Dienstag, 31. März 2026

Impressionen Q1 2026

Weiter geht's auch in diesem Jahr mit den quartalsweisen Rückblicken auf Reisen, Ausflüge und das tägliche Leben. Ich verwende dafür Fotos, die ich auf Instagram geteilt habe und welche, die ich einfach so geknipst habe. Wie immer gilt, wer etwas mehr zu einem Ort oder meiner Erfahrung dort wissen möchte: Gerne kommentieren! 

Dieses Jahr war der Januar winterlich mit viel Schnee. Das Foto links stammt aus der Korbstadt Lichtenfels, wo es seit Jahren immer mehr Flechtfiguren zu entdecken gibt. Das zweite Foto zeigt die Winterlandschaft nahe Presseck im Frankenwald; dort waren wir mit den Schneeschuhen unterwegs; Loipen sind auch gespurt. Daneben der Konzertsaal im Haus Marteau, eine architektonische Augenweide. Wir waren bei einem Abschlusskonzert für Oboe. 

Collage Fotos Januar 2026

Unten links der Eingang zum Steinachtal bei Stadtsteinach; es gibt hier Parkplätze, Bänke und Infotafeln. Man kann dort gut wandern, laufen oder radeln. Das zweite Foto zeigt den Flughafen Hof-Plauen. Dort fand ein Kennenlernen des Prinzips Backyard Ultra statt, zwei Runden à 6,7 km Laufen, was bei der Kälte meinem Knie nicht so gut bekommen ist. Danach waren wir zum Aufwärmen in der Therme Bad Steben, siehe drittes Foto. Rechts in der Collage eine weitere Collage als Insta-Story mit einem Rückblick auf den Monat Januar. Oben links das neue Wahrzeichen des Frankenwalds, der Aussichtsturm in Presseck. Oben rechts ein KI-generiertes Selfie als Erinnerung daran, dass ich eigentlich Anfang des Monats beruflich nach Dallas geflogen wäre, was ich aber aus verschiedenen Gründen abgesagt habe. Darunter Bayreuth. Liks davon nochmal das Haus Marteau, leer, unten ein Mittagessen und ich in der Kälte. 

Im Februar habe ich nicht allzu viel gepostet. Es ging los mit ein paar Fotos der Ködeltalsperre im Norden des Frankenwalds. Das zweite Foto zeigt die König-Ludwig-Quelle in Fürth, eine Heilquelle. Vor dem Ersten Weltkrieg war hier ein Heilbad, danach Grundig, heute befindet sich hier ein Forschungs- und Gewerbepark. Das Selfie zeigt mich beim Testen von Neoprenanzügen. Leider habe ich mir danach Probleme mit dem Ischias o.ä. eingefangen, so dass ich vor Schmerzen kaum schlafen oder mich bewegen konnte. Am 20. Februar ging's mit Schmerztabletten für eine gute Woche nach Neapel und an die Amalfiküste, in der Hoffnung, dass die Wärme gut tut. Rechts der Halbmarathon in Neapel mit Blick aufs Meer und im Hintergrund der Vesuv.    

Sonntag, 1. März 2026

Neapel und Amalfiküste - eine Woche Frühling, Sport und Sightseeing

Kennst Du das Land, wo die Zitronen blühn? - Als Sehnsuchtsziel von Goethe und diverser Bildungsbürger ist der Golf und Neapel seit damals und auch heute noch der Inbegriff des Südens. Die Altstadt von Neapel mit jahrtausendealter Geschichte, Kultur und spannender Architektur ist als eines der größten historischen Zentren Europas zu Recht UNESCO-Weltkulturerbe. Die Inseln Capri und Ischia sind weltberühmt, ebenso die berühmten Küsten von Sorrent und Amalfi, und natürlich die Ausgrabungen von Pompeji und Herculaneum. Der Vesuv mit seinem charakteristischen Doppelgipfel prägt die Region.

Anlass für unsere Reise war der Halbmarathon in Neapel am 22. Februar, den ich - optimistisch wie ich bin - schon im Juni 2025 gebucht hatte. Den Flug dazu von München nach Neapel hatte ich im Oktober gebucht, als halbwegs bezahlbarer Linienflug nicht stornierbar und nur mit relativ hohen Kosten änderbar. Jetzt sollte es los gehen... Leider kämpfte ich extrem mit meinem Ischias und konnte die zwei Wochen zuvor trotz Medikamente, Physio und Dehn-Übungen kaum schlafen geschweige denn mich halbwegs rund bewegen. 

Amalfiküste - Blick auf Atrani

Ich habe länger überlegt und mich dann fürs Risiko entschieden: Wir fliegen, mit Schmerzmitteln und Muskelrelaxanzien wird das irgendwie gehen. Mein Mann läuft, ich schaue zu. Eine Woche frühlingshaftes Wetter würde mir gut tun, dachte ich. Außerdem liegen die Heilbäder der Insel Ischia in der Nähe, also bestand die Möglichkeit, in warmen Thermalquellen zu baden. 

Dienstag, 24. Februar 2026

Tagesausflug nach Capri

Ich hatte mir vorab aus dem Internet Informationen und Fahrpläne über die Fähren bzw. Boote herausgesucht, die von Sorrent nach Capri fahren. Am einfachsten ist es aber, einfach zum Hafen zu gehen, etwas Zeit einzuplanen und vor Ort das Ticket zu kaufen. 

