Samstag, 30. April 2016

Wochenende in Seoul

Vor zwei Wochen war ich in Seoul, kurz übers Wochenende, um einen ersten Einblick von der Stadt zu bekommen und um mal wieder ins Leben einer asiatischen Großstadt einzutauchen.

Mit den Direktflügen und gutem Timing geht das prima: Der Hinflug ging Freitagabend los, so dass ich nach 10:15 Stunden Flug am Samstag Ortszeit gegen 11 Uhr in Seoul gelandet bin. Der Rückflug war ein Tagflug, am Montag ab 14:30, Ankunft in Deutschland kurz vor 19 Uhr, also war am Montagfrüh noch Zeit, etwas in der Nähe des Hotels anzuschauen.

Hier ein Foto von mir im Gyeongbokgung. Das ist der größte Palast, den Seoul zu bieten hat. Er stammt aus der Joseon-Dynastie. Man sieht ganz gut, dass die Jahreszeit ideal war: Frühling, alles grünt und blüht.




Montag, 18. April 2016

Bongeunsa und Rückflug

Morgens habe ich mir mein Busticket zum Flughafen besorgt, geklärt, wann der Bus fährt und dann eine Kleinigkeit gegessen. Ich bin dann zum Bongeunsa, dem bedeutendsten buddhistischen Tempel Seouls, der praktischerweise direkt neben meinem Hotel liegt.

Gegründet wurden der Tempel und das Kloster bereits im Jahr 794, die Anlage ist also deutlich älter als das moderne Gangnam, das sich heutzutage daneben befindet.

Bongeunsa - buddhistischer Tempel mitten in Gangnam

Die Kombination alte und schön renovierte Kloster- und Tempelgebäude, blühender Park und moderne Hochhäuser machen den Charme aus, finde ich. Oben sieht man einen der Tempel und direkt im Hintergrund mein Hotel.

Samstag, 16. April 2016

Bummeln, Stadtzentrum und Gangnam

Wir näherten uns Korea: Frühstück und Landung verliefen so wie man sich das vorstellt. Vor der Landung sieht man Meer und dann den modernen Flughafen von oben. Im Flughafen selbst darf man nicht fotografieren. Ich bin also durch die Passkontrolle, habe meinen Koffer geholt, bin durch die Schranke - und war in Korea! Ein paar Meter weiter sah ich schon den ersten Geldautomaten und habe mich erst einmal mit Won ausgestattet.

Um in die Stadt zu kommen gibt es mehrere Möglichkeiten. Taxi, Bahn, Bus. Ich entschied mich für den Bus zum COEX-Center, wo sich ein City Airport Terminal befindet, da direkt daneben mein Hotel war. Bustickets kann man direkt am Ausgang des Flughafens kaufen, alles ist gut organisiert, die Verkäuferin sprach Englisch.



Freitag, 15. April 2016

Anreise mit der A380

Die Flugverbindung von Frankfurt nach Seoul ist perfekt für einen Kurztrip.

Ich habe den Direktflug mit Lufthansa gewählt. Die letzten Jahre habe ich wieder angefangen, auch Interkontinentalflüge mit dieser Airline zu machen, nachdem ich früher eher enttäuscht vom Preis-Leistungsverhältnis und dem Service war. Inzwischen kann man zu guten Terminen und mit etwas Vorlauf gute Preise bekommen und gerade der Airbus A380-800, das neue große Flaggschiff, ist natürlich modern und gut in Schuss.

Lufthansa A380-800 in Frankfurt

Was mich gewundert hat, waren die neuen Baggage Drop Stationen am Frankfurter Flughafen, an denen man inzwischen selbst sein Gepäck aufgibt.

Samstag, 2. April 2016

1. Reiseblogger Barcamp in Berlin

Vor ein paar Tagen habe ich mich angemeldet und bin gestern nach Berlin gefahren. Schönstes Aprilwetter, im Norden Bayerns und in Thüringen lag Schnee, in Berlin war strahlend blauer Himmel.

wir fahren nach Berlin, Berlin Straßenschild, Autobahn

Ich treffe mich nämlich dieses Wochenende mit einer Menge deutschsprachiger Reiseblogger in Berlin. Wir nutzen die Konferenzräume im größten Hotel Europas, dem Estrel-Hotel in der Sonnenallee.

Gestern gab es eine super Stadtführung von Erlebe die Stadt. Ich lade zwischendurch immer mal Fotos auf Instagram hoch, die anderswo geteilt werden. Wer also up to date bleiben will, kann mir dort folgen. Später werde ich hier im Blog darüber berichten.

Im Augenblick läuft die Sessionplanung, hier ein Foto von heute früh. Ich bin gespannt auf den Austausch mit anderen Bloggern und neue Eindrücke.

Reiseblogger Barcamp im Estrel Hotel, Berlin

Unter #rbcamp16 findet Ihr auf verschiedenen Social Media Kanälen eine Menge Informationen auch von anderen Bloggern, die hier sind. Und jetzt geht's gleich los mit den Sessions.
Garten-Koch-Event März: Lauch [31.03.2016]

Sonntag, 13. März 2016

Stippvisite Hildesheim: St. Michaelis

Nicht weit von der A7 südlich von Hannover liegt Hildesheim. Am besten nimmt man die Ausfahrt 62 nach Hildesheim, von dort sind es knapp 4 km bis zur Michealskirche oder der Klosterstraße, die man als Ziel ins Navigationsgerät eingeben kann, falls es die Sehenswürdigkeit nicht kennt. Ansonsten ist St. Michaelis gut ausgeschildert und auch am UNESCO-Welterbe-Symbol auf braunen Straßenschildern zu erkennen.

