Freitag, 29. August 2014

Aomori, Japan

Honshū hat uns wieder - die japanische Hauptinsel. Ganz im Norden liegt Aomori, mit knapp 300.000 Einwohnern Hauptstadt der gleichnamigen Präfektur. Der Hafen von Aomori ist sowohl durch eine Eisenbahnfähre als auch über den Seikan-Tunnel, einen der längsten Tunnel der Erde, mit Hakodate auf der Insel Hokkaidō verbunden.

Wenn wir gestern also unsere Abfahrt verpasst hätten, hätte es Möglichkeiten gegeben, am nächsten Tag das Schiff mit überschaubarem Aufwand wieder zu erreichen. ;-)

Diamond Princess - Blick auf Aomori
Gegen 9:45 war eine Sicherheitsübung für die Besatzung, was ganz interessant zu beobachten war. Die Alarmtöne von der Brücke wurden kommentiert, so dass klar war, dass es sich um eine Übung handelte. Theoretisch sei auf Deck 6 ein Feuer ausgebrochen, eine Muster Station war ausgefallen, überall sah man Besatzungsmitglieder mit Rettungsweste, die auf dem Schiff unterwegs waren. Wer kein Bitte-nicht-stören-Schild vor der Tür hatte, hatte die Chance, in die Übung einbezogen zu werden, da geübt wird, dass Kabinen überprüft werden, ob dort noch Passagiere sind, die gerettet werden müssen.

Am Hafen von Aomori gab es einen Informationsstand über den Ort, an dem man auch Stadtpläne und Tipps bekam. Wir fühlten uns willkommen.

Heute fuhr wieder ein kostenloser Shuttle, der einen am sog. ASPAM Gebäude heraus lässt. Das ist ein dreieckig futuristisches Gebäude am Ufer, das einige Läden sowie touristische Infrastruktur enthält und sich gut als Orientierungspunkt anbietet. Oben in der Mitte und weiter unten taucht es auf Fotos auf.

Aomori kann man gut zu Fuß erkunden; die Entfernungen sind nicht weit und uns hat es gut gefallen, wieder eine relativ normale unspektakuläre japanische Stadt zu erlaufen.

Aomori - Nebuta-Museum

Bereits von außen sehenswert ist das Nebuta-Museum und Kulturzentrum mit einer Fassade aus roten, in sich verdrehten Stahlbändern, die an verschiedenen Stellen beiseite geschoben sind. Molo Design aus Vancouver sind die Architekten.

Ausgestellt werden von innen beleuchtete Figuren aus Papier, die jedes Jahr während des Nebuta Festivals auf Festwägen durch die Stadt gezogen werden. In monatelanger Arbeit wird auf Unterkonstruktionen aus Holz und Draht Papier in Form von japanischen Kriegshelden, Tieren und Dämonen geklebt und farbenprächtig bemalt.

Aomori - Nebuta-Museum

Diese kunstvollen Laternen können seit 2010 in diesem sehenswerten Museum besichtigt werden.

Hier ein paar weitere Impressionen aus Aomori. Wie man sieht, war das Wetter nicht so klasse, zwischendurch hat es geregnet.

Aomori - Impressionen

Aomori - Impressionen

Aomori - Impressionen

Aomori - Impressionen

Das Wasser Aomoris wurde zum besten Trinkwasser Japans gewählt.

Aomori - Denkmal für TrinkwasserDarauf weist ein Denkmal im Stadtzentrum hin, das außerdem einen praktischen Nutzen hat: Man kann sich Wasser daraus zapfen und selbst testen, ob das stimmt. Mir hat's geschmeckt.


Einige der Tempel haben wir auch angeschaut. Sie sind wie die anderen Sehenswürdigkeiten auch im Stadtplan gut markiert.


In einem der Shopping Centers (ideal bei Regen) habe ich einen dieser bekannten 100 Yen Shops gefunden und war begeistert von den ganzen Produkten, die dabei helfen, Bento-Boxen so schön zurecht zu machen wie japanische Bekannte das tun. Hier gibt es alles, was man dafür braucht.

Aomori - Shopping im 100 Yen Shop

Ein Besuch in der A-Factory nahe Nebuta Museum lohnt noch mehr. Hier ein Blick ins Innere:

Aomori A-Factory

Und so sieht sie von außen aus:

Aomori A-Factory

Dort gibt es lokale landwirtschaftliche Produkte zu kaufen. Die Region um Aomori ist für ihre Äpfel bekannt; so gibt es z.B. Cidre. Auch ein Biergarten oder frisches Eis wirken einladend.

Dies ist Teil eines Reiseberichts über unsere 2-wöchige Reise nach Japan. Details dazu sowie Links zu den anderen Tagen finden sich hier.

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