Sonntag, 25. Dezember 2011

1 Woche Kreuzfahrt ab Dubai

Um noch ein paar Tage Sonne und Wärme zu tanken, entschlossen wir uns spontan, eines der zurzeit sehr günstigen Angebote von Costa Kreuzfahrten anzunehmen und für eine Woche in den Orient zu fliegen.

Die Route mit der Costa Favolosa war optimal, um die Region ein wenig kennen zu lernen: Zwei Stopps im Oman und drei Stopps in den Vereinigen Arabischen Emiraten: Natur, Kultur, Futur.

Die Entfernungen sind nicht groß, die Tagestemperaturen mit 22-27°C genau so, wie ich es mag. In allen Stopps kam man problemlos mit Englisch klar, es war alles sehr unkompliziert.

Auf diesem Foto sieht man das Heck des Schiffs, das im Hafen von Dubai liegt, und im Hintergrund die Skyline von Dubai mit dem Burj Khalifa als höchstem Gebäude.










Auf dem Schiff war das Publikum gemischt mit italienischem Flair.

Wir waren ja ein Jahr zuvor auf einem anderen Costa-Schiff unterwegs gewesen und wussten ungefähr, was uns erwartet. Die Schiffe sind auf den unteren Decks vom Grundriss sehr ähnlich, so dass wir uns schnell zurecht fanden. Vom Design her fand ich die Fortuna gelungener, die nagelneue Favolosa wirkt für meinen Geschmack etwas überladen, aber das ist Geschmackssache.

Für Raucher ist das Schiff auch geeignet, sowohl auf den Balkonen, an vielen Stellen an Deck und in einigen Bars darf geraucht werden. Trotzdem hat sich das verteilt, als Nichtraucher roch ich zwar an manchen Stellen (auch unsere Kabine roch am Anfang), dass geraucht wurde, allerdings hielt es sich in Grenzen, ich fand es nicht störend.

Hier die Route samt Karte:

Kartenquelle: Costa Kreuzfahrten

Ausflüge, die das Schiff anbietet, kann man bereits ab Deutschland vorbuchen, was Sinn macht: Teils waren sie an Bord nämlich relativ früh ausgebucht. Für diese Reise werden 2 Ausflugspakete mit Preisnachlass angeboten, wir hatten Paket 2 gebucht mit Ausflügen in Fujairah, Khasab und Dubai, was ich sehr abwechslungsreich und gut fand.

In allen Stops lassen sich auch Ausflüge auf eigene Faust durchführen; wenn man etwas Englisch kann ist das kein Problem.

Wir mögen eine ausgewogene Mischung. Die vom Schiff organisierten Ausflüge verfügen meist über kompetente Reiseleiter, die viel Wissen über das Zielgebiet vermitteln und auch Fragen beantworten, was ich persönlich mag.

Hier als Foto-Impressionen der Burj al Arab, Maskat, das Fort in Fujairah, ich in der großen Moschee in Abu Dhabi, die Fjorde bei Khasab und der Blick auf Dubai aus dem 124. Stock des Burj Khalifa, mit dem Schatten des höchsten Gebäudes der Welt.

Wir hatten uns für die Reise den Reiseführer MERIAN live! Dubai, Emirate, Oman gekauft, mit dem ich sehr zufrieden war, da er einen Überblick über alle angefahrenen Reiseziele bietet und zudem gut und einigermaßen aktuell über Kultur, Geschichte und Sehenswürdigkeiten informiert. Gerade in Abu Dhabi und Dubai tut sich sehr viel, da sollte man einen aktuellen Reiseführer haben.

Unsere Reise:
16.12.2011 Anreise
17.12.2011 Dubai, Einschiffung
18.12.2011 Maskat, Oman
19.12.2011 Fudschaira, VAE
20.12.2011 Abu Dhabi, VAE
21.12.2011 Al-Chasab, Oman
22.12.2011 Dubai, VAE
23.12.2011 Dubai, VAE
24.12.2011 Rückflug und Heimreise

Noch ein paar Informationen:
  • Zeitdifferenz: 3 Stunden voraus. (12 Uhr hier ist 3 Uhr dort.)
  • Internet auf dem Schiff ist verfügbar, Handynetz auch, beides teuer. In Abu Dhabi in der Marina Mall sowie im Cruise Terminal in Dubai sind mir kostenloses WLANs aufgefallen.
  • Das interaktive Fernsehen in der Kabine informiert über Schiff, Navigation, Aufzeichungen der Shows und Bordinfo, Speisekarte des Abends, Bordkonto sowie vielfältigste Informationen. Daneben gab es eine Anzahl Fernsehkanäle, deutsch: ARD und ZDF.
  • Am späten Abend enthält man den "Today" genannten vierseitigen Informationsflyer für den Folgetag sowie sog. Port und Shopping Guides, eine Art grob skizzierte Stadtpläne, mit denen man jedoch nicht viel anfangen kann, falls man ohne Ausflug los zieht. Für Reisende, die auch einmal etwas auf eigene Faust unternehmen möchten, empfehle ich einen Reiseführer (s.o.) und Screenshots von Google Maps mitzunehmen.
  • Costa bietet verschiedene Getränkepakete an, vom Mineralwasser-Paket (das wir an Bord am ersten Tag gebucht haben, 13 Flaschen à ca. 2,- EUR pro Literflasche, die sonst 2,99 EUR kostet) bis hin zu All inclusive - jeder wie er mag.
  • Im Oman und in Fujairah haben wir mit Euro bezahlt, für den Rest der Emirate hatten wir etwas Bargeld vor Ort abgehoben; es gibt viele Geldautomaten ("ATM"), daneben lässt sich fast alles mit Kreditkarte bezahlen.

