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Vor gut zwei Jahren habe ich eine Karte mit den Staaten, die ich schon besucht habe, gebloggt. Ein paar weitere sind inzwischen dazu gekommen.
Reise-Tagebuch und Informationen, Tipps, Gedanken und Ideen
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7 Tage auf dem nagelneuen Schiff MSC Splendida in einer Glückskabine mit Balkon. Eine klassische Route: Genua - Marseille - Barcelona - Tunis - Valetta - Messina - Civitavecchia - Genua.
Wenn ich Zeit und Lust habe, schreibe ich etwas mehr über die einzelnen Reiseziele und unsere Anreise mit dem angebotenen Bus. Wer bis dahin Fragen hat oder etwas genauer wissen möchte, fragt mich bitte! Wenn jemand Ausflüge auf eigene Faust unternehmen möchte: Ich habe bei Google Maps eine Karte mit den ungefähren Anlegeplätzen des Schiffs auf unserer Reise angelegt.
Hier ein paar Eindrücke zum Schiff:
Das Schiff ist natürlich riesig, es war immer das größte in den Häfen und hat oft die umliegenden Häuser deutlich überragt. Hier der direkte Vergleich Barbara - Schiff. ;-)
Die MSC Splendida ist sehr neu, Taufe war erst im Juli gewesen.
Gut 3.500 Leute, viele Familien mit Kindern verschiedenster Nationalitäten (viele Italiener natürlich) sorgen für einen gewissen Lärmpegel, klar. Damit hatten wir gerechnet. Im Buffet ist es zeitweise schwierig, einen Platz zu bekommen, dafür kann man etwas später wieder kommen, antizyklisch agieren ist das Motto. Wir hatten manchmal die schönsten Plätze in der Cafeteria direkt am Heck mit Blick auf die Städte, die wir besucht haben, beste Aussicht vom 14. Deck aus!
Das Essen war gut, es gab auch eine gewisse Auswahl an Käse und Wurst (mal Salami, mal Mortadella, usw.), Pizza, Pasta, Fisch, Fleisch, viel Gemüse und Salate. Zum Frühstück Croissants, (Vollkorn-)Brot, Muffins, Obst, Joghurt, Rührei, Käse, Wurst, usw. Kaffee, Tee und Säfte werden serviert.
Ich persönlich fand das Essen im Buffetrestaurant besser als das Essen im Standard-Restaurant. Man kann in der Cafeteria besser auswählen, vor allem die frischen Salate und vielfältigen Gemüse waren super. Pizza gab es zu jedem Mittagessen.
Toll finde ich die große Anzahl an Balkonkabinen. Unsere Kabine war angenehm geräumig, gut ausgestattet mit Bett, Bad mit Dusche, Sofa, Schreibtisch, usw. Auf dem Balkon gab es bequeme Stühle und einen kleinen Tisch. Auch der Rest des Schiffs war natürlich einwandfrei in Schuss.
Es ist wirklich ein modernes Schiff. Wer darüber negativ schreibt und sich über Service, Essen o.ä. beschwert, mosert auf sehr hohem Niveau. Solchen Leuten empfehle ich dann die richtig teuren Kreuzfahrten mit Privat-Butler und Gourmetkoch, was es ja auch alles gibt. Auf der Splendida gibt es übrigens einen sog. Yacht Club mit Suiten, speziellem Poolbereich, Concierge, usw.
Vom Preis-Leistungs-Verhältnis fand ich unsere Reise perfekt. Wir haben für 7 Tage Westliches Mittelmeer in einer Balkonkabine auf dem obersten Kabinendeck (13) pro Person 849 EUR bezahlt. Inklusive ist das normale Essen. Es gibt zudem weitere Restaurants (mediterran, mexikanisch, toskanische Weinbar, Sportsbar und eine Konditorei) sowie viele Bars, in denen man Essen oder Trinken (Cocktails, Kaffee, Wein, Bier, etc.) gegen Aufpreis bekommen kann. Schön ist auch die Minibar im Zimmer, die u.a. mit Campari Soda bestückt ist – ein Vorteil auf einem italienischen Schiff. :-) Eiswürfel gibt es (kostenlos, glaube ich) nur auf Bestellung. Auf dem Schiff werden verschiedene Getränkepakete, u.a. für Mineralwasser, Wein, Bier, Cocktails angeboten.
