Samstag, 29. August 2009

Genua, Einschiffung und Stadtbesichtigung

Gestern waren wir mit dem Bus bis in die Nähe von Verona gekommen. Heute ging es um 7:45 Uhr es los, Abfahrt vom Hotel durch den Norden Italiens in Richtung Genua.

Fahrt nach Genua 


Die Ausblicke aus den Fenstern waren teils interessant, teils einschläfernd, die Region war eher flach und wird landwirtschaftlich genutzt. Irgendwo sah man unheimlich viele Tomaten.

Busfahrt durch die Po-Ebene, Norditalien

Eine kurze Pause an einem Rasthof gab es auch. Plötzlich fing es stark zu regnen an.

Kurz nach 11 Uhr waren wir schließlich in Genua, auch hier regnete es noch leicht. Es war auch gut, dass die Busfahrt zu Ende war - bei deutschen Schlagern ist meine Schmerzgrenze schnell erreicht.... ;-)

Der Hafen von Genua und Einschiffung auf der MSC Splendida


Das Hafengelände ist groß und unübersichtlich, zumal es regnete. Die Schlangen vor den Fähren nach Nordafrika waren heftig - ich war dann dich ganz froh, dass wir die faule Anreise mit dem Bus gewählt hatten und wir nach so langer Fahrt nicht noch Parkplätze o.ä. suchen mussten. Man kann auch Parkplätze vorneweg buchen, dafür bekommt man genaue Lagepläne. Je nachdem, wo man wohnt und ob man evtl. danach noch ein paar Tage Urlaub in Ligurien dranhängen möchte, lohnt sich die eigene Anfahrt durchaus und hat auch den Vorteil, dass man die Musikbeschallung selber wählen kann.

Bei der Einfahrt in den Hafen von Genua erhaschten wir relativ schnell einen Blick auf das riesige Schiff, ein "oh" ging durch die Busreihen. Die Splendida überragt die anderen Schiffe deutlich:


MSC Splendida im Hafen von Genua

Im Bus noch, bereits am Hafen von Genua, wurden wir von einer MSC-Angestellten willkommen geheißen und informiert: Das Gepäck kam automatisch auf die Kabine, man selbst ging zum Check-In, was reibungslos funktioniert hat. Das normale Prozedere, man zeigt Unterlagen vor, wir hatten schon über Internet eingecheckt, also wurde manches überprüft, ein Foto gemacht, die Bordkarte ausgedruckt, usw.

Einschiffung im Hafen von Genua

Alles wird durchleuchtet. Die Dame von der Handgepäck-Kontrolle hat sogar noch gefragt, welche Medikamente wir dabei haben (sie hatte Fläschchen erkannt) und ob es sich um Bach-Blüten handle; denen tut es wohl nicht so gut, wenn sie bestrahlt werden, interessanter Tipp.

Die Eincheck-Prozedur findet in einem großen Gebäude statt; man kann auch hier noch Getränke-Pakete zubuchen, es sind eine Menge Stände aufgebaut.

Auf den meisten Kreuzfahrtschiffen, so auch bei MSC, gibt es Wein- oder Getränkepakete, die man auch bereits beim Buchen der Reise ordern kann. Wir haben kein Paket gekauft, da wir flexibel bleiben wollen und ich denke, das war für uns auch eine gute Entscheidung. So ist man flexibel, kann mal Wein, mal Bier, mal Cocktail, mal Wasser, mal Saft, mal Kaffee trinken.

Für jemanden, der gerne viele Softdrinks oder anderes trinkt, lohnt sich das aber durchaus.

Hafen von Genua

Wir sind so schnell wie möglich auf unsere Kabine (eine kurze Info darüber samt Foto findet sich hier), haben uns kurz frisch gemacht, sind dann ins Buffet-Restaurant und haben ein recht gesundes Mittagessen (Salate, frisches Gemüse, italienische Wurstwaren - lecker!) gegessen.

Es war ziemlich leer und wir hatten einen Tisch direkt am Fenster mit Blick auf die Stadt. Echt schön!

Man sitzt auf Deck 14 entsprechend hoch und hat eine tolle Aussicht auf Genua. Der Regen hatte langsam auch aufgehört. Wir haben uns gefreut, dass wir so früh da waren, etwas zu essen bekamen und sogar noch Zeit für einen Stadtbummel durch Genua war!

