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Donnerstag, 1. Januar 2026

Jahresrückblick 2025 mit Fotos meiner Reisen

Diesen Jahreswechsel verbringe ich zuhause. Das Jahresendgeschäft im Job fordert Zeit und auch privat gibt es Verpflichtungen - Weihnachtszeit eben. Das ist meistens so, daher freue ich mich, wenn es auch zuhause winterlich ist und sich der Frankenwald vor der Haustüre in Schnee hüllt und man draußen saubere kalte Luft tanken kann. Wenn dann noch etwas Zeit ist, ein paar Plätzchen zu backen (meist mache ich das erst am 25. Dezember...) und sich gemütlich mit einem guten Buch zurückzulegen, finde ich das perfekt. 

Man hat Zeit, das alte Jahr Revue passieren zu lassen und das neue zu planen. Die Fotoparade gibt es nicht mehr, daher mache ich meinen eigenen Jahresrückblick. Auf meinem Foodblog gibt es auch einen: Meine Foodblogbilanz 2025 ist seit 31.12.2025 früh online.  

Collage Barbaras Reisen 2025

Google Maps hatte früher eine gute Statistik, allerdings gibt's auch die nicht mehr. Ich habe daher eine App namens Been verwendet, um die Länder einzufärben, die ich 2025 besucht habe. Es waren nicht allzu viele: Australien, Deutschland, Dominikanische Republik, Frankreich, Indonesien, Österreich, Portugal, Schweiz, Slowakei, Tschechien, Türkei, Ungarn und das Vereinigte Königreich - alphabetisch, nicht chronologisch. Ich war auf vier Kontinenten und konnte zwei für mich neue Länder besuchen: Australien und die DomRep. 

Rechts in der Collage sieht man die beliebtesten 9 Fotos des Jahres auf meinem Instagram-Account. Oben von links nach rechts Madeira, Nürnberg, Kulmbach, in der Mitte die Tower Bridge London, ein Rezept für Kuchenboden, die Radspitze im Frankenwald. Die untere Reihe zeigt Funchal an Silvester 2024-25, nochmal Frankenwald (Architektouren) und rechts unten Reisterrassen auf Bali. 

Wenn man genauer hinschaut, waren das 2025 vier Urlaubsreisen, ein paar Kurztrips bzw. Ausfahrten und einige Dienstreisen. In der Türkei war ich nicht wirklich; nur zweimal zum Umsteigen am Flughafen in Istanbul. Geplant war einiges anders, aber eine große Kiefer- und Zahnwurzelgeschichte hat mich fast drei Monate körperlich schwer beschäftigt, da ging fast gar nichts. Eine Reise nach Japan, die ich für September geplant hatte, fiel daher ins Wasser. Die Expo in Osaka hätten wir uns gerne angeschaut. Stattdessen war wir für ein paar Tage mit dem Auto in Tschechien.  

Freitag, 12. Januar 2024

Fotoparade 2023 – Jahresrückblick

Das vergangene Jahr war anstrengend, aber trotzdem verdient es einen Rückblick. Wie jedes Jahr, gibt's den kulinarischen auf meinem Foodblog als sog. Foodblogbilanz.

Dort habe ich auch schon geschrieben, dass mein Jahr 2023 ziemlich herausfordernd war und mir wenig freie Zeit ließ. Hier auf dem Reiseblog sieht man das noch mehr: Reisen dient mir auch als Flucht, um auf andere Gedanken zu kommen und um Abstand zu gewinnen. Wenn ich dann zurück bin, hat das normale stressige Leben mich wieder. Und wenn es dann darum geht, die Berichte zu schreiben, bleibt leider vieles als Entwurf hängen, weil anderes dringender ist. Ich kriege eine Menge liebe Mails von Bekannten und Followern, die meine Reisefotos auf sozialen Medien sehen und gerne mehr darüber wissen würden. Daher hoffe ich, dass es dieses Jahr wieder ruhiger wird und ich mehr Energie zum Schreiben habe. Wenigstens habe ich es geschafft, beim ReiseBloggerCamp in Forchheim zum Thema Franken dabei zu sein. Es war super motivierend, andere Blogger zu treffen und sich auszutauschen.   

Gerne nehme ich mir auch die Zeit, an der Michaels Fotoparade von Erkunde die Welt teilzunehmen. Die Kategorien sind auch diesmal weniger kulturell, mehr naturbezogen, aber das passt für mich dieses Mal ganz gut: Landschaft, Lecker, Wasser, Blau, Kalt, SW. Wem das nicht reicht, der kann Heiß, Ausblick, Tierisch, Bunt, Herz und/oder Modern zufügen oder eigene Themen ergänzen. 

Ich bin 2023 wieder sehr spontan gereist, beruflich und privat, und habe drei neue Staaten besucht, die ich zuvor noch nicht kannte: Albanien, Usbekistan und Kirgistan.

Barbaras Spielwiese - Mein Reisejahr 2023



Links auf der Karte kann man grob erahnen, wo ich war - zumindest wenn das Smartphone mitgetrackt hat. Rechts in dieser Collage sieht man meine 9 beliebtesten Fotos auf Instagram. Wieder wurden Reisefotos viel geklickt, obwohl ich auch eine Menge Rezepte gepostet hatte. Am beliebtesten war die IFS Cloud Cable Car in London. Dann kommt Natur: Der Tianshan in Kirgistan, ich im Frankenwald im Schnee, ein Strand auf Kreta, Prag im Winter, Samarkand im Sommer, Luzern im Frühling. Die beiden rechts unten sind von meiner Julireise nach Zentralasien, die Krone einer Jurte und der Flughafen München. 

Es gibt andere Fotos, die ich schöner gefunden hätte als der Algorithmus, und dafür gibt's u.a. diese Fotoparade!

Freitag, 20. Januar 2023

Stippvisite London: Cutty Sark und IFS Cloud Cable Car

Vor über fünf Jahren habe ich über eine andere Stippvisite nach London berichtet, damals über Besuche in der Tate Modern und dem Dockland Museum. Seitdem war ich ein paar Mal beruflich hier, hatte aber nie genug Zeit, um mir etwas anzuschauen. Dieses Mal war es anders und ich habe mir nach einer Konferenz vor dem Rückflug zwei Sehenswürdigkeiten herausgepickt, die ich noch nicht kannte: 

Die berühmte Cutty Sark und die Seilbahn über die Themse unweit der O2 Arena.

Klipper Cutty Sark in Greenwich

Die Cutty Sark war der berühmteste der vielen Teeklipper, die im 19. Jh. zwischen England und China die Weltmeere befuhren. 1869 in Schottland vom Stapel gelaufen, galt sie als das schönste und mit 17,5 Knoten Höchstgeschwindigkeit auch als das schnellste Schiff ihrer Zeit: 1871 brauchte sie von Shanghai nach London 107 Tage, und 1889 überholte sie sogar das neue Dampfschiff Britannia auf der Fahrt nach Sydney.

Cutty Sark in London

Der Name Cutty Sark stammt aus einem Gedicht von Robert Burns und bezieht sich auf ein kurzes Hemd bzw. Unterhemd, das einer Hexe namens Nannie gehörte, die als Galionsfigur abgebildet ist. 

