Samstag, 21. Februar 2026

Archäologisches Nationalmuseum Neapel

Da ich gesundheitlich eingeschränkt war und morgen ja 21 km laufen wollte, war heute wenig Anstrengung angesagt. Es wurden trotzdem knapp 16.000 Schritte... Wir waren vor einigen Jahren schon einmal in Neapel und hatten uns damals das bekannte Archäologische Nationalmuseum nicht angeschaut. 

Das Museum gehört zu den berühmtesten der Welt und seine Sammlung griechischer und römischer Kunstwerke ist einzigartig. Im Untergeschoss gibt es auch eine ägyptologische Sammlung. 

Archäologisches Nationalmuseum Neapel

Das imposante Gebäude entstand bereits 1615 als Universität, wurde 1773 zum Real Museo Borbonico ausgebaut und ab 1787 zum archäologischen Museum. Kern der Sammlung sind die reichen Kunstschätze der neapolitanischen Bourbonen und die Funde aus den verschütteten Städten am Fuße des Vesuvs.

Man kann hier locker mehrere Stunden oder einen ganzen Tag verbringen. Geöffnet ist von 9 bis 18:30 Uhr, das Ticket kostet 20 EUR pro Erwachsenem. Man kann es vor Ort kaufen und Jacken sowie Rucksäcke o.ä. in einer Garderobe abgeben. Es gibt ein kostenloses WLAN. 

Collage Exponate Archäologisches Nationalmuseum Neapel

Hier befindet sich z.B. der berühmte Atlas Farnese, oben rechts in der Collage. Die römische Marmorskulptur aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. ist wahrscheinlich eine Kopie eines älteren griechischen Originals und stellt den Titan Atlas dar, dem die schwere Himmelskugel auf den Schultern offensichtlich schwer wird. 

Freitag, 20. Februar 2026

Flug München-Neapel, erste Erkundungen

Am Vorabend herrschte Schneechaos auf bayerischen Autobahnen; wir sind in Richtung München gefahren und haben auf dem Weg (vor dem großen Stau) übernachtet. Am nächsten Früh hatten wir daher Zeit; den Parkplatz am Flughafen hatte ich bereits von zuhause gebucht und unser Flug ging erst um 10:55 Uhr. 

Ankunft in Neapel war um 13:15 Uhr. Ich hatte zuvor keine Zeit gehabt, mich mit Details zu beschäftigen und las auf dem Flug in einem Reiseführer. Vor Ort haben wir Suchmaschinen angeworfen und widersprüchliche Angaben gefunden. Empfohlen wurden 3-Tages-Tickets für die öffentlichen Verkehrsmittel, teils mit Museen inkludiert. 

20260220 Flughafen Neapel mit Blick auf den Vesuv

Im Nachhinein haben wir den Bus vom Flughafen zum Bahnhof und in der Stadt die U-Bahn und den Zug einfach per Kreditkarte bezahlt und sind damit deutlich günstiger gefahren als mit irgendwelchen Apps oder Zeitkarten.  

Am Flughafen erzählen Taxifahrer, dass der sog. Alibus überfüllt sei. Als wir zur Bushaltestelle sind, war das aber kein Problem und die Fahrt kostete (mit Koffer) pro Person 5 EUR. Am Bahnhof haben wir uns kurz etwas durchgefragt und sind dann in Richtung unseres Hotels, zur hübschen Station Campi Flegrei. Ein Foto dieses hübschen Bahnhofs findet sich im Überblicksartikel. Von dort ging's zu Fuß zum Hotel. Es war ein neu eröffnetes, das sich im Obergeschoss eines Bürogebäudes befindet und von dem man einen guten Ausblick auf das Fussballstadion hat, das nach Diego Maradona benant ist. Ein modernes Zimmer, eine große Terrasse und die Lage überzeugten. 

Wir haben eingecheckt, uns etwas in der Gegend umgeschaut, unsere Startunterlagen für den Halbmarathon geholt und sind Pizza-Essen gegangen.  

Dies ist ein Artikel über meine Reise nach Neapel und an die Amalfiküste. Weitere Informationen und Links zu den anderen Tagen der Reise finden sich hier oder links über die Zeitleiste.   

Donnerstag, 1. Januar 2026

Jahresrückblick 2025 mit Fotos meiner Reisen

Diesen Jahreswechsel verbringe ich zuhause. Das Jahresendgeschäft im Job fordert Zeit und auch privat gibt es Verpflichtungen - Weihnachtszeit eben. Das ist meistens so, daher freue ich mich, wenn es auch zuhause winterlich ist und sich der Frankenwald vor der Haustüre in Schnee hüllt und man draußen saubere kalte Luft tanken kann. Wenn dann noch etwas Zeit ist, ein paar Plätzchen zu backen (meist mache ich das erst am 25. Dezember...) und sich gemütlich mit einem guten Buch zurückzulegen, finde ich das perfekt. 