Die Firma mit der besseren Internetseite hatte seltenere Abfahrten, so dass wir doch spontan vor Ort eine Tour mit dem größeren Schiff gebucht haben. Wir sind mit der Fähre von Caremar um 09:25 Uhr hin und die Rückfahrt war um 18:40 Uhr. Gezahlt haben wir 70,60 EUR für 2 Personen für die Hin- und Rückfahrt. 

Caremar Fähre nach Capri im Hafen von Sorrent
Ich fand es total interessant zu sehen, welche Fahrzeuge aus der Fähre kamen. Da waren kleine Transporter dabei, die wohl Waren zwischen dem Festland und der Insel transportieren. Kleinwagen transportierten Einwohner von Capri nach Sorrent, damit diese irgendwo anders hin fahren können. 

Eine etwas überforderte Touristin mit einem Mietwagen kam vom Schiff und war glaube ich froh, wieder an Land zu sein. Eigentlich ist es für Nichtansässige nicht erlaubt, mit dem Auto auf die Insel zu fahren, aber ich glaube, in der Nebensaison gibt es Ausnahmen. Viele Motorräder und Motorroller sah man - damit hätte ich mich auch am wohlsten gefühlt, denke ich. Hier ein paar Fotos von der Fähre. 

Collage - Fotos der Caremar Fähre
Es gibt einen klimatisierten Bereich für die Passagiere, mit bequemen Sesseln. Man kann aber auch raus, frische Luft schnappen und die Gegend ohne Fenster dazwischen anschauen. Die Fahrt habe ich absolut genossen. Das Wetter passte, man sah fast bis nach Neapel, natürlich den Vesuv, und die ganze Küste von Sorrent aus bis zum Ende der Halbinsel - und dann natürlich Capri. 

Montag, 23. Februar 2026

Fahrt nach Sorrent, Abendspaziergang

Heute haben wir es gemütlicher angehen lassen. Nach dem Frühstück haben wir kurz vor 11 Uhr ausgecheckt und sind zum Bahnhof um die Ecke gegangen. Da häufig Züge fahren, muss man das nicht vorplanen. 

Sonnenaufgang Neapel mit Blick aufs Stadion Diego Maradona
Oben der Blick von unserer Hotelterrasse auf das Stadion Diego Maradona bei Sonnenaufgang morgens um 6:45 Uhr. 

Unten ein letzter Blick auf den - wie ich finde - hübschen Bahnhof Campi Flegrei auf dem zweiten Foto der folgenden Collage mit meinem Gepäck im Vordergrund. Mir war wichtig, dass ich für die Woche wenig tragen musste, ich hatte daher einen kleinen Koffer mit und das hat ganz gut funktioniert. Von dort sind wir zum Hauptbahnhof und haben uns dort durchgefragt, da ich mit der Beschilderung nicht ganz zurecht kam. 

Sonntag, 22. Februar 2026

Napoli City Half Marathon

Am heutigen Sonntag fand der Halbmarathon statt. Der sog. Coelmo Napoli City Half Marathon zählt zu den schnellsten Halbmarathons in Europa. Er ist daher bei Einsteigern beliebt und bei Profis immer mal gut für einen Rekord. Der Italiener Yeman Crippa gewann diesmal das Rennen, und zwar mit einer beeindruckenden Zeit von 59:01 Minuten. Crippa ist damit der zweitschnellste europäische Halbmarathonläufer. Stand heute, das ändert sich zurzeit relativ schnell.  

Die meisten der 10.000 Teilnehmenden sind langsamer unterwegs. Sogar schnelle Walker dürfen dabei sein. Es gibt sog. Pacer, Tempomacher, die ein gleichmäßiges Tempo vorgeben. Die langsamsten Pacer zielten auf eine Zielzeit von 3:30 Stunden für die 21,1 km ab. 

20260222 Napoli City Halbmarathon - Start

Ich habe mich erst bei den 2:30er Pacern eingereiht, die man hier an den grünen Fahnen erkennen kann. Das wäre ambitioniert die Zeit gewesen, die ich normalerweise angestrebt hätte und die ich mir beim Buchen des Laufs im letzten Sommer als Zielzeit vorgenommen hatte. Wie erwartet bin ich im Laufe der Zeit zurückgefallen. Man kann nach dem Lauf Fotos kaufen; hier sieht man mich beim Start am rechten Bildrand vorne auf dem Foto. 

Samstag, 21. Februar 2026

Archäologisches Nationalmuseum Neapel

Da ich gesundheitlich eingeschränkt war und morgen ja 21 km laufen wollte, war heute wenig Anstrengung angesagt. Es wurden trotzdem knapp 16.000 Schritte... Wir waren vor einigen Jahren schon einmal in Neapel und hatten uns damals das bekannte Archäologische Nationalmuseum nicht angeschaut. 

Das Museum gehört zu den berühmtesten der Welt und seine Sammlung griechischer und römischer Kunstwerke ist einzigartig. Im Untergeschoss gibt es auch eine ägyptologische Sammlung. 

