Freitag, 15. April 2016

Anreise mit der A380

Die Flugverbindung von Frankfurt nach Seoul ist perfekt für einen Kurztrip.

Ich habe den Direktflug mit Lufthansa gewählt. Die letzten Jahre habe ich wieder angefangen, auch Interkontinentalflüge mit dieser Airline zu machen, nachdem ich früher eher enttäuscht vom Preis-Leistungsverhältnis und dem Service war. Inzwischen kann man zu guten Terminen und mit etwas Vorlauf gute Preise bekommen und gerade der Airbus A380-800, das neue große Flaggschiff, ist natürlich modern und gut in Schuss.

Lufthansa A380-800 in Frankfurt

Was mich gewundert hat, waren die neuen Baggage Drop Stationen am Frankfurter Flughafen, an denen man inzwischen selbst sein Gepäck aufgibt.

Die kannte ich noch nicht. Man folgt den Beschilderungen auf dem Display, hievt seinen Koffer hoch, entnimmt den Klebestreifen und klebt diesen selbst an den Koffer. Den Beleg für das Gepäck nicht vergessen, und fertig. Der Passagier übernimmt neben dem Online-Checkin jetzt also auch noch die Gepäckabgabe selber, mit Unterstützung einiger Angestellter, die im Bedarfsfall helfen und Tipps geben.

Baggage Drop in Frankfurt, Check-in der Lufthansa

Der Abflug findet bei den Gates mit der Ziffer Z statt, die sind eine Etage höher und waren nicht so überlaufen. Dieser Flugzeig Z ist relativ neu, ich glaube, er wurde 2012 erbaut, um gerade auch die großen Flugzeuge abzufertigen. Für das Modell Airbus A380 braucht man ja im Normalfall drei Brücken zum Einsteigen.

Der Security-Bereich war überfordert, da gab's wohl irgendeine Panne, jedenfalls tat sich 15 Minuten gar nichts. Ein Mitarbeiter hat mich und die anderen in der Schlange dann auf verzweigten Pfaden zu einem anderen Security-Bereich gebracht, an dem es schneller ging. Es schadet also nie, wenn man etwas Zeit mitgebracht hat. Die Zeit kann man am Gate bzw. am Abflugbereich gut totschlagen.

Flughafen Frankfurt - Flugsteig ZZu meiner Abflugzeit am Abend waren vor allem große Maschinen nach Asien geplant, ich habe viel chinesisch gehört. Manche Reisende decken sich noch mit Souvenirs ein. Man kann natürlich auch Kleinigkeiten essen, etwas trinken und Duty Free einkaufen. Alles neu gemacht, großzügig. Um Smartphones aufzuladen, gibt es Steckdosen. Und wer die Wartezeit mit aktuellen Tageszeitungen überbrücken möchte, findet vor dem Boarden welche, die von Lufthansa dort bereitgestellt werden.

Das Boarden dauert bei über 500 Passagieren natürlich ein Weilchen. Ich bin Economy geflogen. Wer schnell ist, hat noch freie Auswahl beim Verstauen des Handgepäcks, wenn man wie ich etwas später ins Flugzeug steigt, muss man nehmen, was übrig ist, also evtl. etwas weiter vom Sitz entfernt. Ich hatte als Handgepäck einen Rucksack (mit Laptop), meine Jacke und eine kleine Handtasche dabei.

A380-800 der Lufthansa - Abflug in Frankfurt im Bordfernsehen

Der Großteil der Passagiere waren Koreaner und andere Asiaten. Meine Sitznachbarin war eine junge, schlanke und sympathische Koreanerin, die auch ein wenig Englisch sprach. Schlank erwähne ich, weil so genug Platz war; in der Economy ist es doch immer etwas eng.

Positiv überrascht war ich auch von der Herzlichkeit der Flugbegleiter/innen. Vor 10-15 Jahren spürte ich oft eine gewisse Arroganz, inzwischen ist das überhaupt nicht mehr der Fall, so dass ich mich während des Fluges sehr wohl gefühlt habe. Lustig war auch, dass ich mit derselben Crew hin- und zurückflog, da die Crew genau die Zeit zum Ausruhen vor dem Rückflug brauchte, die ich in Seoul zum Erkunden hatte. Einige erkannten mich auch wieder. ;-)

Ich hatte mir ein vegetarisches Menü bestellt, das sollte man bereits bei der Flugbuchung erledigen. Meist kommt das Spezial-Essen als erstes, so auch diesmal. Es war indisch angehaucht.

A380-800 der Lufthansa - vegetarisches Abendessen in der Economy Class

Normales Essen wäre übrigens gewesen: Wintersalat als Vorspeise, dann gegrillte Hähnchenbrust mit Barbecuesauce, Maispüree und Kürbisgemüse oder alternativ Bibimbap (koreanischer Reis mit Rindfleisch, Spinat, Austernpilzen, Sojasprossen und Karotten) sowie als Dessert Obstsalat.

Während des Fluges, eher gegen Ende hin, bekommt man die Einreisepapiere, die man ausfüllen muss. Es ist also praktisch, wenn man einen Kugelschreiber und seinen Reisepass bereit hält, da man die Passnummer benötigt. Notfalls kann man alle Papiere auch noch am Flughafen bekommen und auch dort ausfüllen; dort lagen auch Stifte bereit.

Einreisepapiere nach Südkorea, Arrival Card und Zollerklärung

Ich hatte mir für den Hinflug einen Gangplatz gewählt, ziemlich weit hinten in der Maschine (Reihe 90), da es ein Nachtflug war und ich es praktisch finde, wenn ich aufstehen kann, wann immer ich will, um z.B. auf Toilette zu gehen, mir Wasser zu besorgen oder die Füße zu vertreten.

A380-800 der Lufthansa - Sitzplatz in der Economy Class

Als Tipp zum Mitnehmen: Reisezahnbürste und etwas zum Frischmachen (Turkish Airlines hat so etwas bei Nachtflügen auf in der Economy Class, sonst wurde es die letzten Jahre weniger, Lufthansa stellt keine bereit) sowie ein Nackenkissen.

Dies ist Teil meines Berichts über mein Wochenende in Seoul. Allgemeine Informationen dazu und Links auf die anderen Tage finden sich hier

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