Bedeutung erlangte der Ort vor allem durch Bananenexporte. Die Bananen gelangten durch eine Bahnlinie, die die Hauptstadt San José mit Puerto Limón verband, zum Hafen und von dort in die ganze Welt. Heute ist die Bahnlinie still gelegt, allerdings fahren auf einem kurzen Abschnitt Züge für Touristen.
Wir sollten nachts um 3 Uhr die Uhren umstellen, Costa Rica ist eine Stunde hinterher. Wieder waren wir früher als erwartet am Ziel: Kurz nach 6 Uhr war es bereits hell und die Küste Costa Ricas war zu sehen. Es regnete und hat den ganzen Vormittag über immer wieder geregnet.In Puerto Limón kann man auch vor Ort Ausflüge buchen, hinter dem Pier waren entsprechende Stände aufgebaut, die mit interessanten Touren warben.
Wir hatten bereits einen Ausflug gebucht: „Old Banana Route Train Adventure“. Um 8 Uhr sollte man am Pier sein, dann ging es mit dem Bus durch Puerto Limón (interessante Einblicke) in einen Stau, daher hat der Busfahrer eine andere Route gewählt:
Die Fahrt führte an der Küste entlang kurz nach Norden, man sah neben viel Müll an steiniger Küste und ein paar Metern Sandstrand u.a. den Hafen, an dem Bananen verladen werden. Beeindruckend fand ich die Massen an Containern bekannter Bananenmarken.Dort wartete bereits unser Zug, der auf den alten Schmalspur-Gleisen, auf denen früher Bananen transportiert wurden, durch den Dschungel fährt.
Offene Fenster, zum Glück keine Klimaanlage und immer wieder Fotostopps, wenn z.B. Affen gesichtet wurden.Die Fahrt war faszinierend, die Landschaft ist beeindruckend, grün, tropisch, laut von Affen- und Vogelgeräuschen.
Es ging bis zu einem schönen Strand (dunkler Sand und wellig), an dem 20 Minuten Snackpause war. Kochbananen-Chips und Getränke, einschl. lokalem Bier wurden ausgeteilt, Fotos geschossen.Der Strandabschnitt war wirklich schön. Leider war es zu regnerisch, auf Baden hatte keiner Lust.
Mit dem alten Bananenzug ging es zurück zum Ausgangspunkt, dann wieder in den Bus im Regen zurück nach Puerto Limón, durch die Stadt durch in Richtung Süden zu einer Bananenplantage, auf der dann aber wenig Zeit für eine Besichtigung war.Die Tour sollte eigentlich 3 ¼ Stunden dauern und dauerte fast 4 ½. Uns hat sie gut gefallen, sie war vielseitig und man bekam einen ersten Eindruck vom tropischen Regenwald Costa Ricas und vom Leben in den Straßen und Vororten dieser Hafenstadt.
Am Nachmittag haben wir uns auf eigene Faust Puerto Limón angeschaut. Zum Glück hat der Regen aufgehört.
Nahe des Piers gibt es einen kleinen Park mit einem Kolumbus-Denkmal, daneben einen Aussichtspier.In bequemer Geh-Entfernung findet man viele Straßen mit Geschäften, Bars, Cafés, dem vollem Leben, eine schöne Markthalle, viele fliegende Händler, teils mit super Obstauswahl, zwei Kirchen, ein Baseball-Stadion und schwüles Wetter.
Costa Rica ist eigentlich für Öko-Tourismus bekannt, in Puerto Limón sieht es aus wie in vielen anderen sich entwickelnden Ländern: Strom kostet wenig, Straßenlaternen brennen tagsüber, Müll liegt herum, Busse parken mit laufendem Motor und heftigem Abgasgestank, nur um Touristen Air Condition bieten zu können, usw.
Um 18:30 sind wir ausgelaufen, kurz zuvor legte die MSC Lirica ab, die den Pier mit uns geteilt hat. Mit einem Mango Maitai, den wir an der Sky Bar gekauft hatten und an der Reling mit Blick auf die Stadt und das andere Schiff getrunken haben, klang der Tag gut aus.Dies ist Teil eines Reiseberichts über unseren Urlaub 3 Wochen Florida mit Kreuzfahrt Jewel of the Seas, Details dazu finden sich hier.
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