Sonntag, 27. Dezember 2009

Visited countries 2009

Kürzlich ist mir aufgefallen, dass ich allein dieses Jahr in 20 Ländern war. Das verdient eine Landkarte. ;-)

visited 20 countries (8%)

Wer auch möchte: Create your own visited country map.

Vor gut zwei Jahren habe ich eine Karte mit den Staaten, die ich schon besucht habe, gebloggt. Ein paar weitere sind inzwischen dazu gekommen.

Sonntag, 6. September 2009

1 Woche Mittelmeer-Kreuzfahrt

Um ein paar Tage Wärme zu tanken und zu entspannen, entschieden wir uns kurzfristig für eine Kreuzfahrt durchs westliche Mittelmeer. Gebucht haben wir wieder bei Travelshop, was unkompliziert funktioniert hat.

7 Tage auf dem nagelneuen Schiff MSC Splendida in einer Glückskabine mit Balkon. Eine klassische Route: Genua - Marseille - Barcelona - Tunis - Valetta - Messina - Civitavecchia - Genua.


Kartenquelle: MSC Kreuzfahrten.

28.08.2009 Anfahrt mit dem Bus, Übernachtung nahe Verona
29.08.2009 Fahrt nach Genua, Genua, Einschiffung
30.08.2009 Marseille, Frankreich
31.08.2009 Barcelona, Spanien
01.09.2009 Karthago und Sidi Bou Saïd, Tunesien
02.09.2009 Valetta, Malta
03.09.2009 Messina, Sizilien
04.09.2009 Civitaveccia, Rom
05.09.2009 Genua und Rückfahrt

Wenn ich Zeit und Lust habe, schreibe ich etwas mehr über die einzelnen Reiseziele und unsere Anreise mit dem angebotenen Bus. Wer bis dahin Fragen hat oder etwas genauer wissen möchte, fragt mich bitte! Wenn jemand Ausflüge auf eigene Faust unternehmen möchte: Ich habe bei Google Maps eine Karte mit den ungefähren Anlegeplätzen des Schiffs auf unserer Reise angelegt.

Hier ein paar Eindrücke zum Schiff:

Das Schiff ist natürlich riesig, es war immer das größte in den Häfen und hat oft die umliegenden Häuser deutlich überragt. Hier der direkte Vergleich Barbara - Schiff. ;-)

Die MSC Splendida ist sehr neu, Taufe war erst im Juli gewesen.

Gut 3.500 Leute, viele Familien mit Kindern verschiedenster Nationalitäten (viele Italiener natürlich) sorgen für einen gewissen Lärmpegel, klar. Damit hatten wir gerechnet. Im Buffet ist es zeitweise schwierig, einen Platz zu bekommen, dafür kann man etwas später wieder kommen, antizyklisch agieren ist das Motto. Wir hatten manchmal die schönsten Plätze in der Cafeteria direkt am Heck mit Blick auf die Städte, die wir besucht haben, beste Aussicht vom 14. Deck aus!

Das Essen war gut, es gab auch eine gewisse Auswahl an Käse und Wurst (mal Salami, mal Mortadella, usw.), Pizza, Pasta, Fisch, Fleisch, viel Gemüse und Salate. Zum Frühstück Croissants, (Vollkorn-)Brot, Muffins, Obst, Joghurt, Rührei, Käse, Wurst, usw. Kaffee, Tee und Säfte werden serviert.

Ich persönlich fand das Essen im Buffetrestaurant besser als das Essen im Standard-Restaurant. Man kann in der Cafeteria besser auswählen, vor allem die frischen Salate und vielfältigen Gemüse waren super. Pizza gab es zu jedem Mittagessen.

Toll finde ich die große Anzahl an Balkonkabinen. Unsere Kabine war angenehm geräumig, gut ausgestattet mit Bett, Bad mit Dusche, Sofa, Schreibtisch, usw. Auf dem Balkon gab es bequeme Stühle und einen kleinen Tisch. Auch der Rest des Schiffs war natürlich einwandfrei in Schuss.

Es ist wirklich ein modernes Schiff. Wer darüber negativ schreibt und sich über Service, Essen o.ä. beschwert, mosert auf sehr hohem Niveau. Solchen Leuten empfehle ich dann die richtig teuren Kreuzfahrten mit Privat-Butler und Gourmetkoch, was es ja auch alles gibt. Auf der Splendida gibt es übrigens einen sog. Yacht Club mit Suiten, speziellem Poolbereich, Concierge, usw.