Bis 1877 wurde das Schiff für den Teetransport eingesetzt, bis die Dampfschiffe über den neu eröffneten Sueskanal deutlich schneller waren. Der Kanal ist zum Segeln schlecht geeignet, die Winde im Roten Meer und im Mittelmeer sind nicht ideal und die Dampfschiffe brauchten nur 60 Tage.

Cutty Sark - Eingangsbereich und Ticketpreise

Als Erinnerung: Die Fotos werden größer, wenn man drauf klickt! Gerade bei den Collagen ist das sinnvoll, da man die Details besser sieht.

Die Cutty Sark segelte danach vor allem nach Australien auf der langen Strecke um das Kap der Guten Hoffnung herum. Sie transportierte zu jener Zeit hauptsächlich Wolle. Sie fuhr auch nie leer; von Haushaltswaren oder Bier und Spirituosen wurde vieles befördert, aber auch Ausrüstung für Bergbau kamen von England nach Australien, oder zuvor auf der Strecke nach Fernost Kohle für Dampfschiffe. 

Die Original-Teekisten aus China fand ich sehr beeindruckend. Der künstliche Boden, auf dem man läuft, ist damit verkleidet. Teils sind sie sehr künstlerisch gemacht, teils zeigen sie einfach nur das chinesische Zeichen für Tee: 茶.

Cutty Sark - Museum im Laderaum mit Teekisten



Es gibt auch ein kleines Filmtheater mit Sitzen, die etwas in die Höhe gehen, so dass man den Film gut sehen kann. Als wir dort waren, war es nicht so voll; wir mussten für diese Installationen oder Videos, die ununterbrochen laufen, nicht anstehen.

Freitag, 6. Januar 2023

Fotoparade 2022 – Jahresrückblick

Auch wenn's zeitlich eng ist, ich mag die Idee, sich am Jahreswechsel hinzusetzen und noch einmal über das vergangene Jahr nachzudenken. Auf meinem Foodblog gab's am 31. Dezember einen kulinarischen Rückblick. Der für den Reiseblog fehlte noch; vielleicht auch, weil ich es in 2022 wieder nicht geschafft habe, so viel zu bloggen, wie ich gerne würde. Manches bleibt wie die Jahre zuvor als Entwurf stecken oder findet sich nur auf dem Instagram-Account oder gar nur als Schnappschuss auf dem Smartphone und in meiner Erinnerung. Daher nehme ich gerne die Fotoparade von Michael von Erkunde die Welt zum Anlass, tiefer zu wühlen und in einem Jahresrückblick ein paar Fotos nach Themen herauszusuchen. 

Aber erst noch etwas Statistik: Ich bin deutlich mehr gereist als die beiden letzten Jahre und habe drei neue Staaten besucht, die ich zuvor noch nicht kannte: Saudi-Arabien, Jordanien und Mauritius. Auf der Karte sieht man rot markiert, dass es deutlich mehr Ziele sind als beim Reiserückblick 2021.

Reisejahr 2022


Rechts in dieser Collage meine beliebtesten Fotos auf Instagram. Gern geklickt wurden Reise- oder Heimatfotos, obwohl ich auch Essen fotografiert hatte. Am beliebtesten war ein Foto vom tschechischen Český Krumlov; die Lage ist auch einmalig! In der Mitte Kopenhagen, rechts ein Felsengrab in Hegra bzw. Mada'in Salih in Saudi-Arabien. Weiter geht's mit zwei Fotos vom Frankenwald und einem Sonnenaufgang in Miami Beach. Unten das schwedische Ystad, daneben der verschneite Frankenwald und als 9. beliebtestes Foto die neue Kolonnade im Kurpark von Bad Berneck im Fichtelgebirge.

Samstag, 2. Juli 2022

Impressionen Q2 2022

Hier wieder ein Rückblick auf das letzte Quartal. Ich poste in dieser Impressionen genannten Reihe pro Monat einige Fotos, die ich unterwegs geschossen und teils zeitnah auf Instagram gepostet habe. Die Lust an Instagram ist mir schon länger vergangen, da sich die Plattform von schnellen Schnappschüssen immer mehr zu einer Art zweitem Tiktok wandeln möchte; sog. Reels werden gepusht, meine Fotos werden kaum mehr angezeigt. Aber ein paar Fotos pro Monat als kurzen Reiserückblick suche ich trotzdem gerne zusammen. 

Anfang April war ich zuhause; vom Urlaub hatte ich mir eine Bronchitis mitgebracht, die erst auskuriert werden musste. Am 1. April lag ein wenig Schnee. Das zweite Foto ist der Blick aus meinem Fenster: Ein typischer Sonnenuntergang mit der Hälfte der Windräder, die in Bayern letztes Jahr gebaut wurden: 4 Stück stehen bei uns um die Ecke, nur 8 wurden gebaut. Erneuerbare Energien sind ein Thema des Jahres 2022. Die beiden anderen Fotos zeigen Vogtendorf bei Kronach (dieses hübsche ehemalige Rathaus wurde 1763 errichtet) und das ehemalige Landesgartenschaugelände in Kronach. Wenn man durch den Fernseher schaut, sieht man in der Ferne die Festung.  

Collage Instagram-Fotos April 2022

Der erste Spaziergang nach der krankheitsbedingten Pause führe mich ins malerische Fischbachtal. Dort kenne ich drei Singletrails entlang der Fränkischen Linie - geologisch hochinteressant, teils felsig und mit super Aussichten. Nach coronabedingert Pause leuchtete Kronach wieder! Dieses Jahr verwandelte sich das Landesgartenschaugelände allabendlich in ein Lichtspektakel. Ich war am Eröffnungstag dort und habe auf Instagram eine Reihe Fotos und Stories geteilt. Die letzten beiden Fotos zeigen Český Krumlov, das ich Ende des Monats über Nacht besucht habe. Die auch Krumau an der Moldau genannte Stadt liegt in Südböhmen, die Altstadt ist UNESCO-Welterbe. Am Abend war ich fast alleine unterwegs und konnte die schönen Aus- und Einblicke genießen. 

In diesem Jahr wurden auch die beruflichen Reisen wieder mehr und es ging erstmals wieder ins Ausland. Von London habe ich wenig mehr als das abendliche Foto unten gesehen, aber es war schön, Kolleg:innen aus anderen Ländern wieder zu treffen. Ich habe es geschafft, dass meine vielen Corona-Tests immer schön negativ blieben, vielleicht weil ich einer der wenigen mit Maske war. Das dritte Foto oben zeigt mein typisch englisches Hotelfrühstück. Als ich zurückkam, war richtig Frühling; es blühte schön, u.a. auch die Apfelbäume. In Seibelsdorf im Landkreis Kronach liegt dieses ehemalige Rittergut. Das schlossähnliche Gebäude von 1829 war ein stattlicher Gutshof mit Ländereien, heute steht es leer.

