Donnerstag, 17. Dezember 2015

Flug nach Funchal, Hotel und Spaziergang

Wir mussten (obwohl wir nahe des Münchner Flughafens übernachteten) früh raus, so ging's mit einem Kaffee los in den Minibus für den Transfer zum Flughafen. Dort haben wir unser großes Gepäck aufgegeben (ich hatte bereits den Online-Checkin gemacht, allerdings waren die Schlangen beim normalen Checkin auch nicht wirklich länger als beim Bag-Drop Schalter) und sind dann noch etwas herumspaziert, um uns bei einer Bäckerei noch einmal einen Kaffee und ein kleines Frühstück zu kaufen.

Condor-Ferienflieger am Flughafen MünchenDie Schlange zur Kontrolle am Münchner Flughafen war heute überschaubar, ich habe da schon anderes erlebt. Auch das Boarden lief wie üblich. Ein wenig ärgere ich mich immer darüber, dass ich mein Wasser vor der Kontrolle wegwerfe und mir dann eine überteuerte Plastikflasche mit Durchschnittswasser kaufe, deren Pfand ich dann zudem noch verfallen lasse, weil ich sie natürlich im Urlaub entsorge und nicht zurück nach Deutschland bringe. Für den doch 4 Stunden langen Flug brauche ich etwas zu trinken, das bisschen, was es nach langer Wartezeit im Flieger gibt, reicht mir nicht.

Flug mit Condor


Condor hat die letzten Jahre auch abgespeckt, was die Verpflegung in der Luft angeht. Kostenlos gibt es Kaffee, Tee, Wasser (keine Softdrinks oder Säfte) und einen Keks, Spekulatius-mäßig, für alles andere muss man zahlen. So hatten einige Mitreisende Vesperboxen mit dabei.

Flughafen Funchal, Madeira

In München war's unangenehm regnerisch, zwar nicht kalt, aber irgendwie klamm.

So war es super, in Madeira bei Sonnenschein und T-Shirt-Wetter zu landen. Ich hatte vorgesorgt und meine Winterjacke gleich gut im Handgepäck verstaut, die brauchte ich für die Fahrt vom Flughafen Funchal ins Hotel sicher nicht.

Condor-Maschine am Flughafen Funchal, Madeira

Flughafen von Funchal 


Der Flughafen in Funchal begrüßt einen typisch mit Mosaik-Fußboden und blauen Kacheln an der Wand. Man wird übrigens von vielen Angestellten freundlich in Empfang genommen und die richtige Richtung geleitet, alles kein Problem.

Ankunft Flughafen Funchal, Madeira

Auch typisch für Madeira sind die Korbschlitten, auf denen man vom höher gelegenen Monte in die Stadt rutschen kann, bzw. sich fahren lassen, da sind ein bis zwei Männer dabei, die lenken und anschieben. Dies geht wohl auf frühere Zeiten zurück, als Pferdekutschen die Stadt befuhren und bergab geht's gut mit diesen Gefährten.

Dies hier ist die Ankunftshalle mit einem Korbschlitten in der Mitte, alles übersichtlich.

Ankunftshalle Flughafen Funchal, Madeira

Wie man sieht, warten draußen Taxis. Ich hatte am Vortag noch schnell einen Transfer organisiert, da dies preisgünstiger ist als direkt ein Taxi zu nehmen. Ein Taxi vom Flughafen Madeira in die Hotelregion von Funchal kostet ca. 40,- Euro, der organisierte Transfer kostete uns 23,- Euro, man bezahlt per Paypal oder bar beim Fahrer. So wurden wir von einem Fahrer mit einem Schild mit meinem Familiennamen bereits in der Ankunftshalle begrüßt und zu einem großen Minibus-Taxi gebracht, was natürlich noch bequemer ist als ein PKW. Bei diesen Transfers kann es passieren, dass mehrere Touren zusammen gelegt werden, d.h. man Mitreisende hat, was für mich okay gewesen wäre (es gibt auch Individualtransfers, die kosten mehr). Bei uns war jedoch niemand anderes mit dabei, nur wir zwei. Zu Weihnachten ist wohl keine Hochsaison. Der Fahrer fuhr uns gut und sicher vom Flughafen zum Hotel und erzählte auch ein wenig, gab Tipps.

