Sonntag, 31. Mai 2020

Die Eremitage Bayreuth: Markgräfliche Parkanlage in Oberfranken

Eine der Haupt-Sehenswürdigkeiten der Region Bayreuth ist die Eremitage. Diese historische Parkanlage mit abwechslungsreicher höfischer Architektur wurde hauptsächlich im 18. Jahrhundert gestaltet, immer wieder renoviert und ist heutzutage auch bei den Einheimischen sehr populär. 

Der Eintritt in den Landschaftspark kostet nichts und ist ein beliebtes Ziel für einen Sonntagsspaziergang mit der Familie. Die meisten Wege sind eben und gut ausgebaut, so dass man an vielen Stellen auch mit Kinderwagen oder Rollator unterwegs sein kann. Wer gut zu Fuß ist, geht auf kleineren Wegen oder auch Treppen, und kann einige Stunden in der 49 Hektar großen Anlage verbringen.

Altes Schloss, Eremitage Bayreuth

Das Foto zeigt das Alte Schloss, in dem es auch Führungen gibt (dazu unten mehr). Ich mische hier einige Fotos von heute und vom 01.06.2019, als ich ebenfalls hier war.

Ich kenne die Eremitage seit über 20 Jahren und gehe gerne dorthin, auch um zu entspannen. Die großen Bäume und geometrisch angelegten Gärten sowie die vielen Gebäude wirken auf mich irgendwie beruhigend. Die Bäume und Bepflanzungen sind je nach Jahreszeit sehr unterschiedlich, jede Zeit hat ihren Reiz. Besonders schön finde ich die Eremitage im Frühsommer, wenn die großen Rhododendren blühen.

Montag, 4. Mai 2020

Urlaub zuhause: Impressionen vom Mühlenweg im Frankenwald

Dieses Jahr werden die meisten ihren Urlaub hierzulande verbringen. Corona und die bestehenden Reisebeschränkungen machen Ausflüge, Kurzreisen oder auch Camping innerhalb Deutschlands attraktiv. Der eine oder andere, der sonst im Urlaub lieber in die Ferne reist, fängt an, sich zu überlegen, wo es hierzulande am schönsten ist. 

Sanne von Travelsanne hat sich bei Reisebloggern umgehört und zum Thema Heimatliebe Schönste Urlaubsziele in Deutschland gesammelt. Im Teil mit den Reisetipps von Reisebloggern für den Süden bin ich dabei und habe über meine Wahlheimat, den Frankenwald, geschrieben.

Frankenwald: Mühlenweg

Hier auf dem Blog finden sich unter der Kategorie Franken ja schon lange auch Tipps und Ausflugsideen innerhalb Frankens. Franken besteht aus Unter-, Mittel- und Oberfranken und nimmt ungefähr die nördliche Hälfte Bayerns ein. In Oberfranken finden sich UNESCO-Welterbestätten, sehenswerte Städte, Burgen, Museen, aber auch viel Natur und Landschaft, die zum Erholen einlädt. Die Fränkische Schweiz ist manchmal überlaufen; mehr Ruhe findet man im Fichtelgebirge und im Frankenwald. 

In beiden Mittelgebirgen leben relativ wenig Menschen; man trifft nicht ständig auf andere, und man kann sich von den vielen sehr gut ausgeschilderten Wander- und Fahrradwegen immer wieder neue aussuchen und so die Region bequem erkunden. Mein kurzer Beitrag bei Sanne heißt daher "Kraft tanken im Frankenwald, Waldbaden nennt man das heutzutage... ;-)

Frankenwald: Mühlenweg

An Ostern waren wir auf dem bekannten Mühlenweg unterwegs, der sich auch "grüner Pfad im Frankenwald" nennt und der zu vielen idyllischen Stellen führt. Vom Mühlenweg stammen die Fotos hier und bei Sannes Artikel.

Dienstag, 31. März 2020

Impressionen Q1 2020

Auch dieses Jahr möchte ich ein paar Fotos zusammenstellen, um Reisen und Ausflüge oder auch Impressionen aus meiner Heimat und meinem Leben zu teilen, die ich zwischendurch entweder schnell auf meinen Instagram-Account lade oder die ich mit dem Smartphone knipse. Mit Instagram habe ich glaube ich 2014 angefangen, seit 2017 suche ich einige Fotos pro Monat heraus und veröffentliche sie hier quartalsweise auf dem Reiseblog. Einen ausführlichen Blog-Artikel zu schreiben, dauert immer lange, daher mag ich auch solche kurzen Impressionen zwischendurch.

