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Sonntag, 29. Dezember 2019

Mainzusammenfluss bei Kulmbach

Ich geb's zu: Früher habe ich mich wenig für Flüsse interessiert... Je mehr man aber darüber nachdenkt, wie Flüsse früher als Handelswege die Geschichte bestimmt haben, umso interessanter wird das Thema! Viele historisch interessante Städte liegen an großen Flüssen und haben auch durch die Lage am Wasser einen besonderen Reiz.

In Deutschland gehört neben Rhein, Elbe und Donau auch der Main zu den bekanntesten Flüssen. Er fließt bei Mainz in den Rhein und ist, obwohl er mit nur 527 km nicht sonderlich lang ist, ein geografisch, landschaftlich und historisch interessanter und wichtiger Fluss.

Der Main schlängelt sich grob von Osten nach Westen durch fränkische Mittelgebirge, das fränkische Weinbaugebiet und durch Hessen. Er fließt dabei durch schöne Landschaften und berührt kleinere aber auch größere Städte, wie Würzburg oder Frankfurt. Ab Bamberg ist er schiffbar.

Mainzusammenfluss bei Kulmbach



Das ist alles bekannt, aber was viele nicht wissen: Der Main entsteht durch den Zusammenfluss von zwei Quellflüssen, die ungefähr gleich groß sind, wenn sie an der Mainwiege ankommen. Die oberfränkische Kreisstadt Kulmbach ist nicht nur durch ihr berühmtes Bier und die Plassenburg bekannt, sondern auch als Standort des Main-Zusammenflusses. Südwestlich von Kulmbach vereinen sich die beiden Quellflüsse nahe Schloss Steinenhausen.

Die beiden Main-Quellen

Der Weiße Main entspringt im Fichtelgebirge, am Osthang des Ochsenkopfs. Er ist 45 km lang. Sein Einzugsgebiet ist vor allem durch hellen Granit geprägt, was ihn klar macht und wohl zu der Namensgebung Weißer Main führte. 

Der Rote Main wiederum entspringt im Lindenhardter Forst südlich von Bayreuth im Sandstein und fließt durch lehmhaltiges Gebiet. Er hat eine rötliche Färbung; daher bekam er seinen Namen. 

Der Weiße Main ist kürzer als der Rote, aber wasserreicher, seine Quelle gilt offiziell als die Hauptquelle des Mains insgesamt. Der Rote Main ist mit 73 km zwar länger als der Weiße, aber wasserarmer.

Mainzusammenfluss nahe Kulmbach

Dieses Foto zeigt einen Tisch, der am Mainzusammenfluss steht. Er besteht aus einer Tischplatte aus Fichtelgebirgsgranit von der Weißmainquelle und hat einen Sockel aus zwei Sandsteinen. Der gelbliche Sandstein stammt von der Rotmainquelle, der rötliche aus dem unteren Maintal. Außerdem sieht man den Lauf des Flusses blau dargestellt. (Auf dem Foto unten sieht man die Sockel besser.)

Ziel für Radfahrer und Wanderer

Seit einigen Jahren erfreut sich der Main-Radweg großer Beliebtheit und viele Menschen wandern auch auf den gut ausgeschilderten Wegen am Main entlang. Ich war vor vielen Jahren das erste Mal an der Stelle. Damals gammelte ein alter Kahn an der damals sehr schlecht zugänglichen Mainwiege. Ein paar Meter weiter überquerte ein alter Steg den Fluss, das war's.

Donnerstag, 15. April 2021

Stippvisite nach Lindenhardt und zur Rotmainquelle

Auch dieses Jahr bin ich wenig unterwegs, und meist im näheren Umkreis. Die 15km-Regel, die wir Anfang des Jahres hatten, wurde zwar gekippt, aber da man eh nirgends übernachten kann, macht es wenig Sinn, weit weg zu fahren.

Als ich beruflich unterwegs war und wie üblich zu viel gesessen bin, habe ich die Gelegenheit genutzt, auf dem Heimweg ein wenig frische Luft zu schnappen und mich etwas zu bewegen. Zwischendurch fing es an zu schneien (Aprilwetter...), so dass meine Wanderung allerdings nicht allzu lange dauerte. ;-)

Pfarrkirche St. Michael, Lindenhardt mit Grünewald-Altar

Seit langem wollte ich mir schon die Kirche in Lindenhardt anschauen. Der Ort ist ein Stadtteil von Creußen und liegt südlich von Bayreuth. Die Kirche ist an der Autobahn A9 angeschrieben: Ein braunes Schild weist nahe der Ausfahrt Trockau auf den berühmten Grünewald-Altar hin.

Pfarrkirche St. Michael, Lindenhardt


Auch von außen ist die Kirche imposant. Sie zählt zu den Markgrafenkirchen, von denen es in Oberfranken eine ganze Menge gibt. Sie entstanden unter der Herrschaft der Markgrafen zu Brandenburg-Bayreuth-Kulmbach. Nach dem Dreißigjährigen Krieg waren viele Kirchen in schlechtem Zustand und wurden danach im Stil des Barock umgebaut oder neu errichtet. Es gibt ein Projekt im Kirchenkreis Bayreuth, in dem diese Kirchen beschrieben werden. Hier der Link zu den Markgrafenkirchen in Oberfranken.   