Mittagessen in der Cafeteria MSC Splendida

Unsere Koffer waren noch nicht da, also sind wir mit den Klamotten, die wir im Bus getragen hatten, durch die Stadt marschiert. Im Bus war es ziemlich runtergekühlt, in Genua dann richtig warm - klar, Ende August. Daher der Tipp fürs nächste Mal: Etwas leichtes zum Umziehen ins Handgepäck packen! :-)

Stadtbesichtigung Genua 


Vom Schiff ist man in 5-10 Minuten bequem zu Fuß in der Innenstadt. Auch eine Metrostation ist gut zu erreichen, damit könnte man noch abkürzen. Es gibt auch Leihfahrräder. Wir sind aber gelaufen und haben uns einfach treiben lassen. In der Stadt gibt es immer mal Stadtpläne, außerdem ist das Schiff so hoch, dass man es von fast überall sieht und sich daher gut orientieren kann. Kurz vor 13 Uhr sind wir los, um 17 Uhr waren wir zurück.

Impressionen Genua - Aufzug

Die Stadt hat uns wirklich begeistert! Viele kleine Gässchen, interessante Läden, Kirchen, Häuser, usw. Wir sind mit einem Aufzug auf eine Anhöhe gefahren, völlig unscheinbar versteckt sich der Zugang in der Mitte dieses Fotos.

Impressionen Genua - Aufzug

Von oben hat man tolle Ausblicke auf die Stadt, den Hafen und natürlich das Meer.

Die Gänge zum Aufzug hin und das Aufzugsgebäude oben (eine Art Turm) fand ich auch interessant.














Auch die Kathedrale San Lorenzo mit viel schwarz und weiß und echt sehenswert haben wir besichtigt, eine Synagoge gesehen, eine Zahnradbahn von außen angeschaut - und sind ganz viele Straßen entlang marschiert, haben Häuser, Kathedralen, Plätze, Brunnen bewundert, usw.

Wir haben uns am Anfang gleich Mineralwasser gekauft und immer mal etwas getrunken.

Hier ein paar Impressionen der Innenstadt von Genua:

Impressionen Genua

Impressionen Genua

Impressionen Genua, italienische Konditorei

Impressionen Genua

Impressionen Genua

Impressionen Genua

Impressionen Genua

Irgendwann haben wir einen wunderbar lauschigen kleinen Platz (die Piazza San Giorgio) gefunden, mit einer anderen kleinen Kirche und ein paar Sitzmöglichkeiten draußen. Wir haben dort einen Caffé getrunken, um wieder etwas Kraft zu sammeln. Mit den warmen Klamotten war der lange Spaziergang doch etwas anstrengend.

Impressionen Genua
Dann war es höchste Zeit, zum Schiff zurück zu kehren. Für das Aquarium oder andere Sehenswürdigkeiten war keine Zeit mehr. Genua lohnt definitiv einmal einen längeren Besuch - logisch eigentlich, wenn man überlegt, welche Geschichte die Stadt hat!

Abfahrt ab Genua mit der MSC Splendida 


Wir sind also zurück zum Schiff.

Flur Deck 15 MSC Splendida
Unser Gepäck war inzwischen auch schon da. Das Gepäck steht bei Kreuzfahrtschiffen meist auf dem Flug, so sieht man schon von der Ferne, dass es da ist und kann es in die Kabine bringen und auspacken.

Um 17:30 Uhr war die obligatorische Seenotrettungsübung.








Danach sind wir zum Auslaufen an Deck (im Hintergrund die Coral, auf der - wie ich nachher erfahren habe - zeitgleich eine virtuell bekannte Bloggerin war!) und haben Genua und die ligurische Küste noch einmal vom Meer her bewundert.

Ausfahrt aus dem Hafen von Genua mit der MSC Splendida


Wir hatten fürs Essen Sitzung 1 zugewiesen bekommen, obwohl wir die 2. Sitzung gewünscht hatten. Die erste Sitzung beginnt um 19 Uhr, da hatten wir noch keinen Hunger. Das Ändern ging nicht, sie wollen versuchen, was sie tun können, morgen bekommen wir Bescheid.

Nachtrag: Am Abend drauf hat es funktioniert: Wir durften ab sofort an der 2. Sitzung teilnehmen. Ich glaube, sie sortieren nach Nationalität, was ich eigentlich nicht mag, aber wir hatten doch Glück und 2 nette junge deutsche Paare am Tisch, mit denen wir viel Spaß hatten.