Die Flugan- und -abreise mit Condor ist, falls man sie als Paket bei Costa bucht, jeweils mitten in der Nacht, was doch ziemlich anstrengend ist. Da die Region so interessant ist, würde ich wenn möglich ein paar Tage Dubai (da gibt es schöne Hotels) dranhängen, dort noch etwas unternehmen und den Flug auf eigene Faust zu passenden Tageszeiten organisieren.

Noch etwas: Auch wenn man Touristinnen mit ultrakurzen Hosen und leichten Tops mit Spaghettiträgern sieht, halte ich eine Rücksichtnahme auf islamische Sitten und Gebräuche für angebracht. Auf Oben-Ohne-Baden, Alkoholisierung sowie Küssen und Austausch von Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit würde ich verzichten, da man dafür ins Gefängnis kommen kann.

Tipps zum Mitnehmen:
  • Reisepass (optimalerweise ohne israelischen Einreisestempel)
  • Kreditkarte für Spontan-Einkäufe (Shopping-Paradies!!!)
  • Luftige bequeme Kleidung mit langen Ärmeln und Beinkleidern (islamische Länder)
  • wer mag, etwas schickeres für die zwei Gala-Abende
  • Sonnencreme, Sonnenhut, Sonnenbrille
  • Fernglas
Wenn jemand Ausflüge auf eigene Faust unternehmen möchte: Ich habe bei Google Maps eine Karte mit den ungefähren Anlegeplätzen des Schiffs auf unserer Reise angelegt (da kann man entsprechend nah ranzoomen):


Kreuzfahrt Dubai - Häfen auf einer größeren Karte anzeigen

Wer Lust bekommen hat, kann hier über meine eigene Reisevermittlung buchen. Im Menü auf Kreuzfahrten gehen, dort Zielgebiet Arabisches Meer oder Schiff sowie weitere Wünsche eingeben, Kabine wählen, durchklicken, ausfüllen, fertig. :-)

Sonntag, 18. Dezember 2011

Maskat, Oman

Heute war der erste Stopp im Oman geplant. Ein Land, auf das ich schon sehr gespannt war. Früher geheimnisumwoben, hat es sich die letzten Jahre dem Tourismus geöffnet.

In der Morgendämmerung war bereits die bergige Küste zu sehen. Maskat ist die deutsche Umschrift, oft liest man auch das englische Muscat. Die Hauptstadt des Oman ist relativ klein, hat aber einige große Vororte, mit denen zusammen sie es auf fast 1 Mio. Menschen bringt. Matrah (englisch Mutrah) ist einer der großen Vororte, dort ist der Hafen, an dem wir angelgt haben. Es ist fast mit Maskat zusammen gebaut. Wo genau unser Schiff lag, zeigt diese Karte.

Alte portugiesische Festungen sowie einige prächtige traditionelle Häuser im indischen Stil erinnern noch ein wenig an die wechselvolle Geschichte.

Mir haben die warme Meeresbrise und die wunderschöne Landschaft richtig gut gefallen. Daher hier ein Video als Impression:



Was so pfeift, ist das Beladen des kleineren Schiffs rechts... ;-)

Im Hafen sind Container- und Kreuzfahrtschiffe sowie das Schiff des osmanischen Herrschers - die derzeit drittgrößte Privatyacht, wenn ich mich richtig erinnere.

Das Frühstück hatte ich am Vorabend über das interaktive TV auf die Kabine bestellt. Kleine Überraschung: Dort bestätigte ich die Frühstücksbestellung für 0,- EUR, bekam mit dem Frühstück aber zwei Rechnungen über je 5,- EUR zum Abzeichnen, also 10,- EUR für den Service, dass man das Frühstück auf die Kabine bekommt. Auf der Fortuna letztes Jahr war dieser Service kostenlos gewesen, zudem war dort die Auswahl größer (z.B. gab’s damals auch Cappuccino). Na ja, dafür bekommt man das Frühstück in der Kabine serviert - das hat ja auch was.

Gegen 8:30 Uhr legten wir im Oman an. Am Vorabend bekam man den Stadtplan, den sog. Port and Shopping Guide, auf dem weder der Maßstab eingezeichnet ist noch der Hafen, so dass man mit dieser Karte allein nichts anfängt. Mit den zuhause heruntergeladenen Google-Maps Kartenausschnitten und der Karte des Reiseführers konnten wir dann besser bestimmen, wo wir waren. Wer mag, kann natürlich auch sein Smartphone aktivieren und/oder sich per GPS leiten lassen, das funktioniert alles. Ich habe bei der Übersicht der Reise eine Karte mit Google Maps hinterlegt, auf der man sehen kann, wo wir angelegt haben. Hier nochmal der Link zur großen Karte.