Die Kirche in Lindenhardt ist dort auch gut beschrieben (Link), so dass man sich vor dem Besuch bereits informieren kann. Auch die Website der Kirchengemeinde lohnt einen Besuch. Als ich gegen 19 Uhr dort war, war sie noch geöffnet und ich bin eingetreten.

Pfarrkirche St. Michael, Lindenhardt

An der Stelle der Kirche gab es bereits um 1130 eine Kirche, die vom Bamberger Bischof Otto dem Heiligen gestiftet wurde. Im Laufe der Zeit wurde sie immer wieder umgebaut, bis sie im Jahr 1684 mit fast dem ganzen Ort abbrannte. Danach wurde die Kirche wieder aufgebaut, wobei wohl Teile noch genutzt werden konnten, brannte 1855 teilweise wieder ab, wurde wieder umgestaltet und erweitert. 

Sonntag, 31. Mai 2020

Die Eremitage Bayreuth: Markgräfliche Parkanlage in Oberfranken

Eine der Haupt-Sehenswürdigkeiten der Region Bayreuth ist die Eremitage. Diese historische Parkanlage mit abwechslungsreicher höfischer Architektur wurde hauptsächlich im 18. Jahrhundert gestaltet, immer wieder renoviert und ist heutzutage auch bei den Einheimischen sehr populär. 

Der Eintritt in den Landschaftspark kostet nichts und ist ein beliebtes Ziel für einen Sonntagsspaziergang mit der Familie. Die meisten Wege sind eben und gut ausgebaut, so dass man an vielen Stellen auch mit Kinderwagen oder Rollator unterwegs sein kann. Wer gut zu Fuß ist, geht auf kleineren Wegen oder auch Treppen, und kann einige Stunden in der 49 Hektar großen Anlage verbringen.

Altes Schloss, Eremitage Bayreuth

Das Foto zeigt das Alte Schloss, in dem es auch Führungen gibt (dazu unten mehr). Ich mische hier einige Fotos von heute und vom 01.06.2019, als ich ebenfalls hier war.

Ich kenne die Eremitage seit über 20 Jahren und gehe gerne dorthin, auch um zu entspannen. Die großen Bäume und geometrisch angelegten Gärten sowie die vielen Gebäude wirken auf mich irgendwie beruhigend. Die Bäume und Bepflanzungen sind je nach Jahreszeit sehr unterschiedlich, jede Zeit hat ihren Reiz. Besonders schön finde ich die Eremitage im Frühsommer, wenn die großen Rhododendren blühen.

Montag, 23. August 2021

Faszinierende Flüsse & Flusslandschaften in Deutschland: Der Main

Mögt Ihr Flüsse?! - Ich habe mich früher wenig dafür interessiert und kann mich erst seit einigen Jahren dafür begeistern. Spannend finde ich nämlich, wie Flüsse früher - als es noch keine Autobahnen gab - Menschen verbunden haben. An Flüssen entstanden Städte. Ware und Menschen wurden auf Flüssen transportiert und heute gibt es Flusskreuzfahrten auf diesen klassischen Routen.

Meine Reiseblogger-Freundin Marion von Escape from Reality hat im Frühjahr nach Tipps rund um Rhein, Main, Mosel, Elbe & Co. gefragt. Daraus entstand der lange Artikel Alles im Fluss: Faszinierende Flüsse & Flusslandschaften in Deutschland. Ich hatte eine Zeitlang überlegt, worüber ich berichten möchte, und bin dann doch bei dem Fluss vor der Haustür gelandet, über den ich bereits ein wenig hier auf dem Blog habe. Von mir gibt's also etwas über die beiden Quellen des Mains und den Zusammenfluss bei Kulmbach.

Mainquelle - Quelle des Weißen Main

Im zweiten Corona-Jahr bieten sich kurze Ausflüge innerhalb Deutschlands an, und Flusslandschaften finde ich besonders faszinierend. Den Artikel kann ich daher jedem ans Herz legen.

Donnerstag, 1. Januar 2026

Jahresrückblick 2025 mit Fotos meiner Reisen

Diesen Jahreswechsel verbringe ich zuhause. Das Jahresendgeschäft im Job fordert Zeit und auch privat gibt es Verpflichtungen - Weihnachtszeit eben. Das ist meistens so, daher freue ich mich, wenn es auch zuhause winterlich ist und sich der Frankenwald vor der Haustüre in Schnee hüllt und man draußen saubere kalte Luft tanken kann. Wenn dann noch etwas Zeit ist, ein paar Plätzchen zu backen (meist mache ich das erst am 25. Dezember...) und sich gemütlich mit einem guten Buch zurückzulegen, finde ich das perfekt. 

Man hat Zeit, das alte Jahr Revue passieren zu lassen und das neue zu planen. Die Fotoparade gibt es nicht mehr, daher mache ich meinen eigenen Jahresrückblick. Auf meinem Foodblog gibt es auch einen: Meine Foodblogbilanz 2025 ist seit 31.12.2025 früh online.  

