Dienstag, 14. Februar 2006

Bandung

Durch die historische afro-asiatische Bandung-Konferenz, die 1955 in Bandung stattfand, war ich sehr gespannt auf diese Stadt.

In Kolonialzeiten war Bandung angeblich wegen seines europäischen Ambiente und seiner Kultur als „Paris von Java“ bekannt. Genau wie in Miami findet man hier tropische Art-Deco Architektur aus den 1920er Jahren.




Um es kurz zu machen: Ich hatte mir mehr vorgestellt...

Straßenszene Bandung, Indonesien

Bandung ist halt eine normale asiatische Großstadt mit ein paar vergammelten Gebäuden, die schon bessere Zeiten gesehen haben. Heute ist Bandung vor allem für seine Factory Outlets (viel Mode) bekannt, auch schöne Restaurants gibt es.

Vom Klima ist Bandung angenehm und daher als Wochenendziel beliebt.

Fahrt von Jakarta nach Bandung im RegenDie Fahrt von Jakarta nach Bandung war etwas regnerisch und dauerte dadurch, dass Teile der Straße durch Erdrutsche unpassierbar waren und wir einen Umweg fahren mussten, auch deutlich länger als normal.





Schön und für uns Europäer immer wieder interessant sind die Teeplantagen auf dem Weg.



Bandung-Konferenz Museum Wirklich sehenswert fand ich das Museum zur Bandung-Konferenz der Blockfreien. Eintritt ist frei, nettes kompetentes Personal beantwortet Fragen und freut sich, wenn man sich dafür interessiert. Auch ungewohnt: Sie nehmen dafür nicht einmal das für dieses Land typische Trinkgeld.

Wenn man etwas durch die Straßen schlendert, findet man typische Art Deco Architektur, allerdings nicht so farbenfroh wie in Miami, und mit einem asiatischen Touch.

Art Deco Gebäude in Bandung, Indonesien




















Auf dem kleinen folgenden Foto ist das Savoy Homann Bidakara Hotel, in dem die Bandung-Konferenz stattgefunden hatte, auch typisch Art Déco. Auf das geschichtsträchtige Haus war ich sehr gespannt.

Savoy Homann Bidakara Hotel, BandungIch habe im Rahmen einer Konferenz, auf der ich einen Vortrag hielt, dort übernachtet und hatte wohl ein Zimmer original aus jener Zeit bekommen - unrenoviert, eine aktive Kakerlakenfamilie inklusive...

Aber wer weiß, vielleicht hat ja Zhou Enlai, Hồ Chí Minh, Nasser oder Jawaharlal Nehru auch schon in genau dem Zimmer übernachtet... ;-)

Sonntag, 12. Februar 2006

Borobudur und Yogyakarta

Ein richtiger Sonntagsaus"flug" - es ging nämlich früh morgens los mit dem Flugzeug von Jakarta nach Yogyakarta.


Ein schöner Flug mit einer beeindruckenden Aussicht.

Ich hatte alles in einem Reisebüro in Jakarta organisieren lassen, da ich nur einen einzigen Tag Zeit hatte. Es klappte einwandfrei, die Kosten waren unter 100 EUR inklusive allem.

Bei der Ankunft wurde ich bereits erwartet und hatte für den ganzen Tag eine qualifizierte Reiseleiterin und einen Chauffeur samt Auto zur Verfügung. 


Als erstes fuhren wir nach Borobudur - eine beeindruckende buddhistische Tempelanlage, die mit Hilfe von Geldern in Verbindung mit der Ernennung zum UNESCO-Weltkulturerbe schön renoviert wurde.

Die Führung war sehr interessant und ich bin begeistert, was in Borobodur im Lauf der Jahrhunderte alles geschaffen wurde.

Man läuft sehr lange a
n aus Stein gemeiselten Figuren vorbei, zum einen viele meditierende Buddhas, dann aber auch viele in Stein gehauene Figuren, die unterschiedliche Geschichten aus dem Leben Buddhas erzählen. Die Reiseführerin wusste sehr gut Bescheid und konnte viel erklären, so dass die "alten Steine" lebendig wurden.




Außer mir waren übrigens ein paar weitere Touristen dort, überlaufen war es jedoch nicht. Ist dieser Blick nicht ein Traum?!


