kegeln neue hinzu. 

Wanderung am Pico de Fogo, Kapverden - eingescanntes Foto von 1999

Wir landeten auf dem abenteuerlichen Flugplatz in São Filipe, dem größten Ort auf der Insel und fuhren von dort nach Chã das Caldeiras. Während der Fahrt hatte man bereits einen atemberaubenden Blick auf die einmalige Landschaft. Wir sahen, wie Menschen auf der schwarzen Vulkanerde Wein und Gemüse anbauten und konnten davon kosten. Highlight des Tages war eine Wanderung am Rand des Vulkans.

Der Pico de Fogo lebt: Es gibt Rauchsäulen und ab und zu kleine Erdbeben. Wir waren wie gesagt 1999 dort und 2014 war wieder ein größerer Ausbruch des Vulkans, so dass es heute anders aussieht als damals.

Sonntag, 3. März 2019

Františkovy Lázně - Franzensbad

Františkovy Lázně (Franzensbad) liegt kurz hinter der bayerisch-tschechischen Grenze, direkt neben Cheb (Eger) und zählt zur Region Karlsbad. Bekannt ist die kleine Stadt (5.500 Einwohner) seit über 200 Jahren vor allem als Kurort.

Angelegt wurde das Kurbad 1793, wobei bereits seit dem 14. Jahrhundert bekannt war, dass die Gegend Quellen besaß, deren Wasser als heilend angesehen wurde. Die Stadt hat ihren Namen von Erzherzog Franz Joseph Karl von Österreich, der als Kaiser Franz II. letzter Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation war und 1804 das Kaisertum Österreich gründete, das er als Franz I. bis zu seinem Tod regierte. Unter seiner Förderung entwickelte sich das Kurbad im Bäderdreieck von Franzensbad, Marienbad und Karlsbad.

Františkovy Lázně - Franzensbad - Neue Kolonnaden

Franzensbad ist eins der ältesten Moorbäder Europas und auch als Frauenheilbad bekannt. Die letzten Jahrzehnte wurde kräftig renoviert; ich bin öfter dort und freue mich darüber, wie sich der Ort entwickelt hat. Dieses Foto der Neuen Kolonnaden ist von 2006 oder 2007.

Das für diese Kurbäder so typische Schönbrunner Gelb kombiniert mit Weiß macht die Gebäude so reizvoll. Klassizismus, Empire, Belle Epoque: Klassische Bäder-Architektur kombiniert mit schönen Parkanlagen, ein Traum. Gerade im Frühling ist es dort besonders schön, wenn Rhododendren blühen und man nach einem Spaziergang eins der so typischen Cafés besuchen kann. Hier nicht weit vom Fotografierstandort habe ich übrigens die beste Nuss-Biskuitrolle meines Lebens gegessen. :-)

Das Tschechische Bäderdreieck gilt als die quellenreichste Region Europas und ist weltweit bekannt. Franzensbad ist das kleinste Kurbad im Dreieck und gilt als das Juwel der böhmischen Kurorte. Mir persönlich gefällt es am besten; es ist überschaubar und entspannend. Wer ausprobieren möchte, ob er Kuraufenthalte mag: Franzensbad bietet Schnupperkuren an oder Wellness-Wochenenden. Aber auch, so wie ich es mache, ein Kurzbesuch mit Spaziergang gefolgt von Kaffee und Kuchen lohnt sich.

Sonntag, 24. Februar 2019

Hindu Tempel in Singapur

Der zugegeben etwas egoistische Ansatz meiner Aktion, dieses Jahr jede Woche ein altes Foto zu posten war ja, auf dem Dachboden zu wühlen und alte Fotos, Dias und Filme herauszusuchen, auszusortieren und ein paar brauchbare Fotos oder Dias oder Filme zu digitalisieren oder organisiert abzulegen. Bisher hat das noch nicht so ganz geklappt, aber das Jahr ist ja noch jung. ;-)

Mir geht es so, dass ich auf Reisen gerne fotografiere, die Fotos danach aber eigentlich nie anschaue. Irgendwie ist das schade, da ja schöne Erinnerungen damit verbunden sind. Daher habe ich mir überlegt, dass ich nicht bis zum Rentenalter damit warten will, die alten Fotos zu sichten. Da steckt einiges an Arbeit dahinter und vor allem muss ich mir überlegen, wie ich die verbliebenen Reise-Erinnerungen archiviere. Da mir schon einige Reisen fehlen, da die damaligen Sicherungen auf CD-ROM sich nicht mehr lesen ließen, tendiere ich dazu, ein paar Fotos auch analog aufzubewahren oder abzulegen. Wie macht Ihr das?

