Dienstag, 20. Oktober 2015

Comer See: Villa del Balbianello

Heute wollten wir uns die Villa del Balbianello genauer ansehen. Sie ist bekannt von verschiedenen Filmen, u.a. James Bond Casino Royale oder Ein Sommer am See. Wir hatten sie vom Wasser (von der Bootstour auf dem Comer See) aus schon gesehen und fanden von der Ferne auch den Park sehr schön. Also sind wir mit dem Auto hingefahren.

Villa del Balbianello

Hier gleich einmal das schönste Foto dort, wie ich finde. Dieses kleine Haus inmitten des Parks mit Bergen und See dahinter ist so typisch Lago di Como und so wunderschön!

Fahrt entlang des Comer Sees


Aber der Reihenfolge nach: Morgens haben wir erst mal gemütlich gefrühstückt und uns noch etwas Zeit auf unserem Hotel-Balkon mit einem weiteren Kaffee gegönnt. Schließlich war Urlaub und das Upgrade auf das Zimmer mit Seeblick hat sich wirklich gelohnt. Ich hätte da Tage verbringen können.

Blick aus dem Hotel Asnigo Cernobbio auf den Comer See

Los ging's mit dem Auto (es gibt auch öffentliche Busse): Wer Glück hat, darf auf der landschaftlich so reizvollen Strecke Beifahrer sein und sich voll auf die Ausblicke konzentrieren!

Autofahrt am Comer See

Von unserem Hotel Asnigo in Cernobbio zur Villa del Balbianello sind es nur 22 km, aber man muss schon Zeit einplanen! Zum einen fährt man entlang des Sees einfach nicht so schnell, zum anderen kann man zwischendurch immer mal anhalten und die Ausblicke genießen. In der Ferne sah man in Richtung Norden schon schneebedeckte Berge!

Stopp am Comer See und Blick auf See und Berge

Villa del Balbianello


Nahe Villa del Balbianello gibt es einen ausgeschilderten Parkplatz in Richtung Lido di Lenno. Von dort geht man zu Fuß auf ausgeschilderten Wegen durch den Wald, auch mal Steigungen hoch bestimmt noch 15 Minuten, bis man dort ist. Nehmt dafür bequeme Schuhe mit!



Geöffnet ist die Anlage von Mitte März bis Mitte November von 10:00 bis 18:00 Uhr, außer an Montagen. Letzter Eintritt in die Villa: 16:30, in den Park darf man bis 17:15 Uhr. Man kann sich dort locker drei Stunden aufhalten.

Die Villa, der Park und die Ausblicke auf den traumhaften See kann man in Ruhe auf sich wirken lassen. Wir waren um die Mittagszeit dort, es war nicht allzu voll.



Nahe des Eingangs ist die Orangerie, die mir auch sehr gut gefallen hat.



Die Villa besteht aus zwei Gebäuden, die mit einem Gang verbunden sind und die man besichtigen kann. Eine Führung lohnt, finde ich.



Früher war an dieser pittoresken Stelle auf der Spitze der Halbinsel Lavedo ein kleines Franziskanerkloster, das teilweise noch erhalten ist und wohl renoviert wurde; jedenfalls steht da eine kleine Kirche. Der Bau der Villa ging auf einen Kardinal zurück. Irgdendwann gelangte die Villa in den Besitz der Familie Visconti und wurde weiter ausgebaut, dann vernachlässigt, weiter verkauft und schließlich von Guido Monzino erworben. Dieser war ein reisefreudiger Graf, der auf Expeditionen als Bergsteiger und Forscher viele Sammelstücke aus aller Welt zusammen getragen und in sein Zuhause gebracht hat. Sie sind als Ausstellung zu besichtigen und wirklich interessant, wenn man sich für Polarforschung und Abenteuer interessiert.



Monzino starb 1988, er wurde im Park in einem kleinen Pavillon beerdigt. Er vererbte die Villa der  italienischen Kultur- und Umweltschutzorganisation FAI, die sich seither darum kümmert. Der Eintrittspreis kommt auch ihr zugute.



Schön ist der Garten, der entlang des hügeligen Geländes angelegt wurde. Viele Felsen, viele Ebenene, Terrassen, Brüstungen, Wiesen, Hecken, Bäume. Überall im Park findet man Möglichkeiten zu schauen und Bänke zum Ausruhen.



Immer wieder hat man tolle Ausblicke aufs Wasser.



Es gibt auch einen kleinen Shop und eine Toilette, aber kein Café. Wir hätten noch länger bleiben können, bekamen aber Hunger, wollten also etwas essen und auch noch etwas mehr vom See sehen.



Daher gingen wir zurück zum Parkplatz und fuhren weiter, immer die Straße am See entlang, aßen unterwegs noch einen Kuchen und fuhren über die Berge rüber zum Lago di Lugano und dann wieder zurück.

Dies ist Teil eines Reiseberichts über eine 9-tägige Urlaubsreise mit dem Auto nach Norditalien. Details dazu sowie Links zu den anderen Tagen finden sich hier.

Tipp zum Weiterlesen: Susanne hat eine ganze Comer See Reihe auf ihrem Reiseblog Von Ort zu Ort. Da findet Ihr z.B. einen Artikel zu Bellagio oder Como.

Kommentare:

  1. Wow, das sind wirklich tolle Bilder. Wenn wir das nächste mal dort in der Gegend sind werden wir uns dieses romantische Plätzchen einmal anschauen. Und den Polarforscher kannte ich noch gar nicht, die Bibliothek wäre ja total etwas für mich 😉
    Lg Miriam

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    1. Hallo Miriam,
      danke für Deinen Kommentar! Ich war auch ganz begeistert von dem Polarforscher und diesen Exponaten. Das Museum und die Bibliothek haben mir sehr gut gefallen, das lohnt echt!
      LG Barbara

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  2. Sehr schöner Artikel und traumhaft schöne Bilder!! Das wär wieder einmal etwas total nach meinem Geschmack. Ist auf alle Fälle mal abgespeichert ;)

    Liebe Grüße,
    Michaela

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    1. Hallo Michaela,
      Freut mich, dass Dir die Bilder und der Artikel gefallen! Ich finde das Foto der Villa auch total schön - so schön ist sie wirklich! :-)
      Liebe Grüße, Barbara

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  3. Jetzt kann ich mir diese Villa richtig gut vorstellen. Dass sie eine Filmkulisse für James Bond war, wusste ich auch noch nicht. Muss da mal drauf achten, wenn ich den alten Schinken ml wieder sehe. :-)
    Viele Grüße
    Bruno

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    1. Hallo Bruno,
      Filmkulissen finde ich immer interessant, manchmal erkennt man sie sofort wieder, manchmal eher nicht. Bin gespannt, ob Du sie findest!
      Liebe Grüße
      Barbara

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  4. Hallo Barbara,

    ja an die Szenen aus James Bond mit Mr. White kann ich mich noch gut entsinnen... :-)

    Gruß Mario

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    1. Hallo Mario,
      danke für Deinen Kommentar! Ich mag solche Locations auch gerne, die James Bond Szenen leben davon.
      Liebe Grüße
      Barbara

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Ich freue mich über Kommentare und einen freundlichen Austausch.

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