Archäologisches Nationalmuseum Neapel

Das imposante Gebäude entstand bereits 1615 als Universität, wurde 1773 zum Real Museo Borbonico ausgebaut und ab 1787 zum archäologischen Museum. Kern der Sammlung sind die reichen Kunstschätze der neapolitanischen Bourbonen und die Funde aus den verschütteten Städten am Fuße des Vesuvs.

Man kann hier locker mehrere Stunden oder einen ganzen Tag verbringen. Geöffnet ist von 9 bis 18:30 Uhr, das Ticket kostet 20 EUR pro Erwachsenem. Man kann es vor Ort kaufen und Jacken sowie Rucksäcke o.ä. in einer Garderobe abgeben. Es gibt ein kostenloses WLAN. 

Collage Exponate Archäologisches Nationalmuseum Neapel

Hier befindet sich z.B. der berühmte Atlas Farnese, oben rechts in der Collage. Die römische Marmorskulptur aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. ist wahrscheinlich eine Kopie eines älteren griechischen Originals und stellt den Titan Atlas dar, dem die schwere Himmelskugel auf den Schultern offensichtlich schwer wird. 

Freitag, 20. Februar 2026

Flug München-Neapel, erste Erkundungen

Am Vorabend herrschte Schneechaos auf bayerischen Autobahnen; wir sind in Richtung München gefahren und haben auf dem Weg (vor dem großen Stau) übernachtet. Am nächsten Früh hatten wir daher Zeit; den Parkplatz am Flughafen hatte ich bereits von zuhause gebucht und unser Flug ging erst um 10:55 Uhr. 

Ankunft in Neapel war um 13:15 Uhr. Ich hatte zuvor keine Zeit gehabt, mich mit Details zu beschäftigen und las auf dem Flug in einem Reiseführer. Vor Ort haben wir Suchmaschinen angeworfen und widersprüchliche Angaben gefunden. Empfohlen wurden 3-Tages-Tickets für die öffentlichen Verkehrsmittel, teils mit Museen inkludiert. 

20260220 Flughafen Neapel mit Blick auf den Vesuv

Im Nachhinein haben wir den Bus vom Flughafen zum Bahnhof und in der Stadt die U-Bahn und den Zug einfach per Kreditkarte bezahlt und sind damit deutlich günstiger gefahren als mit irgendwelchen Apps oder Zeitkarten.  

Am Flughafen erzählen Taxifahrer, dass der sog. Alibus überfüllt sei. Als wir zur Bushaltestelle sind, war das aber kein Problem und die Fahrt kostete (mit Koffer) pro Person 5 EUR. Am Bahnhof haben wir uns kurz etwas durchgefragt und sind dann in Richtung unseres Hotels, zur hübschen Station Campi Flegrei. Ein Foto dieses hübschen Bahnhofs findet sich im Überblicksartikel. Von dort ging's zu Fuß zum Hotel. Es war ein neu eröffnetes, das sich im Obergeschoss eines Bürogebäudes befindet und von dem man einen guten Ausblick auf das Fussballstadion hat, das nach Diego Maradona benant ist. Ein modernes Zimmer, eine große Terrasse und die Lage überzeugten. 

Wir haben eingecheckt, uns etwas in der Gegend umgeschaut, unsere Startunterlagen für den Halbmarathon geholt und sind Pizza-Essen gegangen.  

Dies ist ein Artikel über meine Reise nach Neapel und an die Amalfiküste. Weitere Informationen und Links zu den anderen Tagen der Reise finden sich hier oder links über die Zeitleiste.   

Donnerstag, 1. Januar 2026

Jahresrückblick 2025 mit Fotos meiner Reisen

Diesen Jahreswechsel verbringe ich zuhause. Das Jahresendgeschäft im Job fordert Zeit und auch privat gibt es Verpflichtungen - Weihnachtszeit eben. Das ist meistens so, daher freue ich mich, wenn es auch zuhause winterlich ist und sich der Frankenwald vor der Haustüre in Schnee hüllt und man draußen saubere kalte Luft tanken kann. Wenn dann noch etwas Zeit ist, ein paar Plätzchen zu backen (meist mache ich das erst am 25. Dezember...) und sich gemütlich mit einem guten Buch zurückzulegen, finde ich das perfekt. 

Man hat Zeit, das alte Jahr Revue passieren zu lassen und das neue zu planen. Die Fotoparade gibt es nicht mehr, daher mache ich meinen eigenen Jahresrückblick. Auf meinem Foodblog gibt es auch einen: Meine Foodblogbilanz 2025 ist seit 31.12.2025 früh online.  

Collage Barbaras Reisen 2025

Google Maps hatte früher eine gute Statistik, allerdings gibt's auch die nicht mehr. Ich habe daher eine App namens Been verwendet, um die Länder einzufärben, die ich 2025 besucht habe. Es waren nicht allzu viele: Australien, Deutschland, Dominikanische Republik, Frankreich, Indonesien, Österreich, Portugal, Schweiz, Slowakei, Tschechien, Türkei, Ungarn und das Vereinigte Königreich - alphabetisch, nicht chronologisch. Ich war auf vier Kontinenten und konnte zwei für mich neue Länder besuchen: Australien und die DomRep. 

Rechts in der Collage sieht man die beliebtesten 9 Fotos des Jahres auf meinem Instagram-Account. Oben von links nach rechts Madeira, Nürnberg, Kulmbach, in der Mitte die Tower Bridge London, ein Rezept für Kuchenboden, die Radspitze im Frankenwald. Die untere Reihe zeigt Funchal an Silvester 2024-25, nochmal Frankenwald (Architektouren) und rechts unten Reisterrassen auf Bali. 