Typische Sehenswürdigkeiten dieses Anlaufhafens sind die Große Sultan-Qabus-Moschee, die Forts (in einem ist ein Museum zur Kultur und Geschichte des Oman untergebracht), der Sultanspalast, Stadttore, renovierte Handelshäuser, das Royal Opera House Muscat und der Souk von Matrah. Diese lassen sich mit dem Taxi (s.u.) oder als auf dem Schiff gebuchter Ausflug abklappern. Außerdem gibt es schöne Strände. Da jemand von meinen Mitreisenden gesundheitlich angeschlagen war, hatten wir für Maskat keinen Ausflug gebucht, sondern wollten erst einmal sehen, wie es uns geht. Temperatur draußen war 25°C bei 65% Luftfeuchtigkeit – perfekt. Trotzdem sollte man sich aufgrund der Sonnenstrahlung eincremen – wir haben einige Touristen mit empfindlicher Winterhaut und heftigem Sonnenbrand gesehen.

Beim Verlassen des Schiffs erhält man einen speziellen Ausweis, den man später wieder abgeben muss. Wer keinen Ausflug gebucht hat, nutzt den kostenlosen und vorgeschriebenen Shuttle vom Pier zum Hafenausgang und zurück. Von dort kann man entweder zu Fuß weiter oder eines der vielen bereitstehenden Taxis verwenden.

Direkt am Hafen steht eine Tafel mit Taxipreisen: Die erste Stunde Taxifahrt kostet ca. 20 EUR, jede weitere Stunde 14. (Zur Erinnerung, die Fotos werden größer, wenn man darauf klickt.)

In der Stadt finden sich überall Taxis, auch die Corniche entlang sind genügend, so dass man jederzeit einsteigen kann, sobald man möchte. Den Preis und die Route würde ich vorher absprechen, evtl. feilschen. Einige Taxifahrer sind sehr gute Reiseführer und vermitteln in oft gutem Englisch viel Interessantes.

Im Oman konnten wir problemlos mit Euro bezahlen. Alles ist auf Englisch und Arabisch beschriftet. Man kam auch super mit Englisch durch, viele Verkäufer im Souk sprechen auch etwas deutsch - die Aida lag direkt neben unserem Schiff, man sah also viele deutschsprachige Touristen.

Man kann Matrah selbst ganz leicht erlaufen und sich treiben lassen; vom Hafen aus einfach nach links halten.

Wer früh dran ist, besichtigt den Fischmarkt, sonst geht man daran vorbei und weiter am Ufer entlang auf einer wunderschön angelegten Strandpromenade, die sich 2 km lang von Matrah bis Maskat zieht.

Die Balustrade der Promenade besteht aus massivem Granit und bietet immer wieder Szenen aus der Tradition, wilden Tierwelt und Geschichte des Oman zum Thema - ein super Service für Touristen, wie ich finde.

Immer wieder gibt es kleine Pavillons mit der Möglichkeit zum Schatten tanken oder über die Straße in den Ort zu wechseln und in das Gewusel (wobei, um die Mittagszeit war es sehr ruhig...) einzutauchen.

Der bekannte Souk ist auch von der Strandpromenade aus zu erreichen, man überquert einfach die Straße, sobald man ihn sieht.





Wenn man weiter geht, werden die Häuser weniger und die Felsen und Berge kommen näher ans Meer heran. Hier ein Blick zurück:

Es ist alles schön angelegt, die mehrspurige gut ausgebaute Straße, dazwischen viel Grün und Blümchen, zwischendurch Wasserspiele, Spielplätze und kleine Parkanlagen. Hier der Blick nach vorne in Richtung Maskat:

Man hat von der Corniche einen guten Blick auf den Hafen, auf die Berge, auf eine Burg, auf Türmchen, auf das Schiff. Links die Yacht des Sultans, rechts im Hintergrund die Favolosa:

Imposant fand ich die überdimensionale Weihrauchschale, das weithin sichtbare Wahrzeichen, typisch für den Oman als bekannter Produzent von Weihrauch.

Mir hat das Licht gut gefallen – je nach Sonnenstand ergaben sich andere Lichtverhältnisse mit interessanten Ausblicken. Man sollte also genügend Platz für Fotos auf der Speicherkarte haben. :-)

Ich habe die Chance genutzt, etwas weiter die Küste entlang meine Füße ins Wasser zu tauchen. Angenehm.

Manche Touristinnen waren in sehr freizügiger Kleidung unterwegs. Ich fand es lustig, die Männer (Einheimische und Gastarbeiter) zu beobachten, die gafften und heimlich Fotos schossen (auch in diesem Land hat jeder sein Handy oder Smartphone mit Kamera dabei). Langbeinige Blondinen mit Shorts, die den Po kaum bedecken und einem Hauch von Top sieht man hier wohl nicht alle Tage. Wir haben auch gesehen, wie deutsche Pärchen vom Schiff ungeniert in der Öffentlichkeit knutschten, da sagte auch keiner etwas. Wenn man daneben die omanischen Frauen mit beinlanger schwarzer Kleidung und Kopftuch sieht, prallen Welten aufeinander.

Genauso im Souk.

Dort gibt es alles mögliche zu kaufen. Kleidung, Wasserpfeifen, Spielzeug, Haushaltsgegenstände, vieles aus Plastik und Fernost. Auch Weihrauch in verschiedensten Qualitäten. Manche haben sich mit arabischen Gewändern für den folgenden Themenabend auf dem Schiff eingekleidet.

Auch die Straßen hinter und neben dem Souk lohnen einen Besuch, wenn man gerne einen Blick in das Leben der Menschen werfen möchte. Es finden sich auch Cafés, Restaurants, Internetcafés in der Nähe.