Einen Bereich mit Gratis-Getränken (Kaffee, Tee, Wasser, Eiswürfel, Limonade u.ä.) gibt es nicht bzw. nur zeitweise zu den Essenszeiten innerhalb der Cafeteria. Das Wasser ist jedoch das normale, stark gechlorte Leitungswasser. Das ist ein Nachteil im Vergleich zu anderen Kreuzfahrtschiffen, in denen dieser Service normalerweise inklusive ist. Mineralwasser (kostet) in der Kabine wurde nur einmal täglich aufgefüllt. Man kann sich aber an jeder Bar welches besorgen.
Da es für uns die zweite Kreuzfahrt in diesem Jahr war, neigt man natürlich dazu zu vergleichen. Beide Schiffe waren klasse. Im Gegensatz zu der Jewel of the Seas werden die Servicekräfte hier anders gedrillt: Die Royal Caribbean scheint durch das amerikanische Publikum mehr Wert darauf zu legen, dass die Kellner, Zimmermädchen usw. lächeln, durchgängig zu allen freundlich sind und auch einmal einen Small Talk beginnen.
Was mir negativ auffiel, ist das typisch europäische Besetzen von Sonnenliegen. Die Pool- und Liegebereiche sind zwar groß, aber bei der Menge an Passagieren ist es trotzdem schwierig, einen schönen Platz zu finden, da die meisten Liegen mit Handtüchern aber ohne Menschen besetzt sind. Wenn dann zur Mittagszeit 3 Leute im Pool sind und ca. 100 Liegen um den Pool herum belegt sind, dann kann es nicht sein, dass die Leute gerade alle im Pool sind.
Schön wäre in solchen Situationen, wenn man sich für 30 Minuten eine Liege schnappen könnte, mal kurz in den Pool ginge und dann etwas sonnen könnte, danach wäre ich z.B. zum Mittagessen verschwunden und hätte meine Liege wieder frei gemacht. So etwas geht hier leider nicht, weil man erst ewig sucht, bis man irgendwo noch eine leere Liege findet. Dabei hätte ich keinem den Platz weggenommen, weil ich wieder weg gewesen wäre, bis die Mittagesser wieder gekommen wären. Auf einem amerikanischen Schiff ist so etwas dann viel entspannter, weil (fast) alle Liegen unbesetzt sind, man daher auch keine besetzen muss, um eine zu bekommen. Blöd irgendwie… Interessant finde ich übrigens, dass das nicht nur Deutsche tun (das war mein Vorurteil), sondern auch die anderen Nationalitäten. Es ist auch üblich, früh Liegen zu reservieren, dann für 5 Stunden auf Besichtigung zu gehen und dann die Liege wirklich zu nutzen…
Merker für die nächste Kreuzfahrt - Mitnehmen: Genügend Klamotten (durch die Ausflüge in der Hitze ist man schnell verschwitzt und braucht genügend zum Wechseln), auch etwas schickeres (es gibt zwei Gala-Abende, für Herren wünscht man sich Smoking oder dunklen Anzug, aber Poloshirt und etwas anderes als Blue Jeans ging auch problemlos), bequeme Schuhe für lange Stadtbesichtigungen, Sonnenhut, evtl. Windjacke für Ätna, Pullover für Busfahrten und wenn es einen auf dem Schiff friert (die Klimaanlagen waren mir persönlich etwas zu kühl eingestellt).
Wir hatten einen vom Schiff aus organisierten Ausflug gebucht. Der Treffpunkt im Theater war etwas italienisch organisiert, irgendwann haben wir es aber auch geschafft und haben nach der Einreise (Kreuzfahrt-untypische Einreiseformalitäten mit Herzeigen des Reisepasses) auch unseren Bus gefunden.
Man muss sich bewusst sein, dass das Ausgrabungsgelände Karthago nicht vollständig erhalten ist, sondern aus einer Ansammlung alter Steine besteht. Der Ort wurde Jahrhunderte lang als Steinbruch genutzt. Seit der Aufnahme in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes soll sich das gebessert haben.
Ich fand die Ruinen trotzdem faszinierend. Mit etwas Phantasie kann man sich vorstellen, wie es früher einmal aussah. Die Lage am Meer ist einzigartig.
Schön warm war es - ich glaube ca. 36 Grad.
Wir haben auch das Museum besichtigt, das ich sehr interessant fand.
Sidi Bou Saïd liegt wunderbar am Meer, leicht erhöht, so dass man einen schönen Ausblick hat. Es hat einen Ruf als Künstlerdorf und man hat den Eindruck, dass alle Touristen hierher kommen.
Mir war es am Anfang zu hektisch, aber wenn man ein paar Straßen weiter ging, ließ es sich aushalten.