Wenn man genauer hinschaut, waren das 2025 vier Urlaubsreisen, ein paar Kurztrips bzw. Ausfahrten und einige Dienstreisen. In der Türkei war ich nicht wirklich; nur zweimal zum Umsteigen am Flughafen in Istanbul. Geplant war einiges anders, aber eine große Kiefer- und Zahnwurzelgeschichte hat mich fast drei Monate körperlich schwer beschäftigt, da ging fast gar nichts. Eine Reise nach Japan, die ich für September geplant hatte, fiel daher ins Wasser. Die Expo in Osaka hätten wir uns gerne angeschaut. Stattdessen war wir für ein paar Tage mit dem Auto in Tschechien.  

Mittwoch, 31. Dezember 2025

Impressionen Q4 2025

Im 4. Quartal war ich wieder fitter und etwas mehr unterwegs. Die erste Oktoberwoche habe ich beruflich in der Schweiz verbracht. Diesmal hatte ich etwas Zeit für St. Gallen. Die vom irischen Mönch St. Gallus um 612 gegründete Stiftsbibliothek St. Gallen gehört zu den bedeutendsten historischen Bibliotheken der Welt und ist UNESCO-Welterbe. Auch schön das zweite Foto von rechts oben: Die Drei Weieren oberhalb der Stadt, im 17. Jahrhundert künstlich angelegte Seen mit Blick auf den Bodensee und ideal für einen gemütlichen Lauf am frühen Morgen. Auf dem Rückweg habe ich einen kleinen Umweg über das Elsass gemacht und einen Ort besucht, an dem ich als Kind oft war: Ribeauvillé mit seinen Burgen und Weinbergen ist im Herbst besonders schön; hier sieht man zwei der Burgruinen. Die Fotos werden größer, wenn man drauf klickt. 

Collage Fotos Oktober 2025

Mitte Oktober ging's kurz beruflich nach Jena, das herbstlich verfärbt auch was her macht. Auf dem Rückweg habe ich für einen Abendspaziergang in Arnstadt Halt gemacht, das als Bachstadt neben einer Bach-Kirche auch ein Bach-Denkmal hat, zweites Foto von links. Der Hainberg oberhalb von Stadtsteinach bietet tolle Ausblicke, unten auf dem dritten Foto bei einer Wanderung. Das letzte Foto ganz rechts unten stammt von einem entspannten Lauf in Oberfranken zur Mündung der Rodach in den Main.   

Montag, 10. November 2025

Wochenende in Nordthüringen

Anlass für die Kurztour war der Kristalllauf in Sondershausen, zu dem ich mich angemeldet hatte. Leider wurde dieser kurzfristig wegen technischer Probleme abgesagt und es war zu spät, das Hotel zu stornieren. Also haben wir dies zum Anlass genommen, einige der Sehenswürdigkeiten der Region zu erkunden. 

Sondershausen liegt an der A 38, gut 20 km südlich von Nordhausen, das den meisten als sechstgrößte Stadt Thüringens und durch den Schnaps bekannter ist. Nordhausen liegt am Südrand des Harz und hat eine reiche Geschichte. Früher freie Reichstadt, jetzt als Hochschulstandort sowie als nordthüringisches Kultur- und Industriezentrum bekannt. Durch Luftangriffe wurde die Altstadt 1945 größtenteils zerstört. Unser Hotel war dort. Wir waren am Samstagabend auch in der Stadt, allerdings war es da bereits dunkel.

20251109 Region Kyffhäuser im Herbst - Panoramamuseum

Eines der kleinsten Mittelgebirge Deutschlands, der Kyffhäuser, liegt südlich des Harzes und bietet eine abwechslungsreiche Landschaft. Besonders im Herbst fand ich die verfärbten Laub- und Mischwälder beeindruckend. Der Naturpark umfasst 30.500 ha und beherbergt eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten, die teils nur hier zu finden sind. Neben dem Bergwerk sind das Kyffhäuser-Denkmal und die Barbarossahöhle beliebte Sehenswürdigkeiten für alle, die sich für Geschichte und Geologie interessieren. Man kann hier auch sehr gut wandern oder mit dem Fahrrad Touren unternehmen. Die Wege sind sehr gut ausgeschildert. 

Sonntag, 9. November 2025

Burgruine Kyffhäuser mit Denkmal und Panorama Museum Bad Frankenhausen

Nach dem Auschecken aus dem Hotel und dem Frühstück sind wir über Land zum Kyffhäuser gefahren. Das Wetter war novembertypisch neblig bei ca. 8°C. Die Straßen des Mittelgebirges sind teils kurvig; in den Sommermonaten sind wohl viele Motorräder unterwegs. 

Die Sehenswürdigkeiten sind durch braune Hinweisschilder gut zu finden, auch die Parkplätze unterhalb der Burg sind gut beschildert.  