Wir hatten eh keinen Hunger, sonst hätte man auch locker in einem der anderen Restaurants etwas zu essen bekommen können. Stattdessen haben wir auf dem Balkon noch ein bisschen gelesen.

MSC Splendida: Cocktails
Um 21:30 sind wir ins Theater für das Showprogramm. Mit dem amerikanischen Entertainment auf der Jewel of the Seas kann es nicht mithalten, aber Vergleiche auf einem solchen Top-Niveau bringen nichts.

Wir sind noch etwas auf dem Schiff gebummelt, haben auf Deck 14 an der Bar einen Cocktail getrunken und sind nach einem ereignisreichen Tag kurz nach Mitternacht ins Bett.

Was mich an diesem Tag positiv überrascht hat, war die organisierte schnelle Einschiffung und die Möglichkeit, sich noch in aller Ruhe Genua anzuschauen - damit hatte ich nicht gerechnet und es hat sich wirklich gelohnt!

Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine Kreuzfahrt 7 Tage westliches Mittelmeer mit der MSC Splendida, Details dazu finden sich hier.

Freitag, 28. August 2009

Anfahrt nach Genua

Wir hatten uns für die bequeme Anreise mit dem Bus entschieden, was auch gut funktioniert hat. Der Bus ging um 12 Uhr in Nürnberg ab. Er war doppelstöckig, modern und gut.

Bus nach Genua
Im Bus kann man für faires Geld Kaffee, kalte Getränke oder auch einen kleinen Imbiss bekommen. In München war noch ein Zwischenstopp, von dort ging es direkt weiter in Richtung Süden.

Barbara mit Snack südlich vom Brenner
Regelmäßig werden Pausen gemacht, so haben wir in Kiefersfelden noch Zeitschriften gekauft und in einer italienischen Raststätte Espresso und Focaccia mit Käse und Rucola bzw. eine Art Vinschgauer mit Speck, beides warm und absolut lecker, genossen.

Der Bus fuhr über den Brenner. Im Bus war es wegen der Klimaanlage etwas kühl, draußen wurde es wärmer je weiter wir nach Süden kamen, es hatte nach dem Brenner noch 30 Grad.

Kurz nach 20 Uhr kamen wir im Hotel an. Es war das Airporthotel Verona in Villafranca. Alles modern mit wenig Infrastruktur drum herum (teils noch im Bau). Die Zimmer waren schön und zweckmäßig.

Man hatte bereits auf der Fahrt die Möglichkeit gehabt, eines von zwei Menüs für je 10 EUR auszuwählen und vorzubestellen. Das Restaurant hat auch eine normale Karte. Uns hat der Imbiss in der Raststätte gereicht.

Airporthotel Verona in Villafranca
Das Hotel verfügt über eine Bar, einen Pool und einen Roof Garden, von dem man einen schönen Ausblick mit Sonnenuntergang hatte.

Wir haben einen längeren Spaziergang rund um das Hotel herum gemacht, da ich mir nach der Busfahrt die Füße vertreten wollte. Da das Hotel in einem Industriegebiet liegt, war der Spaziergang nicht allzu spannend, aber man konnte sich wenigstens nicht verlaufen. ;-)

Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine Kreuzfahrt 7 Tage westliches Mittelmeer mit der MSC Splendida, Details dazu finden sich hier.

Montag, 1. Juni 2009

6 Tage London

Wir waren ein paar Tage in London. Gebucht hatte ich bereits vor vielen Monaten bei Binoli, was letztes Jahr mit Rom schon gut geklappt hatte. Man bucht dort die Kombination eines Flugs mit Air Berlin und ein Hotel. Den Rest, also den Transfer, organisiert man selber. Preis-Leistung war wirklich okay.

Interessant fand ich: Mit dem derzeitigen Wechselkurs ist London richtig billig!!! Ein Bier am Flughafen für umgerechnet 1,75 € kriege ich in Deutschland nirgends, Espresso kostet im Stadtzentrum genauso wenig, Essen gehen war absolut bezahlbar, öffentliche Verkehrsmittel deutlich billiger als hier und sehr viele Museen sind kostenlos.