Nach einem schnellen Frühstück (super Ausblick von der Cafeteria oben) sind wir mit dem Shuttlebus in die Stadt (man wird nahe der Kolumbusstatue rausgelassen) gefahren und dann zu Fuß weiter.
Gut gefallen hat mir die Kathedrale samt wunderschönem Kreuzgang und der Möglichkeit, aufs Dach zu steigen und einen Ausblick über Barcelona zu erhaschen.
Hier war es richtig überlaufen - massig Besucher aus aller Herren Länder und eine lange Schlange am Eingang. Die Besichtigung wurde also auf ein nächstes Mal verschoben.
Die Ausfahrt war schön, man sah die ganze Küste und nach einiger Zeit kamen plötzlich Delfine (oder Tümmler oder so etwas - man ist so weit oben und kann es nicht genau sehen), die das Schiff begleiteten und fröhlich umher sprangen.
Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine Kreuzfahrt 7 Tage westliches Mittelmeer mit der MSC Splendida, Details dazu finden sich hier.
Die zweitgrößte Stadt Frankreichs kannte ich nur vom Vorbeifahren. Früher war sie ziemlich berüchtigt, aber inzwischen ist man dort sicherer, wir haben uns wohl gefühlt.
Das Wahrzeichen Marseilles, die exponiert auf einem Hügel liegende Kirche Notre-Dame de la Garde ist sehenswert. Vor allem der Ausblick auf die Stadt, das Meer und die Region um Marseille ist absolut beeindruckend.
Von der Kirche sind wir die andere Richtung den Berg herunter marschiert. Allein die Gerüche erinnerten uns an heiße Sommertage in der Provence.
Nach etwas Sonnenbaden und Schwimmen war es dann höchste Zeit zurück zu gehen. Dummerweise hatten wir keinen aussagekräftigen Stadtplan mit (bei unserer Rückkehr haben wir nahe des Schiffs dann welche ausliegen sehen…), so dass wir einen ziemlichen Umweg gelaufen sind und uns mit der Zeit verschätzt hatten. Einen Bus oder ein Taxi zu nehmen wäre sinnvoller gewesen. Wir kamen etwas zu spät für den letzten Shuttle, der allerdings glücklicherweise auch Verspätung hatte, so dass wir noch mitfahren konnten.
Wir hatten ein Hotel im Zentrum Londons, zu Fuß zur Westminster Abbey oder zum Buckingham Palace je 5 Minuten, die U-Bahn-Station St. James Park ist nur 100 m entfernt. Also eine ideale Lage. Es gehört derzeit zur NH-Gruppe und heißt Jolly St. Ermin's. Die Zimmer sind wie fast überall in London etwas klein, Baked Beans fanden sich nicht beim Frühstück, für das man am Sonntag Schlange stehen musste. Dafür gab es einen Wasserkocher im Zimmer und alles war sauber. Internet war allerdings relativ teuer, die Stunde für 5,95 £. Uns hat das Hotel gut gefallen.
Ich war in den 80ern in London, das letzte Mal 1985 für eine Woche, s. Foto links. ;-)
Allgemein war London heute voller, viele Leute überall. Auch auf den Grünflächen sonnten sich überall Menschen.
Hier ein Foto vom Trafalgar Square vormittags. Die National Gallery ist am Nordende des Platzes.
Hier könnte man Wochen verbringen, nicht nur die Sammlungen, auch die Säle an sich sind interessant. Wir haben uns einiges herausgepickt, was wir unbedingt sehen wollten und sind nach den Plänen, die ausliegen, die halbwegs optimalen Routen gelaufen.
Weiter ging es dann in Richtung Piccadilly Circus - auch sonntags sehr belebt - von dort die Straße namens Piccadilly entlang, einen Espresso getrunken, kurz ins auf Lebensmittel spezialisierte Geschäft Fortnum & Mason reingeschaut (für Foodies gefährlich...), an einer U-Bahn-Station unsere Oyster-Cards abgegeben, durch den Hyde-Park zum Buckingham-Palast, dann weiter durch den St. James Park ins Hotel, um unsere Koffer abzuholen.
Leider war die Zeit zu knapp, auch noch die Tate Modern zu besichtigen - wir müssen also wieder einmal nach London... ;-)
Es schadet auch nicht, etwas früher am Flughafen zu sein: Der Stansted Airport bietet nach der Sicherheitskontrolle eine Menge: Läden, Bars, usw. Man kann gut seine restlichen Pfund los werden, Postkarten allerdings nicht mehr, der letzte Briefkasten ist davor. Der Rückflug lief okay, wir sind sogar etwas verfrüht gelandet, waren dann kurz vor Mitternacht daheim.
