Nur wenige Kilometer südlich von Cagliari liegen die faszinierenden Überreste von Nora. Die wohl älteste Stadt Sardiniens wurde im 9. Jahrhundert v. Chr. von den Phöniziern gegründet.
Die Lage auf einer geschützten Landzunge, dem Capo di Pula, war strategisch perfekt gewählt: Sie bot den Seefahrern gleich drei natürliche, wetterunabhängige Hafenbecken für den auch damals schon florierenden Mittelmeerhandel. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Herrscher und prägten das Stadtbild: Auf die Phönizier folgten die Punier (Karthager) und schließlich im Jahr 238 v. Chr. die Römer.

Unter römischer Herrschaft erlebte die Hafenstadt eine enorme Blütezeit
und wuchs zu einem prachtvollen Zentrum mit tausenden Einwohnern heran.
Man sieht u.a. die Reste eines Amphitheaters, eines Tempel und einer
Therme. Mir haben die Mosaike und eine Säule gut gefallen.
Bedeutendster Fund ist die Stele von Nora, die allerdings nicht im archäologischen Park sondern in einem Museum in Cagliari befindet. Sie ist wegen phönizischer Inschriften bekannt, die aber nicht wirklich entziffert wurden, da sie nur fragmentarisch enthalten sind. Fest steht, dass auf ihr das Wort Sardinien erwähnt wird; in einer frühen Form natürlich.
Nicht weit von der archäologischen Ausgrabungsstätte gibt es einen Strand, der zum Baden einlädt.
Ich war 2011 dort, auf einer Schiffsreise von Rom nach New York.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Ich freue mich über Kommentare und einen freundlichen Austausch.
Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. die IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu finden sich in der Datenschutzerklärung auf dem Blog und in der Datenschutzerklärung von Google.