Dienstag, 31. Dezember 2019

Impressionen Q4 2019

Hier der Rückblick auf das vierte und letzte Quartal 2019 mit ein paar Fotos, die ich auf Instagram gepostet habe. Im Laufe dieses Jahres bekam ich mal wieder die bekannte Instagram-Müdigkeit, zumal das Tool die Sichtbarkeit extrem eingeschränkt hat und vieles, was ich teilte, bei Freunden gar nicht ankam. Ich habe nicht mehr so viel gepostet wie die Jahre zuvor. Ein paar Stories zwischendurch und ein paar Erinnerungen, aber wenig Neues.

Am Tag der Deutschen Einheit, dem 3. Oktober, fahre ich gerne in die Bundesländer, die früher die DDR bildeten. Dieses Mal waren wir in Chemnitz, das damals Karl-Marx-Stadt hieß. Leider regnete es, aber das smac, Sachsens Archäologisches Museum, lohnt bei jedem Wetter. Es ist im ehemaligen Kaufhaus Schocken untergebracht, über dessen interessante Geschichte man sich darin auch informieren kann. Gut gefallen hat mir, dass im Museum klar wird, dass auch die Sachsen von Einwanderern aus Afrika und Anatolien abstammen... Rechts oben ein kleiner Steinpilz, den ich im Frankenwald bei einem Waldspaziergang gefunden habe. 20 Grad Wärme nach dem Regen ließen dieses Jahr die Pilze gut wachsen.

Collage Instagram-Fotos Oktober 2019

Neu für mich, obwohl ich viele Jahre in Nürnberg gelebt habe, war das Tucherschloss. Zwischen 1533 und 1544 als Stadtschloss der Nürnberger Patrizierfamilie Tucher errichtet, wird die Welt der wohlhabenden Nürnberger Handelsfamilien jener Zeit lebendig. Der Hirsvogelsaal im Garten des Areals galt als schönste Schöpfung der ganzen deutschen Frührenaissance und war vor 100 Jahren eine der Hauptattraktionen Nürnbergs; er wurde im 2. Weltkrieg zerstört und erst vor einigen Jahren wieder aufgebaut. Im Garten des Tucherschlosses gab es diesen Sommer eine Ausstellung mit Werken von Holzbildhauer Stefan Schindler, der am 20. Oktober gezeigt hat, wie er arbeitet; da waren wir dort und haben zugeschaut. Rechts ein Foto von London beim Anflug auf Heathrow. Ich habe die Stadt mit ihren Lichtern noch nie so schön von oben gesehen und war ganz begeistert von meinem Fensterplatz. Die Fotos werden nie so gut, aber man konnte sich an der Themse entlang gut orientieren; sah u.a. die Tower Bridge und das rot illuminierte London Eye.

Das erste Foto im November stammt vom Schloss Callenberg nahe Coburg. In dem sehenswerten Jagd- und Sommerschloss der Herzöge von Sachsen-Coburg und Gotha darf man innen nicht fotografieren. Auch das Deutsche Schützenmuseum ist dort untergebracht. Viele Stories und einen Beitrag habe ich über das nagelneue Flaggschiff der Reederei MSC Cruises gezeigt: Ich durfte die MSC Grandiosa vor ihrer Taufe kennen lernen und eine Nacht darauf verbringen. Danach war noch Zeit für eine kleine Tour durch Hamburg einschl. einem Essen in der Elbphilharmonie. Die drei Fotos oben neben dem Schloss stammen von dieser Kurzreise.

Collage Instagram-Fotos November 2019

Sonntag, 17. November 2019

Reisen im Laufe der Jahrzehnte

Sabine von Ferngeweht ist neugierig und will wissen, wie sich der Reisestil verschiedener Reiseblogger im Laufe der Zeit verändert hat. Anlass dafür war ihr 50. Geburtstag, bei dem sie sicherlich vieles reflektiert hat. Seit mehr als 30 Jahren ist Sabine reisend unterwegs und meint, dass sich von den ersten Reisen bis heute einiges verändert hat. - Das Thema der Blogparade lautet daher "Wie hat sich dein Reisestil im Laufe der Jahre verändert? Reist du immer noch genauso wie vor 15, 20 oder 30 Jahren? Oder sehen deine Urlaube heute ganz anders aus als früher?"

Meine Art des Reisens und des Urlaub-Machens hat sich in den letzten 50 Jahren verändert und ist in manchen Grundzügen doch gleich geblieben. Ja, so lange reise ich schon. :-)

Reisen als Kind 


Mit zwei haben meine Eltern mich mit nach Österreich an den Neusiedler See geschleppt, das war im Herbst 1969. Die Jahre danach ging's an den Gardasee und ins Tessin. Von Süddeutschland aus war das gut mit dem Auto zu erreichen. Am Gardasee waren wir mit dem Zelt, im Tessin wohnten wir in einer Ferienwohnung. Kürzlich habe ich mit meiner Mutter alte Alben angeschaut und beim Tagebuch einer Reise an den Lago Maggiore stand bei den meisten Tagen "Regen" mit dabei. Mit zwei kleinen Kindern war ein festes Haus sicherlich besser als ein Zelt.

Am Lago Maggiore 1972

Nach einem Urlaub im Allgäu fingen meine Eltern an, sich für den Norden zu interessieren und es folgten deutsche Nordseeküste, Dänemark und schließlich Schweden, Finnland und Norwegen, einmal sogar mit dem Wohnwagen bis ans Nordkap. Daneben gab's immer schon Kurzreisen oder lange Wochenenden, oft ins Elsass oder in andere Regionen Frankreichs und Deutschlands, oft auch zum wandern, was ich damals hasste. Heute mag ich es.

Früher dachte ich immer, dass ich auf diesen Reisen vor allem viele Sehenswürdigkeiten besucht habe - Schlösser, Burgen, Museen, große und weniger große Städte, Ruinen. Vom Sightseeing gibt es auch viele Fotos oder Eintrittskarten, die mit in den Alben kleben. Und viele Erinnerungen.

Dienstag, 5. Februar 2019

Sightseeing und Baden in Bridgetown (Barbados)

Barbados ist ein selbständiger Staat mit eigener Währung; die Insel ist 24 km breit und 36 km lang und damit eine der größeren Insel der Kleinen Antillen. Die östlichste Insel der Karibik ist im Gegensatz zu den meisten anderen nicht vulkanischen Ursprungs, sondern entstand durch Korallen und Kalkstein aus dem Meer.

Die Hauptstadt heißt Bridgetown und wir legten im Hafen der Stadt an. Neben uns war die MSC Preziosa angedockt, so dass man andere europäische Touristen auf der Insel traf. Unser Schiff war von 08:00 bis 18:00 Uhr in Barbados, man musste also um 17:30 Uhr wieder an Bord sein. Die Temperaturen lagen zwischen 24 und 28°C, Sonne mit Wolken, also ideal.