Vom Preis-Leistungs-Verhältnis fand ich unsere Reise perfekt. Wir haben für 7 Tage Westliches Mittelmeer in einer Balkonkabine auf dem obersten Kabinendeck (13) pro Person 849 EUR bezahlt. Inklusive ist das normale Essen. Es gibt zudem weitere Restaurants (mediterran, mexikanisch, toskanische Weinbar, Sportsbar und eine Konditorei) sowie viele Bars, in denen man Essen oder Trinken (Cocktails, Kaffee, Wein, Bier, etc.) gegen Aufpreis bekommen kann. Schön ist auch die Minibar im Zimmer, die u.a. mit Campari Soda bestückt ist – ein Vorteil auf einem italienischen Schiff. :-) Eiswürfel gibt es (kostenlos, glaube ich) nur auf Bestellung. Auf dem Schiff werden verschiedene Getränkepakete, u.a. für Mineralwasser, Wein, Bier, Cocktails angeboten.

Einen Bereich mit Gratis-Getränken (Kaffee, Tee, Wasser, Eiswürfel, Limonade u.ä.) gibt es nicht bzw. nur zeitweise zu den Essenszeiten innerhalb der Cafeteria. Das Wasser ist jedoch das normale, stark gechlorte Leitungswasser. Das ist ein Nachteil im Vergleich zu anderen Kreuzfahrtschiffen, in denen dieser Service normalerweise inklusive ist. Mineralwasser (kostet) in der Kabine wurde nur einmal täglich aufgefüllt. Man kann sich aber an jeder Bar welches besorgen.

Da es für uns die zweite Kreuzfahrt in diesem Jahr war, neigt man natürlich dazu zu vergleichen. Beide Schiffe waren klasse. Im Gegensatz zu der Jewel of the Seas werden die Servicekräfte hier anders gedrillt: Die Royal Caribbean scheint durch das amerikanische Publikum mehr Wert darauf zu legen, dass die Kellner, Zimmermädchen usw. lächeln, durchgängig zu allen freundlich sind und auch einmal einen Small Talk beginnen.

Was mir negativ auffiel, ist das typisch europäische Besetzen von Sonnenliegen. Die Pool- und Liegebereiche sind zwar groß, aber bei der Menge an Passagieren ist es trotzdem schwierig, einen schönen Platz zu finden, da die meisten Liegen mit Handtüchern aber ohne Menschen besetzt sind. Wenn dann zur Mittagszeit 3 Leute im Pool sind und ca. 100 Liegen um den Pool herum belegt sind, dann kann es nicht sein, dass die Leute gerade alle im Pool sind. Schön wäre in solchen Situationen, wenn man sich für 30 Minuten eine Liege schnappen könnte, mal kurz in den Pool ginge und dann etwas sonnen könnte, danach wäre ich z.B. zum Mittagessen verschwunden und hätte meine Liege wieder frei gemacht. So etwas geht hier leider nicht, weil man erst ewig sucht, bis man irgendwo noch eine leere Liege findet. Dabei hätte ich keinem den Platz weggenommen, weil ich wieder weg gewesen wäre, bis die Mittagesser wieder gekommen wären. Auf einem amerikanischen Schiff ist so etwas dann viel entspannter, weil (fast) alle Liegen unbesetzt sind, man daher auch keine besetzen muss, um eine zu bekommen. Blöd irgendwie… Interessant finde ich übrigens, dass das nicht nur Deutsche tun (das war mein Vorurteil), sondern auch die anderen Nationalitäten. Es ist auch üblich, früh Liegen zu reservieren, dann für 5 Stunden auf Besichtigung zu gehen und dann die Liege wirklich zu nutzen…

Merker für die nächste Kreuzfahrt - Mitnehmen: Genügend Klamotten (durch die Ausflüge in der Hitze ist man schnell verschwitzt und braucht genügend zum Wechseln), auch etwas schickeres (es gibt zwei Gala-Abende, für Herren wünscht man sich Smoking oder dunklen Anzug, aber Poloshirt und etwas anderes als Blue Jeans ging auch problemlos), bequeme Schuhe für lange Stadtbesichtigungen, Sonnenhut, evtl. Windjacke für Ätna, Pullover für Busfahrten und wenn es einen auf dem Schiff friert (die Klimaanlagen waren mir persönlich etwas zu kühl eingestellt).