Ich hatte die Kirche schon einmal besichtigt, konnte mich aber an keine Details mehr erinnern und fand die Besichtigung sehr interessant und beeindruckend. Im schönen, erholsamen Kreuzgang ist übrigens ein Café untergebracht.
Wir haben uns Tickets besorgt und sind dann erst durch die Parkanlagen marschiert. Das Wetter war wunderbar sonnig.
Den Rosengarten fand ich schön und natürlich sind wir im bekannten Labyrinth (The Maze) herumgeirrt.
Schließlich sind wir ins Schloß, das man sicherlich auch tagelang besichtigen kann. Darin finden sich weitere Ausstellungen, die teils temporärer sind. Wir haben zeitlich nicht alles geschafft, aber einen guten Eindruck bekommen.
Auch die großen Küchenanlagen "Henry VIII's kitchens" haben wir angeschaut, damals wurden mit ziemlichem Aufwand große Mengen Speisen zubereitet.
Unser Zug ging um 17:24 zurück, wir sind etwas früher in Vauxhall ausgestiegen, weil wir mit der U-Bahn weiter fahren wollten, allerdings war diese am Sonntag auch außer Betrieb und es dauerte, bis ein Bus kam.
Trotzdem haben wir es noch geschafft, kurz im Hotel etwas warmes anzuziehen und die Theatertickets einzustecken, zum Globe Theatre zu fahren und noch ein jamaikanisches Bier zu trinken, bevor die Vorstellung anfing.
Danach sind wir noch etwas durch die Straßen und an der Themse entlang marschiert, vor allem St. Paul's Cathedral beeindruckt mich nachts, aber auch der Rest der Skyline lohnt einen Blick.
Wir sind mit der Tube zu Tower Hill, von dort gemütlich durch die Häuserschluchen zur Gurke (The Gherkin), die auch von nahem interessant aussieht. Ein paar Häuser weiter ist das Lloyd's Gebäude von Richard Rogers. Daneben als Kontrastprogramm der Leadenhall Market - ein überdachter Markt aus vergangenen Tagen. Die Royal Exchange liegt auf dem Weg, ursprünglich stand hier die älteste Börse Londons. Das heutige Gebäude ist aus dem 19. Jahrhundert, heute ist hier ein Luxus-Einkaufszentrum mit teuren Marken untergebracht.
Man kann die Tickets zur Kathedrale an einem Automaten kaufen, der von der Kreditkarte abbucht und ein Ticket ausdruckt, das dann im Automaten hängt und etwas herausgefischt werden muss, aber das hat auch geklappt.
Hier stehe ich vor dem Stein von Rosette. Er ist hinter Glas und spiegelt etwas, trotzdem kann man die Schrift gut erkennen.
Wir haben uns umgezogen und sind ins Theater. Das Royal Haymarket fand ich schön, es ist eines der bekannteren Theater, interessante Uraufführungen haben hier stattgefunden und heute noch treten bekannte Schauspieler auf.
Das Programmheft lohnt, es listet die Geschichte des Theaters auf, Informationen über das Stück, Interviews mit den Schauspielern, usw.
Wir sind weiter zum Piccadilly Circus und dort in die U-Bahn, mit Umsteigen bis Tower Hill.
Gerne hätte ich in Greenwich die Cutty Sark gesehen, ich mag ja Klipper. Leider ist das Schiff vor zwei Jahren ausgebrannt und wird nun wieder restauriert. Die Cutty Sark ist zurzeit ist total eingewickelt und es wird noch dauern, bis man sie wieder besichtigen kann.
Das Maritime Museum hat mir sehr gut gefallen, es gibt auch einen Raum über Entdecker (man kann auch selbst Entdecker spielen... ;-)), einen über Kreuzfahrten, eine Ausstellung über die Nord-West-Passage, und vieles mehr.
Am Nullmeridian tummeln sich Menschen aller Herren Länder und lassen sich fotografieren.
Das Museum für Astronomie- und Navigationswerkzeuge war stickig, aber sehr interessant. Die Lösung des Längenproblems als wichtigen Meilenstein der Seefahrt wird erläutert, der Längenchronometer H4 von John Harrison ist ein Schwerpunkt der Ausstellung.
Wir sind weiter durch verschiedene Wohngebiete und Straßen gestromert bis zum Millennium Dome und von der U-Bahn Station North Greenwich zurück in die Stadt.