Hafen von Bridgetown, Barbados - Blick vom Schiff aus

Da mein Mitreisender krank war, habe ich mich allein und ohne Ausflug auf den Weg gemacht. Das geht in Bridgetown super; der Hafen ist nicht weit von der Stadt entfernt. Ich habe mich an Bord erst einmal orientiert, dabei hatte ich den Blick wie auf dem Foto. Das finde ich ganz praktisch, wenn man oben auf dem Schiff ist, hat man einen guten Überblick und kann sich einigermaßen orientieren. Mit dem Reiseführer und meinen zuvor heruntergeladenen Karten von Google Maps auf dem Smartphone bekam ich ein Gefühl für die Entfernung und bin dann einfach los marschiert. Man könnte sich natürlich auch ein Taxi nehmen, aber es war nicht allzu heiß und der Weg vom Hafen in die Stadt ist schön angelegt.

Bridgetown, Barbados - Kreuzfahrthafen

Es ist übrigens - wie eigentlich überall in der Karibik - auch möglich, am Hafen einen Ausflug zu buchen. Noch im Hafengebäude gibt es eine sog. Barbados Guest Information, bei der man auch Stadtpläne und Karten der Insel bekommt. Die war gut besucht.

Sonntag, 20. Januar 2019

Hongkong: Atrium im HSBC Hochhaus

1985 wurde die neue Zentrale der Hongkong and Shanghai Banking Corporation eröffnet, und zwar in Hongkong, das damals noch britisch war. 1841 wurde die damals noch kleine Hafenstadt im Zuge des Ersten Opiumkriegs britische Kolonie. Weitere Gebiete wurden durch sog. Ungleiche Verträge für 99 Jahre gepachtet, so ging Hongkong 1997 an China zurück. Die Bank wurde 1865 gegründet, um den britischen Handel im Fernen Osten zu finanzieren. Heute ist der Sitz der HSBC in London.

Die Rolltreppen meines Fotos der Woche stehen im Atrium des Hochhauses namens Hongkong and Shanghai Bank Headquarters. Es wurde von Norman Foster entworfen, dem bekannten britischen Architekten. Das Gebäude ist 180 Meter hoch und hat 52 Stockwerke, davon 4 unterirdisch. Es war viele Jahre der teuerste Wolkenkratzer der Welt.

Hongkong - HSBC Geäude Atrium - Rolltreppe in Form einer 8 - Hongkong and Shanghai Bank Headquarters - Escalators

Mit ein Grund für die hohen Kosten waren Umbauten, um mehr vom in Hongkong beliebten Feng Shui (風水, das heißt einfach Wind und Wasser, Kurzzeichen 风水) darin zu haben. Sonst hätte das Unglück gebracht. So wurden z.B. die von Foster gebauten Rolltreppen im Atrium wieder abgerissen und neu gebaut, wie man hier sehen kann in Form der chinesischen Glückszahl 8. Die 8 (八 bā) bringt Glück und Reichtum, was für eine Bank natürlich ideal ist. Außerdem stehen sie durch eine Drehung so, dass Geister, die eventuell vom Victoria Harbour hereinfliegen wollen, abgelenkt werden.

Das Gebäude steht seit 1986 und war damals wegweisend. 1990 habe ich es das erste Mal besucht, dieses Foto stammt von 2006. Auf meiner Facebook-Seite habe ich noch ein paar weitere Fotos vom Gebäude und von Hongkong 2006; auch ein Foto von mir ist dabei.

Samstag, 21. Juli 2018

Barcelona: Poblenou und Nachmittag auf dem Schiff

Die Zeit in Barcelona war sehr knapp und der Ausflug, den ich eigentlich hätte buchen wollen, wurde nicht mehr angeboten, also sind wir auf eigene Faust los. Angelegt hat unser Schiff um 8 Uhr, abgelegt um 14 Uhr, so dass man um 13:30 Uhr wieder an Bord sein musste, damit das Schiff früh los kommt, um am nächsten Morgen rechtzeitig in Savona zu sein. Es war also nicht viel Zeit.

Außer uns war nur noch die Celebrity Constellation im Hafen von Barcelona; es war also überschaubar. Es gibt einen Shuttle in die Stadt, hin und zurück für 7 Euro pro Person, der letzte Shuttle fährt um 13 Uhr. Man bekommt die Tickets dafür am Automaten.

Anfahrt nach Barcelona mit dem Schiff

Da wir die Altstadt schon kannten (siehe Bericht hier) und für den Park Güell keine Tickets vorbestellt hatten (der scheint sehr überlaufen zu sein, was man so hört, s.u.), beschlossen wir spontan, uns zum Torre Agbar fahren zu lassen und das Stadtviertel Poblenou zu besuchen. Nach so viel Kultur und historischen Städten die letzten Tage war uns nach etwas Modernem! 

Wir haben uns spontan dafür entschieden, mit dem Taxi zu fahren. Vom Schiff bis zum Torre Agbar zahlten wir 16,40 Euro und zurück nur 12,45 Euro (beide Male haben wir den Betrag aufgerundet, es läuft alles solide mit Taxameter und freundlichen Taxifahrern). Das letzte Mal waren wir mit der U-Bahn unterwegs gewesen, aber mit dem Taxi sieht man schon beim Fahren etwas von der Stadt. Für zwei Personen ist es nicht viel teurer als der Shuttle, welcher nur bis zur Kolumbussäule fährt.

Torre Glòries und das Viertel Poblenou


Dieser offiziell Torre Glòries genannte Turm ist 142 Meter hoch und wurde 2005 fertig gestellt. Er erinnert an die Gherkin in London, finde ich.

Torre Agbar, Barcelona, vom Taxi aus

Gebaut von der Grupo Agbar, den Wasserwerken von Barcelona (Aguas de Barcelona "Ag-Bar") und daher oft Torre Agbar genannt, symbolisiert die Fassade Wasser durch die schillernde und farbenfrohe Fassade. Die unmittelbare Umgebung des Gebäudes wurde so angelegt, dass der Betrachter den Eindruck hat, der Turm stehe inmitten einer Wasserfläche.

Jakarandablüte am Torre Glòries, Barcelona

Gut gefallen hat mir auch ein blühender Jacaranda-Baum direkt daneben.

Sonntag, 21. Januar 2018

Lieblingsfotos 2. Halbjahr 2017

Es ist nun das dritte Mal, dass ich Michaels Aufruf folge und mich an seiner halbjährlich stattfindenden Fotoparade #FopaNet beteilige. Es macht Spaß, Reisefotos durchzuschauen und nach vorgegebenen Kategorien auszuwählen. Vom 2. Halbjahr 2016 und vom 1. Halbjahr 2017 hatte ich bereits Fotos gezeigt, jetzt geht es um das 2. Halbjahr 2017.

Diesmal sind neben dem klassischen schönsten Foto 10 weitere Substantive vorgegeben, aus denen man wählen kann, so dass insgesamt mindestens 6 Fotos präsentiert werden sollen. Die 11 vorgegebenen Kategorien sind Landschaft, Licht, Schwarz-Weiß, Tiere, Natur, Nahaufnahme, Stadtbild, Farbkontrast, Essen, Aussicht und schönstes Foto.Wie immer bei Michael locker, d.h. man kann auch eine andere Kategorie erfinden oder mehr Fotos zeigen oder sogar alle 11 Kategorien beidenen. Das Ganze soll ja Spaß machen!