Los geht's mit dem Januar 2020 und einigen Wanderungen durch die heimischen Wälder im Frankenwald und Fichtelgebirge. In der Mitte oben ein Foto vom Biathlon-Weltcup in Oberhof. Der Schnee kam aus der Skihalle in Neuss und wurde mit LKWs angekarrt, was für die Umwelt sicherlich nicht das Beste ist. Die Stimmung vor Ort war allerdings klasse und ich habe das Erlebnis genossen, dabei sein zu dürfen. Das nächste Foto zeigt den Anflug auf den Flughafen Heathrow; ich war Mitte Januar ein paar Tage in England auf einer Veranstaltung. Damals kamen noch Direktflüge aus Wuhan an und einige Kollegen hatten danach Husten und eine etwas ungewöhnliche Grippe; allerdings wissen wir bis heute nicht, was das wirklich war. 

Collage Instagram-Fotos Januar 2020

Eher zufällig kam ich zum Schloss Schwarzburg, das malerisch im Thüringer Wald liegt. In diesem Ort hat Friedrich Ebert 1919 die Verfassung des Deutschen Reichs unterzeichnet, einiges südlich von Weimar, der Stadt, die der Weimarer Republik ihren Namen gab. Die letzten Jahre wurde hier renoviert, das Foto links zeigt das Schloss von der Ferne. Am Ende des Monats bin ich beruflich eine lange Strecke Auto gefahren; abends war Zeit für einen Stadtbummel im niederländischen Eindhoven. Fasziniert hat mich die Parkgarage für Fahrräder, hier auf dem mittleren Foto.Von dort ging's über Belgien, das Saarland und das Elsaß nach Zürich. Hier ein Foto von einer kleinen Pause mit Blick auf die Hohkönigsburg, die man bei dem klaren Winterwetter sehr gut sehen konnte.

Im Februar habe ich ein Foto vom Anflug auf Paris geteilt; an der Seine konnte man sich gut orientieren und einige Sehenswürdigkeiten von oben erahnen. Ich war nur am Flughafen, da ich am nächsten Tag gleich weiter geflogen bin auf eine einwöchige Reise nach Mauretanien. Davon stammen die meisten der Fotos vom Februar. Sehr beeindruckt hat mich der kilometerlange Zug mit Erz, der die Eisenerzbergwerke bei Zouérat mit dem Atlantik verbindet. Vier Lokomotiven und 200 Waggons sind keine Seltenheit!

Collage Instagram-Fotos Februar 2020


Ich war mit einer französischen Reisegruppe und dem bequemeren Touristenzug unterwegs. Die Wirtschaft des Staates hängt an der Förderung von Eisenerz nahe der Stadt Zouérat. Links unten der Ben Amira vom Zug aus gesehen. Er ist der drittgrößte Monolith der Erde und sehr imposant. Wir haben dort zwei Nächte gezeltet und abends auch am Lagerfeuer gesessen, was man auf dem Foto rechts sehen kann. Ganz rechts dann der Blick auf das winterliche Rugendorf vom Auto aus.

Samstag, 29. Februar 2020

Tipps zu Panama

Für Ria soll es dieses Jahr über Ostern für 2 Wochen auf Roadtrip durch Panama gehen. Zur Vorbereitung hat sie hat andere Reiseblogger nach ihren Erlebnissen und Tipps gefragt. Herausgekommen ist ein Round Up Highlights und Tipps für Panama.

Von Panama habe ich außer dem Kanal noch nicht allzu viel gesehen, aber der war eins meiner beeindruckendsten Erlebnisse überhaupt, so dass klar war, dass ich darüber ein paar Sätze schreibe. Was, könnt Ihr hier bei Ria nachlesen.

Panamakanal

Dort findet Ihr auch weitere Tipps zu Panama Stadt, dem Inselparadies Bocas del Toro und zu Land, Leuten, Kaffee und Kultur dieses kleinen aber vielseitigen Staates in Mittelamerika. Auch sonst lohnt es sich, bei Ria zu stöbern. Sie liebt Hamburg, ist aber schon viele Jahre mit dem Reisevirus infiziert und berichtet darüber auf ihrem Blog Ria on Tour.

Und wer noch mehr über den Panamakanal wissen will: Mein ausführlicher Artikel zum Panamakanal ist hier auf dem Blog.