Gut und für die nächsten Tage wirklich brauchbar fand ich seinen Tipp, entweder zu gehen oder zu schauen, also beim Schauen stehen zu bleiben! Auf der Insel gibt es so viel Sehenswertes und es schadet wirklich nicht, erst zu schauen und dann wieder auf den Weg zu blicken, so steil wie es überall ist... :-)

Pestana Casino Park Hotel, Funchal 


Durch die Pauschalreise hatten wir ja die günstigste Zimmerkategorie gewählt, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass man oft im Hotel gute Upgradekonditionen bekommt. Angekommen im Hotel haben wir also ein kleines Upgrade auf ein Zimmer durchgeführt, das Gartenblick hatte und näher am Meer, also weniger nah zur Straße lag.

Das war glaube ich ganz gut, da doch eine der Hauptstraßen Funchals an der Nordseite des Hotels vorbei führt. Zudem fand ein Weihnachtsmarkt statt, der an der Straße war, die Beschallung mit Liedern bis spät abends hätte mich evtl. ein wenig genervt. Alle Zimmer haben Balkon, wir hatten jetzt Bäume vor unserem Balkon, was ihn weniger einsichtig macht. Das passte.

Pestana Casino Park Hotel, Madeira - Blick vom Balkon Richtung Meer

Das Hotel trägt auch nach diversen Renovierungen noch die Handschrift von Oscar Niemeyer und hat einen gewissen 1960er Jahre Charme, der an vielen Stellen durch kommt. Deshalb waren wir ja hier, uns gefiel das sehr gut. Das Pestana Casino Park Hotel ist groß mit über 340 Zimmern und 39 Suiten. Alle haben neben dem Balkon einen Wohnbereich mit Flachbild-Fernseher (sehr viele deutsche Kanäle), kostenloses WLAN, Tresor und, was ich praktisch fand, ein Badezimmer, von dem Toilette und Bidet durch eine Tür abgetrennt sind. Das finde ich bei Doppelzimmern angenehm.

Bis zur Stadtmitte von Funchal sind es vom Hotel nur wenige Minuten zu Fuß: Da gibt es zwei Wege, einmal am Park entlang oder durch den Park, oder unten am Ufer entlang. Ich persönlich empfinde das als großen Vorteil gegenüber den neueren Hotels, die weiter weg vom Stadtzentrum in der Hotelzone sind. Von dort läuft man zu Fuß über eine halbe Stunde oder man nimmt ein Taxi. So nahe wie das Casino Park ist, geht man auch mal spontan in die Stadt, weil es einfach nicht so weit ist. Ich finde, man ist da flexibler.

Hier ein paar Impressionen vom Hotel.

Pestana Casino Park Hotel, Funchal, Madeira - Impressionen

Pestana Casino Park Hotel, Funchal, Madeira - Impressionen

Pestana Casino Park Hotel, Funchal, Madeira - Impressionen

Die Außenanlage ist klasse. Das Hotel hat ja das Wort Park im Namen und das kommt nicht von ungefähr: 15.000 qm groß ist die Gartenanlage, die mit jahrhundertealten Bäumen und typischen Pflanzen der Insel einen perfekten Eindruck der Flora Madeiras gibt. Einige Gärtner sind mit der Pflege der Anlage beschäftigt.

Pestana Casino Park Hotel, Funchal, Madeira - Impressionen

Im Winter (und überhaupt) kommt man nicht unbedingt zum Baden auf die Insel, allerdings gab's zwei Tage, an denen es vom Wetter her Spaß machte, sich auf den Liegen zu sonnen und auch mal zu schwimmen.