Collage Barbaras Reisen 2025

Google Maps hatte früher eine gute Statistik, allerdings gibt's auch die nicht mehr. Ich habe daher eine App namens Been verwendet, um die Länder einzufärben, die ich 2025 besucht habe. Es waren nicht allzu viele: Australien, Deutschland, Dominikanische Republik, Frankreich, Indonesien, Österreich, Portugal, Schweiz, Slowakei, Tschechien, Türkei, Ungarn und das Vereinigte Königreich - alphabetisch, nicht chronologisch. Ich war auf vier Kontinenten und konnte zwei für mich neue Länder besuchen: Australien und die DomRep. 

Rechts in der Collage sieht man die beliebtesten 9 Fotos des Jahres auf meinem Instagram-Account. Oben von links nach rechts Madeira, Nürnberg, Kulmbach, in der Mitte die Tower Bridge London, ein Rezept für Kuchenboden, die Radspitze im Frankenwald. Die untere Reihe zeigt Funchal an Silvester 2024-25, nochmal Frankenwald (Architektouren) und rechts unten Reisterrassen auf Bali. 

Wenn man genauer hinschaut, waren das 2025 vier Urlaubsreisen, ein paar Kurztrips bzw. Ausfahrten und einige Dienstreisen. In der Türkei war ich nicht wirklich; nur zweimal zum Umsteigen am Flughafen in Istanbul. Geplant war einiges anders, aber eine große Kiefer- und Zahnwurzelgeschichte hat mich fast drei Monate körperlich schwer beschäftigt, da ging fast gar nichts. Eine Reise nach Japan, die ich für September geplant hatte, fiel daher ins Wasser. Die Expo in Osaka hätten wir uns gerne angeschaut. Stattdessen war wir für ein paar Tage mit dem Auto in Tschechien.  

Sonntag, 1. April 2018

Impressionen Q1 2018

Vor einem Jahr habe ich angefangen, einige der Fotos, die ich auf Instagram hoch lade, monatsweise als Collage zusammen zu fassen und pro Quartal in einem Beitrag hier zu teilen.

Hintergrund für diese Idee ist, dass ich auf Instagram zwischendurch immer wieder Impressionen von kurzen Ausflügen oder interessanten Orten poste, an denen ich vorbei komme, wenn ich (privat oder beruflich) unterwegs bin. Manche dieser Reiseziele landen später mit einem Bericht auf dem Blog, aber für die meisten dieser Impressionen lohnt kein ausführlicher Blog-Artikel: Entweder bin ich einfach zu kurz dort, schieße zu wenig Fotos oder habe keine Zeit, um darüber umfänglich berichten zu können. Trotzdem sind interessante Ziele dabei, die ich zum Teil schon kenne, die ich mir für zukünftige Reisen merken möchte und die - wie ich denke - sich auch für andere lohnen, einmal hin zu fahren und länger zu bleiben. Daher mache ich mit dieser Idee der quartalsweisen Reiserückblicke auch dieses Jahr weiter.

Collage Instagram-Fotos Januar 2018

Im Januar ging's los mit einem Rückblick auf die beliebtesten Fotos des Vorjahres. Das ist eine Collage namens #bestnine links oben. Am beliebtesten war der Weihnachtsmarkt in Vilnius, und auch das Elsass, Griechenland, Moldawien bzw Transnistrien und der Oman sowie die Kulmbacher Plassenburg wurden gewählt. In der Mitte dann ein Foto vom Frankenwald, rechts eins meiner Lieblingsfotos von Havanna. Nach der Karibik hatte mich Deutschland wieder, links das malerische Dinkelsbühl, in der Mitte Schnee zuhause und rechts der südliche Schwarzwald Ende Januar.

Sonntag, 18. April 2021

Spaziergang durch das mittelalterliche Creußen

Creußen liegt südlich von Bayreuth am Rande der Fränkischen Schweiz und mit eigener Autobahnausfahrt nicht weit weg von der A9 direkt an der B2. Auch mit der Bahn ist das mittelalterliche Städtchen gut zu erreichen; die Züge zwischen Nürnberg und Bayreuth halten hier und Creußen ist gut angebunden. Der Rote Main fließt nicht weit von seiner Quelle in einer Schleife um die auf einem Sandsteinfelsen errichtete Altstadt.

Gesiedelt wird hier seit über 1000 Jahren, Stadtrechte bekam Creußen im Jahre 1358. Enthalten ist der mittelalterliche Kern, die Stadtbefestigung ist neu renoviert und beeindruckt durch Türme und Tore. Es gab hier früher eine Burg, die aber zerstört wurde. Die Stadt hat eine bewegte Geschichte, sie wurde mehrfach angegriffen und einiges wurde zerstört, u.a. litt sie unter dem Einfall der Hussiten, die Markgrafenkriege oder einen großen Stadtbrand. Heute leben knapp 5000 Einwohner hier.

Creußen - Stadttor

Man kann nahe der Stadtmauer auf einem beschilderten Parkplatz parken und von dort gemütlich in die Altstadt rein. Hier erkennt man, dass viele Häuser bereits sehr alt sind; auch die Gassen sind nicht für moderne Autos gemacht, alles ist etwas eng. Wenn man genauer schaut, findet man viele Details, alte hübsche Holztüren, bunt bemalt oder Figuren aus Cortenstahl wie die obere, die z.B. ein Handwerk darstellen.

