Samstag, 29. August 2009

Genua, Einschiffung und Stadtbesichtigung

Um 7:45 Uhr ging es los, Abfahrt vom Hotel nahe Verona in Richtung Genua.

Die Ausblicke aus den Fenstern waren teils interessant, teils einschläfernd, die Region war eher flach. Irgendwo sah man unheimlich viele Tomaten.

Busfahrt durch die Po-Ebene, Norditalien
Eine kurze Pause an einem Rasthof gab es auch. Plötzlich fing es stark zu regnen an.

Kurz nach 11 Uhr waren wir schließlich in Genua, auch hier regnete es noch leicht. Es war auch gut, dass die Busfahrt zu Ende war, bei deutschen Schlagern ist meine Schmerzgrenze schnell erreicht.... ;-)

Das Hafengelände ist groß und unübersichtlich, zumal es regnete. Die Schlangen vor den Fähren nach Nordafrika waren heftig - ich war dann dich ganz froh, dass wir die faule Anreise mit dem Bus gewählt hatten und wir nach so langer Fahrt nicht noch Parkplätze o.ä. suchen mussten. Man kann auch Parkplätze vorneweg buchen, dafür bekommt man genaue Lagepläne. Je nachdem, wo man wohnt und ob man evtl. danach noch ein paar Tage Urlaub in Ligurien dranhängen möchte, lohnt sich die eigene Anfahrt durchaus und hat auch den Vorteil, dass man die Musikbeschallung selber wählen kann.

Bei der Einfahrt in den Hafen von Genua erhaschten wir relativ schnell einen Blick auf das riesige Schiff, ein "oh" ging durch die Busreihen. Die Splendida überragt die anderen Schiffe deutlich:

MSC Splendida im Hafen von Genua
Im Bus noch, bereits am Hafen von Genua, wurden wir von einer MSC-Angestellten willkommen geheißen und informiert: Das Gepäck kam automatisch auf die Kabine, man selbst ging zum Check-In, was reibungslos funktioniert hat. Das normale Prozedere, man zeigt Unterlagen vor, wir hatten schon über Internet eingecheckt, also wurde manches überprüft, ein Foto gemacht, die Bordkarte ausgedruckt, usw.

Einschiffung im Hafen von Genua
Alles wird durchleuchtet. Die Dame von der Handgepäck-Kontrolle hat sogar noch gefragt, welche Medikamente wir dabei haben (sie hatte Fläschchen erkannt) und ob es sich um Bach-Blüten handle; denen tut es wohl nicht so gut, wenn sie bestrahlt werden, interessanter Tipp.

Die Eincheck-Prozedur findet in einem großen Gebäude statt; man kann auch hier noch Getränke-Pakete zubuchen, es sind eine Menge Stände aufgebaut.

Auf den meisten Kreuzfahrtschiffen, so auch bei MSC, gibt es Wein- oder Getränkepakete, die man auch bereits beim Buchen der Reise ordern kann. Wir haben kein Paket gekauft, da wir flexibel bleiben wollen und ich denke, das war für uns auch eine gute Entscheidung. So ist man flexibel, kann mal Wein, mal Bier, mal Cocktail, mal Wasser, mal Saft, mal Kaffee trinken.

Für jemanden, der gerne viele Softdrinks oder anderes trinkt, lohnt sich das aber durchaus.

Hafen von Genua
Wir sind so schnell wie möglich auf unsere Kabine (eine kurze Info darüber samt Foto findet sich hier), haben uns kurz frisch gemacht, sind dann ins Buffet-Restaurant und haben ein recht gesundes Mittagessen (Salate, frisches Gemüse, italienische Wurstwaren - lecker!) gegessen.

Es war ziemlich leer und wir hatten einen Tisch direkt am Fenster mit Blick auf die Stadt. Echt schön!

Man sitzt auf Deck 14 entsprechend hoch und hat eine tolle Aussicht auf Genua. Der Regen hatte langsam auch aufgehört. Wir haben uns gefreut, dass wir so früh da waren, etwas zu essen bekamen und sogar noch Zeit für einen Stadtbummel durch Genua war!

Mittagessen in der Cafeteria MSC Splendida
Unsere Koffer waren noch nicht da, also sind wir mit den Klamotten, die wir im Bus getragen hatten, durch die Stadt marschiert. Im Bus war es ziemlich runtergekühlt, in Genua dann richtig warm - klar, Ende August. Daher der Tipp fürs nächste Mal: Etwas leichtes zum Umziehen ins Handgepäck packen! :-)

Vom Schiff ist man in 5-10 Minuten bequem zu Fuß in der Innenstadt. Auch eine Metrostation ist gut zu erreichen, damit könnte man noch abkürzen. Es gibt auch Leihfahrräder. Wir sind aber gelaufen und haben uns einfach treiben lassen. In der Stadt gibt es immer mal Stadtpläne, außerdem ist das Schiff so hoch, dass man es von fast überall sieht und sich daher gut orientieren kann. Kurz vor 13 Uhr sind wir los, um 17 Uhr waren wir zurück.

Impressionen Genua - Aufzug


Die Stadt hat uns wirklich begeistert! Viele kleine Gässchen, interessante Läden, Kirchen, Häuser, usw. Wir sind mit einem Aufzug auf eine Anhöhe gefahren, völlig unscheinbar versteckt sich der Zugang in der Mitte dieses Fotos.