Um 17:30 Uhr waren alle an Bord, wohl bis auf eine Person, die ein paar Mal ausgerufen wurde. Wir fuhren kurz nach 18 Uhr los und hatten noch lange einen schönen Blick auf Matrah, Maskat und die Küste des Oman, bis es dunkel wurde.

Die heutige Show für Gäste der zweiten Essenssitzung begann um 19:30 Uhr und hatte Enchanted Castle zum Thema, mit Geigensoli und Tanz. Auch sonst wurde viel geboten, Abba Spezial im Atrium, Live-Musik an verschiedenen Orten, Tanz, Bars, Bingo, und ab 24 Uhr die Noche Latina in der Disco auf Deck 4.

Tipps für Maskat: Angenehme Temperaturen, sehr angenehmer, entspannter Ort. Mir hat es dort ausgesprochen gut gefallen, super Flair. Entweder selbst zu erlaufen, mit Taxi oder natürlich mit gebuchtem Ausflug machbar. Die von Costa angebotenen Touren wurden von Mitreisenden gelobt, sie waren gut organisiert. Dadurch, dass ein qualifizierter Reiseleiter dabei ist, erfährt man auf entspannte Weise sehr viel über Land und Leute.

Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine 7-tägige Kreuzfahrt ab Dubai auf der Costa Favolosa. Details dazu sowie Links zu den anderen Tagen finden sich hier.

Samstag, 17. Dezember 2011

Dubai, Einschiffung

Mitten in der Nacht sind wir in Dubai angekommen. Der Flughafen ist groß, man sah Flugzeuge aller Herren Länder, bemerkenswert von Emirates aufgereiht eine Anzahl A380s, ich glaube 7 oder 8 standen da hintereinander. Überall waren Costa-Schildchen tragende helfende Menschen, die die anreisenden Gäste leiteten. Die Einreiseformalitäten sollte man glaube ich nicht fotografieren, die waren wie erwartet und dauerten mitten in der Nacht auch nicht allzu lange. Danach ging's mit Bussen durch das nächtlich erstrahlte Dubai zum Kreuzfahrtterminal.

Dort lagen unser Schiff und daneben die Aida Blu und die MSC Lirica, die wir in Costa Rica schon einmal gesehen hatten. Ein Hafenbecken weiter liegt die Queen Elizabeth 2, die dort seit 2008 darauf wartet, als Restaurantschiff eingesetzt zu werden.

Hier ein Foto des Kreuzfahrtterminals mit der Costa Favolosa im Hintergrund, an einem anderen Tag bei Tageslicht aufgenommen:

Die Abfertigung ging mit einer überschaubaren Schlange relativ normal über die Bühne. Dadurch, dass sehr viele Flüge aus verschiedenen Destinationen die ganze Nacht über ankommen, verteilt sich das etwas.

Man musste noch irgendwelchen Papierkram ausfüllen, sein Einschiffungsformular vorlegen, den Pass abgeben (man bekam eine Kopie und eine Quittung), konnte sich das aktuelle Tagesprogramm abgreifen und durfte dann nach mehreren Fotos aufs Schiff. Da war es dann irgendwann zwischen 4 und 5 Uhr früh. Das Willkommensbuffet haben wir ausgelassen und sind gleich auf die Kabine.

Auf dem Bett lagen die Bordkarten, die Information, welche Tischzeit man hatte (wie geordert, die spätere) und das aktuelle Tagesprogramm, das bei Costa "Today" heißt und in vielen Sprachen, u.a. natürlich auch auf deutsch, verfügbar ist.

Wir hatten diesmal eine Kabine am Heck, mit einem besonders großen Balkon, von dem aus man einen schönen Blick auf die etwas beleuchtete Skyline von Dubai hatte. Nach einem kurzen Durchschnaufen auf der Terasse (auch nachts angenehme Temperaturen, ich schätze 20°C) sind wir erst mal ins Bett - wir waren müde!

Am Morgen sah das dann ganz anders aus und ich freute mich über die Kabine am Heck. Da wir eine Glückskabine gebucht hatten, hatten wir Glück und diese schöne Aussicht:

Um 11 Uhr sollten alle Passagiere an Bord sein, um 13:00 ging's los in Richtung Maskat, Oman. Was die Entfernungen angeht, hätte ich mich verschätzt. Sie sind nicht groß, hier z.B. nur 319 Seemeilen.

Ich finde es immer schön, das Auslaufen des Schiffs von Deck aus zu beobachten. Das Wetter war gut, allerdings in der Ferne doch etwas dunstig, so dass man die Skyline nicht allzu deutlich sah. Trotzdem imponierend.

Hier ein Blick zurück aufs Cruise Terminal:

Der erste Tag ist normalerweise gespickt mit verschiedenen Aktivitäten, so fand um 14:30 im Salon Molière die deutschsprachige Begrüßung mit Tipps, Hinweisen zur Kreuzfahrt sowie Informationen zu Ausflug und Häfen statt. Wer diese verpasst, kann sie sich später in einem der bordeigenen Fernsehkanäle anschauen.