Creußen - Habergasse

Erhalten hat sich das über 500 Jahre Alte Rathaus, das mir besonders gut gefallen hat. Es wurde um 1350 erbaut, mehrmals zerstört und sieht renoviert aus. Das Dach mit den Fledermausgauben finde ich schön. Innen befindet sich u.a. ein Trauraum und ein historischer Sitzungssaal; es wird also noch genutzt. So kurz nach Ostern erkennt man links im Foto auch noch Osterschmuck.

Creußen - Altes Rathaus

Dienstag, 30. September 2025

Impressionen Q3 2025

Auch im dritten Quartal war ich wieder unterwegs, aber eher in der Nähe. Gehandicapt durch eine große Entzündung am Kiefer lief alles etwas langsamer als üblich. Zum Geburtstag habe ich mit meiner Mutter eine Ausfahrt in die Höhen des Frankenwaldes unternommen. Im nördlichen Landkreis Kronach liegt die Arnikastadt Teuschnitz. Nach einem Besuch im Café haben wir uns den Kräutergarten angeschaut, links oben in der Collage. Am 6. Juli feuerten wir die Sportler der Challenge Roth an - eine einmalige Stimmung; hier am Solarer Berg. Auch wenn ich seit einem Jahr wieder 10 km am Stück laufen kann - für 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen fehlt mir (noch?) die Kraft. Ein paar Tage später sind wir stattdessen passend zu meinem eingeschränkten Fitness-Zustand für eine Woche auf die Donau. Eine dieser Flusskreuzfahrten von Passau nach Budapest und zurück war entschleunigend und voller Sehenswürdigkeiten. Die Fotos zeigen eine Schleuse und Dürnstein in der Wachau vom Wasser aus gesehen; Foto rechts oben. 

Collage Fotos Juli 2025
In Wien war ich oft beruflich; diesmal reichte beim Ganztages-Stopp die Zeit u.a. für die Votivkirche, links unten. Ein Highlight der Reise war natürlich Budapest, das ich zum ersten Mal besucht habe. Das dritte Foto unten zeigt den Blick von der historisch bedeutsamen Burg Visegrád auf die Donau. Rechts ein Foto aus Bayreuth, stellvertretend für die vielen Besuche beim Zahnarzt in dieser Stadt.   

Auch der August war von meiner Kiefergeschichte und -OP geprägt und ich war nur in der Heimat unterwegs (und im Bett...). Das erste Foto habe ich in Nagel im Fichtelgebirge aufgenommen; der Ort ist bekannt als Kräuterdorf. Rechts daneben Nürnberg: Opernhaus und zugehörige U-Bahnstation in der Dämmerung. Das dritte Foto zeigt Kronach mit der Haßlach, das vierte Kulmbach mit dem Mühlbach bzw. Weißen Main.  

Donnerstag, 30. September 2021

Impressionen Q3 2021

Im Juli hatte ich Urlaub und war viel unterwegs, so dass ich die Foto-Collage etwas vergrößere bzw. aufteile. Das erste Foto zeigt den Weißenstädter See im Fichtelgebirge mit dem Ochsenkopf im Hintergrund. Bei einer Wanderung im Frankenwald sind wir auf einen der Trekkingplätze gestoßen, die diesen Sommer gut gebucht sind. Danach bin ich wieder im Fichtelgebirge gewandert, schöne Fingerhüte am Wanderweg. In dem bekannten Mittelgebirge entspringen vier bedeutende Flüsse, die in vier Himmelsrichtungen abfließen. Diesmal habe ich mir die Quellen der Naab und des Weißen Mains angeschaut. Bei Regen war ich auf dem Weißensteinturm nahe Stammbach im Frankenwald. Besonders ist das Gestein dort: Der Gipfel des Bergs und der Aussichtsturm bestehen aus rot-grünem Eklogit. Es regnete. Die nächste Besichtigung oben rechts war im Frankenwald: Bei Stadtsteinach kann man eine renovierte Schneidmühle besichtigen, außerdem gibt's eine Kunstmühle, die ich besichtigen durfte. Dort kaufe ich gerne mein Mehl.

Collage Instagram-Fotos Juli 2021

Wieder Regen - perfekt für einen Museumsbesuch wie das Erika Fuchs Haus in Schwarzenbach/Saale! Das Museum für Comic und Sprachkunst ist der Übersetzerin der Disney-Comics gewidmet und lohnt einen Besuch. Daneben: Das 500. Konzert von The Echos habe ich im Schönen Hof der Plassenburg in Kulmbach erlebt, der für seine gute Akustik bekannt ist. Open Air. Das Wetter wurde wieder besser, zuhause blüht der Lavendel und es gab Madeleines. Danach ging's für vier Tage auf Rundtour durch Sachsen, Polen und Tschechien. Seit langem wollte ich mir das Haus Schminke in Löbau anschauen, eines der bedeutendsten Bauwerke der klassischen Moderne. Übernachtet habe ich in Görlitz, davon das letzte Foto. 