Kyffhäuser: Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal mit Barbarossa

Hoch auf dem Kyffhäuser steht eines der bedeutendsten Denkmäler Deutschlands: Das Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal wurde zur Erinnerung an die Reichseinigung im Jahr 1871 und zum Ehren des damaligen Kaisers erbaut. Wenn kein Nebel ist, ist es von weitem zu sehen, auch von der Autobahn aus. Im Burgmuseum und im Denkmalturm gibt es Ausstellungen, die über die Geschichte des Denkmals, über die Barbarossa-Sage und über die Reichsburg Kyffhausen berichten. 

20251109 Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal auf dem Kyffhäuser
Der Sage nach sitzt Kaiser Friedrich I., genannt Barbarossa, schlafend in einem unterirdischen Schloss im Kyffhäusergebirge an einem steinernen Tisch. Sein roter Bart wächst durch den Tisch oder um den Tisch herum. Alle hundert Jahre erwacht er und erkundigt sich beim Zwerg Alberich oder bei wem auch immer, ob noch Raben um den Berg fliegen. Dann schläft er weitere hundert Jahre, und so geht das schon länger. 

Samstag, 8. November 2025

Kyffhäuserregion: Erlebnisbergwerk, Barbarossahöhle, Stippvisite Sondershausen und Nordhausen

Nach etwas Ausschlafen ging's los in Richtung Sondershausen. Ich wollte zumindest das älteste und tiefste noch befahrbare Kalibergwerk der Welt von außen anschauen. 

Erlebnisbergwerk Glückauf Sondershausen

Hier findet einmal jährlich der sog. Kristalllauf statt. 680 Mieter unter Tage läuft man gute 10 km. Dafür hatte ich mich letztes Jahr bereits angemeldet, hing zu jener Zeit leider mit einer Corona-Infektion in Florida fest und freute mich nun darauf, dieses Jahr unter Tage bei 27°C zu schwitzen. 

Da der Brügmann-Schacht, den alle Teilnehmenden nutzen müssen, nicht befahrbar war, fiel das Event aus. Ein albernes Gesicht und meine Laufschuhe habe ich zumindest mal in die Nähe gebracht. 

Erlebnisbergwerk Sondershausen


Auch die üblichen Führungen finden zurzeit nicht statt, bis das Ersatzteil eingebaut ist. Aber auch von außen ist das Bergwerk beeindruckend. Hier wird immer noch Steinsalz gefördert.  

Wir sind von dort kurz nach Sondershausen und dann weiter (gut beschildert) zur Barbarossahöhle, um die 14 Uhr Führung zu erwischen. Es gibt übrigens ein Kombiticket, das die Höhle und die Museen auf dem Kyffhäuser einschl. Hochsteigen zum Denkmal kombiniert. 

Barbarossahöhle und Informationszentrums Geopark Kyffhäuser

Die Kyffhäuser-Region ist geprägt von Friedrich I. Barbarossa, dem bekannten mittelalterlichen Herrscher aus dem Adelsgeschlecht der Staufer. 

Er soll nicht ertrunken sein, sondern lebt noch immer und schläft hier irgendwo unterirdisch, lässt seinen Bart wachsen und wartet, bis er zurückkehren und sein Kaiserreich wieder einen kann. Die Barbarossahöhle hieß früher anders, wurde aber kurz nach ihrer Entdeckung 1865 nach Barbarossa benannt. Sie ist eine von zwei zugänglichen Anhydrithöhlen auf der Welt (die andere ist in der Region Perm im Westural). 

Barbarossahöhle


Parken kann man am Besucherparkplatz; hier ist ein Parkticket zu lösen, das für einen Tag gilt. Die Höhle ist nur mit einer Führung zu besichtigen, was sich wirklich lohnt. Wir hatten einen super Führer, der sehr kompetent und sympathisch informierte.   

Dienstag, 30. September 2025

Impressionen Q3 2025

Auch im dritten Quartal war ich wieder unterwegs, aber eher in der Nähe. Gehandicapt durch eine große Entzündung am Kiefer lief alles etwas langsamer als üblich. Zum Geburtstag habe ich mit meiner Mutter eine Ausfahrt in die Höhen des Frankenwaldes unternommen. Im nördlichen Landkreis Kronach liegt die Arnikastadt Teuschnitz. Nach einem Besuch im Café haben wir uns den Kräutergarten angeschaut, links oben in der Collage. Am 6. Juli feuerten wir die Sportler der Challenge Roth an - eine einmalige Stimmung; hier am Solarer Berg. Auch wenn ich seit einem Jahr wieder 10 km am Stück laufen kann - für 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen fehlt mir (noch?) die Kraft. Ein paar Tage später sind wir stattdessen passend zu meinem eingeschränkten Fitness-Zustand für eine Woche auf die Donau. Eine dieser Flusskreuzfahrten von Passau nach Budapest und zurück war entschleunigend und voller Sehenswürdigkeiten. Die Fotos zeigen eine Schleuse und Dürnstein in der Wachau vom Wasser aus gesehen; Foto rechts oben. 

Collage Fotos Juli 2025
In Wien war ich oft beruflich; diesmal reichte beim Ganztages-Stopp die Zeit u.a. für die Votivkirche, links unten. Ein Highlight der Reise war natürlich Budapest, das ich zum ersten Mal besucht habe. Das dritte Foto unten zeigt den Blick von der historisch bedeutsamen Burg Visegrád auf die Donau. Rechts ein Foto aus Bayreuth, stellvertretend für die vielen Besuche beim Zahnarzt in dieser Stadt.   

