Freitag, 25. Januar 2019

Lieblingsfotos 2. Halbjahr 2018

Der Januar neigt sich dem Ende, also höchste Zeit für die halbjährlich stattfindenden Fotoparade #FopaNet von Michael. Letzten Sommer hatte ich es nicht geschafft, was nicht weiter schlimm war, da ich im ersten Halbjahr kaum weg war. Das zweite Halbjahr 2018 war reisetechnisch wieder etwas besser, auch meist spontan, und ich habe mehr fotografiert.

Vom 2. Halbjahr 2016, vom 1. Halbjahr 2017 und vom 2. Halbjahr 2017 hatte ich bereits Fotos gezeigt, jetzt geht es um das 2. Halbjahr 2018. Auch dieses Mal gibt es 6 Kategorien, die die Fotos nach Möglichkeit erfüllen sollten: Abstrakt, Aussicht, Krasse Sache, Landschaft, Rot, Tierisch und zusätzlich das schönste Foto als 7. Kategorie.

1. Abstrakt: Barcelona


Los geht's mit dem Thema Abstrakt. Da fiel mir spontan das Museu Can Framis in Barcelona ein. Wir sind eher spontan hingekommen, als wir uns den Stadtteil Poblenou angeschaut haben.

Kunst vor dem Museu Can Framis, Barcelona

Im alten Industrieviertel Poblenou im Osten Barcelonas wird seit einigen Jahren nämlich so kräftig umstrukturiert, dass sich ein Besuch lohnt. Fabrikgebäude und Industrieareale werden zu Büros, Kneipen und öffentlichen Räumen. Eines der Fabrikensembles wurde zu einem Museum für moderne Kunst, dessen Besuch lohnt. In entkernten Hallen ist Platz für die Ausstellung. Auch das Gebäude ist stimmig. Vor dem Museum auf der Straße fielen mir diese an Buddhafiguren erinnernde Kunstwerke auf.

2. Aussicht: Kreta, Red Beach


Wenn man bei strahlendem Sonnenschein und großer Hitze einen Berg hinaufgeht, möchte man auf der anderen Seite belohnt werden. Im Süden Kretas nahe der Hippiestadt Mátala gibt es den sog. Red Beach, der aufgrund der Farbe seines Sandes so genannt wird.

Red Beach nahe Mátala, Kreta

Für die Kategorie rot war er mir nicht rot genug, aber ich fand die Aussicht beim Anmarsch auf den Strand so schön. Unten sieht man ihn, im Vordergrund die typisch griechische Landschaft, im Hintergrund das Mittelmeer. Am Zugang zum Strand gibt es eine Bar mit guten Mojitos (das Gebäude in der Mitte des Fotos) zum Erfrischen nach dem anstrengenden Marsch, sonst hat man keine Infrastruktur - nur Entspannung, wer mag auch ohne Badekleidung.

3. Krasse Sache: Unterirdische Stadt Neapel


Dass es in Neapel eine unterirdische Stadt gibt, war mir zuvor gar nicht so bekannt gewesen. Aber es ist eigentlich klar, wenn man sich überlegt, dass die Stadt auf Tuffstein erbaut ist.

Unterirdische Stadt Neapel


Schon vor Jahrtausenden wurde hier in die Tiefe gegraben. Tuffstein war als Baustoff begehrt und wurde einfach von unten nach oben geholt. So entstand eine zweite Stadt, die über Wege verbunden war. Es gibt auch Wasserspeicher und im Laufe der Zeit entstanden Schächte, Räume, Gänge, Lagerräume. Im 2. Weltkrieg dienten die Höhlen als Bunker; aus dieser Zeit sieht man Toiletten, Autos, Panzer.

Gerade an dem heißen Tag im Juli, als wir in Neapel waren, tat auch die unterirdische Kühle gut.

4. Landschaft: Dolomiten


Für die nächste Kategorie bleiben wir in Italien: Begeistert hat mich wieder einmal Südtirol, die Berge, das Grün, die Landschaft ist einfach spektakulär.

Dolomiten - Rosengarten

Hier ein Blick nach oben vom Anfang unserer Wanderung im Rosengarten. Wie man sieht, ich mag Meer und Berge! Die Dolomiten wurden aufgrund ihrer überragenden Schönheit, ihrer landschaftlichen Einzigartigkeit und ihrer weltweit einmaligen geologischen und geomorphologischen Beschaffenheit in die UNESCO-Welterbeliste eingetragen. Es ist zwar anstrengend, aber ein Genuss, dort zu wandern.

5. Rot: Dublin Castle


Einen roten Saal habe ich gefunden, der mir gut für diese Kathegorie gefallen hat: Mitten in Dublin steht das Dublin Castle. An der Stelle einer ehemaligen Wikingerfestung errichteten die Normannen im 13. Jh. ein Fort, von dem heute nur noch ein Turm steht. Nach Brand und Zerstörung wurde dieses als prunkvoller Palast im 18. und 19. Jahrhunder wieder aufgebaut.

