Montag, 9. September 2013

7-Tage-Auszeit Westeuropa mit MS Artania

Die MS Artania ist ein deutschsprachiges Schiff, das für Phoenix um die Welt fährt. Nach der Flusskreuzfahrt auf dem Mekong mit Phoenix war ich angefixt. Einige der Mitreisenden hatten von den interessanten Fahrten berichtet, die der Veranstalter auf seinen drei Schiffen auf den Meeren veranstaltet. Die Prospekte taten ihr übriges und ich habe die Gelegenheit genutzt, meiner Mutter ein wenig England zu zeigen und ihre Erinnerungen an schöne Reisen in die Normandie wieder aufleben zu lassen.

Wir buchten zwei Einzelkabinen auf dieser Kurz- oder Schnupperkreuzfahrt genannten Tour. Von Bremerhaven ging es nach England, Frankreich und in die Niederlande. Ärmelkanal, Nordsee-Kanal, eine wunderschöne Reise. Außerdem hatten wir wahnsinniges Glück mit dem Wetter.

Hier der Blick von Dover Castle auf die MS Artania (in der Mitte, das größte Schiff).

Blick von Dover Castle auf die MS Artania

Das waren die einzelnen Tagesetappen:


Sa 31.08.2013 Anreise nach Bremerhaven
So 01.09.2013 Bremerhaven: Auswanderermuseum, Einschiffung
Mo 02.09.2013 Seetag
Di 03.09.2013 Torquay, Großbritannien
Mi 04.09.2013 Le Havre, Honfleur und Deauville, Frankreich
Do 05.09.2013 Dover, Canterbury, Großbritannien
Fr 06.09.2013 Vlissingen (Zeeland), Antwerpen, Niederlande und Belgien
Sa 07.09.2013 Nordsee-Kanal (Durchfahrt), Amsterdam: Grachtenfahrt
So 08.09.2013 Rückreise

Route Kreuzfahrt Westeuropa mit MS Artania / Kartenquelle: Phoenix Reisen
Wir sind mit der Bahn nach Bremerhaven gereist, die Bahnreise war im Reisepreis inklusive. Eine Vorab-Übernachtung hatte ich über hotel.de über mein Reiseportal online gebucht.

Tipp: Da es uns von Süddeutschland kommend zu stressig gewesen wäre (ich kenne Zugausfälle und stundenlange Verspätungen aus eigener Erfahrung - nicht gut für meine Nerven...), morgens anzureisen und am selben Tag einzuschiffen, reisten wir am Vortag an und nutzten den Tag in Bremerhaven, um ein Museum zu besichtigen und ein wenig durch die Stadt zu bummeln. Neben dem Auswandererhaus, das wir besucht haben, ist auch das Klimahaus sehr sehenswert.

Einige der Passagiere, die vom Anbieter organisierte Busanfahrten gebucht hatten, kamen durch Pannen oder Staus später, so dass das Schiff warten musste und erst mit Verspätung ablegen konnte. Solch einen Stress haben wir uns damit erspart. :-)

Die MS Artania von Phoenix Reisen


Ich fand die Reise auch für meine gesundheitlich nicht mehr ganz fitte Mutter passend. Motto der Kreuzfahrt waren die Swinging Sixties, die sie natürlich miterlebt hat; es gab einige Konzerte, u.a. eines der Beatles Revival Band. Zudem fand ich die langen Liegezeiten in den Häfen lohnend, so war viel Zeit für Ausflüge und eigene Erkundungen.

Auch das Schiff hat ihr gut gefallen, überall sprach man Deutsch, die Angestellten waren sehr freundlich und hatten für ihr Handicap Verständnis. Das Essen war hervorragend; es gibt keine feste Tischzeit und keine festen Sitzplätze, d.h. man konnte essen wann und wo man wollte. Ich war übrigens nicht die einzige Tochter, die ihre Mutter begleitete; von der Konstellation gab es ein paar. Auch ältere Freundinnen, die zusammen verreisten, haben wir getroffen. Allgemein waren außerhalb der Ferienzeiten und mit dem Thema der Reise Swinging Sixties eher ältere Passagiere an Bord.

Die MS Artania ist auch schon eine ältere Dame: 1984 als Royal Princess für Princess Cruises von Prinzessin Diana getauft, ist sie seit 2011 für Phoenix Reisen auf Tour. Das Schiff hat keine Innenkabinen, was relativ selten ist. Ich finde es auch schöner, wenn alle Passagiere das Meer im Blick haben können.

Außenkabine MS Artania
Wir hatten zwei nebeneinander liegende Außenkabinen relativ weit unten. Die Wasseroberfläche und die Wellen konnte ich gut sehen; das hat mir gefallen. Auch hier war es von Vorteil, über das Reisebüro zu buchen und die Kabine auswählen zu können.