Nochmal Juli, ausnahmsweise, weil ich so viel erleben durfte: Auf dem Weg nach Osten wurde es wärmer und es gibt viel zu sehen. Ausgestiegen bin ich in Legnica (Liegnitz), hier ein Foto der Bürgermietshäuser, die Heringsbuden genannt werden. Auffällig die Bogengänge. Außerdem kleine Orte, oft mit Störchen und idyllisch wie hier Środa Śląska (Neumarkt in Schlesien). Mein Tagesziel Wrocław bzw. Breslau hat mir auch super gefallen, hier der Rynek genannte Marktplatz mit Rathaus. Vorbild der Jahrhunderthalle von Breslau war das Pantheon in Rom. Als Pionierleistung des Stahlbetonbaus und der modernen Architektur gehört sie zum Welterbe, hier mit Iglica (Nadel). Die Friedenskirche von Świdnica (Schweidnitz) ist die größte Fachwerkkirche Europas. Nach dem Westfälischen Frieden 1648 entstanden drei evangelische Kirchen ohne Steine in einer Bauzeit von weniger als einem Jahr. Außen Fachwerk, innen Barock.

Collage Instagram-Fotos Juli 2021 - Teil 2


Samstag, 21. Februar 2004

Kapstadt

Wir sind kurz vor 9 Uhr - nach fast 12 Stunden Schlaf - aufgewacht. Haben draußen im Garten gefrühstückt Sehr lecker, frisches Obst, Müsli, Brötchen, Orangensaft, Kaffee. Es sind wohl nur deutsche Gäste da. Dann zusammengepackt, mit einem Taxi in unsere nächste Unterkunft etwas weiter, ins Sweet Orange gefahren. Dort nur kurz unsere Rucksäcke abgestellt, dann los in die Main Road von Sea Point.

Organisation: Geld abgehoben, dann versucht, per Telefon eine Tour für morgen zu organisieren. Zuvor waren wir noch bei BazBus, war aber schon ausgebucht für Montag. Schließlich haben wir in einem Reisebüro kurz vor Ladenschluss eine Tour für morgen gebucht. Samstags machen die Läden um 12 Uhr zu! Das muss man wissen...

Im Internet-Cafe zwei Tickets für Montag mit Intercape nach Knysna gebucht.

Dann mit dem Minibus in die Adderly Street, kostet 3 R pro Nase, funktionierte gut. Nette Menschen im Bus. Dort in die Fußgängerzone, viele Läden, aber alle geschlossen. In einem Straßencafé etwas leichtes zu Mittag gegessen. Als Getränke haben wir Appletizer und Grapetizer ausprobiert – und damit unsere Lieblingsgetränke für diese Reise entdeckt!

Danach sind wir in Richtung Castle marschiert. Das älteste erhaltene Gebäude im südlichen Afrika. Und als wir dort waren, Kulisse für einen historischen Film. Wir haben die beiden Museen im Castle-Gelände kurz angeschaut und sind etwas herum spaziert.

Danach in Richtung Busbahnhof, damit wir uns am Montag früh zurechtfinden.

Dann weiter zu den Houses of Parliament und den Company’s Gardens. Schöne Gebäude, blauer Himmel, subtropischer Park mit vielen blühenden Pflanzen und Vogelkäfigen.

Dann mit einem Taxi zur V+A Waterfront (45 R). Dort haben wir als erstes eine halbstündige Bootstour (30 R pro Person) gemacht. Etwas windig und wellig. Man sah die ersten Seehunde, den Hafen und hatte einen schönen Blick auf Kapstadt und den Tafelberg, der wieder wolkenverhangen war.

Eine Zeitlang in der Waterfront Shopping Mall gebummelt, Postkarten gekauft, Geld abgehoben, Wasser und Äpfel gekauft. Auf der Terrasse eines Cafés mit Blick auf einen Parkplatz und dahinter liegendes Meer jeder ein Stück Torte gefuttert (Grenadilla Cheesecake, Brazil Slice, je 19 R), Espresso, Wasser. War ein leckeres Abendessen! :-)

Mit dem Taxi zurück ins Sweet Orange. Um reinzukommen, muss man übrigens nicht nur aufschließen, sondern auch die Alarmanlage durch einen Code außer Kraft setzen. Alles schwer abgesichert in diesem Land...

Noch in der Wohnküche mit weiteren Touristen ins Gespräch gekommen. Dazu ein namibisches Bier aus dem Kühlschrank, erfrischend.

Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine 10tägige Reise nach Südafrika mit einer Freundin, individuell organisiert mit Rucksack, öffentlichen Verkehrsmitteln und Übernachtung in Bed & Breakfast Unterkünften. Details dazu sowie Links zu den anderen Tagen finden sich hier (klicken).

Donnerstag, 17. Mai 2018

Stippvisite Fürth und ein neues Hotel in der Innenstadt

Mit etwa 130.000 Einwohnern ist Fürth die zweitgrößte Stadt Frankens und die sechstgrößte Stadt in Bayern. Sie liegt direkt neben Nürnberg und nicht weit von Erlangen, ist aber ganz anders. Die sog. Kleeblattstadt (im Wappen ist ein Kleeblatt; warum weiß man nicht genau) finde ich entspannender als die Nachbarstädte. 