Gegen 15:30 Uhr fand die obligatorische Seenotrettungsübung statt, die bei Costa (im Vergleich zu anderen Reedereien, die ich kenne) sehr intensiv geübt wird. Beim Alarmsignal (7 kurze Sirenentöne gefolgt von einem langen Ton - die gehen echt durch und durch!) geht man auf die Kabine, legt die Schwimmweste an, nimmt eine spezielle rote Notfallkarte namens Emergency Drill, die bei der Einreise auf dem Bett lag, mit und geht zum Treffpunkt. Dort stellt man sich in Reih und Glied hintereinander auf und hört in zig Sprachen (ich habe mir einen Spaß daraus gemacht, sie zu zählen, ich glaube es war italienisch, englisch, deutsch, französisch, spanisch, portugiesisch, niederländisch, russisch, japanisch, chinesisch, kantonesisch und wahrscheinlich nochmal ein paar, die ich jetzt vergessen habe...) alle möglichen Durchsagen mit Informationen. Es dauert wirklich sehr lange und alles wird genau kontrolliert, jeder wird auf einer Liste abgestrichen. Wenn die Übung fertig ist, dauert es auch etwas, bis sich die Masse Mensch wieder verteilt hat.

Den Rest des Tages kann man damit verbringen, den verpassten Schlaf der Nacht nachzuholen, sich etwas Bräune durch Sonnenbaden zu holen, Ausflüge zu buchen, im Casino zu zocken, das Schiff zu erkunden (das dauert, es ist groß!) oder eines der Angebote des Schiffes zu nutzen (z.B. Bastelstunde, Tanzunterricht, Aerobic, Live-Musik oder eine Show im Theater).


Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine 7-tägige Kreuzfahrt ab Dubai auf der Costa Favolosa. Details dazu sowie Links zu den anderen Tagen finden sich hier.

Freitag, 16. Dezember 2011

Anreise

Der Flug ging mit Condor als Costa-Vollcharter ca. 16 Uhr ab Frankfurt los. Da wir bereits am Vortag und auch an diesem Tag einen Wintereinbruch mit Schnee und Glatteis sowie Sturm hatten, sind wir doch früher als geplant los gefahren und waren trotzdem welche der letzten, die eincheckten.

Etwas geärgert habe ich mich über die Parkhäuser direkt am Frankfurter Flughafen: Die Parkplätze sind sehr eng; wenn die inzwischen ja meist sehr großen Autos dort etwas schräg einparken, bleibt kein Platz, trotzdem wird die Parkregion als frei angezeigt. Einmal musste ich komplett wieder raus, eine große Runde drehen und nochmal einfahren, was echt keinen Spaß macht, vor allem wenn man spät dran ist. Auch im Parkdeck weiter oben mit wenigen freien Plätzen war kräftiges Rangieren angesagt.

Wer mehr Zeit hat, kann auch einen Urlauber-Parkplatz mit Shuttle anfahren oder vorab über einen Broker mit Park & Fly einen günstigen Parkplatz mit Shuttle zum Abflugbereich buchen.

Im Flughafen erwarteten uns bereits helfende Mitarbeiter mit Costa-Schildchen, die uns zum Checkin lotsten und auch beim Anbringen der Koffer-Anhänger halfen. Die Koffer wurden vom Frankfurter Flughafen direkt auf die Kabine des Schiffs gebracht - ein schöner Service!

Mit einer Boeing 757-300 im Peanuts Design ging's los, der Flug von Frankfurt nach Dubai dauerte weniger als 6 Stunden, da wir durch den Sturm Rückenwind hatten. Nach Dubai beträgt der Zeitunterschied 3 Stunden, d.h. Ankunft ca. 22 Uhr deutsche Zeit entspricht 1 Uhr früh Dubai-Zeit.

Die Maschine war von Costa gechartert worden, alle Passagiere nahmen an unserer Kreuzfahrt teil.

Daher war auch der Service ein wenig anders, so gab es z.B. einen kostenlosen Cocktail vorneweg, auch die Kopfhörer oder Bier waren kostenlos zu haben.

Einer meiner Mitreisenden hatte gesundheitliche Probleme und wurde optimal von den gut geschulten Flugbegleiterinnen (eine hatte gerade in dieser Woche ihre Erste-Hilfe-Auffrischung gehabt) betreut. Dafür noch einmal einen herzlichen Dank!

Weiter geht's mit dem 17.12.2011.

Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine 7-tägige Kreuzfahrt ab Dubai auf der Costa Favolosa. Details dazu sowie Links zu den anderen Tagen finden sich hier.

Montag, 6. Juni 2011

Venedig und Adria

Wir haben ein bisschen Seeluft geschnuppert und eine neue Route ausprobiert: Mit Royal Caribbean ging es ab Venedig ganz locker entspannt durch die Adria, davor etwas Sightseeing in Vendig, danach ein Tag am Meer - entspannend.

Ich hatte schon im April gebucht, diesmal direkt über meine eigene Reisevermittlung bei Amondo. Auch in meinem Blog mit Reisetipps gibt's einen Eintrag dazu.


Kartenquelle: Royal Caribbean

Die Route ist neu; Koper und Ravenna sind Häfen, die nicht typisch für eine Kreuzfahrt im östlichen Mittelmeer sind. Hauptargument für diese Tour war für uns aber eine Übernachtung in Venedig auf dem Schiff sowie die Fahrt durch Venedig - das wollten wir unbedingt einmal erleben: Man fährt mitten durch die Lagune, am Markusplatz vorbei und blickt von ganz oben herunter auf Venedig. Ein Traum!

