Sonntag, 9. März 2014

Taipei 101, Zoo, Maokong

Der Taipei Financial Center, kurz Taipei 101 (台北101 Táiběi yīlíngyī oder auf Englisch Taibei one-o-one) ist natürlich eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt und fast von überall zu sehen, bei Tag und bei Nacht.

Mir gefällt, dass es daneben nich andere hohe Wolkenkratzer gibt, die den Blick versperren. So ist der Taipei 101 das einzige und herausragende Gebäude, das wie eine überdimensionierte Pagode wirkt - und das ist einfach beeindruckend. Hier aber ein Blick aus der Nähe, wenn man unten davor steht und hoch schaut.  

Taipei 101 von unten

Taipei 101


Hinkommen ist ganz einfach: Es gibt eine U-Bahnstation direkt am Taipei 101 (die heißt auch so: Taipei 101, Taipei World Trade Center). Alternativ kann man bis Xiangshan Station (象山), der Endstation der roten Linie, fahren und von dort zu Fuß hin marschieren, was von der Aussicht her klasse ist. Man ist dann nicht ganz geplättet wie wenn man direkt ankommt und nur senkrecht nach oben schauen kann, sondern sieht den Turm schon von etwas weiter weg.



Alles ist gut beschildert, an den U-Bahnstationen gibt es auch Informationszentren.



Bis 2007 war der Taipei 101 der höchste Wolkenkratzer der Welt (danach kam der Burj Khalifa). Benannt nach seinen 101 Stockwerken (zusätzlich gibt es 5 unterirdische, die nicht mitgezählt werden) ragt er mit 508 Metern weit über alle anderen Gebäude der Stadt. Das schöne ist: Man kann ihn besichtigen! Unten gibt's einen Club (da waren wir bereits am Vorabend). Die ersten Etagen beherbergen ein großes Einkaufszentrum, das natürlich auch sonntags geöffnet hat. Auch verhungern muss man nicht, es gibt genügend Restaurants, Fastfood oder auch Konditoreien und Läden, an denen man Snacks oder Getränke bekommt.




Ab Etage 89 befinden sich verschiedene Aussichtsdecks. Mit dem schnellsten Aufzug der Welt kommt man hoch. Im Shopping Center orientiert man sich an den Schildern "Observatory", so kommt man zum Ticketschalter. Für 450 NTD gibt's ein Ticket, man kann bar oder mit Karte zahlen.



Mir gefällt der Turm von außen und von innen. Der Taipei 101 erinnert an Bambus und vor allem an eine Pagode und steht damit im Zeichen der chinesischen Tradition: Er imitiert Türme, wie man sie auch und ganz klassisch vom chinesischen Festland kennt. Er wurde natürlich nach den Richtlinien von Feng-Shui erbaut und die chinesische Glückszahl 8 sowie Glücksmünzen finden sich überall wieder. Das soll vor negativem Einfluss schützen.



Total spannend finde ich die Art, wie man beim Bau eines so hohen und exponiert stehenden Gebäudes mit den Herausforderungen durch Erdbeben und Taifune umgegangen ist. Beides kommt in der Region häufig vor, Taiwan ist mit über 4.000 Erdbeben jährlich eine der aktivsten Erdbebenregionen der Welt. Damit das Gebäude diesen Belastungen widersteht, wurde die Tragstruktur einem stabilen Bambusrohr nachempfunden. Zwischen der 88. und 92. Etage befindet sich eine 660 Tonnen schwere vergoldete Stahlkugel mit einem Durchmesser von 5,5 Metern, die mit ölhydraulischen Dämpfungselementen den Schwankungen des Gebäudes entgegenwirkt. Die maximale Beschleunigung bei Stürmen soll durch den Dämpfer halbiert werden. Aufgehängt an armdicken Stahlseilen ist sie der momentan größte und das einzige der Öffentlichkeit zugängliche Tilgerpendel der Welt. Zwei weitere Dämpfer mit je 4,5 Tonnen Masse befinden sich in der Antennenkonstruktion. Sie sollen Schwingungen reduzieren, die zu einer Ermüdung der Stahlkonstruktion führen. Ich hatte vor Jahren im Fernsehen mal einen Bericht darüber gesehen und war jetzt begeistert, das selbst sehen zu können.



Oben auf den Aussichtsdecks kann man eine Menge Zeit verbringen. Es ist natürlich super, die Aussicht zu genießen: Je nach Wetterlage sieht man sehr weit. Da dies hilft, sich in der Stadt zu orientieren rate ich jedem, den Taipei 101 am Anfang zu besuchen.



Ich habe zwischendurch auf Smartphone geschaut, um mir beim Orientieren zu helfen; für die nächsten Besichtigungen.



Da die viele Aussicht und all das Bombastische anstrengt, musste etwas Tee, Kaffee und Süßes her. Auch hier gibt es eine große Auswahl. Neben Eis und einem Obsttörtchen habe ich auch ein paar der typisch taiwanesischen Ananaskuchen gekauft. Der ist links hinten weiß rot eingepackt zu erkennen. Es besteht aus Mürbeteig mit Fruchtfüllung und hält sich auch eine Weile. Ich mag diese pineapple cakes  (鳳梨酥 fènglísū) gerne für zwischendurch als typischen Snack. Sie eignen sich auch super als Mitbringsel!



Der Ananaskuchen wird in Taiwan gerne zu Tee (okay, ich hatte Bubble Tea, links im Bild, der ist auch typisch für Taiwan) oder Kaffee als süße Zwischenmahlzeit gegessen. Die Ananas gilt in Taiwan als Glücksbringer, da ihr Name ähnlich wie die taiwanische Bezeichnung für Wohlergehen erinnert. Ananaskuchen sind beliebte Geschenke für alle festlichen Anläasse und werden gerne, so wie ich das gemacht habe, in größeren Mengen gekauft und als Mitbringsel an Daheimgebliebene verschenkt.

Und klar, wir sind in Asien: Es gibt überall die Möglichkeit, sich selbst zu fotografieren oder fotografieren zu lassen. Hier bin ich mit dem Maskotchen des Taipei 101.



Nach so viel Moderne war mir nach etwas Natur und ich bin rausgefahren an den Stadtrand.

Taipei Zoo








Baustelle - Hier kommt noch was!!!



Dies ist Teil eines Berichts über meine erste Reise nach Taiwan, ich war ein paar Tage in Taipei. Details dazu, Tipps für Taipei und was ich die anderen Tage gemacht habe, findet sich hier.

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