Montag, 1. Juni 2009

6 Tage London

Wir waren ein paar Tage in London. Gebucht hatte ich bereits vor vielen Monaten bei Binoli, was letztes Jahr mit Rom schon gut geklappt hatte. Man bucht dort die Kombination eines Flugs mit Air Berlin und ein Hotel. Den Rest, also den Transfer, organisiert man selber. Preis-Leistung war wirklich okay.

Interessant fand ich: Mit dem derzeitigen Wechselkurs ist London richtig billig!!! Ein Bier am Flughafen für umgerechnet 1,75 € kriege ich in Deutschland nirgends, Espresso kostet im Stadtzentrum genauso wenig, Essen gehen war absolut bezahlbar, öffentliche Verkehrsmittel deutlich billiger als hier und sehr viele Museen sind kostenlos.

Hotel Jolly St. Ermin's, London

Wir hatten ein Hotel im Zentrum Londons, zu Fuß zur Westminster Abbey oder zum Buckingham Palace je 5 Minuten, die U-Bahn-Station St. James Park ist nur 100 m entfernt. Also eine ideale Lage. Es gehört derzeit zur NH-Gruppe und heißt Jolly St. Ermin's. Die Zimmer sind wie fast überall in London etwas klein, Baked Beans fanden sich nicht beim Frühstück, für das man am Sonntag Schlange stehen musste. Dafür gab es einen Wasserkocher im Zimmer und alles war sauber. Internet war allerdings relativ teuer, die Stunde für 5,95 £. Uns hat das Hotel gut gefallen.

Was macht man in einer Woche in London? 


Wir hatten - wie meist - noch keine genauen Pläne, was wir unternehmen wollten. Ein paar gute Tipps habe ich von einem lieben Freund bekommen, der seit Jahren in London lebt. Sonst haben wir uns vor Ort mit dem Reiseführer beschäftigt und uns unterwegs inspirieren lassen. Hier unser Programm:

26.05.2009: Hinflug, Erkundungs-Spaziergänge
27.05.2009: London Eye, Tower Bridge, Southwark, Kensington
28.05.2009: Greenwich
29.05.2009: Businessviertel, St. Paul's Cathedral, British Museum, Oxford Street, abends Haymarket Theatre
30.05.2009: Westminster Abbey, Hampton Court Palace, abends Globe Theatre
31.05.2009: National Gallery, Dim Sum, Rückflug

Wenn man auf die Daten mit Programm klickt, landet man automatisch beim Bericht über den entsprechenden Tag.

Barbara in London - 1985 :-)Ich war in den 80ern drei Mal in London, das letzte Mal 1985 für eine Woche, s. eingescanntes Foto links. ;-)

Manche "Klassiker" wie Tower oder Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett habe ich mir daher dieses Mal gespart. Für meinen Mann war es auch nicht das erste Mal. Wir haben daher Wert gelegt auf die Sehenswürdigkeiten, die wir noch nicht kannten, die wir nochmal sehen wollten und darauf, es uns einfach gut gehen zu lassen und die Stadt ein wenig zu genießen. Da wir chinesische Küche lieben, war ein Besuch in Chinatown gesetzt.

Wir erkunden Städte gerne zu Fuß, d.h. größere Strecken legen wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück, aber kürzere Strecken gehen wir zu Fuß und erfreuen uns an all dem, was wir so sehen. Gebäude, Menschen, Parks, Farben, Gerüche, usw.






Allgemeine Tipps zu London:

  • Man wird bei der Einreise kontrolliert und benötigt einen Personalausweis (oder Reisepass), den man immer dabei haben sollte. Geld muss man trotz EU wechseln, es gilt das Britsche Pfund, GBP, £. England ist uns eine Stunde hinterher, d.h. man darf nicht vergessen, die Uhrzeit umzustellen. 
  • Wir haben uns eine Oyster-Card für den öffentlichen Nahverkehr geholt. Die gibt es an verschiedenen Shops und an Underground-Stations. Pfand kostet 3 £, wir haben sie erst mit 10 £ aufgeladen, später noch etwas nachgebucht. Das funktioniert völlig unkompliziert und man bekommt das Pfand und das noch übrig gebliebene Guthaben zurück, wenn man sie wieder abgibt.
  • Bei vielen Sehenswürdigkeiten heißt es Schlange stehen. Bei einigen lässt sich dies vermeiden, indem man im Voraus online Tickets kauft. Zum Teil sind diese dann teurer (sog. "fast track"), lohnen sich aber für ungeduldige Menschen wie mich oder wenn man wenig Zeit hat.
  • Schön ist es, mit einem der vielen Boote auf der Themse zu fahren. Damit kann man wunderbar größere Entfernungen zurück legen und sieht dabei eine Menge.
  • Neben den typischen Sehenswürdigkeiten und der Möglichkeit, gut zu shoppen und authentisch asiatisch zu essen, hat London kulturell einiges zu bieten: Theater, Musicals, Ausstellungen, usw. Einen guten Überblick über Events bietet immer aktuelle TimeOut

Nachtrag 2017: 


In London tut sich ja immer viel, jetzt durch den Brexit verändert sich noch mehr. Da ich gerade für eine Freundin ein paar Tipps rausgesucht habe, möchte ich auf aktuelle Blog-Beiträge von Reiseblogs verweisen, bei denen ich immer gerne lese.

  • Daniela hat auf Sinne und Reisen Tipps für London von 13 Reisebloggern erfragt und in einem Beitrag zusammen gestellt. Da ist für jeden was dabei! 
  • Tina gibt Tipps für ein London Wochenende im Winter. Weniger Touristen, gutes Essen, das geht auch bei kälterem Wetter.
  • Jana ist aufgefallen, dass London ein spezielles Rot hat, das immer wieder auftaucht. Auch ein schöner Ansatz. 
  • Helga sammelt neben altbekanntem auch viele aktuelle kulinarische Tipps in einem aktuellen Beitrag über Insider-Tipps zu London
  • Totally-London ist der London Blog von Simone, auf dem man von A-Z alles findet: Sehenswürdigkeiten, Tipps zum Ausgehen, Essen & Trinken und Tipps für individuelle Reiseplanungen. Sehr zu empfehlen!

    Kommentare:

    1. Hat jemand Erfahrung mit dem London Pass und ob sich das für meine London Reisen lohnt? Ich freue mich über feedback!

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    2. Hallo Bettina!

      Ich hatte mir das damals länger überlegt und dann einfach ausgerechnet, was ich anschauen wollte und was das Teil kostet. Bei mir hätte es sich (glaube ich...) nicht gerechnet, daher habe ich drauf verzichtet.

      In den 80ern gab's so eine Karte auch schon, damals hatte ich die - und sie hatte sich damals auch gelohnt, weil ich ein dichteres Programm mit Attraktionen, die was kosteten, hatte.

      Es kommt also drauf an, was Du alles anschauen möchtest und wo Dein Hotel liegt, d.h. wie oft Du die öffentlichen Verkehrsmittel brauchst.

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    3. Ich habe vor zwei Jahren die selbe Reise gemacht, war sehr intensiv, aber ich hab die Stdt genossen, da sie schon sehr anders ist, als unsere Großstädte. Höchstens Hamburg ist da vielleicht mit London vergleichbar.

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    Ich freue mich über Kommentare und einen freundlichen Austausch.

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