Im zweiten Halbjahr des letzten Jahres war ich in Moldau und Transnistrien, im Oman, in London, in Griechenland beim Segeln, in Vilnius, auf einer Kreuzfahrt ab Havanna durch die westliche Karibik und natürlich auch in Deutschland unterwegs. Also ein großer Topf zum Auswählen von Fotos für die Fotoparade. Daher habe ich alle Kategorien ausgeschöpft.

1. Landschaft


Die Sandwüste Wahiba im Oman, korrekt Rimal al-Sharqiyah, ist eine Inlandswüste auf der Arabischen Halbinsel, die ein Gebiet von 15.000 qkm mit Sanddünen bedeckt. Von Norden nach Süden sind das 250 km, von West nach Ost ca. 80 km. Mehr als 20 verschiedene Dünenformationen befinden sich hier und man sieht Sand, so weit das Auge reicht.

Wahiba Sands, Oman - Sandwüste Wahiba

Wir haben in einem Camp am Rand der Wüste übernachtet und sind mit Jeeps in die Sanddünen gefahren, um dort den Sonnenuntergang zu genießen. Im Sand herumzuhüpfen oder zu rennen ist auch eine interessante Erfahrung... Diese Weite, diese Stille, später der Sternenhimmel. Ich fand das sehr beeindruckend.

2. Licht


Zum Thema Licht habe ich ein Foto gefunden, das die Produktion von moldauischem Schaumwein zeigt. Die Kellerei Cricova ist bekannt für ihr unterirdisches Stollensystem, quasi eine unterirdische Stadt. Dort gibt es auch eine der größten Weinsammlungen der Welt. Sehr gut geschmeckt hat mir der Schaumwein, der nach der Méthode champenoise hergestellt wird und sich vor richtigem Champagner nicht verstecken muss.

Kellerei Cricova - Schaumweinherstellung

Montag, 8. Januar 2018

Impressionen Q4 2017

Heute gibt's wieder einen Rückblick auf das letzte Quartal des Jahres 2017. Das Jahr ging gefühlt sehr schnell herum und über Weihnachten und Neujahr bin ich spontan in die Sonne geflogen. Ich habe es 2017 geschafft, ein paar von früher bekannte Reiseziele wieder zu besuchen und meine Eindrücke zu vertiefen. Daneben habe ich Neues kennen gelernt, neue Länder, neue Städteziele, kulinarische Köstlichkeiten und Begegnungen mit Menschen.

Nun zu ein paar Impressionen des letzten Vierteljahrs: Anfang Oktober war ich kurz in London, darüber habe ich mehr auf dem Blog als auf Instagram publiziert. Hier nur das London Eye und ein Eingang zu Chinatown. Die englische Hauptstadt lohnt immer einen Besuch; wer zum ersten Mal dort ist, findet hier mehr Tipps. Mitte Oktober ging es dann für eine ganze Woche zum Segeln nach Griechenland, was wunderbar entspannend war. Gründe dafür waren sicher das warme sonnige Wetter, der schöne Katamaran und die sympathische Truppe.

Collage Instagram-Fotos Oktober 2017

Das Foto unten links ist auf Korfu aufgenommen; die Insel ist vielseitig und für einen längeren Besuch vorgemerkt. Daneben der Frankenwald, bei einer Wanderung fotografiert; auch meine Wahlheimat ist immer wieder traumhaft schön. Das zweite Foto von rechts zeigt die im 18. Jahrhundert im barocken Stil erbaute Stadtpfarrkirche St. Blasius in Fulda, und rechts passend zum Reformationstag, der dieses Jahr einmalig ein bundesweiter Feiertag war, ein Erinnerungsfoto an meinen Besuch bei der Thesentür an der Schlosskirche in der Lutherstadt Wittenberg. Damals war es dort leer, aber jetzt im Reformationsjahr kamen viele Besucher nach Wittenberg und in die Stätten der Reformation. Das bedeutet, viel wurde bewegt und für 2018 ist touristische Infrastruktur vorhanden; wer mag, sollte hinfahren.

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Stippvisite London: Tate Modern, Themse, Docklands, Chinatown

Ich war in meinem Leben schon öfter in London und mag die Stadt zwischendurch sehr gerne. Durch die Themse, die mitten durch fließt, kann man sich gut orientieren und auch wenn ich ein paar Jahre nicht mehr dort war, komme ich irgendwie klar. Außerdem mag ich die öffentlichen Verkehrsmittel, mit der Tube (U-Bahn) kommt man schnell von A nach B und wenn man mehr Zeit hat und etwas von der Stadt sehen möchte, bieten sich Fahrten auf der Themse oder mit dem typischen Doppelstockbus an.

Das letzte Mal für länger war ich 2009 in London und habe damals auch sehr ausführlich hier auf dem Reiseblog berichtet. Diesmal war ich nur kurz für zwei Tage dort (Feiertag 03. bis 04.10.2017), eher spontan, aber mit vielen Eindrücken, von denen ich ein paar teilen möchte.

London 2017 - Barbara vor Buckingham Palace

Das Foto oben hat übrigens ein netter junger Israeli geschossen, der meinte, durch die ganzen Selfies redet man nicht mehr miteinander. Ich habe ihn dann auch mit seiner Kamera fotografiert und wir haben uns eine Weile unterhalten.

Meine Schwerpunkte diesmal waren (neben ein paar Sights, die man irgendwie immer sehen möchte wie dem Britischen Museum und einem Bummel durch Soho sowie einem obligatorischen Spaziergang Trafalgar Square, The Mall, St James's Park, Buckingham Palace, Houses of Parliaments, Themse entlang) die Tate Modern und das Museum in den Docklands. Darüber mehr.

Montag, 1. Juni 2009

6 Tage London

Wir waren ein paar Tage in London. Gebucht hatte ich bereits vor vielen Monaten bei Binoli, was letztes Jahr mit Rom schon gut geklappt hatte. Man bucht dort die Kombination eines Flugs mit Air Berlin und ein Hotel. Den Rest, also den Transfer, organisiert man selber. Preis-Leistung war wirklich okay.

Interessant fand ich: Mit dem derzeitigen Wechselkurs ist London richtig billig!!! Ein Bier am Flughafen für umgerechnet 1,75 € kriege ich in Deutschland nirgends, Espresso kostet im Stadtzentrum genauso wenig, Essen gehen war absolut bezahlbar, öffentliche Verkehrsmittel deutlich billiger als hier und sehr viele Museen sind kostenlos.

Hotel Jolly St. Ermin's, London

Wir hatten ein Hotel im Zentrum Londons, zu Fuß zur Westminster Abbey oder zum Buckingham Palace je 5 Minuten, die U-Bahn-Station St. James Park ist nur 100 m entfernt. Also eine ideale Lage. Es gehört derzeit zur NH-Gruppe und heißt Jolly St. Ermin's. Die Zimmer sind wie fast überall in London etwas klein, Baked Beans fanden sich nicht beim Frühstück, für das man am Sonntag Schlange stehen musste. Dafür gab es einen Wasserkocher im Zimmer und alles war sauber. Internet war allerdings relativ teuer, die Stunde für 5,95 £. Uns hat das Hotel gut gefallen.

Was macht man in einer Woche in London? 