The Drawing Room, Dublin Castle, Irland

Sehenswert sind neben Resten einer alten Stadtmauer am Fluss im Untergrund auch die Staatsgemächer bzw. Prunkräume im Schloss. The State Drawing Room ist der Name dieses roten Raums, der 1839 ausgestattet wurde. Er wird auch heute noch vom irischen Präsidenten für Empfänge genutzt.

6. Tierisch: Katzenbabys


Phaistos, auch Phaestos oder Festos transkribiert (Φαιστός) ist eine bronzezeitliche minoische Siedlung im Süden Kretas. Die Ruinen kann man heute noch besichtigen, sie sind eine beliebte Sehenswürdigkeit bei Touristen. Erste Ausgrabungen begannen um 1900, freigelegt wurden Teile des alten und neuen Palastes von Phaistos. Man sieht auch Ruinen aus nachminoischer Zeit und Archäologen graben weiter. 

Katzenbabies bei den Ruinen von Phaistos, Kreta

Die kleinen Katzen habe ich in der Nähe des Restaurants gesehen; sie haben Milch geschlabbert, sich gesonnt und sich geputzt. Einfach süß! :-) 

7. Schönstes Foto: Kathedrale von Palermo


Beeindruckt hat mich im Sommer 2018 auch Palermo. Wir sind mit dem Schiff angekommen und ich fand das traumhaft: Im Hintergrund die Berge, das Einfahren in die Bucht, die Kuppeln, Türme, Gebäude der Stadt kommen näher, werden deutlicher - man ahnt, was für ein Schatz einen erwartet.

Im 8. Jahrhundert v. Chr. gegründet, erlebte Palermo vor allem unter der Vorherrschaft der Araber sowie der Normannen und der Staufer Blütezeiten. Heute ist das politische und kulturelle Zentrum Siziliens die fünftgrößte Stadt Italiens. Das Zentrum Palermos mit der Altstadt erstreckt sich um die Bucht landeinwärts.

Kathedrale von Palermo, Italien

Bereits im 6. Jahrhundert stand hier eine Kathedrale, die später in eine Moschee umgewandelt wurde. Nach der Eroberung Palermos durch Roger I. wurde die Moschee wieder Sitz des Erzbischofs und neu gebaut. Aus der Gründungszeit der Kathedrale von Palermo blieben der im normannischen Stil gehaltene Chor und der normannisch-arabische Touch, danach wurde immer wieder umgebaut. Die eindrucksvolle spätgotische Seitenfassade mit dem Hauptportal ist katalanisch beeinflusst, die Kuppel und das Innere sind Arbeiten des ausgehenden 18. Jhs. Im Inneren befindet sich die Sarkophage der Stauferkaiser Heinrich VI. und Friedrichs II. Man kann sie besichtigen und hat vom Dach aus einen schönen Blick auf die Stadt und aufs Meer.

Kommentare:

  1. Ach wie toll! Gerade gestern noch von Neapel gesprochen, schon sehe ich ein spannendes Foto bei Dir! Wobei ich mich auch gerade mit Dublin und Griechenland beschäftige! Auch hier wieder super Bilder...so und nun, bin ich dran :-) Danke Dir für Deine Lieblingsfotos! LG Marina

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    1. Neapel hätte ich mir gar nicht so interessant vorgestellt - und die unterirdische Stadt war bei der Hitze echt super zum Runterkühlen. :-)
      Dublin, Griechenland, Neapel - ich bin gespannt! :-)

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  2. Liebe Barbara,
    das sind wirklich tolle Fotos! Von der unterirdischen Stadt habe ich noch nicht gehört und Katzenbabies gehen ja einfach immer! Eine sehr schöne Zusammenstellung an wirklich interessanten Orten
    liebe Grüße
    Ines

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    1. Hallo Ines,
      über die unterirdische Stadt wurde mal im Fernsehen berichtet, daher wusste mein Mitreisender davon. Und ja, Katzenbabys gehen immer. :-)
      Liebe Grüße
      Barbara

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  3. Was für eine schnuckelige Zusammenstellung schöner Orte und Motive!
    Im ersten Moment hatten natürlich die Katzen ihre rosafarbenen Näschen ganz weit vorn - am Ende entscheide ich mich dann aber doch für wundervollen roten Saal in Dublin! Ich bin ganz beschämt, dass ich noch nicht im Schloss war, obwohl ich schon dreimal in Dublin war! Jetzt habe ich wenigstens einen guten Vorsatz fürs nächste Mal!
    Herzliche Grüße aus dem Münsterland von den Entdeckern!

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    1. Hallo liebe Entdecker,
      danke für den lieben Kommentar. Für mich war's das erste Mal in Dublin und als es so unangenehm regnete, habe ich mich für das Schloss entschieden. Da gibt's ja viel zu sehen.
      Liebe Grüße
      Barbara

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