Hotel Jolly St. Ermin's, London

Wir hatten ein Hotel im Zentrum Londons, zu Fuß zur Westminster Abbey oder zum Buckingham Palace je 5 Minuten, die U-Bahn-Station St. James Park ist nur 100 m entfernt. Also eine ideale Lage. Es gehört derzeit zur NH-Gruppe und heißt Jolly St. Ermin's. Die Zimmer sind wie fast überall in London etwas klein, Baked Beans fanden sich nicht beim Frühstück, für das man am Sonntag Schlange stehen musste. Dafür gab es einen Wasserkocher im Zimmer und alles war sauber. Internet war allerdings relativ teuer, die Stunde für 5,95 £. Uns hat das Hotel gut gefallen.

Was macht man in einer Woche in London? 


Wir hatten - wie meist - noch keine genauen Pläne, was wir unternehmen wollten. Ein paar gute Tipps habe ich von einem lieben Freund bekommen, der seit Jahren in London lebt. Sonst haben wir uns vor Ort mit dem Reiseführer beschäftigt und uns unterwegs inspirieren lassen. Hier unser Programm:

26.05.2009: Hinflug, Erkundungs-Spaziergänge
27.05.2009: London Eye, Tower Bridge, Southwark, Kensington
28.05.2009: Greenwich
29.05.2009: Businessviertel, St. Paul's Cathedral, British Museum, Oxford Street, abends Haymarket Theatre
30.05.2009: Westminster Abbey, Hampton Court Palace, abends Globe Theatre
31.05.2009: National Gallery, Dim Sum, Rückflug

Wenn man auf die Daten mit Programm klickt, landet man automatisch beim Bericht über den entsprechenden Tag.

Barbara in London - 1985 :-)Ich war in den 80ern drei Mal in London, das letzte Mal 1985 für eine Woche, s. eingescanntes Foto links. ;-)

Manche "Klassiker" wie Tower oder Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett habe ich mir daher dieses Mal gespart. Für meinen Mann war es auch nicht das erste Mal. Wir haben daher Wert gelegt auf die Sehenswürdigkeiten, die wir noch nicht kannten, die wir nochmal sehen wollten und darauf, es uns einfach gut gehen zu lassen und die Stadt ein wenig zu genießen. Da wir chinesische Küche lieben, war ein Besuch in Chinatown gesetzt.

Wir erkunden Städte gerne zu Fuß, d.h. größere Strecken legen wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück, aber kürzere Strecken gehen wir zu Fuß und erfreuen uns an all dem, was wir so sehen. Gebäude, Menschen, Parks, Farben, Gerüche, usw.






Allgemeine Tipps zu London:

  • Man wird bei der Einreise kontrolliert und benötigt einen Personalausweis (oder Reisepass), den man immer dabei haben sollte. Geld muss man trotz EU wechseln, es gilt das Britsche Pfund, GBP, £. England ist uns eine Stunde hinterher, d.h. man darf nicht vergessen, die Uhrzeit umzustellen. 
  • Wir haben uns eine Oyster-Card für den öffentlichen Nahverkehr geholt. Die gibt es an verschiedenen Shops und an Underground-Stations. Pfand kostet 3 £, wir haben sie erst mit 10 £ aufgeladen, später noch etwas nachgebucht. Das funktioniert völlig unkompliziert und man bekommt das Pfand und das noch übrig gebliebene Guthaben zurück, wenn man sie wieder abgibt.
  • Bei vielen Sehenswürdigkeiten heißt es Schlange stehen. Bei einigen lässt sich dies vermeiden, indem man im Voraus online Tickets kauft. Zum Teil sind diese dann teurer (sog. "fast track"), lohnen sich aber für ungeduldige Menschen wie mich oder wenn man wenig Zeit hat.
  • Schön ist es, mit einem der vielen Boote auf der Themse zu fahren. Damit kann man wunderbar größere Entfernungen zurück legen und sieht dabei eine Menge.
  • Neben den typischen Sehenswürdigkeiten und der Möglichkeit, gut zu shoppen und authentisch asiatisch zu essen, hat London kulturell einiges zu bieten: Theater, Musicals, Ausstellungen, usw. Einen guten Überblick über Events bietet immer aktuell TimeOut, ein Tipp von Bekannten, die dort wohnen. 

Nachtrag 2017: 


In London tut sich ja immer viel, jetzt durch den Brexit verändert sich noch mehr. Da ich gerade für eine Freundin ein paar Tipps rausgesucht habe, möchte ich auf aktuelle Blog-Beiträge von Reiseblogs verweisen, bei denen ich immer gerne lese.