Wir hatten - wie meist - noch keine genauen Pläne, was wir unternehmen wollten. Ein paar gute Tipps habe ich von einem lieben Freund bekommen, der seit Jahren in London lebt. Sonst haben wir uns vor Ort mit dem Reiseführer beschäftigt und uns unterwegs inspirieren lassen. Hier unser Programm:

26.05.2009: Hinflug, Erkundungs-Spaziergänge
27.05.2009: London Eye, Tower Bridge, Southwark, Kensington
28.05.2009: Greenwich
29.05.2009: Businessviertel, St. Paul's Cathedral, British Museum, Oxford Street, abends Haymarket Theatre
30.05.2009: Westminster Abbey, Hampton Court Palace, abends Globe Theatre
31.05.2009: National Gallery, Dim Sum, Rückflug

Wenn man auf die Daten mit Programm klickt, landet man automatisch beim Bericht über den entsprechenden Tag.

Barbara in London - 1985 :-)Ich war in den 80ern drei Mal in London, das letzte Mal 1985 für eine Woche, s. eingescanntes Foto links. ;-)

Manche "Klassiker" wie Tower oder Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett habe ich mir daher dieses Mal gespart. Für meinen Mann war es auch nicht das erste Mal. Wir haben daher Wert gelegt auf die Sehenswürdigkeiten, die wir noch nicht kannten, die wir nochmal sehen wollten und darauf, es uns einfach gut gehen zu lassen und die Stadt ein wenig zu genießen. Da wir chinesische Küche lieben, war ein Besuch in Chinatown gesetzt.

Wir erkunden Städte gerne zu Fuß, d.h. größere Strecken legen wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück, aber kürzere Strecken gehen wir zu Fuß und erfreuen uns an all dem, was wir so sehen. Gebäude, Menschen, Parks, Farben, Gerüche, usw.






Allgemeine Tipps zu London:

  • Man wird bei der Einreise kontrolliert und benötigt einen Personalausweis (oder Reisepass), den man immer dabei haben sollte. Geld muss man trotz EU wechseln, es gilt das Britsche Pfund, GBP, £. England ist uns eine Stunde hinterher, d.h. man darf nicht vergessen, die Uhrzeit umzustellen. 
  • Wir haben uns eine Oyster-Card für den öffentlichen Nahverkehr geholt. Die gibt es an verschiedenen Shops und an Underground-Stations. Pfand kostet 3 £, wir haben sie erst mit 10 £ aufgeladen, später noch etwas nachgebucht. Das funktioniert völlig unkompliziert und man bekommt das Pfand und das noch übrig gebliebene Guthaben zurück, wenn man sie wieder abgibt.
  • Bei vielen Sehenswürdigkeiten heißt es Schlange stehen. Bei einigen lässt sich dies vermeiden, indem man im Voraus online Tickets kauft. Zum Teil sind diese dann teurer (sog. "fast track"), lohnen sich aber für ungeduldige Menschen wie mich oder wenn man wenig Zeit hat.
  • Schön ist es, mit einem der vielen Boote auf der Themse zu fahren. Damit kann man wunderbar größere Entfernungen zurück legen und sieht dabei eine Menge.
  • Neben den typischen Sehenswürdigkeiten und der Möglichkeit, gut zu shoppen und authentisch asiatisch zu essen, hat London kulturell einiges zu bieten: Theater, Musicals, Ausstellungen, usw. Einen guten Überblick über Events bietet immer aktuell TimeOut, ein Tipp von Bekannten, die dort wohnen. 

Nachtrag 2017: 


In London tut sich ja immer viel, jetzt durch den Brexit verändert sich noch mehr. Da ich gerade für eine Freundin ein paar Tipps rausgesucht habe, möchte ich auf aktuelle Blog-Beiträge von Reiseblogs verweisen, bei denen ich immer gerne lese.

  • Ich war im Oktober wieder für 2 Tage in London, auch in der Tate Modern und im Museum in den Docklands. Darüber berichte ich hier.
  • Daniela hat auf Sinne und Reisen Tipps für London von 13 Reisebloggern erfragt und in einem Beitrag zusammen gestellt. Da ist für jeden was dabei! 
  • Tina gibt Tipps für ein London Wochenende im Winter. Weniger Touristen, gutes Essen, das geht auch bei kälterem Wetter.
  • Jana ist aufgefallen, dass London ein spezielles Rot hat, das immer wieder auftaucht. Auch ein schöner Ansatz. 
  • Helga sammelt neben altbekanntem auch viele aktuelle kulinarische Tipps in einem aktuellen Beitrag über Insider-Tipps zu London.  
  • Sandra von A decent cup of tea ist eine Kennerin der Insel und hat ihre London Tipps hhier zusammengestellt. 
  • Totally-London ist der London Blog von Simone, auf dem man von A-Z alles findet: Sehenswürdigkeiten, Tipps zum Ausgehen, Essen & Trinken und Tipps für individuelle Reiseplanungen. Sehr zu empfehlen!

    Sonntag, 31. Mai 2009

    National Gallery, Chinatown, Spaziergang

    Frühstück war heute etwas stressig, sehr viele Leute, Schlange stehen. Bei uns ging’s, aber danach standen sie. Dann haben wir schnell gepackt, ausgecheckt und die Koffer im Gepäckraum abgegeben. Los ging's, ein kleiner Spaziergang durch den Park zur National Gallery.



    Allgemein war London heute voller, viele Leute überall. Auch auf den Grünflächen sonnten sich überall Menschen.



    Hier ein Foto vom Trafalgar Square vormittags. Die National Gallery ist am Nordende des Platzes.

    Die National Gallery ist wirklich sehenswert! Übrigens auch wieder kostenlos. Das finde ich ganz gut, so sieht man z.B. auch viele Familien mit Kindern. Fotografieren darf man nicht.

    Hier könnte man Wochen verbringen, nicht nur die Sammlungen, auch die Säle an sich sind interessant. Wir haben uns einiges herausgepickt, was wir unbedingt sehen wollten und sind nach den Plänen, die ausliegen, die halbwegs optimalen Routen gelaufen.






    Danach sind wir weiter nach Chinatown, haben kurz die Supermärkte inspiziert (frische Lotoswurzeln und Durian!) und in einem chinesischen Restaurant leckere Dim-Sum gegessen.

    Hier habe ich mich wie in Asien gefühlt! Das hätte echt auch in Hong Kong sein können, gerade diese südchinesischem Teigtäschchen gab's in Massen und in guter Qualität.



    Weiter ging es dann in Richtung Piccadilly Circus - auch sonntags sehr belebt - von dort die Straße namens Piccadilly entlang, einen Espresso getrunken, kurz ins auf Lebensmittel spezialisierte Geschäft Fortnum & Mason reingeschaut (für Foodies gefährlich...), an einer U-Bahn-Station unsere Oyster-Cards abgegeben, durch den Hyde-Park zum Buckingham-Palast, dann weiter durch den St. James Park ins Hotel, um unsere Koffer abzuholen.



