Samstag, 18. August 2012

Plauen im Vogtland

Plauen liegt im Südwesten Sachsens an der A72 und ist über drei Autobahnausfahrten gut erreichbar. Wenn man von Norden aus Leipzig kommt, fährt man die A9 und ab Ausfahrt Schleiz über Land.

Ich hatte nach einem geschäftlichen Termin noch die Zeit, kurz durch die Innenstadt zu bummeln. Das Wetter war so super, dass ich mit meinem Smartphone ein paar Fotos geschossen habe, die zwar nicht so toll sind, aber trotzdem einen ersten Eindruck vermitteln.

Plauen AltmarktHier ein Foto des Altmarkts. Der Rathausturm im Hintergrund fällt durch das blaue Ziffernblatt auf. Das Haus links ist das alte Rathaus, darin befindet sich das Plauener Spitzenmuseum.

Plauen hat knapp 70.000 Einwohner und ist damit die fünftgrößte Stadt Sachsens. Die Hauptstadt des Vogtlandes ist als Stadt der Spitze bekannt und gelangte durch die aufstrebende Textilindustrie vor über 100 Jahren zu Reichtum.

Das merkt man an vielen Stellen, trotz großer Kriegsschäden finden sich viele beeindruckende Gebäude. Hier im Hintergrund ein Blick auf das ehemalige Kaufhaus Tietz (Hermann Tietz - setzt mal die Anfangsbuchstaben zusammen...;-)), das derzeit zum Landratsamt umgebaut wird.



Mit der Straßenbahn legt man auch größere Strecken bequem zurück.



Es gibt auch einen Sonderwagen für Feierlichkeiten, die sog. Bier-Elektrische, die hier auf dem Foto ist. Im Hintergrund eine Shopping Mall, mitten in der Stadt.

Am 7. Oktober 1989 versammelten sich in Plauen erstmals tausende Menschen und forderten Reformen in der DDR, nachdem Tage zuvor Züge mit Botschaftsflüchtlingen aus Prag durch Plauen Richtung Hof fuhren.

Die Demonstration verlief zum Glück friedlich und wurde wöchentlich bis zu den ersten freien Wahlen im März 1990 wiederholt. Viele Plauener sind stolz darauf, diese wichtige Rolle in der Wendezeit gespielt zu haben.


Am Ampelmännchen merkt man auch, dass man sich im Osten der Republik befindet.

Inzwischen wurde viel renoviert und die verschiedensten Sehenswürdigkeiten sowie ein Bummel durch die Stadt lohnen.





Zur Erfrischung zwischendurch kann ich Pieschel's Eisdiele empfehlen, seit 1938 eine Institution. Das Eis schmeckt wirklich hervorragend.

Eis von Pieschel's

Über das Vogtlandmuseum gelangt man auch ins Erich-Ohser-Haus und die Galerie e.o.plauen.

e.o.plauens Vater und Sohn Hier kann man u.a. die Vater und Sohn Geschichten anschauen und mehr über den bekannten Cartoonisten erfahren.

Vater und Sohn waren trotz des heißen Wetters in warme Strickkleidung eingepackt. ;-)














In der Nähe lädt dann der Biergarten von Plauens ältester Gastwirtschaft ein.

Biergarten MatschDas Matsch existiert seit 1503, ist stolz darauf, dass Goethe hier nicht einkehrte und bietet Gasthaus, Pension, Café und Biergarten.

Auch das Malzhaus, ein wenig weiter, lädt in einen Biergarten mit schöner Aussicht und zudem zu Konzerten und Veranstaltungen.

Für kulturell interessierte bietet das Vogtlandtheater regelmäßig Oper, Konzert und Ballett bis hin zu Operette, Musical und Schauspiel.

Ich bin öfter in Plauen und kann die Stadt nur empfehlen. Viel zu sehen, gemütlich, interessant, nette offene Menschen, gute Einkaufsmöglichkeiten, Theater, Museen, viele Kneipen und Restaurants.

