Montag, 18. April 2016

Bongeunsa und Rückflug Seoul-Frankfurt

Morgens habe ich mir mein Busticket zum Flughafen besorgt, geklärt, wann der Bus fährt und dann eine Kleinigkeit gegessen. Ich bin direkt danach zum Bongeunsa, dem bedeutendsten buddhistischen Tempel Seouls, der praktischerweise direkt neben meinem Hotel liegt.

Gegründet wurden der Tempel und das Kloster bereits im Jahr 794, die Anlage ist also deutlich älter als das moderne Gangnam, das sich heutzutage daneben befindet.

Bongeunsa - buddhistischer Tempel mitten in Gangnam

Die Kombination alte und schön renovierte Kloster- und Tempelgebäude, blühender Park und moderne Hochhäuser machen den Charme aus, finde ich. Oben sieht man einen der Tempel und direkt im Hintergrund mein Hotel.

Dies hier ist der Eingangsbereich. Ich war am Vorabend schon einmal dort, zurzeit sind Lampions angebracht, die bunt leuchten, was abends auch sehr schön und stimmungsvoll ist.

Bongeunsa - buddhistischer Tempel in Seoul

Die Anlage besteht aus einer ganzen Reihe an Gebäuden. Viele Gläubige kommen kurz vorbei, halten auf dem dazugehörigen Parkplatz, halten ihr Gebet ab und fahren weiter. Einige verweilen auch länger dort. Wer mag, kann auch übernachten, es gibt dazu vor Ort und online Informationen auf Englisch. An dem Infostand links war eine freundliche Dame, die gut Englisch sprach und mir darüber weitere Informationen gab.

Auf den folgenden Fotos ein paar Impressionen der Anlage:

Bongeunsa - buddhistischer Tempel in Seoul - Impressionen

Bongeunsa - buddhistischer Tempel in Seoul - Impressionen

Bongeunsa - buddhistischer Tempel in Seoul - Impressionen

Bongeunsa - buddhistischer Tempel in Seoul - Impressionen

Traumhaft zurzeit, wie alles grünt und blüht!

Beeindruckend sind u.a. die Holzmalereien, die buddhistische Sutras darstellen. Wer sich ein wenig damit auskennt, erkennt bekannte Geschichten. Auch für Kalligrafien ist Bongeunsa bekannt.

Bongeunsa - buddhistischer Tempel in Seoul - Impressionen

Bongeunsa - buddhistischer Tempel in Seoul - Impressionen

Wie man hier sieht, war der Flieder schon in voller Blüte. Am anderen Ende des Gebäudes ist ein Gong; Trommel und Gong finden sich in Asien häufig zusammen.

Bongeunsa - buddhistischer Tempel in Seoul - Impressionen


Bongeunsa - buddhistischer Tempel in Seoul - Impressionen

Hier noch zwei Panoramaaufnahmen. Draufklicken öffnet sie im Vordergrund; sie werden dann größer. Der Platz in der Mitte wird gekrönt von der großen Statue des Maitreya Buddha.

Bongeunsa - buddhistischer Tempel in Seoul - Impressionen

Bongeunsa - buddhistischer Tempel in Seoul - Impressionen

Nachdem ich mich losreißen konnte, bin ich zurück ins Hotel und habe mich dort noch etwas umgesehen.

Langsam wurde es Zeit für die Fahrt zum Flughafen, also habe ich meine Sachen gepackt. Das Auschecken ging schnell und als nächstes habe ich mich noch kurz im Hotel umgesehen und dann in die Lobby gesetzt und auf den Bus gewartet.

Seoul - Lobby Intercontinental Seoul Coex

Leider waren die nächsten 2 Stunden für meine Nerven doch etwas aufreibend. Erst kam der Bus deutlich später als angekündigt, als nächstes fuhr er in einer Seelenruhe gefühlt alle anderen Hotels in Seoul, okay, in Gangnam, ab, bevor er sich endlich in Richtung Flughafen aufmachte. Zwischendurch war ich versucht, auszusteigen und ein Taxi zu nehmen!!! Ich kam allerdings zum Glück doch noch rechtzeitig am Flughafen an. Auf dem Weg nahe Incheon sah man wieder traumhaft schön blühende Alleen mit Kirschblüten. Leider sind die Fotos aus dem fahrenden Bus nicht so toll geworden.