Interessant fand ich auch das Schiff. Die Voyager of the Seas war bei ihrer Taufe im November 1999 das größte Kreuzfahrtschiff der Welt mit Eislaufbahn, Kletterwand, usw. - also schon etwas dekadent... ;-) Platz haben 3.114 Gäste. Im Gegensatz zu unserer letzten Kreuzfahrt mit RCCL war diesmal das Publikum extrem gemischt, sowohl vom Alter als auch von den Nationalitäten her. Ich könnte nicht sagen, welches Land am stärksten vertreten war - man hörte alle möglichen Sprachen, sogar viele Inder und Chinesen waren an Bord.

Eckdaten unserer Reise:
  • Fahrt mit dem Auto
  • 2 Nächte in Venedig
  • 1 Woche Voyager of the Seas
  • 1 Nacht Caorle zum Baden
Hier habe ich vor, nach und nach Berichte mit Fotos zu den einzelnen Reisetagen einstellen - das wird aber etwas dauern, je nachdem wie ich die Zeit finde.
Wer konkrete Fragen hat oder Tipps möchte, fragt mich bitte. Das motiviert mich dann immer, das Bloggen höher zu priorisieren. ;-)

Da ich gefragt wurde - ich habe bei Google Maps eine Karte mit den ungefähren Anlegeplätzen des Schiffs auf unserer Reise angelegt. Ich hoffe, dass der Link funktioniert.

Man kann mit der Zoomfunktion genau erkennen, wo das Schiff lag.

Tipp: Wer Lust auf diese Kreuzfahrt bekommen hat, kann sie auch direkt bei mir oder über online mein Reise-Portal buchen, einfach hier klicken, nach Schiff und Reisetermin suchen und buchen. Der letzte Abfahrtstermin ab Venedig ist der 15.10.2011. Für Eure Reise bekommt Ihr dann auch eine kleine persönliche Überraschung von mir. :-)

Donnerstag, 2. Juni 2011

Seetag

Der einzige Seetag auf der Reise: Die Fahrt von Dubrovnik nach Venedig ist ja nicht wirklich weit, aber wenn das Schiff sehr sehr langsam fährt, bleibt Zeit für einen Seetag!

Und der ist auch nötig - bei der Masse an Möglichkeiten, die das Schiff bietet. Oft werden Seetage an den Anfang der Reise gepackt, damit man Zeit hat, das Schiff besser kennen zu lernen.

Hier war es nun fast am Ende und die Bordzeitung textete entsprechend: "Ist es an der Zeit, einen Gang runterzuschalten? Manchmal benötigen Sie Erholung von Ihrem Urlaub". Das passt ganz gut: Es gibt so viele Eindrücke, die man verarbeiten muss und so ist es perfekt, dass man einen entspannenden Tag auf dem Meer genießen kann.

Der Blick aus der Kabine aufs offene Meer lässt den Kopf frei werden.

Interessanterweise begegneten uns nicht allzu viele Schiffe, obwohl die Adria ja doch klein ist. Man sah einige Autofähren, und später auch Bohrinseln.

Hier ein Blick in den sog. "Cruise Compass", der auf den Schiffen jeweils am Vorabend in die Kabine gebracht wird:

Ich habe die letzte Seite des deutschen Exemplars fotografiert. Durch Draufklicken wird das Foto größer und man kann so halbwegs erkennen, welche Aktivitäten geboten werden.

Es geht los um 7:30 Uhr mit einem Stretching-Kurs im Fitness Center, es gibt Spiele, Quiz, Kino, vielfältigste Sportmöglichkeiten und Turniere, bis der Tag dann nach Mitternacht in den Tanzclubs und Bars zu Ende geht.

Der Cruise Compass gibt täglich Tipps für Aktivitäten, z.B. schlägt er vor, die Kletterwand zu erklimmen, neue Schritte auf der Tanzfläche zu lernen oder auf einer Backstage-Tour die Geheimnisse der Shows zu ergründen. Außerdem wird man informiert, dass heute die letzte Gelegenheit zur Anmeldung für Landausflüge ist. Das ist alles gut organisiert. Und das schöne ist: Man muss natürlich überhaupt nichts davon nutzen - aber man kann. Keiner wird gezwungen, am Unterhaltungsangebot teilzunehmen - man kann auch einfach auf dem Balkon oder an Deck ein gutes Buch lesen oder den Blick aufs Meer genießen. :-)

Wir haben den Tag auch eher zur Erholung genutzt, haben z.B. etwas Minigolf gespielt und Leute beobachtet:

Putzig waren zwei richtig alte amerikanische Männer, die aussahen, als wenn sie seit Jahrzehnten zusammen Golf spielen würden. Sie waren auch entsprechend bekleidet, absolut nach Etikette mit Sonnenhut, Poloshirts und langen Hosen. Darauf folgte ein deutsches Paar laut lachend und in sehr leichter Badekleidung, und darauf zwei Chinesen, wobei der Mann seiner Frau erklärte, was Minigolf ist und ihr Tipps gab, wie sie am besten spielen solle.

Ich fand das alles klasse. :-)

Hier im kleinen funktioniert das, Leute verschiedenster Nationalitäten haben zusammen Spaß und genießen das Leben, reden miteinander, lassen jedem seine Eigenheiten und fühlen sich wohl.

