Sonntag, 11. Juli 2010

1 Woche Faulenzen in Ägypten

Die letzten Wochen und Monate waren aus verschiedenen Gründen ziemlich anstrengend und nervenaufreibend, so dass uns meine bessere Hälfte eine Woche Sonnenbaden und Nichtstun am Meer verordnet hat. Das passende Reiseziel lieferte er gleich mit: Rotes Meer, Ägypten.

Radisson Blu Resort El Quseir vom Meer aus gesehen

Nach einigem Recherchieren im Internet und einem längeren Telefonat mit einer Ägypten-erprobten Freundin haben wir uns für das Radisson Blu Resort El Quseir entschieden. Bei 5 vor Flug gab's das kurzfristig zusammen mit einem Air Berlin Flug und den passenden Transfers. Also genau das richtige, wenn man keine Zeit und Energie hat, etwas selbst zu organisieren.

Wir waren eine Woche weg (8 Nächte) und hatten ein Zimmer mit Meerblick. Das Meer sah man seitlich vom Balkon aus - schön entspannend!

Gut war, dass wir trotz der seltsamen Ankunfts- und Abflugzeiten das Hotel nutzen konnten, also nicht um 11 Uhr bereits aus dem Zimmer mussten, obwohl wir erst spät abends zur Rückreise abgeholt wurden. Das war gut, so konnte man vor dem Transfer nochmal duschen und sich in Ruhe im eigenen Zimmer umziehen.

Die Gäste im Hotel waren international gemischt, was ich sehr angenehm fand. Es war auch nicht voll.

Wir hatten Halbpension. Das nächste Mal würde ich nur Frühstück buchen, es gibt Snacks am Pool, den Room Service, zwei Spezialitätenrestaurants, BBQ am Strand, usw., die man nach Lust und Laune besuchen kann, so dass man auch innerhalb des Resorts nicht hungern muss. Außerdem kann man - wenn man Appetit auf Buffet hat - dieses natürlich auch nutzen (100 LE). Mehr Infos zum Hotel finden sich hier in meinem Beitrag Impressionen.

Radisson Blu Resort El Quseir - Blick vom Restaurant in Richtung Meer
Mein Fazit: Ein optimales Reiseziel!

Durch die kurzen, von vielen Städten angebotenen und preisgünstigen Flüge leicht und schnell erreichbar, optimal zum Entspannen und Sonne tanken. Mir gefiel auch der hohe Salzgehalt des Roten Meers. Ich denke daher, dass dies auch im Winter (Wind beachten!) eine tolle Destination für einen Spontan-Trip ist.

Hier ein paar weitere Informationen zu unserer Reise, chronologisch:

Ein paar Impressionen finden sich auch auf meinem anderen Blog, hier klicken.

Meine Checkliste für eine Schnorchelreise ans Rote Meer:
  • Weniger Klamotten als gedacht, vor allem kaum Socken.
  • Für tagsüber leichte Kleidchen, die sich schnell über den Bikini drüber ziehen lassen.
  • Für abends etwas nettes (möglichst wenig Ausschnitt).
  • Mittel gegen Teerflecken (oder besser doch die Butter aus dem Restaurant verwenden).
  • Schnorchelausrüstung vor der Abreise durchsehen und evtl. ergänzen.
  • Badeschuhe für ruhige Tage, Flossen für windigere.
  • Dünne T-Shirts fürs Schnorcheln (gegen Sonnenbrand auf dem Rücken).
  • Tauchtauglichkeitsbescheinigung vom Arzt, falls man doch tauchen möchte...
  • Sonnenhut
Fast alles kann man auch vor Ort kaufen, z.B. Badeschuhe oder Taucherbrillen.

Samstag, 10. Juli 2010

Rückreise aus Ägypten

Ein letzter entspannter Tag am Meer, mit Schnorcheln, Schwimmen, Spazieren, Essen. :-)

Unser Rückflug ging mitten in der Nacht. Zum Glück war das Zimmer noch für die ganze Nacht gebucht, so dass wir uns nach dem Abendessen noch kurz frisch machen konnten, bevor wir das Hotel verließen.

Eigentlich hätten wir unsere Koffer selbst zur Rezeption tragen können, aber da sie abgeholt wurden und das dauerte, waren wir dann doch etwas spät und der Transfer musste auf uns warten. Wir waren insg. 4 Touristen in einem Minibus, die nach Hurghada zum Flughafen gekarrt wurden.