Auch der August war von meiner Kiefergeschichte und -OP geprägt und ich war nur in der Heimat unterwegs (und im Bett...). Das erste Foto habe ich in Nagel im Fichtelgebirge aufgenommen; der Ort ist bekannt als Kräuterdorf. Rechts daneben Nürnberg: Opernhaus und zugehörige U-Bahnstation in der Dämmerung. Das dritte Foto zeigt Kronach mit der Haßlach, das vierte Kulmbach mit dem Mühlbach bzw. Weißen Main.  

Samstag, 13. September 2025

Kurzreise nach Tschechien: Plzeň (Pilsen) und Brno (Brünn)

Nach einer größeren Kiefergeschichte war ich nicht allzu fit, so dass ein längerer Urlaub ausfiel. Da Tschechien nicht weit ist und ich zudem (nach jahrelangem Beobachten) endlich Tickets für die Villa Tugendhat ergattert hatte und diese nicht verfallen lassen wollte, sind wir für 3 Nächte ins Nachbarland gefahren. 

Der Termin zur Besichtigung der Villa Tugendhat war um 14 Uhr; man soll etwas früher dort sein. Das war mir von Zuhause aus zu weit und unsicher. Daher haben wir auf dem Weg übernachtet. Von Nordbayern fährt man an Prag vorbei; das wäre auch eine Option gewesen. Entschieden habe ich mich aber für Pilsen, das auf tschechisch Plzeň heißt. Die Stadt wollte ich schon ewig einmal besuchen und war froh, dass es sich so ergab. Da man in Tschechien nach einem Bier nicht mehr autofahren darf, macht es eh Sinn, dort zu übernachten, wenn man das Pilsner Urquell am Brauort probieren möchte. Ich habe wenige Tage vor der Tour ein Hotel im Stadtzentrum gefunden und gebucht. Für eine Besichtigung der Brauerei reichte der Besuch diesmal nicht, aber für zwei Spaziergänge; einmal abends und am nächten Morgen. 

Kurzreise Pilsen und Brünn - Collage

Zwischen den beiden Städten ist man drei bis vier Stunden unterwegs, je nach Verkehr. Die Autobahn ist vor allem um Prag herum und auf dem Weg nach Brünn relativ voll; es gibt auch viele Baustellen. 

Für Brünn oder auf tschechisch Brno habe ich länger gesucht und mich schließlich für eine Unterkunft ohne Rezeption im Loft-Stil entschieden, die zentral war. Die Innenstadt ist nicht mit dem Auto befahrbar; am besten parkt man irgendwo (das konnten wir bei der Unterkunft) und erkundet die Stadt zu Fuß. 

Wir hatten uns offen gehalten, ob wir länger bleiben und den Süden des Landes erkunden. Da es mir aber nicht besonders gut ging und außerdem das Wetter eher kühl und regnerisch war, sind wir nach den drei Nächten wieder heimgefahren und haben uns die weiteren Sehenswürdigkeiten für eine andere Reise aufgehoben.   

Hier die einzelnen Tage unserer Tour, beginnend ab Nordbayern:

Allgemeine Tipps zu Tschechien habe ich hier aufgeschrieben. Als Reiseführer hatte ich die aktuelle Ausgabe des Tschechien Reiseführers des Michael Müller Verlags dabei und war damit sehr zufrieden. Ich habe diesmal eine Monats-Vignette für die Autobahnen gekauft. Das läuft alles bequem online; die Vignette ist digital. 

Dienstag, 9. September 2025

Fahrt nach Plzeň (Pilsen), Abendspaziergang

Mein beruflicher Termin dauerte länger als geplant, so dass wir erst spät los kamen. Von Nordbayern nach Plzeň (Pilsen) ist es nicht weit. Es bietet sich die A6 an, man braucht eine Vignette. 

Die Fahrt durch strömenden Regen war sehr unangenehm und ich war froh, als wir endlich in Pilsen angekommen sind. Zum Glück hatte ich beim Buchen des Hotels einen Parkplatz im Innenhof des Hotels mitgebucht, so dass uns eine längere Sucherei erspart blieb. 

Fahrt nach Pilsen

Das Hotel Central liegt mitten in der Stadt, am großen Stadtplatz Náměstí Republiky (Platz der Republik). Von außen ist es keine Augenweide, allerdings hat man von innen und von der Bar oben eine geniale Aussicht. Wenn es nicht regnet, kann man raus auf eine Terrasse. 

Um 21:30 Uhr hatte ich mein frisch gezapftes Pilsner Urquell in der Hand. Und ein Stück Torte, da die Bar geniale französisch inspirierte Törtchen anbietet, und wir zumindest eins probiert haben. 

20250909 Pilsen Blick von der Hotelbar auf den Stadtplatz
Links sieht man meine Hand mit einem Pilsner Urquell und einem Blick auf die Pestsäule, das alte Rathaus und die Kathedrale der Stadt. Rechts ist die andere Seite des Platzes mit seinen Häusern; im Hintergrund ist die erleuchtet Bahnhofshalle zu erahnen. 

Sonntag, 18. Mai 2025

Stippvisite Sokolov (Falkenau an der Eger)

Auf der Rückreise von einem Wochenende in Karlsbad haben wir einen kurzen Stopp in Sokolov gemacht. Die Stadt hat mich positiv überrascht, daher hier ein paar Impressionen. 