Man hat Zeit, das alte Jahr Revue passieren zu lassen und das neue zu planen. Die Fotoparade gibt es nicht mehr, daher mache ich meinen eigenen Jahresrückblick. Auf meinem Foodblog gibt es auch einen: Meine Foodblogbilanz 2025 ist seit 31.12.2025 früh online.  

Collage Barbaras Reisen 2025

Google Maps hatte früher eine gute Statistik, allerdings gibt's auch die nicht mehr. Ich habe daher eine App namens Been verwendet, um die Länder einzufärben, die ich 2025 besucht habe. Es waren nicht allzu viele: Australien, Deutschland, Dominikanische Republik, Frankreich, Indonesien, Österreich, Portugal, Schweiz, Slowakei, Tschechien, Türkei, Ungarn und das Vereinigte Königreich - alphabetisch, nicht chronologisch. Ich war auf vier Kontinenten und konnte zwei für mich neue Länder besuchen: Australien und die DomRep. 

Rechts in der Collage sieht man die beliebtesten 9 Fotos des Jahres auf meinem Instagram-Account. Oben von links nach rechts Madeira, Nürnberg, Kulmbach, in der Mitte die Tower Bridge London, ein Rezept für Kuchenboden, die Radspitze im Frankenwald. Die untere Reihe zeigt Funchal an Silvester 2024-25, nochmal Frankenwald (Architektouren) und rechts unten Reisterrassen auf Bali. 

Wenn man genauer hinschaut, waren das 2025 vier Urlaubsreisen, ein paar Kurztrips bzw. Ausfahrten und einige Dienstreisen. In der Türkei war ich nicht wirklich; nur zweimal zum Umsteigen am Flughafen in Istanbul. Geplant war einiges anders, aber eine große Kiefer- und Zahnwurzelgeschichte hat mich fast drei Monate körperlich schwer beschäftigt, da ging fast gar nichts. Eine Reise nach Japan, die ich für September geplant hatte, fiel daher ins Wasser. Die Expo in Osaka hätten wir uns gerne angeschaut. Stattdessen war wir für ein paar Tage mit dem Auto in Tschechien.  

Mittwoch, 31. Dezember 2025

Impressionen Q4 2025

Im 4. Quartal war ich wieder fitter und etwas mehr unterwegs. Die erste Oktoberwoche habe ich beruflich in der Schweiz verbracht. Diesmal hatte ich etwas Zeit für St. Gallen. Die vom irischen Mönch St. Gallus um 612 gegründete Stiftsbibliothek St. Gallen gehört zu den bedeutendsten historischen Bibliotheken der Welt und ist UNESCO-Welterbe. Auch schön das zweite Foto von rechts oben: Die Drei Weieren oberhalb der Stadt, im 17. Jahrhundert künstlich angelegte Seen mit Blick auf den Bodensee und ideal für einen gemütlichen Lauf am frühen Morgen. Auf dem Rückweg habe ich einen kleinen Umweg über das Elsass gemacht und einen Ort besucht, an dem ich als Kind oft war: Ribeauvillé mit seinen Burgen und Weinbergen ist im Herbst besonders schön; hier sieht man zwei der Burgruinen. Die Fotos werden größer, wenn man drauf klickt. 

Collage Fotos Oktober 2025

Mitte Oktober ging's kurz beruflich nach Jena, das herbstlich verfärbt auch was her macht. Auf dem Rückweg habe ich für einen Abendspaziergang in Arnstadt Halt gemacht, das als Bachstadt neben einer Bach-Kirche auch ein Bach-Denkmal hat, zweites Foto von links. Der Hainberg oberhalb von Stadtsteinach bietet tolle Ausblicke, unten auf dem dritten Foto bei einer Wanderung. Das letzte Foto ganz rechts unten stammt von einem entspannten Lauf in Oberfranken zur Mündung der Rodach in den Main.   

Montag, 10. November 2025

Wochenende in Nordthüringen

Anlass für die Kurztour war der Kristalllauf in Sondershausen, zu dem ich mich angemeldet hatte. Leider wurde dieser kurzfristig wegen technischer Probleme abgesagt und es war zu spät, das Hotel zu stornieren. Also haben wir dies zum Anlass genommen, einige der Sehenswürdigkeiten der Region zu erkunden. 

Sondershausen liegt an der A 38, gut 20 km südlich von Nordhausen, das den meisten als sechstgrößte Stadt Thüringens und durch den Schnaps bekannter ist. Nordhausen liegt am Südrand des Harz und hat eine reiche Geschichte. Früher freie Reichstadt, jetzt als Hochschulstandort sowie als nordthüringisches Kultur- und Industriezentrum bekannt. Durch Luftangriffe wurde die Altstadt 1945 größtenteils zerstört. Unser Hotel war dort. Wir waren am Samstagabend auch in der Stadt, allerdings war es da bereits dunkel.

