Freitag, 29. Mai 2009

London City

Heute war ein Bummel durch die Innenstadt angesagt.

Wir sind mit der Tube zu Tower Hill, von dort gemütlich durch die Häuserschluchen zur Gurke (The Gherkin), die auch von nahem interessant aussieht. Ein paar Häuser weiter ist das Lloyd's Gebäude von Richard Rogers. Daneben als Kontrastprogramm der Leadenhall Market - ein überdachter Markt aus vergangenen Tagen. Die Royal Exchange liegt auf dem Weg, ursprünglich stand hier die älteste Börse Londons. Das heutige Gebäude ist aus dem 19. Jahrhundert, heute ist hier ein Luxus-Einkaufszentrum mit teuren Marken untergebracht.

Weiter an Banks und netten Läden vorbei landet man irgendwann an der St. Paul's Cathedral, die immer einen Besuch lohnt. Wir kamen um die Mittagszeit an, der schöne Park der Kathedrale war bevölkert von Büromenschen in ihrer Mittagspause. Das hatte auch einen Charme.

Man kann die Tickets zur Kathedrale an einem Automaten kaufen, der von der Kreditkarte abbucht und ein Ticket ausdruckt, das dann im Automaten hängt und etwas herausgefischt werden muss, aber das hat auch geklappt.

Die Besichtigung lohnt sich, leider war der oberste Aussichtspunkt geschlossen und ist dies wohl noch einige Monate. Man kommt aber ganz normal auf die bekannte Whispering Gallery (Flüstern überall) und auch noch 110 Stufen weiter mit beeindruckenden Ausblicken auf London.

In der Krypta ist ein Café untergebracht, in dem man u.a. Scones mit Clotted Cream und Tee oder auch leckere Quiches bekommen kann.

Mit dem Bus ging's weiter zum Britischen Museum. Der Eintritt ist kostenlos, man darf darin sogar fotografieren. Vor den Highlights ballen sich die Besucher aus aller Herren Länder.
























Das Museum lohnt wirklich! Die neue Stahl-Glas-Kuppel über dem Innenhof von Norman Foster ist natürlich faszinierend.

Die Exponate des Museums sind der Knaller, ich könnte ohne Probleme drei Wochen am Stück im Museum verbringen...

Hier stehe ich vor dem Stein von Rosette. Er ist hinter Glas und spiegelt etwas, trotzdem kann man die Schrift gut erkennen.

Der berühmte Lesesaal ist leider derzeit geschlossen. Ende 2012 soll er renoviert wieder eröffnet werden.

Wir haben es geschafft, uns nach einigen Stunden loszureisen und sind in die Oxford Street, die allerdings so voll war, dass bummeln keinen Spaß machte. Also sind wir zurück ins Hotel. Die U-Bahnen waren teils so voll, dass nur ein Teil der Menschen mit kam, man musste teils einige Bahnen warten, bis man reinkam, Feierabend wohl. Trotzdem alles sehr gesittet, kein Vergleich zu dem Gedränge, das ich teils in Asien erlebt habe.

Wir haben uns umgezogen und sind ins Theater. Das Royal Haymarket fand ich schön, es ist eines der bekannteren Theater, interessante Uraufführungen haben hier stattgefunden und heute noch treten bekannte Schauspieler auf.

Das Programmheft lohnt, es listet die Geschichte des Theaters auf, Informationen über das Stück, Interviews mit den Schauspielern, usw.

Wir haben Samuel Becketts Waiting for Godot gesehen, Vladimir war Patrick Stewart, Estragon Ian McKellen. Faszinierend.

Was mir aufgefallen ist: Die Zuschauer kommen völlig normal gekleidet, wie zum Stadtbummel, teils sogar im Jogginganzug. Geklatscht wird heftig, aber kurz.

Dies ist ein Teil meines Berichts über unsere Städtereise nach London. Details dazu und Index finden sich hier.

Kommentare:

365 Tage hat gesagt…

Eine reisende Gärtnerin! die Blogwelt ist endlos faszinierend. Für dich wären ja die wunderschönen Gärten im jetz billigen England ein Traum!!

Barbara hat gesagt…

Das stimmt, daran haben wir auch schon gedacht...

Die Blogwelt ist wirklich faszinierend. Ich finde es auch immer spannend, was es alles für interessante Menschen gibt. :-)

Conni hat gesagt…

Die Gurke habe ich übrigens auch sehr ähnlich in Barcelona gesehen, beeindruckend!

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