Das Museum gehört zu den berühmtesten der Welt und seine Sammlung griechischer und römischer Kunstwerke ist einzigartig. Im Untergeschoss gibt es auch eine ägyptologische Sammlung.
Das imposante Gebäude entstand bereits 1615 als Universität, wurde 1773 zum Real Museo Borbonico ausgebaut und ab 1787 zum archäologischen Museum. Kern der Sammlung sind die reichen Kunstschätze der neapolitanischen Bourbonen und die Funde aus den verschütteten Städten am Fuße des Vesuvs.
Man kann hier locker mehrere Stunden verbringen. Geöffnet ist von 9 bis 18:30 Uhr, das Ticket kostet 20 EUR pro Erwachsenem. Man kann es vor Ort kaufen und Jacken sowie Rucksäcke o.ä. in einer Garderobe abgeben. Es gibt ein kostenloses WLAN.
Hier befindet sich z.B. der berühmte Atlas Farnese, oben rechts in der Collage. Die römische Marmorskulptur aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. ist wahrscheinlich eine Kopie eines älteren griechischen Originals und stellt den Titan Atlas dar, dem die schwere Himmelskugel auf den Schultern offensichtlich schwer wird.
Auch der Herkules Farnese (zweites Foto von rechts in der obigen Collage) ist Teil der Farnesischen Sammlung. Die italienische Adelsfamilie Farnese hat fleißig Kunst gesammelt, daher der Name. Wer genau hinschaut und schon in Kassel war, erkennt die Ähnlichkeit zum Kasseler Herkules; eine Kopie. Auch in anderen Parkanlagen und Gärten Europas findet man Kopien.
Ein Highlight ist der Sonnenuhrsaal (Sala della Meridiana) im oberen Geschoss. 54 Meter lang und üppig ausgestattet war er als Bibliothek geplant und dient heute als Ausstellungsraum.
Der Raum selbst bekam 1791 eine Sonnenuhr mit Tierkreiszeichen, die in den Boden eingelassen ist. Oben an einer Wand ist eine Öffnung, durch die der Sonnenstrahl fällt.
Ich fand das sehr beeindruckend. Vom Saal aus kann man in die Innenhöfe blicken und kommt in einen Flügel des Gebäudes, das prähistorische Funde zeigt. Die Region war bereits vor den Griechen und Römern besiedelt.
Im Sommer sollte man einen Timeslot vorbuchen, jetzt war es relativ
leer. Am vollsten war wie erwartet das sog. Gabinetto Segreto im
Zwischengeschoss. Dieses geheime Kabinett war früher zum "sittlichen
Schutz" der Besucher nur mit einer Sondererlaubnis zu besichtigen. Hier
gibt es antike erotische Kunst, u.a. Vasen, Skulpturen sowie Fresken,
die früher schockierten.
Hier Pan, der Hirtengott, der sich mit einer Ziege vergnügt. Die Skulptur stammt aus der Villa dei Papiri aus Herculaneum.
Danach sind wir durchs Centro storico gestromert und haben das Ambiente genossen. Mein Akku war alle (der vom Smartphone und ehrlich gesagt, meiner auch... ;-)), so dass es davon keine Fotos gibt.
Dies ist ein Artikel über meine Reise nach Neapel und an die Amalfiküste. Weitere Informationen und der Link zum zweiten Tag finden sich hier.


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