Dienstag, 31. Dezember 2019

Impressionen Q4 2019

Hier der Rückblick auf das vierte und letzte Quartal 2019 mit ein paar Fotos, die ich auf Instagram gepostet habe. Im Laufe dieses Jahres bekam ich mal wieder die bekannte Instagram-Müdigkeit, zumal das Tool die Sichtbarkeit extrem eingeschränkt hat und vieles, was ich teilte, bei Freunden gar nicht ankam. Ich habe nicht mehr so viel gepostet wie die Jahre zuvor. Ein paar Stories zwischendurch und ein paar Erinnerungen, aber wenig Neues.

Am Tag der Deutschen Einheit, dem 3. Oktober, fahre ich gerne in die Bundesländer, die früher die DDR bildeten. Dieses Mal waren wir in Chemnitz, das damals Karl-Marx-Stadt hieß. Leider regnete es, aber das smac, Sachsens Archäologisches Museum, lohnt bei jedem Wetter. Es ist im ehemaligen Kaufhaus Schocken untergebracht, über dessen interessante Geschichte man sich darin auch informieren kann. Gut gefallen hat mir, dass im Museum klar wird, dass auch die Sachsen von Einwanderern aus Afrika und Anatolien abstammen... Rechts oben ein kleiner Steinpilz, den ich im Frankenwald bei einem Waldspaziergang gefunden habe. 20 Grad Wärme nach dem Regen ließen dieses Jahr die Pilze gut wachsen.

Collage Instagram-Fotos Oktober 2019

Neu für mich, obwohl ich viele Jahre in Nürnberg gelebt habe, war das Tucherschloss. Zwischen 1533 und 1544 als Stadtschloss der Nürnberger Patrizierfamilie Tucher errichtet, wird die Welt der wohlhabenden Nürnberger Handelsfamilien jener Zeit lebendig. Der Hirsvogelsaal im Garten des Areals galt als schönste Schöpfung der ganzen deutschen Frührenaissance und war vor 100 Jahren eine der Hauptattraktionen Nürnbergs; er wurde im 2. Weltkrieg zerstört und erst vor einigen Jahren wieder aufgebaut. Im Garten des Tucherschlosses gab es diesen Sommer eine Ausstellung mit Werken von Holzbildhauer Stefan Schindler, der am 20. Oktober gezeigt hat, wie er arbeitet; da waren wir dort und haben zugeschaut. Rechts ein Foto von London beim Anflug auf Heathrow. Ich habe die Stadt mit ihren Lichtern noch nie so schön von oben gesehen und war ganz begeistert von meinem Fensterplatz. Die Fotos werden nie so gut, aber man konnte sich an der Themse entlang gut orientieren; sah u.a. die Tower Bridge und das rot illuminierte London Eye.

Das erste Foto im November stammt vom Schloss Callenberg nahe Coburg. In dem sehenswerten Jagd- und Sommerschloss der Herzöge von Sachsen-Coburg und Gotha darf man innen nicht fotografieren. Auch das Deutsche Schützenmuseum ist dort untergebracht. Viele Stories und einen Beitrag habe ich über das nagelneue Flaggschiff der Reederei MSC Cruises gezeigt: Ich durfte die MSC Grandiosa vor ihrer Taufe kennen lernen und eine Nacht darauf verbringen. Danach war noch Zeit für eine kleine Tour durch Hamburg einschl. einem Essen in der Elbphilharmonie. Die drei Fotos oben neben dem Schloss stammen von dieser Kurzreise.

Collage Instagram-Fotos November 2019

Sonntag, 29. Dezember 2019

Mainzusammenfluss bei Kulmbach

Ich geb's zu: Früher habe ich mich wenig für Flüsse interessiert... Je mehr man aber darüber nachdenkt, wie Flüsse früher als Handelswege die Geschichte bestimmt haben, umso interessanter wird das Thema! Viele historisch interessante Städte liegen an großen Flüssen und haben auch durch die Lage am Wasser einen besonderen Reiz.

In Deutschland gehört neben Rhein, Elbe und Donau auch der Main zu den bekanntesten Flüssen. Er fließt bei Mainz in den Rhein und ist, obwohl er mit nur 527 km nicht sonderlich lang ist, ein geografisch, landschaftlich und historisch interessanter und wichtiger Fluss.

Der Main schlängelt sich grob von Osten nach Westen durch fränkische Mittelgebirge, das fränkische Weinbaugebiet und durch Hessen. Er fließt dabei durch schöne Landschaften und berührt kleinere aber auch größere Städte, wie Würzburg oder Frankfurt. Ab Bamberg ist er schiffbar.