    Leider war die Zeit zu knapp, auch noch die Tate Modern zu besichtigen, was wir eigentlich vorgehabt hatten - wir müssen also wieder einmal nach London... ;-)

    Dann ging es zum Bus nahe der Victoria Station. Der Bus A6 fuhr pünktlich ab, kam aber etwas verspätet am Flughafen an, weil unterwegs ein Unfall auf der Autobahn war. Das sollte man also einplanen!

    Es schadet auch nicht, etwas früher am Flughafen zu sein: Der Stansted Airport bietet nach der Sicherheitskontrolle eine Menge: Läden, Bars, usw. Man kann gut seine restlichen Pfund los werden, Postkarten allerdings nicht mehr, der letzte Briefkasten ist davor. Der Rückflug lief okay, wir sind sogar etwas verfrüht gelandet, waren dann kurz vor Mitternacht daheim.



    Dies ist ein Teil meines Berichts über unsere Städtereise nach London. Details dazu und Index finden sich hier.

    Samstag, 30. Mai 2009

    Westminster Abbey, Hampton Court, The Globe

    Heute sind wir als erstes zur Westminster Abbey, die zu Fuß keine 5 Minuten vom Hotel entfernt ist. Wir haben sie in Ruhe angeschaut. Dafür sollte man sich mind. ein bis zwei Stunden Zeit nehmen, oder besser noch länger. Der Eintritt kostet £15 und beinhaltet Audioguides.

    Westminster Abbey, London
    Ich hatte die Kirche früher schon einmal besichtigt, konnte mich aber an keine Details mehr erinnern und fand die Besichtigung sehr interessant und beeindruckend. Im schönen, erholsamen Kreuzgang ist übrigens ein Café untergebracht, so dass man sich zwischendurch einmal hinsetzen und ausruhen kann.

    Wilhelm der Eroberer wurde im Jahr 1066 in der Westminster Abbey gekrönt, seitdem ist dies die Krönungskirche des Landes. Daneben findet man hier über 3.000 Grabstätten und Gedenktafeln zahlreicher historischer Persönlichkeiten aus den letzten tausend Jahren der britischen Geschichte. Der Besuch der Westminster Abbey ist also gleich eine Geschichtsstunde. Beigesetzt sind neben diversen Königen Charles Dickens, Charles Darwin, Isaac Newton, Georg Friedrich Händel und David Livingstone.

    Nach der Besichtigung sind wir weiter zur Waterloo Station, weil wir nach Hampton Court wollten. Die U-Bahn zur Waterloo Station fuhr nicht, da sie an diesem Wochenende gewartet wurde.

    Der Bahnhof ist groß und belebt. Man muss Zeit einplanen, um Tickets zu bekommen. Wir haben unsere am Automaten gekauft und mit Kreditkarte bezahlt, das funktionierte reibungslos und die Schlange war kürzer als am Schalter. Der Zug nach Hampton Court fährt 35 Minuten. Dort angekommen, muss man nur der Masse Mensch folgen, vom Bahnhof aus geht man über die Themse, kann dort noch leckeres Softeis kaufen und gelangt in den Eingangsbereich von Hampton Court Palace.

    Hampton Court und die Themse
    Wir haben uns Tickets besorgt und sind dann erst durch die Parkanlagen marschiert. Das Wetter war wunderbar sonnig.

    Ich im berühmten Labyrinth von Hampton Court - The Maze
    Den Rosengarten fand ich schön und natürlich sind wir im bekannten Labyrinth (The Maze) herumgeirrt.









    Danach ging es in die auch sehensweren formalen Gärten zum Royal Tennis Court, auf dem sogar gespielt wurde. Überdacht, nach ganz anderen Regeln als wir Tennis heute kennen. Es erinnerte mich etwas an Squash, man spielt z.B. an die Wände und lässt von dort abprallen. Interessant.

    Hampton Court Palace - Innenhof
    Schließlich sind wir ins Schloß, das man sicherlich auch tagelang besichtigen kann. Darin finden sich weitere Ausstellungen, die teils temporärer sind. Wir haben zeitlich nicht alles geschafft, aber einen guten Eindruck bekommen.

    Auch die großen Küchenanlagen "Henry VIII's kitchens" haben wir angeschaut, damals wurden mit ziemlichem Aufwand große Mengen Speisen zubereitet.

    Hampton Court Palace - Küche
    Die Appartements diverser Könige lohnen einen Besuch. Teils ist Museum hautnah ein Thema: Man hat z.B. die Möglichkeit, Spiele jener Zeit auszuprobieren.

    In einem Speiseraum haben wir original englisch einen Pie mit beef und king's ale gegessen. Verhungern muss man nicht, es gibt auch Torten, Scones, Suppen usw. So gestärkt sind wir durch die restlichen Gärten geschlendert und haben uns die interessante Gemäldesammlung angeschaut.

    Hampton Court Palace - Park
    Unser Zug ging um 17:24 zurück, wir sind etwas früher in Vauxhall ausgestiegen, weil wir mit der U-Bahn weiter fahren wollten, allerdings war diese am Sonntag auch außer Betrieb und es dauerte, bis ein Bus kam.

    Trotzdem haben wir es noch geschafft, kurz im Hotel etwas warmes anzuziehen und die Theatertickets einzustecken, zum Globe Theatre zu fahren und noch ein jamaikanisches Bier zu trinken, bevor die Vorstellung anfing.

    Wir hatten bereits von zuhause Tickets bestellt und uns auf Wie es euch gefällt gefreut.




    Der Besuch hat sich wirklich gelohnt. Es ist Open Air Theater und man ist nahe am Geschehen.

    Globe Theatre, London
    Danach sind wir noch etwas durch die Straßen und an der Themse entlang marschiert, vor allem St. Paul's Cathedral beeindruckt mich nachts, aber auch der Rest der Skyline lohnt einen Blick.

    Dies ist ein Teil meines Berichts über unsere Städtereise nach London. Details dazu und Index finden sich hier.

    Freitag, 29. Mai 2009

    London City

    Heute war ein Bummel durch die Innenstadt angesagt.

    The Gherkin, LondonWir sind mit der Tube zu Tower Hill, von dort gemütlich durch die Häuserschluchen zur Gurke (The Gherkin), die auch von nahem interessant aussieht. Es macht Spaß, dort Leute zu beobachten.


    Ein paar Häuser weiter ist das Lloyd's Gebäude von Richard Rogers. Daneben als Kontrastprogramm der Leadenhall Market - ein überdachter Markt aus vergangenen Tagen. Die Royal Exchange liegt auf dem Weg, ursprünglich stand hier die älteste Börse Londons. Das heutige Gebäude ist aus dem 19. Jahrhundert, inzwischen ist hier ein Luxus-Einkaufszentrum mit teuren Marken untergebracht.







    Weiter an Banks und netten Läden vorbei landet man irgendwann an der St. Paul's Cathedral, die immer einen Besuch lohnt. Wir kamen um die Mittagszeit an, der schöne Park der Kathedrale war bevölkert von Büromenschen in ihrer Mittagspause. Das hatte auch einen Charme.

    St. Paul's Cathedral, London

    Man kann die Tickets zur Kathedrale an einem Automaten kaufen, der von der Kreditkarte abbucht und ein Ticket ausdruckt, das dann im Automaten hängt und etwas herausgefischt werden muss, aber das hat nach etwas Suchen und Probieren auch geklappt.