  • Ich war im Oktober wieder für 2 Tage in London, auch in der Tate Modern und im Museum in den Docklands. Darüber berichte ich hier.
  • Daniela hat auf Sinne und Reisen Tipps für London von 13 Reisebloggern erfragt und in einem Beitrag zusammen gestellt. Da ist für jeden was dabei! 
  • Tina gibt Tipps für ein London Wochenende im Winter. Weniger Touristen, gutes Essen, das geht auch bei kälterem Wetter.
  • Jana ist aufgefallen, dass London ein spezielles Rot hat, das immer wieder auftaucht. Auch ein schöner Ansatz. 
  • Helga sammelt neben altbekanntem auch viele aktuelle kulinarische Tipps in einem aktuellen Beitrag über Insider-Tipps zu London.  
  • Sandra von A decent cup of tea ist eine Kennerin der Insel und hat ihre London Tipps hhier zusammengestellt. 
  • Totally-London ist der London Blog von Simone, auf dem man von A-Z alles findet: Sehenswürdigkeiten, Tipps zum Ausgehen, Essen & Trinken und Tipps für individuelle Reiseplanungen. Sehr zu empfehlen!

    Sonntag, 31. Mai 2009

    National Gallery, Chinatown, Spaziergang

    Frühstück war heute etwas stressig, sehr viele Leute, Schlange stehen. Bei uns ging’s, aber danach standen sie. Dann haben wir schnell gepackt, ausgecheckt und die Koffer im Gepäckraum abgegeben. Los ging's, ein kleiner Spaziergang durch den Park zur National Gallery.



    Allgemein war London heute voller, viele Leute überall. Auch auf den Grünflächen sonnten sich überall Menschen.



    Hier ein Foto vom Trafalgar Square vormittags. Die National Gallery ist am Nordende des Platzes.

    Die National Gallery ist wirklich sehenswert! Übrigens auch wieder kostenlos. Das finde ich ganz gut, so sieht man z.B. auch viele Familien mit Kindern. Fotografieren darf man nicht.

    Hier könnte man Wochen verbringen, nicht nur die Sammlungen, auch die Säle an sich sind interessant. Wir haben uns einiges herausgepickt, was wir unbedingt sehen wollten und sind nach den Plänen, die ausliegen, die halbwegs optimalen Routen gelaufen.






    Danach sind wir weiter nach Chinatown, haben kurz die Supermärkte inspiziert (frische Lotoswurzeln und Durian!) und in einem chinesischen Restaurant leckere Dim-Sum gegessen.

    Hier habe ich mich wie in Asien gefühlt! Das hätte echt auch in Hong Kong sein können, gerade diese südchinesischem Teigtäschchen gab's in Massen und in guter Qualität.



    Weiter ging es dann in Richtung Piccadilly Circus - auch sonntags sehr belebt - von dort die Straße namens Piccadilly entlang, einen Espresso getrunken, kurz ins auf Lebensmittel spezialisierte Geschäft Fortnum & Mason reingeschaut (für Foodies gefährlich...), an einer U-Bahn-Station unsere Oyster-Cards abgegeben, durch den Hyde-Park zum Buckingham-Palast, dann weiter durch den St. James Park ins Hotel, um unsere Koffer abzuholen.



    Leider war die Zeit zu knapp, auch noch die Tate Modern zu besichtigen, was wir eigentlich vorgehabt hatten - wir müssen also wieder einmal nach London... ;-)

    Dann ging es zum Bus nahe der Victoria Station. Der Bus A6 fuhr pünktlich ab, kam aber etwas verspätet am Flughafen an, weil unterwegs ein Unfall auf der Autobahn war. Das sollte man also einplanen!

    Es schadet auch nicht, etwas früher am Flughafen zu sein: Der Stansted Airport bietet nach der Sicherheitskontrolle eine Menge: Läden, Bars, usw. Man kann gut seine restlichen Pfund los werden, Postkarten allerdings nicht mehr, der letzte Briefkasten ist davor. Der Rückflug lief okay, wir sind sogar etwas verfrüht gelandet, waren dann kurz vor Mitternacht daheim.



    Dies ist ein Teil meines Berichts über unsere Städtereise nach London. Details dazu und Index finden sich hier.

    Samstag, 30. Mai 2009

    Westminster Abbey, Hampton Court, The Globe

    Heute sind wir als erstes zur Westminster Abbey, die zu Fuß keine 5 Minuten vom Hotel entfernt ist. Wir haben sie in Ruhe angeschaut. Dafür sollte man sich mind. ein bis zwei Stunden Zeit nehmen, oder besser noch länger. Der Eintritt kostet £15 und beinhaltet Audioguides.