Dienstag, 1. September 2009

Karthago und Sidi Bou Saïd

Der Morgen war entspannt. Nach einem Frühstück im À la carte Restaurant, verbunden mit langem Warten und einer Selektion von Käse, die aus einer einzigen Sorte bestand, haben wir es uns auf dem Balkon und an Deck am Pool gemütlich gemacht. Man konnte die tunesische Küste gut sehen - und später auch einige Fähren.

Gegen 14 Uhr sind wir in La Goulette angekommen.

Wir hatten einen vom Schiff aus organisierten Ausflug gebucht. Der Treffpunkt im Theater war etwas italienisch organisiert, irgendwann haben wir es aber auch geschafft und haben nach der Einreise (Kreuzfahrt-untypische Einreiseformalitäten mit Herzeigen des Reisepasses) auch unseren Bus gefunden.

Die Tour war klasse. Es ging mit dem Bus und einem kompetenten Reiseführer erst durch La Goulette zum alten Hafen von Karthago, dann gab's Sightseeing satt.

Man muss sich bewusst sein, dass das Ausgrabungsgelände Karthago nicht vollständig erhalten ist, sondern aus einer Ansammlung alter Steine besteht. Der Ort wurde Jahrhunderte lang als Steinbruch genutzt. Seit der Aufnahme in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes soll sich das gebessert haben.

Ich fand die Ruinen trotzdem faszinierend. Mit etwas Phantasie kann man sich vorstellen, wie es früher einmal aussah. Die Lage am Meer ist einzigartig.

Schön warm war es - ich glaube ca. 36 Grad.

Wir haben auch das Museum besichtigt, das ich sehr interessant fand.










Danach ging es mit dem Bus weiter nach Sidi Bou Saïd. Hier war Zeit zur eigenen Verfügung. Wer mochte, konnte mit dem Reiseführer in ein typisches Haus, das als Museum dient und über das normale Leben informiert, gehen und dies besichtigen.

Sidi Bou Saïd liegt wunderbar am Meer, leicht erhöht, so dass man einen schönen Ausblick hat. Es hat einen Ruf als Künstlerdorf und man hat den Eindruck, dass alle Touristen hierher kommen.

Mir war es am Anfang zu hektisch, aber wenn man ein paar Straßen weiter ging, ließ es sich aushalten.

Schön sind die weißen Häuser und die fast durchgängig blau gehaltenen Tore, Fenster und Balkons.





Tipps für Tunis und Karthago:
  • Vom Schiff aus sieht man einen Strand, von dem viele Menschen ins Wasser zum Schwimmen sind. Geschätzt ca. 5-10 Minuten zu laufen. Allerdings habe ich gehört, dass dies ein ziemlich dreckiger Stadtstrand sei. Von der Ferne sah er gut aus.
  • Es gibt eine Bahnstation der TGM in der Nähe des Hafens. Damit kann man gut und billig nach Tunis oder Karthago fahren. Im Internet und vor Ort recherchieren. Man benötigt allerdings lokales Geld: Geldautomaten sind in der Nähe des Hafens wohl vorhanden, oder man tauscht in einer Wechselstube oder Bank.
  • Mitreisende von uns haben eine individuelle Tour mit dem Taxi gemacht: Nach etwas Feilschen haben sie für 4 Personen inkl. Eintrittskarten und Trinkgeld 75 EUR bezahlt - Karthago, Sidi Bou Saïd und eine Stadtbesichtigung Tunis inklusive.
Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine Kreuzfahrt 7 Tage westliches Mittelmeer mit der MSC Splendida, Details dazu finden sich hier.

Montag, 31. August 2009

Stippvisite Barcelona

Kurz zusammengefasst: Für Barcelona braucht man länger... ;-)

Wir sind zwar früh morgens angekommen, aber um 14 Uhr fuhr das Schiff bereits weiter in Richtung Tunesien, so dass man um 13 Uhr wieder an Bord sein musste. Ein halber Tag ist für diese Stadt definitiv zu kurz.

Nach einem schnellen Frühstück (super Ausblick von der Cafeteria oben) sind wir mit dem Shuttlebus in die Stadt (man wird nahe der Kolumbusstatue rausgelassen) gefahren und dann zu Fuß weiter.

La Rambla und die kleinen Gässchen sind so früh morgens noch fast ausgestorben, aber schön zum Durchschlendern.