Die Lebensqualität ist hoch, es gibt nahe der Stadt Stauseen mit Möglichkeit zum Baden, das Vogtland bietet schöne Wandergebiete, außerdem ist das Leben in Plauen und der Region äußerst erschwinglich. Immobilien in Plauen gelten noch als Geheimtipp mit viel Potential. So finden sich in Plauen immer mehr Rentner, die ihren Lebensabend in schöner Umgebung in komfortablen und bezahlbaren Wohnungen verbringen. Daneben ist die Stadt für Auszubildende (viele Schulen), Familien und eigentlich alle lebenswert.

Und für einen Kurzurlaub eignet sich das Vogtland mit Plauen sowieso. Neben Hotels und Ferienwohnungen gibt es auch eine Jugendherberge mitten im Stadtzentrum.

Zum Weiterlesen:

Dienstag, 7. August 2012

Langes Wochenende auf Usedom

Ich hatte beruflich in Berlin und im Norden Polens zu tun und beschlossen, dass es sich nicht lohnt, zwischendrin heim zu fahren. So habe ich das Wochenende und das halbwegs sommerliche Wetter genutzt, einen Abstecher an die Ostsee zu machen.

Naheliegend war dafür natürlich die Insel Usedom, eine der sonnenreichsten Regionen Deutschlands. Usedom liegt in der Pommerschen Bucht an der südlichen Ostsee. Sie ist durch den Peenestrom und das Stettiner Haff vom Festland getrennt, die Swine/Świna trennt sie von der Nachbarinsel Wollin in Polen.

Hotel auf Usedom 


Erst dachte ich an ein Hotel oder eine Pension auf der westlichen Seite in einem der schönen Seebäder Mecklenburg-Vorpommerns. Als ich die hohen Preise sah, kam ich schnell auf die gute Idee, auch im polnischen östlichen Teil Usedoms zu suchen. Die Hafenstadt Świnoujście (Swinemünde) ist sehenswert und das Hampton by Hilton nahe der Grenze ideal gelegen, also habe ich dort gebucht.



Ich hatte sowohl meinen Mann als auch unsere Fahrräder eingepackt, was ideal war. Das Auto parkten wir in der Nähe des Hotels, vor Ort bewegten wir uns vor allem mit den Rädern fort. Das Hotel vermietet übrigens auch Fahrräder, man braucht also keine mitzuschleppen.



Das Hotel ist nicht weit von der schönen Ostseeküste gelegen, nur 1,5 km von der deutschen Grenze entfernt. Zum Zentrum von Swinemünde gelangt man nach wenigen Minuten Fußweg oder auch bequem mit dem Fahrrad. Einkaufsmöglichkeiten sind ebenfalls in der Nähe. In ca. 15-20 Gehminuten erreicht man den Strand und die Promenade. Der Busbahnhof zur Usedomer Bäderbahn befindet sich unmittelbar beim Hotel.



Uns hat das Hotel sehr gefallen, es ist modern eingerichtet, das Personal war freundlich, das inkludierte Frühstück vielseitig und gut. Nur der Internet-Accesss war zum Arbeiten etwas zu langsam. Das Publikum war gemischt, Familien auf Urlaub, Geschäftsreisende, verschiedene Nationen.



Das Hotel war für uns sehr angenehm, man merkte aber an ein paar Kleinigkeiten, dass es noch neu war und die Mitarbeiter noch nicht 100%ig eingearbeitet waren. Dazu kamen kleine Pannen, was Infrastruktur anging: Bei Gewitter fielen Fernsehbild und WLAN kurzzeitig aus, was verständlich ist. An einem Abend hakte das Wasser und spuckte braune Brühe, so dass ich das Duschen verschieben musste. Alles kein Beinbruch. Ich würde das nächste Mal wieder hin.