Barbara vor einem Hindutempel in Singapur 2002

Bei diesem analogen Foto, das Anfang 2002 mit einer Spiegelreflex aufgenommen wurde und das ich vorhin eingescannt habe, musste ich eine Weile überlegen, bis mir wieder einfiel, dass es in Singapur aufgenommen worden sein muss. Geotags heutzutage sind schon eine super Sache. ;-)

Ich erinnere mich aber noch gut an diesen heißen Tag als wir in Singapur einige Sehenswürdigkeiten abgeklappert haben. Mitten im wuseligen Chinatown Singapurs findet man einen nicht ganz dazu passenden Hindutempel, den Sri Mariamman Tempel. Das ist der älteste Hindu-Tempel Singapurs; er wurde von indischen Einwanderern aus Südindien 1827 erbaut. Geweiht wurde er der Göttin Mariamman, die angeblich Krankheiten heilen kann. Während der britischen Kolonialzeit war hier das Standesamt für Hindus; nur dieser Tempel war berechtigt, Hindu-Eheschließungen durchzuführen. Wir waren lange dort und haben echt gestaunt. Mein Fotograf fand aber offensichtlich mich im Vordergrund interessanter als die noch weiter nach oben gehenden Etagen, die auf dem Foto abgeschnitten wurden. Da man vom Tempel online inzwischen viele schönere Fotos findet, sehe ich dieses Foto also eher als klassische Reiseerinnerung. :-)

Update: Danke Michelle, es ist definitiv der Sri Thendayuthapani Temple, der in Little India liegt. Wir hatten uns damals ja einige Tage in Singapur aufgehalten und einiges besichtigt. Der Tempel scheint bei Hindus sehr beliebt für diverse Feste zu sein.

Sonntag, 17. Februar 2019

El Djem, Tunesien

Das Amphitheater im tunesischen El Djem ist mit einem Fassungsvermögen von 35.000 Zuschauern ist nach dem Kolosseum von Rom und dem Amphitheater von Capua das drittgrößte Amphitheater des ehemaligen Römischen Reiches. Es wurde 238 nicht von den Römern sondern von den durch Olivenöl reich gewordenen Einwohnern El Djems gebaut. El Djem (auch El Jem, arabisch الجم al-Dschamm) ist das antike Thysdrus, nach Karthago war das die zweitgrößte Stadt des römischen Imperiums in Afrika. Das Amphitheater ist relativ gut erhalten und wurde bereits 1979 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Heute wird es für Konzerte und Festspiele genutzt, außerdem besuchen Touristen den Ort und das Amphitheater.

El Djem, Tunesien


Ich war 1989 und 2013 hier und fand es nie überfüllt; es liegt doch etwas abseits der Badeziele des Landes. Dieses Foto stammt vom März 2013.

Wenn man darin herumschlendert, kann man die Kämpfe der Gladiatoren mit Löwen und Tigern sowie die rasanten Wagenrennen erahnen. Die Stimmung in dem Bauwerk ist beeindruckend. Wer alte Steine mag, der kann sich einige Zeit hier aufhalten und die Ruinen auf sich wirken lassen.

Samstag, 16. Februar 2019

Inselhüpfen in der Karibik

Seit Ewigkeiten wollte ich die Kleinen Antillen kennen lernen. Darunter versteht man die Inselkette in der östlichen Karibik, die sich von den Jungferninseln im Norden bis vor die venezolanische Küste im Süden erstreckt. Bisher hatte ich davon nur eine einzige Insel besucht, und zwar St. Martin bei einer Transatlantikreise vor knapp 6 Jahren.

Die großen Karibikinseln wie Kuba, Cozumel oder Jamaika kenne ich besser, aber diese kleinen Inseln, die man oft sogar innerhalb eines Tages mit Boot oder Auto umrunden kann, sind ganz anders und auch interessant.

Kleine Antillen - St. Vincent

Die Kleinen Antillen werden übrigens weiter unterteilt und zwar abhängig vom Nordost-Passatwind in die nördlich gelegenen Inseln über dem Winde und die südlichen Inseln unter dem Winde, wobei man da unterschiedliche Informationen findet. Viele der Inseln bilden eigene Staaten, teils haben sie auch eigene Währungen, teils teilen sie sich eine Währung.

Klassisches Inselhüpfen ist erstaunlich schwierig. Man kann mit einem eigenen Boot segeln, klar. Aber wenn man mit öffentlichen Verkehrsmitteln von einer Insel zur nächsten möchte, tut man sich schwer. Es gibt Flüge, die allerdings nicht gerade billig sind. Fähren bzw. Schnellboote hätte ich erwartet, da die Inseln nicht weit voneinander entfernt sind, allerdings gibt es kaum welche. Man kommt damit z.B. von Guadeloupe nach Dominica und Martinique, aber sonst sieht es mau aus.

Sonntag, 10. Februar 2019

Sacré-Cœur, Paris

Die Basilika Sacré-Cœur de Montmartre ist eines der Wahrzeichen von Paris und jedes Mal, wenn ich in der Stadt bin, freue ich mich wenn ich die Gelegenheit bekomme, dort herumzuschlendern. Das Viertel an und auf dem Butte Montmartre liegt im Norden der Stadt und ist bekannt durch die Künstler des 19. Jahrhunderts. Auch heute noch findet man hier Maler, die sich auf Touristen eingestellt haben und z.B. Portraits machen.

Von weitem sichtbar thront die Basilika Sacré-Cœur über Paris. Der neoromantisch-neobyzantinische Bau entstand nach dem Krieg von 1870/71 und dem Aufstand der Commune 1873. Ein goldenes Mosaik verherrlicht das namengebende Herz Jesu, dem die Wallfahrtskirche geweiht ist.

Sacré-Cœur, Paris

An kalten Wintertagen wie hier 2008 hat man manchmal Glück und ist einer der wenigen Besucher dort. Im Sommer finde ich es inzwischen zu voll. Das Weiß des Gebäudes passt wunderbar zu dem strahlend blauen Himmel. Und der Ausblick von der vorgelagerten Terrasse ist spektakulär.

Ein paar Impressionen zu einem winterlichen Wochenende in Paris auf dem Blog findet sich hier.