Montag, 14. Januar 2013

3 Wochen Südostasien

Nach Angkor Wat wollte ich schon so lange ich denken kann. Eine dieser Steinansammlungen, denen ich nicht widerstehen kann. :-)

Da ich vor längerem einen Prospekt von Phoenix Reisen in die Hände bekommen hatte, der eine 11tägige Reise mit einem kleinen kolonialstilmäßigen Flussschiff aus Tropenhölzern beinhaltete, habe ich ca. zwei Jahre mit mir gerungen und dann gebucht. Es ging über Bangkok nach Kambodscha und von dort in den Süden Vietnams. 

Angkor WatHighlight war natürlich Angkor Wat, aber auch der Rest der insgesamt 3wöchigen Reise war vielseitig und bot eine Menge interessante Erfahrungen, die ich genossen habe und nicht missen möchte. Ein interessanter, entspannter Urlaub!

Hier die Eckdaten: Wir waren drei Wochen unterwegs, zuerst zum Eingewöhnen und für erstes Sightseeing 2 Tage in Bangkok. Die Stadt verändert sich schnell und ist immer wieder schön und interessant, voll pulsierenden Lebens.

Impressionen aus Bangkok - Flug mit Thai A380, Wat Arun, Großer Palast
Von dort ging's mit dem Flieger nach Siem Reap, um einige der beeindruckenden Tempelanlagen in der Region um Angkor zu erkunden.

Die Fotos werden übrigens alle größer, wenn man drauf klickt. :-)

Angkor Region und Siem Reap

Auf die vielen Tempel und Ruinen folgten 11 erholsame Tage mit der Lan Diep auf den Flüssen Tonle Sap und Mekong mit vielen abwechslungsreichen Stopps.

Barbara an Bord der Lan Diep auf dem Mekong

Auf dem Oberlauf des Mekong war ich vor über 20 Jahren schon einmal mit dem Schiff unterwegs (damals ein Tagesausflug in Yunnan ganz im Südwesten Chinas) und wollte unbedingt mehr davon sehen. Das hat sich auch gelohnt!

Die Schifffahrt endete in Ho-Chi-Minh-Stadt, dem früheren Saigon, mit Sightseeing und Ankommen in der Gegenwart.

Vietnam

Danach sind wir noch für 4 Nächte nach Phan Thiet ans Südchinesische Meer, um die Eindrücke wirken zu lassen und um noch etwas Strand und Meer zu genießen. 

Neben alten Steinen und Tempeln gab es moderne Städte und traditionelle Dörfer zu sehen, Ochsenkarren, Fischzucht, Obstanbau, usw. Auch die Geschichte der letzten Jahrzehnte wurde lebendig, die Herrschaft der Roten Khmer (wir besuchten ein Gefängnis und Killing Fields) oder der Vietnamkrieg (ich bin durch Tunnel gekrochen, in denen sich Menschen damals versteckt hielten und von wo aus sie kämpften) prägen diese Länder und die Menschen bis heute.

Hier die Route im Detail: 
  • 23.12.2012 Anreise, Flug nach Bangkok
  • 24.12.2012 Ankunft Bangkok, Klongfahrt und Wat Arun 
  • 25.12.2012 Bangkok Sightseeing
  • 26.12.2012 Flug nach Siem Reap, Banteay Srei
  • 27.12.2012 Angkor Wat, Angkor Thom
  • 28.12.2012 Ta Prohm, Handwerker, Schnellboot auf dem Tonle Sap See, Einschiffung Lan Diep
  • 29.12.2012 Kampong Chhnang, Landleben, schwimmende Dörfer
  • 30.12.2012 Kampong Tralach, Ochsenkarrenfahrt
  • 31.12.2012 Kampong Cham, Tempel
  • 01.01.2013 Kampong Cham, Schwimmen im Mekong
  • 02.01.2013 Phnom Penh, Palast und Killing Fields
  • 03.01.2013 Phnom Penh
  • 04.01.2013 Chau Doc, Vietnam
  • 05.01.2013 Cai Be, schwimmende Dörfer
  • 06.01.2013 My Tho, Markt, Obstanbau
  • 07.01.2013 Saigon / Ho-Chi-Minh-Stadt, Cu-Chi-Tunnel
  • 08.01.2013 Saigon / Ho-Chi-Minh-Stadt, Fahrt ans Meer 
  • 09.01.2013 Baden in Vietnam
  • 10.01.2013 Baden in Vietnam
  • 11.01.2013 Baden in Vietnam
  • 12.01.2013 Rückfahrt
  • 13.01.2013 Rückfahrt

So nach und nach möchte ich einzelne Fotos und Infos dazu veröffentlichen und hier verlinken. Schaut also am besten immer mal rein oder abonniert die neuen Einträge über die Funktion im Blog rechts oben.