Radeln und Baden auf Usedom 


Usedom eignet sich super zum Fahrradfahren! Ein gut ausgebautes Radwegenetz, eine 12 km lange Strandpromenade, Ebene und leichte Hügel fordern nicht allzu viel an Kondition. Kleinigkeiten zu essen oder etwas zu trinken gibt es überall. Impressionen von den Radwegen und der Strandpromenade finden sich hier beim Samstag.





Tipps für einen Urlaub an der Ostsee


"Ostsee muss man mögen" - diesen Satz hört man immer wieder. Sonnensicher ist hier nichts, es ist nicht so warm wie am Mittelmeer, es regnet öfter. Eine Geschmackssache. Hier ein paar Tipps, damit Ihr nicht alle Erfahrungen selber machen müsst. Und für mich, als Merker fürs nächste Mal. :-)
  • Unterkunft zur Hauptsaison rechtzeitig buchen 
  • Regencape mitnehmen
  • Mückenspray und Salbe für juckende Mückenstiche
  • Sonnencreme und Badezeugs
  • Strandkorb (nur in Deutschland) mieten oder Strandmuschel mitnehmen oder dort kaufen, gegen den Wind
  • Fischrötchen essen!
  • Für Usedom: Polnische Zloty organisieren (Geldautomat)
  • Sportgeräte

Ideen für ein langes Wochenende 


Hier die einzelnen Tage des Wochenendes mit weiteren Fotos und Informationen darüber, was man auf Usedom alles unternehmen kann.


Mir hat es gefallen, die Insel Usedom hat viele Facetten, von klassischer Bäderkultur über polnisch geprägtes Leben, Natur, Sandstrand, Meer und Möglichkeit zum Radeln.

Montag, 6. August 2012

Hafenrundfahrt ab Świnoujście

Zwischen meinen geschäftlichen Terminen war noch Zeit für eine kleine Bootsfahrt.

Ab dem Stadthafen geht die Hafenrundfahrt auf der M/S Chateaubriand ab 14:30 Uhr zu vielen am Wasser gelegenen Sehenswürdigkeiten los. 24 km in 2 Stunden Fahrzeit mit  mit deutschsprachiger Reiseleitung.



Die Fahrt war schön entspannend und interessant. Außerdem war das Wetter wieder besser, ab und zu kam sogar die Sonne heraus, so dass danach ein kleiner Stadtbummel drin war.



Empfehlenswert sind die vielen Cafés, in denen man neben gutem Kaffee auch aus einer große Auswahl an Kuchen und Torten wählen kann.


Abends bin ich dann wieder nach Ahlbeck. Hier ein Blick von der Seebrücke Ahlbeck in Richtung Sonnenuntergang.



Das hier ist ein Foto der Vorspeise meines Menüs im Restaurant Kaiserblick in Ahlbeck.



Dies ist Teil meines Reiseberichts über ein langes Wochenende auf Usedom. Details dazu und weitere Tipps finden sich hier.

Sonntag, 5. August 2012

Świnoujście (Swinemünde)

Swinemünde, auf polnisch Świnoujście, ist mit etwa 40000 Einwohnern die größte Stadt der Insel Usedom, wobei einige Teile der Stadt sogar auf der Nachbarinsel Wollin liegen. Bekannt ist Świnoujście für den herrlichen breiten Sandstrand.





Baustelle - Hier kommt noch was...


Dies ist Teil meines Reiseberichts über ein langes Wochenende auf Usedom. Details dazu und weitere Tipps finden sich hier.

Samstag, 4. August 2012

Radtour auf Usedeom

Nach einem ersten Kaffee auf dem Hotelzimmer (ich liebe es, wenn es Wasserkocher auf dem Zimmer gibt!) sind wir ins Erdgeschoss und haben dort in Ruhe gefrühstückt.



Als nächstes haben wir die Räder aus dem Auto geladen und sind in Richtung Wasser gefahren, um uns umzuschauen. Hier ein paar Impressionen der polnischen Seite:





Die längste Strandpromenade Europas verbindet Bansin, Heringsdorf, Ahlbeck und Swinemünde/Swinoujscie heißt. Sie lässt sich zum größten Teil auch mit dem Fahrrad abfahren.