Gut gefallen hat mir die Kathedrale samt wunderschönem Kreuzgang und der Möglichkeit, aufs Dach zu steigen und einen Ausblick über Barcelona zu erhaschen.







Wir haben uns noch einiges in der Nähe angeschaut und sind dann mit der Metro (völlig unkompliziert) weiter gefahren zur Sagrada Familia.

Hier war es richtig überlaufen - massig Besucher aus aller Herren Länder und eine lange Schlange am Eingang. Die Besichtigung wurde also auf ein nächstes Mal verschoben.

Wir sind weiter mit der U-Bahn Richtung Plaça de Catalunya und haben mit Casa Milà und die Casa Batlló zwei weitere Werke von Antoni Gaudí angeschaut, bevor wir in Richtung Hafen und zum Schiff zurück sind.

Die Ausfahrt war schön, man sah die ganze Küste und nach einiger Zeit kamen plötzlich Delfine (oder Tümmler oder so etwas - man ist so weit oben und kann es nicht genau sehen), die das Schiff begleiteten und fröhlich umher sprangen.

Die Temperaturen waren angenehm, auf so einem großen Schiff kann man sich den Nachmittag gut vertreiben. Gegen 20 Uhr sah man dann Menorca am Horizont.

Nach dem Abendessen sind wir noch etwas durchs Schiff geschlendert - interessant zu sehen, was es alles gibt. Die Live-Musik ist erstaunlich gut und die Cocktails dazu natürlich auch.

Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine Kreuzfahrt 7 Tage westliches Mittelmeer mit der MSC Splendida, Details dazu finden sich hier.

Sonntag, 30. August 2009

Marseille

Morgens hatte man einen schönen Blick auf die französische Riviera und auf Marseille, wo wir gegen 7 Uhr ankamen.

Wir sind mit dem vom Schiff aus angebotenen Shuttle (10 EUR) in die Stadt gefahren. Der Bus hielt nahe der Börse in der Nähe des alten Hafens (Vieux Port).

Die zweitgrößte Stadt Frankreichs kannte ich nur vom Vorbeifahren. Früher war sie ziemlich berüchtigt, aber inzwischen ist man dort sicherer, wir haben uns wohl gefühlt.

Wir haben den alten Hafen und die Straßen dort etwas auf uns wirken lassen und sind dann gemütlich in Richtung Notre-Dame de la Garde marschiert. Da Sonntag war, waren die meisten Läden zu und die Straßen relativ leer, trotzdem konnte man einen ersten Eindruck der Stadt gewinnen: Marseille hat uns gut gefallen.

Das Wahrzeichen Marseilles, die exponiert auf einem Hügel liegende Kirche Notre-Dame de la Garde ist sehenswert. Vor allem der Ausblick auf die Stadt, das Meer und die Region um Marseille ist absolut beeindruckend.

Hier der Ausblick aufs Meer und das Château d’If:

Von der Kirche sind wir die andere Richtung den Berg herunter marschiert. Allein die Gerüche erinnerten uns an heiße Sommertage in der Provence.

An einem kleinen Platz haben wir eine Pause eingelegt und verdrückt, was wir kurz zuvor in einer Boulangerie eingekauft hatten. Lecker! Die französischen Gebäckstücke sind einfach einzigartig. :-)

Weiter ging’s zur Küste. Dort haben wir einen Strand gefunden, an dem viele Einheimische waren. Es gab dort auch etwas zu trinken, zu essen und eine Bademeister. Das Meer war erfrischend und richtig gut zum Schwimmen.

Nach etwas Sonnenbaden und Schwimmen war es dann höchste Zeit zurück zu gehen. Dummerweise hatten wir keinen aussagekräftigen Stadtplan mit (bei unserer Rückkehr haben wir nahe des Schiffs dann welche ausliegen sehen…), so dass wir einen ziemlichen Umweg gelaufen sind und uns mit der Zeit verschätzt hatten. Einen Bus oder ein Taxi zu nehmen wäre sinnvoller gewesen. Wir kamen etwas zu spät für den letzten Shuttle, der allerdings glücklicherweise auch Verspätung hatte, so dass wir noch mitfahren konnten.

Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine Kreuzfahrt 7 Tage westliches Mittelmeer mit der MSC Splendida, Details dazu finden sich hier.

Montag, 1. Juni 2009

6 Tage London

Wir waren ein paar Tage in London. Gebucht hatte ich bereits vor vielen Monaten bei Binoli, was letztes Jahr mit Rom schon gut geklappt hatte. Man bucht dort die Kombination eines Flugs mit Air Berlin und ein Hotel. Den Rest organisiert man selber. Preis-Leistung war wirklich okay.