Richtig gut besucht war die Vorführung auf dem Pool-Deck, die zeigte, wie man Risotto zubereitet. Wir waren schließlich auf einer Kreuzfahrt in Italien!

Zwei Köche hatten bei der Hitze durch ihre Öfen ganz schön zu kämpfen und hantierten mit vorgekochtem Reis, weil es ja nicht ewig dauern durfte. (Wer wissen will, wie ich Risotto zubereite, findet das hier auf meinem anderen Blog.)

Die Zuschauer waren ganz bei der Sache und lauschtem dem Moderator, der die Köche interviewte und jeden Schritt erklärte. Es gab Risotto mit Pilzen und welchen mit Meeresfrüchten, wenn ich mich richtig erinnere. Klar durfte danach probiert werden. Außerdem wurde mittags ein super Pool Buffet aufgebaut, bei dem es mediterrane Spezialitäten gab. Frische Erdbeeren waren der Renner, ich fand auch die französischen Desserts superlecker.

Wir hatten uns bereits am ersten Tag (kostenlose) Karten für Eislauf-Show "Ice Odyssey" besorgt, die für 14:30 und um 16:30 Uhr geplant war. Für unsere Vorstellung, die frühere, hätte man auch noch vor Ort Tickets bekommen können.

Zehn internationale Eiskunstläufer und ein Gaststar präsentierten perfekte Unterhaltung. Die Show lohnt sich absolut, ich war total begeistert!

Die Grundfläche ist logischerweise nicht gerade groß, aber selbst darauf waren die Eiskunstläufer bzw. Eistänzer in der Lage, mehrfache Sprünge zu zeigen. Es gab abwechselnd Vorführungen mit vielen Darstellern oder auch Soli oder Paarlauf, auch wechselnde Bühnenbilder. Dazu gute Musik, wirklich klasse!

Tipp: Es wird schon etwas kühl, vor allem wenn man vorne sitzt zieht es kalt von der Eisfläche hoch. Also etwas warmes zum Anziehen mitnehmen! :-)

Hier ein Foto des Fernsehgeräts: Kanal 42 informiert über die Strecke.

Angenehm finde ich, dass sich die Leute auf dem großen Schiff gut verteilen: Man hat auch an Seetagen nicht das Gefühl, dass etwas beengt ist. Klar wartet man etwas, bevor man Minigolf spielt; die Whirlpools waren auch voll. Aber man findet auch total leere Stellen. Wir waren z.B. als einzige am Bug. Hier werden die Dimensionen wieder deutlich, alles ist riesig.

Es gibt also verschiedenste Möglichkeiten, die Seetage zu verbringen.

Da ich gefragt wurde, noch ein Foto der Vorderseite der Bordzeitung. Hier wird man über Wissenswertes und Organisatorisches informiert, z.B. Datum (ja, das braucht man!), Wettervorhersage, Bekleidungsempfehlung für den Abend und Informationen zur Abreise sowie weitere Informationen, die für den Tag relevant sind, z.B. dass die Seapass-Abrechnung auf die Kabine gebracht und direkt von der Kreditkarte abgebucht wird. Den jeweiligen Kontostand kann man sich übrigens auf dem interaktiven TV-Gerät abrufen. Das hat auch alles gepasst.

Der Cruise Compass ist vierseitig, die beiden mittleren Seiten informieren über Öffnungszeiten der Sportstätten, Bars und Restaurants, sowie der Dienstleistungen (Handtuchstation, Spa, Krankenstation oder Florist auf See - auch das gibt es!). Die letzte Seite mit den Terminen und Veranstaltungen habe ich in diesem Beitrag ziemlich weit oben schon hinterlegt.

Hier noch ein Blick in die Royal Promenade mit zwei Fotos von Kleinigkeiten, die man sich im Café als Imbiss holen kann. Verhungern muss wirklich keiner... :-)

Und zum Abschluss des Tages noch ein Blick ins Theater - die abendlichen Shows sind absolut zu empfehlen!


Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine Reise nach Venedig und eine 7tägige Kreuzfahrt auf der Adria mit der Voyager of the Seas. Details dazu finden sich hier.

Samstag, 28. Mai 2011

Venedig und Einschiffung

Nach einem gemütlichen Frühstück im Hotel mit viel Kaffee haben wir unsere Sachen gepackt und im Lagerraum des Hotels eingestellt.

Wir wollten noch einige Stunden Venedig besichtigen, dann unsere Koffer holen, zu Fuß zum Auto, dort umpacken und mit den großen Koffern aufs Schiff. Boarding Time fürs Schiff war 14:00 Uhr, wobei irgendwo stand, dass man spätestens um 16 Uhr eingecheckt haben sollte. Es war also genügend Zeit, sich noch einmal in Ruhe Venedig anzuschauen.

Ich finde es wunderbar, sich einfach treiben zu lassen. Man entdeckt dabei so viele interessante Ecken, kleine Plätze, Brücken, Häuser, Paläste, Läden, Cafés, Museen und Kirchen... Man kommt dabei natürlich auch an weniger belebte Plätze.

Dieses Haus hier oben gefiel mir irgendwie sehr gut - wenn es jemand für mich kauft, renoviert und alles organisiert, könnte ich mir vorstellen, ein paar Wochen im Jahr dort zu leben. ;-)

Besonders gut gefiel mir auch die Frarikirche. Obwohl sie kein Geheimtipp ist, war die Stimmung innen relativ ruhig und besinnlich und wir nahmen uns Zeit, die Kirche und die Ausstattung auf uns wirken zu lassen. Das Altarbild von Tizian ist absolut beeindruckend, andere Werke ebenso.