Die Fahrt war ruhig, ähnlich wie die Hinfahrt. Einen ersten Einblick über die Hotelsituation in Hurghada und die doch große und belebte Region bekommt man auf diese Weise auch. Dort ist wohl viel mehr Trubel als in El Quseir. ;-)

Im Flughafen war so mitten in der Nacht unheimlich viel los, sehr lange Schlangen. Ich bin diese Charter-Urlaubsflüge nicht gewohnt und hatte vergessen, Bescheid zu geben, wo wir sitzen wollen, so dass der Angestellte uns zwei Sitzplätze getrennt voneinander zuschanzte, ohne zu fragen natürlich. Zum Glück hat es sich im Flugzeug später ergeben, dass wir doch zusammen sitzen konnten.

Der Flughafen Hurghada hat interessante Direktflüge, z.B. nach Ufa usw. Uns fiel auf, dass sehr viele Russen zu sehen und hören waren, scheint ein beliebtes Urlaubsziel zu sein. Am Flughafen kann man noch sehr viel kaufen, Souvenirs, usw. Durch den organisierten Transfer ist man viel zu früh am Flughafen, so dass man Zeit totschlagen musste und viele Touristen auf den Sitzen schliefen. Der Flug hatte zudem noch Verspätung.

Auch zu essen und zu trinken gibt es. Da wir kein Geld gewechselt hatten, habe ich die Getränke (man darf ja kein Wasser rein nehmen und muss sich dann drin etwas kaufen) mit Kreditkarte bezahlt und nachher festgestellt, dass das auch die beste Wahl war - man hätte auch mit Euros zahlen können, das wäre deutlich teurer gewesen.

Zum Glück hatte ich doch noch einen Fensterplatz bekommen - ich schlafe selten im Flugzeug (vor 20 Jahren konnte ich das noch...) und schaue dann ganz gerne raus. Das Rote Meer konnte man erkennen, Schiffe, usw. Auch Kairo sah man ganz gut aus der Luft. Irgendwann früh morgens sind wir schließlich in Nürnberg angekommen und mit dem Auto heim gefahren.

Dies ist Teil eines Berichts über unsere Reise nach Ägypten ans Rote Meer - mehr dazu hier.

Donnerstag, 8. Juli 2010

Ägyptischer Kochkurs

Das Hotel bietet einmal die Woche einen Kochkurs an. Klar, dass mich das interessiert hat und ich dabei sein wollte.

Die Anmeldung funktioniert ganz einfach mit der Nennung der Zimmernummer, maximal 15 Teilnehmer und 2,50 EUR pro Person sollte das ganze kosten. Wir waren die einzigen.

Als erstes wurden wir durch die Küchen und Lagerräume geführt. Interessant. Alles super hygienisch und sehr gut ausgestattet: Edelstahl, Tiefkühlräume, Kühlschränke, viel Trinkwasser im Gebrauch, alles ordentlich verpackt, auch wir mussten Häubchen tragen. Die urlaubstypischen Magen-Darm-Erkrankungen holt man sich woanders, meist durch Hitze oder durch Fliegen, denke ich - jedenfalls nicht durch Essen aus diesen Küchen.

Für mich sah das ganze nicht hektisch aus, sondern entspannt und so, wie wenn die Leute dort einen guten Umgang miteinander und mit den Speisen pflegen. Ich bin schlecht im Merken von Zahlen, ich glaube, dort arbeiten 30 Leute. Eine Person ist ausschließlich für die Hygiene zuständig.

Ich finde es nicht so toll, immer alles zu fotografieren und dann Bilder von Leuten, die nichts davon wissen, ins Netz zu stellen. Daher nur ein Foto vom Gemüse. Die Zucchini waren klein und hellgrün, das fiel mir auf.

Die Lebensmittel werden sowohl vom Großmarkt aus Kairo angeliefert wie auch aus der Region bezogen. So bekommt man fangfrische Fische aus Quseir, Lamm oder Gemüse von Bauern der Region. Es gibt ein Programm des Hotels, in dem sie die Bewohner der Region unterstützen, auch mit Ausbildungsplätzen.

Nach der Führung sind wir in die Showküche des mediterranen Restaurants. Dort war alles perfekt für unseren Kochkurs vorbereitet, ein Ausdruck mit drei Rezepten und die Zutaten dafür:

Als erstes haben wir Tahina zubereitet, dazu wurde die Sesampaste mit Wasser und Gewürzen vermischt und beiseite gestellt. Ich mag's ja lieber scharf, die Ägypter auch, also haben wir etwas mehr Chili genommen. Für die Touristen schmecken sie normalerweise milder ab.

