Donnerstag, 1. Januar 2026

Jahresrückblick 2025 mit Fotos meiner Reisen

Diesen Jahreswechsel verbringe ich zuhause. Das Jahresendgeschäft im Job fordert Zeit und auch privat gibt es Verpflichtungen - Weihnachtszeit eben. Das ist meistens so, daher freue ich mich, wenn es auch zuhause winterlich ist und sich der Frankenwald vor der Haustüre in Schnee hüllt und man draußen saubere kalte Luft tanken kann. Wenn dann noch etwas Zeit ist, ein paar Plätzchen zu backen (meist mache ich das erst am 25. Dezember...) und sich gemütlich mit einem guten Buch zurückzulegen, finde ich das perfekt. 

Man hat Zeit, das alte Jahr Revue passieren zu lassen und das neue zu planen. Die Fotoparade gibt es nicht mehr, daher mache ich meinen eigenen Jahresrückblick. Auf meinem Foodblog gibt es auch einen: Meine Foodblogbilanz 2025 ist seit 31.12.2025 früh online.  

Collage Barbaras Reisen 2025

Google Maps hatte früher eine gute Statistik, allerdings gibt's auch die nicht mehr. Ich habe daher eine App namens Been verwendet, um die Länder einzufärben, die ich 2025 besucht habe. Es waren nicht allzu viele: Australien, Deutschland, Dominikanische Republik, Frankreich, Indonesien, Österreich, Portugal, Schweiz, Slowakei, Tschechien, Türkei, Ungarn und das Vereinigte Königreich - alphabetisch, nicht chronologisch. Ich war auf vier Kontinenten und konnte zwei für mich neue Länder besuchen: Australien und die DomRep. 

Rechts in der Collage sieht man die beliebtesten 9 Fotos des Jahres auf meinem Instagram-Account. Oben von links nach rechts Madeira, Nürnberg, Kulmbach, in der Mitte die Tower Bridge London, ein Rezept für Kuchenboden, die Radspitze im Frankenwald. Die untere Reihe zeigt Funchal an Silvester 2024-25, nochmal Frankenwald (Architektouren) und rechts unten Reisterrassen auf Bali. 

Wenn man genauer hinschaut, waren das 2025 vier Urlaubsreisen, ein paar Kurztrips bzw. Ausfahrten und einige Dienstreisen. In der Türkei war ich nicht wirklich; nur zweimal zum Umsteigen am Flughafen in Istanbul. Geplant war einiges anders, aber eine große Kiefer- und Zahnwurzelgeschichte hat mich fast drei Monate körperlich schwer beschäftigt, da ging fast gar nichts. Eine Reise nach Japan, die ich für September geplant hatte, fiel daher ins Wasser. Die Expo in Osaka hätten wir uns gerne angeschaut. Stattdessen war wir für ein paar Tage mit dem Auto in Tschechien.  

Da es keine vorgegebenen Themen gibt, suche ich einfach ein paar Fotos heraus, die ich typisch für die jeweiligen Reisen finde. Chronologisch.  

Madeira und Porto Santo im Januar

Gestartet haben wir das Jahr mit einem spektakulären Feuerwerk in Funchal. Die größte Stadt Madeiras ist bekannt dafür und ein Foto davon ist ganz oben in der Collage. Diesmal war Zeit für einen Ausflug auf die Nachbarinsel Porto Santo. Wir sind mit der Fähre gefahren, was allein schon ein tolles Erlebnis war. 

Porto Santo
Im Gegensatz zu Madeira hat Porto Santo einen wunderschönen Sandstrand und ist daher auch bei Badeurlaubern beliebt. Wir sind ein wenig am Strand gelegen und haben gebadet, aber im Januar ist es doch etwas frisch. Außerdem gab es Portugiesische Galeeren, das sind diese kleinen blauen Quallen, die gefährlich sind und höllisch weh tun. Zum Glück hat uns keine erwischt. 

Die Insel ist von der Größe her überschaubar. Wir haben eine Rundfahrt mit dem Bus gemacht und waren danach zu Fuß unterwegs.  

Porto Santo - Casa Colombo
Das Casa Colombo hat mir gut gefallen; man wird in dem Museum über Seefahrt informiert und natürlich über Christoph Kolumbus, der einige Jahre auf der Insel lebte. Da wir eine Nacht in einem Hotel auf Porto Santo übernachteten, war der Besuch sehr entspannend. 

Auf Madeira haben wir diesmal in einer Ferienwohnung in den Bergen gewohnt und waren viel mit dem Mietwagen unterwegs. Die Insel ist bekannt als Wanderziel, und sehr vielseitig.  