Meine Mutter hatte eine Kabine mit renoviertem Bad und einer Dusche (darauf legt sie wert), während meine Kabine ein etwas in die Jahre gekommenes Bad mit Badewanne hatte, was für mich aber völlig okay war. Auch sonst sind die Kabinen kleiner und etwas einfacher ausgestattet als ich es von amerikanischen Luxusschiffen gewohnt bin, aber alles war sauber und gut in Schuss gehalten. Bei einer Weltreise hätte ich zu zweit in der Kabine wahrscheinlich Probleme, meine ganzen Sachen unterzubringen, aber für die eine Woche und alleine in der Kabine ging es natürlich gut.

Ein paar Fotos vom Schiff findet man bei den weiteren Beiträgen.

Sonntag, 8. September 2013

Ausschiffung und Rückreise mit Bahn

Das Auschecken vom Schiff habe ich immer als sehr anstrengend in Erinnerung, irgendwie muss man da früh aufstehen und es artet ein wenig in Hektik aus, wenn man sieht, wie die vielen Reisenden aus dem Schiff auschecken und nach und nach auf Busse verteilt werden oder zu Fuß weiter fahren.

Auch hier ging es früh los, aber nicht allzu früh. Wir hatten die Zeit, noch in Ruhe etwas zu frühstücken. Ich habe mich nochmal an frischen Papayas satt gegessen und wir haben versucht, es nicht allzu stressig angehen zu lassen. Hier noch ein letzter Blick in meine Kabine.



Man hat beim Verlassen des Schiffs nochmal die Möglichkeit, welche der Fotos zu erstehen, die während der Fahrt von den professionellen Fotografen angefertigt werden. Da haben wir ein paar Andenken gekauft.

Wir sind dann zu Fuß vom Schiff und haben einen kostenlosen Bus erwischt, der als Shuttle zum Bahnhof in Bremerhaven fuhr. Von dort ging es nach Bremen, wo wir umsteigen mussten. 



Erst war genügend Zeit, so dass wir noch ein wenig in der Passage bummeln und auch noch etwas trinken konnten. Am Schluss wurde es dann doch hektisch, da die Bahn plötzlich beschloss, das Gleis zu ändern, auf dem unser ICE abfahren sollte. Das ist mir in Bremen schon ein paar mal passiert, aber mit einer älteren Mutter und zwei Koffern ist es anstrengend, die Treppen runter und hoch durch den halben Bahnhof zu rennen, um ein anderes Gleis zu finden. Die Aufzüge waren besetzt und die Zeit zu warten hätte nicht gereicht. Als wir dann verschwitzt und atemlos am richtigen Gleis standen, hatte der Zug natürlich Verspätung. Eine kurze Durchsage wäre da angebracht gewesen; dann hätten sich über hundert Fahrgäste nicht so stressen müssen.



Davon abgesehen ist Bahnfahren schön, wenn man erst mal im richtigen Zug ist und einen Sitzplatz hat. So ging es dann relativ stressfrei nach Hause. Mit vielen Erinnerungen an die schöne Reise.

Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine 7-tägige Kreuzfahrt mit der MS Artania durch den Ärmelkanal. Details dazu sowie Links zu den anderen Tagen finden sich hier.

Samstag, 7. September 2013

Nordsee-Kanal (Durchfahrt), Amsterdam: Grachtenfahrt

Baustelle - Hier kommt noch was!!!



Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine 7-tägige Kreuzfahrt mit der MS Artania durch den Ärmelkanal. Details dazu sowie Links zu den anderen Tagen finden sich hier.

Freitag, 6. September 2013

Vlissingen (Zeeland), Antwerpen

Baustelle - Hier kommt noch was!!!

Antwerpen


Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine 7-tägige Kreuzfahrt mit der MS Artania durch den Ärmelkanal. Details dazu sowie Links zu den anderen Tagen finden sich hier.

Donnerstag, 5. September 2013

Dover: Canterbury und Dover Caste

Baustelle - Hier kommt noch was!!!



Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine 7-tägige Kreuzfahrt mit der MS Artania durch den Ärmelkanal. Details dazu sowie Links zu den anderen Tagen finden sich hier.

Mittwoch, 4. September 2013

Le Havre, Honfleur und Deauville

Le Havre ist die größte Stadt der Normandie und liegt an der Mündung der Seine am Ärmelkanal. Nach Marseille befindet sich hier der zweitgrößte Hafen Frankreichs, es legen auch einige Kreuzfahrtschiffe an.