Interessant fand ich: Mit dem derzeitigen Wechselkurs ist London richtig billig!!! Ein Bier am Flughafen für umgerechnet 1,75 € kriege ich in Deutschland nirgends, Espresso kostet im Stadtzentrum genauso wenig, Essen gehen war absolut bezahlbar, öffentliche Verkehrsmittel deutlich billiger als hier und sehr viele Museen sind kostenlos.

Wir hatten ein Hotel im Zentrum Londons, zu Fuß zur Westminster Abbey oder zum Buckingham Palace je 5 Minuten, die U-Bahn-Station St. James Park ist nur 100 m entfernt. Also eine ideale Lage. Es gehört derzeit zur NH-Gruppe und heißt Jolly St. Ermin's. Die Zimmer sind wie fast überall in London etwas klein, Baked Beans fanden sich nicht beim Frühstück, für das man am Sonntag Schlange stehen musste. Dafür gab es einen Wasserkocher im Zimmer und alles war sauber. Internet war allerdings relativ teuer, die Stunde für 5,95 £. Uns hat das Hotel gut gefallen.

Wir hatten wie meist noch keine genauen Pläne, was wir unternehmen wollten. Ein paar gute Tipps habe ich von einem lieben Freund bekommen, der seit Jahren in London lebt. Sonst haben wir uns vor Ort mit dem Reiseführer beschäftigt und uns unterwegs inspirieren lassen. Hier unser Programm:

26.05.2009: Hinflug, Erkundungs-Spaziergänge
27.05.2009: London Eye, Tower Bridge, Southwark, Kensington
28.05.2009: Greenwich
29.05.2009: Businessviertel, St. Paul's Cathedral, British Museum, Oxford Street, abends Haymarket Theatre
30.05.2009: Westminster Abbey, Hampton Court Palace, abends Globe Theatre
31.05.2009: National Gallery, Dim Sum, Rückflug

Ich war in den 80ern in London, das letzte Mal 1985 für eine Woche, s. Foto links. ;-)

Manche "Klassiker" wie Tower oder Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett habe ich mir daher dieses Mal gespart.

Wir erkunden Städte gerne zu Fuß, d.h. größere Strecken legen wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück, aber kürzere Strecken gehen wir zu Fuß und erfreuen uns an all dem, was wir so sehen. Gebäude, Menschen, Parks, Farben, Gerüche, usw.

Allgemeine Tipps:
  • Wir haben uns eine Oyster-Card für den öffentlichen Nahverkehr geholt. Die gibt es an verschiedenen Shops und an Underground-Stations. Pfand kostet 3 £, wir haben sie erst mit 10 £ aufgeladen, später noch etwas nachgebucht. Das funktioniert völlig unkompliziert und man bekommt das Pfand und das noch übrig gebliebene Guthaben zurück, wenn man sie wieder abgibt.
  • Bei vielen Sehenswürdigkeiten heißt es Schlange stehen. Bei einigen lässt sich dies vermeiden, indem man im Voraus online Tickets kauft, zum Teil sind diese dann teurer (sog. "fast track"), lohnen sich aber für ungeduldige Menschen wie mich oder wenn man wenig Zeit hat.
  • Schön ist es, mit einem der vielen Boote auf der Themse zu fahren. Damit kann man wunderbar größere Entfernungen zurück legen und sieht dabei eine Menge.
  • Neben den typischen Sehenswürdigkeiten und der Möglichkeit, gut zu shoppen und authentisch asiatisch zu essen, hat London kulturell einiges zu bieten: Theater, Musicals, Ausstellungen, usw. Einen guten Überblick bietet TimeOut.

Sonntag, 31. Mai 2009

National Gallery, Chinatown, Spaziergang

Frühstück war heute etwas stressig, sehr viele Leute, Schlange stehen. Bei uns ging’s, aber danach standen sie. Dann haben wir schnell gepackt, ausgecheckt und die Koffer im Gepäckraum abgegeben. Los ging's, ein kleiner Spaziergang durch den Park zur National Gallery.

Allgemein war London heute voller, viele Leute überall. Auch auf den Grünflächen sonnten sich überall Menschen.

Hier ein Foto vom Trafalgar Square vormittags. Die National Gallery ist am Nordende des Platzes.