Highlight der Tour war natürlich Borobudur und es war sicherlich gut, als erstes dort hin zu fahren, bevor es voller wurde oder zu heiß. Der Tag ging weiter mit einer Menge Sehenswürdigkeiten, Tempeln, Gärten, Besichtigung zweier Handwerksbetriebe (Silber und Batik), nur unterbrochen von einem leckeren Mittagessen.

Unklar war immer, wie lange das Wetter halten würde. Ich hatte Glück, es begann erst am späten Nachmittag zu regnen.

Yogyakarta ist bekannt als Stadt der Künste, es gibt schöne Gebäude im Kolonialstil und daneben wie in den meisten asiatischen Großstädten eine Menge neuer Bauten, teils schön, oft weniger. 

Eine Masse Menschen sind unterwegs, es gibt viele Märkte, alles ist bunt. Gefallen haben mir natürlich auch die vielen Garküchen.







In Yogyakarta beeindruckte mich vor allem der Wasserpalast des Sultans, Taman Sari. Der hatte so etwas erholsames nach der schwülen Hitze und dem Gewusel überall. 

Früher haben der Sultan und sein großer Harem dort entspannt. Danach war es mir auch, aber baden durfte man dort nicht. ;-)


Am späten Nachmittag bin ich dann gemütlich durchs Zentrum von Yogyakarta gebummelt, bevor es dann wieder mit dem Flugzeug (diesmal mit ziemlicher Verspätung) zurück nach Jakarta ging. 

Ein wunderschöner Ausflug mit vielen interessanten Eindrücken und Erlebnissen.

Samstag, 11. Februar 2006

Sightseeing in Jakarta

Am Nachmittag war etwas Sightseeing in Jakarta angesagt.

Rings um den alten Rathausplatz wurden mehrere Kolonialgebäude restauriert.

Hier beklettere ich eine alte Kanone vor dem früheren Rathaus von Jakarta, Baujahr 1710, das inzwischen als Museum Serajah Jakarta genutzt wird. Die niederländische Kolonialzeit und das alte Batavia werden hier etwas lebendig.

In der Nähe sind weitere Gebäude im Kolonialstil, die teils einen etwas morbiden Charme versprühen.





Der Transport innerhalb Jakartas ist ziemlich heftig... Staus sind an der Tagesordnung, es gibt keine U-Bahn, Straßenbahn o.ä., nur ein Metro-Bussystem namens TransJakarta.

Die Busse haben eigene Spuren und feste Haltestellen. Allerdings ist das Liniennetz weit entfernt von einer Flächendeckung. Trotzdem ist es interessant, damit zu fahren - man kommt auch wirklich schnell voran. An Haltestellen finden sich auch häufig Möglichkeiten, Wasser zu kaufen - es war ziemlich schwül-warm, man musste viel trinken.


Ich hatte den Eindruck, dass der TransJakarta vor allem die modernen Einkaufszentren optimal verbindet. Diese sind am Samstag nachmittag auch deutlich besser besucht als das alte Zentrum mit seinen Kolonialbauten und die Museen.

Besonders gut haben mir der Unabhängigkeitsplatz mit dem Nationaldenkmal Monas gefallen.

Der Platz ist gefüllt mit Menschen, die sich dort treffen, spazieren gehen, Pferdekutsche fahren, picknicken, sich unterhalten, Kinder, die spielen, Pärchen, die Händchen halten, Familien, die ihre Zeit gemeinsam verbringen. Es gibt Snacks und Süßigkeiten zu kaufen.

Klar, dass ich auf die Aussichtsplattform des Monas hoch musste: Der Ausblick auf Jakarta und die umliegenden Berge ist ein Traum!

Sonntag, 5. Februar 2006

1 Woche Boracay

Urlaub in Boracay vom 27.01. bis 04.02.2006.




Hier die einzelnen Einträge, ein Klick führt zu der entsprechenden Seite:
Da ich für 5 Wochen geschäftlich in Asien war und es Quatsch gewesen wäre, für eine Woche (Chinesisch Neujahr) nach Deutschland zurück und wieder nach Asien zu fliegen, musste ich mir etwas einfallen lassen... Ein Erholungsurlaub bietet sich da immer an, um gute Meeresluft zu atmen, Sonne zu tanken, etwas Sport zu treiben und zu faulenzen.