Der Hauptradweg (alles ist gut beschildert) führt dann ein wenig landeinwärts durch Kiefernwälder in Richtung Westen.



Die grenzüberschreitende Promenade liegt an der ehemaligen Grenze zwischen den beiden Staaten und ist der längste Fußgänger-und Fahrradweg Europas an der Küste. Sie verbindet das deutsche Seebad Ahlbeck mit der polnischen Stadt Świnoujście (Swinemünde) und geht durch drei Kaiserbäder aus preußischer Zeit: Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck. Die Promenade erstreckt sich über eine Gesamtlänge von 12 km. Hier die Grenze.



Ein Stahlstreifen in der Mitte der Promenade markiert als Symbol der Einheit die ehemalige Grenze zwischen Deutschland und Polen. Ich finde es immer wieder faszinierend, dass wir heute ohne Grenzkontrollen so oft von einer Seite auf die andere können, wie wir wollen.



Entlang der Promenade gibt es einige Toiletten und Rastplätze. Ein Schwerpunkt wird dabei auf erneuerbare Energie gelegt, gefördert von der EU als sog. Europapromenade, eine Menge Solarkollektoren sind zu sehen. Die damit erzeugte Energie wird für die Beleuchtung der gesamten Promenade und der neu eingerichteten Rastplätze und Sanitäranlagen eingesetzt.

Hier die Ostseeküste an der deutschen Seite. Man erkennt das sofort an den typisch deutschen Strandkörben, die es nicht nur an der Nordsee, sondern auch an Stränden der Ostsee gibt. Es gibt übrigens auch extra Strände für Hunde oder natürlich auch FKK-Strände.



Die Strecke geht entlang der Küste und führt durch ein Seebad nach dem anderen, jeweils mit markanten Seebrücken, hier die Seebrücke Heringsdorf. Man sieht schon, dass es vom Wetter her etwas durchwachsen war.



Die Seebäder haben auch wunderschöne gepflegte Parks und natürlich diese traumhaften typischen Häuser, so wie hier.





Nach so viel Schauen war uns nach einem Imbiss. Fündig wurden wir direkt am Radweg am Café Eisdiele Wille an der Strandpromenade Heringsdorf, unter freiem Himmel.

Imbiss im Café Eisdiele Wille, Strandpromenade Heringsdorf

Danach ging es weiter, irgendwann war die Promenade zu Ende und wir sind durch Ferien- und Wohngebiete bergauf weiter westlich gefahren, kamen über eine Treppe und durch einen Wald in etwas mehr Natur.



Von dort sind wir auf einem abenteuerlichen Pfad (Fahrrad tragen war angesagt) wieder runter auf Meeresniveau, um auf dem dort sehr leeren Strand unsere Decke auszubreiten und uns ein wenig zu sonnen.



Leider fing es dann doch an zu regnen. Die Rückfahrt durch mehr oder weniger heftige Regenschauer war dann nicht so schön. Teils haben wir uns untergestellt, als es richtig prasselte. Aber irgendwie mussten wir ja wieder zurück.



Auf der polnischen Seite an der Promenade ist die Auswahl an Bars, Grills, Restaurants usw. riesengroß. Es gibt mehr Leben als im Westen, eine gewisse Jahrmarktatmosphäre, bei der auch Kinder ihren Spaß haben.



Ich mag ja diese polnischen Teigtaschen, Pierogi genannt. Links eine herzhafte Variante und rechts eine süße. Dazu gab's Bier vom Fass.



Abends hörte der Regen wieder auf. Der Blick auf die Ostsee ist traumhaft. Viele Menschen haben Himmelslaternen steigen lassen, die man schön beobachten konnte.



Dies ist Teil meines Reiseberichts über ein langes Wochenende auf Usedom. Details dazu und weitere Tipps finden sich hier

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