Madeira
Die Wanderwege sind teils gut ausgebaut, teils aber auch verschüttet und aufgegeben. Hier ein gutes Beispiel - überall hat man spektakuläre Aussichten - oder auch Wolken... 

London im Januar

Am 7. Januar flogen wir zurück, am 8. Januar waren wir wieder zu Hause, und am 12. Januar ging es auf Dienstreise nach London. Diesmal habe ich die Möglichkeit genutzt, nach der Veranstaltung noch das Wochenende dran zu hängen und mir die Stadt anzuschauen. Ich war schon öfter in London und entdecke trotzdem immer wieder etwas Neues.   

Thames Barrier
Beeindruckt hat mich die Thames Barrier, ein großes Sturmflutserrwerk, das London vor hohen Fluten der Nordsee schützen soll, insbesondere vor Sturmfluten. Ich bin vom O2 Areal hin gelaufen. Entlang der Themse gibt es tolle Spazier- und Laufwege; auch in der Innenstadt habe ich zwischendurch meine Laufschuhe geschnürt und bin los. 

Sonst war bei der Kälte natürlich viel Zeit für Museen. Die Tower Bridge hat seit 2014 einen Glasfußboden auf den Aussichtsplattformen - das hatte ich noch nicht gesehen und wir haben die Brücke ausführlich besichtigt. 

London Tower Bridge

Schön auch, danach wurde sie geöffnet, für ein kleines Schiff. Das passiert nicht so oft; es gibt zwar ca. 800 Brückenöffnungen pro Jahr, aber man ist ja selten in der Nähe. Die erste Brückenöffnung haben wir sogar verpasst, weil sie ein paar Minuten zu früh stattfand. Es gibt eine Website, auf der man die Zeiten nachschlagen kann. Die folgende Öffnung haben wir dann erwischt. 

Bali im März 

Ich war beruflich nach Bali eingeladen und habe einen längeren Urlaub darum herum gebaut. Die indonesische Insel hat sich in den 20 Jahren, als ich das letzte Mal dort war, natürlich verändert, einiges blieb aber auch und manches hat mir sogar besser gefallen. 

Wir waren in fünf verschiedenen Hotels an vier Orten. Canggu an der Westküste ist erst seit einigen Jahren ein touristischer Hotspot und vor allem bei Surfern beliebt. Danach sind wir nach Ubud, das mir damals nicht gefallen hatte. Diesmal waren wir eine ganze Woche dort und haben die ruhigeren Stellen gefunden. Mir gefiel es sehr gut. 

Bali: Ubud
Das Foto bringt die Stadt irgendwie auf den Punkt: Im Hintergrund ein Tempel, und vorne das moderne Leben, ebenfalls durch die Stromleitungen oben zu erkennen. Wir konnten sogar eine Nacht im Gäste-Palast des Königs übernachten, der als Hotel dient. 

Ebenfalls haben wir Nyepi erlebt, an dem die Insel still steht, nachdem am Abend zuvor lautstarke Umzüge stattgefunden haben, um böse Geister zu vertreiben. Beides war eine ganz besondere Erfahrung.  

Reisanbau nahe Ubud, Bali

Neben den vielen Influencern sieht man auch Bauern, die die Reisfelder bewirtschaften. Wir sind viel gewandert, ein wenig gelaufen und haben viel erkunden können. 

Von Bali aus ging's für fünf Näche nach Perth. Das sind nur gut 3 Stunden mit dem Flugzeug.

Westaustralien im April 

Das erste Mal Australien - und wir waren total begeistert! Nach dem typisch asiatischen etwas chaotischen und heißen Bali die Ruhe und Entspanntheit Westaustraliens war fast ein Kulturschock, den wir sehr genossen haben. 

Wir haben im Zentrum von Perth gewohnt und waren ohne Mietwagen unterwegs. Die Strände (über 200 km langer Sandstrand!) und das Meer haben mir deutlich besser gefallen als auf Bali. 

Rottnest Island


Als ich mich für den Abstecher nach Perth entschieden hatte, war mir gar nicht bewusst, dass Rottnest Island in der Nähe liegt. 

Die Insel ist vor allem bekannt für ihre putzigen Bewohner, die Quokkas. Das Foto ist mit meiner richtigen Kamera gemacht - mit dem Smartphone hätte ich das kleine Känguruh, das aussieht, wie wenn es lächelt, aus der Ferne nie so gut einfangen können. Manche der Tierchen sind an Menschen gewöhnt und posieren richtig für Touristen, die sie füttern (was natürlich verboten ist).