Das Grabmahl von Claudio Monteverdi befindet sich etwas versteckt vorne links, es hatte frische Blumen drauf.
























Die Kirche kostet 3,- EUR Eintritt. Es gibt wohl auch Sammeltickets, die (fast) alle Kirchen Venedigs beinhalten.

Nach viel Bummeln, Besichtigen und Genießen sind wir langsam wieder zurück in Richtung Hotel. Um den Canal Grande zu überqueren, haben wir keine der Brücken (es gibt nur vier!) genutzt. Diese sind oft weit entfernt und daher gibt es sog. 'traghetti'.

Das sind Gondeln, die direkt über den Kanal übersetzen. Eine Überfahrt kostet 50 Cent und macht Spaß.

Auf dem Canal Grande ist ziemlich viel los, aber ich hatte den Eindruck, dass unser Traghetto Vorfahrt hatte und die oft motorbetriebenen Lastschiffe, Taxis, Vaporettos usw. darauf Rücksicht nahmen. Es schaukelt auch entsprechend.

Die Einwohner Venedigs sind geübt und trotzen den Wellen und dem Schaukeln meist stehend.

Am Anfang tat ich mich schwer, die Plätze zu finden, an denen die Gondelfähren starten. Dabei sind sie recht gut beschildert.

Ein kurzes Eis auf den Weg, dann noch schnell verlaufen ;-) und so wurde es dann doch höchste Zeit, unser Gepäck am Hotel abzuholen und zum Hafen zu marschieren. Ein paar Meter kann man abkürzen, indem man den People Mover benutzt.

Wir sind also zum Terminal und haben uns orientiert, wo wir das Gepäck abgeben können. Es war zwar nicht allzu viel los, aber eine chinesische Reisegruppe war etwas desorientiert und es dauerte ein wenig, bis ich mich durchgefragt hatte.

Es funktionierte dann eigentlich ganz okay, große Koffer aufgegeben, Rucksack auf den Rücken, ins Terminal zum Check-in, Sea Pass und Reisepass vorzeigen, irgendwo noch eine Unterschrift, die ich vergessen hatte, Bordkarte in Empfang nehmen, durch die Security, aufs Schiff.

Beeindruckend ist die Royal Promenade, diese 120 m lange Shopping und Kneipen Mall, die ich so bisher auf keinem Schiff erlebt hatte. Es gibt sogar Innenkabinen mit Blick auf diese Promenade.

Hier gibt es auch das sog. Café Promenade, das 24 Std. täglich etwas zu essen, kleine Snacks, Pizza, Kekse bietet und an dem man sich kostenlos Getränke (Kaffee, Tee, Wasser, Limo) zapfen kann.

Daneben gibt es übrigens eine Bar mit verschiedenen Kaffeespezialitäten und eine Ben & Jerry's Eisdiele (beides kostet extra).

Wir sind dann auf die Kabine und nach kurzem Frischmachen, weil wir Sicht auf den Hafen hatten, an Deck, um den Blick auf Venedig zu genießen. Nach einiger Zeit war dann die Sicherheitsübung, auf der wir uns auf Deck 4 in Cleopatra's Needle, einer Tanzbar, sammeln sollten. Das ging recht locker ab, wir wurden auf einer Liste abgehakt, aber keiner musste eine Rettungsweste anziehen. Im Anschluss wurden Tickets für die (kostenlosen) Eisshows verteilt, dafür musste man anstehen.

Wir sind dann wieder an Deck und genossen das Schiff mit einem Cocktail aus der Sky Bar. Die Abfahrt verzögerte sich etwas, weil wir erst warten mussten, bis das Costa Schiff neben uns ablegte, das irgendwie vor uns weg sollte (Stau auf dem Wasser...). Gegen 18:30 Uhr kamen wir los. Sehr interessant, vor uns drei weitere Schiffe, die man dann in der Ferne beobachten kann.

Ich fand die Ausfahrt absolut genial. Die Einblicke in Venedig, das wir ja gerade 2 Tage lang erlaufen und besichtigt hatten, waren hochinteressant, man erkannte einiges und hatte von oben einen Wahnsinns-Blick.

Allein wegen dieses Ausblicks lohnt sich eine solche Seereise ab Venedig!



Ich denke, dass die meisten Passagiere oben an Bord waren, aber es war nicht allzu gedrängt, sondern verteilte sich gut, jeder hatte Platz zum Schauen. Wir blieben sehr lange an Deck, genossen die Aus- und Einblicke, auch den Lido sieht man gut.

Hier noch ein Blick zurück, ca. eine Stunde nach der Abfahrt geschossen:



Wir haben danach noch das Schiff erkundet, um 21 Uhr gab's Abendessen (aber man hätte auch jederzeit im Windjammer Buffet-Restaurant essen können), danach holten wir unseren noch fehlenden Koffer ab, der noch nicht in der Kabine war (der andere war geliefert worden). Der Anhänger war wohl abgerissen, er tümmelte sich mit zwei anderen Koffern im Service Center. :-)

Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine Reise nach Venedig und eine 7tägige Kreuzfahrt auf der Adria mit der Voyager of the Seas. Details dazu finden sich hier.

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