    Westminster Abbey, London
    Ich hatte die Kirche früher schon einmal besichtigt, konnte mich aber an keine Details mehr erinnern und fand die Besichtigung sehr interessant und beeindruckend. Im schönen, erholsamen Kreuzgang ist übrigens ein Café untergebracht, so dass man sich zwischendurch einmal hinsetzen und ausruhen kann.

    Wilhelm der Eroberer wurde im Jahr 1066 in der Westminster Abbey gekrönt, seitdem ist dies die Krönungskirche des Landes. Daneben findet man hier über 3.000 Grabstätten und Gedenktafeln zahlreicher historischer Persönlichkeiten aus den letzten tausend Jahren der britischen Geschichte. Der Besuch der Westminster Abbey ist also gleich eine Geschichtsstunde. Beigesetzt sind neben diversen Königen Charles Dickens, Charles Darwin, Isaac Newton, Georg Friedrich Händel und David Livingstone.

    Nach der Besichtigung sind wir weiter zur Waterloo Station, weil wir nach Hampton Court wollten. Die U-Bahn zur Waterloo Station fuhr nicht, da sie an diesem Wochenende gewartet wurde.

    Der Bahnhof ist groß und belebt. Man muss Zeit einplanen, um Tickets zu bekommen. Wir haben unsere am Automaten gekauft und mit Kreditkarte bezahlt, das funktionierte reibungslos und die Schlange war kürzer als am Schalter. Der Zug nach Hampton Court fährt 35 Minuten. Dort angekommen, muss man nur der Masse Mensch folgen, vom Bahnhof aus geht man über die Themse, kann dort noch leckeres Softeis kaufen und gelangt in den Eingangsbereich von Hampton Court Palace.

    Hampton Court und die Themse
    Wir haben uns Tickets besorgt und sind dann erst durch die Parkanlagen marschiert. Das Wetter war wunderbar sonnig.

    Ich im berühmten Labyrinth von Hampton Court - The Maze
    Den Rosengarten fand ich schön und natürlich sind wir im bekannten Labyrinth (The Maze) herumgeirrt.









    Danach ging es in die auch sehensweren formalen Gärten zum Royal Tennis Court, auf dem sogar gespielt wurde. Überdacht, nach ganz anderen Regeln als wir Tennis heute kennen. Es erinnerte mich etwas an Squash, man spielt z.B. an die Wände und lässt von dort abprallen. Interessant.

    Hampton Court Palace - Innenhof
    Schließlich sind wir ins Schloß, das man sicherlich auch tagelang besichtigen kann. Darin finden sich weitere Ausstellungen, die teils temporärer sind. Wir haben zeitlich nicht alles geschafft, aber einen guten Eindruck bekommen.

    Auch die großen Küchenanlagen "Henry VIII's kitchens" haben wir angeschaut, damals wurden mit ziemlichem Aufwand große Mengen Speisen zubereitet.

    Hampton Court Palace - Küche
    Die Appartements diverser Könige lohnen einen Besuch. Teils ist Museum hautnah ein Thema: Man hat z.B. die Möglichkeit, Spiele jener Zeit auszuprobieren.

    In einem Speiseraum haben wir original englisch einen Pie mit beef und king's ale gegessen. Verhungern muss man nicht, es gibt auch Torten, Scones, Suppen usw. So gestärkt sind wir durch die restlichen Gärten geschlendert und haben uns die interessante Gemäldesammlung angeschaut.

    Hampton Court Palace - Park
    Unser Zug ging um 17:24 zurück, wir sind etwas früher in Vauxhall ausgestiegen, weil wir mit der U-Bahn weiter fahren wollten, allerdings war diese am Sonntag auch außer Betrieb und es dauerte, bis ein Bus kam.

    Trotzdem haben wir es noch geschafft, kurz im Hotel etwas warmes anzuziehen und die Theatertickets einzustecken, zum Globe Theatre zu fahren und noch ein jamaikanisches Bier zu trinken, bevor die Vorstellung anfing.

    Wir hatten bereits von zuhause Tickets bestellt und uns auf Wie es euch gefällt gefreut.




    Der Besuch hat sich wirklich gelohnt. Es ist Open Air Theater und man ist nahe am Geschehen.