Rottnest Island - Quokka

Um in der kurzen Zeit etwas mehr von Westaustralien zu sehen, haben wir einen Halbtagesausflug zu den Pinnacles unternommen, organisiert mit einem Bus. Auf dem Weg gab's einen Zwischenstop im Yanchep-Nationalpark, wo man u.a. Koalas und Kängurus sehen konnte. 

Rechtzeitig vor dem Sonnenuntergang waren wir im Nambung-Nationalpark, dessen Hauptattraktion die bis zu vier Meter hohen verwitterten Kalksteinsäulen sind, die "Pinnacles" genannt werden. 

Pinnacles im Nambung-Nationalpark
Dieses Foto zeigt glaube ich ganz gut, wie beeindruckend es dort ist. Es ist knapp 200 km nördlich von Perth. Danach hat unser Guide uns den Sternenhimmel erklärt, der dort bei Dunkelheit sehr gut zu sehen war. Die Wolken hatten sich verzogen. Bei der Fotoparade gab's immer die Kategorie Bestes Foto - ich glaube, das hier wäre ganz vorne mit dabei. 

Bali im April 

Ab 6. April waren wir wieder in Bali, erst in der Nähe des Flughafens, dann im Süden in einem der Resorts in Nusa Dua, die sich dort aneinander reihen.  

Bali - Nusa Dua

Bei einem Morgenlauf ein paar Kilometer weiter bin ich sogar an dem Hotel vorbei gelaufen, in dem ich vor 20 Jahren war und habe es wieder erkannt. Wer auf hohem Niveau entspannen möchte, kann sich in diesen Resorts verwöhnen lassen. 

Diesmal war Zeit für einen Besuch der Insel-Hauptstadt, die bei Touristen selten auf der Agenda steht.   

Bali Denpasar - Museum Bali

Die Stadt ist nicht so geleckt, was mir gut gefällt. Unser Grab (eine Art Uber) hat uns am zentralen Platz der Stadt rausgelassen, daneben befindet sich das Museum Bali, das einem Geschichte und Kultur der Insel nahe bringt. Außerhalb dieses Museums spürt man das heutige, schnelle Leben. Wir haben längere Zeit auf einem Markt verbracht und auch ein paar Kleidungsstücke gekauft. 

Franken im Mai 

Nicht nur im Frühjahr gibt es in Deutschland ein paar hübsche Flecken: Bei einem entspannten Feierabendlauf habe ich die Kulmbacher Plassenburg eingefangen.  

Frankenwald - Plassenburg Kulmbach

Das satte Grün des Frankenwalds kommt selbst um 20:15 Uhr abends noch durch. Und die Burg steht da schon seit Jahrhunderten. Es gibt innerhalb des Burg-Areals übrigens ein paar Museen. Das Bayerische Brauereimuseum jedoch ist in der Stadt unten.

Kulmbach liegt am Main, unweit ist der Mainzusammenfluss. Wenn an den Main weiter fährt, kommt man an Aschaffenburg vorbei. Ich kannte die unterfränkische Stadt bisher nur vom Vorbeifahren - die Autobahn ist dort gut ausgebaut und auch die Bahn macht einen Stopp auf dem Weg nach Frankfurt. Eigentlich schade, es gibt hier nämlich einiges zu sehen. 

Aschaffenburg
Diesmal war Zeit für einen schönen Abendspaziergang auf dem Rückweg von einer Veranstaltung. Eine Pause mit etwas Bewegung tut auf langen Autofahrten gut. Auf dem Foto sieht man das Schloss Johannisburg, eine der bedeutendsten Schlossbauten der deutschen Spätrenaissance. (Die Plassenburg oben ist berühmt für den Renaissance-Innenhof). Eine schöne Promenade führt vom Renaissance-Schloss zum Nachbau eines Stadhauses aus Pompeji, dem sog. Pompejanum, das ich mir abends nur von außen anschauen konnte.

Linz mit Donau im Mai 

Auch im Nachbarland Österreich ist es im Mai besonders schön. Eine Dienstreise führte mich nach Wien und ich konnte ein Wochenende anhängen. Entschieden habe ich mich für Linz, die Stadt an der Donau, die ich bisher nur von einem Kurzbesuch kannte. 

Linz - Blick auf die Altstadt und die Donau
Die Stadt ist durch den Fluss geprägt, es gibt eine schöne Altstadt und natürlich einen Hafen und eine Menge Industrie. Als wir dort waren, fand der Linzathlon statt, ein Hindernislauf. Als Zuschauer konnten wir die Teilnehmer anfeuern. 

Linz und die Fahrt entlang der Donau hat uns so gut gefallen, dass wir im Juli für eine ganze Woche auf die Donau sind. 