Mainzusammenfluss bei Kulmbach



Das ist alles bekannt, aber was viele nicht wissen: Der Main entsteht durch den Zusammenfluss von zwei Quellflüssen, die ungefähr gleich groß sind, wenn sie an der Mainwiege ankommen. Die oberfränkische Kreisstadt Kulmbach ist nicht nur durch ihr berühmtes Bier und die Plassenburg bekannt, sondern auch als Standort des Main-Zusammenflusses. Südwestlich von Kulmbach vereinen sich die beiden Quellflüsse nahe Schloss Steinenhausen.

Die beiden Main-Quellen

Der Weiße Main entspringt im Fichtelgebirge, am Osthang des Ochsenkopfs. Er ist 45 km lang. Sein Einzugsgebiet ist vor allem durch hellen Granit geprägt, was ihn klar macht und wohl zu der Namensgebung Weißer Main führte. 

Der Rote Main wiederum entspringt im Lindenhardter Forst südlich von Bayreuth im Sandstein und fließt durch lehmhaltiges Gebiet. Er hat eine rötliche Färbung; daher bekam er seinen Namen. 

Der Weiße Main ist kürzer als der Rote, aber wasserreicher, seine Quelle gilt offiziell als die Hauptquelle des Mains insgesamt. Der Rote Main ist mit 73 km zwar länger als der Weiße, aber wasserarmer.

Mainzusammenfluss nahe Kulmbach

Dieses Foto zeigt einen Tisch, der am Mainzusammenfluss steht. Er besteht aus einer Tischplatte aus Fichtelgebirgsgranit von der Weißmainquelle und hat einen Sockel aus zwei Sandsteinen. Der gelbliche Sandstein stammt von der Rotmainquelle, der rötliche aus dem unteren Maintal. Außerdem sieht man den Lauf des Flusses blau dargestellt. (Auf dem Foto unten sieht man die Sockel besser.)

Ziel für Radfahrer und Wanderer

Seit einigen Jahren erfreut sich der Main-Radweg großer Beliebtheit und viele Menschen wandern auch auf den gut ausgeschilderten Wegen am Main entlang. Ich war vor vielen Jahren das erste Mal an der Stelle. Damals gammelte ein alter Kahn an der damals sehr schlecht zugänglichen Mainwiege. Ein paar Meter weiter überquerte ein alter Steg den Fluss, das war's.

Sonnenuntergang am Tonle Sap, Kambodscha

Meine Reihe Foto der Woche habe ich vor knapp einem Jahr mit einem Foto vom Mekong begonnen. Heute ist der letzte Sonntag des Jahres; daher passt es ganz gut, das Foto-der-Woche-Jahr auch mit einem Foto aus Kambodscha zu beschließen.

Tonle Sap heißt der See auf diesem Foto, der nicht weit von Siem Reap liegt und u.a. mit dem Tonle-Sap-Fluss verbunden ist. See und Fluss sind extrem fisch- und artenreich und man sieht in der Region viele Fischerboote und allgemein viele Menschen, die auf Booten unterwegs sind. Der Tonle-Sap-Fluss mündet bei Phnom Penh in den Mekong und man kann ihn auch mit größeren Schiffen befahren. Einmalig ist, dass der Tonle-Sap-Fluss zweimal im Jahr seine Fließrichtung ändert!

Sonnenuntergang am Tonle Sap, Kambodscha



Wenn der Mekong aufgrund Schneeschmelze und Monsun viel Wasser führt, drängt sein Wasser in den Tonle-Sap-Fluss, dessen Wasser dann den Tonle Sap See anfüllt. Der See wird dadurch im Laufe der Monate ungefähr fünfmal so groß und tief wie in der Dürrezeit. Im September ist der Höhepunkt der Überflutung.

Die Region ist ein einzigartiges Ökosystem; Fischfang und Reisanbau sind wichtig für die Bevölkerung und man geht heute davon aus, dass die Entwicklung des Khmer-Königreichs und die Region um Angkor ohne den Wasser- und damit verbundenen Nahrungsreichtum in dieser Art nicht möglich gewesen wäre. 

Im November wechselt die Fließrichtung des Flusses wieder in Richtung Mekong und der Mekong wird über den Tonle-Sap-Fluss mit Wasser aus dem Tonle Sap See gespeist.

Für weitere Informationen zu meiner Reise nach Südostasien bitte hier klicken.