Die National Gallery ist wirklich sehenswert! Übrigens auch wieder kostenlos. Das finde ich ganz gut, so sieht man z.B. auch viele Familien mit Kindern. Fotografieren darf man nicht.

Hier könnte man Wochen verbringen, nicht nur die Sammlungen, auch die Säle an sich sind interessant. Wir haben uns einiges herausgepickt, was wir unbedingt sehen wollten und sind nach den Plänen, die ausliegen, die halbwegs optimalen Routen gelaufen.

Danach sind wir weiter nach Chinatown, haben kurz die Supermärkte inspiziert (frische Lotoswurzeln und Durian!) und in einem chinesischen Restaurant leckere Dim-Sum gegessen.

Weiter ging es dann in Richtung Piccadilly Circus - auch sonntags sehr belebt - von dort die Straße namens Piccadilly entlang, einen Espresso getrunken, kurz ins auf Lebensmittel spezialisierte Geschäft Fortnum & Mason reingeschaut (für Foodies gefährlich...), an einer U-Bahn-Station unsere Oyster-Cards abgegeben, durch den Hyde-Park zum Buckingham-Palast, dann weiter durch den St. James Park ins Hotel, um unsere Koffer abzuholen.

Leider war die Zeit zu knapp, auch noch die Tate Modern zu besichtigen - wir müssen also wieder einmal nach London... ;-)

Dann ging es zum Bus nahe der Victoria Station. Der Bus A6 fuhr pünktlich ab, kam aber etwas verspätet am Flughafen an, weil unterwegs ein Unfall auf der Autobahn war. Das sollte man also einplanen!

Es schadet auch nicht, etwas früher am Flughafen zu sein: Der Stansted Airport bietet nach der Sicherheitskontrolle eine Menge: Läden, Bars, usw. Man kann gut seine restlichen Pfund los werden, Postkarten allerdings nicht mehr, der letzte Briefkasten ist davor. Der Rückflug lief okay, wir sind sogar etwas verfrüht gelandet, waren dann kurz vor Mitternacht daheim.

Samstag, 30. Mai 2009

Westminster Abbey, Hampton Court, The Globe

Heute sind wir als erstes zur Westminster Abbey, die zu Fuß keine 5 Minuten vom Hotel entfernt ist. Wir haben sie besichtigt, dafür sollte man sich mind. ein bis zwei Stunden Zeit nehmen, oder besser noch länger. Der Eintritt kostet £15 und beinhaltet Audioguides.

Ich hatte die Kirche schon einmal besichtigt, konnte mich aber an keine Details mehr erinnern und fand die Besichtigung sehr interessant und beeindruckend. Im schönen, erholsamen Kreuzgang ist übrigens ein Café untergebracht.

Wilhelm der Eroberer wurde im Jahr 1066 in der Westminster Abbey gekrönt, seitdem ist dies die Krönungskirche des Landes. Daneben findet man hier über 3.000 Grabstätten und Gedenktafeln zahlreicher historischer Persönlichkeiten aus den letzten tausend Jahren der britischen Geschichte. Der Besuch der Westminster Abbey ist also gleich eine Geschichtsstunde. Beigesetzt sind neben diversen Königen Charles Dickens, Charles Darwin, Isaac Newton, Georg Friedrich Händel und David Livingstone.

Nach der Besichtigung sind wir weiter zur Waterloo Station, weil wir nach Hampton Court wollten. Die U-Bahn zur Waterloo Station fuhr nicht, da sie an diesem Wochenende gewartet wurde.

Der Bahnhof ist groß und belebt. Man muss Zeit einplanen, um Tickets zu bekommen. Wir haben unsere am Automaten gekauft und mit Kreditkarte bezahlt, das funktionierte reibungslos. Der Zug nach Hampton Court fährt 35 Minuten. Dort angekommen, muss man nur der Masse Mensch folgen, vom Bahnhof aus geht man über die Themse, kann dort noch leckeres Softeis kaufen und gelangt in den Eingangsbereich von Hampton Court Palace.

Wir haben uns Tickets besorgt und sind dann erst durch die Parkanlagen marschiert. Das Wetter war wunderbar sonnig.

Den Rosengarten fand ich schön und natürlich sind wir im bekannten Labyrinth (The Maze) herumgeirrt.