Sokolov liegt an der Autobahn zwischen Karlovy Vary (Karlsbad) und Cheb (Eger) im äußersten Westen Tschechiens. Von Nordbayern fährt man (derzeit ohne Autobahngebühr zahlen zu müssen) über Cheb hin und nimmt eine der beiden Ausfahrten. Auch von Sachsen aus ist es gut erreichbar, je nachdem woher man kommt über Klingenthal oder Annaberg-Buchholz. 

Auf Deutsch heißt die Stadt Falkenau an der Eger, sie befindet sich im Falkenauer Becken südlich des Erzgebirges und nördlich des Kaiserwaldes. Hier gibt es große Braunkohlevorkommen, die im Tagebau abgebaut werden. Dafür wurden Teile der Landschaft und auch einige Dörfer umgepflügt. Selbst von der Autobahn aus sieht man das sehr gut. Die Fahrt ins Stadtzentrum ist gesäumt von sozialistischem Baustil, erst im Zentrum wird es hübscher. 

Sokolov - Alter Platz (Staré námesti)


Durch die Lage an der Eger hat die Stadt eine längere Geschichte, und war wohl schon im Mittelalter durch eine Burg gesichert. Auf dem Burgarreal steht heute das Schloss. In der Nähe des Schlosses kann man parken; es liegt in einem kleinen Park im Stadtzentrum und ist gut ausgeschildert. Am Wochenende ist das Parken frei. 

Das Foto oben zeigt den Marktplatz mit einer kleinen Kirche im Hintergrund (die geöffnet war) und einigen Brunnen. Hier gibt es auch Restaurants und Cafés, die teils geöffnet hatten. Hier sind wir als erstes hin, um uns zu orientieren. Es gibt auch Informationsschilder, die allerdings nur auf Tschechisch sind. 

Sonntag, 28. Januar 2024

Die beeindruckendsten UNESCO-Welterbestätten in Deutschland

Mehr als 20 Blogger*innen haben für Dagmar in ihrem Archiv gekramt und ihre persönlichen Favoriten zum Thema UNESCO-Welterbestätten in Deutschland vorgestellt. Entstanden ist ein facettenreicher Überblick über Orte von außergewöhnlichem kulturellem und natürlichem Wert. 

Die Liste finde ich sehr gelungen: Die Stätten eignen sich für einen Tagesausflug oder auch für einen Kurzurlaub in Deutschland. Für jedes Interesse ist etwas dabei, von Industriedenkmälern über religiöse Kulturstätten, hin zu Städteensembles oder einer faszinierende Natur. Darunter finden sich bekannte Klassikern und überraschende Geheimtipps. 

Quedlinburg - Teaser

Ich bin mit Quedlinburg dabei, über das ich hier mehr geschrieben hatte. Einige der vorgestellten Orte dürften selbst Kenner*innen noch unbekannt sein, stellt Dagmar fest. Das geht mir auch so: Mein Ideentopf für Kurzurlaube oder Abstecher entlang der Route hat sich gefüllt. 

Und hier nochmal der Link zum Roundup. Viel Spaß beim Lesen und Reisen! 

Freitag, 12. Januar 2024

Fotoparade 2023 – Jahresrückblick

Das vergangene Jahr war anstrengend, aber trotzdem verdient es einen Rückblick. Wie jedes Jahr, gibt's den kulinarischen auf meinem Foodblog als sog. Foodblogbilanz.

Dort habe ich auch schon geschrieben, dass mein Jahr 2023 ziemlich herausfordernd war und mir wenig freie Zeit ließ. Hier auf dem Reiseblog sieht man das noch mehr: Reisen dient mir auch als Flucht, um auf andere Gedanken zu kommen und um Abstand zu gewinnen. Wenn ich dann zurück bin, hat das normale stressige Leben mich wieder. Und wenn es dann darum geht, die Berichte zu schreiben, bleibt leider vieles als Entwurf hängen, weil anderes dringender ist. Ich kriege eine Menge liebe Mails von Bekannten und Followern, die meine Reisefotos auf sozialen Medien sehen und gerne mehr darüber wissen würden. Daher hoffe ich, dass es dieses Jahr wieder ruhiger wird und ich mehr Energie zum Schreiben habe. Wenigstens habe ich es geschafft, beim ReiseBloggerCamp in Forchheim zum Thema Franken dabei zu sein. Es war super motivierend, andere Blogger zu treffen und sich auszutauschen.   

Gerne nehme ich mir auch die Zeit, an der Michaels Fotoparade von Erkunde die Welt teilzunehmen. Die Kategorien sind auch diesmal weniger kulturell, mehr naturbezogen, aber das passt für mich dieses Mal ganz gut: Landschaft, Lecker, Wasser, Blau, Kalt, SW. Wem das nicht reicht, der kann Heiß, Ausblick, Tierisch, Bunt, Herz und/oder Modern zufügen oder eigene Themen ergänzen. 

Ich bin 2023 wieder sehr spontan gereist, beruflich und privat, und habe drei neue Staaten besucht, die ich zuvor noch nicht kannte: Albanien, Usbekistan und Kirgistan.