    Die Besichtigung lohnt sich, leider war der oberste Aussichtspunkt geschlossen und ist dies wohl noch einige Monate. Man kommt aber ganz normal auf die bekannte Whispering Gallery (Flüstern überall) und auch noch 110 Stufen weiter mit beeindruckenden Ausblicken auf London.

    In der Krypta ist ein Café untergebracht, in dem man u.a. Scones mit Clotted Cream und Tee oder auch leckere Quiches bekommen kann.

    Mit dem Bus ging's weiter zum immer wieder beeindruckenden Britischen Museum. Der Eintritt ist kostenlos, man darf darin sogar fotografieren. Vor den Highlights ballen sich die Besucher aus aller Herren Länder.


























    Das Museum lohnt wirklich! Die neue Stahl-Glas-Kuppel über dem Innenhof von Norman Foster ist natürlich faszinierend. Und die Exponate des Museums sind der Knaller, ich könnte ohne Probleme drei Wochen am Stück im Museum verbringen...

    Hier stehe ich vor dem berühmten Stein von Rosette. Er ist hinter Glas und spiegelt etwas, trotzdem kann man die Schrift gut erkennen. Die dreisprachige Inschrift aus dem 2. Jahrhundert v.Chr. half bei der Entschlüsselung der ägyptischen Hieroglyphen. 1799 wurde er entdeckt, seit über 200 Jahren befindet er sich im Britischen Museum.

    Der berühmte Lesesaal ist leider derzeit geschlossen. Ende 2012 soll er renoviert wieder eröffnet werden.









    Wir haben es geschafft, uns nach einigen Stunden loszureisen und sind in die Oxford Street, die allerdings so voll war, dass bummeln keinen Spaß machte. Also sind wir zurück ins Hotel. Die U-Bahnen waren teils so voll, dass nur ein Teil der Menschen mit kam, manche musste einige Bahnen warten, bis man reinkam, Feierabend wohl. Trotzdem alles sehr gesittet, kein Vergleich zu dem Gedränge, das ich teils in Asien erlebt habe.


    Royal Haymarket Theater, London

    Wir haben uns umgezogen und sind ins Theater. Das Royal Haymarket fand ich schön, es ist eines der bekannteren Theater, interessante Uraufführungen haben hier stattgefunden und heute noch treten bekannte Schauspieler auf.

    Waiting for Godot im Royal Haymarket Theater, LondonDas Programmheft lohnt, es listet die Geschichte des Theaters auf, Informationen über das Stück, Interviews mit den Schauspielern, usw.

    Wir haben Samuel Becketts Waiting for Godot gesehen, Vladimir war Patrick Stewart, Estragon Ian McKellen. Faszinierend.

    Was mir aufgefallen ist: Die Zuschauer kommen völlig normal gekleidet, wie zum Stadtbummel, teils sogar im Jogginganzug. Geklatscht wird heftig, aber kurz.







    Dies ist ein Teil meines Berichts über unsere Städtereise nach London. Details dazu und Index finden sich hier.

    Donnerstag, 28. Mai 2009

    Greenwich

    Nach dem Frühstück sind wir zu Fuß durch den nahegelegenen St. James Park zum Royal Haymarket Theatre und haben an der Kasse dort zwei Tickets für morgen abend gekauft.

    Reste der römischen Stadtmauer, London - nahe Tower

    Wir sind weiter zum Piccadilly Circus und dort in die U-Bahn, mit Umsteigen bis Tower Hill.

    Dort haben wir kurz Reste einer römischen Stadtmauer angeschaut und sind am Tower entlang vorbei in Richtung Fluss.












    Den Tower of London haben wir links liegen gelassen; dort stauten sich schon eine ganze Menge Besucher.

    Tower of London

    Wir kannten ihn schon; sonst ist der Tower natürlich sehenswert. Aber dafür sollte man mindestens einen halben Tag einplanden, optimal wäre (mit Tower Bridge) ein ganzer.


    Tower of London, Mauern

    Tower of London

    Anreise nach Greenwich 


    Wir haben ein Boot nach Greenwich genommen. Das funktioniert immer unkompliziert, man kann einfach am Schalter Tickets kaufen.

    Bootsanleger an der Themse, London

    Vom Wasser aus hat man einen super Blick, fährt unter der Tower Bridge durch und sieht die Docklands, andere Schiffe, usw. Ich finde das wunderbar entspannend.

    Tower Bridge vom Boot aus gesehen

    Gerne hätte ich in Greenwich die Cutty Sark gesehen, ich mag ja Klipper. ;-)

    Leider ist das Schiff vor zwei Jahren ausgebrannt und wird nun wieder restauriert. Die Cutty Sark ist zurzeit ist total eingewickelt und es wird noch dauern, bis man sie wieder besichtigen kann.

    Greenwich

    Wir sind kurz in den Ort. Greenwich ist ein nettes, typisches englisches kleines Städtchen. Nach einem Snack (Fish & Chips musste mal sein...) und der Besichtigung eines netten Marktes haben wir im Park gegessen und sind dann weiter am Maritime College vorbei zu den Museen. Die sind übrigens auch kostenlos.

    Die Museen in Greenwich


    Museen, Greenwich

    Das Maritime Museum hat mir sehr gut gefallen, es gibt auch einen Raum über Entdecker (man kann auch selbst Entdecker spielen... ;-)), einen über Kreuzfahrten, eine Ausstellung über die Nord-West-Passage, und vieles mehr.







    Danach sind wir in das historische Queen’s House, das auch von der Architektur her interessant ist. Es ist das erste klassizistische Haus Englands. Das berühmte Tulpen-Treppenhaus ist sehenswert, daneben die Gemäldeausstellungen.




    Als nächstes haben wir uns einem weiteren Highlight genähert und sind durch den schönen, belebten Park weiter zum Royal Greenwich Observatory.

    Royal Greenwich Observator

    Der Nullmeridian in Greenwich 


    Am Nullmeridian tummeln sich Menschen aller Herren Länder und lassen sich fotografieren.

    Okay, ich auch... ;-)

    Das Museum für Astronomie- und Navigationswerkzeuge war stickig, aber sehr interessant. Die Lösung des Längenproblems als wichtigen Meilenstein der Seefahrt wird erläutert, der Längenchronometer H4 von John Harrison ist ein Schwerpunkt der Ausstellung.











    Danach sind wir zum Planetarium, das vor allem von außen durch viel Bronze imposant ist.



    Nachdem alle Museen geschlossen hatten, sind wir gemütlich durch den Park den Hügel hinunter Richtung Themse spaziert. Schöner Blick auf die Docklands und London im Hintergrund.

    Millennium Dome

    Wir sind weiter durch verschiedene Wohngebiete und Straßen gestromert bis zum Millennium Dome, dort haben wir uns etwas umgeschaut. Von dort sind wir ab U-Bahn Station North Greenwich wieder zurück in die Stadt.

    Dies ist ein Teil meines Berichts über unsere Städtereise nach London. Details dazu und Index finden sich hier.