Wie man an diesem Selfie sieht, wirkte die entspannende Atmosphäre des Hotels sofort positiv auf mich. ;-)

erste Urlaubs-Entspannung macht sich breit... ;-)

Einen Indoor-Pool mit Sauna und Wellness-Angeboten gibt es natürlich auch; davon habe ich keine Fotos gemacht. Dafür hier eine der bekanntesten Ansichten:

Pestana Casino Park Hotel, Funchal, Madeira - von Oscar Niemeyer

Das Casino da Madeira (auch von Oscar Niemeyer) sieht man auch gut vom Hotelpark aus, von der nicht typischen Vorderansicht, sondern schön im Park gelegen. Es gibt dort übrigens auch Dinner-Shows, die man im Hotel buchen kann, und normale Essen im Restaurant. Der ebenfalls darin befindliche Copacabana Nightclub hat Freitag und Samstag Abends bzw. Nachts auf; wenn man beim Schlafen die Balkontür auf hat, hört man schon mal abfahrende Gäste mitten in der Nacht.

Casino da Madeira, Funchal - von Oscar Niemeyer

Ich war begeistert davon, was auch jetzt im Dezember alles blüht. Die Strelitzien sind natürlich ein absoluter Traum, es gibt sie in Massen!

Strelitzie
Und die Lage des Hotels ist einfach perfekt. Man ist schnell in die Stadt marschiert, auf der anderen Seite hat man den Blick auf den Hafen und die Kreuzfahrtschiffe. Zum Glück ging der Wind meist in die andere Richtung, so dass wir von den nicht so gesunden Abgasen meist verschont blieben...

Pestana Casino Park Hotel, Funchal, Madeira - Impressionen
Ach ja, und Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn, besser bekannt als Sissi war auch auf Madeira. Hier das Denkmal, nahe unseres Hotels.

Sissi-Denkmal Madeira am Pestana Casino Park Hotel, Funchal

Essen, Erkundungen und Stadtbummel in Funchal


Gegenüber vom Hotel ist die Hamburgueria Do Bairro, die zu jeder Tageszeit gut besucht war (nicht mit Touristen, sondern eher mit Passanten oder Leuten vom Viertel (bairro ist portugiesisch für Stadtviertel) oder die dort in der Gegend arbeiten, was nicht nur am kostenlosen WLAN sondern auch an den super Burgern, Kuchen, Desserts oder hausgemachter Limonade liegt. Es gibt auch einige vegetarische und vegane Burger auf der Karte, alles wird frisch gemacht. Super auch die Süßkartoffel-Pommes. :-)

Burger und Süßkartoffel-Chips - Hamburgueria Do Bairro, FunchalGegen Spätnachmittag sind wir ins Stadtzentrum marschiert. Wunderschön die ganze weihnachtliche Beleuchtung. Am 8. Dezember wird in ganz Funchal diese Weihnachtsbeleuchtung offiziell angezündet, bis 6. Januar bleibt sie. Wir haben beobachtet, dass im Laufe der Tage immer mehr Lichter angebracht wurden. Teils kletterten Menschen auf Bäume, um Glühbirnenschlangen zu befestigen. Es steckt überall viel Liebe und Herzblut drin, das merkt man.

Weihnachtsbeleuchtung in Funchal, Madeira
Auch sonst ist zu der Zeit viel geboten, weniger für Touristen, mehr gedacht für die Menschen, die dort leben. Es gibt Weihnachtsmärkte, Weihnachtskonzerte und auch kleine Veranstaltungen mitten in der Stadt, lokale Chöre oder Orchester haben Aufführungen, es gibt Märkte, auf denen typische Produkte der Region gebacken, gekocht, gezeigt, verkauft werden, alles sehr ansprechend.

Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine 10-tägige Urlaubsreise nach Madeira. Details dazu sowie Links zu den anderen Tagen finden sich hier.

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