Stadtbummel durch Fürth - die wichtigsten Infos und Sehenswürdigkeiten

Das Wahrzeichen Fürths ist der Rathausturm, der einen gefühlt nach Italien versetzt: Er wurde 1840-1850 nach Plänen der Gebrüder Bürklein im klassizistischen Stil erbaut. Man sieht in hier im Hintergrund auf der linken oberen Hälfte des Fotos. Der Turm hat den Palazzo Vecchio in Florenz zum Vorbild und bringt südliches Flair nach Mittelfranken. - Selbst wenn das Wetter so kühl ist wie dieses Jahr im Mai. :-)

Fürth mit Rathausturm im Hintergrund


Der Name Fürth leitet sich von der fränkischen Aussprache von Furth ab, da erste Siedlungen an einer Furt durch die Rednitz entstanden. Das heutige Fürth liegt östlich und südlich von Rednitz und Pegnitz. Diese beiden fränkischen Flüsse fließen nordwestlich der Altstadt zur Regnitz zusammen; der Fluss heißt ab da Regnitz und fließt bei Bamberg in den Main. 

Fürth hat einen Hafen, aber üblicherweise kommt man mit dem Auto (Autobahn A3 und Frankenschnellweg A73) oder mit der Bahn an. 1835 fuhr die erste deutsche Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth, allerdings nicht dorthin, wo der Bahnhof heute zu finden ist. Fürther Freiheit heißt das ehemalige Bahnhofsgebiet, heute befindet sich dort ein großer Platz, auf dem Veranstaltungen und ein Markt stattfinden. 

Fürther Freiheit


Mit über 2.000 Baudenkmälern hat Fürth die höchste Denkmaldichte in ganz Bayern! Man findet hier viele erhaltende herrschaftliche Häuserzeilen aus Sandstein, da die Stadt im Krieg kaum zerstört wurde.

Fürth Straßenzug

In der ganzen Innenstadt, auch nicht weit vom Bahnhof (viele kommen hier an; auf dem folgenden Foto im Hintergrund) kann man eintauchen in ganze Straßenzüge voller Historismus- und Jugendstilgebäude aus der Gründerzeit.

Fürth Bahnhofsvorplatz mit Markt und Bahnhof im Hintergrund

Vor allem die vielen versteckten, oft aufwändig renovierten Hinterhöfe finde ich faszinierend. Wer tiefer in die Geschichte Fürths einsteigen möchte, bucht einen Stadtspaziergang zum Thema.

Sonntag, 24. Juni 2012

Landesgartenschau 2012 in Bamberg

Ein Besuch in Bamberg lohnt immer. Die Bamberger Altstadt als größter unversehrt erhaltener historischer Stadtkern in Deutschland ist bereits seit 1993 UNESCO-Weltkulturerbe. Dieses Jahr lohnt ein Besuch umso mehr: Vor genau 1000 Jahren wurde der Dom geweiht und als zweites Highlight lädt die Landesgartenschau Besucher ein.

Landesgartenschau Bamberg 2012
Eine Gartenschau macht Spaß, wenn das Wetter schön ist, also habe ich einem schönen Sonntag genutzt, um mich zusammen mit meiner Mutter dort umzusehen. Wir waren nicht die einzigen... ;-)

Für Pkws gibt es einen großen gut ausgeschilderten Parkplatz für 3,- EUR, von dem Shuttle-Busse zum Gelände fahren. Um die Mittagszeit, als wir dort waren, passten nicht alle in den großen Shuttle-Bus, man musste also eine Weile warten. Manche Besucher haben ziemlich gedrängelt, die Stimmung war nicht so besonders gut. Wer das vermeiden will, kommt besser früher.

Mittwoch, 25. Mai 2016

Landesgartenschau Bayreuth

Bayreuth ist immer einen Besuch wert, und dieses Jahr auch für Gartenfreunde: Die Landesgartenschau ist vom 22. April bis zum 9. Oktober geöffnet. Es ist die größte, die bisher in Bayern stattfand: Ein neuer Landschaftspark wurde in einem flachen Tal nahe der A9 gestaltet, der Rote Main auf einer Strecke von 1,2 km Länge renaturiert, die typische Auenlandschaft auf 45 Hektar wieder hergestellt, 10.000 Bäume und unzählige Blumen gepflanzt.

Das Motto lautet "Musik für die Augen", Symbolfigur der Gartenschau ist Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth. Ihr zu Ehren wurde das neu gestaltete Gelände "Wilhelminenaue" getauft. In der Zeit ihres Wirkens entstanden barocke Parks und Grünanlagen (z.B. Sanspareil, siehe hier) und Bauten wie das Markgräfliches Opernhaus, inzwischen UNESCO-Weltkulturerbe, die Eremitage oder auch das Lustschloss Fantaisie, das heute das erste deutsche Gartenkunstmuseum enthält. Es war also nicht Richard Wagner, der ja auch in Bayreuth gewirkt hat und natürlich in der Landesgartenschau auch vorkommt, sondern Markgräfin Wilhelmine, die die Planer der Landesgartenschau bei der Gestaltung inspiriert hat und die auch durch die Veranstaltung führt, immer wieder anders dargestellt, auf Schildern, als Statue. Die Bayreuther Innenstadt und die Eremitage finden übrigens durch diesen neu angelegten Landschaftspark eine Verbindung, was die Stadt sicherlich weiter aufwertet.