Danach ging es in die auch sehensweren formalen Gärten zum Royal Tennis Court, auf dem sogar gespielt wurde. Überdacht, nach ganz anderen Regeln als wir Tennis heute kennen. Es erinnerte mich etwas an Squash, man spielt z.B. an die Wände und lässt von dort abprallen. Interessant.

Schließlich sind wir ins Schloß, das man sicherlich auch tagelang besichtigen kann. Darin finden sich weitere Ausstellungen, die teils temporärer sind. Wir haben zeitlich nicht alles geschafft, aber einen guten Eindruck bekommen.

Auch die großen Küchenanlagen "Henry VIII's kitchens" haben wir angeschaut, damals wurden mit ziemlichem Aufwand große Mengen Speisen zubereitet.

Die Appartements diverser Könige lohnen einen Besuch. Teils ist Museum hautnah ein Thema: Man hat z.B. die Möglichkeit, Spiele jener Zeit auszuprobieren.

In einem Speiseraum haben wir original englisch einen Pie mit beef und king's ale gegessen. Verhungern muss man nicht, es gibt auch Torten, Scones, Suppen usw. So gestärkt sind wir durch die restlichen Gärten geschlendert und haben uns die interessante Gemäldesammlung angeschaut.

Unser Zug ging um 17:24 zurück, wir sind etwas früher in Vauxhall ausgestiegen, weil wir mit der U-Bahn weiter fahren wollten, allerdings war diese am Sonntag auch außer Betrieb und es dauerte, bis ein Bus kam.

Trotzdem haben wir es noch geschafft, kurz im Hotel etwas warmes anzuziehen und die Theatertickets einzustecken, zum Globe Theatre zu fahren und noch ein jamaikanisches Bier zu trinken, bevor die Vorstellung anfing.

Wir hatten bereits von zuhause Tickets bestellt und uns auf Wie es euch gefällt gefreut.

Der Besuch hat sich wirklich gelohnt. Es ist Open Air Theater und man ist nahe am Geschehen.

Danach sind wir noch etwas durch die Straßen und an der Themse entlang marschiert, vor allem St. Paul's Cathedral beeindruckt mich nachts, aber auch der Rest der Skyline lohnt einen Blick.

Freitag, 29. Mai 2009

London City

Heute war ein Bummel durch die Innenstadt angesagt.

Wir sind mit der Tube zu Tower Hill, von dort gemütlich durch die Häuserschluchen zur Gurke (The Gherkin), die auch von nahem interessant aussieht. Ein paar Häuser weiter ist das Lloyd's Gebäude von Richard Rogers. Daneben als Kontrastprogramm der Leadenhall Market - ein überdachter Markt aus vergangenen Tagen. Die Royal Exchange liegt auf dem Weg, ursprünglich stand hier die älteste Börse Londons. Das heutige Gebäude ist aus dem 19. Jahrhundert, heute ist hier ein Luxus-Einkaufszentrum mit teuren Marken untergebracht.

Weiter an Banks und netten Läden vorbei landet man irgendwann an der St. Paul's Cathedral, die immer einen Besuch lohnt. Wir kamen um die Mittagszeit an, der schöne Park der Kathedrale war bevölkert von Büromenschen in ihrer Mittagspause. Das hatte auch einen Charme.

Man kann die Tickets zur Kathedrale an einem Automaten kaufen, der von der Kreditkarte abbucht und ein Ticket ausdruckt, das dann im Automaten hängt und etwas herausgefischt werden muss, aber das hat auch geklappt.

Die Besichtigung lohnt sich, leider war der oberste Aussichtspunkt geschlossen und ist dies wohl noch einige Monate. Man kommt aber ganz normal auf die bekannte Whispering Gallery (Flüstern überall) und auch noch 110 Stufen weiter mit beeindruckenden Ausblicken auf London.

In der Krypta ist ein Café untergebracht, in dem man u.a. Scones mit Clotted Cream und Tee oder auch leckere Quiches bekommen kann.

Mit dem Bus ging's weiter zum Britischen Museum. Der Eintritt ist kostenlos, man darf darin sogar fotografieren. Vor den Highlights ballen sich die Besucher aus aller Herren Länder.
























Das Museum lohnt wirklich! Die neue Stahl-Glas-Kuppel über dem Innenhof von Norman Foster ist natürlich faszinierend.

Die Exponate des Museums sind der Knaller, ich könnte ohne Probleme drei Wochen am Stück im Museum verbringen...

Hier stehe ich vor dem Stein von Rosette. Er ist hinter Glas und spiegelt etwas, trotzdem kann man die Schrift gut erkennen.