Ein paar Impressionen finden sich auch hier auf meinem Foodblog.

Die Entscheidung, die Reise organisiert mit Phoenix durchzuführen, war gut. Den Veranstalter kann ich empfehlen. Die Reise war abwechslungsreich, perfekt geplant und perfekt durchorganisiert. Ich wollte ja unbedingt einige Tage auf dem Mekong schippern und das lässt sich individuell nicht so einfach oder gar nicht organisieren. Außerdem hatte ich die Monate zuvor keine Zeit, selbst etwas vorzubereiten.

Lan Diep

Diese Form des Urlaubs hat Vor- und Nachteile. Man ist natürlich nicht so flexibel, wie wenn man alles selbst organisiert. 44 Leute auf einer Reise, zusammen auf einem Schiff, und wir waren so ziemlich die jüngsten: Wenn die Ausflüge um 8 Uhr los gingen, saßen die meisten Mitreisenden um 7:50 Uhr schon im Bus. Wir hatten aber Glück und eigentlich fast nur interessante und sympathische Mitreisende, viele auch Rentner aus den neuen Bundesländern, die in unserem Alter nicht so viel reisen durften und dies nun nachholen.

Besichtigung eines Tempels barfuß Vorteil ist natürlich, dass man in der kurzen Zeit von nur drei Wochen geballt sehr viel und sehr gut organisiert sehen und erleben kann. Die Organisation war echt klasse. Es gab in jedem Ort einheimische deutschsprachige Führer, auf dem Schiff war noch eine sehr kompetente und sympathische Reiseleiterin von Phoenix mit dabei. Alleine würde ich mich selten trauen, Dorfszenen zu fotografieren - wenn das 20 andere machen, verliert man die Hemmungen... Vieles wäre alleine nicht möglich, übersetzte Gespräche mit einem lustigen Palmzuckerbauern, Informationen über dessen Familenverhältnisse und das Dorfleben ohne Strom usw., tragen dazu bei, mehr Verständnis über die Situation im Land zu entwickeln. Auch die Reiseführer waren durchwegs sehr gut und brachten auch persönliches mit rein. Ihr Deutsch hatten sie in den 1980ern in der DDR gelernt, Kambodscha und Vietnam waren ja befreundete Staaten.

Außer der Schifffahrt ist die Reise einfach auf eigene Faust machbar: Die drei Länder sind  sowohl für Rucksackreisende als auch für individuell Reisende mit etwas  mehr Budget relativ einfach selbst zu bereisen. Man erlebt das Ganze dann natürlich etwas anders. Wir haben uns auch kleine Auszeiten genommen oder auch mal ein Essen ausfallen lassen, weil wir woanders waren; das ist also auch möglich.

Tipps:
  • Wer diese Reise mit Phoenix nachmachen möchte, sollte sich frühzeitig entscheiden - da sie immer schnell ausgebucht ist! Ihr könnt sie natürlich auch über meine kleine Reisevermittlung buchen (Internet oder Ihr meldet Euch per Mail). Das würde mich erstens freuen und zweitens gibt's für jede Buchung, bei der Ihr Euch auf den Reisebericht hier bezieht, eine kleine Überraschung von mir für Euch. :-)
  • Die Reise gibt's auch in anderer Richtung. Ich hatte wegen der Badeverlängerungsmöglichkeit in Vietnam (da war ich zuvor noch nie gewesen) und wegen des Termins diese Richtung gewählt, aber eigentlich ist die andere Richtung fast die optimalere, mit den Sightseeing-Highlights am Schluss.
  • Die Reisezeit war gut, es war relativ kühl (ca. 27° - 32°C), manche Einheimische trugen Handschuhe, Mützen und Fleecepullis - nein, nicht in klimatisierten Räumen, sondern draußen, war ja Winter. ;-)
  • Wer Angkor Wat leerer mag, kann auch in unserem Sommer hin, zur Monsunzeit regnet es immer mal kurz und heftig, sei aber entspannter, weil weniger Touristen dort sind.
  • Man braucht auf dieser Reise eine ganze Menge 1-Dollar-Scheine.
  • Internet  gab’s in den großen Hotels (in Bangkok nur gegen Gebühr), unterwegs in  Internetcafés o.ä. und zeitweise kostenlos per WLAN (wer mochte, auf dem schiffseigenem Laptop) auf  der Lan Diep.
  • Klamottenmäßig war es zum Glück sehr entspannt. Es ist sehr warm, daher am besten leichte Kleidung mitnehmen. Man braucht bequeme Schuhe, manchmal läuft man z.B. eine Böschung hoch, weil das Schiff irgendwo am Flussufer anlegt.
  • Nehmt ein Fernglas mit - ich fand es echt interessant, das Flussufer beim Vorbeifahren damit zu beobachten.
  • Auf dem Rückflug und auch zwischendrin in Bussen usw. war es durch die Klimaanlagen sehr kühl und zugig - also immer einen Pulli, Schal oder Jacke mitnehmen!
  • Mir fällt sicher noch mehr ein, wird ergänzt...
Lest auch mal weiter bei Jutta, die u.a. vom Cocktail der Thai Airways so angetan hat, dass sie und ihr Mann die Reise das Jahr danach gebucht haben, mit Vorprogramm Laos. Hier klicken!  