Donaukreuzfahrt im Juli 

Seit Ewigkeiten gibt's ja diese klassischen Kreuzfahrten auf der Donau, die von Passau nach Budapest und zurück unterwegs sind. Bisher hatte ich das nie auf dem Schirm, aber da wir einige schöne Donaupassagen in Österreich erlebt hatten und ich gesundheitlich aufgrund meiner Kieferentzündung angeschlagen war, war dies eine ideale Urlaubsform. 

Budapest mit Selfie
Nicht nur die Städte auf der Strecke, sondern auch die Natur zwischendurch haben mich sehr beeindruckt. Hier trotzdem ein klassisches Foto, das Parlamentsgebäude in Budapest vom Fluss aus gesehen. Mein Foto ist etwas anders als die vielen anderen: Wer genau hinschaut, sieht die Fotografin im Außenspiegel des Schiffs. 

Im heißen Juli konnte man vor allem in der Slowakei und in Ungarn sehen, wie Menschen am Fluss zelten, angeln, picknicken und baden. Die Donau wird ruhiger, das Umland flacher, es gibt fast keine Brücken mehr und man fährt mit dem Schiff gemächlich über den Fluss, der übrigens nicht blau ist. Das hat mich so entspannt, dass ich kaum fotografiert habe.  

Donaukreuzfahrt - Donauknie, Ungarn

Die Donau war nicht nur Handelsroute sondern immer auch Grenze und hat entsprechend viele Festungsanlagen und Burgen. Hier sieht man die Burg Visegrád rechts oben auf dem Berg. Bereits die alten Römer haben an dieser strategischen Lage am sog. Donauknie ein Kasell errichtet, und später war hier der Sitz der ungarischen Könige.

Tschechien im September

Anlass für unsere Kurzreise nach Brno (Brünn) war, dass ich endlich Tickets für die Villa Tugendhat bekommen hatte. Auch wenn ich nicht fit war, sind wir hingefahren und haben uns nicht nur das berühmte Bauwerk sondern auch die Stadt und die Umgebung angeschaut. 

Villa Tugendhat in Brno (Brünn), Tschechien

Die Villa hat mich beeindruckt, hier links eine freistehende Wand aus Onyxmarmor. Seit einigen Jahren ist das Gebäude zugänglich, allerdings nur mit Führung.  

Die Stadt selbst wird neben der tschechischen Hauptstadt Prag oft vergessen, hat aber sehr viel zu bieten. Neben einer Menge Sehenswürdigkeiten bietet sie mit den vielen Studenten und Kaffeehäusern ihren eigenen Flair. Brünn ist die historische Hauptstadt von Mähren, Dass Wien nicht weit ist, merkt man an vielen Stellen. Die Burg wurde zur Zeit der Habsburger als Gefängnis genutzt. 

Brno (Brünn)

Hier auf dem Foto sieht man das Mahen-Theater. 1882 eröffnet, war es das erste voll elektrisch beleuchtete Theater in Europa. Entspannend fand ich auch, dass vergleichsweise wenige Touristen vor Ort zu sehen waren. Als das Wetter besser war, waren wir auch an einem Badesee in der Nähe, der gut besucht war. 

Nach ein paar Tagen zu Hause ging es nochmal nach Tschechien, diesmal nach Nordböhmen. In Ústí nad Labem (auf Deutsch früher als Aussig an der Elbe bekannt) hatte ich mich zu einem 10-km-Lauf angemeldet. Während und nach dem Lauf bei Hochsommertemperaturen war Zeit, die Stadt zu besichtigen. Der Lauf ging u.a. durch die typischen Industriegebiete der Stadt. 

Ústí nad Labem
Die Stadt liegt an der Elbe. Man kann mit einer Seilbahn auf die Anhöhe Větruše (Ferdinandshöhe) fahren und hat von dort einen super Blick auf die Felsformationen, die hier links im Bild zu erkennen sind. Es ist hügelig, man sieht auch den Hafen, eine Schleuse und die Burg Střekov (Schreckenstein). 

Wir haben zwei Nächte in der nahegelegenen Stadt Teplice (Teplitz) übernachtet. Früher bildete Teplitz-Schönau mit Karlsbad, Marienbad und Franzensbad das Quartett der vier böhmischen Kurbäder und lockte bekannte Namen an; Beethoven und Goethe lernten sich z.B. hier kennen. 

Teplice
Ende des 19. Jahrhunderts ging es los mit Braunkohle-Tagebau und Industrialisierung; im Sozialismus verwandelte sich Teplice in eine triste Industriestadt. Seit einiger Zeit wird restauriert, man kann auch kuren und es gibt einiges zu sehen.  

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