Der Bus fuhr direkt in ein Parkhaus neben dem Petersplatz, so dass man wunderbar zentral ankam. Netto-Zeit in Rom waren knapp 6 Stunden.
Da wir letztes Jahr für ein Wochenende in Rom waren und damals einiges „nicht geschafft“ hatten, konnten wir dies nun nachholen. So sind wir als allererstes in die Vatikanischen Museen und haben dann die verbliebene Zeit genutzt, den Circus Maximus und die Kirche Santa Maria in Cosmedin mit dem Mund der Wahrheit, Bocca della Verità zu besuchen.
Die Schlange vor den Vatikanischen Museen war so früh am Morgen (ich glaube, es war gegen 9:30 Uhr) überschaubar, nach gefühlten 5 Minuten waren wir drin. 14 EUR kostet der Eintritt, es scheint auch möglich zu sein, übers Internet Tickets zu buchen, die man dann an einer anderen Kasse abholen kann – evtl. kann man sich so Zeit sparen. Man wird durchleuchtet, sollte also keine Taschenmesser o.ä. mit sich tragen. Wir haben uns für 7 EUR Audioguides ausgeliehen, was ich für eine gute Sache halte (zudem hatten wir einen Rom-Reiseführer mit, der etliche Seiten über den Vatikan enthält). Vor der Audioguide-Ausgabe hatte sich auch eine Schlange gebildet.
Da man mehrere Tage in den Museen zubringen könnte (es gibt unheimlich viel zu sehen!), macht es Sinn, sich zuvor zu überlegen, was man detaillierter besichtigen möchte.Die Website der Vatikanischen Museen lohnt zur Vorbereitung einen Besuch - hier finden sich viele Informationen zu den einzelnen Galerien, Museen, Innenhöfen, Gärten, usw..
Allgemein war es recht voll, teilweise schob sich wirklich eine komplette Menschenmenge durch die Gänge. Es war auch ziemlich schwül und stickig. Besonders gut gefiel mir die Moderne Kunst, mit Barlach, Kirchner, Modersohn-Becker, Matisse, Chagalle, Dalì und vielen anderen. Die meisten meiner Fotos sind jedoch verwackelt, es war dunkler als ich dachte.
Vor der Sixtinischen Kapelle mussten wir nicht Schlage stehen, drin war es sehr voll und unruhig - überhaupt keine heilige Stimmung. Darin darf man nicht fotografieren, aber die Aufsichtspersonen waren völlig überfordert, die ganzen fotografierenden Touristen darauf hinzuweisen.
Im Vatikan gibt es eine Cafeteria und eine Pizzeria, wir haben Pizza gegessen (Foto davon hier) und dabei Postkarten geschrieben.In der Post bekommt man dann vatikanische Briefmarken (und Euro-Münzen), praktisch.
Besonders beeindruckend ist natürlich auch die Treppe bzw. das Treppenhaus am Ende des Museums:
Da wir recht lange im Vatikan zugebracht haben und es fast 14 Uhr war, mussten wir uns danach sputen.So sind wir mit der U-Bahn zum Circus Maximus: Wenig zu sehen, aber die Ausmaße kann man erahnen, riesig!
Von dort ist es nicht weit zum Wahrheitsmund - naja, den wollte ich mal sehen.
Davor war eine Schlange von Menschen, die sich damit fotografieren wollten, auch viele Kinder.Die Kirche fand ich deutlich beeindruckender als den Mund. :-)
Da die Zeit fortgeschritten war und die Entfernungen doch nicht ganz ohne sind, haben wir uns nach einem kleinen Fussmarsch (wie immer in Rom fantastische Ein- und Ausblicke, man ist ständig am Schauen, die Stadt ist wirklich sehenswert!) von dort mit dem Taxi zur Engelsburg bringen lassen (für Fussball-Gespräche mit dem Taxifahrer reichte unser radebrechendes Italienisch gerade so), von dort sind wir zu Fuß (mit einer Espresso-Pause) zurück zum Busparkplatz.
Lustig fand ich eine Wasserstelle auf dem Weg von der Engelsburg in Richtung Peterskirche:
Ein kleiner Drache ist dort abgebildet - und man sieht auch, dass ich bequeme Schuhe trug - wir haben an diesem Tag wieder eine ziemliche Strecke zu Fuß zurück gelegt!Tipp: Mitreisende, die zum ersten Mal in Rom waren, haben mit viel Fußmarsch den Petersplatz, Petersdom (ohne Kuppel, da zu lange Schlange), Engelsburg von außen, kleine Gassen zu Piazza Navona, dann Pantheon, dann weiter Fontana di Trevi, dann Collosseum und Rückweg mit Blick auf Forum Romanum geschafft. 6 Stunden für Rom sind knapp, man muss sich schon überlegen, was man sehen möchte. Oder man lässt sich einfach treiben und genießt die Eindrücke.
Im Bus wurde übrigens ein Stadtplan ausgeteilt und eine Notfalltelefonnummer.
Es gibt auch Kreuzfahrttouristen, die auf eigene Faust nach Rom fahren (im Hafen gibt es einen Shuttle vom Schiff zur Hafenausfahrt, von dort mit Taxi oder Bahn (googeln!). Da wir letztes Jahr fast unseren Rückflug verpasst hatten, war ich etwas vorsichtig und habe den organisierten Shuttle gebucht.
Am letzten Abend unserer Kreuzfahrt haben wir natürlich noch einmal einen Schiffs-Spaziergang gemacht und den Sonnenuntergang bewundert.Dies ist Teil eines Reiseberichts über meine Kreuzfahrt 7 Tage westliches Mittelmeer mit der MSC Splendida, Details dazu finden sich hier.
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