Bereits 1985 wurde St. Michaelis zusammen mit dem Hildesheimer Mariendom in die Welterbe-Liste der UNESCO aufgenommen, als Zeugnis einmaliger vorromanischer Architektur und Kunst.

Hildesheim: St. Michaelis

Ottonische Vorromanik


Die Vorromanik als Übergang zwischen antiker Formenwelt und Romanik wird in Deutschland nach den jeweiligen Herrscherdynastien untergliedert: Nach der karolingischen Architektur haben wir es zwischen 920 und 1024 mit der ottonischen zu tun, und St. Michaelis ist ein Paradebeispiel dafür.

Vor über 1000 Jahren hatte der damalige Hildesheimer Bischof Bernward auf dem Michaelishügel ein Benediktinerkloster gegründet. Wie mir kürzlich in Köln wieder bewusst wurde, war auch hier eine Reliquie wichtig, diesmal war es ein Splitter vom Kreuz Christi, den Bernward von Kaiser Otto III. geschenkt bekommen hatte. 1010 wurden die Fundamente der Michaeliskriche gelegt, 1022 wurde sie geweiht, also vor fast 1000 Jahren. Mittelpunkt der Kirche war der nicht mehr erhaltene Kreuzaltar mit dem sog. Bernwardkreuz, das diese Reliquie aufnahm. Heute ist sie im Dommuseum untergebracht.

Hildesheim - St. Michaelis

Architektur 


Der Bau ist wirklich beeindruckend, es ist eine Basilika in der Form des griechischen Doppelkreuzes mit zwei Querschiffen und je einem Chor im Westen und Osten, zwei Vierungstürmen (Vierungen sind Kreuzungen von Mittel- und Querschiffen), vier Treppentürmen, die den Querschiffen vorgelagert sind und einer imponierenden Krypta. Viel Wert wurde auf Zahlensymbolik gelegt, so besteht der Grundriss z.B. aus 3x3 Quadraten, wobei drei für die Trinität, also den dreieinigen Gott, steht.

Hildesheim - St. Michaelis: Klosteranlage um 1000 n.Chr.

Herausragendes Kunstwerk ist das Deckenbild aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Sie war 1942/43 ausgebaut worden und wurde daher vom Bombenangriff 1945 verschont; damals brannte die Kirche nämlich aus. Das Deckenbild ist also original. Es zeigt den Stammbaum Christi, angefangen von Adam und Eva im Paradies,

Hildesheim - St. Michaelis: Holzdeckenbild

Zerstörung und Wiederaufbau, Sanierung 


Im April 1945 wurden große Teile Hildesheims durch Bomben zerstört, auch St. Michaelis fiel damals in Schutt und Asche. Auch davon gibt es Fotos in der Kirche. Der Aufbau danach ging schnell von statten, 1950 wurde das Langhaus wieder geweiht. Der Wiederaufbau der gesamten Kirche wurde 1960 abgeschlossen. Zwischen 2005 und 2012 wurde St. Michaelis umfassend saniert, dabei wurde auch das Außengelände neu gestaltet. Im Innern wurden moderne Elemente eingefügt, die ich sehr passend finde, viel Eisen dabei und Betonglasfenster, moderne Kunst.

Hildesheim - St. Michaelis: Christusfigur aus Eisen von Thomas Duttenhoefer 2008

Die Kombination Moderne des 21. Jahrhunderts in der vorromanischen Basilika finde ich persönlich sehr gelungen.



Die Engelschorschranken am Eingang zur Krypta entstand Ende des 12. Jahrhunderts, es handelt sich dabei um Stuckreliefs. Die nördliche Engelschorschranke ist erhalten. Man sieht sie auf dem folgenden Foto.

Hildesheim - St. Michaelis

Eine der wenigen Simultankirchen 


Die Kirche ist übrigens evangelisch-lutherisch, und zwar seit 1542. Das katholische Kloster blieb damals bestehen und auch die Krypta wurde von Mönchen genutzt, beides blieb römisch-katholisch. Das Kloster wurde 1803 im Rahmen der Säkularisation aufgelöst, die Krypta blieb und St. Michaelis gehört damit zu den 65 sog. Simultankirchen in Deutschland, in denen mehrere christliche Konfessionen einen Sakralbau gemeinsam nutzen.

Hildesheim - St. Michaelis: Krypta

Auf den Dachflächen des Sarkophagdeckels sind neun Engelsbüsten dargestellt, die neun Engelschöre symbolisieren, dazu zweimal sieben Flammen, die für die apokalyptischen Leuchter stehen. Im Giebel der Kopfseite befindet sich das Lamm Christi, wieder zwischen sieben Flammen. Der Sarkophag wurde wohl schon zu Bernwards Lebzeiten gearbeitet, ich schätze mal, er hatte ein Mitspracherecht dabei, und diese Symbolik war ihm wichtig.

Mir hat St. Michaelis in Hildesheim gut gefallen; man kann locker eine gute Stunde darin zubringen. Wer mehr Zeit hat, der kann natürlich noch den Dom und das Dommuseum besuchen.

Hildesheim - St. Michaelis



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