Le Havre selbst hat 170.000 Einwohner und ist erst knapp 500 Jahre alt. Damals wurde es als Ersatz für die versandeten Häfen Harfleur und Honfleur angelegt und einfach so benannt: der Hafen - le havre auf französisch. Später legten die Schiffe nach Nordamerika hier ab; Auswanderer, Waffen, usw. wurden von hier verschifft und im Gegenzug Baumwolle, Kaffee usw. gelöscht. In den 1920er Jahren legten die damaligen Luxusliner hier an. Als Tiefwasserhafen und am Tor zwischen Nordsee und Atlantik war der Hafen militärisch und als Handelshafen immer von Bedeutung.

Le Havre vom Schiff aus - morgens um 7 UhrAm Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Le Havre dem Erdboden gleich gemacht und bis 1960 wieder aufgebaut. Auguste Perret, ein bedeutender Vertreter der Stahlbeton-Architektur war für die Planung zuständig. Der Stadtkern mit der modernen farbigen Betonarchitektur steht seit 2005 auf der Liste des UNESCO-Welterbes und hat mich interessiert.

Dienstag, 3. September 2013

Torquay, Devon

Von Bremerhaven bis nach Torquay waren es 545 Seemeilen. Gegen 8 Uhr früh kamen wir in Torquay an. Da England außerhalb der Schengen-Staaten ist, mussten wir bei der Einreise an der Gangway den Personalausweis vorzeigen.



Heute lag das Schiff auf Reede, d.h. es hat nicht am Hafen angelegt sondern ankerte etwas außerhalb und man wurde mit Tendern an Land gebracht.



Es gab schöne Ausflüge z.B. nach Exeter und zur Buckfast Abbey, eine Fluss- und Dampfzugfahrt, einen Ausflug ins Dartmoor oder nach Cockington. Ich war schon öfter in Devon und da ich meine Mutter dabei hatte, die das erste Mal in England war und es gemütlich angehen lassen wollte, haben wir keinen Ausflug gebucht, sondern wollten zu Fuß durch das sehenswerte Torquay bummeln und uns dort umschauen. Ich hatte zuvor über Google Maps gecheckt, wie lange der Weg nach Torre Abbey ist; der war machbar, das war unser Tagesziel.

Wir sind mit dem Tender an Land, und wurden als erstes vom Bürgermeister persönlich begrüßt!



Nicht weit vom Hafen gibt es einen Geldautomat; dort habe ich mir etwas englisches Bargeld geholt.



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Torre Abbey


Torre Abbey lässt sich vom Hafen Torquay zu Fuß erreichen. Ich hatte mir zuvor auf Google Maps angeschaut, wie weit es ist und beschlossen, dass meine Mutter und ich dort gut zu Fuß hin laufen können.

Torre Abbey lohnt auf jeden Fall einen Besuch. Sehenswert sind zum einen die Gebäude, zum zweiten aber auch der wunderschöne Garten. 1196 als Kloster errichtet, später als Herrenhaus genutzt, wird die Geschichte im Museum gut erklärt.


Abgerundet wurde unser Besuch dort ideal im Café des Anwesens, man konnte draußen sitzen und ich habe Cream Tea bestellt, Tee mit Milch und dazu Scones mit Clotted Cream und Erdbeermarmelade. Das ist so typisch Devon, das musste einfach sein!

Cream Tea in Torquay, Devon - Torre Abbey, Scones mit Clotted Cream


Dazu gab's ein paar herzhafte Sandwiches. Für uns war das quasi auch das Mittagessen, mehr brauchten wir nicht.

Weiter sind wir in den schön angelegten Gartenbereich von Torre Abbey.

Im angeschlossenen Potent Plants Garden kann man giftige Pflanzen bestaunen, die in Agatha Christies Büchern eine Rolle spielen könnten. Agatha Christie wurde 1890 in Torquay geboren. Die britische Schriftstellerin zählt zu den erfolgreichsten Autorinnen überhaupt, vor allem Kriminalromane mit Hercule Poirot oder Miss Marple sind auch heute noch bekannt.

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Bummel an der Uferpromenade von Torquay entlang 



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Spätestens um 19:30 musste man an der Anlegestelle der Tenderboote sein, um 20 Uhr verabschiedete sich die MS Artania von Torquay und nahm Kurs auf Le Havre.







Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine 7-tägige Kreuzfahrt mit der MS Artania durch den Ärmelkanal. Details dazu sowie Links zu den anderen Tagen finden sich hier.

Montag, 2. September 2013

Seetag

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Sonntag, 1. September 2013

Bremerhaven: Auswanderermuseum, Einschiffung

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Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine 7-tägige Kreuzfahrt mit der MS Artania durch den Ärmelkanal. Details dazu sowie Links zu den anderen Tagen finden sich hier.

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