    Globe Theatre, London
    Danach sind wir noch etwas durch die Straßen und an der Themse entlang marschiert, vor allem St. Paul's Cathedral beeindruckt mich nachts, aber auch der Rest der Skyline lohnt einen Blick.

    Dies ist ein Teil meines Berichts über unsere Städtereise nach London. Details dazu und Index finden sich hier.

    Freitag, 29. Mai 2009

    London City

    Heute war ein Bummel durch die Innenstadt angesagt.

    The Gherkin, LondonWir sind mit der Tube zu Tower Hill, von dort gemütlich durch die Häuserschluchen zur Gurke (The Gherkin), die auch von nahem interessant aussieht. Es macht Spaß, dort Leute zu beobachten.


    Ein paar Häuser weiter ist das Lloyd's Gebäude von Richard Rogers. Daneben als Kontrastprogramm der Leadenhall Market - ein überdachter Markt aus vergangenen Tagen. Die Royal Exchange liegt auf dem Weg, ursprünglich stand hier die älteste Börse Londons. Das heutige Gebäude ist aus dem 19. Jahrhundert, inzwischen ist hier ein Luxus-Einkaufszentrum mit teuren Marken untergebracht.







    Weiter an Banks und netten Läden vorbei landet man irgendwann an der St. Paul's Cathedral, die immer einen Besuch lohnt. Wir kamen um die Mittagszeit an, der schöne Park der Kathedrale war bevölkert von Büromenschen in ihrer Mittagspause. Das hatte auch einen Charme.

    St. Paul's Cathedral, London

    Man kann die Tickets zur Kathedrale an einem Automaten kaufen, der von der Kreditkarte abbucht und ein Ticket ausdruckt, das dann im Automaten hängt und etwas herausgefischt werden muss, aber das hat nach etwas Suchen und Probieren auch geklappt.

    Die Besichtigung lohnt sich, leider war der oberste Aussichtspunkt geschlossen und ist dies wohl noch einige Monate. Man kommt aber ganz normal auf die bekannte Whispering Gallery (Flüstern überall) und auch noch 110 Stufen weiter mit beeindruckenden Ausblicken auf London.

    In der Krypta ist ein Café untergebracht, in dem man u.a. Scones mit Clotted Cream und Tee oder auch leckere Quiches bekommen kann.

    Mit dem Bus ging's weiter zum immer wieder beeindruckenden Britischen Museum. Der Eintritt ist kostenlos, man darf darin sogar fotografieren. Vor den Highlights ballen sich die Besucher aus aller Herren Länder.


























    Das Museum lohnt wirklich! Die neue Stahl-Glas-Kuppel über dem Innenhof von Norman Foster ist natürlich faszinierend. Und die Exponate des Museums sind der Knaller, ich könnte ohne Probleme drei Wochen am Stück im Museum verbringen...

    Hier stehe ich vor dem berühmten Stein von Rosette. Er ist hinter Glas und spiegelt etwas, trotzdem kann man die Schrift gut erkennen. Die dreisprachige Inschrift aus dem 2. Jahrhundert v.Chr. half bei der Entschlüsselung der ägyptischen Hieroglyphen. 1799 wurde er entdeckt, seit über 200 Jahren befindet er sich im Britischen Museum.

    Der berühmte Lesesaal ist leider derzeit geschlossen. Ende 2012 soll er renoviert wieder eröffnet werden.









    Wir haben es geschafft, uns nach einigen Stunden loszureisen und sind in die Oxford Street, die allerdings so voll war, dass bummeln keinen Spaß machte. Also sind wir zurück ins Hotel. Die U-Bahnen waren teils so voll, dass nur ein Teil der Menschen mit kam, manche musste einige Bahnen warten, bis man reinkam, Feierabend wohl. Trotzdem alles sehr gesittet, kein Vergleich zu dem Gedränge, das ich teils in Asien erlebt habe.


    Royal Haymarket Theater, London

    Wir haben uns umgezogen und sind ins Theater. Das Royal Haymarket fand ich schön, es ist eines der bekannteren Theater, interessante Uraufführungen haben hier stattgefunden und heute noch treten bekannte Schauspieler auf.

    Waiting for Godot im Royal Haymarket Theater, LondonDas Programmheft lohnt, es listet die Geschichte des Theaters auf, Informationen über das Stück, Interviews mit den Schauspielern, usw.

    Wir haben Samuel Becketts Waiting for Godot gesehen, Vladimir war Patrick Stewart, Estragon Ian McKellen. Faszinierend.