20251109 Region Kyffhäuser im Herbst - Panoramamuseum

Eines der kleinsten Mittelgebirge Deutschlands, der Kyffhäuser, liegt südlich des Harzes und bietet eine abwechslungsreiche Landschaft. Besonders im Herbst fand ich die verfärbten Laub- und Mischwälder beeindruckend. Der Naturpark umfasst 30.500 ha und beherbergt eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten, die teils nur hier zu finden sind. Neben dem Bergwerk sind das Kyffhäuser-Denkmal und die Barbarossahöhle beliebte Sehenswürdigkeiten für alle, die sich für Geschichte und Geologie interessieren. Man kann hier auch sehr gut wandern oder mit dem Fahrrad Touren unternehmen. Die Wege sind sehr gut ausgeschildert. 

Sonntag, 9. November 2025

Burgruine Kyffhäuser mit Denkmal und Panorama Museum Bad Frankenhausen

Nach dem Auschecken aus dem Hotel und dem Frühstück sind wir über Land zum Kyffhäuser gefahren. Das Wetter war novembertypisch neblig bei ca. 8°C. Die Straßen des Mittelgebirges sind teils kurvig; in den Sommermonaten sind wohl viele Motorräder unterwegs. 

Die Sehenswürdigkeiten sind durch braune Hinweisschilder gut zu finden, auch die Parkplätze unterhalb der Burg sind gut beschildert.  

Kyffhäuser: Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal mit Barbarossa

Hoch auf dem Kyffhäuser steht eines der bedeutendsten Denkmäler Deutschlands: Das Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal wurde zur Erinnerung an die Reichseinigung im Jahr 1871 und zum Ehren des damaligen Kaisers erbaut. Wenn kein Nebel ist, ist es von weitem zu sehen, auch von der Autobahn aus. Im Burgmuseum und im Denkmalturm gibt es Ausstellungen, die über die Geschichte des Denkmals, über die Barbarossa-Sage und über die Reichsburg Kyffhausen berichten. 

20251109 Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal auf dem Kyffhäuser
Der Sage nach sitzt Kaiser Friedrich I., genannt Barbarossa, schlafend in einem unterirdischen Schloss im Kyffhäusergebirge an einem steinernen Tisch. Sein roter Bart wächst durch den Tisch oder um den Tisch herum. Alle hundert Jahre erwacht er und erkundigt sich beim Zwerg Alberich oder bei wem auch immer, ob noch Raben um den Berg fliegen. Dann schläft er weitere hundert Jahre, und so geht das schon länger. 

Samstag, 8. November 2025

Kyffhäuserregion: Erlebnisbergwerk, Barbarossahöhle, Stippvisite Sondershausen und Nordhausen

Nach etwas Ausschlafen ging's los in Richtung Sondershausen. Ich wollte zumindest das älteste und tiefste noch befahrbare Kalibergwerk der Welt von außen anschauen. 

Erlebnisbergwerk Glückauf Sondershausen

Hier findet einmal jährlich der sog. Kristalllauf statt. 680 Mieter unter Tage läuft man gute 10 km. Dafür hatte ich mich letztes Jahr bereits angemeldet, hing zu jener Zeit leider mit einer Corona-Infektion in Florida fest und freute mich nun darauf, dieses Jahr unter Tage bei 27°C zu schwitzen. 

Da der Brügmann-Schacht, den alle Teilnehmenden nutzen müssen, nicht befahrbar war, fiel das Event aus. Ein albernes Gesicht und meine Laufschuhe habe ich zumindest mal in die Nähe gebracht. 

Erlebnisbergwerk Sondershausen


Auch die üblichen Führungen finden zurzeit nicht statt, bis das Ersatzteil eingebaut ist. Aber auch von außen ist das Bergwerk beeindruckend. Hier wird immer noch Steinsalz gefördert.  

Wir sind von dort kurz nach Sondershausen und dann weiter (gut beschildert) zur Barbarossahöhle, um die 14 Uhr Führung zu erwischen. Es gibt übrigens ein Kombiticket, das die Höhle und die Museen auf dem Kyffhäuser einschl. Hochsteigen zum Denkmal kombiniert. 

Barbarossahöhle und Informationszentrums Geopark Kyffhäuser

Die Kyffhäuser-Region ist geprägt von Friedrich I. Barbarossa, dem bekannten mittelalterlichen Herrscher aus dem Adelsgeschlecht der Staufer. 

Er soll nicht ertrunken sein, sondern lebt noch immer und schläft hier irgendwo unterirdisch, lässt seinen Bart wachsen und wartet, bis er zurückkehren und sein Kaiserreich wieder einen kann. Die Barbarossahöhle hieß früher anders, wurde aber kurz nach ihrer Entdeckung 1865 nach Barbarossa benannt. Sie ist eine von zwei zugänglichen Anhydrithöhlen auf der Welt (die andere ist in der Region Perm im Westural). 

Barbarossahöhle


Parken kann man am Besucherparkplatz; hier ist ein Parkticket zu lösen, das für einen Tag gilt. Die Höhle ist nur mit einer Führung zu besichtigen, was sich wirklich lohnt. Wir hatten einen super Führer, der sehr kompetent und sympathisch informierte.