Landesgartenschau Bayreuth 2016 - Eingangsbereich Süd und Kassenhäuser

Die Tageskarte kostet 16 Euro, alle Details zu Öffnungszeiten, Anfahrt usw. finden sich immer aktuell auf den Seiten der Landesgartenschau Bayreuth. Es gibt drei Eingänge, Süd, Nord und West. Wer mit dem öffentlichen Nahverkehr anreist, bekommt einen Rabatt beim Eintritt.

Sonntag, 22. Februar 2004

Ausflug Kap-Halbinsel

Heute wurden wir um 6:45 Uhr abgeholt, ein organisierter Tagesausflug zum Tafelberg und zur Kap-Halbinsel. In Kapstadt war um diese Uhrzeit schon die Hölle los – es fand ein Marathon statt und unser Fahrer hatte Probleme, uns zum Tafelberg bzw. zur Talstation der Seilbahn auf den Tafelberg zu bringen, weil die meisten Straßen gesperrt waren. Oben stellte sich aber heraus, daß die Bahn nicht fuhr, es war zu neblig und zu windig. Pech gehabt!

Also sind wir gleich weiter, wieder in einem VW-Bus. 7 Passagiere: 1 Japaner, 2 aus Israel, 2 aus Bombay, Indien und wir zwei. Erst sind wir nach Hout Bay gefahren, der Küste entlang. Dort haben wir eine Bootsfahrt zu einer Insel mit vielen Robben unternommen.

Es war leicht windig, ich bin nach vorne und wurde auch einmal richtig naß... Es waren viele Franzosen und viele Deutsche an Bord. Die Fahrt dauerte 45 Minuten, 30 R. Danach eine kleine Pause mit der Möglichkeit, Souvenirs zu kaufen, wer mag. Straußeneier scheinen der letzte Schrei zu sein, daneben Holzschnitzereien und viel Kitsch, wie überall auf der Welt...

Weiterfahrt über die frisch wiedereröffnete Küstenstraße „Chapman’s Peak Drive“, angeblich eine der schönsten Straßen der Welt. War auch sehr beeindruckend. Schöne Gegend, wild, rauh.

Barbara nahe Kap der Guten HoffnungEinfahrt in den Nationalpark Kap-Halbinsel. Sehr schön, anscheinend eine sehr große Anzahl an Pflanzen. Unser Führer erzählte eine Menge darüber. Wir haben Springböcke und aus der Ferne Baboons (Paviane) gesehen. Dann zum Cape Point, Spaziergang zum alten Leuchtturm, fotografiert. Das weltberühmte Kap der Guten Hoffnung ist rechts daneben, klein und unscheinbar. Wir sind aber doch noch hin und konnten auch dort Fotos machen. Ein paar wilde Strauße liefen herum.

Hier irgendwo treffen sich der kühle Atlantik und der deutlich wärmere Pazifik. Weiterfahrt durch die Natur, der Nationalpark ist recht groß. Weiter an die Ostküste, nach Boulders nahe Simon’s Town, wo Pinguine (Eintritt 15 R) besichtigt werden können, die die südafrikanische Küste der Antarktis vorziehen.

Strandhäuschen in Fish Hoek, SüdafrikaDann weiter nach Fish Hoek, eine kleine nette Ortschaft mit schönem Strand und bunten Strandhäuschen. Dort Mittagessen („Line Fish“ – der Fang des Tages, Crêpes mit Meeresfrüchten und Spinat, beides lecker).

Weiter zum Kirstenbosch Botanical Garden, dort über eine halbe Stunde mit dem Führer marschiert, interessante Flora.

Im Park darf man den Rasen betreten, man sieht sehr viele Menschen, die dort Picknicks veranstalten. Sonntags gibt es zudem ein Open Air Konzert, das sehr gut besucht war.











Rückfahrt ins Sweet Orange. Wir haben in der Main Street noch eine vegetarische Pizza geholt (27 R) und diese im Hotel mit namibischem Bier runtergespült.



Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine 10tägige Reise nach Südafrika mit einer Freundin, individuell organisiert mit Rucksack, öffentlichen Verkehrsmitteln und Übernachtung in Bed & Breakfast Unterkünften. Details dazu sowie Links zu den anderen Tagen finden sich hier.

Sonntag, 15. Mai 2016

Deutsches Korbmuseum, Michelau

Pfingstsonntag und Regen... Da mir bei solchem Wetter Ausflüge in die Natur nicht so großen Spaß machen, habe ich meine Mutter geschnappt und bin mit ihr los, eine entspannte Sonntagsausfahrt mit fränkischem Mittagstisch auf dem Weg und dann nach Michelau, ins Deutsche Korbmuseum. In einer Regenpause war danach noch ein kleiner Spaziergang drin.

Deutsches Korbmuseum Michelau

Michelau liegt etwas östlich von Lichtenfels und ist u.a. über die Autobahn 73 erreichbar. Man fährt an der Ausfahrt 13 Lichtenfels ab auf die B173 in Richtung Lichtenfels/Kulmbach/Kronach. Von dort sind es noch 7 km, Michelau und das Deutsche Korbmuseum sind ausgeschildert.