    Was mir aufgefallen ist: Die Zuschauer kommen völlig normal gekleidet, wie zum Stadtbummel, teils sogar im Jogginganzug. Geklatscht wird heftig, aber kurz.







    Dies ist ein Teil meines Berichts über unsere Städtereise nach London. Details dazu und Index finden sich hier.

    Donnerstag, 28. Mai 2009

    Greenwich

    Nach dem Frühstück sind wir zu Fuß durch den nahegelegenen St. James Park zum Royal Haymarket Theatre und haben an der Kasse dort zwei Tickets für morgen abend gekauft.

    Reste der römischen Stadtmauer, London - nahe Tower

    Wir sind weiter zum Piccadilly Circus und dort in die U-Bahn, mit Umsteigen bis Tower Hill.

    Dort haben wir kurz Reste einer römischen Stadtmauer angeschaut und sind am Tower entlang vorbei in Richtung Fluss.












    Den Tower of London haben wir links liegen gelassen; dort stauten sich schon eine ganze Menge Besucher.

    Tower of London

    Wir kannten ihn schon; sonst ist der Tower natürlich sehenswert. Aber dafür sollte man mindestens einen halben Tag einplanden, optimal wäre (mit Tower Bridge) ein ganzer.


    Tower of London, Mauern

    Tower of London

    Anreise nach Greenwich 


    Wir haben ein Boot nach Greenwich genommen. Das funktioniert immer unkompliziert, man kann einfach am Schalter Tickets kaufen.

    Bootsanleger an der Themse, London

    Vom Wasser aus hat man einen super Blick, fährt unter der Tower Bridge durch und sieht die Docklands, andere Schiffe, usw. Ich finde das wunderbar entspannend.

    Tower Bridge vom Boot aus gesehen

    Gerne hätte ich in Greenwich die Cutty Sark gesehen, ich mag ja Klipper. ;-)

    Leider ist das Schiff vor zwei Jahren ausgebrannt und wird nun wieder restauriert. Die Cutty Sark ist zurzeit ist total eingewickelt und es wird noch dauern, bis man sie wieder besichtigen kann.

    Greenwich

    Wir sind kurz in den Ort. Greenwich ist ein nettes, typisches englisches kleines Städtchen. Nach einem Snack (Fish & Chips musste mal sein...) und der Besichtigung eines netten Marktes haben wir im Park gegessen und sind dann weiter am Maritime College vorbei zu den Museen. Die sind übrigens auch kostenlos.

    Die Museen in Greenwich


    Museen, Greenwich

    Das Maritime Museum hat mir sehr gut gefallen, es gibt auch einen Raum über Entdecker (man kann auch selbst Entdecker spielen... ;-)), einen über Kreuzfahrten, eine Ausstellung über die Nord-West-Passage, und vieles mehr.







    Danach sind wir in das historische Queen’s House, das auch von der Architektur her interessant ist. Es ist das erste klassizistische Haus Englands. Das berühmte Tulpen-Treppenhaus ist sehenswert, daneben die Gemäldeausstellungen.




    Als nächstes haben wir uns einem weiteren Highlight genähert und sind durch den schönen, belebten Park weiter zum Royal Greenwich Observatory.

    Royal Greenwich Observator

    Der Nullmeridian in Greenwich 


    Am Nullmeridian tummeln sich Menschen aller Herren Länder und lassen sich fotografieren.

    Okay, ich auch... ;-)

    Das Museum für Astronomie- und Navigationswerkzeuge war stickig, aber sehr interessant. Die Lösung des Längenproblems als wichtigen Meilenstein der Seefahrt wird erläutert, der Längenchronometer H4 von John Harrison ist ein Schwerpunkt der Ausstellung.











    Danach sind wir zum Planetarium, das vor allem von außen durch viel Bronze imposant ist.



    Nachdem alle Museen geschlossen hatten, sind wir gemütlich durch den Park den Hügel hinunter Richtung Themse spaziert. Schöner Blick auf die Docklands und London im Hintergrund.

    Millennium Dome

    Wir sind weiter durch verschiedene Wohngebiete und Straßen gestromert bis zum Millennium Dome, dort haben wir uns etwas umgeschaut. Von dort sind wir ab U-Bahn Station North Greenwich wieder zurück in die Stadt.

    Dies ist ein Teil meines Berichts über unsere Städtereise nach London. Details dazu und Index finden sich hier.