Die Reise habe ich durch einen lieben Freund, der zu der Zeit Urlaub hatte und mitgereist ist, in Hongkong als Package zusammenstellen lassen. Einfach war es nicht, in Asien für diesen Zeitpunkt einen Urlaub zu buchen, da durch Chinesisch Neujahr Hauptsaison war.

Fast 1 Tag geht jeweils für die An- und Abreise von Hongkong nach Boracay drauf.

Samstag, 4. Februar 2006

Rückreise

Rückreise nach Hongkong in umgekehrter Richtung:

Mit dem Boot nach Panay, von dort mit einem kleinen Flugzeug (12 Passagiere, man wurde mitsamt dem Gepäck einzeln gewogen, entsprechend wurde wohl getankt?!) nach Manila, mit dem Taxi zum Internationalen Flughafen.

Hier ein Foto vom Landeanflug auf Manila.


In Erinnerung habe ich die extreme Schlange auf dem internationalen Flughafen, man stand über 2 Stunden, bis man endlich einchecken konnte und durch die Grenzkontrollen kam. Am Wochenende scheint das immer so zu sein...

Dies ist Teil eines Reiseberichts über meinen Kurzurlaub 1 Woche in Boracay. Details dazu und Links zu den anderen Reisetagen finden sich hier.

Freitag, 3. Februar 2006

Erkundungen in südlicher Richtung

Hier ein Blick auf das Zentrum von Boracay.

Es gibt eine ziemliche Dichte an Cafés, Bars, Läden, Restaurants, usw. Die touristische Infrastruktur ist also vorhanden.

Interessant war es auch, einen Blick in die Resorts im Süden der Insel zu werfen. Man kann am White Beach entlang sehr weit laufen, der Weg ist gesäumt mit Restaurants, anfangs mehr, später weniger - entsprechend schmaler wird dann auch der Weg.

Dies ist Teil eines Reiseberichts über meinen Kurzurlaub 1 Woche in Boracay. Details dazu und Links zu den anderen Reisetagen finden sich hier.

Donnerstag, 2. Februar 2006

Fahrradtour

Fahrradtour in den Nordteil der Insel.

Der White Beach ist ziemlich überlaufen, aber auf der doch kleinen Insel Boracay finden sich abseits der Touristenpfade immer wieder schöne Fleckchen, die man fast alleine genießen kann.



So z.B. im Norden und Nordwesten der Insel. Die Strände sind schön und leer und mit dem Fahrrad einfach zu erreichen.

Die Infrastruktur ist natürlich eine andere: Man bringt sich besser etwas zu trinken und einen Imbiss mit.

Hier sieht man auch die Kontraste zwischen den Hotels und der Strandpromenade entlang des White Beach und dem Rest der Insel deutlich.

Im Norden gibt es auch etwas versteckt eine Fledermaus-Höhle, die man besichtigen kann.

Wichtig ist rutschfestes Schuhwerk, das hatte ich nicht, bin daher nur etwas herumgeklettert, aber nicht bis unten abgestiegen. Man sieht natürlich trotzdem eine Menge Fledermäuse...









Im Nordosten ist es etwas hügelig, so dass man eine gute Aussicht auf das Meer, die Inseln der Nähe und auch über Boracay hat.



Allgemein bieten sich interessante Ein- und Ausblicke: Ein gepflegter Golfplatz, eine Wellblechhütte mit sich im Schlamm suhlenden Ferkeln, japanische Touristen auf Quads, interessante Flora und Fauna.

Dies ist Teil eines Reiseberichts über meinen Kurzurlaub 1 Woche in Boracay. Details dazu und Links zu den anderen Reisetagen finden sich hier.

Mittwoch, 1. Februar 2006

Ausspannen und Klettern

Heute war mal ein Tag zum Ausspannen. :-)

Mit einem Cocktail und einem Buch lässt es sich am Pool des Hotels richtig schön entspannen.

Relaxen am Pool

Das Hotel hatte u.a. eine Outdoor-Kletterwand, 10 Meter hoch. Ich war schon länger nicht mehr geklettert, hab's aber noch bis oben hin geschafft. :-)

Barbara an der KletterwandEs gibt oben eine Glocke, an die man schlägt, um zu zeigen, dass man oben angekommen ist und der Sichernde einen ablassen darf.

















Dies ist Teil eines Reiseberichts über meinen Kurzurlaub 1 Woche in Boracay. Details dazu und Links zu den anderen Reisetagen finden sich hier.

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