Barbaras Spielwiese - Mein Reisejahr 2023



Links auf der Karte kann man grob erahnen, wo ich war - zumindest wenn das Smartphone mitgetrackt hat. Rechts in dieser Collage sieht man meine 9 beliebtesten Fotos auf Instagram. Wieder wurden Reisefotos viel geklickt, obwohl ich auch eine Menge Rezepte gepostet hatte. Am beliebtesten war die IFS Cloud Cable Car in London. Dann kommt Natur: Der Tianshan in Kirgistan, ich im Frankenwald im Schnee, ein Strand auf Kreta, Prag im Winter, Samarkand im Sommer, Luzern im Frühling. Die beiden rechts unten sind von meiner Julireise nach Zentralasien, die Krone einer Jurte und der Flughafen München. 

Es gibt andere Fotos, die ich schöner gefunden hätte als der Algorithmus, und dafür gibt's u.a. diese Fotoparade!

Sonntag, 31. Dezember 2023

Impressionen Q4 2023

Am 3. Oktober, Tag der deutschen Einheit, kamen wir zufällig an die ehemalige Grenze, nach Hirschberg. Die Saale hatte hier DDR und BRD geteilt, seit dem 3. Oktober 1997 verbindet eine neue Brücke die Freistaaten Thüringen und Bayern. Der Naturpark Hag ist eine bewaldete Felswand mit Laub- und Nadelwald direkt am Fluss. Beeindruckend sind u.a. ein Hängesteg und der springende Hirsch. Danach waren wir zwei Wochen auf Kreta, was ich sehr genossen habe. Alleine die Farben, die Sonne, der blaue Himmel taten gut! Die Hafenstadt Chaniá hat ca. 55.000 Einwohnern und ist die zweitgrößte Stadt Kretas. Abends mit frischem Fisch am venezianischen Hafen fand ich es am schönsten. Wir sind fast die komplette Insel abgefahren. Das Archäologische Museum der Inselhauptstadt Iraklio ist interessant. Hier der berühmte Diskos von Phaistos.

Collage Instagram-Fotos Oktober 2023

Ein paar Tage später war ich nicht weit von Phaistos in Agia Triada. Die Ausgrabungsstätte hatte ich vormittags fast für mich allein. Die Exponate sind im Archäologischen Museum, aber man kann trotzdem erahnen, wie es früher war. Die Woche war viel Erholen, wenig Arbeiten, viel Erkunden und das Leben genießen. Das Meer um Kreta herum ist ein Traum. In der Mitte abends am Komos Beach nahe Matala, rechts daneben Xerokampos ganz im Südosten der Insel. Das Foto rechts stammt von Kronach. Ich war auf einer Genussveranstaltung vor Ort und habe ein 5-Gänge-Menü bekommen, mit Bier in jedem der Gänge. Außerdem habe ich gelernt, dass das Fränkische Reinheitsgebot 27 Jahre älter ist als das Bayerische.

Im November habe ich nur ein Foto auf Instgram gepostet. Ich war Anfang des Monats beruflich an der Mainschleife bei Volkach. Das erste Foto zeigt Maria im Weingarten. Die Wallfahrtskirche liegt malerisch mitten in den Weinbergen. Das zweite Foto lässt die Mainschleife von der Vogelsburg aus erkennen. Das dritte Foto ist ein Glas des typischen Weißweins der Region.

Dienstag, 18. April 2023

Langes Wochenende in Albanien: Tirana und Durrës

Albanien - das ist eines der unbekanntesten Länder Europas! Ich stand 1987 kurz davor, wenige Kilometer entfernt von der Grenze am Ohrid-See. Damals war das Land eines der verschlossendsten der Welt, ähnlich vielleicht wie Nordkorea heutzutage. Ich ahnte, dass sich dahinter mediterrane Strände, zerklüftete Berglandschaften, verfallene Burgen und interessante Städte verbergen mussten - aber ich durfte nicht rein. Seit dem Ende einer besonders brutalen Form des Kommunismus 1991 hat Albanien zaghaft seine Pforten geöffnet und zählt immer noch als Geheimtipp.

Ich wollte eigentlich schon länger hin und mir einen ersten Eindruck verschaffen, und jetzt hat es relativ kurzfristig geklappt. Wizzair bietet seit kurzem wieder Direktflüge ab dem mir nächstgelegenen Flughafen Nürnberg an. Auch von anderen Städte gibt es vergleichbare Flugangebote. Damit ist man für überschaubares Geld in weniger als zwei Stunden in Tirana, der albanischen Hauptstadt.

Tirana - Skanderbeg-Platz

Dieses Foto vom zentralen Skanderbeg-Platz in Tirana zeigt relativ gut, was mir wichtig war: Ein wenig Reinschnuppern in das für mich bisher unbekannte Land und beobachten, was die Menschen dort am Wochenende so machen, ein wenig Sightseeing, das lokale Essen probieren und spüren, wie das Land sich entwickelt. 

Hier meine einzelnen Reisetage im Überblick: 

  • 14.04.2023 Abends Flug nach Tirana
  • 15.04.2023 Stadtbesichtigung Tirana
  • 16.04.2023 Fahrt nach Durrës, Besichtigung
  • 17.04.2023 Vormittags Durrës, nachmittags Rückflug

Ich hatte bei der Vorbereitung länger überlegt, wie ich die kurze Zeit am sinnvollsten nutzen kann.