Mittwoch, 31. Dezember 2025

Impressionen Q4 2025

Im 4. Quartal war ich wieder fitter und etwas mehr unterwegs. Die erste Oktoberwoche habe ich beruflich in der Schweiz verbracht. Diesmal hatte ich etwas Zeit für St. Gallen. Die vom irischen Mönch St. Gallus um 612 gegründete Stiftsbibliothek St. Gallen gehört zu den bedeutendsten historischen Bibliotheken der Welt und ist UNESCO-Welterbe. Auch schön das zweite Foto von rechts oben: Die Drei Weieren oberhalb der Stadt, im 17. Jahrhundert künstlich angelegte Seen mit Blick auf den Bodensee und ideal für einen gemütlichen Lauf am frühen Morgen. Auf dem Rückweg habe ich einen kleinen Umweg über das Elsass gemacht und einen Ort besucht, an dem ich als Kind oft war: Ribeauvillé mit seinen Burgen und Weinbergen ist im Herbst besonders schön; hier sieht man zwei der Burgruinen. Die Fotos werden größer, wenn man drauf klickt. 

Collage Fotos Oktober 2025

Mitte Oktober ging's kurz beruflich nach Jena, das herbstlich verfärbt auch was her macht. Auf dem Rückweg habe ich für einen Abendspaziergang in Arnstadt Halt gemacht, das als Bachstadt neben einer Bach-Kirche auch ein Bach-Denkmal hat, zweites Foto von links. Der Hainberg oberhalb von Stadtsteinach bietet tolle Ausblicke, unten auf dem dritten Foto bei einer Wanderung. Das letzte Foto ganz rechts unten stammt von einem entspannten Lauf in Oberfranken zur Mündung der Rodach in den Main.   

Sonntag, 10. Mai 2015

Bad Berneck im Fichtelgebirge

An der A9 im Norden Bayerns, nördlich von Bayreuth fährt man an der Ausfahrt Himmelkron (mit Autohof) ab und kommt gut beschildert nach knapp 5 km in wenigen Minuten in Bad Berneck an.

Bad Berneck liegt am am Westrand des Fichtelgebirges und ist seit 1857 Kurort. Zuerst war die Stadt Molken- und Luftkurort, seit 1930 Kneippkurort und inzwischen ist sie Kneippheilbad. Reizvoll und romantisch, so heißt es. Auch etwas aus der Zeit gefallen mit einem gewissen Renovierungsrückstau, wie so viele Kurbäder, finde ich. Der Kurpark ist ausgeschildert, irgendwo findet man einen Parkplatz und kann losmarschieren.

Der Kurpark in Bad Berneck 


Typisch für Kurorte sind ja die Kolonnaden, davon hat Bad Berneck zwei, eine alte von 1857 und die sogenannten Neuen Kolonnaden, hier auf dem Bild.

Bad Berneck: Kurpark mit den neuen Kolonnaden

Beim Spazieren durch den Kurpark merkt man die Nähe des Fichtelgebirges, es wird naturnah.

Bad Berneck: Spaziergang im Kurpark - Waldweg

Zum Ausruhen kann man sich an die Bank des Brunnens setzen.

Bad Berneck: Spaziergang im Kurpark - Brunnen

Die Wege sind gut beschildert. Auch für Nordic Walker gibt es gut markierte Laufstrecken, insgesamt sieben verschiedene. Radwege sind auch vorhanden.

Mittwoch, 18. November 2015

Stippvisite Gelnhausen - Abendspaziergang

Gelnhausen liegt direkt an der Autobahn 66 zwischen Frankfurt/Main und Fulda. Ich brauchte nach einer langen Autofahrt etwas Bewegung und bin von der schön angeleuchteten Innenstadt samt Marienkirche angelockt worden.

Von Hanau aus kommend fährt man die auf dieser Strecke auch Kinzigtalautobahn genannte A66 bis zur Ausfahrt 43 Gelnhausen-West. Von dort fährt man Richtung Stadtzentrum, am besten auf Sicht. Ich habe einen Parkplatz auf dem Untermarkt bekommen.

Von dort bin ich zu Fuß zur Marienkirche, die romanische und gotische Elemente vereint, durch malerische Fachwerkgässchen geschlendert. Das rechte Foto ist der Obermarkt.

Gelnhausen - Impressionen Abendspaziergang
Die Stadt macht einen gemütlichen Eindruck, man sieht ihr die bis ins Mittelalter zurückgehende Geschichte an. Bereits im Jahre 1170 erfolgte die Stadtgründung von Gelnhausen, und zwar durch Kaiser Friedrich I. Barbarossa. Man stößt immer wieder auf den Beinamen Barbarossastadt. Der Obermarkt ist ebenfalls sehenswert. Ich habe nur mit dem Handy fotografiert und die Fotos gleich bei Instagram hochgeladen. Hier sind sie nochmal, in der Handyqualität.

Es gab einige Restaurants und Kneipen sowie auch kleine Hotels in der Altstadt, die einladend aussahen.

Die Stadt lohnt definitiv einen längeren Besuch. Das nächste Mal würde ich die Kaiserpfalz besichtigen, die besterhaltene Pfalz der Stauferzeit mit sehenswerten Steinmetzarbeiten und mittelalterlichem Flair.