Aus gemischtem Hackfleisch wurden dann Kofta zubereitet: Gemischt heißt hier Rind und Lamm, nicht wie bei uns Rind und Schwein. Logisch. Statt die rohe Masse zu probieren, wie ich das immer mache, wird ein Probestück frittiert und abgeschmeckt. Die Hackröllchen wurden später mit Tahina in einem kleinen Fladenbrot gegessen.

Unser Lieblingsnachtisch stand auch auf dem Plan: Om Ali. Dazu werden Croissantstücke mit Nüssen überstreut, mit heißer gesüßter Milch übergossen und mit Sahne abgedeckt. Die Sahne wird dann mit einem Bunsenbrenner abgeflämmt. Lecker.

Der Kochkurs war wirklich lustig und interessant. Ich geb's zu, mehr als Kofta formen und Croissants in Schüsselchen zupfen haben wir fast nicht getan - der Sous Chef ist da geübter und hat sicher meist Touristen, die eher zusehen und sich bekochen lassen wollen. Wir haben uns super mit den beiden Köchen verstanden und dabei auch so einiges über Land und Leute und deren Sicht der Dinge gelernt.

Und geschmeckt hat es auch! :-)

Dies ist Teil eines Berichts über unsere Reise ans Rote Meer - mehr dazu hier.

Montag, 5. Juli 2010

Resort-Impressionen

Das Radisson Blu Resort El Quseir ist wohl ca. 5 Jahre alt und sieht wirklich richtig gut aus. Es wirkt irgendwie schon entspannend, wenn man nur guckt. ;-)

Radisson Blu Resort El Quseir
Es wurde im nubischen Stil erbaut. Auch nach Tagen entdeckt man immer wieder neue Details: Verschiedene Muster in den Terrassenhölzern, Leuchten, unterschiedliche Gewölbe, Farben, passende Mülleimer, usw. Das hat mir sehr gut gefallen, erholsam irgendwie.

im HotelFür uns war entscheidend, dass die Anlage nicht allzu groß, gepflegt und ruhig war.

Knapp die Hälfte der Zimmer war belegt, die Gäste kamen wohl vor allem aus Deutschland, Russland, Italien und Frankreich.

Es gab zum Glück kaum Animation (das mag ich nicht so), außer einem Gesangsduo abends und einmal die Woche kurz Bauchtanz oder eine Filmvorführung zum Thema Korallen.

Im Gelände befinden sich ein Spa mit Ayurveda-Behandlungen, ein Friseur/Kosmetiksalon, ein Tennisplatz, ein Kraftraum, Billard, usw. Für die Fussballspiele während der WM wurde ein Bereich mit großem Bildschirm aufgebaut, auf dem die Spiele live übertragen wurden.

Buffetrestaurant

Neben dem Buffet-Restaurant (die meisten Reisenden buchen wohl All inclusive und pauschal) gibt es ein mediterranes und ein orientalisches Restaurant, die Pool Bar, eine Bar namens Zar und ein orientalisches Café, in dem man auch Shisha rauchen kann.

Unser Zimmer war klasse, geschmackvoll, qualitativ hochwertig - perfekt. Das Internet funktionierte meistens, war allerdings nicht allzu schnell. Die Angestellten waren durch die Bank weg sympathisch, zuvorkommend, hilfsbereit.

Meerwasserpool
Das Hotel verfügt über eine Pool-Landschaft und einen Bereich, in dem Meerwasser in einem Becken zum Schwimmen einlädt, s.o..

Der Strand ist langgestreckt, mit ausreichend Liegen und Sonnenschirmen, mal sandiger, mal korallig-steiniger.

Steg ins Wasser
Es gibt einen Steg, der auch die Flagge beherbergt: Meist war sie gelb, die letzten drei Tage rot.

Schnorcheln am Hausriff
Zum Schwimmen ist das Meer vom Strand aus nur bedingt geeignet: Wir sind vor allem geschnorchelt und hätten uns meist noch ein paar Zentimeter mehr Wasser zwischen Bauch und Korallenriff gewünscht. Was man dann sieht, ist allerdings wirklich klasse: Ein schönes Riff, bunte Korallen, viele Lebewesen, von den buntesten Fischen über Seeigel, Muränen, Schnecken, Seegurken, usw.

Heftig fand ich manche Touristen, die ohne nachzudenken mit ihren Badeschlappen über das Riff latschen - dabei wird man überall darauf hingewiesen, dass man damit so viel kaputt macht... :-(

Die letzten drei Tage war es sehr windig, da benötigte man Flossen, um zu steuern. Sonst fand ich die Badeschuhe besser geeignet.

Dies ist Teil eines Berichts über unsere Reise ans Rote Meer - mehr dazu hier.

LinkWithin

Blog Widget by LinkWithin