Impressionen Genua - Aufzug
Von oben hat man tolle Ausblicke auf die Stadt, den Hafen und natürlich das Meer.

Die Gänge zum Aufzug hin und das Aufzugsgebäude oben (eine Art Turm) fand ich auch interessant.














Auch die Kathedrale San Lorenzo mit viel schwarz und weiß und echt sehenswert haben wir besichtigt, eine Synagoge gesehen, eine Zahnradbahn von außen angeschaut - und sind ganz viele Straßen entlang marschiert, haben Häuser, Kathedralen, Plätze, Brunnen bewundert, usw.

Wir haben uns am Anfang gleich Mineralwasser gekauft und immer mal etwas getrunken.

Hier ein paar Impressionen:

Impressionen Genua

Impressionen Genua

Impressionen Genua, italienische Konditorei

Impressionen Genua

Impressionen Genua

Impressionen Genua

Impressionen Genua

Irgendwann haben wir einen wunderbar lauschigen kleinen Platz (die Piazza San Giorgio) gefunden, mit einer anderen kleinen Kirche und ein paar Sitzmöglichkeiten draußen. Wir haben dort einen Caffé getrunken, um wieder etwas Kraft zu sammeln. Mit den warmen Klamotten war der lange Spaziergang doch etwas anstrengend.

Impressionen Genua
Dann war es höchste Zeit, zum Schiff zurück zu kehren. Für das Aquarium oder andere Sehenswürdigkeiten war keine Zeit mehr. Genua lohnt definitiv einmal einen längeren Besuch - logisch eigentlich, wenn man überlegt, welche Geschichte die Stadt hat!

Wir sind also zurück zum Schiff.

Flur Deck 15 MSC Splendida
Unser Gepäck war inzwischen auch schon da. Das Gepäck steht bei Kreuzfahrtschiffen meist auf dem Flug, so sieht man schon von der Ferne, dass es da ist und kann es in die Kabine bringen und auspacken.

Um 17:30 Uhr war die obligatorische Seenotrettungsübung.








Danach sind wir zum Auslaufen an Deck (im Hintergrund die Coral, auf der - wie ich nachher erfahren habe - zeitgleich eine virtuell bekannte Bloggerin war!) und haben Genua und die ligurische Küste noch einmal vom Meer her bewundert.

Ausfahrt aus dem Hafen von Genua mit der MSC Splendida


Wir hatten fürs Essen Sitzung 1 zugewiesen bekommen, obwohl wir die 2. Sitzung gewünscht hatten. Die erste Sitzung beginnt um 19 Uhr, da hatten wir noch keinen Hunger. Das Ändern ging nicht, sie wollen versuchen, was sie tun können, morgen bekommen wir Bescheid.

Nachtrag: Am Abend drauf hat es funktioniert: Wir durften ab sofort an der 2. Sitzung teilnehmen. Ich glaube, sie sortieren nach Nationalität, was ich eigentlich nicht mag, aber wir hatten doch Glück und 2 nette junge deutsche Paare am Tisch, mit denen wir viel Spaß hatten.

Wir hatten eh keinen Hunger, sonst hätte man auch locker in einem der anderen Restaurants etwas zu essen bekommen können. Stattdessen haben wir auf dem Balkon noch ein bisschen gelesen.

MSC Splendida: Cocktails
Um 21:30 sind wir ins Theater für das Showprogramm. Mit dem amerikanischen Entertainment auf der Jewel kann es nicht mithalten, aber Vergleiche auf einem solchen Top-Niveau bringen nichts.

Wir sind noch etwas auf dem Schiff gebummelt, haben auf Deck 14 an der Bar einen Cocktail getrunken und sind nach einem ereignisreichen Tag kurz nach Mitternacht ins Bett.

Was mich an diesem Tag positiv überrascht hat, war die organisierte schnelle Einschiffung und die Möglichkeit, sich noch in aller Ruhe Genua anzuschauen - damit hatte ich nicht gerechnet und es hat sich wirklich gelohnt!

Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine Kreuzfahrt 7 Tage westliches Mittelmeer mit der MSC Splendida, Details dazu finden sich hier.

Kommentare:

  1. Liebe Barbara,

    deinen Bericht finde ich sehr interessant. Bisher hatte ich leider noch keine Möglichkeit, ein Kreuzfahrt zu unternehmen. So habe ich aber eine gute Vorstellung, was mich erwarten könnte.

    Liebe Grüße, Clarissa

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    Antworten
    1. Hallo Clarissa,
      gerade diese Touren rund ums Mittelmeer sind so typische "Kreuzfahrt-Anfänger"-Regionen, oft auch sehr preisgünstig, da darauf viele Schiffe fahren. Inzwischen sind es fast zu viele, manche Städte werden regelrecht überschwemmt vor lauter Tagestouristen. In Dubrovnik und Venedig fand ich es heftig, in Großstädten wie Marseille oder Barcelona verteilt sich das besser, finde ich. Bei mir findest Du einiges über Kreuzfahrten, ich mag die Vorurteile nicht und halte sie für eine schöne Art, Urlaub zu machen, mit Vor- und Nachteilen, wie alles im Leben.
      Liebe Grüße
      Barbara

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Ich freue mich über Kommentare und einen freundlichen Austausch.

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