Der berühmte Lesesaal ist leider derzeit geschlossen. Ende 2012 soll er renoviert wieder eröffnet werden.

Wir haben es geschafft, uns nach einigen Stunden loszureisen und sind in die Oxford Street, die allerdings so voll war, dass bummeln keinen Spaß machte. Also sind wir zurück ins Hotel. Die U-Bahnen waren teils so voll, dass nur ein Teil der Menschen mit kam, man musste teils einige Bahnen warten, bis man reinkam, Feierabend wohl. Trotzdem alles sehr gesittet, kein Vergleich zu dem Gedränge, das ich teils in Asien erlebt habe.

Wir haben uns umgezogen und sind ins Theater. Das Royal Haymarket fand ich schön, es ist eines der bekannteren Theater, interessante Uraufführungen haben hier stattgefunden und heute noch treten bekannte Schauspieler auf.

Das Programmheft lohnt, es listet die Geschichte des Theaters auf, Informationen über das Stück, Interviews mit den Schauspielern, usw.

Wir haben Samuel Becketts Waiting for Godot gesehen, Vladimir war Patrick Stewart, Estragon Ian McKellen. Faszinierend.

Was mir aufgefallen ist: Die Zuschauer kommen völlig normal gekleidet, wie zum Stadtbummel, teils sogar im Jogginganzug. Geklatscht wird heftig, aber kurz.

Donnerstag, 28. Mai 2009

Greenwich

Nach dem Frühstück sind wir zu Fuß durch den nahegelegenen St. James Park zum Royal Haymarket Theatre und haben an der Kasse dort zwei Tickets für morgen abend gekauft.

Wir sind weiter zum Piccadilly Circus und dort in die U-Bahn, mit Umsteigen bis Tower Hill.

Dort haben wir kurz Reste einer römischen Stadtmauer angeschaut und sind am Tower entlang vorbei in Richtung Fluss.





Wir haben ein Boot nach Greenwich genommen. Das funktioniert immer unkompliziert, man kann einfach am Schalter Tickets kaufen. Vom Wasser aus hat man einen super Blick, fährt unter der Tower Bridge durch und sieht die Docklands, andere Schiffe, usw.

Gerne hätte ich in Greenwich die Cutty Sark gesehen, ich mag ja Klipper. Leider ist das Schiff vor zwei Jahren ausgebrannt und wird nun wieder restauriert. Die Cutty Sark ist zurzeit ist total eingewickelt und es wird noch dauern, bis man sie wieder besichtigen kann.

Wir sind kurz in den Ort. Greenwich ist ein nettes, typisches englisches kleines Städtchen. Nach einem Snack (Fish & Chips musste mal sein...) und der Besichtigung eines netten Marktes haben wir im Park gegessen und sind dann weiter am Maritime College vorbei zu den Museen. Die sind übrigens auch kostenlos.

Das Maritime Museum hat mir sehr gut gefallen, es gibt auch einen Raum über Entdecker (man kann auch selbst Entdecker spielen... ;-)), einen über Kreuzfahrten, eine Ausstellung über die Nord-West-Passage, und vieles mehr.

Danach sind wir in das historische Queen’s House, das auch von der Architektur her interessant ist. Es ist das erste klassizistische Haus Englands. Das Tulpen-Treppenhaus ist sehenswert, daneben die Gemäldeausstellungen.

Als nächstes haben wir uns einem weiteren Highlight genähert und sind durch den schönen, belebten Park weiter zum Royal Greenwich Observatory.

Am Nullmeridian tummeln sich Menschen aller Herren Länder und lassen sich fotografieren.

Das Museum für Astronomie- und Navigationswerkzeuge war stickig, aber sehr interessant. Die Lösung des Längenproblems als wichtigen Meilenstein der Seefahrt wird erläutert, der Längenchronometer H4 von John Harrison ist ein Schwerpunkt der Ausstellung.

Danach sind wir zum Planetarium, das vor allem von außen durch viel Bronze imposant ist, und, nachdem alle Museen geschlossen hatten, durch den Park den Hügel hinunter Richtung Themse spaziert. Schöner Blick auf die Docklands und London im Hintergrund.

Wir sind weiter durch verschiedene Wohngebiete und Straßen gestromert bis zum Millennium Dome und von der U-Bahn Station North Greenwich zurück in die Stadt.
Blog Widget by LinkWithin