Montag, 23. Februar 2004

Busfahrt nach Knysna

Früh raus, kurz wie gestern selbst Frühstück gemacht, Tee gekocht, Müsli gegessen. Dann bezahlt. Mit dem Taxi zum Busbahnhof gefahren, kurz nach 6 Uhr waren wir bereits dort. Gewartet, dann bezahlt (wir hatten zwar über Internet die Kreditkartennummer angegeben, war aber nicht abgebucht worden), 2 Personen insg. 300 R mit Intercape. Alles sehr gut organisiert, Aufkleber, Gepäckanhänger, usw. Ein Doppelstock-Bus.

Wir erwischten Plätze oben ganz vorne mit super Aussicht.

Busfahrt in SüdafrikaEs war eher bewölkt den ganzen Tag über. Nach einer knappen Stunde Fahrt durch die Vororte von Kapstadt Wechsel des Busses an einer Tankstelle. Wir bekamen wieder den gleichen Sitzplatz vorne oben.

Die Busfahrt war sehr interessant, unterschiedlichste Landschaften. Die Region um Kapstadt mit vielen Townships (Bretterbehausungen usw.), dann Blicke aufs Meer, Kurven mit Pavianen am Straßenrand, etwas karger und grauer (Karoo), dann wieder grün und hügelig, viel Weideland mit Straußen und Rindern. Landwirtschaft, Viehzucht, Wein, Wälder, usw. Zwei kurze Pausen mit Möglichkeit, in einer Tankstelle Kaffee oder Snacks zu kaufen, keine richtige Mittagspause.

Kurz vor 3 Uhr kamen wir in Knysna an. Es gibt hier keine Taxis! Wir sind zu Fuß zur Touristeninformation, dort riefen sie im Bridgewater B&B an, wo wir bereits ein Zimmer gebucht hatten, und ein paar Minuten später kam die Besitzerin und holte uns ab.

Das B&B ist an der Hauptstraße mit Blick auf die Lagune. Zu Fuß ca. 10 Minuten ins Ortszentrum, aber mit Rucksäcken und schwüler Hitze zu weit zu gehen... Ruhige Zimmer hinten im Garten. Geduscht, umgezogen, etwas relaxt. Die Hauptstraßen in Knysna seien abends sicher zu Fuß, erzählte man uns. Man könne ins Zentrum von Knysna oder an den Pier.

Los, in die Stadt rein, aber alle Geschäfte waren bereits seit 17 Uhr zu, also nicht sehr interessant zum Bummeln... Zur Waterfront marschiert, sieht ganz nett aus.

KnysnaKnysna ist ein Haupturlaubsort der Südafrikaner, vor allem Jo’burger bevölkern den Ort zur Ferienzeit. Im 34° South (eine Restaurantkette, der Name bezieht sich auf den Breitengrad) zu Abend gegessen. Wilde Austern, Griechischer Salat, Fisch (Hake), Meeresfrüchte-Jambalaya. Sehr lecker. Über die Ortsmitte zurückgelaufen.

Im Wohnzimmer (Frühstücksraum) auf dem Sofa gesessen, Zeitschriften gelesen; es liegen viele herum, vor allem zu den Themen Reisen und Homes & Gardens. Die meisten anderen Touristen sind mit Mietwagen unterwegs.

Im Zimmer dann noch etwas TV geschaut: Ein Interview mit einem älteren schwarzen südafrikanischen Schauspieler, sehr interessant. Er wiederholte sehr oft, daß es jetzt 10 Jahre Demokratie in Südafrika gebe. Darauf sind die Leute stolz, sie wissen, daß sie ihr Land aufbauen müssen, daß noch viel zu tun ist. Auf dem Weg zur Waterfront hatten wir heute auch einen älteren Mann getroffen, Parkplatzwächter o.ä., den wir fragten, ob wir direkt am Wasser entlang laufen dürfen, direkt neben den privaten Häusern und Gärten. Er sagte, dies sei ein „free South Africa“ und klar könne man hier gehen, wo man wolle. Ganz interessant, alles. Wir haben auf der Reise viele Menschen getroffen und interessante Gespräche geführt.

Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine 10tägige Reise nach Südafrika mit einer Freundin, individuell organisiert mit Rucksack, öffentlichen Verkehrsmitteln und Übernachtung in Bed & Breakfast Unterkünften. Details dazu sowie Links zu den anderen Tagen finden sich hier.

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