Kommentare:

  1. Knaller Reise, ich will auch mal dahin! :-) Schade daß du die Fotos in deinem Blog nur so klein machst...LG

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  2. Den Bericht werde ich bestimmt noch sehr oft lesen :-)

    Ich werde jetzt eine Flasche Schampus köpfen, zur Feier des Tages. Juhu!!!!Hach, wie schöööön!

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  3. Feste soll man feiern wenn sie fallen. In Gedanken stoße ich mit an! :-)

    Du motivierst mich hoffentlich, dass ich bald mehr schreibe und die Tage nach und nach mit Leben und Fotos fülle.

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  4. @ Flögi: Sorry, Dein Kommentar war erst durchgesrutscht, jetzt ist er da!

    Die Fotos sind schon groß. Mein Blog und das Design sind aber so alt, daher erscheinen die im Hauptfeld so schmal. Heute hat man ja auch breitere Text-Foto-Felder. Ich könnte mal komplett redesignen, allerdings fehlt mir dazu derzeit die Lust. So lange musst Du leider auf die Fotos klicken, dann sind sie deutlich größer und man sieht auch die Details.

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  5. Hallo Barbara, ich habe deine Antwort nur jetzt gelesen. Ja, ich weiß es, eben so habe ich auch gedacht, bei mir war die selbe Schablone früher und ich habe erst vor paar Monaten geändert und den Haeder breiter gemacht, dann nachträglich alle Fotos einzeln auf die größte Größe gestellt, hat nur zwei Tage arbeit gekostet :-) Aber den Haeder kannst du ja bei dieser Schablone auch selber breiter ziehen und dann in der Zukunft die Fotos eine Nummer größer einstellen. War aber nur eine Idee. ;-) Liebe Grüße

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  6. Inspiring blog! I gave you an award - Liebster Award. For details please see my page: map-of-clouds.blogspot.co.uk

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  7. Hallo Barbara, bin durch Zufall auf deinen Blog gekommen, finde ihn toll und sehr inspirierend, vor allem, da ich gerade den Entschluss gefasst habe, auch einen Blog über Reisen und Gedanken aus meinem Leben und zu Hobbies zu machen. Angefangen habe ich schon, aber dein Blog hat mir noch Ideen gebracht, wie man es besser machen kann ! Ich werde also noch etwas mehr rumbasteln.
    Dazu auch eine Frage: wie machst du das, dass du die Fotos so schön nebeneinander darstellen kannst ? Das möchte ich auch gerne, hab es aber noch nicht hinbekommen.
    Schon im voraus "Danke" für eine Antwort!
    Beate

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  8. @ Flögi: Die zwei Tage Arbeit sind gerade nichts für mich... ;-)

    @ Klaudia: Thank you. :-)

    @ Gern Reisende: Willkommen hier und viel Spaß beim Bloggen!

    Das mit den Fotos nebeneinander mache ich nicht mit Blogger, sondern mit einer ganz normalen Textverarbeitung (ich nutze OpenOffice): Die Bilder, die ich nebeneinander haben will, formatiere ich mit einer bestimmten Höhe und füge sie in das Dokument nebeneinander ein. Dann die Seitenvorschau, Bildschirm-Screenshot und zurechtschneiden, fertig. Es sind also keine einzelnen Fotos, sondern mehrere zusammen, die dann eine einzige Datei ergeben, die ich hochlade.

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  9. @ Barbara
    Danke! Werde es mal versuchen. Habe gehört, dass man es auch mit Photoshop Erweiterungen machen kann.
    Beate

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  10. Ein sehr schöner Bericht. Die Länder habe ich einzeln auch schon bereist, aber diese Mekong-Fahrt leider noch nicht. Bin schon gespannt, was du hier noch alles berichten wirsd!

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Ich freue mich über Kommentare und einen freundlichen Austausch.

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