Fahrt nach Incheon mit Kirschblüte

Man sieht auch das Meer, den Flughafen von der Ferne, einen Golfplatz und Werbeplakate an der Strecke, die für bleichendes Make-up und irgendeine Creme mit Schneckenextrakt warben. Positiv gesehen, ich habe meinen Flug erwischt (puh!), viele Eindrücke aus Gangnam und Seoul bis nach Incheon vom Bus aus mitgenommen und so trotz kurzem Aufenthalt in der Stadt doch noch eine Menge gesehen... ;-)

Fahrt zum Flughafen Incheon

Mit dem Online-Checkin, den ich im Hotel vorgenommen hatte, ging das Einchecken am Lufthansa-Schalter relativ schnell, allerdings muss man nach Abgabe des Koffers noch ca. 10 Minuten im Checkin-Bereich bleiben, falls eine Nachkontrolle fällig ist. So etwas habe ich woanders noch nicht erlebt. Der Flughafen kam mir irgendwie bekannt vor, die Schlangen zur Security und Passkontrolle auch. Es dauerte wirklich sehr lange, bis ich durch kam. Innen war dann keine Zeit mehr, die vielen Shops oder Restaurants zu besuchen.

Für das Einchecken, die Kontrollen und den Weg zum Abflug-Gate (mit Transport in den anderen Terminalbereich mit Shuttle) sollte man mindestens 2 Stunden einplanen!!!

Flughafen Incheon - Lufthansa Check-in

Hier noch ein Blick auf die Shops. Zum Essen gab es übrigens viele westliche Fastfood-Läden, die sind zurzeit in Korea in, wie mir jemand erzählte. Ich habe z.B. auch Taco Bell gesehen.

Flughafen Incheon - Abflugbereich mit Shops und Restaurants

Das Boarden verlief ereignislos. Ich hatte mir einen Fensterplatz besucht, was ich bei dem Tagflug klasse fand.

Flughafen Incheon - Außenaufnahme

Von Seoul sind es 9085 km bis Frankfurt, die Fluginformationen im TV-Screen haben funktioniert (auf dem Hinflug hatte das irgendwie nicht geklappt). Ich finde es immer interessant zu sehen, wo man sich befindet. So flog ich auf diesem Rückflug zum Beispiel über den Golf von Bohai, Tanggu, Tianjin, Peking; die Gegend kenne ich durch mein Studium ganz gut und es war schön, das mal wieder von oben zu sehen. Aber sonst war es ziemlich wolkig.

Essen gab es zwei Mal warm, einmal ein Mittagessen, und vor der Landung ein Abendessen. Bei den Flugzeiten von 14:35 bis 18:50 Uhr (plus Zeitverschiebung!) üblich.

Lufthansa - vegetarisches Essen auf dem Rückflug

Ich bekam etwas vegetarisches. Und ein Bier, das hatten meine Nerven echt nötig! Normale Reisende hatten in der Economy Class nach Räucherlachs mit Kapern und Salat die Auswahl zwischen Bibimbap und Hähnchenkasserolle mit Linguini und Gemüsen, als Dessert frische Früchte. Zum Abendessen wurde geschmortes Rind mit Teriyaki Sauce, gedämpftem Reis und Pak Choi oder Linguini mit cremiger Spinatsauce und als Dessert Maronen-Streuselkuchen serviert.

Nach der Landung in Frankfurt bin ich im dem Shuttle zu meinem Parkplatz. Von dort ging es nach Hause.

Dies ist Teil meines Berichts über mein Wochenende in Seoul. Allgemeine Informationen dazu und Links auf die anderen Tage finden sich hier

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